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am 26. September 2009
Wie die neuen Beatles-CDs auf hochwertigen HiFi-Anlagen klingen, wurde hier ja schon ausreichend beschrieben. Viele Leute hören Musik aber auch oft im Auto, über durchschnittliche Musikanlagen oder eben über Mp3-Player. Deshalb möchte ich mal einen Eindruck vermitteln, wie die Alben als Mp3 klingen. Hierzu habe ich sowohl die alten CDs von 1987, als auch die neuen Stereo-Box-Versionen mit dem neuesten Lame-Codec in variabler Rate um 192 Bit gerippt. Als Grabber verwendete ich die aktuelle "Exact Audio Copy" Software. Zusätze wie "Joint-Stereo" habe ich dabei abgeschaltet. Als Abspielgerät benutzte ich einen iPod Classic 6G mit Koss Porta-Pro Kopfhörern. Ich habe es zum Vergleich auch mal mit den deutlich hochwertigeren Komponenten eines Freundes probiert, bestehend aus Cowon X5 Player und iGrado Kopfhörern. Aber da klang es dann fast schon wieder wie auf einer High-End-Anlage. Da die neuen CDs mit durchschnittlich 100 Dezibel wesendlich lauter überspielt sind als die alten, habe ich die Mp3s nach dem Rip mittels "Mp3 Gain" auf einheitliche 92 dB gesetzt, um die alten und neuen Versionen auch ohne ständige Lautstärkeanpassung vergleichen zu können. Im Folgenden gehe ich die Alben einzeln durch, da ich den Eindruck habe, dass von den verantwortlichen Toningenieuren jeder etwas anders remastered hat.

Zu den alten CDs

Als im Februar 1987 die ersten vier Alben als CD herauskamen, waren die Beatles damit ziemlich spät in die CD-Ära gestartet. Denn zu diesem Zeitpunkt hatten die meisten 60er Jahre Musiker bereits ihr gesamtes Oeuvre auf CD herausgebracht, während es von den Beatles bis dato nur einen dubiosen Sampler namens "First" zu kaufen gab. Die Verspätung hatte allerdings einen Grund. Denn man hatte bei der EMI beschlossen die Alben nicht nur einfach digital zu überspielen, wie es damals gängige Praxis war, sondern sie komplett zu remastern. So begann ein Team von Toningenieuren unter der Leitung von Beatles-Produzent George Martin den gesamten Backkatalog der Beatles fürs digitale Zeitalter aufzupolieren. Dabei legte George Martin die Priorität auf einen möglichst authentischen Klang, während HiFi-Aspekten nur sekundäre Bedeutung zukam. So ließ Martin z.B. die originalen 60er Jahre Bandmaschinen und Mischpulte aus den Abbey Road Kellern ausgraben und richtete damit eines der Studios so ein, das das Remastering weitestgehend auf Basis von analogem Equipment stattfinden konnte. Das Ergebnis wurde zwiespältig aufgenommen. Während viele George Martin dafür lobten, dass er den Klangcharakter der originalen Vinyl-LPs sehr gut getroffen hat, wurde von einigen Klang-Puristen montiert, dass mit einem digitalen Remastering eine noch deutlichere Verbesserung möglich gewesen wäre.

Please Please Me & With The Beatles

Die guten Ansätze im Remastering auf die ich bei den folgenden Alben noch eingehe, werden hier leider durch die wirklich grausige Stereoabmischung zunichte gemacht. Die knallharte Trennung von Rhythmusgruppe auf dem linken- und Gesang auf dem rechten Kanal, wirkt über Kopfhörer nicht nur unnatürlich, sondern geradezu unangenehm. Bereits nach halbstündigem durchhören hatte ich ein taubes Gefühl auf den Ohren. Hier wäre ein Remix des gesamten Stereobildes mehr als empfehlenswert gewesen. Bei beiden Alben klingen die alten Monoversionen wesendlich ausgewogener und harmonischer.

A Hard Day's Night

Hier zeigt der Stereomix erstmals gute Ansätze, offenbart andererseits aber auch noch einige Schwächen. Denn vieles klingt hier noch mehr nach Duophonic als nach echtem Stereo. Bei der Mono-Fassung von "If I Fell" zum Beispiel, singt John die erste Strophe solo und ungedoppelt. Bei der neuen Version hört man nun den typischen Duophonic-Sound, in dem die Stimme auf beide Kanäle gesplittet und dann gegeneinander zeitlich verzögert abgespielt wird, wodurch es zu einer Art rotierenden Chorus-Effekt kommt. Solche Verdrehungen des originalen Klangs sind bei diversen Sequenzen auf dem ganzen Album zu hören. Für ein authentischeres Klangergebnis, wäre auch hier vielleicht ein kompletter Remix angebracht gewesen. Sehr positiv hingegen präsentiert sich Pauls "And I Love Her" das hier in einem traumhaft makellosen Sound rüberkommt. "Any Time at All" ist eines der wenigen Beispiele in der die Solostimme in Stereo noch deutlicher herausragt als in Mono. Genau andersherum ist es bei "When I Get Home", wo John einem in Mono direkt ins Ohr zu brüllen scheint, wohingegen er in Stereo eher aus einiger Entfernung zu einem singt. Bei "Things We Said Today" ist Pauls gedoppelte Stimme in Mono nur im Hintergrund zu hören, während sie in Stereo fast gleichauf mit seinem Sologesang liegt. Ich weiß nicht wie man so etwas ohne Remix erreichen kann. Zwar wirkt der Einsatz von Kompressoren letztlich auch wie ein Remix der Lautstärke der einzelnen Spuren, aber dies würde sich ja auf alle Instrumente auswirken. Zu "You Can't Do That" und "I'll Be Back" kann ich nur sagen: Nie wieder in Mono. Denn die Stereo-Versionen sind hier in jeder Beziehung überlegen, einwandfreier Klang im nahezu perfekten Mix. Insgesamt ist "A Hard Day's Night" ein zweischneidiges Schwert. Einiges klingt in Mono immer noch unverfälschter und druckvoller, anderes wiederum ist in Stereo so gut das es die Mono-Fassungen fast vergessen lässt.

