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Kundenrezensionen

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TOP 1000 REZENSENTam 25. Juli 2016
»Ran« – ein Ausdruck, der soviel wie ›Çhaos‹ bedeutet – ist das fulminate Alterswerk des großen Akira Kurosawa (1910-1998). Der Film von 1985 ist eine japanisch-französische Koproduktion und war seinerzeit der teuerste japanische Film überhaupt.

Kurosawa versetzt William Shakespeares »King Lear« ins japanische Mittelalter, wobei er an Shakespeares Lear-Stoff zahlreiche Modifikationen vornimmt. Nicht nur werden aus Lears drei Töchtern, unter denen der König sein Reich aufteilen möchte, bei Kurosawa drei Söhne, sondern es fehlt auch die Glouchester-Parallelhandlung der Vorlage. Doch viele Elemente dieser Nebenhandlung hat Kurosawa dennoch an anderen Stellen verwendet bzw. auf andere Figuren verteilt.

Erzählt wird die Geschichte einer umfassenden Zerstörung. Zum zentralen Motiv wird bei Kurosawa Rache. Der alte Hidetora – Kurosawas Lear – hat sein Reich auf Gewalt gegründet. Gleichzeitig ist er jemand, der auf die Geltung traditioneller Formen menschlichen Zusammenhalts setzt. Die familiäre Solidarität unter den Söhnen soll die Grundlage des Fortbestands des Reichs sein. Zu Beginn der Handlung fordert er von seinen Söhnen, diese Solidarität zu bekunden. Der jüngste Sohn Saduro – Kurosawas Cordelia – verhöhnt Hidetoras Pläne jedoch als wirklichkeitsfremd und wird daraufhin verstoßen.

Sobald Hidetora seine Macht übergeben hat, setzt ein Zerstörungsprozess ein, der von Verrat, Rache und Herrschsucht getragen ist. Bereits mit dem Schluss von Shakespeares »Lear« haben Theatermacher und Publikum über die Jahrhunderte hinweg gehadert – zu deprimierend, zu perspektivenlos sei das Ende. Kurosawa, soviel sei verraten, geht in dieser Hinsicht noch über Shakespeare hinaus.

»Ran« ist ein Film von überwältigender Opulenz. Kurosawa distanziert den Betrachter vom Geschehen. Starre Blickpositionen und viele halbtotale und totale Einstellungen verhindern, dass der Zuschauer ins Geschehen hineingeworfen wird. Man sieht vielmehr einem sich langsam entfaltenden Verhängnis zu. Zur Distanzierung tragen außerdem der stilisierte Schauspielstil – wohl von den Konventionen des No-Theaters beeinflusst – sowie die Farbdramaturgie bei, die sich ganz besonders in das Gedächtnis der Zuschauer einbrennt.

Die neue Blu-ray von 2016 präsentiert den Film farbrestauriert und in einer neuen 4K-Abtastung. Im Vergleich zur alten DVD/Blu-ray-Fassung ist das Ergebnis umwerfend. Eine zweite Blu-ray enthält umfangreiches Bonusmaterial. Hervorzuheben ist der Film-Essay »A. K.« (71 Minuten), den der renommierte französische Fimemacher Chris Marker (1921-2012) parallel zur Entstehung von »Ran« gedreht hat. Es ist weit mehr als eines der üblichen Making-of’s. Zu den weiteren Extras zählen eine Doku zum Film (42 Minuten), Interviews mit dem Kameramann Shoji Ueda, der Schauspielerin Mieko Harada, mit Michael Brooke sowie mit der Dolmetscherin Catherine Cadou. Weiterhin gibt es ein Featurette zur Restaurierung und ein Feature ›Die Kunst des Samurai‹.

Fazit: Rundum gelungen, unbedingt empfehlenswert.
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am 14. Mai 2016
Sehr liebevoll gestaltete Veröffentlichung. Die neue Restauration ist wirklich ausgezeichnet, ich kann mir nicht vorstellen dass Ran viel besser aussehen kann. Sucht man ein bisschen auf blu-ray Foren wird man viele Leute über Blaustiche klagen hören, aber sieht man sich den Film an kann man das kaum ausmachen. Detail und Schärfe, so wie die hier besonders wichtigen Farben sehen absolut fantastisch aus. Nur ganz selten ist ein Shot mal weniger scharf, aber es kann gut sein dass man da wenig machen kann, weil die Originale einfach nicht gut genug aufbewahrt wurden über die Jahre, da lässt sich vermutlich wenig machen.

