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Dieser Film basiert auf der wahren Geschichte des ehemaligen Spitzels Martin McGartland, der heute noch ständig auf der Flucht vor der IRA ist. Dabei kann man den hier entstandenen Film ohne zu übertreiben als wirklich großes Kino bezeichnen. Regisseur Kari Skogland ist es hier meisterlich gelungen, dem Zuschauer einen authentischen und sehr eindringlichen Einblick in das Belfast der 80er Jahre zu gestatten. Der Nervenkitzel, der sich hier im Laufe der Geschichte aufbaut, beinhaltet ein sehr hohes Maß an Intensität und verfehlt dadurch auch keineswegs seine Wirkung auf den Betrachter, der immer tiefer in das Szenario eintaucht und dabei vollkommen der Faszination erliegt, die vom hier erzählten Geschehen ausgeht. Dabei entwickelt dieses Werk mit der Zeit eine ungeheure Härte und Brutalität, die aber keineswegs übertrieben, sondern vielmehr realistisch und authentisch in Szene gesetzt wurde. Es gibt dabei keinerlei reisserische Passagen zu sehen, denn die aufkommende Härte entsteht haupsächlich aus der erzählten Thematik selbst.

Um einen solchen Polit-Thriller wirklich glaubwürdig und überzeugend zu gestalten, bedarf es ganz sicher auch guter Darsteller, die durch ihr schauspielerisches Können zur Authenzität der Geschichte beitragen. Nun, in dieser Beziehung braucht man sich bei "50 Dead Men Walking" keinerlei Sorgen zu machen, denn die hier agierenden Darsteller sind absolut fantastsich. Besonders hervorheben möchte ich allerdings die Leistung von Jim Sturgess, der den Charakter des Martin McGartland so brillant interpretiert, das den Zuschauer eigentlich nie das Gefühl überkommt, es hier mit einem Schauspieler zu tun zu haben, seine Ausdruckskraft ist schlicht überwältigend. Ganz besonders wird das auch in den Passagen des Films sichtbar, als sein innerlich entstehender Zwiespalt zum Vorschein kommt, einerseits spürt man förmlich, das er die britischen Eindringlinge hasst, auf der anderen Seite kommt aber auch seine starke Abneigung gegen die gewalttätigen Aktionen der IRA sehr gut zum Ausdruck.

Doch auch die anderen Darsteller wissen in ihren Rollen durchaus zu glänzen, so liefert zum beispiel auch Ben Kingsley wieder einmal eine Kostprobe seines schauspielerischen Könnens ab und auch Rose McGowan als hochrangige IRA-Mitarbeiterin versteht es, sich dem extrem hohen Niveau dieses Filmes nahtlos anzupassen. Gan generell kann man feststellen, das dieser Film selbst bis in die kleinsten nebenrollen mit ganz ausgezeichneten Schauspielern besetzt ist, die durch ihre gezeigten Leistungen sehr stark zum authentischen Eindruck beitragen, den die Geschichte hinterlässt.

Auch der dramaturgische Spannungsaufbau der Story ist einfach perfekt, fast minütlich wird die Spannungsschraube immer fester gezogen, wodurch sich auch eine immer beklemmendere Stimmung entwickelt, der man sich einfach nicht erwehren kann. Besonders spannend und interessant ist hierbei die stattfindende Veränderung des Haupt-Charakters Martin. Es ist ganz einfach faszinierend zu beobachten, wie sich aus einem Kleinkriminellen, der durch ein paar illegale Geschäfte sein Leben bestreitet und dabei eine fast kindliche Naivität an den Tag legt, ein sehr ernster junger Mann entwickelt, der mit seinem Gewissen zu kämpfen hat und die Ernsthaftigkeit der Lage erkennt, in der sich alle Beteiligten befinden. Und gerade der innerliche Zwiespalt, in dem er sich befindet, kommt ganz besonders in den Passagen zum Vorschein, in denen er sich heimlich mit seinem Kontaktmann Fergus (Ben Kingsley) trifft, um ihm Bericht zu erstatten. Die dort vorhandenen Dialoge sind teilweise brillant, beinhalten fast philosophische Ansätze und sind von starken Emotionen geprägt.

