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TOP 500 REZENSENTam 13. Februar 2015
Nachdem es mich wegen der bekanntermaßen eindrucksvollen Bildstabilisierung doch recht lange gejuckt hatte, habe ich es vor sechs Monaten dann doch durchgezogen und mein bewährtes, ca. 11 Jahre altes, gebraucht gekauftes AF-S 80-200mm gegen das neue 70-200mm VR II getauscht. Im Folgenden meine persönlichen Eindrücke. Vielleicht helfen sie ja dem ein oder anderen.
Ich setze das Objektiv an der D700 und D750 hauptsächlich bei Hochzeiten ein, bin aber auch ansonsten immer wieder sehr froh, ein "variables Porträt-Tele" dabei zu haben.

Verpackung
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Wie auch die meisten anderen Objektive, versendet Nikon diese Linse optimal geschützt durch einen stabilen Karton, ausreichende Polsterung und eine super passende und transportable Tasche.
Im Vergleich empfinde ich diese Tasche zwar als nicht so stabil wie den damals mitgelieferten Objektivlederköcher des 80-200 - jedoch war dieser wirklich nur bei größeren Transporten von Vorteil, da man ihn ansonsten aufgrund der Sperrigkeit kaum genutzt hat.

Verarbeitung & Haptik
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Die Fertigungsqualität des Teles kann sich ebenfalls absolut sehen lassen. Nach der bisherigen Zeit sieht man keinerlei Abnutzungsspuren und sämtliche Bestandteile (Gummis, Geli, Stativschelle) sitzen satt und ohne Spiel.
Es wird sich zwar zeigen, ob das Objektiv auch in ein paar Jahren noch ohne groben Makel ist, jedoch bin ich da zuversichtlich. Beim 80er hängt inzwischen beispielsweise die Gegenlichtblende nur noch sehr locker im Gewinde - beim VR II setzt Nikon ja auf einen Metall-Schnappverschluss, der auch oftmalige Betätigung aushalten sollte.

Da im Zoom einiges an Glas steckt und die Gehäusekonstruktion aus Metall besteht, fasst sich auch das neue sehr hochwertig und schwer an. Durch den leicht geschrumpften Tubus-Durchmesser liegt es im Vergleich mit dem alten aber sogar noch etwas besser in der Hand. Dass man kein Leichtgewicht erwarten darf, erklärt sich aber vermutlich im Voraus von selbst.
Zoom- und Fokusrad liegen des Weiteren gut erreichbar im vorderen Bereich und geben keinen Anlass für Beanstandung.

Ein kleiner Punkt, den ich etwas schade finde, ist die abgeänderte Stativschelle. Aufgrund des Schwerpunkts trage ich die Kamera-Objektiv-Kombination während des Laufens gerne an deren "Fuß" und stelle immer noch fest, dass der vom 80-200 einfach "organischer" und runder gefertigt war, was für die Hand sehr viel angenehmer ist.
Im Gegenzug erhält man beim Neuen zwei Gewinde, um das Stativ je nach Schwerpunkt weiter vorne oder hinten befestigen zu können.

Fokus & Auflösung
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Ohne Zweifel erhält man mit diesem Tele einen der besten Kompromisse wenn es um Bildschärfe und Brennweitenvariabilität geht - jedoch muss ich ganz klar sagen, dass das AF-S 80-200mm hier kaum zurück steht. Zwar hat die insgesamte Schärfe noch einen Tick zugenommen und auch die Vignette wurde etwas reduziert - aber dies in einem so geringen Maße, dass man aufgrund dieser Qualitäten keinesfalls zum Neuen greifen muss.
Ein wenig sieht man die zeitliche Evolution vielleicht auch noch in Gegen- und Streulichtsituationen, in denen das 70er die "Kontrast-Nase" etwas vorne hat.
Ebenso wurden die chromatischen Aberrationen etwas reduziert.
Die AF-Geschwindigkeit hingegen ist auch beim 80er beeindruckend hoch.

