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am 20. September 2009
... scheint Brendan Benson auf seinem vierten Album zu sein. Seit ich ihn samt Band im Juni 1997 erstmals live hören durfte (als opening (and overshadowing)act für die Wallflowers in München), freue ich mich auf jedes seiner - leider zu seltenen - Werke. Auch mit "Friend" enttäuscht er keineswegs - aber die beiden vorhergehenden Alben werden nicht erreicht. Diesmal strahlt musikalisch meist die Sonne an einem wolkenlosen Himmel, ohne dass die Intensität von Songs wie "Metarie", "Biggest Fan" oder "Them and Me" zum Hinhören zwingt. "Garbage Day" ist sicher melodiös, erinnert aber zunächst an Wham! um 1984, um dann deutliche ELO-Einflüsse zu zeigen. (Mein Pech, dass ich beiden Vorbildern schon immer wenig abgewinnen konnte.) Erst das letzte Drittel der Platte nähert sich wieder früherem Niveau. Mag sein, dass bei diesem Album mehr Produktion zum Zuge kommt als bei den Vorgängern - auf jeden Fall gibt es mehr Strings und Synthies als je zuvor. Die Folk-Elemente sind kaum noch vorhanden; wenn der hier gebotene Power-Pop ihm aber endlich den längst verdienten Status als einer der besten Singer-Songwriter verschafft, soll mir das recht sein. Er hat's verdient!
Fazit: kein schlechtes Album, aber nicht sein bestes. Trotzdem: ich freue mich auf das nächste.
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TOP 500 REZENSENTam 27. August 2009
... dass der alternative Songwriterpop eines Brendan Benson nicht so ganz zu meinen Spezialgebieten gehört. Natürlich habe ich meinen Elliot Smith gehört, Sondre Lerche und Ben Kweller im Regal und natürlich sind mir auch die Raconteurs ein fester Begriff, wenn ich diesen die agressivere Variante von Jack Whites Nebenprojekten, also The Dead Weather, eher bevorzuge. Will sagen, ich kann schwerlich einschätzen, ob Benson, wie der stets unfehlbare Karl Bruckmaier schreibt, "Gott ist" - dass er hier aber mit "My Old Famillar Friend" eine fabelhafte Songsammlung vorlegt, das dürfte außer Frage stehen. Ein Akkordarbeiter scheint er ja nicht zu sein, der Amerikaner, was ihn nebenbei bemerkt sehr angenehm von seinem Kollegen Ryan Adams unterscheidet, in nunmehr dreizehn Jahren ist dies sein viertes Album. Und wenn das wie zu hören der Qualität der Songs zuträglich ist dann soll es mir nur recht sein. Schon mit dem zweiten Stück "Eyes on the horizon" ist ihm ein wundervoller Song geglückt, gefolgt vom herrlichen "Garbage Day", das in Text und Ton ohne Probleme auch dem Kopf eines Ben Folds entsprungen sein könnte. Die Parallelen zwischen beiden sind auch beim Rest des Albums erfreulich offenkundig. Beide scheuen nicht die überraschende Instrumentierung und wildern gern in scheinbar artfremdem Gebiet - so wird zum Beispiel aus "Feel like taking me home" eine fast schon überraschende Dancenummer. Übriges pendelt zwischen traurig-süßer Ballade (fabelhaft hier: "Lesson Learned"), getragenem Midtempo und gut abgehangenem Rock, alles wirkt sehr frisch, inspiriert und an keiner Stelle gelangweilt. Neulich war ja zu lesen, dass die Londoner jetzt über die Musik in ihren U-Bahn per Internet abstimmen dürfen. Weitergesponnen heißt das dann: Wenn Benson also nicht Gott ist, so wollen wir hoffen, dass der echte wenigstens einen YouTube-Channel besitzt und kräftig für seinen vermeintlichen Stellvertreter voten kann. Es wäre nur gerecht.
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TOP 500 REZENSENTam 23. September 2009
Das sind 11 äüßerst eingängige Pop-Rock tracks, bei denen größtenteils die Sonne scheint und die auch gut arrangiert wurden.

