find Hier klicken Jetzt informieren PR CR0917 Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More TDZ Mehr dazu Hier Klicken Shop Kindle AmazonMusicUnlimited AmazonMusicUnlimited Fußball longss17



Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 14. November 2016
Vor mittlerweile fast 20 Jahren erschien das 21.Album, und bis dato vorletzte Album der Kultband. Den durchwachsenen Rezensionen schließe ich mich nur bedingt an, und finde es als ein absolut gelungenes abwechslungsreiches Rock-Album der auslaufenden 90er Jahre. Von absoluten Rock-Fetzern mit typischen Stones Merkmalen bis zu schön gelungenen Balladen und 3 Songs denen Keith Richards seine Stimme leiht ist Abwechslung mehr als garantiert. Das Album war ein Riesen-Erfolg in den Charts. In Deutschland und Österreich erklomm es sogar die Spitze, wobei Bridges to Babylon sich in Deutschland sogar 1 Jahr in den Charts halten konnte. Amerika und Schweiz zeigten mit Platz 3 Einigkeit und in den UK Charts ging es bis auf Platz 6. Der Opener Flip The Switch ist ein typischer Stones-Kracher allererster Sahne. Anybody Seen My Baby ist ein cooler , lässiger , eher langsamer Song der die Bassgitarre eindeutig im Vordergrund hat. Gegenüber dem Album hatten die 4 Single-Veröffentlichungen eher bescheidene Resonanzen in den Charts. Der Opener, obwohl ein ganz starker Song ,konnte sich nicht platzieren. Anybody Seen My Baby erreichte in Österreich mit Platz 12 die beste Platzierung. In den UK Charts ging es noch bis auf Platz 22, in Deutschland war es Rang 24 und in der Schweiz Platz 26. Track Nummer 3 Low Down ist eine Wahnsinns Gitarren Nummer, bevor mit Already Over Me eine wunderschön-melancholische Ballade uns regelrecht verzaubert. Gunface ist eine fast im Rap gesungene Nummer die aber auch sehr Gitarre betont rüber kommt. Track Nummer 6 ist die erste von 3 gesungenen Keith Richards Songs. Im Gegensatz zu vielen Rezensenten gefallen mir alle 3 Songs ausgesprochen gut. You Don"t Have To Mean It ist ein richtig lässiger Song, genau passend zum Typus Keith Richards. Reggae Elemente meets Bläser. Ganz starker Song. Out Of Control erreichte lediglich in den UK Charts einen bescheidenen 51.Platz, ist aber ein mit Saxophon-Einlagen untermalter interessanter Song. Groovig geht es mit Saint Of Me weiter, das in den UK Charts mit einem 26.Rang sich am besten platzieren konnte. In Österreich stand ein 34.Platz zu Buche, in Deutschland ein 68.Platz und in den US Charts ging es nur mehr bis auf Platz 94. Der wohl schrägste Song auf diesem Album ist Might As Well Get Juiced. Kein Typischer Rolling Stones Song, der sehr experimentell klingt. Track Nummer 10 Always Suffering ist eine geniale zeitlose Ballade. Hammer-Song. Too Tight verschärft sofort das Tempo wieder Richtung - absoluter Stones Kracher. Mit 2 von Keith Richards gesungenen Tracks wird dieses geniale Album abgeschlossen. - Thief In The Night ist ein angenehmer mit Akustikgitarre eher ruhiger getragener Song und How Can I Stop ist eine gelungene Ballade, die dieses Album wunderschön ausklingen lässt. Ein absolut tolles, vor allem sehr facettenreiches Album der Rock-Dinosaurier.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. September 2017
