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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen
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3,8 von 5 Sternen
Vanity Fair - Jahrmarkt der Eitelkeit
Format: DVD|Ändern
Preis:7,79 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 30. Juni 2011
London, 19. Jahrhundert: Becky Sharp ist Tochter eines Malers und einer französischen Opernsängerin. Früh lernt sie auf eigenen Beinen zu stehen nach dem Tod ihrer Eltern. Sie möchte ein glamouröses und ein um Anerkennung heischendes Leben führen, das jedoch ihre gesellschaftliche Stellung verbietet. Sie wird Gouvernante im Hause Crawley und heiratet bald den dortigen Offizier Rawdon. Sie arbeitet sich auf der Ständeleiter empor, doch Schulden, eheliche Probleme und der Krieg gegen Napoleon fallen ihr stets anheim...

Für eine Verfilmung über das 19. Jahrhundert in London, ist der Film ein wahrer Augenschmaus: Die Kostüme, Landschaften, Geschäfte, Straßen, Kutschen u.v.m. zieren und schmücken den Film und machen ihn zu einem optischen Meisterwerk. Der Humor, Anspruch und die Erotik innerhalb der Dialoge lassen ebenfalls nicht zu wünschen übrig, man ist insofern bedient. Die Handlung jedoch ist etwas wirr gestaltet, denn man findet sich als Zuschauer in der strengen, von unendlichen Umgangsformen besehenen Londoner Gesellschaft wieder, die ganz das Gegenteil zum indischen Pendant zu sein scheint, das plötzlich auftaucht und, das durch Bauchtänze, Schmuck und Exotik die Gegensätzlichkeit zu kontrastieren versucht. Insofern ist der Film eine Mischung aus Period-Drama und Bollywood, das einerseits sehr verlockend und anders wirkt, und dennoch zugleich etwas verwirrend und fragwürdig. Es geschieht nichts Außergewöhnliches, die Soireen, Bälle und Tänze sieht man so oft, dass einem manchmal etwas langweilig wird, doch das will man nicht zugeben, denn die Farbenpracht nimmt einen immer wieder in den Bann. Witherspoon besitzt unglaublich viel Charme und Sexappeal und darum ist die Rolle perfekt auf sie zugeschnitten, obwohl sie einen etwas modernen Touch in die eigentlich altmodisch wirkend sollende Geschichte hineinspinnt. Die Filmmusik ist mal orientalisch und dann wieder typisch für ein Period-Drama, d.h. der ganze Film fährt eigentlich auf einer sehr abwechslungsreichen Schiene Achterbahn.

~Bücher-Liebhaberin~
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NR. 1 HALL OF FAMETOP 500 REZENSENTam 19. Januar 2008
wird sein Wunsch erfüllt, und wenn er erfüllt ist, wer ist dann zufrieden ? " (Thackary)

Im Grunde wurde alles zu dieser hinreißenden Verfilmung des Romans " Vanity Fair " von meinen Vorrezensenten gesagt, so dass ich beinahe geneigt bin, jeden Interessenten einfach kommentarlos aufzufordern sich den Streifen anzusehen, mit dem Nachsatz: Ich schließe mich den Lobeshymnen vieler Vorrezensenten ohne Einschränkung an. Der Film ist wahrlich gelungen!

William Thackary (1811-1863) war neben Charles Dickens der bedeutendste Erzähler der Victorianischen Ära. Er übte schonungslos-ironische Kritik an der Upperclass, was in filmischen Dialogen spitzfindig und äußerst amüsant zum Ausdruck gebracht wird.
In seinem Hauptwerk "Vanity Fair" (Jahrmarkt der Eitelkeiten) zeichnet ein Gesellschaftsbild von Großbritannien im 19. Jahrhundert und entlarvt die Leere und Heuchelei vor allem der oberen Zehntausend, indem er mit unbestechlichem Blick die Torheiten und Unzulänglichkeiten seiner Zeitgenossen gekonnt darstellt.

Seine intellektuellen Botschaften sind in diesem farbenprächtigen Streifen nicht verlorengegangen. Hier ist eine Literaturverfilmung wirklich bestens gelungen. Endlich mal kein Historienschinken! Der Regisseur hat dem großen Schriftsteller ein neuzeitliches Denkmal gesetzt.

