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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
161
4,1 von 5 Sternen
Der Vorleser [Special Edition] [2 DVDs]
Format: DVD|Ändern
Preis:25,49 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 11. Juni 2017
Den Film habe ich sehr gemocht. Habe mich während des Film durchgängig Unterhalten gefühlt. was sicherlich an der wieder mal hervorragenden schauspielerischen Leistung einer Kate Winslet liegt. Wenn man über die Hintergründe des zweiten Weltkrieges nicht zu viel nachdenkt sondern die Tragik der Hauptdarstellerin in Betracht zieht, letztlich ein spannender Film mit unerwartetem Ende....
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TOP 1000 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTERam 25. Oktober 2009
Toller Film, mit sehr guten Schauspielern und einem ernsten Thema.

Sehr gutes Bild und Ton (obwohl eher dialoglastig)

Interessante Extras auch teilweise in deutscher Sprache, Wendecover und zusätzliche DVD (wozu auch immer...)

Großes Lob an David Kross !!

Ist interessant genug gemacht, um ihn sich auch später noch mal anzusehen.
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am 9. Oktober 2009
Hallo lieber Filmfreund!
Der Film "Der Vorleser" ist an sich schon hervorragend inszeniert, umso schöner, dass die Doppel-DVD hierzu ebenso hervorragend produziert wurde. Das Zusatzmaterial lässt dem Fan dieses Films keinen Wunsch offen.
Und das Wendecover lässt den ungeliebten FSK-Flatschen verschwinden.
Das Medium DVD wurde hier wirklich gut genutzt!
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am 22. März 2015
Sehr gute Schauspieler in einem packenden Liebesfilm mit spannendem Umfeld. Mal nicht der typische Ablauf mit Sosse sondern sehr besonders. Trotzdem nie schrÃ'g oder nicht nachvollziehbar.
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TOP 100 REZENSENTam 3. Januar 2016
Nachdem ich vor einiger Zeit das Buch von Bernhard Schlink Der Vorleser gelesen hatte, bekam ich Gelegenheit auch den Film des Regisseurs Stephen Daldy dazu zu sehen und bin davon sehr angetan. Der Film hat mich mitgerissen.

Der 15 jährige Schüler Michael Berg (David Kross) aus West Berlin wird 1958 während des Schulunterrichtes von einem plötzlichen Unwohlsein befallen. Auf dem Weg nach Hause findet ihn die Schaffnerin Hanna Schmitz (Kate Winslet) erbrechend vor dem Hauseingang ihrer Mietwohnung und nimmt ihn mit zu sich ins Haus. Der unerfahrene Michael ist von der Begegnung der auf ihn erotisch anziehenden Frau fasziniert und sucht sie nach seiner drei Monate dauernden und dann genesenden Scharlacherkrankung auf. Zwischen Michael und der wesentlich älteren Hanna entwickelt sich eine leidenschaftliche Liebesbeziehung, in deren Verlauf Hanna ihn bittet ihr aus Büchern vorzulesen und das später sogar als Bedingung vor einem Liebesakt fordert.

Eines Tages verschwindet Hanna spurlos und für Michael bricht eine Welt zusammen. Viele Jahre später trifft er als Student (nun Ralph Fiennes) Hanna völlig überraschend vor Gericht wieder, wo sie sich für eine dunkle Vergangenheit in der NS Zeit als KZ-Wächterin und den Tod von Menschen verantworten muss und sich in dem Gerichtsverfahren zudem herausstellt, dass sie junge Frauen aus KZ-Lager für ihre literarischen Interessen nutzte. Während des Prozesses gibt Hanna bei Vorlage eines wichtigen schriftlichen Beweisstückes nicht zu erkennen, dass sie Analphabetin ist, was für sie eine lebenslange Haft bedeutet.

