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Kundenrezensionen

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Mit "Red" hat die im Erscheinungsjahr 1974 auf Trio-Format geschrumpfte britische Artrockband King Crimson einen weiteren Meilenstein der Rockgeschichte produziert: Schon der Opener "Red", noch heute fester Bestandteil des K.C.-Liveprogramms, beeindruckt durch eine - im positiven Sinne - gewalttätige Dynamik, mit der Gitarrist Robert Fripp, Bassist John Wetton und Schlagzeuger Bill Bruford den Zuhörer fest packen und fast strudelartig mit in ihre brachiale Rhythmik reissen. Als kompletter Gegensatz dazu erscheint zunächst das folgende Stück "Fallen Angel", das einleitend mit seiner fast magischen Melodik und der unter die Haut gehenden Stimme John Wettons die Gehörgänge in wundersam-wohlige Wattebäusche hüllt, jedoch im zweiten Teil den Engel musikalisch von Wolke 7 ganz tief hinab in düstere Klangwelten fallen lässt. Grandioser Höhe- und Schlusspunkt der Platte ist jedoch zweifellos die Mini-Sinfonie "Starless", die gleichwohl unglaublich sanft und harmonisch beginnt, sich aber in einer kaum zu überbietenden Dramatik in einen musikalischen Exzess steigert, der - bei voller Lautstärke genossen - den Zuhörer eigentlich nur noch sprachlos sitzen lässt. Ich habe mich erst nach dutzendfachem Genuss dieses Rock-Juwels daran gewagt, meine dabei verursachten Stimmungen in Sprache umzusetzen. Ich hoffe, es ist mir in nachvollziehbarer Weise gelungen.
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am 21. Oktober 2009
Schon rein von der Haptik macht dieses Reissue von KING CRIMSONS Klassiker RED einen wertigen Eindruck: ein aufklappbares, 4-seitiges Digipak (links die CD, rechts die DVD) im Pappschuber, samt umfangreichem Booklet (Credits, Fotos, Hintergrundinfos).

Auf der CD befindet sich das Original-Album (Remastering von 2004, 35th anniversary) plus drei Bonustracks. Das Remastering finde ich recht gelungen. Ein transparenterer Klang als auf früheren Ausgaben, wenn auch etwas kälter und höhenbetonter, wie ich finde. Aber das ist Geschmackssache. Kompression, Clipping und Verzerrungen des Sounds, wie sie in Zeiten des Loudness Wars ja mittlerweile leider an der Tagesordnung sind, habe ich glücklicherweise nicht feststellen können (gehobene Zimmerlautstärke).
Erfreulich auch, dass die Bonustracks keine Ausschussware sind. Klang- und spieltechnisch sind sie auf einem Level mit dem regulären Album und haben nichts gemein mit etwa halbgaren, verrauschten Demoversionen, die man sich nur als absoluter Hardcore-Fan öfter als einmal anhört. "RED" in der Trio-Version kommt zwar weniger wuchtig und brachial, aber keineswegs weniger intensiv als die Album-Version daher. "FALLEN ANGEL" als Instrumentalstück wirkt mit einigen abgewandelten, filigranen Gitarrenlinien in den ruhigeren Passagen noch lyrischer/verträumter. Und "PROVIDENCE" liegt nun erstmals in der zwei Minuten längeren "full-version" vor.