Im Mittelpunkt der filmischen Handlung steht die sehr hübsche und überdurchschnittlich intelligente, dazu noch lebenstüchtige Becky Sharp( dargestellt von Rees Witherspoon), Tochter eines Malers , die sich aufstiegsbewusst, zunächst als Gouvernante , später als Ehefrau eines verarmten Adeligen - er ist Spieler - als Sängerin und Tänzerin durchs Leben schlägt , immer wieder bemüht ihre gesellschaftliche und damit auch materielle Lage vorteilhafter zu gestalten, aber durch die Borniertheit und Arroganz der Upperclass stets aufs Neue ihren Weg verbaut bekommt.

Trotz all ihrer ehrgeizigen Bemühungen zeigt sich die Gesellschaft als undurchlässig. Wird es am Ende eine Wende geben?

Der Film schafft es die Hauptmerkmale des damaligen Englands aufzuzeigen, seinen Militarismus, die exotische Prachtentfaltung in der Upperclass, bedingt durch den Reichtum aus den augebeuteten Kolonien, den Aufstieg der Kaufleute, die aufgrund ihres Geldes allmählich die Vorherrschaft des alten, teilweise geistig äußerst degenerierten Adels abzulösen trachten, letztlich die Verquickung von Geld und Titel durch vorteilhafte Eheschließungen.

Unabhängig vom bemerkenswerten Inhalt ist "Vanity fair" ein wahrer Augenschmaus. Das gilt insbesondere für die exotischen Einblendungen. Die Farbenpracht der Kostüme, aber auch das Interieur der Adelhäuser, die Gestaltung der Parkanlagen, vor allem die opulenten Feste sind einfach superb.

Empfehlenswert.
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am 4. Februar 2010
Ich hatte keine Ahnung, dass dieser Film auf einem Roman basiert. Deshalb habe ich ihn mir relativ "unbelastet" angeschaut. Zunächst konnte ich mich gut auf die Geschichte einlassen und fand sie auch schlüssig und ansprechend umgesetzt. Es wurde deutlich, dass auch eine intelligente Frau in der damaligen Zeit unbedingt einen Ehemann finden musste, da sie ansonsten gesellschaftlich nicht existent war und höchstens als Gouvernante Unterschlupf finden konnte. Für eine Frau wie Becky Sharp, die weder eine "gute Partie" war, noch "aus gutem Hause" stammte, deren Ziel es aber dennoch war, gesellschaftliche Anerkennung zu finden, stellte dies eine fast unlösbare Aufgabe dar. Sie machte sich beherzt ans Werk und warf alle ihre Vorzüge in die Waagschale. Bis zu einem bestimmten Punkt hatte der Film durchaus Witz und Charme. Doch dann kamen bei mir immer mehr Irritationen auf, Verläufe in der Geschichte, die ich mir nicht so ganz erklären konnte (z.B. warum hat George überhaupt Amelia geheiratet?) Da ich jetzt von der Romanvorlage weiß, ist mir klar, dass hier der Knackpunkt liegt. Es wurde versucht, möglichst viele Handlungsstränge aus dem Roman zu übernehmen, was aber leider zu Lasten genauerer Informationen und des allgemeinen Spannungsbogens ging. Mir wurde auch die Person "Becky Sharp" immer undeutlicher. (War sie nun in Rawdon verliebt oder war es eine Heirat aus Berechnung?) Je mehr es gegen Ende ging, desto holperiger wurde die ganze Geschichte. Motivationen wurden immer unklarer, und das Ende war dann nur noch ... "Bollywood".
Seltsam auch das alternative Ende in den Extras: Man könnte es so deuten, dass auch die Regisseurin sich nicht immer wirklich schlüssig war.
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am 18. August 2010
Vanity Fair das Hauptwerk des englischen Schriftstellers William Makepeace Thackeray wurde aufwendig 2004 von der indischen Regisseurin Mira Nair verfilmt. Der Gesellschaftsroman, in dem es natürlich wie in nahezu allen englischen Gesellschaftsromanen des 19. Jahrhunderts zugeht, handelt von Liebe, Eifersucht, Missgunst und jeder Menge Intrigen in den oberen Kreisen der High Society. Reese Witherspoon spielt die Protagonistin Becky Sharp, deren Charakter mir absolut unsympathisch war. Becky Sharp die aus ärmlichen, ja beinah unerhörten (Familien-) Verhältnissen stammt ist eine hinterlistige, durchtriebene junge Frau. In vielen Szenen tritt sie als absolut unberechenbar auf, genießt es von Männern umgarnt zu werden und findet ständig Wege, sich in die höheren Kreise einzunisten. Vielen gefällt dies nicht und Becky stößt auch auf Abneigung. Letzt endlich gelingt es ihr aber dennoch, immer Wege an finanzielle Mittel zu finden wenn sie sie gerade nötig hat, Mutterpflichten werden ausgeblendet, das eigene Amüsement steht bei ihr immer im Vordergrund. Nebenbei läuft ein weiterer Handlungsstrang. Beckys Freundin Amelia, die sich in eine illusionierte Liebe hinein steigert und darüber hinaus den Mann übersieht, der ihr die Welt zu Füssen legen würde....Herzschmerz pur.