Beatles for Sale

Die wohl größte Überraschung der gesamten Stereobox. Der durchweg gute Mix wird noch weit übertroffen durch die wirklich überragende Soundqualität. So fett und analog haben die Beatles zuletzt auf Vinyl geklungen. Selbst "Abbey Road" klingt nicht viel besser. Man kann sich kaum losreißen. Man braucht nur mal "Rock and Roll Music" mit der alten Fassung zu vergleichen, der Unterschied ist wirklich wie Tag und Nacht. Bass und Gitarre die bisher nur dünn und zaghaft durchkamen, hämmern auf einmal mit voller Wucht durch die Kopfhörer. Und das gilt fürs ganze Album, sowohl Stimmen als auch Instrumente haben eine solche Präsenz und Konturenschärfe, das man den Eindruck hat, die Gruppe steht direkt vor einem. Einzig "I'm a Loser" klingt in Mono immer noch etwas direkter und ungestümer. Insgesamt aber ein Musterbeispiel perfekten Remasterings.

Help!

So beeindruckend der klangliche Quantensprung bei "Beatles for Sale" ist, so wenig weiß mich "Help!" zu begeistern, selbst bei intensivem durchhören zwischen alter und neuer Version, kann ich kaum einen Unterschied bemerken. Der Frequenzgang scheint absolut identisch zur alten Fassung. Wenn ich beim anhören blind hin- und herschalte ohne aufs Display zu sehen, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, welches nun die jeweils neu remasterte Version ist. Selbst beim anhören der CDs über die HiFi-Anlage ist eigentlich nur der große Unterschied in der Lautstärke zu vernehmen. Wenn "Beatles for Sale" die meisterhafte Arbeit eines leidenschaftlichen Toningenieurs wäre, dann würde ich das Remastering von "Help!" als das Ergebnis eines gelangweilten Lehrlings einstufen.

Rubber soul

Ab hier zeigten die Beatles ihre wahre Klasse. Zwischen "Help!" und "Rubber Soul" muss irgendetwas Umwälzendes passiert sein. Zeitlich lagen nur unvorstellbare 4 Monate zwischen der Veröffentlichung der beiden Alben. Von der musikalischen Entwicklung her, könnten es aber auch 20 Jahre sein. Leider haben sich die Toningenieure davon offensichtlich nicht beeindrucken lassen. Denn statt ebenfalls die Siebenmeilenstiefel anzuziehen und in neue tontechnische Dimensionen vorzustoßen, gehen sie hier eher in Gänsefüßchen voran. Will heißen, die Fortschritte sind sehr dezent. Hier ein bisschen mehr Kontur, dort etwas mehr Transparenz, das war's auch schon. So klingen "Think for Yourself" und "Nowhere Man" auf dem 10 Jahre alten "Yellow Submarine Songtrack" immer noch einen Tick frischer und knackiger als hier.

Revolver

Das rätselhafte siebte Beatles-Album gilt nicht wenigen als der kreative Höhepunkt im Werk der Band. Auf jeden Fall ist es das kantigste und experimentellste Album der Beatles. Vom Klang her ähnlich konservativ remastered wie "Rubber Soul", kann man das bedächtige Vorgehen der Toningenieure hier einigermaßen nachvollziehen. Denn neben "Pet Sounds" von den Beach Boys ist "Revolver" das wohl kunstvollste Werk der Popgeschichte. Hier etwas zu verändern wäre wahrscheinlich genauso unpassend, wie der Mona Lisa die Bäckchen neu zu pudern.

Sgt. Pepper

Pepper ist wirklich wie ein musikalisches Kaleidoskop. Wo man auch hinsieht, alles ist bunt und schillernd und fassettenreich. Ähnlich wie bei "Abbey Road" klang schon die 87er CD hervorragend, so das man hier kaum noch viel verbessern konnte. Dennoch hat man hier und da ein Quäntchen mehr Klarheit und Details herausgequetscht.

