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am 1. Juni 2010
Alpha Protocol von Obsidian Entertainment und Sega ist ein Action Rollenspiel im Stile eines Mass Effect. Großer Unterschied ist das Setting: Man übernimmt die Rolle von Michael Thorton, der zur (US-)Regierungsorganisation Alpha Protocol versetzt wird. Thorton durchläuft ein Tutorial, bevor er auf seine erste Mission in den Nahen Osten geschickt wird. Kurz zuvor gab es einen Terroranschlag auf ein ziviles Passagierflugzeug. Die dabei zum Abschuss genutzte Rakete stammt aus einer geklauten Lieferung Raketen. Dummerweise ist das Ganze so geheim und die Regierung hängt da irgendwie mit drin. Also sollte das Ganze so geheim wie möglich über die Bühne gehen. Das ist dann der Auftakt zu einer unterhaltsamen, wenngleich auch etwas stereotypen Agentenstory, wo aus Freunden Feinde und umgekehrt werden.

Gameplay:
Alpha Protocol ist ein typisches Actionrollenspiel, welches vor allem von der Gechichte lebt. Typische Agententätigkeiten wie Schlösserknacken, Computer hacken und Schaltkreise kurzschließen werden durch Minigames umgesetzt. Diese sind vor allem durch das allgegenwärtige Zeitlimit durchaus stressfördernd. Abgesehen davon schleicht oder ballert man sich durch Lokationen wie die Wohnanlage eines russischen Drogendealers, einen CIA Stützpunkt oder Slums in Taipeh. Das ganze sieht man dann aus der 3rd Person und klappt ganz gut. Hier hat man die Wahl, ob man einen auf Schleichen, Ausweichen und KO-Schlagen macht oder lieber als Ein-Mann-Armee Sturmgewehr-Magazine im Dutzend in die Gegner jagt. Das Ganze ist durchaus unterhaltend und man sollte durchaus eher auf die Unentdeckt bleiben Taktik setzen.

Sehr schön umgesetzt ist das Dialogsystem und sehr eng damit verbundene Ansehensystem: Die Hauptpersonen, die einem über den Weg laufen, entwickeln eine eigene Meinung über Thorton. Und das beruht zum größten Teil aus dem verhalten welches man in Gesprächen an den Tag legt. Hier gibt es einen signifikanten Unterschied zu mass Effect: man bekommt die Dialogoptionen eingeblendet, während gleichzeitig ein Zeitlimitbalken immer kleiner wird. Die bei Ablauf des Balkens gewählte Option gibt dann die gefühlsmäßige Ausrichtung der Antwort an. Man wählt also nicht, was man sagt, sondern nur wie man sich verhält. Das kann beispielsweise spöttisch, aggressiv, professionell oder auch flirtend sein (alles kontextabhängig, letzteres kommt nur bei weiblichen Gesprächspartnern). In der Anleitung steht dazu sehr passend 'Es gibt keine schlechte Antwort, nur schlechte Ergebnisse.' Die Dialoge sind gut umgesetzt, sind von der Länge her genau richtig und liefern sehr wichtige Infos über die Story.

Das beste an Alpha Protocol sind die Wechselwirkungen. Verschont man beispielsweise den arabischen Waffenhändler in der ersten Mission, versorgt einen der im weiteren Verlauf des Spiels mit Informationen und Waffen. Das ist eine Sache, die mich von der Substanz des Spiels einfach überzeugt hat. Das geht auch das ganze Spiel so weiter und wirkt sich teils massiv im weiteren Verlauf aus.

Präsentation:
Das ist der große Schwachpunkt bei Alpha Protocol. Während der Ton und die sprachliche Umsetzung überzeugen, sind die deutschen Untertitel (es gibt keinen deutschen Ton!) sehr enttäuschend: Teils haarsträubende Übersetzungen, die meist nur sekundenbruchteile eingeblendet sind. Ohne englische Sprachkenntnisse ist man da leicht überfordert oder man verpasst Teile der Handlung. Bei der grafischen Umsetzung hat man sich auch nicht mit Ruhm bekleckert. Trotz der Unrealengine ist die Umgebungsgrafik trist, die Animationen hölzern und teilweise echt albern (lauft mal geduckt eine Treppe abwärts). Hinzu kommt eine teils bockige Steuerung, die vor allem bei Bosskämpfen teils für massive Frustrationen sorgt.

ABER: Das sind Punkte, die zwar ärgerlich sind, den Spielspaß aber nicht vergrätzen.

Alpha Protocol ist ein RPG, das von seiner Story und Stimmung lebt. Die klasse Synchronisation mit guten Dialogen lassen das Gefühl eines Agententhrillers aufkommen. Enttäuschend ist auf der anderen Seite die grafische Präsentation und zu einem gewissen Grad die bockige Steuerung. Jedoch ist Obsidians Original (zuvor waren die ja für die zweiten Teile von Neverwinter Nights, KotoR und Baldur's Gate berühmt geworden) ein gelungener Einstieg. Ich hoffe, daß der Titel genügend Erfolg hat um einen zweiten Teil zur Folge zu haben.

Update: Zwischenzeitlich habe ich Mass Effect 2 durchgespielt. Auch wenn da wirklich zwei komplett unterschiedliche Settings aufeinandertreffen, sieht Alpha Protocol in insbesondere technischer Hinsicht einfach ganz schlecht, bisweilen sogar indiskutabel aus. Auch im Nachhinein bleibe ich bei der Meinung, daß Alpha Protocol jedem Agentenfan Spaß macht, aber es ist umso trauriger, was aus diesem Titel hätte werden können, wenn die technische Seite etwas moderner und polierter dahergekommen wäre. Wer ME2 gerade durch hat (oder noch sehr gut im Hinterkopf hat, wie sich der Bioware Titel präsentiert hat), wird bei Alpha Protocol wirklich übelst enttäuscht.