Keine schlechte Scheibe die Bridges to Babylon. Hatte ich schon die damalige Live Dvd zur Tour. Musste jetzt endlich auch das dazu gehörige Studio Album. Und gut ist es geworden. Der coole Opener Flip the Switch gibt die Richtung vor. So und nur so muss ein Stones Album aus den 90igern klingen. War der Vorgänger Voodoo Lounge schon genial, toppt Bridges to Babylon das noch. Weitere gute Songs sind Anybody seen my Baby, Saint of me ( Single Hit), Low down & Already over me. Zudem ist das Coverartwork mit dem Babylonischen Löwen sowas von cool. Unglaublich. Mir gefällt das Album sehr. Ein Stones Highlight aus den End 90igern. 5 Sterne.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Dezember 1999
Dieses Album zeigt zum einen, dass es die Stones immer noch drauf haben und selbst nach mehr als dreißig Jahren im Musikgeschäft noch gelungene Alben produzieren, zum anderen wird deutlich, dass die Stones und ihre Musik nach wie vor angesagt sind. Der Erfolg von "Bridges To Babylon" ist unübersehbar. Ich selbst war auch überrascht von der Klasse dieser CD und auch davon, dass nach "Voodoo Lounge" schon wieder etwas von den Stones auf den Markt kommt. Werden die denn nicht älter? Hört man sich diese CD an, hat man nicht den Eindruck. Die Stones zeigen sich auf dieser CD von ihrer besten Seite, auch wenn nicht jeder Titel ein Hit ist. Mit "Flip The Switch" legen die Stones gleich mit Tempo los. Schon das nächste Stück, der softe Hit "Anybody Seen My Baby", läßt die Vielseitigkeit dieses abwechslungsreichen Albums erkennen. Äußerst gelungen finde ich auch die Stücke, in denen Keith Richards den Ton angibt (z.B. "You Don't Have To Mean It"). Langsame Stücke wechseln sich mit typischen, schnelleren Rocksongs ab, dazwischen noch mal die rauchige Stimme von Keith Richards. Insgesamt ist es ein richtig gutes Stones-Album, das es zwar nicht mit Meilensteinen wie "Exile On Main Street" aufnehmen kann, aber seit langem eines der besten ist. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
0Kommentar| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. Februar 2000
Ich muss mit Entsetzten festestellen, dass es immer nochMenschen gibt, die nicht glauben wollen das KEITH einer, oder sogar der beste gitarrist der Welt ist, und das die "RENTNERBAND"(immernoch besser als all' die pophosen) jede, wirklich jede Rock oder Pop Gruppe mit Links an die Wand spielen könnte, wenn sie es nur wollten!!! wollen sie aber nicht, weil es ihnen egal ist was die anderen witzfiguren des Rock machen und genau das macht, machte und wird sie auch immer zur GRÖSSTEN ROCK'N ROLL BAND ALLER ZEITEN MACHEN!!!!! Nun zum Album: ich gebe ja zu das die Idee Anybody seen...? als Hitsingle auszukoppeln nicht die glücklichste war, aber der rest.....!!! FLIP THE SWITCH, ALREADY OVER ME, OUT OF CONTROL das ist Rock'n roll vom allerfeinsten, anders als die guten alten JUMPIN' JACK FLASH oder IT'S ONLY ROCK'N ROLL, aber trotzdem Klasse. THIEF IN THE NIGHT, HOW CAN I STOP und YOU DON'T...!, jeweils von MR RICHARDS gesungen sind genau so Klasse wie seine Gesangseinlagen THE WORST und THRU AND THRU von VODOO- LOUNGE! allgemeines Fazit: die stones haben sich verändert, manche finden's schade, manche finden's toll, für mich bleiben KEITH, MICK, RONNIE, CHARLY, BRIAN(gott hab' ihn sehlig), BILL(hatte genug) und MICK.T die grösste ROCH'N ROLL BAND aller zeiten!!!
wer zu diesem thema mir(oder anderen Stones-Fans)diskutieren will, der schreibt uns bitte nen eMail!!! END
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Dezember 2014
Es gibt tatsächlich Fans der Stones, die permantes Auf-Tournee-Gehen und altes Material vortragen ganz ok finden, aber es noch viel anziehender finden, wenn die Stones neues Material erarbeiten! Leider ist die Frequenz neuer Studioalben letzthin arg gedehnt, aber es besteht ja noch Hoffnung.