Es ist eine sehr bewegende Geschichte mit unterschiedlichen Ebenen emotionalen Geschehens. Es stellt sich die Frage nach Hannas Schuld an der Tragödie und dem Tod von mindestens 300 Menschen in einer brennenden Kirche. Hanna stellt zum damaligen Zeitpunkt Pflichtbewusstsein höher als Menschenrettung. Sie versteht nicht, sich durch ein Bereuen aus ihrer Schuld zu befreien. Die Handlung des Filmes wirft heikle Themen der Schuldfrage im Nationalsozialismus und des Analphabismus auf. Es geht um Schuld und Vergebung, Verantwortung und das Erkennen diese eingestehen zu müssen. Das versucht Professor Rohl (Bruno Ganz) seinen Jura Studenten und Michael während der Vorlesungen und beisitzender Gerichtsprozesse zu vermitteln.

Der Film hat mich unwahrscheinlich berührt. Ich war hin- und hergerissen, ob ich Hanna bedauern solle oder nicht. Die Schuld ihrer damaligen Taten hat sie zum Zeitpunkt der Gerichtsverhandlung nicht verstanden zu bereuen oder zumindest zuzugeben. Sie wirkt zerbrechlich und widerum sehr hart. Michael konnte Hanna nie vergessen und nimmt Kontakt zu ihr im Gefängnis auf.

Kate Winslet als Hanna und David Kross als der junge Michael, vor allem Ralph Fiennes als erwachsener, inzwischen geschiedener Mann und tätiger Rechtsanwalt schaffen es die Emotionalität der Geschichte authentisch zu vermitteln und haben mich lange nachdenklich zurückgelassen. Ein phantastischer Film!
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am 30. Januar 2013
Deutschland 1958: Ein Teenager (Michael Berg aka David Kross / Ralph Finnies) verliebt sich in eine ältere Frau (Hanna Schmitz aka Kate Winslet). Mit ihr erlebt er seinen ersten Sex. Es entwickelt sich eine für die damalige Zeit unseriöse Liebesbeziehung in deren Verlauf sich abzeichnet, dass mit der Frau etwas nicht stimmen kann. Erst viele Jahre später stellt sich das wahre Ausmaß dieser Unstimmigkeit heraus. Hierbei gehen die Protagonisten menschlich / zwischenmenschlich / ethisch und moralisch an ihre persönlichen sowie gesellschaftlichen Grenzen...

Das Geschehen wird von einem Schauspielerteam gespielt, das man qualitativ hochwertiger kaum finden konnte. Neben der letztlich oskarprämierten Kate Winslet finden wir einen nicht weniger brillanten Ralph Finnies, der sich im Verlauf des Geschehens nicht entscheiden kann „Held“ oder Opfer zu sein. Hierbei muss er seine persönlichen Grenzen erleben und ausleben. Er weiß nicht ob und wie er handeln soll. Er kann die Geschichte beeinflussen. Doch weiß er seine Gefühle sowie Recht und Unrecht nicht mehr einzuordnen. Das weitere Geschehen fällt somit wieder tragisch aus…

Eine leider noch immer brisante Story.
Ein tragischer und eigentlich bedauernswerter Charakter.
Ein Zwiespalt zwischen Recht und Recht bzw. Recht und Unrecht.
Der Zwiespalt eines Antihelden.

Der Plot wird äußerst sensitiv und filigran dargestellt. Vordergründig wird der Film für viele Betrachter stinklangweilig sein. Das Erzähltempo ist langsam; zeitweise verfällt es in Zeitlupe. Der Film ist anstrengend. Man sollte sich permanent auf die Charaktere konzentrieren, damit sich die vielen kleinen und feinen Details erschließen. Doch so entwickelt sich der Film als hochgradig beklemmend. Man weiß nicht, was als nächstes passiert. Der Gesamtausgang ist auch nicht wirklich vorhersehbar...

„Spoiler“

Insgeheim hofft man, dass der „Anwalt“ der Protagonistin hilft;
dass er ihr Unvermögen offen legt und somit eine Strafminderung ermöglicht;
dass die weiteren angeklagten Straftäter(innen) eine gerechtere / härteren Strafe erfahren, weil sie nach wie vor Menschlichkeit und Einsicht vermissen lassen;
und dass das (Liebes)Paar irgendwie doch noch eine Chance bekommt…

„Spoiler Ende“

Doch der Film ist LEIDER realistisch. Der Mensch ist schwach. Es gibt keine wahre Gerechtigkeit. Es gibt kein Happyend!