Die Blu-Ray kam bei mir in einem Slipcase aus wertiger Pappe, in dem eine Amaray steckt. Hier zu beachten ist, dass möglicherweise die Slipcases irgendwann aus Kostengründen weggelassen werden. Bemerkenswert finde ich die wunderschöne Menü Oberfläche, die wirklich hübsch und passend gestaltet ist, es ist sogar sehr wahrscheinlich das beste Menü das ich kenne (und ich habe eine recht üppige Sammlung von Blu-Rays). Auch sehr schön ist, dass die Dokumentation über den Film, "AK", auf der Bonus Disc dabei ist und ebenfalls restauriert wurde (!). Es ist eine sehr langsame, ruhige Doku, die wirklich nur die besonders interessierten gefallen wird. Aber genau das bin ich, und es ist für mich ein extrem wertvolles historisches Dokument Kurosawa bei der Arbeit zu sehen, den ruhigen Ton empfand ich als sehr angenehm und passend, nahezu meditativ. Die restlichen Extras waren für mich auch alle sehenswert, aber auch hier werden nur die besonders interessierten viel bei "Die Kunst der Samurai", das eine Extra welches ich jedem empfehlen kann um ein wenig Kontext für den Film zu bekommen ist das sehr informative, viertelstündige Interview mit Michael Brooke.

Jeder der großes Kino mag darf diesen Film nicht verpassen, und diese neue 4k Restauration von Arthaus macht ihm alle Ehre und noch mehr. Ich kann jedem nur empfehlen auf diese wunderbare Edition zurückzugreifen um den Film in voller Pracht zu genießen
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am 8. Mai 2017
King Lear auf Japanisch und von Kurosawa. Beeindruckend und nachdenkenswert. Wohin führt die Gier nach Macht? Kurosawa setzt die Antwort auf seine unnachahmliche Art und Weise -meiner Meinung nach- perfekt um. Diese Verflechtung von menschlichen Trieben, Action und bildgewaltigen Aufnahmen sind für Fans dieses Regisseurs ein Genuß. Für mich einer seiner besten Filme.
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am 13. April 2016
Ein Meisterwerk von Akira Kurosawa, nicht ganz so gut wie seine Samurai Filme aus den 50ern und 60ern aber dennoch ein Kult-Klassiker.

Die Bildqualität ist gut bis sehr gut, man hat das Original-Negativ abgetastet und den Kameramann ins Restaurationsstudio geholt.
Der ist schon sehr alt und hat anhand des eher dunklen und bläulichen Scan mit dem Studiocanal-Team eine Farbkorrektur durchgeführt.
Das Bild wurde etwas aufgehellt und Stellen, die ihm zu blau wirkten, wurden gräulich oder türkis eingefärbt.
Bevor er die Firma verlassen hat, hat er ihnen versichert, dass der Film genau so in den 80ern ausgesehen hat.
Akira Kurosawa waren die Farben sehr wichtig.

Die Tonqualität ist auch gut, da punktet natürlich das Original mit einem 5.1 Mix, die originale Stereoabmischung ist auf japanisch und deutsch vorhanden.
Der deutsche Ton ist immer klar und mit Dolby Pro Logic II oder DTS:NEO kann man den Sound auf 5.1 Surround upmixen, aufjedenfall besser als Mono oder Stereo.

Als Extras bekommt man vieles: das Making of in HD mit vielen Ausschnitten vom Dreh, die Restauration, Interviews, Featurettes, und ein Video von der 2016 4k-restaurierten Fassung - Neuaufführung im Kino.

Für Fans des Klassikers eine klare Kaufempfehlung, besser hat man den Film noch nie gesehen, die Farbgebung wirkt zwar anfangs etwas merkwürdig, aber kein Release (DVD, Blu-ray) war so nah am Original wie diese hier.
Die DVDs und die alte unscharfe Blu-ray mit Doppelkonturen sind für mich ein Fall für die Tonne.
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Das erste Mal habe ich Ran vor vielen Jahren gesehen ohne Shakespeare’s „King Lear“ zu kennen. Ich fand den Film gut, unterhaltsam und sehr Japanisch. Er funktionierte für mich auch ohne das Wissen, dass es sich eigentlich um eine Adaption von „King Lear“ handelt.
Nun habe ich mir den Film mit der Kenntnis von Skakespeare’s „King Lear“ noch einmal angesehen und ja, die Parallelen sind sehr auffällig. Die Namen wurden geändert, aus den Töchtern wurden Söhne und aus Söhnen teils weibliche Figuren. Das ist nicht ungewöhnlich für Shakespeareadaptionen und heutzutage fast der Normalfall. Dennoch sind die Konstellationen teilweise schon deutlich komplizierter. Der Gloucester Erzählstrang und wer seinen Söhnen entspricht war dann schon nicht mehr so einfach zu identifizieren. Ran nimmt sich einige Freiheiten vom Plot abzuweichen und auch vom Original Text wird nichts übernommen.
So gesehen eine eher ungewöhnliche Shakespeare Verfilmung ohne Shakespreares Text, versetzt in eine andere Kultur.
Ich muss sagen, mir hat der Film besser gefallen, als ich noch nicht versucht habe, mit der Shakespeare Vorlage abzugleichen. Der Film funktioniert ja auch ohne dieses Wissen. Beim zweiten Ansehen habe ich immer versucht mit der Vorlage abzugleichen und herauszufinden wer welcher Figur im Stück entspricht. Das wird aber immer wieder hintertrieben wenn statt dem geblendeten Glouchester King Lear von einer Mauer springt. Das macht den Film einerseits interessanter andererseits auch irritierender zu schauen.

