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am 7. März 2010
... und nun hat das Zweitwerk dieser noch recht jungen australischen Band seinen Weg auch endlich nach Europa und in meinen heimischen CD-Player gefunden und nimmt diesen schon seit einigen Wochen völlig in Beschlag.

Das Album beginnt sehr ruhig. Was einem dann aber kurze Zeit später von den Jungs aus Melbourne um die Ohren gefeuert wird, dürfte jedem Melodic Death Metal-Fan die Freudentränen in die Augen treiben. Ein besonderer Leckerbissen sind für mich - mal abgesehen von den grandiosen Gitarrenriffs - die Klavierklängen (teils Keyboard, teils echtes Klavier), die passend eingesetzt werden und auch mal in den Vordergrund treten, dabei aber nie aufdringlich oder erzwungen wirken.
Mit growlenden Sängern bin ich eigentlich nie so richtig warm geworden, zumindest bis mir diese Band mal ordentlich die Gehörgänge freigespült hat, denn die Gesangsart (deren ganz eigene Schönheit sich mir jetzt auch offenbart hat) passt hier absolut perfekt und inzwischen weiß ich: Gute Musik kann auch komplett ohne Klargesang auskommen. Diese Erkenntnis hat meinen musikalischen Horizont jedenfalls ein ganzes Stück erweitert und wird mich vermutlich noch nachhaltig prägen.
"Husks", der kürzeste Song auf Stone's Reach ist ein wunderschönes Instrumental, gespielt mit Akustikgitarre und gewissermaßen der Ruhepol des Albums. Einerseits hebt sich das Stück zwar deutlich vom Rest des Albums ab, aber andererseits hört man trotzdem, dass hier noch immer die selben Leute hinter der Musik stecken, wie bei den vorherigen Titeln. Abgesehen von diesem Quicky ist keiner der Songs unter 5 Minuten und mit dem Finaltrack "Countless Skies" wird auch die 10-Minuten-Marke geknackt. Spätestens hier dürfte sich so machen Hörer auch die Bedeutung des Wortes OHRgasmus erschließen. Anhänger von musikalischen Fast Food werden sich sicher an der Länge (durchschnittlich 8 Minuten) stören, allerdings völlig zu Unrecht, denn die Songs sind abwechslungsreich und lassen absolut keine Langeweile aufkommen.

Was die Anspieltipps angeht, kann ich mich der Meinung meines Vorredners voll und ganz anschließen. "Outlive the Hand" und ganz besonders "Countless Skies" (das mich jedesmal geradewegs in den Musikhimmel katapultiert) waren jedenfalls die Songs, die bei mir als erstes gezündet haben. Außerdem ganz hoch im Kurs stehen bei mir momentan "Venator" und "Held in Hollows". Aber eigentlich ist jeder der acht Songs für sich schon ein Meisterwerk und macht aus diesem Album einen Hörgenuss der ganz besonderen Art.
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da läuft einem wirklich das wasser im mund zusammen, meine fresse is das geil! für mich ist diese scheibe der australier (die mir bis dato btw. völlig unbekannt waren) die beste melo-death scheibe der letzen jahre, wenn nicht sogar eine der besten überhaupt. da wo andere bands peinlich im synthie-kitsch untergehen, strunzendumme wikingertexte ableiern oder einfach nur gekonnt durch absolute einfallslosigkeit den schnarchreflex zum zucken bringen schlagen be'lakor mit viel können und guten ideen einen anderen weg ein. die jungs sind sehr kreativ, die songstrukturen sind lebendig und einfallsreich - niemals kitschig, trotz synthies, episch aber nicht abgelutscht, hart und frostig aber trotzdem sehr melodiös, dabei teilweise schön treibend. der sänger kann übrigens absolut geil growlen, cleane parts gibt es nicht. danke für dieses schöne stück musik. anspieltipps: "Outlive The Hand" und "Countless Skies", ich denke die sind erstmal am leichtesten zugänglich, im prinzip ist die ganze scheibe ein einzige masterpiece.