Was einen Wechsel aber wirklich rechtfertigt - und wo das neue auch andere Konkurrenten schlagen kann, zeigt sich bei der (damaligen) Neuentwicklung des Stabilisators:

Bildstabilisierung (VR II)
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Dieser funktioniert so tadellos, dass es eine reine Freude ist, ihn einzusetzen. Wenn ohne bei 1/200s Schluss war, kann nun gerne auch mal 1/50s oder mit ruhiger Hand sogar 1/30s eingesetzt werden. Ausprobieren lohnt sich hier tatsächlich.
Speziell merkte ich das bei einem kurzen Ausflug mit der D800, welche mich damals vor das Problem stellte, dass die Daumenregel "Belichtungszeit = 1/Brennweite" nicht mehr ohne Weiteres galt.
Mit aktiviertem VR war es wieder möglich - auch bis 1/80s.
Wer also um jedes Quäntchen Helligkeit froh ist, darf sehr gerne zum 70-200 VR II aufsteigen. Bei Hochzeiten zu später Stunde ein unschätzbarer Vorteil - auch in heutigen Zeiten, in denen ISOs bis 6400 keine Zauberei mehr darstellen.
Übrigens auch für kurze Videosequenzen aus der Hand sehr zu empfehlen.

Noch was zu den oft gefragten Stabilisierungsmodi:
VR Normal gleicht nur vertikale Verwacklungen aus. Sollte also z.B. bei Mitziehern eingesetzt werden.
VR Active gleicht sämtliche Verwacklungen aus. Ist für Mitzieher also nicht geeignet, aber für so gut wie alles andere, bei denen irgend ein Verwackeln möglich ist.
Auf dem Stativ sollte der VR deaktiviert werden, da er ansonsten durch die Eigenbewegung der durch den Motor angesprochenen Linsen eine "künstliche" Verwacklung hervorrufen kann.

Konvertertauglichkeit
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Bisher konnte ich TC-14 II sowie TC-20 III testen und an der D700 keinen größeren Schärfeverlust feststellen. Bei umgerechnet 400mm f/5.6 spielt auch der VR wieder seine volle Stärke aus, was bei Dämmerung noch super Fotos zulässt. An Kameras mit höherer Auflösung (D750, D800,... oder DX-Kameras) empfehle ich, für optimale Schärfe zumindest eine Stufe abzublenden.
Ein Wort zu den TCs am 80-200: Der 14er kann noch gut eingesetzt werden, mit dem 20er werden die Ergebnisse aber leider schon etwas kontrastarm, leicht unscharf und man merkt, dass das ältere Tele nicht unbedingt dafür ausgelegt wurde.

Brennweitenverkürzung
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Wie von anderen bereits angesprochen: Bei Entfernungen nahe der Minimaleinstellgrenze verhält sich das VR II ähnlich einem 65-135mm-Objektiv. Benötigt man die 200mm also auch bei Objektentfernungen kleiner als zwei Metern unbedingt, sollte man sich nach einer Alternative umsehen. Dies sollte einem vorher einfach bewusst sein.
Im Alltag konnte ich persönlich bisher nicht feststellen, dass mich das sonderlich gestört hat.

Fazit
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Aufgrund des potenten VRs, der sehr guten Bildqualität und angenehmen Haptik kann ich das neue 70-200er jedem empfehlen, der sich auf der Suche nach dem besten Kompromiss zwischen Brennweitenvariabilität und Schärfe befindet.
Auch die gute Eignung für Telekonverter darf als Pluspunkt genannt werden.
Wer den VR eigentlich nicht wirklich benötigt, da er beispielsweise hauptsächlich bei ausreichendem Licht fotografiert, kann mit einem Gebrauchtkauf des AF-S 80-200 f/2.8 sehr viel Geld sparen. Da die Fertigung des Objektivs aber um die Jahrtausendwende eingestellt wurde, empfiehlt sich ein vorheriger Funktions-Check. Hier sollte speziell auf ein lauteres "Fiepen" des AF-Motors geachtet werden, welches laut verschiedener Meinungen ein baldiges Ableben kennzeichnen kann.
Noch mehr Geld lässt sich übrigens mit der "AF-D-Variante" sparen, welche optisch nur ein wenig weicher ist und etwas langsamer fokussiert. Diese wurde aber sogar noch etwas länger produziert, was den Erwerb gar nicht mal so alter Modelle zulässt. Hier muss nur beachtet werden, dass Kameras ohne eigenen Fokus-Motor keinen Autofokus zulassen. Dies sind alle "kleinen", wie z.B. D3200, D5300.
Die D7000 und darüber funktionieren aber wunderbar.