Der Cast besticht neben Reese Witherspoon (ich mag sie eigentlich nicht, aber sie spielt ihre Rolle ganz gut. In der einen Szene da hasst man Beckys Egoismus, leidet aber mit ihr, wenn sie von den gnädigen Damen der ersten Klasse ignoriert wird) vor allem durch Jonathan Rhys Meyers (Tudors), Rhys Ifans (Boat That Rocked), Tom Sturridge (Boat That Rocked) UND Robert Pattinson, der ganz unverhofft in einer herausgeschnittenen Szene auftaucht. Damit hat man ja gar nicht gerechnet!

Da ich die Romanvorlage noch nicht gelesen habe, fällt ein Vergleich mit ihr aus. Die Stärke des Films liegt aber definitiv in den gut gewählten Schauspielern und den opulenten Bildern und der Ausstattung. Leider hat der Film Schwächen, so sind z.B. die Dialoge etwas holperig, die Szenen oft unerträglich lang und man quält sich irgendwann nur noch durch diese 2 Stunden + 15 Minuten.

Die DVD Ausstattung kommt mit herausgeschnittenen Szenen, einem Making Of, Trailern und Untertiteln daher. Leider waren die Untertitel (wenn man ihn auf Englisch schaut) grauenhaft lang und bereiteten Kopfschmerzen.

Fazit: Für verregnete Tage ist diese Literaturverfilmung ganz nett. Nur Fans von Jane Austen Verfilmungen. Mein Lieblingsgenre ist es nicht, aber dafür war der Film ganz ok.
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VINE-PRODUKTTESTERam 16. August 2007
Wie Oscar Wilde einmal sagte, gibt es zwei Dinge, die den Menschen unglücklich machen: Wenn sich seine Träume nicht erfüllen und zweitens, wenn sie es tun.

Becky Sharp (Reese Witherspoon) hat in einer Welt der Reichen und Mächtigen nichts zu bieten. Allein auf ihre Person gestellt und mit Charme und Witz gesegnet, versucht sie doch das Beste aus ihrer Situation zu machen. Durch ihre Freundschaft zu einer reichen Kaufmannstochter, Amelia Sedley (Romola Garai), hofft sie zunächst auf eine gute Heirat, doch als sich dieser Traum nicht erfüllt, sieht sie sich in der Familie bei der sie als Gou-vernante arbeitet, nach einem geeigneten Kandidat um. Tatsächlich gelingt es ihr den jüngeren Sohn der Familie, den Soldaten Rawdon Crawley (James Purefoy) zu angeln. Aber da die empörte Erbtante daraufhin ihren Lieblingsneffen enterbt, sind die Eheleute Craw-ley wieder auf sich selbst gestellt. Mit verzweifelter Tapferkeit kämpft Becky gegen alle Widrigkeiten um einen Platz in der Gesellschaft und erweckt damit die Aufmerksamkeit des Marquis von Steyne (herrlich widerlich: Gabriel Byrne). Er hält den Schlüssel für un-geahnte Möglichkeiten in der Hand und Becky verliert sich in einem Traum, ohne an den hohen Preis zu denken, den sie bald bezahlen muss...