Ein Glanzbeispiel, was dabei herauskommt, wenn die Stones ins Studio gehen, und ein modernes, hochwertiges Album erstellen, stellt Bridges To Babylon dar, das immerhin auch schon von 1997 ist. Ein überragendes Album, besondere Kaufempfehlung gilt der Erstausgabe mit dem dekorierten, transparenten Slipcase. Bei Nachpressungen ist das silberfarbene, ornamentale Dekor direkt auf das Booklet gedruckt. Die Erstausgabe hat dagegen ein bedrucktes Slipcase, das erst darunter das Löwenbild freigibt.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 4. Januar 2007
"Bridges to Babylon" war wohl eher aufgrund der Tatsache, dass Jagger und Co immer noch Musik machen, ein Erfolg, als wegen der tollen Songs auf der Platte.

Ehrlicherweise muss ich aber gestehen, dass ich "Bridges to Babylon", trotz mehrmaligen Anhörens, nach wie vor interessant finde.

"Flip The Switch", "Low Down", "Already Over Me", "Gunface", "You Don't Have To Mean It", "Out Of Control" (das live um einiges besser klingt), "Saint Of Me" sowie "Always Suffering" und "Too Tight" sind besser als sämtliche Stones-Songs aus den 80ern (zumindest besser als speziell jene aus den Mittachtzigern - mit einigen wenigen Ausnahmen).

Die 3 Sterne tendieren eher nach oben als nach unten.

Eigentlich wären 3enhalb Sterne das richtige "Bewertungsmaß" für "Bridges to Babylon".

Da sich meine Meinung gegebüber dem Album grundsätzlich nicht geändert hat, ich aber noch einiges loswerden möchte, füge ich anbei noch einiges hinzu (es sei mir bitte gestattet):

Das "Hauptproblem" (obwohl ich BtB ja generell eher positiv gegenüberstehe) des Albums ist, dass Sound, Produktion und der Stil der Stones (ich nenn's jetzt mal so) irgendwie nicht authentisch zueinander finden wollen. Trotz eigentlich guter (oder wenigstens passabler) Einzelkompositionen (mit ein paar unrühmlichen Ausnahmen, aber dazu später) kann die Scheibe nie einen wirklichen Albumcharakter entwickeln - BtB haftet so ein wenig ein undankbarer "Stückwerkgeist" an, den selbst die Highlights auf der Platte kaum vertreiben können...

Zuerst zum Sound: So kräftig, klar und "tight" haben die Steine bis dato auf einem Studiowerk noch nie geklungen, außer vielleicht am letzterschienenen "A Bigger Bang", das ebenfalls sehr "üppig" klingt. Man war offenbar sehr bemüht, ein kräftiges Lebenszeichen zu setzen und sich dem Zeitgeist "anzupassen".
Allerdings differiert der Sound ein wenig mit dem typischen "Stones-Stil". "Flip The Switch" z.B. ist im Grunde ein "perfekter" Eröffnungstrack, um dieses Stones-2000-Projekt ambitioniert in Gang zu bringen. Aber ist das wirklich ein Charlie Watts, der da auf seine Drums hämmert? Kennt man die Live-Version des Songs (zu hören auf "No Security"), so muss sich einem diese Frage fast unweigerlich stellen! Die nämlich kommt höchstens mit halb so viel Elan daher und macht aus diesem hierauf sehr guten Song ein eher unnötiges "Mauerblümchen" im Live-Set. (Auch Bass und Gitarre kommen dabei nie so schnittig-prägnant wie im Studio zur Geltung, es fehlt offenkundig das gewisse Etwas).
Ähnliches gilt im Grunde auch für die anderen Tracks auf BtB. Natürlich: Auch hier bestätigen Ausnahmen (wieder einmal) die Regel.

Wirklich "schöne", mehr oder minder zeitlose Songs, sind auf BtB nur wenige zu finden. "Already Over Me" und "Always Suffering" sind vielleicht die zwei authentischsten Nummern auf dem Album. Hier passen Produktion, Feeling und Interpretation praktisch perfekt zusammen.
Das zuvor schon angesprochene "Flip The Switch" hingegen besticht in erster Linie durch den "monumentalen" Sound - und klingt auch sehr gut - dennoch ist es nicht wirklich "Stones"-Like... Selbes gilt meines Erachtens für "Low Down" und "Gunface", die ich beide ebenfalls sehr mag, aber höchstens stellenweise authentisch klingen. "Gunface" würde überhaupt besser auf ein Mick-Jagger-Solo-Album passen, wie ich finde. Ach ja: "Saint Of Me" übrigens auch - obwohl ich auch das sehr gefällig finde (die "stonere" Version hiervon ist ebenfalls live auf "No Security" zu hören!).
"Anybody Seen My Baby?", das ja unabsichtlich geklaut wurde (ich nehm das mal an), klingt ebenfalls mehr nach Sir Jagger als nach The Rolling Stones und ist insgesamt eher eine der schwächeren Songs auf der Platte.
"Out Of Control" hat viel Potenzial, klingt aber lieblos produziert und scheitert somit an mangelnder Atmosphäre. Auf "No Security" übrigens ist es live dargeboten ein echtes Highlight (unbedingt anhören)! Der umgekehrte Fall zu "Flip The Switch" quasi...
"Might As Well Get Juiced" klingt insgesamt mehr nach Soundexperiment als nach Stones-Song und gefällt mir offengestanden generell nicht so besonders gut...
"Too Tight" macht in vorhandener Version Spaß, weil die Gitarren unwiderstehlich "knurren" und Charlies typischer Rhythmuspart herauszuhören ist. Kompositorisch ist es allerdings kein Glanzstück. Macht nichts, ich mag's trotzdem...