.............................................Trotzdem will ich eine Fortsetzung ;)
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am 7. Mai 2012
Ich hatte das Spiel vor einigen Wochen bei einem Eletronikfachmarkt für 10 Euro rumliegen sehen und einfach mal blind zugegriffen. Obwohl ich nicht viel erwartet hatte, wurde ich aufs angenehmste überrascht.

Die "Agent wird verraten und muss seine Unschuld beweisen"-Story ist sicherlich nicht originell und wurde schon in so ziemlich jeden zweiten Agentenfilm verwurstet. Im Videospielbereich und gerade im RPG-Genre wurde das Setting bislang aber nur selten verwendet und stellt so eine angenehme Abwechslung dar. Die Charaktere sind dabei oftmals sehr überzeichnet und eindimensional, da sich das Spiel aber Gott sei Dank nie ernster als nötig nimmt, sorgt dies immer wieder für sehr humorvolle und unterhaltsame Szenen.

Zu Grafik und Sound: Die Optik ist wirklich nicht mehr zeitgemäß und hat zudem mit einigen erst sehr spät aufploppenden Texturen zu kämpfen. Eine Installation auf der 360-Festplatte brachte nur minimale Besserung. Ganz so oft wie bei anderen UE3-Spielen wie Last Remnant oder auch das erste Mass Effect tritt das Problem aber nicht auf. Was positiv auffällt sind die Gesichter der Akteure und deren Animationen was in erster Linie natürlich für die (zahlreichen) Dialoge wichtig ist. Mass Effect-Niveau wird dennoch nicht erreicht. Die Dialoge sind übrigens in komplett englischer Sprache gehalten und die Sprecher machen ihren Job exzellent. Die deutschen Untertitel können leider in mehrerer Hinsicht nicht ganz mithalten. Sie sind teilweise abgehakt und rauschen oftmals viel zu schnell durchs Bild. Leute komplett ohne Englischkenntnisse laufen hier Gefahr einige Storybrocken zu verpassen. Die Musik ist stimmig und hält sich meist angenehm im Hintergrund. Die Ladezeiten für die Levels, welche meist noch in mehrere Unterabschnitte gegliedert sind, halten sich mit 10-15 Sekunden gerade noch im erträglichen Rahmen.

Zum Gameplay: Zunächst wählt man einen der drei Schwrierigkeitsgrade, die sich im späteren Spielverlauf nicht mehr ändern lassen. Das hat Auswirkungen auf die Stärke der Gegner, nicht aber auf den eigentlichen Spielverlauf. Insgesamt hält sich die Schwierigkeit aber in Grenzen und erreicht nicht einmal annähernd das Niveau eines Dark Souls. Zu Spielbeginn hat man die Auswahl zwischen mehren Klassen. Im Grunde hat man hier die Wahl zwischen Nahkämpfer, Waffenexperte, Techniker oder Stealthkünstler. Nach der ersten Operation kann man sich aber noch einmal umentscheiden und die Fähigkeitspunkte neu verteilen. Einzige kleine Ausnahme: Man startet als Rekrut. Dann hat man zu Beginn keinerlei Fähigkeitspunkte und somit nach der Startoperation auch weniger Punkte zum Verteilen. Die Fähigkeiten gliedern sich zum einen in die einzelnen Waffenarten: Pistole, MG, Schrotflinte, Gewehr oder die eigenen Fäuste. Außerdem Tarnung, inklusive kurzzeitiger Unsichtbarkeit, Technik und Sabotage (einfacheres Hacken, effetikvere Granaten) und Gesundheit (allen voran mehr Hitpoints). Diese werden ähnlich Mass Effect mit Fähigkeitspunkten aufgewertet und schalten nach und nach bessere Skills frei. Der Unterschied liegt darin, dass man sich nach der ersten Operation auf drei Fähigkeiten spezialisieren muss und nur dort dann die besten Skills freischalten kann. So kann man sich je nach Spielstil, den eigenen Charakter anpassen. Die optischen Anpassungsmöglichkeiten fallen hingegen sehr gering aus. Eine Handvoll Frisuren, Brillen, die Hautfarbe. Das war es eigentlich auch schon. Die eigentlichen Missionen, meistens das Infiltrieren feindlicher Basen, lassen einem oftmals die Wahl, zwischen Stealth und purer Waffengewalt. Wobei die Schleichmethode aufgrund der leider sehr mickrigen KI einen Tick zu einfach geht. Zumindest wenn man in die entsprechende Fähigkeit genug investiert hat. Gerät man in ein Feuergefecht läuft dies in der Regel in Echtzeit ab. Man kann aber, wie in Mass Effect, das Geschehen jederzeit pausieren um eine Fähigkeit einzusetzen. Mit der Pistole könnt ihr die Zeit zum Beispiel verlangsamen um dann in Ruhe eine begrenzte Anzahl an Zielmarkierungen an euren Gegnern anzubringen, am Ende der Zeitlupe feuert euer Agent dann auf alle Ziele gleichzeitig. Mit gutplazierten Schüssen kann man so auch mehrere Gegner gleichzeit eliminieren. Im Verlauf einer Mission kommt es häufig zu Situationen in denen euch bestimmte moralische Entscheidungen abverlangt werden. So stellt ihr zum Beispiel einen langgesuchten Waffenhändler. Ihr habt die Wahl: Erpresst ihr ihn und lasst ihn laufen, füllt sich euer Bankkonto, eure Gegner in zukünftigen Missionen könnten dann aber besser ausgerüstet sein. Er könnte euch aber auch zu seinen Kunden, meist große Fische im terroristischen Milieu, führen. Ihr könnt ihn auch festnehmen und so auf nützliche Informationen hoffen. Oder ihr erschießt ihn einfach und habt somit die Welt von zumindest einem Kriminellen befreit. Solche Situationen kommen immer wieder vor und haben einen mal mehr, mal weniger großen Einfluss auf die weitere Geschichte. Fast immer gibt es dabei die Wahl zwischen einer professionellen, aggressiven oder "schlitzohrigen" Variante. Die Zeit zwischen den einzelnen Missionen verbringt ihr in eurer Operationsbasis. Jede der insgesamt fünf Operationen, hat dabei ihre eigene Basis, welche sehr detailverliebt eingerichtet wurden. Dort könnt ihr eure E-Mails lesen oder beim örtlichen Waffenhändler mit neuen Waffen, Panzerungen, Technickgadgets oder Munition eindecken. Die Auswahl ist zwar recht vielfältig, man kann das Spiel aber auch problemlos mit der Startausrüstung durchspielen, zumal Geld meist recht knapp ist.