Der Disco-Rock von ,Feel Like Taking You Home' ist durch seinen Hüpf-Bass nach einiger Zeit vielleicht ein wenig ermüdend, die wunderschöne Ballade ,You Make A Fool Out Of Me' im Anschluss, macht das aber locker wieder wett.

Im Prinzip möchte man dieses Album die ganze Zeit nur knuddeln - nicht nur wegen der George Martin ähnlichen Streicher Arrangements - sondern vor allem weil das alles so leichtfüssig, aber trotzdem ungestüm herüberkommt und weil der Brendan halt ein gar so sympathischer Typ ist. Am Ende angekommen wünscht man sich dann aber doch ein paar dunkler angehauchte, substantiellere songs mehr, dann wäre diese Platte vielleicht noch eine Spur nachhaltiger.

Trotzdem - schönes Album, das viel Gutes aus den 70ern und 80ern (ELO, Cheap Trick wurden bei den Vor Rezensenten ja ohnehin schon erwähnt) zurückbringt und das Benson als eine Art Paul McCartney des Alternative Pop etablieren könnte.
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am 27. August 2009
Die Presse ist endlich angekommen. Angekommen bei Brendan Benson uns seinen Werken als Solo-Künstler. Erst durch die gemeinsame Zusammenarbeit mit Jack Lawrence, Patrick Keeler und Jack White in der Band The Raconteurs gelangte der Mann aus Michigan an die breite Öffentlichkeit. Es mussten die beiden Alben Broken Boy Soldiers ' aus dem Jahr 2006 ' und ' Consolers Of The Lonely ' zwei Jahre darauf herhalten, doch schlussendlich hat es sich gelohnt. Keine Frage, seine Alben sind kleine Meisterwerke der Musikgeschichte. Sie sind der feine Marmeladenüberzug längst ergrauter Bodenbeläge einer angepassten Landschaft und der Scharfsinn für klassischen Power-Pop der siebziger Jahre. Den Ursprung legte Benson mit seinem Debüt ' One Mississippi ' im Jahr 1996. Ein, aus der Vermarktung gesehen, total verkorkstes Album. Als Einzelgänger wurde er von Virgin Records in den unendlichen Weiten ausgesetzt, keine Hilfen, keine Werbung und die daraus resultierenden Verkaufszahlen enttäuschten natürlich, was schließlich zur Kündigung durch Virgin führte. Ein Paradebeispiel wie ein Plattenlabel es nicht machen sollte.

Brendan Benson ging für den vierten Langspieler ' My Old, Familiar Friend ' zu According To Our Records, dass 2000 von Dave Matthews, Coran Capshaw, Chris Tetzeli und Michael McDonald gegründet wurde. Als Produzenten holte sich Brendan niemand geringeres als Gil Norton, der mit den Pixies, Throwing Muses, Foo Fighters, Patti Smith und vielen anderen zusammen arbeitete. Es ist damit das erste Album, in dem der Amerikaner die Arbeit abgibt und zugleich das erste Album, nachdem Ihn die Raconteurs in die umfangreiche Masse getragen haben. Vielleicht kam es deshalb zu diesem Entschluss. Doch wenn die ersten Takte zu ' A Whole Lot Better ' in den Ohren ertönen sind Gedanken dieser Art schnell wieder aus dem Gedächtnis gewischt. Zwar erinnert der Opener kurzzeitig an ' The Switch And The Spur ' des letzten Raconteurs Album, aber eben nur für einen Bruchteil und die Textzeilen beziehen sich sowieso auf ganz andere Dinge im Leben. "I fell in love with you, and out of love with you, and back in love with you, all in the same day, I feel a whole lot better when you come around". Es sei im verziehen, schließlich wurde mit den Raconteurs das Fundament gegossen. Der Traum der melodischen Indie-Blues-Handwerkskunst wird Wirklichkeit.