Magical Mystery Tour

Das Album könnte man vielleicht als eine Mischung aus Filmmusik und Sampler einstufen. Ursprünglich wurde es nur als Capitol-Album in Amerika veröffentlicht. Obwohl es brillante Songs enthält, wirkt es ähnlich wie der dazugehörige Film irgendwie richtungslos. Durch dass Remastering gewinnt das Album einiges an Ausdruckskraft. Das Ergebnis macht einen runden und stimmigen Eindruck. Hier kann man kaum etwas bemängeln. Im Gegenteil, das Album hat durchweg einen schönen vollen Sound und gehört eindeutig zum Besten was das neue Box-Set zu bieten hat.

White Album

Ist das weisse Album musikalisch ein Werk von geradezu kosmischer Bandbreite, so gefällt mir das neue Remastering hier nicht ganz so gut wie bei der 30th Anniversary Edition von 1998. Insgesamt ist es mir einfach etwas zu basslastig. Über höher auflösende Kopfhörer oder Boxen mag sich das von selbst ergeben, aber mit den getesteten Kopfhörern mach der Bass hier so viel Druck, das es teilweise schon dröhnt. Andererseits gibt es natürlich viele Leute die genau das gerne hören. Also spare ich mir weitere Kommentare.

Yellow Submarine

Bis auf das fetzige "Hey Bulldog" und natürlich "All You Need Is Love" wirkt das Album eher mittelmäßig, dafür aber tadellos remastered.

Let It Be

"Let It Be" hätte eines der besten Beatles-Alben werden können. Die Kompositionen sind ähnlich gut wie bei "Abbey Road". Leider hat man den Rohmix am Ende einem Scharlatan wie Phil Spector übergeben, der es jahrelang geschafft hat seine Unfähigkeit hinter gigantischem Bombast zu verstecken. So kann man sich nur in seiner Phantasie ausmalen, wie gut das Album wohl geworden wäre, wenn man es nur von George Martin auf seine Weise hätte produzieren lassen. Gerade weil das Album im Original einen so matten, schwammigen Sound hat, wirkt sich dass Remastering hier besonders vorteilhaft aus. Neben "Beatles for Sale" hört man hier die größten Fortschritte, alles klingt wesentlich direkter und transparenter. "Get Back" und "Two of Us" kommen so treibend und dynamisch rüber wie nie zuvor, klingt für mich sogar noch besser als auf Vinyl. Ob "Dig a Pony", "I've Got a Feeling" oder "Across the Universe", alles klang bisher immer so als würde die Musik aus einem anderen Raum zu einem hallen, jetzt hat man endlich das Gefühl am richtigen Platz zu sitzen.

Abbey Road

Was soll man zu "Abbey Road" noch sagen. Nie klangen die Beatles so cool und abgeklärt wie hier. Obwohl sich besonders John und Paul fast nichts mehr zu sagen hatten, spielten sie hier in einer traumwandlerischen Harmonie zusammen, in der jeder Vokalsatz, jeder Akkord, einfach jede einzelne Note auf den Punkt traf. Zudem wuchs George Harrison über sich hinaus, und George Martin legte hier wohl sein Meisterstück ab. Neben "Dark Side of the Moon" das vielleicht bestproduzierte Album überhaupt. Vom Klang her war "Abbey Road" schon immer der heilige Gral der Beatles-Alben. Selbst die halblegale japanische CD-Ausgabe von Toshiba aus dem Jahr 1983 klang schon exzellent. Deshalb sollte man hier auch keine gravierenden Verbesserungen mehr erwarten.

Fazit:

Alle Alben bis auf die ersten beiden erreichen durch das neue Remastering einen qualitativen Fortschritt der allerdings erheblich schwankt. Von minimal (Help), über solide (Rubber Soul, Revolver) und weiter zu sehr ordentlich (Abbey Road, Pepper, White Album), steigert es sich zu hervorragend (Let It Be, Yellow Submarine, Mystery Tour) und schließlich überragend (Beatles for Sale). Insgesamt wäre es wohl besser gewesen, man hätte dass Remastering einem einzelnen Mann anvertraut, statt einem Konsortium von Toningenieuren. Dann wäre das Ergebnis wohl deutlich einheitlicher und ausgeglichener ausgefallen. Zur EMIs Preispolitik kann ich nur sagen: Die Stereo Box ist schon teuer, aber der derzeitige Preis der Mono-Box ist fast schon unverschämt. Zumal sämtliche Mono-Alben, mit Ausnahme des "White Album", noch zusätzlich auf die jeweiligen Stereo-CDs gepasst hätten. Oder man hätte zumindest die auf "Past Masters" gesammelten Lieder, zeitlich eingeordnet auf die originalen Alben verteilen können. Denn solche Bonus-Tracks sind seit Jahren bei jeder Remastering-Edition absoluter Standart. Alles in allem hätte ich mir gewünscht, man wäre beim remastern etwas weniger ehrfürchtig gewesen und hätte auch mal den Mut aufgebracht, zumindest dort wo es wirklich angebracht wäre, auch mal neu zu mixen. Dennoch bleibt die Musik der Beatles das Beste was ich je gehört habe, und in den neuen Versionen klingt das meiste zumindest noch ein bisschen besser und einiges sogar noch deutlich besser als bisher.
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am 10. September 2009
Seit Anfang der 70er Jahre bin ich Beatles-Fan und habe in diesen vielen Jahren bisher jeden Schritt der technischen Aufbereitung des Materials mitgemacht. Jetzt ist es also wieder einmal so weit, und - wie so oft schon - werden uns wahre Klangabenteuer versprochen, Neuentdeckungen, gar "Tränen vor der heimischen Anlage". Bestimmt nicht aus Geiz, sondern aus Hype-Erfahrung heraus bin ich diesmal vorsichtig und habe mir bislang nur die beiden späten Alben "Abbey Road" und "Let It Be" in den neuen Remasters angeschafft, weil ich zu diesen beiden Alben ein besonderes Verhältnis habe und sie in- und auswendig kenne.