Wer etwas weniger Geld ausgeben möchte, dennoch auf ein aktuelles Nikon-Objektiv setzen möchte und die starke Offenblende nicht benötigt, darf sich auch gerne mal das AF-S 70-200mm f/4.0 ansehen.
Ansonsten lohnt sich ein Blick ins Sigma- oder Tamronlager aber auch. Bei Sigma durfte ich leider nur schon des Öfteren mit anfänglichen Qualitätskontroll-Problemen kämpfen. Hierzu ist vielleicht mein letztlich positiver Bericht zum Sigma 35mm f/1.4 interessant:
http://www.amazon.de/review/R1NXYOW0VP1UU4

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Über Fragen und Anregungen freue ich mich jederzeit in den Kommentaren. Sollten Sie Kritik an meinem Bericht haben, dürfen Sie dies ebenfalls gerne dort äußern.
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am 11. Dezember 2013
Nachdem ich lange gezögert habe, das Geld für dieses Objektiv auszugeben hab ich es jetzt doch gekauft. Ich hab es vorher getestet, verglichen mit dem Sigma 70-200 2,8 und immer wieder mit dem Nikon 70-300 VR. Nachdem ich im Zoo unter schlechten Lichtbedingungen die ersten Ergebnisse am Rechner sichten konnte hab ich absolute Gewissheit. Die Bilder sind unvergleichlich. Am deutlichsten sind die Unterschiede in den wunderschönen Unschärfen zu sehen. Die Tiere sind herrlich frei gestellt, stehen regelrecht plastisch vor einem diffusem Hintergrund. Unmöglich mit lichtschwächeren Objektiven. Der Autofokus ist blitzschnell und folgt fehlerfrei auch sich schnell bewegenden Tieren sodass ich es selbst an fliegenden Vögeln erfolgreich testete.
Wer hier beim geforderten Preis zögert sollte bedenken, das Objektiv ist sehr vielseitig, liefert auch unter schlechten Lichtbedingungen noch brauchbare Ergebnisse wo andere längst einpacken müssen und ist faktisch für die Ewigkeit gebaut.
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am 15. August 2016
Ich fotografiere nun schon seit gut drei Jahren mit dieser Linse, damals an einer D7000. Über die Abbildungsleistung gibt es nichts zu mäkeln ein absolutes Sahnestück. Ich verwende es ab und an mit den 2X Konverter von Nikon an einer D750 und die Bildqualität ist dennoch ausreichend gut. Getrübt wird das Fotovergnügen mittlerweile nur durch das hohe Eigengewicht. Verwunderlich ist wohl Nikons seltsame Preispolitik. Als ich dieses Teil auf Amazon Neu kaufte durfte ich dafür 1839 Euro bezahlen, Heute liegt der Neupreis bei über 2000 EUR für ein Objektiv das schon seit mehreren Jahren am Markt erhältlich ist. Wer also denkt, Objektive wären keine Geldanlage, der kennt Nikon schlecht ;-) .
Anbei noch ein Foto mit 70-200mm f2,8 + Nikon AF-S Telekonverter TC-20E III an der D7000 mit Blende 8.
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am 7. Juli 2015
Das Nikkor 70-200 mm ist sicherlich schon ein Klassiker, der eine absolut sinnvolle Ergänzung für die Kameraausrüstung (14 - 24 mm, 24 - 70 mm) darstellt. Ich selbst hatte bisher das 80 - 400 mm im Einsatz, lasse es aber aufgrund seiner Dimensionen und vor allem dem Gewicht nun häufiger zu Hause.