Alle Auszeichnungen betrachte ich als überaus gerechtfertigt! 5 Sterne für einen der nachhaltigsten Filme der letzten Jahre.
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am 29. Oktober 2015
Dieser Film ist sehr vielschichtig, emotional aufwuehlend und behandelt viele Ebenen und Perspektiven. Es geht um die Aufarbeitung der Geschichte, in der viele Gedanken und Meinungen geaussert werden - unter anderem zu Schuld, Gerechtigkeit - Polaritaeten oder Grauzonen derer. Durch die sehr behutsame und langsame Darstellung der Einzelcharaktere wird die Thematik stark personalisiert und so emotional sehr tiefgruendig.
Die Darstellung der weiblichen Hauptfigur als Soziopathin, so wie ich dies nach dem zweiten Anschauen des Films verstehe, ist nach meiner Meinung in der ersten Haelfte des Filmes gut gelungen, allerdings empfinde ich die Darstellung in der zweiten Haelfte des Filmes mit zu viel Gefuehl und Sentimentalitaet ausgestattet. Sollte der Film auf wahren, tatsaechlich stattgefundenen Begebenheiten beruhen, koennte das eventuell an der kognitiven Dissonanz liegen, die Pschopathen oder Soziopathen hervorrufen - dies ist keine Kritik - an keinster Stelle des Buches, des Scripts, oder der schauspielerischen Umsetzung - auf keinen Fall. Jedoch wird jeder Mensch, der mit einem Psychopathen Kontakt hatte, sich schwer tun, diese Dissonanz zu klaeren. Opfer von Psychopathen haben diesen am Anfang ihre Sympathie entgegengebracht, die aufs schwerste verletzt wurde - und so werden die Opfer lange im Konflikt stehen, mit dem was war, scheinbar war, nicht war, haette sein koennen, doch gleichzeitig auch nie sein konnte. Dies ist im allgemeinen schon aeusserst schwierig, jedoch fuer den Involvierten fast ersteinmal unloesbar.
Man sollte hier vielleicht deutlich benennen, dass es moeglich ist, einen Soziopathen zu verstehen, jedoch sind seine Taten deutlich zu verurteilen und dies zutiefst. Ein Soziopath wird niemals Mitgefuehl entwickeln koennen - und dies wird sich in seinen Handlungen immer katastrophal auf sein Umfeld auswirken. Selbstmitleid und Egozentrismus sind hingegen seine Staerken - und er wird immer seine Opfe mit einem zutiefsten Schuldgefuehl hinterlassen, dass wenn man es verarbeiten und so verstehen kann - dann auch sehen kann, niemals die Schuld der Opfer ist - es wird nur auf die Opfer durch den psychologischen Mechanismus der Projektion uebertragen. Sozio - oder Psychopathen bewegen sich immer wieder nach dem selben Beziehungszyklusschema, das immer zum Schluss in die grausamen Abwertung muendet. Der Film macht dies sehr deutlich - mit allem, was dies im Extremfall fuer das Opfer bedeuten kann.
Es ist sicherlich sehr schwierig moralisch zu bewerten oder zu beurteilen, inwieweit ein Sozio -oder Pschopath Opfer seiner eigenen Veranlagung oder Biographie ist - jedoch sollte die Aufklaerung die Opfer warnen, dass sie es deutlich mit einer anderen Sorte "Mensch" zu tun haben, auf die nicht eigene Praemissen, die auf empathischen Gedanken, oder Sichtweisen beruhen anzuwenden ist.
Erst wenn man dies verstanden hat, und zwar nicht nur intellektuell, sondern auch emotional, kann man sich aus diesem Konflikt loesen. Man hat es mit einer anderen "Species " zu tun, sieht es ihr jedoch nicht an, und so ist Elend vorprogrammiert. Bei Tieren wissen wir, ein Loewe ist ein Loewe und ein Hase ist ein Hase und wir kennen ihre unterschiedlichen Eigenschaften und verhaltensweisen, und koennen uns so auf die Situation einstellen. Aufklaerung ist also hier ganz wichtig, da hier Deutlichkeit viel Leid verhindern koennte.
Das Ironische fuer mich persoenlich ist hier, das mir der Film von einer Psychopathin empfohlen wurde, am Anfang des Kontaktes mit ihr, ueber die moeglichen bewuszten oder unbewuszten Gruende dafuer kann ich heute nur spekulieren - Tatsache ist, das ich nun vieles aus dem Film ganz anders sehe, nachdem ich ihn dann nochmals eher zufaellig geschaut habe. Das Ganze war sowohl emotional erschuetternd, als auch klaerend, da man Dinge scheinbar immer besser aus der "Zuschauerperspektive" verstehen kann.
Es gibt und gaebe noch so viel zu sagen, jedoch wuerde dies dann nicht mehr eine Rezension zum Film sein, und es gibt viel gute weiterfuehrende Literatur zu dem Thema, die in heutiger Zeit zum Glueck erhaeltlich ist.
Eins jedoch moechte ich noch einmal hervorheben, was mir unabhanegig vom Thema bewuszt wurde. Es ist wie unterschiedlich doch die eigene Wahrnehmung auf der Grundlage des Vorwissens, des Erlebnis - und Erkenntnisstandes sein kann. Und so kann man philosophisch hinzufuegen - wann weisz man wirklich - grundlegend und universell, und geht das ueberhaupt? Aber davon unabhaengig bin ich jedem Menschen dankbar, der auf seine Weise und nach seinen Moeglichkeiten fuer sich am best moeglichsten menschlich handelt. Dies ist wichtig fuer uns alle - jedes Individuum, die Gemeinschaft und die Gesundheit einer ganzen Gesellschaft. Und so ist dieser Film sehr wichtig um sich mit wichtigen moralischen Praemissen des menschlichen Zusamenlebens auseinanderzusetzen und aus der Geschichte zu lernen, um die Humanitaet des menschlcihen Miteinanders weiter zu entwickeln.
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am 26. Juli 2017
...erzählt der renommierte Regisseur Stephen Daldry (Billy Elliot - I Will Dance) Bernhard Schlinks Roman DER VORLESER mit handverlesenen Topdarstellern wie Kate Winslet, Ralph Fiennes, David Kross, Bruno Ganz, Alexandra Maria Lara, Karoline Herfurth und Hanna Herzsprung.