Mein fast vierzig Jahre altes Vinyl ist in allerbestem Zustand, so daß ich für den Klangvergleich die LPs und 87er-CDs heranziehen konnte. Ich habe eine gute Mittelklasse-Anlage, vor allem mit einem guten Plattenspieler (Thorens/Grado), CD-Player von Rotel.

Hier meine ersten, natürlich rein subjektiven Eindrücke - bezogen nur auf das erwähnte Material, nicht auf die komplette Box!:
Bei "Abbey Road" klingt die neue CD erst einmal voller, jedoch kann ich mit Erhöhung der Lautstärke und einer kleinen Anhebung des Subwoofers den Klang der 87er-CD auf das neue Niveau so ziemlich angleichen. Eine Offenbarung ist jedenfalls ausgeblieben - und wer "Something" und die anderen Sachen bisher nicht mochte, wird sie auch jetzt nicht mögen. Wir anderen sind sofort von der Musik gefangen, egal auf welchem Tonträger - und so geht's halt mit guter Musik. Eine Neuanschaffung für Besitzer der 87er-CD halte ich für unnötig. Und für die Vinyl-Besitzer sei's gesagt: so schön wie hier klingt es auch jetzt nicht auf CD.

Nun zu "Let It Be", einem meiner unterschätzten Lieblinge. Auch hier wieder: die neue CD kommt sehr mächtig daher, aber andererseits klingen manche Unsauberkeiten, die ich meinem alten Vinyl zugeschrieben hatte, auch jetzt noch unsauber, was ich nicht ganz verstehe, denn auf "...naked" war das korrigiert (ichweißichweiß: zum Teil wurden andere Takes verwendet). Beim besten Willen ist das kein Ohrenöffner für den ursprünglichen Klang. Im Gegenteil, auch hier scheint mir das Vinyl-Album insgesamt am ausgeglichensten zu klingen, also ohne etwas zu forcieren, wie es offenbar jetzt mit Pauls Bass geschehen ist (ist natürlich reiner Zufall, daß Bass & Drums die am stärksten wahrnehmbare Anhebung erfahren haben, oder?). Die alte CD steht dem etwas nach, aber wirklich nur geringfügig. Man kann sie - ohnehin auf dem gleichen Master beruhend wie die neue Ausgabe - schön in seinem Schrank stehen lassen.

Fazit: Die Beatles klingen auf den beiden Alben wie sie immer geklungen haben: umwerfend! Wer die neuen CDs kauft, begeht wahrhaftig keinen Fehler, sondern hat einen kleinen Klangvorteil vor den Besitzern der 87er-CDs. Diese können sich IMHO überlegen, ob sie ihr Geld noch einmal in Beatles anlegen wollen. Nötig scheint's mir nicht zu sein. Kompression gab's 87 noch nicht, aber auch die Remasters sind da glücklicherweise vorsichtig. Könnte man also fragen: So what?

Eigentlich ist's ja schon seltsam, daß man vor 10 Jahren wirklich neue Wege bestritt (Remix von "Yellow Submarine", dann "1! und "Let It Be ...naked"), und jetzt doch sehr konservativ zu Werke ging. Ich finde das nicht schlecht, nur widerspricht das dem Presselärm à la "zeitgemäßer Klang, neue Hörer" etc. Jedenfalls fand ich die genannten Experimente spannender. Und dann waren da noch die Songs in DTS auf den Anthology-DVDs; für den, der's mochte, wirklich umwerfend!

Da Pingpong-Stereo bei den frühen Aufnahmen nicht in einem Remix aufgehoben worden ist, sollte man hier wohl entweder bei seinen alten Mono-CDs bleiben oder die neue Mono-Box anschaffen (die ich nicht kenne). Irgendwie paßt's zum Bild, daß man die nur komplett erwerben kann.

Mich freut's, daß die Boys wieder in aller Munde sind. Und ich will auch niemandem die Freude an seiner teuer erstandenen Box verderben. Aber wenn ich mir einen Beatles-Abend mach', dann wird's wohl auch in Zukunft mit einem Vinyl-Album sein. Für zwischendurch reichen mir die früheren CDs. Es wird wohl bei mir beim Neuerwerb dieser zwei genannten Alben bleiben...