Der Wiederspielwert des Titels ist beachtlich. Zwar ist es leider nicht möglich einen alten Spielcharakter in einen neuen Spieldurchlauf zu übernehmen um ihn dann weiter aufleveln zu können. Hat man das Spiel allerdings mit der Klasse Rekrut beendet, kann man in einem neuen Durchlauf die Veteranenklasse anwählen und hat somit sehr viel mehr Fähigkeitspunkte zu Anfang zur Verfügung als bei den anderen Klassen. Zudem verfügt das Spiel über ein halbes Dutzend verschiedener Enden und auch im Spielverlauf selbst gibt es unzählige gut versteckte Videosequenzen. Wer alle sehen will ist locker 100 Stunden beschäftigt.

Trotz zahlreicher größerer und kleinerer Macken hat mich das Spiel in seinen Bann gezogen. Das frische Setting, der hohe Wiederspielwert und das witzige Chara-Design haben mir viel Spaß bereitet und ich konnte über die Fehler hinwegsehen, auch wenn diese schlussendlich einen Stern in meiner Wertung kosten. Technikfetischisten sollten aber noch einen weiteren Stern abziehen und müssen selbst entscheiden ob das Spiel dann noch etwas für sie ist.
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am 22. Juli 2010
Man muss Alpha Protocol schon eine Chance geben und über kleinere Schwächen, wie z.B. der antiquierten Grafik (die ich persönlich gar nicht so schlecht finde) und der grottigen Schleichanimation hinweg sehen - dann aber wird man mit einem erstklassigen Rollenspiel im Stil eines Deus Ex oder Mass Effect verwöhnt.
Selten saß ich dermaßen lange ununterbrochen an einem Spiel, bei dem meine Entscheidungen tatsächliche Auswirkungen auf den Handlungsstrang haben. Lasse ich den Terroristen laufen (und bekomme im weiteren Verlauf Informationen und Unterstützung in weiteren Missionen) oder exekutiere ich ihn ganz einfach? Rette ich meine Mitarbeiterin oder verhindere ich eine Bombenexplosion im Museum? Diese und noch viele weitere Entscheidungen muss ich als Spieler treffen und selbstverständlich auch für die anschließenden Auswirkungen gerade stehen. Man merkt in jeder Szene, wie sehr das Herzblut der Entwickler in dieses Spiel geflossen ist - leider wurde bereits angekündigt, dass es aufgrund der enttäuschenden Verkaufszahlen keinen zweiten Teil geben wird, was ich persönlich sehr bedaure. Also liebe Rollenspieler, lasst Euch diesen einzigartigen, ungeschliffenen Spielediamanten auf keinen Fall entgehen, ihr werdet es nicht bereuen!
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Wer nicht die Zeit oder Geduld hat, diese doch recht ausführliche Rezension komplett zu lesen, kann auch gleich unten, unter Gesamt-Fazit weiterlesen.

Habt Ihr alle Euch bekannten Stealth Games wie Metal Gear Solid, Splintercell usw. schon zum x-tem Male durchgespielt, und Euch dürstet nach neuem bzw. altem Konsolenfutter, welches Ihr noch nicht kennt, aber auch das schleichen mit in den Mittelpunkt stellt, dann wäre vielleicht Alpha Protocol etwas für Euch. Hier wird Euch Stealth-Action mit einem hohem Rollenspielanteil geboten, wobei Dialoge, die man unter Zeitdruck zu führen hat, die Storyline zum Teil gravierend verändern können.

Dieser Titel hat schon einige Jährchen auf dem Buckel, so das man die Grafik als absolut veraltet, und nicht mehr zeitgemäß einstufen darf. Alles ist eckig und kantig, und die Texturen lassen zu wünschen übrig, wie man auch die Animation des Hauptprotagonisten in Bewegung, als sehr hölzern bezeichnen darf. Auch die meisten FMV-Sequenzen, erinnern leider nicht daran, das dieses Game 2010 herauskam, sondern würde selbst 2 bis 3 Jahre davor den Begriff veraltet noch gerecht werden. Vergleiche zum PS2 wie auch XBOX Niveau, lassen sich hier leider nicht ganz vermeiden. Aber selbst heute noch, macht eine Super-Grafik, noch lange kein gutes Spiel, und insbesondere bei diesem Game sollte man sich von der Spielegrafik nicht abschrecken lassen. Wenn man ersteinmal die ersten 2-3 Stunden hinter sich gebracht hat setzt der Suchtfaktor ein, und solange dauert es leider auch, bis man sich mit dem Hauptprotagonisten identifizieren kann, läßt aber dann die vielfältigen Stärken dieses Games in den Vordergrund treten.

