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am 3. August 2013
Obwohl ich 1987 die erste Ausgabe der Beatles-CD's gekauft habe, konnte ich bei dem günstigen Preis der Komplettausgabe nicht widerstehen...
Über die Musik an sich möchte ich an dieser Stelle nichts weiter anmerken, dazu haben ja sehr viele Beatles-Interessierte bereits sehr ausführliche
Rezensionen geschrieben. Wer sich hierfür interessiert, kennt ohne hin die Bedeutung der Beatles.
Ob nun das erneute Remastering wirklich so viel gebracht hat oder ob es den Aufnahmen sogar geschadet hat, wie manche hier anmerken, vermag
ich nicht so recht beurteilen. Die Bänder sind nun mal alt, und meines Erachtens klangen die ersten CD's von 1987 nicht schlecht, diese Aufnahmen
jetzt in der aktuellsten tontechnisch bearbeiteten Version zu hören hat mir persönlich keine all zu großen Klangunterschiede offenbart, diesen
Anspruch erhebe ich auch nicht, ich höre halt gerne Musik und überlasse soundtechnische Finessen denjenigen, die das besser beurteilen können als ich.
Nein, der Grund für den Erwerb dieser Box liegt halt in der musikhistorischen Bedeutung der Beatles begründet, und in der sehr ansprechenden
Aufmachung, wie die Original-Alben dargeboten sind. Alles sehr hochwertig, sehr informativ gestaltet, die Begleithefte der einzelnen CD's bieten
neben aufschlußreichen neuen Kommentaren auch einige sehr schöne Bilder der damaligen Zeit.
Auch die Gestaltung der Cover finde ich gelungen, damit meine ich die klappbaren Pappcover, lediglich das Herausnehmen der CD's ist doch eine Friemelei... Aber mit ein wenig Geschick klappt das auch ganz gut.
Die kurzen Dokumentationen zu den einzelnen Alben haben mir auch sehr gut gefallen, in der Kürze liegt die Würze und so hat man einige interessante
Zusatzinformatinen zu jedem Album. Die "Past Masters" Doppel-CD rundet dann das Bild des musikalischen Schaffens der Beatles ab und ich denke, man kann sich selbst oder auch jemanden, dem man ein besonderes Geschenk machen möchte, damit eine große Freude bereiten. Selten habe ich eine Gesamtausgabe einer Gruppe bzw. eines Einzelinterpreten mit so viel Sorgfalt und Detailverliebtheit gesehen, und von daher bin ich mit dieser Box mehr als zufrieden.

Als "Zugabe" noch ein ironischer Kommentar zu einigen Bewertungen, ich bitte darum, mir diesen Kommentar nicht übel zu nehmen, er ist ironisch gemeint und soll niemanden angreifen, bestenfalls ein wenig zum Nachdenken anregen.. Aber es ist nur meine persönliche Sichtweise, sie ist nicht objektiv und auch nicht Allgemeingültig.

Also ich höre schon seit meiner Geburt mit einem einfachen Satz Analogohren, aber in Stereo. Meine Ohren bieten mir einen ausgezeichneten Frequenzumfang, und das lange bevor es I-Phones und 250000 Euro Anlagen gab. Von daher habe ich mich immer auf meine preiswerte, natürliche Audioausstattung verlassen können. Auch habe ich meine beiden natürlichen Digital-Analogwandler bislang nicht austauschen müssen, ein sogenanntes "Hörgerät" steht jedenfalls momentan nicht zur Debatte. Da sich aber im Laufe des Lebens auch bei den audiophilsten Ohren das älter werden bemerkbar macht, habe ich auch einen natürlichen Schutz vor dem allseits verhassten Loudness-War.

Ich höre friedlich meine Musik, und genieße dabei ein gutes Glas Wein, und ich erfreue mich an der sehr guten Qualität der doch nun schon betagten Beatles Aufnahmen, aber auch der der Rolling Stones und vielen Anderen aus dieser Zeit. Von daher lese ich gerne, wie es andere Hörer erleben, und ich habe vollstes Verständnis dafür, das die Audioqualität bei Vielen vor der musikalischen Qualität eingeordnet wird. Schließlich wird es schon etwas schwierig,
wenn man 50-60 Jahre lang immer über die selben Songs etwas Neues schreiben muss. Ich habe auch eine High-End Anlage, definiere das aber ein wenig anders als Andere, ich hab bemerkt, das ich mit dem Klang zufrieden bin und von daher ist meine Anlage "High-End", da wird nix daran verändert, sie ist nämlich für mich völlig ausreichend. Das hier so herzlich über das musikalische Vermächtnis der Beatles geschrieben wird bewundere ich und von daher hoffe ich, das dieser Meinungsaustausch auch noch die nächsten 100 Jahre so weiter geht. Da für viele High-End-Gestresste Hörer die jüngsten Versionen der Beatles-Alben ein Ärgernis darstellen, bestünde die Alternative, auf Flohmärkten die seinerzeit gepreßten Originalalben zu kaufen, sie selbst zu digitalisieren und mit Hilfe der heutigen Möglichkeiten so zurecht zu stutzen, bis sie halt passen.

Es ist natürlich wesentlich audiophiler, einen Knackser von einer Vinylplatte analog abspielen zu können, das klingt allemal authentischer als diese von vielen Störgeräuschen bereinigten Digitalüberspielungen in einer nie dagewesenen Sterilität erleiden zu müssen.
Und dafür gibt man dann Unsummen aus.