Und nun wären wir schon bei Mr. Richards Beiträgen zu BtB angelangt. Was soll ich da groß sagen? Gut, "You Don't Have To Mean It" finde ich eigentlich ganz gut - es ist, wie ich meine, zumindest der stärkste Beitrag Keith' auf dieser Scheibe.
"Thief In The Night" und "How Can I Stop", die das Album schließen sind letztendlich enttäuschend. Da waren "The Worst" und "Thru & Thru" am dirketen Vorgänger (dem grandiosen "Voodoo Lounge", das für mich letztlich um ein Vielfaches authentischer und somit auch "schöner", "echter" und besser ist als BtB) um Klassen besser!!
Zwar ist "How Can I Stop" eine ganz "nette" Schnulze für Zwischendurch, aber es glänzt weder durch besonderen Einfallsreichtum, noch durch besondere atmosphärische Größe. Und Leute: Dieser Mann hat neben zuvor erwähnten Gustostückerl immerhin u.a. auch Songs wie "Happy", "You Got The Silver", "Before They Make Me Run" oder "Slipping Away" geschrieben. Da darf man dann gerechterweise auch die Erwartungshaltung dementsprechend hoch legen!

Fazit: Was bleibt? Lustigerweise war BtB (ich glaube sogar) mein allererstes Studioalbum der Stones! Ich muss damals um die 12 oder 13 Jahre alt gewesen sein (1997/98?) und dachte, dass Rolling-Stones-Alben immer so DICK und ÜPPIG klingen... Natürlich hatte ich keine Ahnung. Die Scheibe aber gefiel mir, soweit ich mich entsinnen kann, recht gut.
Nachdem ich meine Stones-Sammlung schließlich nach und nach komplettiert habe (heute ist bis auf "Undercover" eigentlich alles da, plus unzähligen Live-CDs etc. natürlich), hat sich meine Grundeinstellung dazu (auch zu damals schon) interessanterweise kaum bis unwesentlich verändert. Obwohl ich heute logischerweise einen viel innigeren und vermeintlich "objektiveren" (eigentlich ist es ja ein subjektiverer) Zugang zu BtB habe, weil ich eben nun wesentlich besser über das Gesamtwerk der Steine Bescheid weiß und Zusammenhänge vermutlich besser deuten und "verstehen" kann, ist es für mich nach wie vor ein "interessantes" Album mit "üppigem" Sound, das manchmal nahezu begeistern kann (wenn man in Stimmung ist), während es dann wieder wochenlang unbeachtet im CD-Regal vor sich hinverstaubt...

Worauf ich mit folgender (sentimentaler) Jugendgeschichte hinaus wollte: Ich glaube, dass man Musik - nachdem man sie über die Ohren eingefangen hat - in erster Linie mit dem Herzen wahrnimmt, ganz unabhängig vom Alter (da spielen dann nur mehr das Erfahrungsspektrum und sogenannte "Hörgewohnheiten" eine wesentliche Rolle). Und dieser Herzenszugang hat sich über die Jahre hinweg offensichtlich unwesentlich verändert...