Der ehrgeizigen, temperamentvollen Becky wird die sanfte Amanda gegenübergestellt. Amanda ist eine für sie passende Verbindung mit einem Kaufmannssohn (ganz schön blasiert: Jonathan Rhys Meyers) eingegangen, der aus Trotz gegenüber seinem Vater, der ihn an die beste Partie verkaufen will, an der Verlobung festhält, als die Familie Sedley ruiniert ist. Amanda ist George Osborne über dessen Tod auf den Schlachtfeldern Waterloos treu, auch wenn sie ahnt, dass dessen Liebe zu ihr nur flüchtig und sein Treue-schwur keinen Pfifferling wert war. Aufrichtig geliebt wird sie dagegen von Major William, der ihr selbstlos ergeben ist. Amanda glaubt jedoch, nie wieder heiraten zu dürfen. Wird diese große Liebe daher unerwidert bleiben?

Die Regisseurin Mira Nair hat sich des Klassikers von William Thackeray angenommen und ein farbenfrohes und üppiges Bild des 19. Jahrhunderts zum Leben erweckt. Man glaubt den Gestank in den Gassen Londons zu riechen und ist verzaubert von den köstlichen Speisen und den wunderschönen Stoffen, die von der Kolonie Indien nach England kommen. Das Extra "Die Frauen hinter Vanity Fair" lässt erkennen, dass hauptsächlich Frauen an der Produktion des Filmes beteiligt waren, die dem Werk den nötigen weiblichen Schliff verliehen haben. Wahrscheinlich gelingt es nur einer Frau, die Figur der Becky Sharp so schonungslos darzustellen und ihr damit eine enorme Glaubwürdigkeit zu verleihen.
In Vanity Fair werden Fragen gestellt, die auch heute noch ihre Berechtigung haben und daher ist dieser Klassiker zurecht für ein modernes Publikum inszeniert worden.
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am 12. Juli 2005
Zuallererst: ich habe Thackeray nicht gelesen, kann also zur Orginialtreue des Filmes nichts sagen und will es auch nicht. Mir geht es lediglich um eine immanente Bewertung des Filmes und der DVD an sich.
Ich habe mir die DVD unbesehen zugelegt, da mir bereits Monsoon Wedding von Mira Nair gefallen hat und ich Kostümfilme mag.
Kostümfilm ist dann auch das was ich bekommen habe: Mira Nair schüttet ein kunterbuntes Füllhorn von schneidigen Offiziersuniformen, tiefdekolltierten Empirekleidern und schon klischeehaften Filmlocations für den Zuschauer aus. Und wäre nicht das Klassenziel menschliches Versagen, Gier und Standesdünkel darzustellen, wäre das ja für sich genommen auch schon was.
Während des gesamten Filmes habe ich immer wieder das Gefühl gehabt "Moment! Da fehlt doch was! Warum jetzt dieser Sinneswandel von XY?".
Reese Witherspoon als Becky Sharp ist einfach nur nett und man nimmt ihr die Berechnung einfach nicht ab, obwohl man doch weiß, daß sie da sein sollte. Als Zuschauer ist man durch Reese Witherspoons leider lauwarme Performance verunsichert was echt sein soll und was nicht.
Lediglich in späten Szenen mit James Purefoy als ihrem Ehemann, wird ein wenig deutlich, daß beide im Grunde Parasiten sind. Doch dann "rettet" Mrs Nair das Bild das wir von den Crawleys haben durch eine leidenschaftliche, romantische Szene am Abend bevor Rawdon an der Schlacht von Waterloo teilnimmt und wieder sind wir als Zuschauer unsicher "Hat sie nur gespielt? - Ist Rawdon lediglich durch sie so gesunken? - Hat er sie verführt und damit der sozialen und moralischen Verwahrlosung preisgegeben?". Sicherlich alles Fragen die Thackeray beantwortet, die jedoch in der Filmversion durch Regisseurin und Schauspieler unbeantwortet bleiben und damit verwirren.