Ich glaube, das es für Aussenstehnde noch nicht einmal ansatzweise nachvollziehbar ist, unter welch immensem psychischen Druck Martin McGartland in dieser Zeit gestanden haben muß, selbst die darstellerische Meisterleistung von Jim Sturgess kann dies nur annähernd vermitteln. Erhöht wird dieser druck auch noch durch die tatsache, das Martin während der geschilderten Geschehnisse Vater eines Sohnes wird und seine Freundin zum Ende des Films ein weiteres Baby erwartet. Ein normales familenleben ist ganz einfach durch die gegebenen Umstände unmöglich, so das der Druck mit der Zeit immer stärker wird. Es entwickelt sich automatisch ein "tanz auf der Rasierklinge", bei dem immer die Gefahr besteht, enttarnt zu werden und so den Foltermethoden der IRA zum Opfer zu fallen.

Und so läuft zum Ende hin auch alles auf eine Katastrophe hinaus, die eigentlich vorprogrammiert und nur eine Frage der Zeit war. Dem Zuschauer wird ein Finale geboten, das an Dramatik und Tragik kaum zu überbieten ist, das aber leider der Realität entspricht und so ein noch viel härterer Schlag in die Magengrube ist, als es jedes fiktive Ende hätte sein können.

Fazit:

"50 Dead Men Walking" ist ein sehr intensives und authentisches Zeitzeugnis über einen sinnlosen Krieg, dargestellt durch beeindruckende und wuchtige Bilder, die einem nicht selten das Gefühl vermitteln, hier keinen Film, sondern ein reales Szenario zu sehen, in dem ein Menschenleben nicht viel wert ist. Im Vordergrund steht eine innerlich zerrissene Person, die einfach nur helfen will, das alles zu beenden und dabei ihr eigenes Leben jederzeit aufs Spiel setzt und noch heute die Rache der IRA fürchten muß. Ein realistisches meisterwerk, das unter die Haut geht und seine nachhaltigen Spuren im Gedächtnis des Zuschauers hinterlässt.
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TOP 500 REZENSENTam 11. Oktober 2009
1988 belfast:
der junge martin mcgartland wird mehr durch zufall mitglied der I.R.A.
wenig später wird er allerdings als spitzel für die special branch angeheuert und ist von nun an in lebensgefahr.
falls die I.R.A. herausfinden sollte das martin mit den briten kooperiert und ihre aktionen verrät, ist er so gut wie tot.
sollte er andererseits keine resultate bei den briten vorlegen, muss er mit haft rechnen.
der charismatische britische kontaktmann fergus hat seine mühe martin aus diversen machtkämpfen innerhalb der special branch herauszuhalten, denn er weiss das martin noch viele leben retten kann.

dieser film basiert auf der wahren geschichte des martin mcgartland.
anders als erwartet verzichtet der film auf hollywoodaction und falschen patriotismus.
der dreckige job des spitzels, und die daraus resultierenden schwierigkeiten werden fesselnd dargestellt ohne übertrieben zu wirken.
darsteller wie jim sturgess, ben kingsley, rose mcgowan und kevin zegers runden das ganze ab.
die dialoge sind erstklassig und packend.
die story ist wendungsreich und interessant.
wer also fernab jeglicher hollywoodklischees bestens unterhalten werden will, sollte unbedingt zugreifen.
nach omagh-das attentat und bloody sunday-blutsonntag ist 50 dead men walking-der spitzel, der dritte geniale film zum thema.
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am 19. September 2013
Der junge Martin traut sich was: In Nordirland als arbeitsloser junger Katholik ohne Perspektive, aber mit einem Sinn für Gerechtigkeit, läßt sich nix gefallen. Weder von den britischen Besatzern, noch die IRA flößen dem jungen Mann Respekt ein. Da wird das Sonderkommando der nordirischen Polizei auf ihn aufmerksam.

Martin wird angeworben von Fergus, seinem Führungsoffizier der nordirischen Polizei. Zugleich steigt er in der IRA auf, findet ein nettes Mädchen und wird Vater. Aber er spielt mit dem Feuer. Seine Freundin spürt instinktiv, dass er eines Tages im Gefängnis oder im Grab enden wird und sie zurücklassen wird.