Zu Beginn kann man zwischen 3 Schwierigkeitsgraden wählen, während man sich danach eine Spielfigur aussuchen darf, wie z.B. Soldat, Agent im Einsatz, Söldner usw. Jede dieser 'Berufsgruppen' hat ihre eigenen Fähigkeiten, wobei man hier auf seine eigene Spielweise achten sollte. Wer also gerne schleicht nimmt beispielsweise den Agenten, während der offensive Actio-Gamer, der es gerne krachen läßt, wohl eher den Soldaten oder Söldner vorziehen sollte. Jede dieser Personen hat ihre eigenen Hintergrundgeschichte, die mehr oder weniger Einfluss auf die Storyline hat. In einem folgendem Menü, können dem Avatar verschiedene Fahigkeiten, wie Tarnung, Pistolen, Technikverständnis usw. mittels zu verteilender Fähigkeitspunkte zugewiesen werden. Man kann mit den voreingestellten Fähigkeiten Vorlieb nehmen, jedoch auch im begrenztem Maße die vorhandenen Fähigkeitspunkte auch verschieben. Erworben werden Fähigkeitspunkte, indem man Rollenspieltypisch, festgelegte Voraussetzungen erfüllt, wie z.B. 50 Feinde lautlos killen, welches einen Schleichbonus einbringt, oder bei geschickt geführten Gesprächen Erfahrungspunkte sammelt.

Nach dem Introfilm, geht es dann auch los. Unser Held erwacht in einem Krankenhaus, und wird im Verlaufe der Geschichte Spielball von Mafiaorganisationen, Geheimdiensten, Islamisten, Triaden usw., wobei er die Rolle des Spielballs natürlich nicht annimmt, sondern sich auf die Suche nach Erklärungen macht, und selbst die Organisationen gegeneinander versucht auszuspielen. Eine große Rolle spielt hier die Kommunikation, welche man desöfteren führen muß, und wobei einem 3 emotionale Antwortoptionen, inform von aggressiv, zurückhaltend, oder professionell zur Verfügung stehen. Hiervon kann man auch gleich nach dem erwachen im Krankenhaus, nachdem man einen PDA gefunden hat, Gebrauch machen. Desweiteren wurde jedoch auch die Möglichkeit ins Game implementiert, mit dem PDA E-Mails zu empfangen, wie auch auf diese zu versenden, und dieses dann nicht mit den 3 emotionalen Antwortoptionen, sondern mit richtigen vorgefassten Texten. Dieses ist im Laufe des Games immer wichtiger, da man sich entscheiden muß, zu wem man einen näheren Kontakt aufbaut, oder zu wem man eher eine professionelle Distanz wahrt, bis hin zur Kontaktablehnung. Im weiteren Verlauf, kann man unter gewissen Voraussetzungen, den drei emotionalen Antwortoptionen, noch eine vierte hinzufügen. Viele dieser Entscheidungen haben für andere KI-Partner, oder auch Gegner gravierende Konsequenzen, welche nicht selten mit dem Tod desjenigen endet. Es lassen sich jedoch auch die Beziehungen zu den einzelnen Kontaktpersonen emotional beeinflussen, so das man sogar erotische Beziehungen eingehen kann Die Sprachausgabe ist englisch, und kann überzeugen. Die Untertitel erscheinen auf deutsch und sind gut lesbar, wie auch übersetzt, gelegentlich jedoch zu schnell im Ablauf, so das es sein kann, das man einen Satzteil verpaßt. Die Antwortoptionen, müssen in einem vorgegebenem Zeitraum erfolgen, da ansonsten die KI entscheidet, und das in den seltensten Fällen zu Eurem Vorteil. Kleine Minispielchen, in Form von Raetseln, wenn man z.B. eine Alarmanlage ausschalten, Computer hacken, oder ein Schloss knacken will bzw. muß, müssen auf Zeit absolviert werden und lockern das Spielgeschehen mit spielerischer Abwechselung auf. Diese sind im Gegensatz zu einigen anderen Vertretern dieses Spielegenres recht anspruchsvoll geraten, und bringen einen, auch aufgrund des Zeitdrucks, desöfteren ins schwitzen. Bei einem Fehlversuch ein Schloß zu knacken, oder einen PC zu hacken, hat man soviele Wiederholungsversuche zur Verfügung, bis der Erfolg eintritt, oder falls nur ein optionaler Hack, man entnervt aufgibt.

Der Spielebildschirm gibt Auskunft über die Lebensenergie, Munitionsanzahl, wie auch die Richtung und Entfernung des Zieles. Das anvisieren eines Zieles mit der Waffe bedarf einiger Übung, da die Analog-Stick Steuerung sehr sensibel reagiert. Die Empfindlichkeit läßt sich zwar einstellen, dieses brachte in meinem Fall jedoch auch nicht viel. Hier macht nur Übung den Meister. Nahkampfaktionen lassen sich einfach ausführen, indem man den dafür vorgesehenen Button drückt, im späterem Verlauf kann man jedoch auch Kombos erlernen, die Arcadetypisch bewältigt werden können, und somit auch keine große Herausforderung darstellen. Über das Steuerkreuz hat man einen Schnellzugriff zu seinen verschiedenen Waffen, wie auch Fähigkeiten. Heilen kann man sich an dafür vorgesehenen, lokal festgelegten Medizinschränken. Die Deckungsfunktion ist mit der von Splintercell vergleichbar, allerdings mit Einschränkungen.