Das 70-200 mm ist gerade noch erträglich, wobei Größe und Gewicht natürlich ein Tribut an die hohe Lichtstärke und das verbaute Glas sind. Die Abbildungsleistung des Objektivs ist über jede Kritik erhaben; die Schärfe ist bis in die Randbereiche ausgezeichnet und das Bokeh ist auch nicht zu beanstanden (obwohl das Sigma da wohl noch etwas weicher sein soll). Für mich ist es ein würdiges Pendant zu dem nochmals deutlich schwereren und größeren Canon-Konkurrenten, das diesem kaum nachsteht.

Die Verarbeitungsqualität und der Lieferumfang (GeLi, Tasche) sind Nikon-typisch voll in Ordnung.

Ich würde mir das Objektiv jederzeit wieder zulegen.
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am 18. April 2012
Eigentlich wollte ich mir dieses Objektiv überhaupt nicht kaufen, denn als Landschaftfotograf bin ich eher im unteren Brennweitenbereich unterwegs.
Da ich meine Reihe aus dem 14-24 f2.8 und dem 24-70 f2.8 aber nach oben vervollständigen wollte, habe ich es mir dennoch bestellt, was ich bisher keineswegs bereut habe. Der Preis für das Objektiv ist sehr hoch, aber die Abbildungsqualität gepaart mit der äußerst professionellen Verarbeitung und Haptik bildet den Gegenwert.
Ich bin von der Abbildungsleistung dieses Objektivs einfach nur begeistert.
Selbst offenblendig bei f2.8 zaubert es an der D800 feinste Details bei einer phänomenalen Schärfe hervor, die ich so noch nicht gesehen habe.
Ich kann nur jedem Besitzer einer D800 dazu raten, dieses Objektiv in seinen Objektivpark aufzunehmen.
Die Kombination ist einfach traumhaft!
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am 27. Oktober 2013
außer, daß dieses Objektiv dahin gehört. Ihc verwende es hauptsächlich zur Sportfotografie und bin von der Schnelligkeit des Fokus sowie der Präzision begeistert. Haptik etc. alles kein problem. Ich hatte zuvor das alte Tamron 70-200 und bin somit Leid gewöhnt (das Tamrom hatte keinen Ultraschallmotor und war einfach verloren wenn es bei der Sportfotografie um schnelle Objektwechsel ging). Der Preis ist natürlich für Amateure (wie mich) sehr happig, aber man kann Nikon nicht vorwerfen, daß sie den Preis nehmen, den das Produkt wert ist.
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am 22. August 2012
Ich habe das Objektiv zunächst für die D300 gekauft. Hier fand ich die Bilder bereits überragend was Schärfe und Kontrast angeht. Überhaupt kein Vergleich zu dem Sigma 2.8 70-210 das ich vorher hatte.

Nach meinem Umstieg auf die D800 habe ich das Objektiv an einem Badesee mit Wasserskiseilbahn getestet. Das Ergebnis war für mich kaum fassbar. Von ca. 500 Fotos im Serienbildmodus aufgenommen, waren lediglich 10 Fotos unscharf. Das Objektiv harmoniert dermaßen gut mit der D800, dass es einfach nur unglaublich ist.

Als Einstellung habe ich den koninuierlichen Autofokus (AF-C) mit 3D Nachführung und der Einstellung Schärfepriorität genutzt. Diese Einstellung funktioniert auch bei Tischtennisaufnahmen sehr gut. Ich habe gestern rund 500 Fotos gemacht. Von denen habe ich 4 direkt wieder gelöscht, weil der Autofokuspunkt irgendwo auf dem Hintergrund war. Der Rest ist - je nach Belichtungszeit die ich hatte - zwischen scharf und knack scharf. Hierfür benutze ich zusätzlich die ISO Automatik.