Resümee: Nein, besser als "Voodoo Lounge" ist "Bridges To Babylon" nicht! Es liegt für mich (als treuer Stones-Fan) in etwa (insgesamt gesehen) auf einem Level mit "Steel Wheels" oder auch "A Bigger Bang". Obwohl ich an dieser Stelle gestehen muss, dass ich letztgenanntes Album noch weniger höre als BtB.
"Bridges To Babylon" ist ein einmaliges Stones-Album: wenig authentisch, aber Kompositionen betreffend passabel bis gut und darüber hinaus soundtechnisch eine WUCHT (im wahrsten Sinne des Wortes). Leider passt die jew. Produktion (also die Abmischung oder das "Feeling"/Atmosphäre) aber nicht immer 100%ig zu den Songs, weshalb ich die Scheibe mit exakt 3EINHALB STERNEN nach wie vor für gerecht bewertet halte!

Fans sollten sich die Platte eigentlich nicht entgehen lassen. Ironischerweise ist das Album zugleich auch gerade für diejenigen geeignet, die die Stones eher nicht so sehr mögen (eben aufgrund der eher untypischen "Machart")...

***/****

----------------------ANHANG für Fans & Interessierte-------------------

Ich möchte nun für alle unerschütterlichen Leser und Fans einen kleinen subjektiven Überblick anbieten und dabei auf die einzelnen Songs des Albums eingehen. Die Bewertung dieser erfolgt im Sinne der bewährten amazon-Skala (1-5 Sterne).

1. FLIP THE SWITCH ++++
Saftiger Drum-Sound mit einer unwiderstehlich knackigen Snare, die so richtig Glücksgefühle aufwirbelt. Der Gesang (abgesehen von Mick selbst) ist ein bisschen altmännerlastig (was aber nicht böse gemeint ist), aber wenigstens authentisch, was man von der bombastischen Produktion (obwohl sie gut zum Eröffnungstrack passt) freilich nicht behaupten kann.
Spätestens, wenn man die Live-Version auf NO SECURITY (das aber trotzdem empfehlenswert ist) gehört hat, weiß man, warum dem so ist. Insgesamt aber ein herzerfrischender Opener mit dem man die Standhaftigkeit seiner Stereo-Anlage (und die der sie umgebenden Wände) austesten kann! Ich mag's halt.

2. ANYBODY SEEN MY BABY ++/+++
Ist auch heute noch überraschend oft im Radio zu hören. Aufgrund rechtlicher Schwierigkeiten mussten die Glimmer Twins ihre Urheberrolle teilen. Ich finde den Song ok, obwohl ich ihn eher als Mick-Jagger-Track sehe. Sehr gut ist vor allem die Bass-Spur.
Das Aushängeschild des Albums schlechthin ist der Titel für mich aber jedenfalls nicht, auch wenn offenbar gar nicht so wenige andere Leute das so sehen...

3. LOW DOWN +++/++++
Keef, The Riffmaster, lässt hier unentwegt die Saiten knurren und bringt damit wohl sämtliche Steine-Herzen weltweit zum Erweichen. Ein sehr gitarrenlastiger Track, der - trotz etwas zu üppiger Produktion - für gute Laune im Wohnzimmer sorgen kann... Nicht schlecht!

4. ALREADY OVER ME +++++
War von Beginn weg einer meiner Lieblingssongs auf der Scheibe - und ist es immer noch. Mick singt gefühlvoll, die Bridge leitet den Refrain mit melancholisch-schönen Gitarren ein und die Band klingt hier im Ganzen verhältnismäßig stoneslike - also recht natürlich, warm und nahbar! Ein sehr zeitloses Stück, das jederzeit gefällt - wunderbar!

5. GUNFACE +++
Mick rappt leidenschaftlich gen wunderbar singende Gitarrenriffs. Nicht unbedingt ein authentischer Stones-Track, aber Spaß macht er trotzdem. Auf A BIGGER BANG hätte er prima anstelle des von mir nicht so geliebten RAIN FALL DOWN gepasst. Wiederum eher ein Mick-Jagger-Song, insgesamt aber gar nicht so schlecht...

6. YOU DON'T HAVE TO MEAN IT +++/++++
Der beste Keith-Richards-Song auf der Platte, der in meinen Augen generell etwas zu harsch abgeurteilt wurde und wird. Hier trifft Keith Schleifpapierstimme (die aber angenehm in den Ohren liegt) auf Reaggeelemente und auf sanfte Bläser im Hintergrund. Vielleicht wäre das hier der glücklichere Schlusstrack gewesen - quasi als sanft-beschwingter Rausschmeißer...
Ist live übrigens auf der 2. CD von LIVE LICKS (irgendwo gen Ende) zu finden.