Doch Martin macht Karierre bei beiden Organisationen und gewinnt jeweils Vertrauen. Aber eines Tages zieht der britische Geheimdienst eine geplante Operation an sich, bei der Martin die Verantwortung trägt und bei der sein Boss, eine hohe IRA-Agentin, verhaftet wird. Fergus vom Sonderkommando kann ihn nicht schützen. Martin ist auf sich gestellt und das rasante Drama rennt seinem Höhepunkt zu . . .

Was mir gefallen hat, war die Erzählung wie ein junger, naiver Mann in eine Sache gerät, die er zwar nicht ganz ernst nimmt, aber bald in ihren Fängen hängt und sich nicht wehren kann. Er weiß, es kann nicht gut gehen, aber er kann auch nicht einfach aussteigen. Der Film ist blutig, ist spannend, rasant und verdammt realistisch. Nordirland ist leider immer noch nicht ein Hort des Friedens. Dieser Film erzählt, wie schnell das Leben sich ändern kann und das nicht zum Guten. Solche Einzelschicksale prägen - leider - bis heute zu Tausenden Nordirland und es wird wohl noch lange dauern, bis es zur Ruhe kommt. Dieser Film ist ein sehenswertes Beispiel warum das so ist.
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TOP 1000 REZENSENTam 7. Juli 2011
Dieser Film ist einerseits ein spannender Thriller und verdeutlicht andererseits exzellent den, über Jahrzehnte andauernden, Nordirlandkonflikt, der erst Anfang des 21. Jahrhunderts beigelegt werden konnte. Der Film ist aber kein Hochglanz-Hollywood-Action-Movie. Bei der deutschen Synchro wurde leider gespart.

Die Story beruht auf tatsächlichen Ereignissen und thematisiert den Nordirlandkonflikt in den Jahren 1988-91 aus der Sicht eines jungen Mannes (Martin McGartland, gespielt von Jim Sturgess). Von allen Seiten sind die Menschen mit Gewalt und Ungerechtigkeiten konfrontiert, es herrscht Kriegszustand. Beide Seiten (IRA, britische Armee) gehen mit voller Härte gegeneinander vor. Der Hauptdarsteller wird Mitglied der IRA und gleichzeitig aber Informant der Briten. Er ist jederzeit in Gefahr entdeckt, brutal gefoltert und ermordet zu werden. Ein Ausstieg scheint nicht mehr möglich. Die "echte" Hauptfigur, Martin McGartland, ist übrigens noch immer auf der Flucht vor der IRA.

Die schauspielerische Leistung des Hauptdarstellers Jim Sturgess ist hervorragend. Daneben verblasst sogar Sir Ben Kingsley als sein britischer Verbindungsmann.

An Bild- und Tonqualität (DTS 5.1) der DVD habe ich nichts auszusetzen. Einziger großer Kritikpunkt ist die sehr schwache Synchro - es passt einfach vorne und hinten nicht. Ben Kingsley hat nicht seine übliche deutsche Stimme, die Stimmen der anderen Figuren wirken nur amateurhaft, wie von drittklassigen Werbesprechern, synchronisiert. Dafür auch der Stern Abzug.

Habe für die DVD hier nicht mal 4 Steine bezahlt - das ist sie allemal wert.
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am 20. Oktober 2013
war die ersten 30 minuten eigentlich etwas gelangweilt,weil man
nicht so genau wußte umwas es geht aber danach entwickelte sich
der film zu einem brauchbaren kino aber es ist nichts besonderes
in dieser machart gibts genug besseres...........
ps.die qualität der bd ist absolute frechheit,das bild entspricht
einer schlechten dvd und noch nerviger ist der fast permanente
gelbstich sowie die schwarzszenen bei dunkelheit.ich kenn die
fachausdrücke nicht aber jeder kann ich glaube seinen reim darauf
machen.........
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am 22. November 2009
Ende der Achtziger ist das Leben in dem "Pulverfass" Nordirland nicht leicht. Katholiken, Protestanten, ständige Präsenz der britischen Armee immer wieder die Straßenschlachten zwischen den Besatzern und den gereizten Iren. Der junge Martin McGartland schlägt sich so irgendwie durch, bis der britische Geheimdienst (durch seine Kontakte zu der IRA) auf ihn aufmerksam wird. Seine Mithilfe ist nun gefragt, als Spitzel innerhalb der Terrororganisation.