Auf der DVD-Audio gibt es die sogenannten "new mixes" des regulären Albums, der oben bereits genannten Bonustracks und zusätzlich von der 15-minütigen Live-Improvisation A VOYAGE TO THE CENTRE OF THE COSMOS (bislang nur im Live-Box-Set THE GREAT DECEIVER erhältlich) zu hören. Kein geringerer als Star-Produzent STEVEN WILSON (PORCUPINE TREE) zeichnet für diese Remixe in den verschiedensten Variationen verantwortlich. Auf einem normalen DVD-Player können die Stücke in 5.1 Surround Sound oder High Resolution Stereo Sound (24Bit/48kHz) abgespielt werden. Ein DVD-Audio Player bietet zusätzlich Lossless Stereo und Lossless 5.1 Sound (24Bit/96kHz).
Im Großen und Ganzen können diese Remixe als gelungen bezeichnet werden. Die Blasinstrumente und die Geige wirken nun präsenter und WETTONS Bass kommt konturierter. Aber einen Wermutstropfen gibt es aus meiner Sicht dann doch: In "STARLESS" wurde FRIPPS jaulende Gitarre, wenn die Climax ihrem Höhepunkt entgegen geht (ca. ab Minute 8), deutlich hörbar in ihrer Lautstärke heruntergeregelt, weiterhin geht (ca. ab Minute 9) die Dynamik in diesem Song ziemlich den Bach runter (Kompression?).

Doch diese Tatsache sollte keinen Interessierten von einem möglichen Erwerb abhalten.
Denn: mein persönliches Highlight und letztendlich auch Kaufgrund ist die Video-Sektion auf der DVD. Dort gibt es einen ca. 28-minütigen Auftritt im französischen Fernsehen von 1974 zu bestaunen. In, für das Alter der Aufnahmen, sehr ordentlicher Bild- und überraschend guter Tonqualität (obwohl in mono!) präsentieren uns WETTON, BRUFORD und FRIPP ganz ausgezeichnete Live-Versionen von LARK'S TONGUES IN ASPIC II, THE NIGHT WATCH, LAMENT und dem alles überragenden, fantastischen STARLESS.

Meine uneingeschränkte Kaufempfehlung! 5 *****
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am 29. Januar 2010
Hart, brachial, aggressiv, strukturiert, losgelöst, wegweisend. RED.

Keine King Crimson Platte hat bis dahin diese fast durchgehende Härte - die Hippiezeit war nun endgültig vorbei.
Man kann den neuen King Crimson Sound, der sich mit Larks Tongues in Aspic ankündigte, nicht direkt als Heavy Metal oder Hard Rock bezeichnen, dazu stecken zu viele Zwischennuancen und Grauzonen im Gewebe und im Herzen der Songs.
Ich erinnere mich an meine Teenage Jahre und hier war Starless immer schon mein Lieblingsstück, der Rest fiel hierzu immer etwas ab. Vor allem mit Providence habe ich etwas Schwierigkeiten, die Improvisationen waren auf Starless and Bible black einfach besser und wirken hier eher als Füllmaterial.
Für Interessierte: wer diese Art der Impro mag, dem sei The Great Deceiver ans Herz gelegt, eine 4 CD Box voll mit Live Mitschnitten bzw. Improvisionen der 1973-1974er Phase im Stil von Providence.

Ein Riesen Lob an Steven Wilson, er hat sich mächtig ins Zeug gelegt, um hier soundmässig alles rauszuholen. Anders als bei Lizard sind hier überwiegend nur das Trio Gitarre, Bass und Drums am Werk und man hat ständig das Gefühl, die drei vor sich zu haben, und das mit aller Wucht und Bravour.
Kaum hat man einen härteren Bass als den von John Wetton gehört - kaum zu fassen, dass dieser nach Red zu Uriah Heep abgewandert ist, um dort das mit Abstand langweiligste Werk deren Geschichte zu prägen (High and Mighty).
Robert Fripp klingt und wirkt härter als je zuvor- wenn man nicht wüsste, dass er bei den Konzerten immer brav auf seinem Hocker lehnt, sonst könnte man meinen, man hat es hier mit einem Dervish zu tun. Am Schlagzeug ein absoluter Meister Bill Bruford, ständig lernend und wachsend, kein anderer seines Fachs kann mich derart begeistern, Hut ab vor Bill!