Auch plötzliche Persönlichkeitsveränderungen sind einfach nicht gut erklärt, wie z.B. Mr.Pitt der vom salbaternden Langweiler zum versorglichen Ehemann mutiert oder Captain Dobbin der zuerst den aus der Ferne vergeblich Liebenden mimt, um dann zum stocksteifen Puritaner zu werden.
Was den Film für mich rettet sind das Ende und die Anachronismen. Indien zieht sich durch den gesamten Film wie ein roter Faden, ob als Thema des Picknicks in Vauxhall oder als rettendes Ende. Aber zu mehr als "Oh, bunt!" reicht es auch nicht.
Dazu muß man aus dem Film selbst heraustreten und wissen, daß Thackeray in Indien geboren wurde. Er hätte sicher Gefallen daran gefunden die ebenfalls in Indien geborene Mira Nair seine Heimat so mit seinem Roman verflechten zu sehen.
Zu den Extras die bei der DVD dabei sind: es handelt sich um ein Featurette der üblichen Art "Behind The Scenes of..." mit kurzen Sprechblasen der Schauspieler, Regisseurin und Produzentinnen (die üblichen Komplimente von und an Kollegen "Ich hielt Reese für eine Britin, so perfekt war ihr Akzent." usw.). Jedoch schleichen sich einige interessante Faktoide in das andere Featurette "The Women Of Vanity Fair": Reese Witherspoon war schwanger als gedreht wurde, ein Großteil der Crew war weiblich u.ä.
Auch dabei sind Audiokommentar der Regisseurin sowie geschnittene Szenen und ein alternatives Ende, etwas was ich persönlich immer großartig finde. In diesem Fall ist es großartig weil es zeigt wie leicht es zu einem ungeglaublich schwülstigen, platten Schmuh hätte kommen können, a lá Und die Moral von der Geschicht'. Aber es kam ja nicht und das offiziell gewählte Ende passt bestens und ist schamlos unkompliziert.
Insgesamt läßt sich von mir sagen, daß Vanity Fair einen bunten Bilderbogen spannt ohne sich mit Tiefgang zu belasten. Wer Kostümdramen mag sollte lieber Sinn und Sinnlichkeit, ja oder sogar Emma oder wenn man ganz oben anfangen will BBCs Adaption von Pride und Prejudice ansehen.
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am 12. Februar 2012
Anfänglich werden die Handlungselemente der Romanverfilmung etwas ruckartig aneinandergereiht, bis der Fluß des Geschehens endlich in Gang kommt. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Anfang des 19. Jahrh. spielenden Filmen gebricht es Vanity fair" jedoch insgesamt an Straffheit und dramatischem Tempo. Dafür entschädigt wird man durch das konzentrierte Spiel Reese Witherspoons, dem darstellerischen Liebreiz Romula Garais und den ihre Parts hervorragend verkörpernden Mimen. Ausstattung und Kostüme sind sehenswert, die ausgesuchten Drehorte gleichermaßen. Die Dialoge sind teils bissig, teils amüsant-geistreich, sodaß man gut unterhalten wird. Und mehr wollte die Regisseurin wohl auch nicht erreichen
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am 29. September 2013
Als bekennender Jane Austen Fan, bin ich immer auf der Suche nach gut gemachten, gut recherchierten Kostüm-Dramen aus der Empire Ära.
In dieser Version von Vanity Fair, bekommt man die komplette rundum-wohlfühl-Packung für alle wahren Empire Freunde.
Das Buch wurde detailreich und bildgewaltig umgesetzt, was der aufstrebenden Zeit um 1800 absolut gerecht wird. Die Mode ist liebevoll in Szene gesetzt und was besonders wichtig ist, die Charaktäre sind (meiner Meinung nach) sehr passend gewählt. Man nimmt den Schauspielern (darunter auch Romola Garai, die man z.B. aus der erfolgreichen Verfilmung von "Emma" von Jane Austen kennt, und die bereits einige Erfahrung in Sachen Empire-Drama mitbringt) ihre Rollen sofort ab.
Auch das Zusatzmaterial ist interessant, wenn auch nicht übermäßig informativ gestaltet.
Daumen Hoch und eine absolute Kaufempfehlung von mir, für alle Freunde des Genres!