"Was wäre wenn? Was hätte ich gemacht? Wie kann ich das Geschehene wieder gut machen?"

Diese Fragen wurden u.a. hier einfühlsam doch ohne Absolution erteilend aufwendig in 119 Minuten inszeniert. Ein schwieriges Deutsches Thema zu drehen, welches den Finger des Moralapostels (wie leider so vielen Filmen dieser Art), ist diese Romanverfilmung ein perfekt ausbalancierter Drahtseilakt, den man so schnell nicht wieder vergisst; und ein wenig an Steven Spielbergs Film SCHINDLERS LISTE denken lässt.

Zur DVD: Die Bildqualität der DVD bietet eine schöne Schärfe, Kontrast und Farbgestaltung. Wer ein Heimkinosystem zu Hause stehen hat, bekommt einen großartigen räumlichen Klang in Dolby Digital 5.1, bei dem man "Mittendrin statt nur dabei" ist. Wem der Film gefallen hat, sollte sich danach auch den deutschsprachigen Audiokommentar des Produzenten Henning Molfenter anschauen.

Ein DVD-Wendecover ohne FSK-Logo ist vorhanden!
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am 17. September 2017
Ich habe den Film vor einigen Jahren ganze viermal gesehen, erst im Kino, dann auf DVD.
Dabei ist mir mit jedem Mal mehr aufgefallen, wie mies die Synchronisation ist - man sieht sehr deutlich, wie sehr der Ton von dem tatsächlich Gesagten abweicht. Freilich kann man bei einem Film niemals eine absolut perfekte Lippen-Synchronisation hinbekommen, aber was hier abgeliefert wird, ist schon richtig schlecht.