Hier endet also das zweite Kapitel von King Crimson. Fripp produziert bald The Roches, Blondie, Daryl Hall, arbeitet mit David Bowie, Peter Gabriel, Talking Heads und Peter Hammill, spielt in Waschsalons Tonbandloops, hört Punk/New Wave Musik. 1980 kommt er mit einer völlig neuen King Crimson Band zurück, um einen neuen Meilenstein zu setzen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Absoluter Bonus: die TV Mitschnitte auf DVD und die verschiedenen Versionen und Extras sind allesamt ihr Geld wert. Die Anschaffung ist essentiell, besser wird Red nie wieder.
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am 4. September 2002
Dieses Album gehört zu den 10 größten Werken des Progressive-Rock. Habe ich es 2000 mal gehört? Oder schon 3000 mal? Ich würde es trotzdem mit auf die einsame Insel nehmen. Obwohl selbst Musiker, weiss ich bis heute nicht, wie die abgefahrenen Sounds damals produziert wurden, sie wirken noch heute so frisch und unverbraucht, so wild, höllisch, zornig, wie damals. Dicke Kaufempfehlung für jeden Rockfan!
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am 29. Mai 2011
Red nimmt mir den Atem. Jedes King Crimson Album ist ja auf seine Art und Weise einzigartig, genial, aber auch meistens unzugänglich und gewöhnungsbedürftig, als würde man Nudeln mit Vanille paaren. Red ist da nur eins von vielen Beispielen, wobei dieses Album das vielleicht zugänglichste aus der King Crimson Discographie ist.. Was bei denen aber nicht viel heißen soll ;) Schon die ersten Töne krachen für King Crimson Verhältnisse recht heavy und rockig drauf los. Im ersten Moment kommt einem das ungewöhnlich vor. Doch was ist für King Crimson eigentlich ungewöhnlich? So gut wie jede beliebige Musikrichtung hat Fripp durch die Mangel genommen, die Hälfte der hochkarätigen Musiker der 70er hatte er schon im Boot, um sie nach einer Aufnahme (maximal zwei) wieder rauszuschmeißen. So finden sich hier John Wetton am Bass und Mikrophon und den genialen Bill Bruford, den ich heute noch bei Yes vermisse. Dazu haben wir noch Mel Collins am Sax, bekannt von Uriah Heep, Dire Straits, Peter Gabriel und einem Monsterhaufen anderer Bands.
Mit diesen Musikern nimmt Fripp ein Album auf, dem es an nichts fehlt. Tatsächlich ist es eigentlich das Album, das dem Prog, wie man ihn in den 70ern mit Bands wie Genesis, Yes, UK oder VdGG definierte, am nächsten kommt. Man setzt vor allem auf Sparsamkeit, was schon mit der 3er- (manchmal 4er-) Besetzung anfängt. Alle Jazz Einflüsse, alle zu ausufernden Improvisationen, alle minutenlangen Klangteppiche hat man zurückgefahren (zurückgefahren, nicht weggelassen!) und stattdessen konzentriert man sich ein wenig mehr auf Eingängigkeit und das berühmte 'Auf-den-Punkt-kommen'.