Bei meinem alten Objektiv hatte ich einen Ausschuss von mind. 60 %. Hier ist der Autofokus so schnell und zuverlässig, dass alles knack scharf ist, obwohl sich die Motive schräg auf mich zu oder von mir weg bewegten.

Durch die hohe Megapixelzahl der D800, lassen sich wunderbare Ausschnittvergrößerungen machen. Spätestens hier erkennt man den Unterschied zwischen einem guten Objektiv und diesem überragenden Objektiv.

Die Verarbeitung des Objektivs ist professionell wertig aus Metall. Einzig eine Sonnenblende aus Metall und nicht aus Plastik bleibt als Wunsch bei mir offen. Nichts desto trotz sitzt die Sonnenblende sicher auf dem Objektiv und kann dieses schützen.
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am 11. Februar 2014
Bin jetzt viele Jahre mit dem schon etwas betagten Vor-/Vorgänger 2.8/80-200 unterwegs gewesen und auch bei diesem Objektiv war ich schon bezüglich Schärfe- und Kontrastwiedergabe sowie Bokeh durchaus sehr zufrieden. Im direkten Vergleich haben sich gerade die beiden ersten Werte aber nochmals deutlich sichtbar verbessert, vor allem bei Offenblende, die nun wirklich uneingeschränkt nutzbar ist. Hinzu kommt das vorzüglich funktionierende VR-System, das im Zusammenspiel mit einer rauscharmen Vollformatkamera bislang unmögliche Bilder zulässt und dass in einer wirklich nutzbaren Qualität. Eine uneingeschränkte Empfehlung von mir, auch wenn es hinsichtlich Größe, Gewicht und Preis im Vergleich zu den meisten (lichtschwachen) Telezooms der Amateurklasse im gleichen/ähnlichen Brennweitenbereich natürlich in einer anderen Liga spielt. Die beiden ersten Punkte muss man schlicht hinnehmen und beim Preis hilft einem Nikon momentan ja durch das Cash-Back Programm bei der Entscheidungsfindung.
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am 23. September 2011
So, ich komme gerade von einer 2- wöchigen Reise aus dem südlichen Afrika ( Namibia - Botswana - Zimbabwe ) zurück.
Mit dabei die D300s, das 16 - 85 mm DX- Zoom, das 2,8/70-200 mm VR II und das 2,8/60 mm Makro ( mit dem ich kein einziges Bild gemacht habe - habs einfach nicht gebraucht ).
Von ca. 2000 Bildern habe ich ca. 70% mit dem 2,8/70-200 mm geschossen ( v.a. die Tieraufnahmen ) und die restlichen 30% mit dem 16-85 mm DX ( auch ein sehr gutes Objektiv - v.a. für Weitwinkelaufnahmen ). Beim nächsten Mal nehme ich nur diese 2 Zooms mit.
Die Abbildungsleistung des 2,8/70-200 mm VR II ist wirklich beeindruckend ( siehe meine eingestellten Bilder ). Die Scharfstellung funktioniert mit der D300s dank des lichtstarken Objektivs sehr genau, die Bilder sind gut vergrößerungsfähig ( obwohl ich "nur" JPEG und nicht RAW fotografiere ).
Das Objektiv liegt satt in der Hand und läßt sich schnell ( bei Tieren sehr wichtig ) und problemlos bedienen ( VR II funktioniert sehr gut ).
Der Brennweitenbereich ist meistens völlig ausreichend, oft habe ich am Wasserloch sogar weniger als 200 mm gehabt ( der besseren Übersicht wegen ).
Nur einmal hätte ich mir mehr Brennweite gewünscht ( als ein Rudel Löwinnen dabei war das gerade gerissene Gnu zu verspeisen ) , vielleicht kaufe ich mir doch noch einen Konverter.
Insgesamt eine absolute Kaufempfehlung !
Update 2012:
Nach einer erneuten Afrika- Reise ( Namibia, Botswana, Südafrika ) und erneut über 2000 Bildern bin ich immer noch äußerst zufrieden mit diesem Objektiv.
Ich würde es sofort wieder kaufen ( siehe neue Bilder ). Einziger Wermutstropfen: Auch ich habe jetzt ein Staubkorn auf dem Sensor ( 1. Bild, li. unter der Sonne ), aber dafür kann ja die Linse nichts !
Update 2013:
Nach einer weiteren Reise ( Tansania, Serengeti, Ngoro-Ngoro-Krater ) , diesmal mit der D7100 als Kamera, ist meine Begeisterung für dieses Objektiv noch weiter gewachsen.
Mit der D7100 kommt die überragende Abbildungsleistung des 2,8/70-200mm noch viel besser zur Geltung ( 24 MP !! , siehe neue Bilder ). Nikon ist mit diesem Objektiv wirklich ein Klassiker gelungen, an dem jeder ambitionierte Fotograf lange seine Freude haben wird.
Update 2015:
Bei einer erneuten Reise , diesmal nach Peru ( Machu Picchu etc ), habe ich das Objektiv auch als ausgezeichnetes Porträt- Tele schätzen gelernt. Man kann den Hintergrund schön unscharf machen und die fotografierten Personen sind auf Grund des größeren Abstands viel entspannter.
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TOP 1000 REZENSENTam 8. Juni 2013
Hallo, liebe Fotofreunde!