Das Spielemenü gibt Auskunft über das vorhandene Inventar, wobei man hier seine Waffen, wie auch Rüstung ausbauen kann. Eine Informatiosspalte, die einem die Karte mit dem eigenem Standpunkt anzeigt, wie auch über die verschiedenen Einsatzziele aufklärt. Über die Einsatzakte, erhält man Verhaltenstipps, wie auch die Übersicht der bisher vorhandenen Fähigkeiten. Dort lassen sich im späteren Verlauf auch die erworbenen Fähigkeitspunkte verteilen, worauf man immer auf seine Spielweise eingehen sollte. So ist für den verdeckten Geheimermittler, die Fähigkeit ein Sturmgewehr zu benutzen eher kontraproduktiv. Alle Informationen, die man erhält, sind sehr ausführlich, und äußerst umfangreich, und lassen somit kaum Fragen offen. Angefangen bei den Waffenerweiterungen, bis hin zu den storyrelevanten Spieleelementen, wie Aufträge, Konversationen, Hinweise usw..

Die Locations sind abwechslungsreich, und lassen eine Vielzahl an Infiltrationsmöglichkeiten zu. Auch die Story, mit ihren überraschenden Wendungen, wie der Möglichkeit bei Konversationen, unter drei verschiedenen Antwortoptionen zu wählen, und somit den Geschichtsverlauf zu verändern, sind in dem ganzen Spieleangebot, welches sich heute fast nur noch auf Mainstream-Ballerei erschöpft, selten. Bemängeln muß man die doch recht durchwachsene Gegner-KI, wie auch das sich Türen nicht mehr verschliessen lassen, nachdem man sie mit Mühe geknackt hat, um sich somit zumindest einen Zeitvorteil, oder zwischen sich und den Gegnern eine Barierre zu verschaffen. Leider wurde auch die Möglichkeit vertan, Lichtquellen durch einen gezielten Schuß auszuschalten. Das Alarmsystem mit Kameras usw. hingegen überzeugt, und läßt sich, wie schon erwähnt, bei versehentlichem auslösen, durch ein nicht unbedingt anspruchsloses Minispielchen, wieder ausschalten.

Die hölzerne Bewegungsanimation des Hauptprotagonisten, wird leider steuerungstechnisch noch dadurch eingeschränkt, indem man nur an bestimmten, dafür vorgesehenen Stellen klettern, oder springen kann. Die Standardgegner sind leider nicht sehr abwechslungsreich, was dann die Zwischen- und Endgegner zwar wieder auszugleichen versuchen, dieses gelingt jedoch nur bedingt. Die Kämpfe gegen diese Gegner erweisen sich gelegentlich nicht als Abwechslung, sondern als nervig, da einige von diesen nur nach dem Prinzip 'Trial and Error' zu besiegen sind, andere hingegen kann man mit einfachsten Mitteln platt machen. Wer hier bei der Zwischen- und Endgegnerauswahl gewisse Paralellen zu Metal Gear Solid sieht, wird nicht getäuscht. Jedoch im Gegensatz zu MGS sehr viel schwächer inszeniert, wie sich auch meist kein strategisches Bekämpfungsmuster ermitteln läßt.

Die Zwischenfilmsequenzen, sind im Gegensatz zur grafisch schwachen Spielekulisse jedoch einigermaßen gelungen, insbesondere die Mimiken der Gesichter, z.B. bei einer Konversation, können überzeugen. Auch die Soundkulisse der Umgebung geht in Ordnung, während die Akkustik der Waffen eher unterdurchschnittlich ausfällt. Die dezente Musikuntermalung, die sich nur zu den passenden Situationen hervorhebt, ist in einigen Fällen angenehm, aber ansonsten doch recht unspektakulär.

Die Möglichkeit verschiedener Hauptquartiere, die einem im späterem Verlauf selber die Entscheidungsfreiheit der Missionsanwahl zu treffen geben, wie auch die Möglichkeit sich Informationen über eine jeweilige Mission zu kaufen, aber eben auch die Freiheit die Story durch seine Handlungen/Entscheidungen wirklich zu beeinflussen, wie auch die vielfältigen Stealth-Gameplay Elemente, und die Möglichkeit den Protagonisten auf seine eigenen spielespezifischen Fähigkeiten auszubauen, lassen eine Vielfalt von nichtlinearen Gameplay-, wie auch Storyabläufen zu. Sollte es einmal vorkommen, das man die Fähigkeitspunkte verkehrt verteilt hat, und diese einem dann nicht in seiner individuellen Spielweise weiterhelfen, so kann man im späterem Verlaufe des Games diese umverteilen, und diese so korrektiv seinen eigenen Bedürfnissen wieder anpassen. Auch die Entscheidungsfreiheiten, die man mit der E-Mail Funktion seines PDA`s hat, läßt einem jede Menge Freiheit. Wem lasse ich welche Information zukommen. Einer gewissen reizenden Frau, mit der man eine erotische Beziehung eingehen will, dem Waffenhändler, um an adäquates Offensiv-Material zu kommen, oder an denjenigen der das meiste Geld zahlt, welches man dann in wünschenswertes, wie z.B. eine Karte, Waffenupgrades, aber auch in subtile Sachen, wie die Versetzung von Drogen mit Gift, oder Söldner, die einem bei einem offensiven Unterfangen unterstützen, umsetzen kann.