Auf den Punkt kommt auch gleich der Eröffnungs- und Titeltrack. Wie schon erwähnt knallt der gleich richtig drauf los. Man befindet sich sofort mittendrin in einem von Riffs bestimmten Instrumental, das einem erstmal die Gehörgänge freibläst. Für mich handelt es sich hier vielleicht um keine Sternstunde der King Crimson'schen Musik, aber was heißt das bei der Band schon.. Trotzdem ein toller Song und noch dazu ein toller Opener.
Weiter aufwärts geht's dann schon bei Fallen Angel. In Ansätzen eine Ballade, aber Dramatik, der Drive verhindert die Mutation zu einer solchen dann schon wieder. Im Chorus kommt eine schöne Trompete zum Einsatz. Fripp hatte schon immer das Talent, Blasinstrumente passend einzusetzen. Eine Menge Energie steckt in dem Song, und einen Refrain mit Ohrwurmcharakter hat er auch. Und das, ohne auch nur im Geringsten in poppige oder gar belanglose Gefilde abzudriften. Das nenne ich große Kunst.
Im perfekten Kontrast steht dann der Rocker One More Red Nightmare, schon wieder eher mehr an den Opener erinnernd. Bruford zaubert auf diversen China-, Ride- und Crash-Becken ein grooviges Fundament, darüber werden bratzige Gitarrenchords gelegt. Dann fängt Wetton an zu singen, über einen lustigen, halb verzerrten Klatsch-Effekt. Dieser kehrt dann auch wieder im Soloteil des Songs. Dieser gibt sich aber eher zurückhaltend (trotzdem aber nicht ruhig, sondern mit einer Menge Groove). Hier bekommt man auch wieder ein schönes Saxofon zu hören.
Skurril wird's mit dem nächsten 'Song'.. eigentlich kein Song, sondern eine freie Improvisation, wie man sie von King Crimson schon kennt (Moonchild, The Devil's Triangle). Auch das kann man wieder entweder als freies, impressionistisches Klanggemälde oder eben als uninspiriertes Gedudel ansehen. In meinem Falle ist das stark stimmungsabhängig. Sehr geil finde ich aber den Kontrast zwischen diesem und dem nächsten Lied. Recht unerwartet hört Providence einfach auf und wenige Momente später beginnt das absolut grandiose Starless, das für mich beste Lied von King Crimson und eins der großen Meisterwerke der 70er. Hier wird mit Musik gemalt, wie ich es vorher noch nie gehört habe.
Aus dem Nichts kommt ein vom Winde verwehtes Mellotron, wie eine Sorge, ein Trauer. Eine wimmernde Gitarre verstärkt das. Doch die Gitarre kreischt nicht, sondern weint leise ins Kopfkissen. Die mit wunderschönen Worten ausgedrückten Gedanken des Protagonisten werden ruhig von Wetton vorgetragen, umspielt von Collins' Saxofon, das klingt, als wolle es trösten und auf andere Gedanken bringen. Zwischenzeitlich erscheint ein Cello, das dem Protagonisten klagend auf die Schulter klopft.
Doch dann kommt ein Wechsel. Es klingt wie.. Der Protagonist steht verängstigt in der Dunkelheit. Plötzlich hört er ein Geräusch. Er blickt sich um, doch findet nichts. Die Angst, hervorragend von Fripps Gitarre dargestellt (er spielt in seinem über 5 Minuten dauernden 'Solo' ganze 10 (!) Töne, immer auf verschiedenen Saiten, und erzeugt dadurch eine beeindruckende Spannung) steigert sich, zusammen mit den Dingen, die der Protagonist um sich zu sehen und hören scheint. Die werden dargestellt durch Brufords geniale Klangkonstruktion auf allerlei Perkussionsinstrumenten (hier ist es die Kunst, auf das Rhythmusfundament zu achten und explizit nicht auf Fripps Gitarre). Wettons Bass ist das Schicksal, das auf den Protagonisten zukommt, welches auch immer. All das steigert sich nahezu bis zum absoluten Wahnsinn. Fripps gnadenlose Gitarre bohrt sich durch die Gehörgänge. Schließlich wird dem Protagonisten alles zu bunt und er beschließt, vor alledem wegzurennen, illustriert durch ein plötzlich ausbrechendes, hektisches Saxofon-Solo (Vergleich: VdGG).
Er bleibt stehen und erinnert sich. Die Anfangs-Melodie erscheint erneut. Doch die Angst besiegt ihn und er rennt wieder. Und er rennt in die Arme seiner Freunde und Familie und beruhigt sich. Schlussendelich wird alles gut. Das zum Thema 'mit Musik malen'.
Der Schluss ist wirklich ganz großes Kino. Das Grundthema, gespielt vom Saxofon, wird hier unterstützt von dem wehenden Mellotron und einem Rhythmusfundament, das einen aus den Schuhen pustet. Bruford pocht auf seine Felle und Wetton foltert seine Saiten. Selten habe ich einen derart kraftvollen, hämmernden, kraftvollen Bass-Part gehört. Genial.
Starless in sich ist sicherlich eins der großen Meisterwerke der modernen Musikgeschichte und zweifelsohne Fripps beste Komposition. In 12 Minuten wird eine derartige Spannung gepackt und mit Tönen gemalt, wie ich es noch nie gehört habe. Unglaublich.