OK, zugegeben, die Überschrift klingt nach Lobhudelei und Superlativen. Ich will mich in dieser Rezension aber auch kritisch und vergleichend geben, insbesondere hinsichtlich der Vorgänger, dem Nikon AF D 80-200/2,8 ED NIKKOR Objektiv (in Schiebe- und Drehzoomvarianten OHNE Vibrationsverminderung, immer noch ein guter Gebrauchtkauftip!) und dem Nikon AF-S Zoom-Nikkor 70-200mm 1:2,8G IF-ED VR Objektiv (bildstab.) - denn neu ist nicht zwingend in allen Disziplinen besser, wie wir bald sehen werden.

Mit der Überlegung, "80-200, 70-200, VR-I/VR-II oder überhaupt ein €€€-Telezoom?" ging ich ziemlich lange schwanger, da ein Anschaffungswiderstand von rund 800€ (das 80-200er war beim freundlichen Kameraholländer lange Zeit neu im Sortiment verfügbar, da es im Gegensatz zu den Objektiven mit 70mm Anfangsbrennweite nicht "G"elded ist und über einen analogkameratauglichen Blendenring verfügt) bzw. 1600€ (VR-I) und fast 2000€ (VR-II) nicht von Pappe ist.

Das VR-II wurde in einigen Belangen überarbeitet, so hat man insbesondere auf zunehmendes Wehklagen von Vollformatfotografen reagiert und die Auflösung/Abdunklung im Randbereich verbessert. Der Antiverwackeldackel soll auch zugelegt haben, nun noch mehr Blendenstufen "Bildverbesserung" bringen.

Im Vergleich zum 80-200er ist der unmittelbare Nachfolger optisch ebenbürtig, durch den Stangenantrieb fokussiert Ersteres natürlich langsamer, geräuschvoll und an einigen Kameras (Nikon D70) u. U. sogar unpräzise. Die Abwesenheit von V(ibration)R(eduction) sollte auch von Sportfotografen nicht leichtfertig als Mumpitz abgetan werden, da das System im Betriebsmodus "Normal" auch (horizontale und vermutlich ebenfalls vertikale) Schwenks zuverlässig erkennt, sie dann von der Stabilisierung ausnimmt. Aus dieser Perspektive wäre der Begriff "Mitziehassistent" also angebrachter, es gelingen im extremeren Telebereich spektakulär dynamische Schwenks bei langen Belichtungszeiten (z. B. 1/60s bei 200mm), die einen Analogfotografen mit 80-200er ausschußmäßig an den Rand der Verzweiflung treiben.