Gesamtfazit:

Die Spielegrafik läßt einen teilweise schaudern. Sterile Umgebungen, Kantenflimmern, matschige Texturen, wie die hölzerne Animation des Hauptprotagonisten, lassen Grafikfetischisten für die jeder Pixel zählt, wohl die Zähne ausfallen. Die Locations sind zwar abwechlungsreich, reißt aber optisch trotzdem nichts mehr raus, zumal man auch mit gelegentlichen Bugs, wie Tearings, Clippings und Popups negativ überrascht wird. Wäre dieses jedoch das einzige Bewertungskriterium, hätte ich mir die Mühe des schreibens dieser Rezension erspart. Die Zwischenfilme sind Mittelmaß, wobei die gelungene Gesichtsanimation sehr gelungen ist (jedoch nicht vergleichbar mit einem Titel wie 'Beyond two Souls'). Auch die Soundkulisse gehört nicht zu den Stärken, und darf man als durchwachsen, wie auch die dezente Elektro-Musikuntermalung, bezeichnen.

Da dieses Game jedoch in fast allen anderen Bewertungskriterien punkten kann, und es Stealth-Titel ja leider nicht wie Sand am Meer gibt, ganz im Gegensatz zu den Mainstream-Egoshootern, die mit ihrer immer gleichen, stupiden Spielweise/mechanik, bei einigen Triple-A Titeln schon in die 8-te Runde gehen, ist dieses Game trotz der Grafik ein Licht am Horizont, welches sich durch seinen nicht zu unterschätzenden Rollenspielanteil, einen würdigen Platz in der Videogame-Geschichte verdient hat. Obsidian ist hier neue, innovative Wege gegangen, die in Einzelheiten nicht perfekt ist, jedoch insgesamt ein stimmiges Spieleerlebnis abgibt.

Die Möglichkeit mit Konversationen die Story, wie aber auch den Gesprächspartner emotional zu beeinflussen, wie auch die äußerst vielfältige Fähigkeitenauswahl, die Rollenspieltypisch durch errungene Erfolge, Fähigkeitspunkte freischaltet, von der temporären Unsichtbarkeit für Stealthgamer, bis hin zum perfektem Umgang mit Feuerwaffen für den Actiongamer, mit der man im Laufe des Games seinen Protagonisten nach seinen Vorlieben anpassen kann, wie die fast unendliche Auswahl an Waffen/Waffenerweiterungen, aber auch die Möglichkeit des Kaufs von subtilen Ablenkungsobjekten/-subjekten, lassen eine schier endlose Vielfalt von Spielweisen, und Storyabläufen zu.

Steuerungstechnisch nicht perfekt, aber denoch nach einiger Zeit gut zu handhaben. Die Gegner-KI ist durchwachsen, und die Zwischen- und Endgegner leider nicht berechenbar. Einige sind schon fast kämpflos zu besiegen, andere lassen die Lebensleiste nur in Zeitlupe schrumpfen, und können nur nach dem Prinzip 'Trial ans Error' besiegt werden.

Die Story ist komplex, wie auch variantenreich, und weiß mit einigen Wendungen zu überraschen. Die Identifikation mit dem Helden erfolgt erst nach einiger Zeit, wie man sich für das gesamte Spiel, ein wenig Zeit nehmen sollte, um in den Plot hineinzufinden, da sich der Anfang doch als zäh erweist. Das Sahnehäubchen des ganzen Games sind dann noch die vielfältig und abwechslungsreichen Minispielchen, welche einen Schlösser knacken, Computer hacken, Alarmanlagen ausschalten usw. lassen.

Jeder Gamer, für den Grafik nicht alles ist, der aber eine abwechslungsreiche Story, Rollenspielelemente, wie auch gerne im Gameplay die Entscheidungsfreiheit über seine Vorgehensweise, ob als Stealth- oder Actiongamer, haben möchte, sollte auf dieses Game einen Blick werfen. Grafikfetischisten, wie auch reine Ego-Shooteranhänger sollten hier jedoch die Finger von lassen. Für Gamesammler ein 'Musthave', da dieses Game einzigartig ist, und sich schwer ein Verleich zu einem ähnlich gelagertem Titel machen läßt

Für den jetzigen Preis, vom Preis/Leistungsverhältnis her, unschlagbar. Sehr viele Sunden Spielspaß, für wenig Geld. Schade, das dieser Titel nur den wenigsten bekannt ist, und somit seit langer Zeit ein Nischendasein im Schatten der ganzen Triple-A Mainstream Titel fristen mußte. Unberechtigt.

P.S.

Freue mich über [...] jeden der sich die Zeit genommen hat, diese doch recht ausführliche Rezension zu lesen. Wenn ich damit keinen Erkenntnisgewinn bei Ihnen erzielen konnte, hoffe ich Sie doch zumindest gut unterhalten zu haben.
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am 14. Februar 2013
hab anfangs gedacht, mal gucken für den preis.

ABER DANN im Game , ich bin danach süchtig !!!
SO HAMMER , Man hat soviele Möglichkeiten in dem Spiel

DU kannst das Spiel selber nach deinem Wunsch führen, bei jeder Konversation stehen dir jeweils 4 Antworten zu verfügung . Je nach dem was du für ein Typ bist, Aggressiver , Nachdenklicher , Optimistischer oder Rekrut .
Das aller Geilste ist dabei, du musst nicht bei jeder Handlung den Aggressiven rauslassen, sondern es ist wie im "Real-life" du entscheidest selbst, wie launisch du bist !!!
Obwohl es schon vor Spielbeginn die Option mit dem Schwierigkeitsgrad gibt,
Wirkt es sich zusätzlich noch aus wie du selbst das Game steuerst mit den Verhaltens-möglichkeiten !!!
---> Allein deswegen KLARE KAUF-EMPFHELUNG !!!