Schon allein wegen Starless, lohnt es sich, Red zu besitzen. Doch auch die anderen Songs brauchen sich hinter diesem Monumentalmeisterwerk nicht zu verstecken. Das Album überzeugt durch weniger als mehr und ist dadurch auch leichter zugängig als manch anderes Crimso-Album. Großer Sport, große Empfehlung.

Friedrich Stenzel, 18
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am 29. Dezember 2005
RED ist ganz, ganz groß.
Die wohl härteste Scheibe der Crimson-Phase von 1969 bis 1974, sie beeindruckt vom ersten Takt an durch übersprühende Energie. Nie vorher hatte diese Band so kraftvoll und düster zugleich geklungen wie auf diesem Album von 1974 - und das, obwohl oder weil der Auflösungsprozess der Band bei den Studioterminen schon begonnen hatte.
Die immer wieder zitierten Stücke sind das Titelstück und Starless, das tatsächlich besonders stark die Musikalität und Virtuosität aller beteiligten Musiker aufzeigt und den Hörer immer wieder ehrfurchtsvoll zurückläßt.
Dabei ist RED eben kein typischer Progressiv-Rock-Bombast, diese Musik hat auch nichts mit Yes, Genesis oder Emerson, Lake and Palmer zu tun. Es ist ein sehr eigener Sound, der einiges vom 90er Nu-Metal bereits vorwegnimmt. Wetton gelang auf dieser Platte der qualitative Sprung vom Singen zum Sängersein, wie Fripp das nannte, und spielt einen kraftvollen, verzerrten Bass. Fripp versorgt das Gitarrengerüst, das die Stücke antreibt, und Bruford trommelt und wirbelt, was das Zeug hält.
Auch die anderen beiden Songs sind beeindruckend, und die Live-Improvisation Providence, noch mit Cross an der Geige, ist selten gehörte Musikalität. Das alles macht diese Platte so groß. Was allerdings wirklich unfaßbar in seiner Wirkung ist, bleibt Starless, das letzte Stück, ein Höhepunkt der gesamten Rockmusik.
Auch Ian Mac Donald war wieder dabei. Gedacht war, dass die Band wieder wachsen und, auf der Welle des großen Erfolgs, weiter machen würde. Doch gleich nach der Veröffentlichung löste Fripp sie abrupt auf. Gedacht war, dass diese Auflösung für immer sein würde. Doch sieben Jahre später erschien eine neue Band, kaum wieder erkennbar, King Crimson im "Discipline"-Gewand: Der nächste Geniestreich.
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am 10. April 2000
Mit dem Album Red beendeten King Crimson bereits 1974 ihr Studioschaffen in den 70ern. Ein Meisterwerk zum Abschluß einer der größten und einflußreichsten Bands jener Zeit. Das 74er Trio Fripp/Wetton/Bruford, gelegendlich ergänzt durch den gerade ausgestiegenen Violinisten David Cross, den Saxofonisten Ian McDonald (einer der treibenden Kräfte des Debutalbums von 1969 "In the Court of the Crimson King"[unbedingt kaufen]) und weitere Bläser zeigte sich vor allem beim 12 minütigen "Starless" von bis dahin unübertroffenen Klasse. Bill Bruford (bis 1972 erfolgreicher YES Drummer) lieferte hierbei seine beste Arbeit ab und auch Wettons Gesang läßt einen in eine andere Welt abgleiten. Das Eröffnungsstück "Red" eines von KC's genialsten Instrumentals sowie die 3 restlichen Stücke runden dieses "besonders empfehlenswerte Album" ab.
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am 27. November 2000
Für mich ist Red das beste Album von King Crimson, es hat meiner Meinung nach die perfekte Mischung aus Rock und leichten Jazz.Allein schon Starless schafft durch seine wunderschönen Melodien eine unglaubliche Atmosphere welcher man sich nicht entziehen kann.
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am 13. Dezember 2001
...umgeben einen Gefühle, die man oft nicht mehr in Worte fassen kann oder die innerliche Begeisterung oder das Staunen über eben gehörtes lähmt den Körper zeitweise mit einer beruhigenden Wärme und Wohlsein. Selten kommt dies so durch wie eben angedeutet oder zumindest versucht anzudeuten. Aber fast jedes Mal wieder wenn ich das 12 minütige Stück "Starless" höre, mit welchem die Platte hier endet, begebe ich mich auf angenehme musikalische Forschungsreise. Es ist in Komposition und Spiel ein für Rockmusik hochkarätig geschliffener Diamant. Melodisch, melankonisch mit sanfter Stimme und Mellotron im Hintergrund beginnend, bricht das Stück in der zweiten Hälfte, aus brodelnden Musikern mit voller Energie heraus aus. Bis zu seinem Höhepunkt hin ist die Reise bei jedem Instrument, ein immer neu zu entdeckendes musikalisches Abenteuer. Leute die das Stück kennen und lieben werden mir da wohl zustimmen.
Die anderen Stücke sind ebenso wenig zu verachten. Das Instrumental "Red" ist mittelweile ein King Crimson Klassiker geworden.
Es fällt schwer noch mehr Worte darüber zusammenzukratzen. Kaufts euch und habt viel Spaß.
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TOP 1000 REZENSENTam 22. Februar 2008
vorweg: die geschichte von king crimson endet für mich bei dieser scheibe, der siebenten studioproduktion (es gäbe ja noch die beiden live-aufnahmen, nämlich die in bootleg-qualität aufgenommene "earthbound" und die hervorragende "usa"). die viel später nachfolgenden produktionen, die unter diesem bandnamen herauskamen, beinhalten auch nicht gerade schlechte musik, die qualität der erstformationen wurde aber - zumindest meiner meinung nach - nicht mehr annähernd erreicht.

