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TOP 1000 REZENSENTam 27. August 2015
Freilich spiegelt auch diese Rezension nur die Meinung eines einzelnen wider. Aber als Stones-Fan ist sie mir ein großes Anliegen!

Es ist doch so: Was die Zeit zwischen EXILE... (1972) und EMOTIONAL RESCUE (1980) betrifft, fristen BLACK & BLUE und auch GOATS HEAD SOUP - meiner Meinung nach völlig zu unrecht - eine Art Mauerblümchendasein neben den oftmals so gerühmten IT'S ONLY R&R und SOME GIRLS. (Ebenso ergeht es dem 1994 erschienenen VOODOO LOUNGE ein bisschen, wie ich finde, obwohl da eigentlich weder davor noch danach etwas wirklich Aufregendes passiert ist.)

Ok, BLACK & BLUE hat sicher auch seine Schwächen. Gleich der Beginn mit "Hot Stuff" lässt eine Totalabsumpfung Richtung Synthie-Disco-Pop befürchten. Auch die im Album enthaltene einstige Nr.1-Hit-Single "Fool To Cry" finde ich offengestanden ziemlich schwach. Der Rest des Albums kann sich aber wahrlich hören lassen!
"Hand Of Fate" ist für mich so etwas wie der "Prototyp" einer typischen Stones-Nummer: gleichbleibende Melodiebögen miteinander ständig kommunizierender Gitarren, ein solider, einfach gestrickter Beat und Jaggers eindringlicher Gesang... Auch das oft gescholtene "Cherry Oh Baby" mag ich sehr gern, so albern es auch sein mag. Wären noch die "Prototyp-Ballade" "Memory Motel" (das Jagger und Richards gemeinsam-brüderlich von einander getrennt singen) und "Hey Negrita" (wo R. Wood sogar als Co-Autor erwähnt wird), die man immer und immer wieder hören kann. Ach ja: Das souverän-lässige "Crazy Mama" hätte ich an dieser Stelle fast vergessen...
Also: Lässt man den eigenartigen Start mit "Hot Stuff" (da ist, wenn, eigentlich eher nur der Sound interessant) weg, so ist BLACK & BLUE insgesamt ein sehr abwechslungsreiches und interessantes Album, das aber trotzdem wie EIN Projekt klingt (was ja auf SOME GIRLS beispielsweise meiner Meinung nach nicht zutrifft). Und auch die Produktion der Platte hat etwas herzerwärmendes, liebevolles an sich. Mag sein, dass sich BLACK & BLUE - wenn man kritisch sein will - ein bisschen durchmischt und chaotisch anhört (was bestimmt auch an den häufig wechselnden Gitarristen, neben Keith, liegt). Vom Gesamtfeeling her würde ich BLACK & BLUE jedoch hinter den überragenden EXILE... und STICKY FINGERS als drittbestes Stones-Album der Siebzigerjahre einstufen, wobei ich GOATS HEAD SOUP (1973) mittlerweile ähnlich gut, wenn nicht sogar besser, finde...

Sie glauben mir nicht? Dann legen Sie sich die Scheibe zu und hören Sie selbst...

Anm.: BLACK & BLUE wurde übrigens zu einem großen Teil in München aufgenommen und ist sozusagen "Made in Germany". Der Sound der Platte lässt jedenfalls vermuten, dass sich die Stones im Zuge der Sessions zu BLACK & BLUE recht wohl gefühlt haben dürften.
Durch und durch eine CHILLIGE und ENTSPANNTE Platte, die Wohlfühlatmosphäre im Wohnzimmer verbreitet.
Deshalb auch 4 Sterne!

----------------ANHANG für Fans & Interessierte--------------------

Ich möchte nun noch kurz auf die einzelnen Songs von BLACK & BLUE eingehen und so einen übersichtlichen - und für Fans hoffentlich interessanten - Einblick bieten. Die Bewertung der Titel erfolgt in Anlehnung an die amazon-Skala (1-5 Sterne).

1. HOT STUFF +++
Nachdem ich anfangs noch meine Schwierigkeiten mit diesem Song hatte, finde ich ihn mittlerweile gar nicht mehr so schlecht. Die Stones frönen hier dem Funk und klingen dabei auch noch richtig cool (schöner, knackiger Sound). Einzig der sehr flache (und sich oft wiederholende) Text und die überlange Spielzeit schaden dem Track ein wenig. Gar nicht so übel!

2. HAND OF FATE +++++
Einer der allerallerbesten Stones-Songs überhaupt! "Hand Of Fate" genießt in Fan-Kreisen aber ohnehin (zumeist) Kult-Status. Brilliante Gitarrenarbeit (typische Steine-Webmühle!), schöner Aufbau, mitreißende Dynamik und dazu kommt noch Micks toller Gesang. Ohne einem Ron Wood hier zu nahe treten zu wollen, wünsche ich mir jedes Mal, wenn ich den Track höre, heimlich, dass Wayne Perkins (der hier die Solo-Gitarre bediente und einer von vielen wechselnden Gitarristen am Album war) in die Fußstapfen eines Mick Taylor getreten wäre. Wenn sie den nur live öfter spielen würden (kann man übrigens z.B. auf FOUR FLICKS (DVD-Box) in einem Set hören)... Einfach fabelhaft!