Der VR-Modus "Active" killt dann alle Vibrationen, z. B. für Material, das aus fahrenden Autos oder Hubschraubern [jeder ernsthafte Fotograf sollte einen Hubschrauber besitzen ;-)] aufgenommen wurde. "Stativerkennung" gibt es im Nikon AF-S Zoom-Nikkor 70-200mm 1:2,8G IF-ED VR, wie das Kleinod mit vollem Namen heißt, allerdings nicht, die Vibrationsreduktion muß ausgeschaltet bleiben. Die verbesserte Variante ist nach Aussagen des Herstellers mit einer diesbezüglichen Erkennungssoftware ausgestattet ("[...] Nikon's VR technology further enhances picture taking potential with a choice of two modes to match most shooting conditions. VR Normal Mode primarily compensates for camera shake, and includes automatic panning detection, as well as automatic tripod detection. VR Active Mode effectively compensates for vibration in situations where it is more pronounced and more frequent, such as when shooting from a moving vehicle. [...]"), trotzdem sollte man sein Glück nicht unnötigerweise herausfordern.

VR auf dem Stativ bringt wenig bis gar nichts und schadet in Einzelfällen sogar.

Benutzer einer Cropkamera (DX-Format), die vom Kitzoom oder gar einem Superzoom auf das 70-200er umsteigen, werden ihren Augen nicht trauen. Beide 70-200er sind schon bei Blende 2.8 (wenn man sie hat, nutzt man sie auch) brutalst scharf, legen beim leichten Abblenden nochmals deutlich zu, erlauben eine hervorragende Entfernungsdifferenzierung und liefern eine unglaublich ruhige und gleichmäßige Hintergrundunscharfzeichnung (gemeinhin als "Bokeh" bekannt), die das Nikkor auch für Portraitfotografie prädestiniert - wäre das VR-I mit fast 1.5 Kilogramm, einer Länge von 215mm und 87mm Durchmesser (ohne den abnehmbaren Stativfuß) nicht ein ziemlich schwerer Brocken. Der Nachfolger hat übrigens nochmals um 100g zugelegt dafür 10mm an Länge eingebüßt.

Optisch zieht das VR-II speziell in den Randbereichen (die allerdings nur einen FX-Sensor beleuchten und daher eher für Besitzer einer D600, D700, D800 und der D3-Serie interessant sein dürften) am Vorgänger, der dort leichte Abschattungen und Unschärfe aufweist, vorbei.

Ich will es kurz machen: In diesem Brennweitenbereich können optisch allenfalls das Nikon AF DC-Nikkor 105mm 1:2 D Objektiv (72mm Filtergewinde), das 105mm f/2.8 AF und AF-S VR Micro (Nikon AF-S Micro-Nikkor 105mm 1:2,8G VR Objektiv (62mm Filtergewinde, bildstabilisiert)) und einige Festbrennweiten konkurrieren. Wer die Lichtstärke nicht braucht (und Risiken bei der Verwendung eines Telekonverters eingehen will), der sollte sich am Nikon AF-S Nikkor 4/70-200 ED VR Objektiv schwarz (aka. 70-200mm f/4 G ED VR AF-S, knapp halbes Gewicht, geringere Länge und dem VR-I mit 2.8er Offenblende ähnlicher Preis) orientieren.

Im Reigen der 2.8er Riege mit VR gibt es neben der numerischen Auflösung aber noch weitere Unterschiede, die gerne verschämt unter den Tisch gekehrt werden. So büßt das VR-II an der Naheinstellgrenze massiv an Brennweite ein. "Massiv" bedeutet, daß das VR-I an der kürzesten Motivdistanz (die bei rund 1.5 Metern liegt) immerhin noch 182mm Brennweite hat, das VR-II (dessen Naheinstellgrenze um läppische 10cm geschrumpft ist) aber nur 134mm. Übersetzt: Maximaler Abbildungsmaßstab beim alten 70-200er: 1:5.6, beim neuen 1:8.3.