auf der rückseite des covers findet sich ein messgerät mit einer skala von 1 bis 7, wobei der 7er rot ist und der zeiger dort steht. offenbar will man uns damit sagen, dass KC mit ihrer schaffenskraft im roten bereich sind, dass nichts mehr geht. interessant auch, dass "red" die einzige KC-scheibe ist, wo sich abbildungen der jungs am cover finden... nach diesem album löste sich die band ja wieder einmal auf.

jede dieser sieben KC-scheiben ist ein muss, jede ist auf ihre art einzigartig, es gibt keine "beste" darunter, auf jeder finden sich überdrüber-nummern und alles war im vergleich zu fast aller sonstigen musik in der vergleichbaren dekade (anfang 70er) seiner zeit voraus, eine fusion aus pop-jazz-rock-klassik mit unverkannbaren kompositionsmerkmalen und höchster virtuosität aller musiker, neben dem unverkennbaren gitarrenquäler robert fripp sei auch der geniale bassist john wetton und der ebenso geniale bill bruford an den drums erwähnt... und greg lake verliess schon früh diese truppe für emerson, lake and palmer, die vielleicht mehr kommerziellen erfolg hatten, aber meiner ansicht nach weniger hoch einzuschätzen sind - ist hier also nicht mehr dabei.

"red" rezensiere ich hier, weil es der schwanengesang dieser genialen band ist, weil sie hier ihren stil und ihre ausdruckskraft optimiert und kulminiert haben und weil die letzte nummer auf diesem album - "starless" - vielleicht die beste aller KC-nummern ist, die jeden hörer - angemessene lautstärke vorausgesetzt- nach dem verklingen des letzten tones atemlos und gebannt zurücklässt.

davor: die im typischen KC-stil dahinstampfende und sich immer höher schraubende titelnummer "red", das vielleicht als rockballade bezeichenbare "fallen angel" und das düstere "one more red nightmare" gefolgt von dem fraktalen und anstrengenden "providence" - gewöhnungbedürftig aber grenzgenial!

die tonqualität ist ungewöhnlich gut, die remasterte cd klingt hervorragend und übertrifft noch die sehr guten island-erstpressungen auf vinyl. pflichtkauf!
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