3. CHERRY OH BABY +++/++++
Ein ulkiges Reggae-Cover, das meines Erachtens dieses eine Mal wirklich Spaß macht und gute Laune verbreitet. Auch, wenn Gegner und Kritiker behaupten, so etwas nicht von den Rolling Stones hören zu wollen, finde ich, dass der Track super hierher passt. Live dargeboten könnte ich ihn mir offengestanden aber auch nicht sonderlich gut vorstellen... Ich mag's halt irgendwie!

4. MEMORY MOTEL ++++
In dieser zeitlosen Ballade teilen sich Jagger und Richards die Gesangsparts brüderlich (was ja fast einmalig sein dürfte, oder? Abgesehen von "Salt Of The Earth" von BEGGARS BANQUET...). Meiner Meinung nach eine weithin unterschätzte Nummer, die viel Atmosphäre innehat und auch live tadellos funktioniert (man höre NO SECURITY), wenn man sie denn nur auch öfter live spielen würde... Für mich persönlich besser, als z.B. das vielgerühmte "Angie" (auf GOATS HEAD SOUP, das insgesamt aber dennoch weit unterbewertet wird) oder auch "Beast Of Burden" (von SOME GIRLS, das ich hingegen für ziemlich überschätzt halte)... Gut!

5. HEY NEGRITA +++/++++
Kaum ist Ronny Wood zu den Stones gestoßen, wird er auch schon als Co-Autor bzw. Inspirationsquelle erwähnt. Eine seltene Ehre (sieht man mal von "It's Only Rock & Roll" ab), die wohl unterstreicht wie gut und schnell sich der Schelm in die Band integrieren konnte (wenngleich es mit der Bezahlung diesbez. freilich noch lange anders aussah). Der Track ist funky und hat für mich auch so ein bisschen einen Reggae-Touch. Sehr entspannt und lässig!

6. MELODY +++/++++
Wohl der tiefenentpannteste, chilligste Stones-Track aller Zeiten! Tastenzauberer Billy Preston (der auch als Inspirationsquelle genannt wird) steht hier tatsächlich ein wenig im Vordergrund. Fast schon eine "jazzige" Nummer, die wunderbar auf dieses Album passt. Ein Live-Song ist es wohl aber eher nicht...

7. FOOL TO CRY +
Sorry, Fans! Aber für mich ist das einer der allerschlimmsten Stones-Songs überhaupt. Ohrenverklebendes Herumgesülze dieser Art will ich von meinen Steinen einfach nicht hören! Dass ausgerechnet dieser Track ein Hit wurde, ist mir schleierhaft. Der einzige negative Ausreißer auf BLACK & BLUE, den ironischerweise oft die Leute mögen, die mit dem Album insgesamt eher nichts anfangen können... Da steht die Welt (aus bescheidener Stonologen-Sicht) wirklich Kopf...

8. CRAZY MAMA ++++
Eine vom Sound her typische 70er-Jahre-Stones-Hadern mit einem stimmlich gut aufgelegten Mick am Mikro. Hätte vermutlich gar nicht so schlecht auf EXILE gepasst (das ich übrigens verehre!). Aber auch hier, an letzter Stelle eines richtig coolen Stones-Albums, macht sich der Track wunderbar und bietet so eine runden Abschluss!

Schlusswort:
BLACK & BLUE ist die entspannteste und chilligste Scheibe der Rolling Stones, die es am Markt zu kaufen gibt. Trotz eines Kapitalschnitzers (dem aus meiner Sicht höchst unrühmlichen "Fool To Cry") ist es insgesamt ein tolles, kompaktes Stones-Album, das soundtechnisch überzeugen kann und immer wieder aufs Neue Spaß macht. Zudem enthält es mit "Hand Of Fate" ein Song-Kaliber allerhöchster Güte, das wirklich mit zum Besten gehört, was die Glimmer Twins (und Band natürlich) jemals geschaffen haben.

Vor IT'S ONLY R+R und SOME GIRLS würde ich als angehender Stonologe/Steine-Sammler zu diesem Silberling hier greifen. Wie bei einigen eher unbeachteten Platten der Band, dürfte auch hier das eher verhaltene Presse-Echo von einst (aber auch heute noch) ganze Arbeit geleistet haben und bis heute dem Ruf des Albums nachhaltig schaden - was aus meiner Sicht natürlich zutiefst bedeuarlich ist!