Fazit: Ran ist ein eigenständiger Film nach sehr offensichtliche Motiven aus King Lear, weicht aber deutlich ab und integriert viel Japanische Mythologie und Kultur. Das macht den Film sehr reizvoll und zu einem Film, den man immer wieder sehen kann.
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TOP 1000 REZENSENTam 6. November 2013
Es gibt Filme, welche man einfach immer wieder sehen kann und die dabei nichts von ihrer Faszination einbüßen - neben mir spontan einfallenden Werken wie beispielsweise "Blade Runner", "2001", "Apocalypse Now" oder natürlich auch der anders gelagerte "The Big Lebowski" muss ich in dieser Kategorie auch Kurosawas RAN nennen.

Was wurde nicht schon alles über diesen Film spekuliert und wieviele Allegorien, vom Atomzeitalter bis hin zu Shakespeare "King Lear", wurden in ihm entdeckt? Gleichzeitig ist die Liste der Filme lang, welche in den letzten 30 Jahren offenkundig von RAN inspiriert wurden. Da bereits andere Rezensenten diesen Film hier ausgezeichnet analysiert haben möchte ich mich daher kurz fassen.

RAN ist ein Film, welcher imposant inszeniert ist und auf sehr vielen Ebenen funktioniert - er ist ein politisches Drama, eine sehr persönliche Geschichte um Verrat und Stolz, eine Metapher, ein Lehrstück an Regie- und Kameraarbeit (der Bildaufbau und die Farbgebung beeinflusste nicht umsonst zahllose Nachahmer) und natürlich ganz einfach ein bildgewaltiges historisches Epos. Die Kostüme, die Locations, die Massenszenen, alles wirkt enorm stimmig, gleichzeitig aber häufig wie eine Inszenierung, ein echtes Drama.

Die Geschichte um den greisen Fürsten und seiner drei Söhne entwickelt sich wie ein einziger Alptraum und eine klassische Tragödie - letztlich kann keiner der Protagonisten aus seiner Haut heraus, und die völlige Vernichtung, der totale Untergang, welcher nur Trümmer, Tod und Leere zurücklässt, ist praktisch von Beginn an nicht mehr aufzuhalten.

Alles in allem: RAN ist, genau wie viele Filme, welche derart unter die Haut gehen, fraglos ein Werk, auf das man sich einlassen muss... und wenn man dies macht erlebt man einen alptraumhaften Trip und eine Reise in echte Abgründe, ein Film, der den Zsuchauer auch lange nach dem Abspann noch beschäftigt. Ein wirklich Meilenstein.
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am 5. Februar 2013
Zum Film muss man nichts sagen, ein Highlight der Filmgeschichte. Der Ton ist so wie im Kino (mono, und in den Außenszenen oft mit falscher Räumlichkeit), aber eine Neusynchronisation wäre wohl zuviel verlangt.

Die negative Bewertung rührt nur von der Bildqualität. Es ist eine Frechheit, was sich Studiocanal hier erlaubt: ein völlig mieses Lowdensity-Bild (VHS?), hochskaliert und überschärft mit Doppelkonturen, und das bei solch einem Meisterwerk! Jede halbwegs ordentliche DVD sieht - vom Bluray-Player hochskaliert - bei weitem besser aus.
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am 28. Februar 2017
In Summe ein ganz netter Film allerdings ist mir das ganze dann doch zu theatralisch insbesondere ist mir der 70 Jährige Oberfürst, der sein Besitztum an seine 3 Söhne abgibt, viel zu übertrieben in seiner Rolle. Dafür gibt es 1 Punkt Abzug. Den anderen Punkt Abzug gibt es für die relativ flache Story...

Kann man mal anschauen...
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am 14. September 2013
Die Bildqualität ist ein Trauerspiel bei diesem so großartig fotografierten Film. Auf dem Niveau einer schlechten DVD. Eine Schande dass Studio Canal sowas veröffentlicht.
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am 6. März 2017
Zuerst möchte ich einmal sagen, dass ich ein großer Fan von Akira Kurosawa bin umso enttäuschter war ich als ich mir RAN angeschaut habe. Der Film ist extrem langsam in seinem Aufbau, die handelnden Figuren sind teilweise extrem überzeichnet besonders der Großfürst geht einem ab Mitte des Films auf die Nerven. Die Kampfszenen hat man schon sehr viel besser in älteren Filmen von Kurosawa gesehen, und sind deshalb ebenfalls eine Enttäuschung. Die Charaktere bleiben recht oberflächlich und die Handlung ist leicht vorhersehbar. Wer hier einen packenden und interessanten Samuraifilm erwartet wird leider ernüchtert aufwachen.
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