Remember: All you (really) need ... is LOVE!
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am 6. Dezember 2012
Diese Box ist ein Traum, trotzdem muss ich ein Punkt abziehen, da hier die Qualitätsprüfung bei der Herstellung der Vinylscheiben schlichtweg versagt hat. Dazu aber am Schluss mehr. Erstmal zu den positiven Aspekten.
Neben der 2009er Stereo- und Mono-CD-Boxen, habe ich auch die Blaue Vinyl-Box deren Inhalt die 12 "regulären" UK LP-Releases (ohne Magical Mistery Tour LP) plus die "Rarities-LP" darstellt. Diese blaue (zumindest meine) Vinyl-Box ist ebenfalls digital remasterd, Printed in Holland und nach dem DMM-Verfahren (Direct Metal Mastered) in den 80er Jahren gepresst worden (seltsamerweise ist in meiner blauen Box aber "For Sale" keine DMM und hat das Odeon-Cover). Neben einigen weiteren LPs (Hollywood Bowl, Starclub, Rote & Blaue Sampler LPs, etc.), habe ich von "Sgt. Pepper" auch noch eine englische Pressung aus den 70ern (inkl. Cutouts). Der Hauptgrund warum ich mir zusätzlich diese neue Box zugelegt habe, war zum einen natürlich die Sammlerleidenschaft in Sachen Beatles, aber auch weil meine blaue Box nicht mehr im allerbesten Zustand ist und mir deshalb diese Neuauflage gerade recht kam. Nach dem Auspacken war ich erstmal sprachlos.
Wenn man die blaue Box neben die neue Box stellt, zieht mich schon die Größe der neuen Box in ihren Bann. Doppelt so schwer, doppelt so dick und sehr viel stabiler. Wenn man die Box aufklappt, prangt als erstes das wundervolle Hardcover-Buch, vor den glänzenden und ebenfalls voluminöseren LP-Hüllen (alles einzeln verpackt). Optisch perfekt und qualitativ sehr hochwertig. Wenn ich daneben nun noch die Mono-CD-Box stelle, wirkt diese äußerst mickrig und ich frage mich, wo hier das Preis-Leistungsverhältnis schief liegt? Sicher nicht bei der neuen LP-Box!
Als erstes habe ich das Buch in die Hand genommen. Ein wunderschön gestaltetes Werk mit vielen guten Fotos. Hier ist das riesige Format einfach unschlagbar, im Vergleich zu den winzigen CD-Heften. Die LP-Hüllen sind ebenfalls makellos und voluminöser (zumindest die Klappcover), als bei der Blauen Box (dort war auch - zumindest bei meiner - die "For Sale" kein Klappcover und Sgt. Pepper ohne Cutouts). Die damaligen Beilagen bei vielen LPs sind ausnahmslos vorhanden. Mehr noch: Yellow Submarine liegt zusätzlich die US-Innenhülle bei, Sgt Pepper hat zusätzlich zu den Cutouts und dem farbigen Innenhülle noch eine Beilage mit Liner-Notes und der Namensliste aller abgebildeten Personen auf dem Cover. Das alles rundet diese Sammlung perfekt ab.
Dann die ersten LPs auf den Plattenteller gelegt und siehe da; einige haben eine leichte Welle. Nicht extrem, aber doch deutlich. In meinem Fall ist es die "For Sale" und "Rubber Soul". Das war der Wehrmutstropfen, der mich etwas ernüchtern lies, angesichts dieser ansonsten perfekten Box.
Ich habe sie trotzdem behalten, da klanglich alles zum Besten steht (dazu evtl. später mehr) und ich mit einer leichten Welle bei 2LPs leben kann. Aber hier muss man einfach einen Punkt Abzug nehmen. Man hat nun schon des öfteren von teilw. extremem Wellenschlag bei diesen LPs gehört. Daher ist in diesem Punkt der Produktion, wohl einiges schief gelaufen, was nicht hätte schief gehen dürfen. Ich hätte gern volle 5 Punkte gegeben, denn das hätte diese Box unter normalen Umständen verdient.

Die Serie der Wiederveröffentlichungen mit den 2009er CD-Boxen (Mono & Stereo), sowie der schon angekündigten Mono-Vinyl-Box, sollte dann wohl für die nächsten Jahre erstmal abgeschlossen sein.
Was folgt also als nächstes?
Bei der 2009er Stereo-Box haben ja einige etwas enttäuscht reagiert, das man nicht gleich den Weg eines echten Remixes der Stereo-Songs gegangen ist. Beispiele wie z.B. "Eleonor Rigby" aus dem "Yellow Submarine Soundtrack" zeigen ja, das man die alten Stereo-Mixe wirklich verbessern kann. Das funktioniert natürlich nur, wenn man die entsprechenden Einzelspuren der Aufnahmen hat. Im Falle von "Please Please Me" und "With The Beatles" hat man damals aber nur mit 2-Spuren-Geräten aufgenommen. Da lässt sich nunmal nicht mehr rausholen. Bei den späteren Aufnahmen mit 4-Spur (und vor allem wo man mit mehreren 4-Spur-Bändern und Bounce-Down-Verfahren gearbeitet hat und gesetzt den Fall es gibt alle Einzelspuren noch) ist sicher noch viel mehr möglich. Die "Love" LP zur "Cirque Du Soleil-Show" haben ebenfalls gezeigt was alles möglich ist. Von der "Love"-Veröffentlichung aus 2007 waren auch Paul McCartney und Ringo Star selbst sehr angetan (siehe Video-Doku zur Show). Das Love-Projekt (finde ich super!) sollte meiner Meinung nach aber ein herausragender Einzelfall bleiben.
Ein sinnvoller Remix einiger Stereo-Songs ist aber sicher der nächste (mögliche) Schritt.
Warten wir's ab.