Dieses Drama (nach einer echten Biographie) beginnt irgendwie gemächlich, nüchtern und unscheinbar, steigert sich im späteren Verlauf aber immer mehr. Langeweile kommt dann keine mehr auf. Spätestens als die Hauptfigur Martin auf scheinbar verlorenem Posten zwischen den Fronten steht, wird es sehr brisant und packend. Ich habe mich immer wieder gefragt, wie ich wohl in dieser oder jener Situation reagieren würde. Überhaupt gehört da eine dicke Portion Mut für so ein Leben als Spitzel, da man ja in gewisserweise seine Heimat verrät.
Der Blick hinter die Kulissen der IRA empfand ich ebenso als sehr gelungen. Die Struktur, den Aufbau des Terrornetzes aus einzelnen Zellen und jeder Menge Unwissenheit und Fanatismus kennt man ja in Zeiten des internationalen Terrors zur Genüge aus den Medien.

Daher ist diese kleine Geschichte um Verrat, Loyalität und Freundschaft aus vergangenen Tagen immer noch topaktuell und auch absolut empfehlenswert!

Extras:

Interviews
Beim Dreh
Originaltrailer
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am 22. November 2009
1988 in Belfast, Nordirland ist Arbeit schwer zu finden und der junge Martin McGartland hält sich mit kriminellen Handlanger-Tätigkeiten über Wasser. Es gelingt den Briten, McGartland als Spitzel anzuheuern und in die höchsten Kreise der IRA aufsteigen zu lassen. McGartland leistet für den Geheimdienst wertvolle Arbeit und rettet so über fünfzig Menschen das Leben. Seine Spionage fliegt auf und McGartland wird selbst zum Ziel der IRA.

Die biographische Geschichte wird spannend erzählt. Gute Dialoge feilen an den Profilen der Protagonisten und sorgen für Charakteren mit Ecken und Kanten. Überraschende, lebensgefährliche Wendungen sorgen für Stress und Aufmerksamkeit gleichermaßen. Die Handlungen sind ausgezeichnet in Szene gesetzt und erinnern an die Fernsehnachrichten der Achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Überhaupt wird mit Erfolg sehr große Mühe darauf verwendet, die Geschichte so authentisch wie möglich zu erzählen. Regie und Schauspielern ist ein feiner lebensnahe Thriller mit zeitnahem geschichtlichem Hintergrund gelungen.
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am 25. Februar 2012
Wenn man die IRA für eine reine Terrororganisation hält, dann mag man diesen Film mögen. Wenn man sich aber mal mit IRA Volunteers und Leuten in Belfast unterhalten hat (ich habe es getan), dann kann man diesen Film nur schrecklich finden, denn er zeigt nur die negativen Seiten der IRA, die es in jedem Fall gab, aber er zeigt nicht, dass die IRA absolut notwendig war. Ich mache McGartland gar keinen Vorwurf. Der Mann hat unter der IRA als Spitzel gelitten. Er hat genau die Seiten erlebt, die man als normal denkender Mensch nur ablehnen kann. Es gibt aber in Nordirland tausende Menschen, die der IRA ihr Leben verdanken, die der IRA verdanken, dass ihr Haus noch steht und nicht von der britischen Armee zerstört wurde. Es gibt tausende Menschen, die dankbar sind, dass es die IRA gab. Leider gibts keinen Film bisher, der die IRA auch mal als Schutztruppe der katholischen Bevölkerung in Belfast und Derry darstellt, denn auch das war die IRA, nicht nur ein Haufen von kriminellen Bombenlegern.

Wenn jemand diesen Film anschauen möchte, dann sollte er "Bloody Sunday", "The Wind That Shakes The Barley", "Hunger" und "Some Mother's Son" gleich auch anschauen, um sich wenigstens ein bisschen objektiv zu informieren.