Du selbst entscheidest die das Game , ob du den Feind kaltblütig ausschaltest oder ihn am Leben lässt weil du mit ihm zusammen arbeiten willst oder einfach nur weil du vllt doch informationen rauskriegen willst und ihn hinter Gittern stecken möchtest.

WAFFEN WAHL ist der ober hammer !!!
, kannst sie dir zusammenbauen, verkaufen, finden, teile finden,
nicht nur Waffen, auch deine Schutzkleidung, kannst du finden, kaufen , verbessern, verkaufen !!!
Je nach Schutzweste, wie sie auch verbessert ist, kannst du mehrere sachen wie z.b. Granaten ,Healt-Kits ; einstecken
Wie bei der Waffenverbesserung ist es auch mit deiner Schutzkleidung ,wenn du kannst sie durch verbesserung auch in anderen hinsichten verschlechtern. Z.b. steckst Kniepolster rein, hast dadurch mehr Leben aber weniger Ausdauer beim laufen . Allerdings je höher du aufsteigst, hast du beim Waffenhändler immer bessere Kaufmöglichkeiten.. Selbst die Händler kannst du wechseln , wenn du z.b. einen deiner Feinde am Lebenlässt....

Jedes mal wen du n Level aufsteigst, kannst du deine Fähigkeiten verbessern von dennen du auch knapp 15 hast, die du auch je nach dem einsetzen kannst .

Schlösserknacken ist auch mit von Partie, auch sehr genial unterbracht in 3 oder 4 verschiedenen Variationen und auch entscheidend wie du deine Fähigkeiten ausgebildet hast.

Sehr viele Missionen - dazu muss allerdings gesagt werden , Wie du dass Spiel führst kommt es zu mal wenigeren Missionen mal zu mehreren !!!

Habe das game jetzt paare male durchgezockt, und es ist so dass, wenn du dich z.b. dafür entscheidest, jemanden umzubringen oder am leben zu lassen, dan entfallen dir dadurch ca. 2 missionen + weitere wegen folgen-entscheidungen ODER es kommen andere neue hinzu, die du sonst nicht kriegen würdest.

Durch deine Entscheidungen kannst du sogar, zusammenarbeiten mit Feinden gegen andere Feinde.

SOWAS gibs in keinem anderem Game !!!

Deshalb großes Schade, das es kein Alpha Protocol 2 gibt :(
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am 31. Oktober 2012
Das Spiel hätte eine Juwel werden können. Leider ist an einfach zuvielen Stellen nur Murks. Das Dialogsystem unter Zeitdruck ist an sich eine sehr gute Idee, leider ist es wenig hilfreich wenn der Timer schon anfängt zu laufen bevor man überhaupt weiß was der Gesprächspartner eigentlich sagt, da er noch nicht zuende geredet hat. Grafik ist sch****, Gegner bleiben an der Tür hängen, anstatt Gegenstände aufzunehmen indem man einfach drüberläuft muß man jedesmal noch einen Button drücken, etc.. Boss-Kämpfe sind teilweise völlig übertrieben schwierig. Mein persönlicher Abschuss war ein Boss-Kampf, in dem der Gegner (Mensch) mit Messern (!) angreift, während ich eine Schrotflinte halte. Klare Sache? Nein, hier nicht. Leider kann ich ihn aus ca. 30 Zentimeter Entfernung etliche Male frontal treffen und es macht ihm kaum etwas aus, während seine gefährlichen Messer mich gleich umbringen. Was soll denn soetwas? Ja, es ist ein Boss-Kampf. Trotzdem kann es doch nicht sein, dass meine Schrotflinte ein Witz ist und seine Messer quasi die Atombombe. Für ein Spiel das ernst sein möchte (und das möchte es), passt das einfach nicht zusammen. Es gibt schlechtere Spiele, aber ein gutes Spiel sehe ich hier leider nicht.
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am 10. August 2011
Anfangs in Saudi Arabien gefiel es mir überhaupt nicht! Die Missionen waren eintönig und die Entscheidungsfreiheit total langweilig.
Doch kaum war diese Mission abgeschlossen geriet das Spiel erst richtig in fahrt! Plötzlich sorgte man für viel Abwechslung, Motivierte mit einem Shop und nett gestalteten Appartments (leider kaum Interaktionsmöglichkeiten) und die Story zog einen plötzlich richtig mit! Sehr viele Momente verursachten bei mir regelrechte Schweißausbrüche - Leben lassen und sich einen neuen Feind/Freund machen oder töten, Bombe entschärfen und unschuldige Zivilisten retten oder dafür sorgen dass die Gefährtin überlebt? - Jede Entscheidung beeinflusst die Story und das macht das Spiel zu einem 1A Erlebnis! Ich muss sagen, dass dieses Spiel mir in Punkto Entscheidungsfreiheit sogar mehr als Mass Effect 2 gefällt!

Besonders gut fand ich die sehr sehr harten Bossfights, welche fast schon für einen Controller->Fernseh Wutausbruch bei mir sorgten.

Mit einmal durchspielen wird man sich nicht zufrieden geben und somit dürfte man c.a 20-30 Stunden Spielspaß für einen ernsthaft lachhaften Preis erwarten ;)

Jedoch kann man es nicht mit Stealthgames âla Splinter Cell vergleichen, da man dort locker mit nem Sturmgewehr die Missionen durchflitzen kann.