Da wird jeder High-End-Anlage schlecht, das verstehe ich absolut. Auch beeinträchtigen selbst gefertigte Analysen und Testergebnisse jeglichen Musikgenuss schon im Vorfeld. Schlechte Audiowerte und Pegelanzeigen gleich mieser Klang. Absolut logisch !

Ich gehöre zu den Banausen, die sich eine CD kaufen, anhören und Spaß haben, wie barbarisch. Zumals ein Großteil des Beatles-Repertoire im Grunde genommen "einfache" Rock & Roll Songs sind, die eine natürliche Begrenzung was "Audiophil-High-End" eher lächerlich erscheinen lässt.
Man hörte sie zu ihrer Entstehungszeit auf Mr. Hit Plattenspielern, im Radio, in Musikboxen oder auf Cassetten.
Von daher hatte man damals weniger High-End-Streß, und konnte sich auf das Wesentliche konzentrieren, auf die Lieder selbst.

Das ist aber in der heutigen Zeit sowas von "out", das nun mit Hilfe der heutigen technischen Möglichkeiten alles ausgereizt werden muß, um den einfachsten Song in nie dagewesener Brillianz messen und dann hören zu können.

Das haben die Beatles damals sicher nicht bedacht, die Teenager hatten halt nur begrenzte Möglichkeiten, ihre Songs zu hören.
Das war gaaaaaanz schlecht ich weiß, von daher leiden viele Hörer darunter, das feinste Nuancen nicht raus kommen, ob sie vorhanden sind oder nicht, spielt keine Rolle, schließlich ist man seiner High-End-Anlage etwas schuldig.
Da müssen halt 60 Jahre alte Songs alles hergeben, was (nicht) vorhanden ist. Dafür habe ich absolutes Verständnis.
Leider habe ich in meinem Umfeld niemanden, den ich bitten könnte, meine CD-Sammlung penibelst zu analysieren, damit ich weiß, warum die Aufnahme schlecht sein muß, da kann ich mich nun wirklich nicht auf meine ollen Ohren verlassen, die hören einfach so wie sie wollen und liefern das Analogsignal ans Hörzentrum im Hirn, welches ebenfalls NICHT DIGITAL arbeitet.
Schade, das John Lennon und George Harrison am Klangverlust der neu gemasterten Aufnahmen nicht mehr teilhaben können, sie hätten wirklich was zu Lachen gehabt.
All you need is love... not war !
Schmunzel !
(Ja, das ist ein ironischer Kommentar und NICHT böse gemeint.)
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am 27. März 2015
Ich habe mir diese Box Zugelegt um meine Beatlessammlung zu vervollständigen, derzeit 600 Platten. Ich muss als erstes einmal meine Beurteilung aufteilen, Sound, Verarbeitung der Hüllen und Verarbeitung des Vinyls.
Sound: Die Platten sind von Anfang bis ende sehr gut, sie müssen sich aufjedenfall nicht hinter den erstpressungen aus den 60ern verstecken oder gar vor der MFSL Box.
Verarbeitung Cover / Box: Hier würde ich mit einem gut Bewerten
Verarbeitung Vinyl: Unter aller Sau, ich musste meine Box zweimal zurück senden da die Platten alle Wellen hatten und die Label beschädigt waren. Selbst bei der Box die ich behalten habe sind die Platten nicht grade. Ich verstehe hier auch das Preisleistungsverhältniss nicht.
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am 17. Juli 2015
Ich habe mir die Box vor ca. einer Woche bestellt und muss sagen das diese sensational ist.
Habe mir alle Platten angehört und habe festgestellt das es kein Rauchen und auch kein Knistern gibt.
Den Preis finde ich schon ok. , denn es sind ja nicht nur die Platten in der Box ondern auch ein dickes Buch.
Würde mir diese Box immer wieder kaufen.
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am 11. November 2012
ich habe lange gezögert, bevor ich mich für diese Edition entschieden habe, da ich schon einige Vergleichsmöglichkeiten im Schrank habe und mir gedacht habe: 'not again !':

- die Holzbox mit den OriginalCDs von Ende der 80er Jahre
- die Stereo und Mono Boxen von 2009
- die MFSL Original Recordings Box aus den 80ern
- die Sgt. Pepper als MFSL UHQR

da ich Jahrgang 1965 bin, habe ich die englischen Erstpressungen leider nie gehört ;-)

Mein erster Eindruck nach dem Auspacken der Box:
- sehr wertig verpackt
- das Begleitbuch ist sehr schön und gut aufgemacht, macht sehr viel Spass beim Schmökern, während die Musik läuft, toller haptischer Effekt
- die LPs sind sehr gut in Hüllen mit glänzendem Cover untergebracht und eine Art von Rice-Paper, super, da habe ich bei audiophilen Platten schon viel Papiermüll erlebt, das ist hier
ganz anders

Mein erster Eindruck nach dem Anhören von Abbey Road:
- der Pegel ist angenehm zurückgedreht, keinerlei Aufdrehen des Maximalpegels und Limiter wie bei aktuellen CDs, sehr angenehm
- die Musik ist eine Offenbarung, alles ist schön auf offener Bühne präsentiert, man hört die Stimmen, die Bässe wunderbar platziert, auf in die Erlebniswelt Beatles