Desweiteren finde ich es fragwürdig, den Film als "realitätsnah" darzustellen, denn das kann man nur, wenn man dabei gewesen ist.
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am 25. September 2009
es ist ein bewegender und sehr authentischer film, der die zeit des nordirischen befreiungskampf`s realistisch darstellt. man kann sich in die charaktere hineinfühlen( auf der einen, wie auch auf der anderen seite).
es wird denen rechnung getragen, die damals (wie auch noch heute)um ihre freiheit kämpfen, aber auch denen, die eigentlich nur leben und mit diesem kampf nichts zu tun haben wollten.
grossartige darsteller ( ben kingsley!!! ), eine realistische szenerie und eine glaubhafte athmosphäre machen diesen film zu einer echten perle.
fazit: ein "MUSS" für jeden, der sich mit dieser thematik auseinandersetzt.
ein wirklich bewegender film, der vielleicht auch mehr verständniss für die menschen, die einfach nur um ihre freiheit ringen, erzeugt.
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am 2. September 2009
...und ich bin tot, wenn du mich verrätst." Fergus(Ben Kingsley), britischer Geheimpolizist in Belfast, weiß wovon er spricht. Sein Spitzel Martin McGartland(Jim Sturgess) bestitzt weder Fergus Erfahrung, noch die Vorstellungskraft, was auf ihn zukommt, wenn sein doppeltes Spiel auffliegt. Aber das wird sich bald ändern.

Regisseurin Kari Skogland beginnt ihren Film 1999 in Kanada. Dort werden wir mit Martin McGartlands Schicksal konfrontiert. Direkt von dort katapultiert uns Skogland ins Belfast des Jahres 1988. McGartland ist Protestant, er ist ein kleiner Ganove, der sich mit Hehlerei über Wasser hält. Sein Bruder Sean(Kevin Zegers) knüpft für ihn Kontakte zu IRA. So kommt es, dass Martin angesprochen wird und nach einigen Tests die Aufnahme in den Kreis der Freiwilligen Mitglieder der Irischen Befreiungsarmee schafft. Damit wird er nicht nur für die IRA, sondern auch für die Britische Polizei interessant. Fergus sucht Spitzel, die für ihn arbeiten. Er will das sinnlose Töten im Religionskrieg verhindern. Fergus knüpft Kontakt zu McGartland und schafft es tatsächlich, diesen zur Mitarbeit zu bewegen. So lebt McGartland zwischen den Welten. Einerseits auf Gedeih und Verderb der IRA ausgeliefert, andererseits als Zuträger für die Briten. Als er sich in Lara(Natalie Press) verliebt und sie ein Kind von ihm bekommt, scheint sich alles für Martin zu ändern. Aber das ist ein Irrglaube. Es dauert nicht lange und Martin bringt sich und seine junge Familie in absolute Lebensgefahr. Ohne die Hilfe von Fergus ist er rettungslos verloren...

Nach dem autobiografischen Roman -50 Dead men walking- von Martin McGartland hat Kari Skogland ihren IRA-Film gedreht. Das ist in Bereichen hervorragend authentisch gelungen. Bedrückende Bilder des Zwistes zwischen Katholiken und Protestanten, sowie Martins Erkennen von all dem Leid und der Gewalt, die dieser Konflikt hervorgebracht hat, bringen den Zuschauer zum Nachdenken. Mit Ben Kingsley und Jim Sturgess sind die Hauptrollen hervorragend besetzt. Beide Akteure schaffen es, zur Freude des Zuschauers, nicht sich selbst, sondern die Geschichte in den Vordergrund zu stellen.

Einziges Manko für mich, war die etwas unreale, schnelle Anwerbung McGartlands für die Briten. Der am Anfang des Films dargestellte Charakter Martins hätte diesen schnellen Sprung auf die Seite des vermeintlichen Gegners eigentlich nicht gerechtfertigt. Das ist, vermutlich ganz im Gegensatz zum Roman, ein Stück zu schnell und simpel über die Bühne gegangen.

Ansonsten vereint -50 dead men walking- eine spannende Story, einen geschichtlichen Rückblick und eine bewegende Familiengeschichte in einem. Das ist so unterhaltend, wie interessant. Dabei scheut sich Kari Skogland auch nicht, die vorherrschende Gewalt im Krieg der Religionen schonungslos und offen mit zum Teil drastisch brutalen Bildern darzustellen.

Am Ende bleibt ein Film, der sicher keine Blockbuster-Ambitionen hat, aber seine Fans finden wird. Sie müssen dabei wieder einmal selbst heraus finden, ob sie dazu gehören oder nicht.
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