7. OUT OF CONTROL +++/++++
Um das wahre Potential dieses Titels erkennen zu können, muss man sich den Mitschnitt auf NO SECURITY anhören, wo sich der Track stimmiger und atmosphärischer präsentiert (bzw. präsentiert wird), zusätzlich untermalt von Bobby Keys großartigen Sax-Parts. Im vergleich dazu klingt die vorliegende Studioversion fast schon platt und ein wenig lieb- und leblos. Dennoch eine gute, zeitlose Komposition, die vermutlich auch in fernerer Zukunft noch funktionieren wird...

8. SAINT OF ME ++++/+++++
Etwas überkanditelter Glücksgefühlsbringer, der auch live Freude macht (man höre wiederum NO SECURITY) und nach wie vor zu meinen Favoriten auf BRIDGES TO BABYLON zählt. Super Schlagzeug- und Orgel-Sound, wahnsinns Bass-Drive und sehr groovig! Thematisch ist "Saint Of Me" Mick wie auf den Leib geschneidert - zu einem Heiligen wird ihn wohl niemand mehr machen... Wird manchmal sogar noch im Radio gespielt, wie ich neulich freudig feststellen durfte. Cool!

9. MIGHT AS WELL GET JUICED +++
Wohl der experimentellste Track auf BRIDGES TO BABYLON mit dichtem, dichtem Soundteppich und einigen Klangspielereien. Kein authentischer Stones-Song und auch live nur schwer vorstellbar. Am Album macht sich die Nummer aber gar nicht so schlecht, um ehrlich zu sein. Super Harp-Solo inmitten des Songs!

10. ALWAYS SUFFERING +++++
Neben "Already Over Me" der zeitloseste und beständigste Song am Album. Eine sehr gelungene und gefühlvoll interpretierte Ballade, die ich offengestanden auch live (wenigstens) ein Mal gerne hören würde. Hier kann Mick richtig glänzen, auch die Akustikgitarre(n) sind wunderbar... Zum Dahinschmelzen!

11. TOO TIGHT ++++
Schöner Stones-Rocker mit typischen Gitarren und Charlies obligatorischem Hi-Hat-Spiel im Vordergrund, den ich erst später zu schätzen gelernt habe. Sehr lässig gespielt - sehr "stonig". Wäre wohl durchaus eine passable Live-Nummer. Macht Freunde!

12. THIEF IN THE NIGHT ++
Für mich eher aufgrund des Sounds interessant, weniger wegen der Komposition. Keith zärtelt, begleitet von durchaus gefälliger Backgroundunterstützung, ein wenig selbstverliebt mit dem Mikro. Die Akustikgitarre, sofern man sie heraushört, finde ich interessant. Insgesamt aber eher ein Dahinplätscherer und kein Burner! Auch live nicht so toll, wie man (wieder) auf NO SECURITY gerne nachhören kann...

13. HOW CAN I STOP +/++
Nahtlos geht's mit der nächsten Keith-Schnulze weiter, die ich persönlich noch weniger mag als den vorherigen Track. Hätte man von mir aus auch weglassen können! Einer von Mr. Richards schwächsten Songs, wie ich finde. Hinterlässt als Closer einen etwas fahlen Nachgeschmack, der dem Album insgesamt nicht gut tut... Naja.

Endresümee:
Die vom Sound her experimentierfreudigste aller Steine-Platten enthält viele gute Kompositionen, die unter dem dichten, teils gekünstelten Klangteppich aber manchmal nicht ganz ihre wahre Schönheit entfalten können. Zwar sind auch ein paar (wenige) schwächere Songs vorzufinden (vor allem die letzten beiden Tracks hätte man sich schenken können/sollen), dennoch ist BRIDGES TO BABYLON insgesamt eine eher unterschätzte Platte, die durchaus begeistern kann. Mittlerweile würde ich der Scheibe sogar 4 Sterne verleihen, wenngleich sie eher einer unwillkürlichen Songzusammenstellung gleichkommt, denn einem wohldurchdachten Konzeptalbum.