Nachtrag vom 08.10.2014
Nachdem ich mittlerweile die Vinyl-Mono Box gekauft und nun komplett gehört habe, habe ich auch zu Vergleichszwecken die Stereo-Platten wieder aufgelegt. Und siehe da: Die Platten die anfangs eine unschöne Well zeigten, haben sich gebessert. Keine Welle mehr zu sehen!
Würde mich interessieren, ob andere auch diese Erfahrung gemacht haben?
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am 19. September 2009
Die Gurus des Remasterings in den Abbey Road Studios ließen sich angeblich 4 Jahre Zeit um das komplette Beatles Song Material zu erneuern. Streng an die Vorgaben der noch lebenden Beatles und deren Erben der verstorbenen Ensemle Mitglieder, hielten sie sich genau an den originalen Sound der 60er Jahre, was bedeutet, dass der Ping-Pong-Stereo Effekt beibehalten blieb. Ob dies allerdings den heutigen Hörgewohnheiten entspricht, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Meiner Meinung nach waren die Abbey Road Studios schon weiter, was den Remix der Songs angeht.
Eines der schönsten Beispiele dafür ist der Song " Eleonor Rigby " aus dem wohl kreativsten Album der Fab Four "Revolver". In der "Ping-Pong-Fassung" sind die Streicher in Mono gehalten, Paul Solostimme auf der rechten Seite, und die gedoppelten Stimmen von Paul in Stereo. Diese Fassung klingt doch irgendwie Antiquiert. Bei der 2000er "Yellow Submarine" Fassung erklingen die Streicher im vollen schönen Stereo, Paul ist in der Mitte, wo er auch hingehört, und seine gedoppelten Stimmen sind ebenfalls in lupenreinen Stereo gehalten. Über Kopfhörer, und man denke hier an die MP3 Generation die ja sehr viel mehr Musik über Kopfhörer hört als noch in den 60er Jahren, klingt diese Aufnahme sehr viel plastischer und auch räumlicher als die alte Version. Als weiters Beispiel soll auch die Abmischung der "LOVE" CD aus dem Jahre 2006 herhalten. Hier hat Gil Martin, der Sohn von George Martin, eindeutig bewiesen, was man aus den alten Aufnahmen noch rausholen kann, wenn man sie neu Remixt und den heutigen Hörgewohnheiten anpasst. Die Songs " Strawberry Fields" oder "A Day in the Life" sind eine Ohrenweite und lassen die Beatles in einem ganz neuen Licht und Glanz erscheinen, ohne Abstriche an der Musik und deren Genie zu erlauben.

Gut finde ich, dass es nun auch die ersten vier Alben in der Stereoversion erwerben kann, allerdings ist hier der "Ping-Pong-Effekt" bei den ersten beiden CDs geradezu mörderich. Aber vielleicht gefällts.
Für den, der die 87er CD Edition nicht besitzt, gibt es nun eine lautere Version der Beatles-Alben.Für die,welche die 87er Edition besitzen, empfehle ich die CDŽs durch den heimischen Computer im MAGIC MUSIC CLEANER zu bearbeiten, den Pegel auf nahezu 0 db zu stellen und vielleicht ein paar zarte Obertöne hin zu zu mischen und eine kleine Kompression zu wählen, und fertig ist ebenfalls ein neues Remaster. Sie werden erstaunt sein.

Sollte es irgendwann zu Weihnachten 2010, 2011 oder 2012 ein völlig neues Remastering und vor allem Remixing geben, dann so glaube ich können wir uns alle auf ein wirklich neues Hörerlebnis freuen.

Übrigens auf Grund des Beatles Hype, habe ich mal meine alten Beatles Platten aus England(Origial Parlophon Pressungen) nach etlichen Jahren wieder angehört und habe mich zu einem "WET Mastering" entschlossen. Alle Platten werden nun über eine Platten Waschmaschine Nass gereinigt. Denn keine der CD Versionen kommt nur annäherd an den Klang der LpŽs heran. Und die sind schon alle fast 35 Jahre alt.

Dennoch ist und bleibt die Musik der Beatles einfach großartig.

Und das ist wohl das wichtigste.