Es war ein kluger Schachzug Gil Norton dafür zu verpflichten und im Gegensatz zu gleichgesinnten Kollegen hier nicht mit der Macht zu geizen. Die Leute wissen nun wer Brendan Benson ist und trotzdem bleibt er seinen lieb gewonnenen Eigenschaften treu. Er verschüttet die pure Hektik in ' Poised And Ready ' mit dem Klavier und den eingespielten Streichinstrumenten, kreiert den nahezu perfekten Popsong mit ' Misery ' und überquert damit die Ebenen hoffnungsvoller Stimmung und kathartischer Wut. Kompromisslose Infektiosität und bemerkenswerte Leichtigkeit erstrahlen in einer polierten Fokusierung der wesentlichen Dinge. Es war ein schwieriger Weg und ein gewichtiges Risiko innerhalb von ' My Old, Familiar Friend ' nicht zu beliebig zu klingen. Doch Benson konnte inmitten dieser Gefahr einen emotionalen Aufruhr entfachen und jagt die Strukturen von Oben nach Unten. Es ist der unantastbare Perfektionismus der diese elf Stücke vorantreibt und sie in einen sanften Glanz hüllt. Es flirtet zwar nicht mehr so charmant wie ein ' One Mississippi ', wirkt dafür aber umso effektiver auf den Hörer ein.
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am 25. September 2009
Der amerikanische Kulturkritiker Leslie Fiedler bezeichnete die Beatles, Rolling Stones und andere Bands der sogenannten "British Invasion" vor vielen Jahren als "would be Americans". Das macht Sinn - nicht nur bei den frühen Veröffentlichungen, sondern auch den sehr viel eigenständigeren Songs späterer Tage oder der hohen Frequenz, mit der sich die britischen Stars Häuser in Kalifornien zulegten.

Weit ausgeholt, doch hier kommt der Bogen: Brendan Benson sollte sich ein Haus in Kent zulegen. Auch auf "My Old Familiar Friend" sind die Bezüge zur Britischen Musiktradition unverkennbar. Das Besondere daran ist aber, dass diese Bezüge von einem Amerikaner gemacht werden. Und das ist längst nicht so dämlich, wie das massenkompatible Brit-Pop-Gequake, das - Gott-sei's-gedankt - ja kaum noch Bedeutung hat. Ich sehe Benson generell - und das gilt auch für sein neuestes Album - in der Tradition von Big Star. Ähnlich wie LX Chilton und Chris Bell haben wir hier einen Amerikaner mit Vorliebe für die Small Faces oder die Kinks - für deren Melodien, vertrackten aber eben doch eingängigen Arrangements und deren psychedelischer Melancholie. Mit solchen Vorlieben ist man in den USA jeoch Außensaiter(sic!) und - das zeigt die Geschichte - bleibt das auch. Aus dieser Haltung heraus geht Benson eigenwillig seinen Weg und schreibt kleine Perlen wie "Eyes on the Horizon", "Gonowhere", oder "Lesson Learned" um drei Anspieltipps aus dem Album zu nennen. Songs, die sein Band-Kollege Jack White schon lange nicht mehr schreibt. Und überhaupt: Da wäre man ja genre mal bei einer Band-Probe dabei. Hört man die sich die "Ranconteurs" daraufhin an, spürt man förmlich, wie da ein eigenwilliger "would-be-Briton" seinen eigenen Kopf gegen die laute garage-Gitarre durchzusetzen weiß. Macht für mich den Reiz dieser Band aus. Klar, Rockstar wird man in den USA mit weniger Komplexität. Sollte ich aber zwischen einem Stadion-Auftritt der White Stripes oder nem Klub-Konzert von Benson wählen müssen, wäre ich klar mit nem Bier bei Benson. Kommen wahrscheinlich eh nur 50 Leute.

Bezüge gibt's reichlich, aber "Wham!" und die schwülen Harmoniegesänge von Lynn und ELO? Ich muss schon sehr bitten. Ob "Old, Familiar Friend" das beste Benson Albun ist, sei dahingestellt. Ein guter alter Bekannter ist es in jedem Fall.

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