Die Thematik an sich fand ich sehr interessant, auch wenn die Bettszenen zwischen David Kross und Kate Winslet für meinen Geschmack zu sehr im Vordergrund standen. Schauspielerisch ist der Film ebenfalls Durchschnitt - ich kann den Hauptdarstellern ihre Leidenschaft und die spätere Betroffenheit im Gerichtssaal nicht abnehmen. Ganz abgesehen davon merkt man David Kross an, dass er zum Zeitpunkt des Drehs schon weit über das Spielalter von 15 hinaus ist. Natürlich kann man für so eine Rolle keinen Minderjährigen nehmen, aber es gibt auch glaubwürdige, sich jung gehaltene Darsteller, die diese Rolle besser hätten verkörpern können.

Man hätte den Film gut und gerne um mindestens eine Stunde kürzen können, denn die epische Länge von knapp zwei Stunden wird nach meinem Empfinden ungerechtfertigt ausgezehrt, ohne dass ein Mehrwert entsteht.
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TOP 100 REZENSENTam 5. Januar 2015
Es ist ein wirklich beeindruckender Film: Spannung, Tiefgründigkeit, Schuld, Liebe und das Thema des 20. Jahrhunderts schlechthin. Dieser Film verbindet Elemente unserer nahen, zurückliegenden Vergangenheit zu einem Schrei nach Leben & Liebe, wie man ihn selten vernimmt.

Wo kommen Menschen her aus dem frühen 20. Jahrhundert? Aus Unmündigkeit, Not und der Hoffnung nach Arbeit. Die Hauptdarstellerin Hanna Schmitz stammt aus Hermannstadt in Rumänien, darauf erzogen zu gehorchen. Ihre Hoffnung auf Liebe und darauf, wenigstens ein klein Wenig von der Welt zu verstehen, ist ihr Antrieb, schauspielerisch perfekt dargestellt von Kate Winslet, ebenso großartig jedoch der junge und alte Michael Berg, verkörpert von David Kross und Ralph Fiennes.

Liebe letzten Endes ist unergründlich. Das Zusammenspiel aus Körperlichkeit, Hingezogensein, Verbundenheit, Seelengleichklang - die unerschöpfliche Summe der Möglichkeiten grenzt an pure Wunder. 1. Korinther 13: Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. Sie vergibt und taucht in jene Seelengründe des Anderen, die Menschen erklären, erleichtern und zufrieden stellen können, sie legt Zusammenhänge offen, lässt einander verstehen.

Warum übernimmt man Ver-Antwortung für einen anderen? Es sind tiefe Antworten, die man durch den/die Liebende(n) erhält. Michael Berg taucht in die Vergangenheit seiner Geliebten ein und beginnt zu verstehen, seine Liebe über alle Grenzen und Situationen ist ein Meilenstein des Verstehens, er lebt wahrhaft mit der anderen, auf menschlich vergebende Art und Weise.

Selbstverständlich ist die Hanna Schmitz schuldig, auch wenn sie nicht lesen kann. Und doch ist sie - wie eine Mehrheit der Deutschen - unschuldig, weil sie das Ergebnis einer jahrhundertelangen Erziehung zum gehorsamen Untertanten hinter sich hatten, bangend nach Arbeit bzw. danach, nicht verhungern zu müssen. Das Hineingeworfensein in diese Zeit: wer könnte von sich sagen, dann ohne Schuld geblieben zu sein? Hannah Arendt hat diese Banalität des Bösen gut umschrieben.

Die Hauptdarstellerin befreit sich aus ihrer eigenen Umündigkeit, aus der Unbelesenheit, die Liebe macht es möglich, sie erkennt ihre Schuld und versucht eine (natürlich) ungenügende Wiedergutmachung. Dies ist am Ende die Nachricht an den Geliebten bzw. die Anerkennung ihrer Schuld, verbunden mit der Hoffnung, dass ihre Wiedergutmachung weitergetragen wird.
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