Salopp gesagt: Wer mit dem Ding (auch) Portraits und Pseudomakros fotografiert, der ärgert sich über eine um 33% geringere Brennweite. Für mich inakzeptabel, für den qualitätsgeilen Sportfotografen mit FX-Body evtl. irrelevant, der sollte allerdings dann auch einen Telekonverter (die 1.4x-Version funktioniert dem Vernehmen nach exzellent, die gegenüber dem Nikon TC-20 E AF-S TELEKONVERTER II nochmals verbesserte Variante Nikon AF-S Telekonverter TC-20E III mit minimalen Abstrichen) in den Fotorucksack tun. Nur ebendieser Sportfotograf vermißt wiederum die Focus-Lock-Knöpfe, die wirklich praktisch sind.

Fokus-Lock? Genau. Die sind wohl den leicht verkürzten Abmessungen des 70-200er VR-II zum Opfer gefallen. Wer gerne mit dem Prozeß "Focus&Recompose" und kontinuierlichem Autofokus arbeitet, wird dieses Feature zu schätzen wissen, denn der Workaround mit dem ungünstig am Body gelegenen (oder womöglich gar nicht vorhandenen) "AF-On"-Knopf und der Individualfunktion "a5 AF-Aktivierung" (D300) nervt.

Ebenfalls kann man sich als Sportfotograf dank der AF-Lock-Knöpfe (drei an der Zahl in griffgünstiger Hoch- und Querformatposition) bequem im Gewühl positionieren, AF-C (kontinuierlichen Autofokus) aktivieren, vorfokussieren und mit gedrücktem AF-Lock-Taster/halb gedrückten Auslöser auf die Lauer legen. Kommt das Objekt der Begierde vorbei, löst man den AF-Lock-Taster und die Fokusverfolgung stimmt sofort - ohne Pumperei. Klingt schwieriger als es ist.

Ich sollte noch erwähnen, daß an meinem VR-I-Exemplar des 70-200ers der Ultraschallmotor schon im Neuzustand beim Fokussieren nervende Piep- und Pfeiftöne von sich gab. Der Lieblings-Nikonfachhändler hörte sich die Sache an und attestierte einen Defekt (zunächst nur ästhetischer Natur), der kostenfrei und umgehend durch Austausch des Moduls behoben wurde. Diese Gläser sind also durchaus komplex und Komplexität erzeugt bekanntlich Defektpotentiale. Dem Vernehmen nach gehören Schäden im VR-System und am Fokusmotor zu den Häufigsten bei dieser Baureihe.

Was übrigens nicht bedeutet, daß das mit einer Regenlippe ausgestattete und hervorragend abgedichtete Objektiv eine Mimose wäre. Es handelt sich um ein echtes Arbeitstier, das auch den harten Fotografenalltag klaglos wegsteckt. Wo billigere Konkurrenzprodukte schon eine Delle am Filterring kassieren, lächelt das an dieser Stelle gummiarmierte Nikkor nur milde. Natürlich ist speziell deswegen mehr Sorgfalt beim Aufdrehen und Abnehmen von Schraubfiltern (77mm Durchmesser) gefragt, der Gummi wirkt quasi gleichzeitig als "Verliersicherung".

Das traurige Fazit: Wer einmal mit dem 70-200er fotografiert hat (und sei es nur leihweise), gibt es so schnell nicht mehr aus der Hand - in der es wegen der perfekt ergonomischen Bedienelemente auch gut liegt. Angesichts der optischen und mechanischen 5-Sterne-Qualität ist man für alle Zeit gegenüber billigerer Ware versaut. Egal, ob die Entscheidung nun für ein Exemplar ganz ohne, mit oder mit verbesserter Vibrationsreduzierung fällt - die Qual der Wahl überlasse ich Ihnen!

Viele Grüße!
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