Mein Steigerungsstufe ist folgende:
- die Abbey Road CD von 1987 ist gelinde gesagt von grausamer Qualität, die höre ich mir nie mehr an
- die Beatles 1 Zusammenstellung klingt ganz schlimm nach Kompressor, furchtbar, vermodert im Schrank
- die Stereo Box von 2009 klingt schon ganz annehmbar
- die Vinyl Version aus dieser Box klingt richtig gut, Here Comes The Sun ist der Wahnsinn, Maxwell's Silver Hammer hat eine Schattierung von Stimmen und Gitarren, die
einem den Atem raubt, ob dies jetzt daran liegt, dass das Vinyl von den 192/24er Mastern als Quelle erstellt wurde im Gegensatz zu der CD, kann sein aber für mich zählt
der Höreindruck, und der überzeugt.
- die Vinyl Version von MFSL setzt noch einen oben drauf, es gibt eine offene Bühne mit allen Klangeindrücken, aber man sitzt mitten drin im Geschehen, die wird von dieser
Vinyl Version nicht getoppt, ich habe aber den Eindruck, beide Editionen ergänzen sich ganz gut

Meine Empfehlung ist
- hören dieser Vinyl Edition, sie ist wirklich ihr Geld wert
- um das Vinyl nicht komplett zu ruinieren, wandeln mit einer Babyface und Wavelab auf 192/24Bit flac, dann geniessen der Musik über Amarra auf MAC bzw. Flac Player auf ipod,
wer das für verrückt hält und sich sagt, die CD ist doch eh schon digital und muss besser sein, sollte das mal probieren er wird sehen, dass ich recht habe, auch für mp3-Jünger.

Ich werde meine Hörerfahrungen der anderen Platten in dieser Rezension erweitern (die nächste wird Sgt. Pepper sein), freue mich auf eure Eindrücke

-> für mich 9 Sterne, die MFSL Edition bekommt die 10 ;-)

P.S. was ist eigentlich der Unterschied dieser Box zur Japan Box, die ist über doppelt so teuer, hat die eine andere Ausstattung oder anderes Vinyl ?

Update 14-Nov-12 (Sgt. Pepper Hörsession):
------------------------------------------
so nun der von mir versprochene Update für die Sgt. Pepper Variante dieser Vinylversion, wie klingt sie wohl, aufgelegt und ... Wahnsinn ...
mit solch einer ausgewogenen Tonalität insbesondere der Instrumente habe ich diese Platte noch nie gehört, da erschliessen sich neue Dimensionen.
Diese Platte fand ich bisher immer etwas anstrengend zum Anhören, weil sie grossteils auf der CD Version von 1987 so klirrig klingt (insbesondere bei Good Morning,
Good Morning, A day in the life), so klingt sie einfach nur spannend, kaum zu glauben, dass man bei dem Alter dieser Mastertapes solch eine Qualität rauskitzeln konnte.
So macht sogar das trivialste Stück 'When I'm Sixty Four' wieder richtig Spass.

zum Vergleich die CD Version von 1987 eingelegt -> der ganze Spass ist weg, schade eigentlich, die CD wandert bei mir in die Mottenkiste
zum Vergleich die UHQR von MFSL eingelegt (die kostet ein Vielfaches) -> ich bin fast in Versuchung, dem neuen Vinyl den Vorzug zu geben, da die Tonalität so fasziniert,
selbstverständlich ist die UHQR aber auch auf hohem Niveau, da braucht es etwas ausführlichere Hörsessions.

wo ist der Haken ? auf der Auslaufspur fehlt der Bonustrack. Der gehört doch zu Sgt. Pepper, wer hat den denn wegrationalisiert (auf der MFSL ist er aber auch nicht drauf) ?

und die CD aus der Stereo Box 2009: hängt die CD von 1987 weit ab und klingt auch sehr gut -> die tolle Tonalität des Vinyls bietet sie aber trotzdem nicht, gut zu hören beim
Sitar-Intro von Within You Without You
und die CD aus der Mono Box 2009: das Vinyl und die CD fieseln die Instrumente und Stimmen schon fast analytisch auf, der Sound ist kompakter auf den Stimmen, ohne dass die
Instrumente untergehen, hat seinen eigenen Reiz wie da wohl das überarbeitete Vinyl in Mono klingt, falls es sie denn mal gibt ?

demnächst mehr an dieser Stelle ...
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am 1. März 2013
Bei dieser Box handelt es sich um die chinesische Fälschung.

Die Verarbeitung ist unterirdisch schlecht. Die CDs lassen sich
kaum aus der Hülle ziehen. Die Cover sind mit Kleberesten
versehen, die Seiten reißen sofort.
Die Booklets sind teilweise unscharf und fehlerhaft.

Eine genaue Übersicht zwischen Original und Fälschung ist
hier zu finden:

[...]

Oder auf Google einfach nur nach:

"beatles stereo box fälschung"

suchen.

Ich unterstelle hier keinerlei Absicht. Viele (auch Verkäufer)
wissen das einfach nicht :-(. Deshalb die Warnung.
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am 5. Dezember 2009
Für jeden Beatles Fan natürlich ein unbedingtes Muss. Die Darreichungsform aller veröffentlichten LPs und Singles in der CD-Box ist sehr gut. Der Klang der CDs hat wesentlich mehr Dynamik und Präsenz als die bisher veröffentlichten CDs von 1987. Auch gegenüber den analogen LPs bin ich der Meinung, dass der Klang zugelegt hat und die Stereobasis ist deutlich verbreitert. Die Betonung einzelner Stimmen und Instrumente ist gegenüber den bisherigen Abmischungen leicht verändert, dass ist natürlich Geschmackssache, aber ich finde es sehr gelungen.
Insgesamt ein Top Produkt. Wer überlegt die Mono-Box oder die Stereo-Box zu kaufen (ich habe beide), sollte nach meiner Meinung die Stereo-Box nehmen, viel Hörvergnügen und Spaß hat man auf jeden Fall!
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am 29. Dezember 2012
... innen pfui.

So kann man es noch am Besten sagen. Die Box ist aufwändig produziert, die Covers 1a reproduziert und die Musik einfach gut. Wären da nicht Mängel die die ganze Freude zunichte machen:

- Die Box hat leichte Abschürfungen (nicht wirklich schlimm aber ich erwähne es mal weil es in das Gesamtbild passt)
- Die Verpackung des Buches war aufgerissen und der Buchrücken eingedrückt
- Magical Mystery Tour hat einen Hochschlag der sich auch akustisch bemerkbar macht
- A Hard Days Night ist wellig und hat deutliche Knackgeräusche auf der 2ten Seite
- For Sale ist stark wellig
- Rubber Soul hat Ausetzer auf der 2ten Seite

insgesamt habe ich mir 8 LPs angehört 4 davon haben starke bis inakzeptable Pressfehler. Das ist eine Fehlerquote von 50%. Hier wird ein exklusives Produkt zu einem exklusiven Preis angeboten, da braucht man als Konsument keine Kompromisse eingehen.
Ich hatte mich wirklich auf die Box gefreut, war auch nicht enttäuscht als ich mir die ersten beiden LPs angehört habe (Please Please Me und Abbey Road) danach wurde die Enttäuschung mit jeder Platte größer.

Fazit: Optisch wie musikalisch ein Traum, aber die Qualität der Pressung macht jeden Genuss zunichte. Daher nur ein Stern. Was nützt mir das schönste Album wenn ich es mir nicht mit Freude anhören kann. Meine Box geht zurück.
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am 10. September 2009
Wie definiert man gute oder schlechte Musik? Ich denke, dass die Entscheidung darüber auf emotionaler Ebene stattfindet und nichts mit rationalen Entscheidungsprozessen zu tun hat. Gute oder schlechte Musik definiert sich nicht allein durch einen hohen technischen Standard bei der Produktion von Aufnahmen. Langweilige - die Emotionen nicht ansprechende - Songs, werden nicht gehört und damit auch nicht gekauft; selbst wenn die Musik handwerklich sehr gut gemacht und tontechnisch hervorragend aufgenommen wird.

Bei mir zündete die Rakate "Beatles" im zarten Alter von 13 Jahren, als ich erstmals Songs wie "Please, Please me", "She loves you", "I want to hold your Hand", "From me to You" u.s.w. hörte. Damals im Jahre 1963 waren viele Bekannte und Freunde (Jungs und Mädels) von der Musik der Beatles fasziniert und in ihren Bann gezogen worden; eben weil die Musik so anders (rauer, intensiver, direkter, weniger schmalzig, autentischer) war, als alles, was der öffentlich rechtliche Rundfunk in Deutschland damals ausstrahlte. Wir mußten uns diese Musik auf Weltempfängern (sprich Kofferradios - Mono) über Kurzwelle (z.B. bei Radio Luxenburg") erschließen. Trotz dieses gruseligen Klangs faszinierte die Musik der Beatles (natürlich auch vieler anderer Kündtler dieser Zeit wie Stones, Kinks, Who und wer weiß ich nicht alles nocht mehr).

Also: Die Songs der Beatles (egal ob Eigenkompositionen oder Coverversionen) und die Art der Darbietung zog uns in dann Bann. Ich kaufte mir zunächst eher die Single's, dann auch die eine oder andere LP. Single's und LP`s tauschten ich mit Freunden, um die Aufnahmen, die ich selbst nicht besass, auf Tonbänder (wieder in Mono)aufzunehmen. So tauschten meine Freunde und ich damals Musik. Nicht jeder konnte sich alle Veröffentlichungen leisten. Aber jeder hatte eine andere Platte und so bekam jeder das gesamte Repertoire zusammen. Die Scheiben wurden auf den uralten Musikschränken unserer Eltern mit eingebauten Plattenspielern aus den 50-iger Jahren abgespielt (alles Mono) und von dort bei Bedarf auf Tonbänder überspielt. Selbst Aufnahmen von Tonband zu Tonband So oder änlich haben es sicher vielen Menschen auf diesem Globus erlebt.

Dann (etwa zum Ende der 60-iger Jahre) schenkte mir meine Tante einen Plattenspieler der Marke Telefunkten. Die Abdeckhaube (Deckel) war gleichzeitig der Lautsprecher. Von Stereo habe ich bis dahin nur durch lesen oder erzählen gehört. Was Stereo bedeutete und wie sich das in der Praxis anhörte, erschloß sich mir in Ansätzen durch das Studium der Betriebsanleitung des Plattenspielers. Dieser Plattenspieler war ein Stereoplattenspieler. Um Stereo höhren zu können, war es erforderlich, einen zweiten Lautsprecher anzuschließen. Dies tat ich, indem ich meinen Grundig Satellitenboy über die damals üblichen 5-poligen DIN-Stecker mit dem Plattenspieler verband. Das Ergebnis (für damalige Verhältnisse wohlgemerkt)war atemberaubend. Die ersten (Stereo) Vinyls der Beatles waren im so genannten Ping Pong Stereo (ein Kanal Gesangsspur, anderer Kanal Instrumentalspur) gemastert. Das Hörerlebnis war autemberaubend (wohlgemerkt im Kontex dieser Geschichte und der Zeit, in der ich dies erlebte.

In den 70-iger Jahren dann verdient ich eigenes Geld. Ich konnte mir eine Kompaktanlage mit Receiver, Plattenspieler von DUAL und Kassenrecorder und zwei separaten Lautersprechern leisten. Damals habe ich mir dann alle in dieser Zeit erhältlichen LP's der Beatles neu gekauft. Und was soll ich Euch sagen: Das Erlebnis steigerte sich erneut. Ich habe alle Songs neu entdeckt. Ich glaubte ja, alles zu kennen und alle Reitze der Songs bereits erfasst zu haben. So gings viele Jahre weiter. Die Anlagen wurden besser, die Abhörmöglichkeiten damit auch. Die Faszination der Musik der Beatles blieb, wurde allenfalls auf eine andere Ebene aufgrund besser werdender Höhrmöglichkeiten gehoben. Ich will natürlich nicht verhelen, dies in den abgelaufenen Jahren viele neue Künstler an den Start gegangen sind, die eeenfalls sehr kreative und technisch telweise sehr ausgefeilte Produktionen veröffentlicht haben. Ich denke dabei beispielweise an Gruppen wie Pink Floyd, Led Zeppelin, Deep Purple und viele viele andere tolle Gruppen und Einzelkünstler, da mich auch in Ihren Bann gezogen haben und deren Musik ich liebe.

Dann begann in den 80-iger Jahren das Zeitalter der CD. Und dann wurden 1987 auch alle Werke der Beatles auf CD wiederveröffentlicht. Als ich mir Ende der 80-iger dann auch den 1. CD-Player zulegte und den damit verbundenen Komfort schätzen lernte, habe ich mir alle Alben der Beatles auch als CD gekauft. Schon kurze Zeit nach dem Erwerb trat eine gewisse Entäuschung ein, weil andere neue Musikproduktionen aus dieser Zeit einfach besser klangen (z.B. die Dire Straits). Schon damals durfte man davon ausgehen, dass die CD-Veröffentlichung der Beatles-Alben nicht der Weisheit letzter Schluss war. Schon Ende der 80-iger Jahre haben Remastering-Studios im Auftrag der Zeitschriften Stereoplay und Audio ganze Reihen von Samplern von Pop und Rocktiteln aus den 60-iger Jahren mit Titeln von den Kinks, Who, Jefferson Airplane, Troggs, Donovan, Byrds, Hollies, Jimi Hendrix und viele, viele mehr veröffentlicht, die deutlich machten, was man Klangtechnisch an alten Analogaufnahmen digital besser machen konnte. In den 90-iger Jahren beginnend bis heute ist der Prozess nicht abgeschlossen, viele gute Aufnahmen der 50-iger, 60-iger, 70-iger und 80-ger Jahre digital remasterd neu aufzulegen. Nicht immer war das Remastering mit klanglichem Mehrwert verbunden. Jeder Musikbegeisterte hat so im Laufe der Zeit sicherlich den Musikkatalog seiner Favoriten ein 2. oder vielleicht sogar 3. mal gekauft. Man denke beispielsweise nur an die SACD-Remaster der Alben der Rolling Stones der ABCKO Ära. Alben der Stones wie meine Favoriten Aftermath, Beggars Banqquet oder Led it Bleed haben dadurch klanglich deutlich zugelegt und es machte mir Spass, diese geliebten Aufnahmen neue Fasetten abzugewinnen.

Warum hole ich so weit aus, wird sich mancher fragen oder hat an dieser Stelle bereits weggeklickt? Mancher wird sagen, der langweilt mich. O.K., ich will niemanden meine Meinung aufzwingen sondern nur meine Eindrücke schildern und mein emotionales Erlbnis mit dem Höhren der Beatles Remaster erklären.

Ich war gestern, am 09.09.09 ab Mittag leider beruflich auf einer Halbtagesveranstaltung. Bis zum verlassen des Büros war die AMAZON-Lieferung leider noch nicht eingetroffen. Ich bat also meinen Kompagnon, mir eine SMS zu schreiben, wenn die Lieferung eingetroffen ist. Gott sei Dank kam diese Nachricht im Laufe des Nachmittags. Ich also nach Ende der Veranstaltung noch einen kurzen Abstecher in mein Büro (liegt zum Glück in etwa auf meinem Heimweg) gemacht, den AMAZON-Karton unter den Arm geklemmt und schnell nach Hause (Eintreffen ca. 19:30 Uhr). Da ich schon gegessen hatte, schnell noch ein kurzes Pläuschchen mit meiner Herzallerliebsten gemacht, und danach ab in den Keller in mein "Musik- und Fernsehzimmer". Schnell den Karton ausgepackt und was soll ich sagen: Freude pur zunächst hinsichtlich der sehr ansprechenden Aufmachung der BOX. Alles sehr wertig, alle CD's im DIGI-Pack einzeln in Folie eingeschweisst. Mit "zitternden" Fingern die Folien entfernt und das Album "Please, Please me" in den Player der vorher bereits gestartete Anlage eingelegt und gespannt auf die erste Töne fixiert. Was soll ich sagen: Bereits die ersten Eindrücke dieses ersten Albums der Beatles waren im Vergleich zu dem, was ich klangtechnisch von den alten CD's im Kopf hatte, eine Offenbarung. Trotz des (richtigerweise) nicht korrigierten "Ping Pong Stereo" hört man einen deutlich druckvollern Sound. Der Harmonigesang ist deutrlich differenzierter Wahrnehmbar, jegliche Klangschärfe der alten CD's ist verschwunden. Die Instrumente im anderen Kanal erscheinen ebenfalls deutlich differenzierter. Beim Überspringen auf jeden weiteren Titel dieses Albums ändert sich an diesem positiven Eindruck...... nichts. Die Freunde Vorfreude auf die übrigen Alben steigerte sich. Als nächstes (wegen der Singles, die ich damals in den 60-igern als erstes höhrte und die bei mir überhaupt erst die ganze Faszination ausgelöst haben) die Past Master 1 und 2 in den Plyer gelegt. Aus zeitlichen Gründen war es natürlich nur möglich, von allen Titeln längere oder kürzere Sequenzen zu hören). Die Begeisterung blieb. Und so ging es durcheinader weiter. Als nächstes einen weiteren Favoriten (Rubber Soul) eingelegt und Norwegian Wood ganz gehört und alle weiteren Tiel in Sequenzen angehört. Als nächstes dass Pepper-Album usw. Bis auf Let it Be, A Heard Day's Night und das White Album habe ich auf diese Weise bis etwa gegen 0:30 Uhr Höreindrücke gesammelt. Heute morgen habe ich mir dann noch eine 3/4 Stunde das White Album gegönnt. Man höre hier nur beispielsweise den Klanggewinn von While my Guitar Gently weeps, Helter Skelter und Back in the U.S.S.R.

Jede freie Stunde in nächster Zeit werde ich wieder die Beatles rauf und runter hören. Die Faszination lebt; sie ist bei mir in einer weise wiederbelebt, dass es einem die Tränen in die Augen treibt.

Für mich ist schon nach diesen Höreindrücken klar, dass die Beatles die Blaupause für kreative, innovative, und Genre-übergreifende Pop-Musik geliefert haben. Jeder Künstler, jede Band davor und danach muss sich daran - zumindestens bei mir ist das so - messen lassen. Und wenn ein Remastering so etwas bei mir auslösen kann, gilt das sicher für vielen Menschen (egal ob jung oder alt) auf dieser Welt in gleichem Maße.

Alle die sich hier bereits mit Kommentaren zu Wort gemeldet haben und die Musik der Beatles mit diesen Remastern als zerstört betrachten, haben nichts begriffen. Ich frage mich, ob hier überhaupt Musikinteressierte geschrieben haben. Auf jeden Fall kann ich nicht Glauben, dass solche Meinungen abgegebenen werden können, bevor jeder die gesamte Werkschau der vier Pilzköpfe im neuen Gewand wirklich bewußt gehört haben. Eine Rezensentin schreibt, das die Moderne Pop-Musik längst eine andere Richtung genommen hat und sich die Musik der Beatles deshalb jüngeren Menschen nicht erschließt, ist zu kurz gegriffen. Moderne Pop-Musik ist zeitlos. Die Zielgruppe der Musik der Beatles ist eben Genreübergreifend. Nenne mir jemenad mehr als vielleicht eine Hand voll Künstler, die so viele Stile in Ihre Musik eingebracht haben wie Rock, Heard-Rock, Country, Blues Soul, Barrelhouse und so weiter. Diese Stilvielfalt zeichnet die Musik der Beatles unter anderem aus.

So: Jetzt ist Schluss für heute. Ich muss noch zu einem wichtigen Termin. Vielleicht werde ich zu einer anderen Zeit meine gewonnenen Eindrücke in einer weiteren Rezension schildern.
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am 18. Oktober 2009
Durch diese Box habe ich die Beatles gewissermaßen wiederentdeckt und gleichzeitig neu entdeckt. Ich mochte die Beatles immer, war aber nie ein glühender Verehrer; durch diese Box hat sich daran allerdings so einiges geändert. Ich bin mit Vinyl-Schallplatten an hochwertigen Plattenspielern (Transrotor) aufgewachsen und höre heute auf einer schon in die Jahre gekommenen soliden Mittelklasse-Anlage (Teufel-Boxen, Nakamichi Vorverstärker, Proton Endstufe, Pioneer CD-Player). Vor dem Kauf dieser neuen Stereo-Box waren mir natürlich die Hits der Beatles (Rotes und Blaues Album), Sgt Pepper's, Abbey Road und besonders das Weiße Album sehr vertraut (diese Platten auch schon in ihren Vinyl-Versionen), darüber hinaus aber nicht viel mehr. Aus allgemeinem Interesse am Thema habe ich schon vor der Veröffentlichung viel zum Thema gelesen und bin jetzt nach Erscheinen dieser Edition einigermaßen erstaunt über die teilweise doch extrem abweichenden Beurteilungen dieser Neuausgabe. Der ein oder andere interessierte Beatles Neuling mag vielleicht auch genau aus diesem Grund unentschlossen sein, ob sich ein Kauf lohnt.

Obwohl dies schon in vielen bisherigen Rezensionen angesprochen wurde, scheint es mir hinsichtlich der teilweise sehr unterschiedlichen Bewertungen der Klangqualität wichtig, nochmals darauf hinzuweisen, dass es sich bei dieser Neuausgabe um ein reines Remastering handelt, bei dem ganz auf eine Neuabmischung verzichtet wurde. Mit Ausnahme von Help und Rubber Soul (Abmischung: 1987) wurden also die ursprünglichen Abmischungen als Ausgangsmaterial verwendet, die bereits den Vinyl-Pressungen zugrunde lagen. Wieso ist das so wichtig? Beim Remastering unter Verzicht auf Neuabmischung wird lediglich versucht, durch verschiedene Equalizer-Techniken (Rauschunterdrückung, Lautstärke- und Dynamikanpassung, digitales Entfernen von Störgeräuschen u.s.w.) das analoge Ausgangsmaterial für den digitalen Transfer zu reinigen, um eine Klangverbesserung zu erreichen, ohne den Grundcharakter der Musik wesentlich zu verändern. Bei einer Neuabmischung wird das grundsätzliche Lautstärkeverhältnis der Instrumente und Gesangspassagen zueinander verändert, was in Verbindung mit den bereits genannten Equalizer-Techniken zu beeindruckenden Klangverbesserungen führen kann. Es führt aber leider auch häufig dazu, dass die so neu aufbereitete Musik verfremdet klingt. Für mich ist der von vielen hochgelobte Sampler Yellow Submarine Songtrack (1999) hierfür durchaus ein geeignetes Beispiel (hier wurde neu abgemischt): Klangtechnisch vorzüglich, klingen die mir wohlvertrauten Stücke passagenweise fremdartig, auch (psychologisch) reduziert, d.h. das, was man hört, klingt ausgezeichnet aber man hat das Gefühl, als würde etwas fehlen. Um einen stark überzogenen Vergleich zu ziehen, der aber vielleicht recht gut veranschaulicht, was ich meine: Es hört sich ein wenig so an, als hätte man zufällig eine Gruppe von hochprofessionellen Studiomusikern gefunden, denen es unter modernen Studiobedingungen recht erfolgreich gelungen ist, die Beatles überraschend authentisch zu covern.

Ein anderes Problem ist die Begrenzung, die durch das hier gewählte CompactDisc-Medium resultiert. Das Remastering wurde unter Verwendung von 192 kHz/24-bit Technologie erstellt, was eine Veröffentlichung in Formaten mit wesentlich höheren Auflösungen möglich gemacht hätte (SACD, HDCD). Vielleicht wären Hybrid-SACDs (normales CD-Format und SuperAudioCD-Format auf demselben Datenträger) ideal gewesen. Dies hätte allerdings sicher auch den Preis erheblich in die Höhe getrieben.

Aber auch auf CD finde ich die Klangqualität sehr überzeugend. Beim Direktvergleich mit den CD-Veröffentlichungen von 1987 (ein Querschnitt von etwa einem Dutzend Titeln hat mir persönlich für den Vergleich gereicht) sind mir eine Vielzahl von klanglichen Verbesserungen aufgefallen: Das Klangbild wirkt insgesamt frischer und dynamischer, wesentlich analytischer und klarer, deutlich sauberer im Hochtonbereich, ohne dass hierbei ein steril-digitaler Höreindruck entsteht. Der Bassbereich und die Mitten klingen ein wenig voller und angenehm 'analog'-warm. Die Gesangslinien sind nicht selten hervorragend abgebildet und die einzelnen Instrumente immer wieder sehr schön separiert. Urteile, wie die, dass sich diese Neuausgabe klanglich so gut wie gar nicht von den älteren Veröffentlichungen unterscheiden würde, kann ich in keiner Weise nachvollziehen. Ich war von der Stereo-Box so begeistert, dass ich mir auch noch die Mono-Box zugelegt habe. Die Mono-Box hat ihre eigenen Qualitäten, hier klingt vieles noch 'analoger', d.h. voller und wärmer. Bei der Mono-Box wurde auf Lautstärkeanhebung beim Remastering verzichtet, was man durchaus als klangtechnischen Vorteil ansehen kann. Dass die Mono-Box allerdings das 'einzig Wahre' wäre, kann ich so nicht unterschreiben. Vieles klingt mono einfach anders aber deswegen nicht unbedingt immer klangtechnisch besser. Zumal man bei Mono prinzipbedingt mit einer gewissen 'räumlichen Langeweile' leben muss und Mono verglichen mit der räumlichen 'Dynamik' des Stereoklangs eben zu einem etwas höhepunktslosen Hörerlebnis tendiert. Die frühen Alben, besonders Please Please Me und With The Beatles, profitieren allerdings erheblich von der jeweiligen Mono-Version. Bei den späteren Alben gefällt mir Stereo meist besser. Das erste Mal das Weiße Album in Mono zu hören, war für mich allerdings ein besonderes Erlebnis. Natürlich war Mono bei der Produktion für die Beatles lange Zeit wichtiger als Stereo; ich kann mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Beatles bis Yellow Submarine die Stereo-Abmischungen quasi völlig ignoriert haben und die Mono-Versionen deshalb die einzig authentischen wären. Zudem haben sie ja auch ihre Alben so oder so nicht im Alleingang gemastert. Für diejenigen, die Musik hauptsächlich über Kopfhörer hören und die die Mehrausgabe nicht scheuen würden, ist die Mono-Box vielleicht auch eine echte Alternative, da hier ja das für Kopfhörer bei einigen Alben ungünstige Stereopanorama wegfällt. Die Mono-Box enthält nicht die drei letzten Studioalben der Beatles (Yellow Submarine, Abbey Road & Let It Be), weil für diese Alben keine echten Mono-Abmischungen mehr erstellt wurden (mit Ausnahme von vier Titeln des Albums Yellow Submarine, die auf Mono Masters zu finden sind).