Pro:
Enorme Entscheidungsfreiheit
Individuelle Charaktergestaltung (Jedoch wenig Auswahlmöglichkeit)
Super Englische Sprachausgabe
Levelsystem mit Fähigkeitspunkten
Knackige Minispiele (Computer Hacken, Tür knacken, Bedienfelder überbrücken)
Harte und Frustrierende Bossfights
Beziehung zu Kollegen möglich
nette Appartments
Shop

Contra:
Stealth vorgehen kaum möglich/nötig
Wenn man rennen/decken will deckt/rennt der Charakter da beide Aktionen den X Button haben
Grafik nicht Up to date aber akzeptabel
Sex Szenen werden nicht gezeigt :(
Story an manchen Stellen ziemlich verwirrend

Ich gebe dem Spiel mit Freude 5 Sterne, da es geschafft hat mich nach einigen Schrott Titeln wieder an die Konsole zu fesseln.
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am 22. November 2010
Es hat mich sehr positiv überrascht.
Die Geschichte ist gut umgesetzt und vermittelt das Typische aus dem Genre der Bonds, Bourns und Bauers (die 3Bs )
Die Dialoge sind wohl das Kernelement dieses Spiels. Durch den Zeitdruck und die verschiedenen Möglichkeiten zu antworten, was nie eindeutig gut oder böse ist, entsteht ein ganz persönliches Spiel samt Ende.
Die Vertonung gefiel mir sehr, aber die extrem schnell verschwindenen deutschen Untertitel waren grausam. Mit Englischgrundkenntnissen sollte man jedoch alles verstehen können.
Das Spielprinzip ist anders als man zuerst vermutet eine Mischung aus MGS und Mass Effect. Habe das Spiel als Schleicher durchgespielt und es funktionierte ganz gut. Die vielen Upgrademöglichkeiten und das Fertigkeitsverteilen sind gut umgesetzt.
Die KI ist auf Activision Niveau..also eher durchwachsen.
Die netten Minispiele zum Hacken,Knacken und Überbrücken gingen mir nicht auf die nerven, werden gegen Ende einfach zu schwer. Dadurch, dass jedes Schloss irgenwie mit der Hauptalarmanlage verbunden ist, stellen die Minispiele ein extrem großen Risiko da.
Die Technik ist das große Problem vom Spiel. Eckige Maps, detailarme Umgebungen, mäßige Animationen und lahme Effekte trüben den Agentenspaß am Anfang sehr. Mit ein bisschen Eingewöhnungszeit schmerzt es nicht mehr so sehr.

Alpha Protocol ist das, was ich mir von Mass Effect 2 erhoffte. Ein Spiel mit guter Story, vielen verschiedenen Wegen und Kämpfen zwischen Rollen- und Actionspiel.
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am 29. Februar 2012
Alpha Protocol ist eines der am meisten unterschätzten Spiele. Klar, die Grafik und die Animationen sind nicht auf dem neuesten Stand, aber die für ein Rollenspiel wichtigsten Elemente sind dafür nahezu perfekt umgesetzt.

- Markante und gut durchdachte Charaktere
- Geniale Dialoge und dazu ein gutes Dialogsystem (wie bei Mass Effect, nur mit Zeitdruck)
- Ein cooler Held
- Gut durchdachtes Levelsystem
- Eine sehr gute Story um Intrige, Verrat und Verschwörung
- Und das wichtigste: Deine Entscheidungen haben wirklich Einfluss auf das Spiel.

Wer kennt nicht Spiele wie Mass Effect, Dragon Age, Deus Ex Human Revolution oder ähnliche Story-RPGs. Immer heißt es "Deine Entscheidungen haben große Auswirkungen auf das Spiel" Und was war wirklich? Es gab ganz wenige Stellen mit ganz wenig Einfluss und dann eine Stunde vor Ende muss man 2-3 Entscheidungen treffen und beeinflusst so das Ende. Tolle Auswirkungen.
Was macht Alpha Protocol anders? Man spielt es einfach. Man muss immer wieder Entscheidungen treffen. Manche sind anfangs oft recht unscheinbar. Aber das komplette Spiel richtet sich danach. Wie eine Mission abläuft, hängt davon ab wie ich mit bestimmten Charakteren geredet habe oder ob ich einen anderen getötet oder gerettet habe. Ich habe schon sehr sehr viele Spiele gespielt und immer waren die Entscheidungen weniger gravierend. Aber bei Alpha Protocol hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, das Spiel richtet sich nach mir. Ohne zu spoilern war zb für mich das Ende ganz speziell. Nur weil ich über das komplette Spiel dutzende Entscheidungen getroffen habe, habe ich ein spezielles Ende erhalten. Wär auch nur eine Entscheidung anders gewesen, dann wäre es anders verlaufen. Und dieses Gefühl der Entscheidungsfreiheit kann kein anderes Spiel so perfekt vermitteln, wie eben Alpha Protocol.

Wer also Rollenspiele mit einer guten Story, guten Charakteren, einem coolen Held und einer genialen Entscheidungsfreiheit mag, der muss Alpha Protocol haben. Die Grafik ist nicht genial, aber sie stört überhaupt nicht, weil das Spiel so viele andere Qualitäten hat.
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am 20. April 2011
Hammer Spiel, hammer Story, hammer Preis.

Eines der Spiele, wo man schnell mal die Zeit vergisst. Kein monotoner, stumpfsinniger
Egoshooter sonder man spielt eine richtig gute Story und beeinflusst den Spielverlauf mit
seinen eigenen Entscheidungen. D.h. jeder Spieler hat zum Schluss ein anderes Ende, je nachdem, wie
man sich zuvor verhalten hat.

Für den Preis ist das echt eines der besten Spiele die ich gespielt habe. Top Five auf jeden fall.
Würde einen Teil2 sofort kaufen, hab aber gehört, dass da nichtsmehr kommt. Leider.
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