hoffentlich sind die jungs bald mal in deutschland ...
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am 12. April 2010
Gefunden hab ich diese Band, die in Europa noch absolut unbekannt ist über eine Online-Rezension der letzten Insomnium-Scheibe. Schon beim Anblick des Covers hat mich eine seltsame Faszination ergriffen, was dazu geführt hat, dieses Album anzusorgen (dieses Verfahren hat mich schön des öfteren zu echten Perlen geführt).
Ich hab ja schon viel erlebt in 20 Jahren Metal-hören, aber dieses Zweitwerk ist wahrlich ein Meisterwerk des Metal. Da ist nichts gekünstelt oder hochglanzpoliert. Keine Melodie gleicht der anderen und die abgegeben zweistimmigen Gitarren-Parts klingen nicht wie der hundertste lauwarme Aufguss von In Flames oder Iron Maiden auf Steroiden. Man merkt, dass diese Songs direkt aus dem musikalischen Herzen der Protagonisten kommt. Wow! Als aktiver Musiker kann man hier nur Tribut zollen. Der Band gelingt, was meiner Ansicht nach nur 2% aller Bands in diesem Genre gelingt: Die Gratwanderung aus komplexem Songmaterial mit eingängigen aber nachhaltigen Melodien. Hierbei wird weder Härte noch Kraft eingespart. Dass diese Scheibe durch die Band selbst produziert ist (good job), erhöht den Charme nochmal immens.
Die Songs bieten ein dichtes musikalisches Geflecht aus Stimmungen und Emotionen, die - immer leicht düster - direkt in die Seele gehen und sich da einnisten wie die sonst nur Grundsätze des Lebens.
Dieses Album konnte auch Hörer diverser anderer Subgenres überzeugen, was die Qualität eindrucksvoll bezeugt. Anspieltipps kann ich keine geben, da jeder Song eine Perle ist. Da kann man nirgends was falsch machen.
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am 5. November 2015
Diese Band... es wird mir sehr schwer fallen in Worte zu fassen, was mich an ihnen so fasziniert. Dennoch versuche ich es.
Ich bin großer Fan des Melodic Death Metals und als ein Kumpel mir dieses Album gezeigt hat habe ich es wochenlang rauf und runter gehört und ich höre es auch jetzt noch regelmäßig. Ich kann nicht aufhören und das ist etwas was wenige Bands bzw. wenig Musik schafft. So gut zu sein, dass man sie immer hören will und man nicht nach einer Woche "satt" ist.

Musikalisch sind diese Männer einfach genial und einzigartig. So viel Kraft in der Musik! Die Instrumente sind so gut gespielt, dass man sich getrost jedes isoliert anhören könnte und es immer noch genießen würde. Ebenso einzigartig ist der Gesang, der zwar growlt und dabei wirklich power hat aber trotzdem viel ruhiger als andere klingt, weniger schreiend, mehr als würde ein Dämon eine Rede halten. EPISCH! Alles baut so wunderbar aufeinander auf, ergänzt sich und Betont sich gegenseitig.
Es gibt ruhige melodische Parts, die dann von kräftigen Riffs und sehr schönen akzentuierenden Drums abgelöst werden. Auch wenn ich weit davon entfernt bin ein Musikprofessor oder Experte zu sein, halte ich dieses Album für eines der technisch wertvollsten und melodisch schönsten/ abwechslungsreichsten, der letzten Jahre, wenn nicht aller Zeiten(!). Natürlich ist das auch sehr Subjektiv.
Ich kann dennoch sagen, dass man als Melodeath Fan unbedingt reinhören sollte... ach was MUSS!
Jede Minute ist, auch nach dem 100. Durchhören, wahrlich genießbar!
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am 13. September 2015
Ich rezensiere - wie man sehen kann - eher selten Musik.