Gruß und viel Freude an der Musik.
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am 10. September 2009
Nach langem Warten auf remasterte Versionen (wohl vier Jahre) war ich gestern auch sehr gespannt auf die Box. Hatte bestimmte Erwartungen an die neue Soundqualität, und war überrascht, wo vor allem Veränderungen zu hören waren.
Die frühen CDs (1-4), die in Mono bislang erschienen waren, klingen kaum anders (With the Beatles, Beatles for Sale) bis auf A Hard Day`s Night, wobei diese schon gewöhnungsbedürftig anders klingt, vor allem Vocals. Mir gefiel die Mono-Abmischung besser. Rubber Soul und Revolver haben einen besseren Sound bekommen, die Magical Mystery Tour fand ich kaum verändert - ähnlich wie Pepper hört sich das immer so gedrückt oder gepresst an; scheinbar waren die 4 Spuren zu eng für all das Kangzeug darauf. Am besten fand ich das Weiße Album, vielleicht der 8 Spuren wegen: beim Hören von Helter Skelter sind mir fast die Ohren abgefallen. Endlich mal ein richtiger Bass! Vorher (1987-CD) dachte ich immer, McCartney spiele bei diesem Album auf einer E-Gitarre Bass. Abbey Road ist unverändert, war wohl auch vorher schon sehr gut aufgenommen. Leit It Be ist leicht verbessert.
Bei den Past Masters gibt es auch schöne Veränderungen; die frühen Lieder klingen zunächst ähnlich verwirrend wie die Hard Day`s Night.Aber bei Past Masters II klingt z.B. Don't Let Me Down sehr gut, deutlich verbessert.
Die Aufmachung ist sehr gelungen, sehr gute Bildqualität, mittelmäßig spannende Informationen im Booklet. Beim Weißen Album war aber die Verpackung einem leichten Entnehmen der CDs eher hinderlich.

Insgesamt lohnt sich das Ganze schon für richtige Beatles-Fans. Wenn man die Musik so lange so mag, dann hat man sicher viel Freude. Für weniger enthusiastische Fans lohne sich einzelne Alben, die gut verbessert sind im Klang, oder das Warten auf die überarbeiteten Best-ofs (1, blau&rot).
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am 1. August 2013
Ich bin Beatles Fan seit ca.45 Jahren und besitze sämtliche offiziell erschienen Alben der Beatles (damals als Vinyl, später als CD). Nun habe ich mich entschlossen, diese Box zu kaufen. Mein optischer Eindruck lautet: Schlicht aber doch schön. Nach dem Öffnen der Box war ich dann etwas enttäuscht, weil die CDs einfach in zwei Fächern gestapelt sind. In beiden Fächern befindet sich zwar ein kleines Stoffbändchen um den jeweiligen Stapel herausheben zu können, aber das Ganze hätte man eleganter lösen können. Die optische Gestaltung der einzelnen CDs ist - bis auf eine Ausnahme - super. Die Alben sind sehr schön gestaltet, Digipaks die man 2 x ausklappen kann, mit schönen z.T. mir bislang unbekannten Fotos, die zeitlich zum jeweiligen Album passen. Enttäuscht bin ich von meinem Lieblingsalbum, dem "White-Album". Davon besitze ich seit 1998 die 30th Anniv. Ausgabe, die der damaligen Vinylausgabe entspricht mit den 4 beigefügten Farbportraits und dem Poster. Im Album dieser neuen Box befindet sich das Poster, die Farbportraits sind aber nur in die Digipakhülle eingedruckt, also nicht zum Herausnehmen. Das gefällt mir nicht. Mir sind solche Feinheiten sehr wichtig, besonders wenn ich bedenke, wieviel Geld ich für die Box ausgegeben habe. Nun zur Hauptsache, nämlich der Klangqualität: Ich habe viele der schon wissenschaftlich anmutenden Ausführungen in den anderen Rezensionen gelesen. Ich kann damit wenig anfangen. Ich habe auch keine Lust mir jetzt jedes Album und jeden Song quasi alte CD und neue CD anzuhören und zu vergleichen. Mir muss das Musikhören einfach nur Spaß machen, und das tut es. Ich habe bei einigen Alben auch den Eindruck, dass die Klangqualität deutlich besser ist.
Überflüssig finde ich die beigefügte DVD. Für jedes Album bekommt man eine kleine Doku von ca. 3 Minuten. Das ist sehr wenig. Ich hätte mich wahnsinnig gefreut, wenn man die Fans damit überrascht hätte, wenn z.B. das legendäre "Rooftop-Concert" stattdessen beigefügt gewesen wäre. Ich träume schon mal ganz gerne ... Trotzdem bin ich im Großen und Ganzen sehr zufrieden. Aber einen Sternabzug wollte ich mir aufgrund der erwähnten Kritikpunkte dennoch nicht verkneifen.
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am 9. November 2012
Hab grad eben mit größter Erwartungshaltung die Vinyl-Box von meinem DHL Mann in Empfang genommen! Geiles Gefühl. Unterschrift und ab zum Auspacken.
Noble Verpackung: Umkarton mit EAN, darin Styorpor gesichert die Box in nochmaligem Umkarton. Die Box, wie das CD Pandon in schwarzem Schuber. Die Box selbst öffnet sich mit einem nach hinten klappbaren Deckel, wirkt sehr stabil alles.
Hardcover Buch massiv, sehr schwer, toll. Hochglanz Fotos noch und nöcher! Hätte allein im Handel bestimmt zwoschen 70 und 100€ gekostet.
Nun zu den LPs. Wie in der Überschrift zu lesen, es geht nicht um den musikalischen Inhalt.
Alle LPs auf schönem, schweren 180g Vinyl mit einer Replik des Original Labels (Gold Parlophone bei Please Please Me).
Alle Cover laminiert, und genau hier fängts leider an. Die UK LPs hatten zwar ein laminiertes Frontcover, aber eben kein Laminat auf dem Backcover. Außerdem waren die UK LPs Snapbacks, d.h. die Klebenaht war hinten auf dem Cover, bzw. bei Pepper im Gatefold.
Das White Album war ein nummerierter Toploader, LPs wurden oben reingesteckt: hier weder Toploader noch nummeriert. Außerdem sind die Portraitfotos, wenn auch nicht viel, aber eben dennoch kleiner als 1968.
Beatles for Sale wurde im Gatefold eingeschoben nicht von außen.
Bei Magical Mystery Tour war das Booklet eingeheftet in ein fettes, unlaminiertes US Gatefold.
Let it Be kam auch mit schwarzem Innersleeve, wobei bei der LP fehlt wie immer, seit kurz nach der Erst VÖ die Box und das Fotobuch, schade, sehr schade...
In der Mono CD Box habens uns die Japaner mit ihren Mini-LPs vorgemacht, wir sog. Original Artwork geht. Chance verpasst...

