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am 5. November 2012
Hier wir exemplarisch vors Ohr des Hörers geführt, welche Schandtat die EMI machte, als sie Elisabeth Grümmer unter Vertrag nahm um sie aufs Aufnahme-Abstellgleis zu setzen. Man hört immer wieder, dass der große Walter Legge dafür zeichnete um seiner Frau Elisabeth Schwarzkopf die Konkurrenz von der Kehle zu halten. Und in der Tat, ist Elisabeth Grümmer, wenngleich nicht so nuanciert, oder sagen ich vielleicht besser manieriert, im Ausdruck wie die Schwarzkopf, Stimmtechnisch, meiner Meinung nach, ihr weit überlegen.

Ein Singen wie es Elisabeth Grümmer zeigt ist heute in Zeiten der emanzipierten Frau (und dies soll keine Wertung gegenüber der Emanzipation sein, sondern verdeutlichen, dass alles seine Folgen hat) und des ökonomischen Rationalismus, nicht mehr möglich. Die vermeintliche Naivität, welche Sie die Rollen der Agathe in Webers Freischütz so einzigartig hat darbringen lassen, sowie die Zurücknahme ihrer Person hinter die Musik, lassen etwas entstehen, welches paradoxer Weise, eben doch nur von einer Person gesungen werden konnte.
Die berührende „Einfachheit“, und dies ist als allerhöchstes Kompliment zu verstehen, die Natürlichkeit ihres Ausdrucks, verbunden mit einer wunderbaren Stimme, mit einer in ihren besten Zeiten makellosen Höhe, welche einen z.B mit Brahms Wiegenleid, wie keine Andere zu den Schalfengeln sandte, ist einfach großartig.

Ihre Technik war hervorragend, und dies belegt diese Platte aufs eindringlichste. Sie singt zwei Mozart Arien unter Karl Münchinger auf gewohnt höchstem Standart, doch der eigentliche Höhepunkt ist ein Liederabend in Berlin vom 30. Mai 1958 mit dem Pianisten Hugo Diez.
Ihr Singen ist von solcher Leichtigkeit, dass die Hürden, welche genommen werden müssen, wie selbstverständlich genommen werden. Und hört man z.B. Schuberts Veilchen, dann versteht man, dass die sicher genommene Höhe bei „daher“ in Verbindung mit dem Drängen im Ausdruck Umwandlung in Klangestallt ist.

Ist es möglich den Wind oder einen Hauch singend darzustellen? Grümmer ist es möglich. Mit ihrer luftigen, und ich spreche hier nicht von Luft auf dem Ton, Höhe lässt sie in Brahms „An die Äolsharfe“ eine luftgeborne Muse vor dem erstaunten Ohr des Hörers entstehen, ums sogleich in einzigartiger Weise das geheimnisvolle Saitenspiel in Klanggestalt umzuwandeln. „Daß der Ostwind Düfte hauchet in die Lüfte“ aus Schuberts „Dass sie hier gewesen“ weiß sie ebenso darzustellen.
Ihre Legatokultur ist exemplarisch.
Und wie sie Schuberts Wiegenlied D 867 singt... kann man schöner in den Schlaf gesungen werden? Sie singt es wie es halt ihre Art ist- ungekünstelt kunstvoll. Und doch bleibt nichts dem Zufall überlassen jedes Wort wird genauestens interpretiert, in Klanggestalt umgewandelt und dazu singt sie ebenso ungekünstelt selbstverständlich sich immer weiter ins Piano hinein, ohne dabei auch nur ansatzweise an Tonfülle und Klangschönheit zu verlieren, das man gar nicht mehr weiß ob man vor Seligkeit einschlafen möchte, oder ob man dies vor aufgeregter Herrlichkeit überhaupt noch kann. Dies ist eine Lehrstunde des Gesangs.

Und wer hören möchte, wie Elisabeth Grümmer sich schlägt gegen die große Wolfinterpretin Elisabeth Schwarzkopf der vergleiche einmal die Lifeaufnahme der Schwarzkopf mit Wolfs „In dem Schatten meiner Locken“ vom August 1957 in Salzburg zusammen mit dem großartigen Gerald Moore mit dieser Lifeaufnahme hier. Manieriert effektvoll die Worte in Tönen zermalmend die Schwarzkopf, keck und natürlich die Grümmer, mühelos die Höhe nehmend und ins Piano gehend.

Das Unterfangen Hänsslers diese Platte raus zubringen ist nicht hoch genug zu loben. Bringt es doch, was EMI so sträflich vernachlässigte zum Vorschein, das Elisabeth Grümmer zu den ganz großen ihre Zunft zählt und vielleicht steht ihr sogar der Rang zu, die größte Sängerin der deutschen Nachkriegsgeneration zu sein.
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am 19. April 2012
Diese Wiederaufnahme mit Arien und Liedern ist ein einziger Genuss.Elisabth Grümmer sollte für alle, die sich mit Gesang beschäftigen, ein Vorbild sein. Nichts ist bei ihr maniriert, trotzdem nuanciert und einzigartig souverän stilistisch getroffen gesungen.Kein Sänger, keine Sängerin der Gegegenwart kann ihr für mein Empfinden das Wasser reichen. Sehr, sehr empfehlenswert
Òrfe`
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