Die Gründe dafür sind zahlreich, einer der Vordringlichsten aus meiner Sicht : Dinge die sehr viel mit "persönlichem" Geschmack zu tun haben sind relativ schwer objektiv zu beurteilen, und auf diese Objektivität lege ich - so gut es geht - eigentlich sehr viel wert.

Warum ich es in diesem Fall dennoch tu ist relativ einfach : Das starke Bedürfnis "Danke" zu sagen und dem Künstler auf diese Weise vielleicht den ein oder anderen Euro zu verschaffen oder anderweitig etwas Positives zurückzugeben. Denn MIR hat dieses Album in kurzer Zeit (bin erst vor einer handvoll Tage drauf geschossen) sehr viel gegeben.

Ich bin über absoluten Zufall über die Band "Be'Lakor" gestossen (Youtube hat, nachdem ein Album von Insomnium zu Ende gelaufen war mit "Be'Lakor - Stone's Reach" weiter gemacht) Beim ersten hören dachte ich, dass die Band es wert sein könnte, ihr weitere Chancen zu geben und hab das Album einfach nochmal gehört. Und nochmal. Und nochmal. Zwischendurch ihr Erstlingswerk oder ihren Drittling (beide finde ich gut, aber schlechter als Stone's Reach) und dann wieder Stone's Reach.

Dieses Album, und das kann ich nach bestimmt 50 mal hören in dieser kurzen Zeit beschwören, ist absolut genial und schlichtweg hammergeil. Wer mit dieser Musikrichtung etwas anfangen kann (Deathmetal, aber auch Metal allgemein, da es imo kein typisches Deathmetalwerk ist und durchaus auch Hörer die DIESER Richtung normalerweise nichts abgewinnen können, ansprechen dürfte) sollte Stone's Reach eine Chance geben. JEDER Track ist für sich genial, vielfältig, kreativ und ungemein emotional. Die Musik berührt und lässt nicht kalt, sondern geht tief ins Innere, und hierbei meine ich nicht die Texte (obwohl ich des Englischen ganz gut mächtig bin, verstehe ich nur relativ wenig) sondern das Gesamtwerk. Ich mag - und das ist quasi MEIN Ritterschlag - sogar das Growling. Hiermit kann ich normalerweise wenig anfangen, aber auf Stone's Reach passt es, ich kann es nicht anders sagen, PERFEKT. Ja, diese Band hat mich geflashed, ich glaube, das ist kaum zu überlesen.

Stone's Reach ist schon jetzt eines meiner absoluten Lieblingsalben und steht damit auf einer Stufe oder sogar vor Genregrössen wie Wintersun (geniales Debut), Ensiferum, Insomnium (auch richtig richtig derbe gut) und anderen auf meiner Playlist ein - und diesen Status in so kurzer Zeit zu erreichen ist wirklich aussergewöhnlich und besonders - so wie diese Band es auch ist!
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am 7. August 2014
Be'lakor, die Zweite.

Für mich das zweite Album nach Of Breath and Bone (eigentlich das dritte der Band), für Be'lakor das zweite Album nach dem Debut The Frail Tide. Ähnlich wie mich bei Of Breath and Bone der Opener Abeyance von der ersten Sekunde an überzeugte, ist es auch hier mit Venator der Fall. Die ruhige, verträumte Gitarrenmelodie nimmt einen sofort mit auf die Reise in eine wunderschöne Klangwelt. Für mich war Death Metal vor allem wegen der Growls nie sonderlich interessant, aber hier passt einfach alles. Eingängie Melodien, harte Riffs, ein solides Fundament von Bass und Drums. Vor allem sind die Songs recht abwechslungsreich und werden trotz ihrer Länge nicht langweilig. Vor allem Countless Skies fasziniert mich nach wie vor, so schnell können also 10 Minuten vergehen. Für mich ist dieses Album sogar noch besser als Of Breath And Bone. Vielleicht nicht ganz so eingänig, aber alleine durch die Vielfalt an Riffs und Emotionen ist es für mich noch einen Tick besser. Aber beide Alben haben nach einigen Monaten Dauerrotation noch keinerlei Abnützungserscheinungen.