Positiv ist das Original UK Innerseleeve bei Pepper, sowie ein Infosheet, u.a. Liner Notes von Mark Lewisohn (Autor Beatles Recording Sessions), beigelegt.
Bei Yellow Submarine sind die US Liner Notes der LP beigelegt. Jede LP ist einzeln verschweißt (gewesen), ebenso das Buch.

So genug gemosert, jetzt gehts für mich an die Musik!

PS für alle, die über den Preis schimpfen (werden): Niemand ist gezwungen die Box zu kaufen. Aber das Gefühl die Pappverpackung zu öffnen,...
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am 18. September 2009
Schon beim Auspacken merkt man, daß diese Ausgabe mit Sorgfalt hergestellt und gestaltet wurde. Sie enthält die 12 LPs der Fab Four in Stereo, dazu auf zwei CDs die darin nicht enthaltenen Songs, außerdem eine DVD. Wer wie ich bisher kein großer Fan und Sammler war, bekommt so die Möglichkeit, die bekannten Lieder der Beatles in ihrem ursprünglichen Zusammenhang, zusammen mit vielen unbekannten, neu kennenzulernen. Dazu gehören auch die Plattencover, die auf den CD-Hüllen abgebildet sind, was natürlich wegen des Formats nur ein schwacher Abklatsch sein kann. Jeder CD liegt ein Heftchen (auf Englisch) mit Informationen bei, hauptsächlich zur Entstehungsgeschichte. (Leider fehlen Erläuterungen zu den einzelnen Titeln.) Den freien Raum auf der CD hat man für eine Mini-Dokumentation genutzt, die man auf dem Computer ansehen kann; aber das kann man sich auch schenken - sie ist recht nichtssagend.
Die Musik der Beatles hat man für diese Ausgabe komplett digital aufbereitet: nichts rauscht, alles ist transparent, durchhörbar, man könnte - wenn man es könnte - jede einzelne Stimme nachspielen. Perfekter Sound, fast zu perfekt. Denn diese Musik wurde nicht für das Digitalzeitalter gemacht, sondern für den Plattenspieler mit kleinem Lautsprecher, meist noch in Mono, wie ihn die Jugendlichen damals zu Hause hatten - und ich bilde mir ein, daß man das hört. Auf meiner (mehr für klassische Musik ausgerichteten) Anlage klingen die digital perfektionierten Songs fast ein wenig dünn; aus meinen kleinen Computer-Lautsprechern gefallen sie mir besser.
Trotzdem kann ich die Anschaffung dieser Sammlung empfehlen. Der Preis ist nicht zu hoch, und man hat den Eindruck, daß die Musik der Beatles hier eine ihrer Bedeutung und unserer Zeit angemessene Veröffentlichung bekommen hat.
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am 11. September 2009
Pro:
- klarerer Sound, vor allem Drums und Bässe kraftvoller (mindestens so gut wie Vinyl)
- Verpackung und Booklets klasse - viele Fotos etc.

Contra:
- Stereopanorama nicht im geringsten verbessert (man hätte nicht alles remixen müssen, jedoch die unausgewogensten Mixe verbessern können, z.B. Vocals von "Rain" u.a. einigermaßen zentrieren können, siehe Byrds)
- weder SACD oder DVD-Audio (dies hätte man limitiert machen können - anstatt der aussagelosen Mini-Documentaries
- Mini-Documentaries zu kurz und wenig informativ - diese hätte man wirklich besser nutzen können (zu viel "Recycle-Material" von Anthology (Beispiel: ein Anthology-Kommentar von Ringo zu "Revolver" wurde jetzt einfach bei "Help!" wiederverwertet - "we were well into the record..." oder ähnlich - auch der Backcover-Aufdruck "Mini-Documentary" nach der Titelliste stört - hier war man komischerweise weniger konservativ als bei der Musik).

Fazit: Beatles-Fans brauchen die Box natürlich. Diese Versionen werden für lange Zeit die offizellen sein. Auf der Anlage hört sich das meiste super an - über Kopfhörer ist es teilweise ein Problem, das man durch eigene Audio-Nachbearbeitung leider nicht vollständig aus der Welt schaffen kann.
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am 5. März 2016
Optik soweit passabel, nett die Minidokus, die Pappfalter-Schallplattenoptik ist super, das Remastern ging mehr oder weniger in die Hose, da überzeugt nur wenig.
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