Viel Spaß mit dieser tollen DVD
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am 3. Januar 2010
Das einzig zu Bewundernde an der Antiheldin Becky Sharp ist ihre Fähigkeit, trotz zum Teil eigenverschuldeter Schicksalsschläge immer wieder aufzustehen und weiterzuleben. Doch dann hört die Bewunderung auch schon auf, und mit zunächst anfänglicher Anteilnahme und Mitgefühl geht in kürzester Zeit beim Voranschreiten der Geschichte jegliche Identifikation verloren. Becky benutzt Menschen für ihre egoistischen Zwecke und scheut auch nicht davor zurück, die aufrichtigen Gefühle, die sie für ihren Mann empfindet, gleichgültig und nur zum Zwecke der Vermehrung von Ansehen und Geld auf Spiel zu setzen. Zumindest suggeriert uns der Film, dass Becky ihren Ehemann Rawdon aufichtig liebt. Im Buch scheint William Makepeace Thackery eine andere Intention zu haben. Bei ihm scheint Becky nicht zu tiefen Gefühlen fähig zu sein.
Außerdem scheinen Drehbuchautoren und Regisseurin sich nicht entscheiden zu können, wie sie ihr Werk enden lassen wollen. Zu ambivalent ist ihre Darstellung der von Thackery als verschlagen und egozentrisch dargestellten Becky. Bei Mira Nair empfindet man über weite Strecken des Films zunächst Mitleid und Sympathie. Erst als Becky im entscheidenden Moment sich wie schon immer für Ansehen und Vermögen entscheidet, wird klar, wie kaltblütig sie wirklich ist. Der Film arbeitet dies nicht glaubwürdig heraus. Zu sehr versucht man, aus Becky doch noch eine Heldin zu machen und wenn schon keine liebende, dann doch eine triumphierende, über liebende und fürsorgliche Menschen lachende Heldin. Was sonst soll der makaber triumphante Einzug in Indien sonst verdeutlichen? Wo bleibt die Läuterung der Heldin?
Vielleicht habe ich ja irgendwas Wesentliches übersehen und nicht verstanden, aber mich macht der Schluss sehr stutzig, um nicht zu sagen böse. Das war bestimmt nicht Thackerys Intention. Und sein Roman endet auch anders. Dort "saugt" Becky Joseph Sadley finanziell aus, bis er seiner schlechten GEsundheit wegen stirbt. Ihr Sohn, der keinen Kontakt zu ihr wünscht (verständlicherweise) verzeiht ihr aber soweit, dass er ihr ein Gehalt zukommen lässt, das sie aber offensichtlich nicht benötigt, da sie schlau wie sie nun mal ist, genug Geld angehäuft hat. Um ihrem Charakter mehr Ambivalenz zu geben, was durchaus glaubwürdig ist, lässt Thackeray sie aber immer ein Herz für andere arme Emporkömmlinge haben. Thackery lässt Becky also so,wie sie immer war, verschlagen, um gesellschaftliche Anerkennung kämpfend und zum Schluss auch habend, aber zutiefst einsam, eine selbstgewählte, von ihr nicht empfundene Einsamkeit. Eine Einsamkeit, die nur der Beobachter empfindet und somit Mitleid für sie verspürt. Dieses passende Ende fehlt in Mira Nairs Film. Schade eigentlich, denn ein hervorragendes Schauspielerensemble spielt sich in einenm bildgewaltigen, visuell hervorragend ausgestatteten Film die Bälle zu. Daher nur zwei Sterne und einen dafür, dass er mich sehr an- und aufgeregt hat, jedenfalls keinesfalls gelangweilt und Kunst nunmal auch unterschiedliche Geschmäcker haben kann.
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am 13. Dezember 2011
Eine wunderbare Verfilmung mit einer wunderbaren Reese Witherspoon. Kann ich mir immer wieder anschauen. Und ich mag auch die indischen Einflüsse im Film, obwohl ich mit Bollywood & Co. nicht viel anfangen kann. Hier finde ich es großartig, was Mira Nair bewirkt. Ansehen!
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