Die größte Rock & Roll-Band der Welt frönt dem Funk und dem Reggae, ohne aber ihre Wurzeln dabei vergessen zu lassen. In meinen Ohren hört sich das cool & lässig & entspannt an!
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am 28. März 2014
Ich weiß ja, kaum ein Stones-Fan wagt es zu sagen. Aber es ist mein absolutes Lieblingsalbum. Warum? Vielleicht liegt es daran, dass die Stones diese Platte zum Teil in München aufgenommen haben. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich 1978 erstmalig in die Bluse meiner Freundin sah. Vielleicht aber auch daran, dass die Stones auf diesem Album einen Ersatz für ihren Mick Taylor gesucht haben und deshalb die besten Soli aller Zeiten auf dieser Platte verewigt haben. Wenn Ron Wood letztendlich den Job bekam, dann lag das bestimmt nicht daran, dass er "Hand of Fate" gespielt hat, denn er spielte bei "Crazy Mama" mit, sondern daran, dass er einfach super gut aufs Cover passte, das auch heute noch zum besten der Stones zählt. Vielleicht liegt das daran.... lassen wir das.
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Nach Mick Taylors Kündigung nutzten die Rolling Stones die Aufnahmen zu diesem (fast ausschließlich in München aufgenommenen) Album Ende '74 bis Frühling '75 als Vorspieltermine u.a. für die Ersatzkandidaten Ron Wood, Wayne Perkins und Harvey Mandel, der durch Alben wie Canned Heats "Future Blues" und John Mayalls "Back to the Roots" in mein Gesichtsfeld rückte. Nachdem Rod Stewart die Faces verlassen hatte, war auch Ron Wood frei, um auf dem Cover von "Black and Blue" gleich als Bandneuzugang vorgestellt zu werden. Keith hat später gescherzt, diese Entscheidung habe mit Rons britischer Staatsangehörigkeit zu tun gehabt, und er mag als Persönlichkeit gut zu den Stones und vom Stil her gut zu Keith passen; die Musikalität und elegante Virtuosität eines Mick Taylor konnte er nicht ersetzen.

Hot Stuff und Hey Negrita (basierend auf einem Riff von Ron Wood) fallen in die Kategorie "Ich hab' nicht viel Geld, Mädel, aber lass die Hüften kreisen und tanz für mich!" Zum Tanzen gut, für viel mehr nicht - aber toll!

Vorläufiger Tiefpunkt nicht nur auf diesem Album, sondern in der ganzen Karriere der Stones ist für mich der kinderliedartige, flügellahme Reggae Cherry oh Baby, der dem ohnehin schon nicht aufregenden Original nichts Neues abringt, einer der wenigen Songs überhaupt, die ich bisweilen überspringe; da haben die Stones mit Ain't too proud to beg oder (Just my) Imagination in den 70ern weitaus überzeugender gecovert.

Das sacharinsüße Fool to cry - ausgerechnet die Singleauskopplung!- sollte wohl in die Erfolgskerbe von Angie hauen; Macho Mick kann aber als im Falsett singender Softie, der sich beim Weinen nach einer laaangen, harten Nacht im Büro von seiner Tochter auf dem Schoß trösten läßt, nicht wirklich überzeugen. Der Legende nach soll Keith bei dem Song auf der Bühne regelmäßig eingeschlafen sein; eine gesunde Reaktion.

Viel überzeugender ist für mich Memory Motel, der Höhepunkt auf dem Album, in dem Jagger von der Liebe unterwegs singt, und wie immer in seinen besten Songs scheint die Protagonistin nicht ganz frei erfunden zu sein.

In Melody und Crazy Mama ist Jagger der Jäger, in Hand of Fate der Outlaw auf der Flucht (wie Dylan in Romance in Durango auf "Desire"); die kontrollierte Stimmung läßt den Song nie ganz abheben, aber auch nicht langweilig werden. Crazy Mama ist ziemlich viel heiße Luft, das Duett mit Billy Preston im angejazzten Melody groovt launig.

Crazy Mama (halbe Minute), Fool to cry (ganze Minute) und Hot Stuff (zwei Minuten) erschienen über die Jahre (auf "Sucking in the 70s", "Jump back" oder "Forty Licks") als leicht bis stark gestraffte Edits, was vor allem Hot Stuff gut getan hat, das dadurch kompakter wurde. Anders als auf LP und den beiden CDs von '86 bzw. '95 erreicht Hot Stuff auf dem Remaster von 2009 erst nach drei Minuten das Lautstärkeniveau des Restalbums.

Als Stones-Platte mit der kleinsten Songanzahl (8) kam "Black and Blue" dank längerer Songs doch auf normale LP-Länge; trotz der genannten Mängel strahlt sie eine luftige Sorglosigkeit und Unbekümmertheit aus, die mich die Platte immer wieder gern auflegen lässt, besonders wenn mir sommerlich ist.
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am 13. Januar 2013
So alt und rüstig möchte ich auch werden! Ich arbeite hart daran. Sie sind mein Vorbild. Sie werden mich auch ins Altersheim begleiten.
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