Auch die Lyrics sind sehr interessant und lassen Spielraum zur Interpretation, und die auch die Aufmachung des Booklets passt hervorragend zur Musik.

Anspieltipps: Countless Skies, Venator, From Scythe to Spectre und das kurze Zwischenspiel Husks (geniale Melodie)

9,5 von 10 Punkten
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am 28. Februar 2016
Hier also das zweite Album der jungen Australier. Zu hören gibt es wundervollen Death Metal, melodiös, melancholisch und dennoch ist die notwendige Härte vorhanden.
Was die Gitarristen da abliefern, habe ich so noch nicht gehört und gefällt auf Anhieb. Hymnen und Riffs, wie es sie nur selten gibt.
Die Jungs haben allen Respekt und Erfolg verdient. Weiter so!
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am 19. Februar 2012
Bin auf das album über eine der web 2.0 bestenlisten gestoßen - was nicht allzu oft gut geht. Ich höre vieles und bin nicht allzu genrefixiert von den üblich verdächtigen meiner 70er jahre teeniehelden (Queen, Deep Purple, Thin Lizzy) bis zum modernen metal (Machine Head, Dark Tranquillity, Communic) oder postrock (Tool, Coheed & Cambria); das allerdings arg selektiv, ohne dass ich groß benennen könnte, was mich bei den einen begeistert und den anderen langweilt.

Roter faden ist immer kreativität, mut zum aussergewöhnlichen und vertracktes, in das man sich einhören kann - also musik, die über jahre begeistert und die auch nach dutzenden von durchläufen noch überrascht. Langer einführung knappe schlussfolgerung: Stone's Reach ist unter all den perlen, die ich in jahrzehnten gesammelt habe, eine echte Peacock - wer 1h growls, blasts und acoustic auf sich wirken lassen will, wird mit einem faszierenden und aussergewöhnlichen meisterstück belohnt.
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am 11. März 2015
Sorry, das wird keine sachliche Reszension, einfach nur emotional....
Die absolute Scheibe für die einsame Insel, für zu Retten, wenn die Welt untergeht, für immer und immer wieder hören (bei mir seit zwei Jahren Dauerdreher im Auto).
Einfach nur geiiill!
Kaum hat man einen Track gehört und will schon die BACK-Taste drücken, um ihn nochmal zu hören, da erklingen schon die ersten Takte des nächsten Liedes und die sind dann noch besser.
Lange, lange Lieder, in epischer Breite, aber ohne langweilig zu werden.
Herrllich!!!
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am 27. September 2012
Nachdem ich über diverse Youtube Videos und Freunde ein wenig in die Band reingehört hatte, lag diese CD eine ganze Weile auf meiner Merkliste, bis ich sie mir dann einfach mal mitbestellt hatte.

Und ich muss schon sagen: Selten hat mich ein Album so vom Hocker gehauen. Belakor benötigen zwar eine kurze Einhörzeit, die Lieder sind immerhin meistens über 6 Minuten lang, aber ist man einmal im Stil drinnen, offenbart sich einen Metal der Extraklasse.
Die Australier begeistern mit einem derart ausgefuchsten Songwriting, das in sich komplex ist, aber nie progressiv oder überfordernt klingt. Jeder Song bringt seine eigene Atmosphäre und Schemata ins Rollen.
Nach dem gefühlten tausendstem Durchhören reißen die Lieder mich immer noch mit und ich kann ehrlich sagen: es gibt kein schlechtes Lied auf dieser Scheibe.

Zum Vorgängeralbum kann ich an dieser Stelle leider keinen Vergleich ziehen, aber im Vergleich zu Of Breath And Bone fällt dieses Album weniger Riff-lastig aus und ist generell melodiöser gespielt. Das Ganze ist aber kein Vergleich zu Tonleitersprints alla Children Of Bodom. Hier erwartet einen junger aber dennoch "erwachsener" Death Metal aus Down Under.
Klare Kaufempfehlung!
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