Besser als ihr (doch eher durchwachsener) Ruf, würde ich meinen! 3-4 Sterne (immer noch)...
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. März 2007
Späte Rezension aber... Die Scheibe klingt auch heute noch hervorragend. Warum hat man immer was zu meckern? Nun die Geschmäcker sind verschieden, doch schaffen es die Rollings... prima Songs zu schreiben und geile Videos dazu zu drehen, allem voran das super coole Saint of me. Jeder Song hat seine eigene Marke und Melodie. Heutzutage klingen sie nicht mehr zu sehr auf Pott sondern mehr nach Musik, Pop hin oder her, ob alt oder jung. Solange sie noch so gute Musik machen hoffe ich das es sie noch lange gibt. Punkt.
0Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. November 2000
Zuerst war ich schon leicht entäuscht und hörte nur Allready over me,Out of controll und Too tight.Doch nach einiger Zeit lernt man die anderen Songs erst richtig kennen.Flip the switch,Low down,Saint of me sind auch gut!Der Rest ist meiner Meinung nach ehr nur befriedigend. Doch es lohnt sich diese CD zu kaufen! (Y.Guenther,15)
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Dezember 1999
Eine neue CD von den Stones. Daß man mit dieser Auskoppelung nocht unbedingt innovatives erwarten konnte, war hinlänglich bekannt. Bekannt war auch, daß die Stones seit Jahrzehnten immer die gleichen Riffs und Klischees reproduzieren. Damals mit "Route 66" war der Sound noch zeitgemäß und auch später war "der teufel noch symphatisch". Aber es schleicht sich der Verdacht ein, daß Keith Richards immer noch nicht richtig Gitarre spielen kann und auch der rest der Truppe sein Handwerk nicht beherrscht. Denn die Highlights auf diesem Album setzen die Gastmusiker, die mit Ihren Einlagen die Stones so an die Wand spielen, daß die Herren mit Sicherheit immernoch ganz blaß von der Erkenntnis sind, daß sie in der heutigen Zeit einfach nicht mehr mithalten können. Da dies die Stones angesichts Ihres inzwischen angesammelten Kapital auch nicht mehr nötig haben , sollten sie nun die Bühne räumen und Platz machen für Musiker, die ihrem Job noch mit Liebe und vor allem Kompetenz nachgehen. 3 Akkorde reichen eben heute nicht mehr, ganz abgesehen von der Tatsache, daß man den "alten Herren" den wilden Rockstar einfach nicht mehr abkaufen kann.
33 Kommentare| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Januar 2000
So kurz nach dem grandiosen Voodoo-Lounge-Album noch einen Volltreffer zu landen, wäre eigentlich fast nicht zu glauben gewesen. Nach den Presseveröffentlichungen hatten Mick und Keith eigentlich auch Solomaterial zusammengetragen und wollten je ein eigenes Album produzieren. Genau so klingt diese Stones-Scheibe. Während auf den früheren Platten immer das Produkt aus der Jagger/Richards-Zusammenarbeit herauskam, ist es hier so, daß man jedem Titel deutlich anhört, wer von den beiden ihn geschrieben hat. Jaggers Experimente mit diversen Stilrichtungen sind ebenso deutlich auszumachen wie Richards konservative R&B-Riffs. Beides zusammen ergibt die guten Stones-Hits. Nichtsdestotrotz ist es eine gute CD geworden, mit Highlights und schwachen Seiten. Anybody Seen My Baby als Single auszukoppeln, na ja, Geschmack ist bekanntlich verschieden. Out Of Control und Saint Of Me haben erst live zu leben begonnen, dann aber richtig. Might As Well Get Juiced hätte man dann doch besser zu den Outtakes genommen. Keith ist diesmal nicht nur mit sagenhaften 3 Titeln als Sänger vertreten, die sind auch noch alle richtig gut. You Don't Have To Mean It - Klasse, Keith, wolltest Du nicht schon immer mal ein Reggae-Album machen? Ich warte drauf. Thief In The Night kommt auch erst live so richtig zur Geltung und How Can I Stop zeigt gut, welche romantische Seite die rauhe Schale von Keith hat. Fazit: Es ist sicher nicht die beste Stones-Platte, aber es lohnt sich trotzdem, sie zu kaufen, weil sie gut ist.
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

9,49 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken