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Kundenrezensionen

3,0 von 5 Sternen
2
Die unsterblichen Ritter
Format: DVD|Ändern
Preis:12,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

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HALL OF FAMETOP 1000 REZENSENTam 25. Oktober 2009
Am 9. August 1601 ließ der habsburgerische Heeresführer Georg Basta seinen walachischen Verbündeten und Rivalen Mihai Viteazul, der im Jahr zuvor die Fürstentümer Moldau, Siebenbürgen und die Walachei vereinigt hatte, in Campia Turzii ermorden.....

.....an dieses historische Ereignis knüpft der rumänische Regisseur und Schauspieler Sergiu Nicolaescu im Jahre 1974 mit seinem Film "Nemuritorii" (Die Unsterblichen) an. Mit der Nennung von Georg Basta und dem neuen Herrscher der Walachei, Radu Mihnea, ist die historische Substanz des Filmes allerdings schon erschöpft. Nach einem, an die Italowestern der frühen 1970er Jahre erinnernden Prolog beginnt die Handlung mit der Einblendung.......

.....1611 - "Undeva" in Europa. Der aufmerksame Zuschauer wird jedoch recht schnell bemerken, dass sich das Szenario nicht "irgendwo" in Europa, sondern an den Felsen unterhalb des Quedlinburger Schlosses (Sachsen-Anhalt) abspielt. Zehn Jahre sind vergangen, seit der Nacht in der Maria-Christina (Heidemarie Wenzel) den Capitanul Andrei (Sergiu Nicolaescu) von "Michael dem Tapferen" weg gelockt hatte, damit ihn die Schergen Bastas ermorden konnten. Capitanul Andrei ist, nachdem ein Verräter getötet wurde, mit elf weiteren ehemaligen Gefolgsleuten des Fürsten Mihai unterwegs, um dessen (rumänische) Einheitsflagge in die Walachei zurück zu bringen. Einer der zwölf Schwurbrüder ist der Kanonier Dumitru, dargestellt von Amza Pellea, der 1970 Mihai Vitaezul im gleichnamigen Film verkörpert hatte. Nachdem sich die Truppe in die Heimat zurück gekämpft, und in einer Burgruine verschanzt und die Flagge Mihais gehisst hat, kommt es zum finalen Feuergefecht mit den Osmanen und ihren walachischen Vasallen.....

.....sachlich nicht nachzuvollziehen ist, warum die Vertreiber der DVD nicht bei dem ursprünglichen Titel "Die Unsterblichen", geblieben sind. (Der Film lief unter diesem Titel in der DDR.) Der Titel "Die Unsterblichen Ritter. Die Ritter des Fürsten schlagen zurück" ist irreführend und - wenn man sich den Film ansieht - geradezu grotestk. Dasselbe gilt für die abgedruckte Inhaltsbeschreibung. Genauso unpassend ist das Coverbild, das vier mit Helm und Lanze hoch gerüstete, spätmittelalterliche Rittersleut zeigt.....

.....denn die Zwölferschar des Films ist zwar zum Teil beritten, erinnert jedoch nicht an Ritter, sondern eher an einen Trupp zerlumpter Vogelscheuchen. Im Jahr 1611 war das Mittelalter mit seinen Ritter schon lange passé. Ein mit Bidenhändern (damals schon Dekowaffen) ausgetragener Zweikampf mag vielleicht noch durchgehen. Aber die im Film getragenen höfischen Kostüme, waren damals auch in der entlegenen Walachei bereits lange Zeit out of fashion. Geschmacklos ist die Szene, in der ein angetrunkener Capitanul Andrei im Zelt der Osmanen die Schahada spricht, denn damit wäre er formal zum Islam konvertiert. Vielfach erinnern die Szenarien an "Rinaldo Rinaldini - Der Räuberhauptmann", eine TV-Serie aus dem Jahre 1968.....

.....mit viel Explosionen, Musketenknall, Kanonendonner und Pulverdampf findet das finale Gefecht schließlich an der Burgruine von Rasnov im Burzenland statt. Das heldenhafte Schlussszenario weckt wiederum Assoziationen an John Waynes Western "The Alamo" (1960).

Für den Drehort Quedlinburg und die Mitwirkung der Schauspielerin Heidemarie Wenzel gibt es im Nachspann einen Dank für die Kooperation mit der DEFA in Berlin.

Mit Rittern und Unsterblichkeit haben "Die Unsterblichen" nichts zu tun. Betrachtet man den Film unabhängig vom inhaltlich falschen DVD-Titel, kann er jedoch in keiner Weise mit seinem Vorgänger "Mihai Viteazul" (1970) mithalten. Selbst für propagandistische Zwecke der Ceausescu-Ära war der Film eher weniger geeignet. Darüber hinaus weckt der vermeintliche "Ritterschlag" falsche Erwartungen und führt zu Enttäuschung.

3 Amazonsterne für unterhaltsame 103 Minuten.
0Kommentar| 15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 10. März 2018
Nun ja, Das Bild ist 4:3 und der Film im Film-Stil der 60er. (Filmstil Beispiel: Für eine Hand voll Dollar) Alles in allem ein Mittelklasse Film. Schlecht ist er auf keinen Fall.
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