Was die verpackungstechnische Präsentation anbelangt wissen beide Box-Sets zu überzeugen: Die Beihefte bestehen aus hochwertigem Papier und haben eine hervorragende Druckqualität (Hochglanz) mit angenehmer, gut lesbarer Schriftgröße. Viele Beihefte sind recht umfangreich und sehr schön illustriert. Auch wenn die Liner-Notes nicht unbedingt in die Tiefe gehen, sind sie durchaus informativ, wenn man nicht gerade bereits Beatles Experte ist. Die Stereo-Edition präsentiert sich in einer großen schwarzen Hochglanz-Box, die mit zwei Magneten verschließt, und die für eine Papp-Box recht stabil verarbeitet ist. Die Mono-Box ist wesentlich kleiner und noch etwas aufwändiger gestaltet. Sie ist auch von der Handhabung her etwas praktischer. Bei der Mono-Box erhält man bis ins Detail miniaturisierte Repliken der originalen Plattencover in wiederverwendbaren Folien und jede CD hat hier eine Schutzhülle. Wenn man etwas vorsichtig ist, müssen sich aber auch Besitzer der Stereo-Box keine ernsten Sorgen machen, dass die Scheiben zerkratzen: Man sollte beim Herausnehmen und Einschieben der CDs nur darauf achten, dass man das Einschubfach an der oberen und unteren Kante des Covers leicht auseinanderdrückt, wenn man die CD herausnimmt oder hineinschiebt, dann hat die CD nur am äußeren Rand Kontakt mit der Hülle. (Nebenbei: Weil die Beatles-CDs alle recht kurz sind, sind die ersten ca. 1,5 cm am äußeren Rand sowieso nicht beschrieben.) Leider geht das bei den beiden Doppel-Alben nicht so gut. ...zugegeben, Schutzhüllen wären auch bei der Stereo-Box schon wünschenswert gewesen.

Was gibt es zu kritisieren? Meiner Meinung nach nicht viel: Die Mini-Dokumentationen (als QuickTime-Datei bei jedem Album, bis auf Past Masters, und dann nochmal gesammelt als DVD) sind nicht viel mehr als ein nettes Gimmick; inhaltlich doch eher belanglos und mit einer Gesamtlaufzeit von gerade einmal 49 Min. viel zu kurz. Die ursprünglichen Stereo-Abmischungen von 1965 von Help und Rubber Soul hätten doch eigentlich in die Stereo-Box gehört. Wieso sind sie als Bonus Teil der Mono-Box? Die Mono-Box ist limitiert. Es ist sehr bedauerlich, dass man die Mono-Alben im Unterschied zu den Stereo-Alben nicht separat kaufen kann. Wie ich gelesen habe, enthalten die CDs keinen CD-Text (für mich nicht relevant).

Hier klingt eigentlich nichts, als wäre es gestern im Studio neu aufgenommen worden. Es bleiben historische Aufnahmen. Persönlich bin ich allerdings sehr froh, dass hier so behutsam mit dem Ursprungsmaterial umgegangen wurde. Umso beeindruckender, wenn die klangtechnischen Verbesserungen trotzdem begeistern können.
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am 3. Mai 2010
Ich habe noch nie eine Rezension geschrieben, aber nachdem ich kürzlich direkt hier über den Marketplace um ein Haar Opfer eines Betrugs geworden bin, sehe ich mich in der Pflicht, andere Käufer vorzuwarnen! Dank dieser zitierten Rezension konnte ich gleich nach Ankunft der Ware anhand des grünen Balkens auf der Rückseite die Fälschung erkennen und an ihrer Stelle ein Original einfordern.

Also Augen auf und auf diese Merkmale achten:

Leider sind von dieser schönen Box inzwischen einige Fälschungen im Umlauf, die
wohl aus dem asiatischen Raum stammen.

Auf der Rückseite der äußeren Schutzhülle befindet sich vor dem oberen grünen
"The" ein kleiner grüner Balken, der nicht auf der Original Box ist.

Die Pappe in der Box ist instabil und grau, im Original stabil und schwarz.

Auf der Rückseite vom "White Album" wird "Wild Honey Pie" fälschlicherweise
zweimal aufgeführt. Es fehlt zudem das Mini Poster.

Noch offensichtlicher, auf der Rückseite von Revolver werden die Beatles Namen
als Paul McCarirmy, Paul McCanney, George Harrisun and Ringo Start geschrieben.

Auf der Rückseite von "Past Masters" steht fehlerhaft 5 LADY 5 LADY Madonna. Für
die beiden "Past Masters" CDs gibt es dort nur einen Einschub.
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