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am 16. April 2011
Paris im ausgehenden 19. Jahrhundert: Der Dichter Rodolfo lernt an Heiligabend seine neue Nachbarin Mimi kennen, die von einer schweren Tuberkulose erkrankt ist und nicht mehr genesen wird. Beide verlieben sich ineinander, doch Rodolfos Liebe gestaltet sich schwer, da er für Mimi sorgen muss und ihm dies nur begrenzt möglich ist. Mimi stirbt in Rodolfos Armen.

La Bohème - eine der herzergeifendsten verfilmten Opern, die es je in diesem Genre gegeben hat. Villazóns Männlichkeit und seine Stimmgewalt und Netrebkos zerbrechliches Spiel als Figur der Mimi überzeugen allemal in dieser dramatischen Geschichte einer Liebe, die es nur für bestimmte Zeit geben wird. Im ganzen Film durch wird auf italienisch durchgesungen und mit Untertiteln eingeblendet, das sollte man wissen bevor man sich den Film kauft, es ist nämlich kein Gewöhnlicher. Die Drehorte im eisigen Schnee verbunden mit Mimis Tuberkulose oder die kalte Wohnung Rodolfos lassen den Zuschauer das Leid und den nahenden Tod Mimis förmlich spüren und verschaffen einem Gänsehaut und Herzschmerz pur für diese Figur. Sollte man sich nicht entgehen lassen, ist wirklich sehenswert als Verfilmung von Puccinis meisterhafter Oper!

~Bücher-Liebhaberin~
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am 4. Januar 2010
Man mag einiges über diese Produktion sagen:
Dass Anna Netrebko keine Mimi ist - richtig. Zumindest von der Persönlichkeit und schauspielerisch ist sie es nicht. Gesanglich allerdings gibt es an ihr nichts auszusetzen.
Die Maske hat in der Szene vor der Gaststätte etwas daneben gegriffen: wirkte Anna in den ersten beiden Akten noch wie das blühende Leben - und eine reife Frau in der Blüte ihrer Jahre und Sexualität - so haben wir hier eine junge Punkerin vor uns mit schief abgeschnittenen Haaren, leichenblasser Schminke (aber nur im Gesicht!), blutroten Lippen. In der Sterbeszene passt die Maske dann wieder, vor allem, weil der Lippenstift offenbar verloren ging. Und dass eine arme Näherin, die sich keine eigenen Zündhölzer leisten kann, kein dunkelrotes Abendkleid tragen wird, schon gar nicht im Alltag, springt sofort ins Aug. Von den kleinen Regiefehlern (wo ist das Problem, dass die Kerzen ausgingen, wenn doch im Ofen ein lustiges Feuerchen brennt?) mal abgesehen.
Und doch: kaum eine Opernverfilmung macht so einen runden Eindruck wie diese. Rolando Villazon spielt genau den künstlerischen Luftikus, den von Luft und Liebe lebenden Hanswurst, der ein Mädchen, das Tag und Nacht nur Arbeit kennt, um zu überleben, verzaubern kann. Seine Freunde ergänzen die Künstler-WG kongenial. Das Lokalkolorit lässt sich kaum auf einer Bühne so perfekt und detailliert darstellen, hier spielt der Film seine großen Stärken aus.
Musikalisch finde ich, dass Netrebko/Villazon den Vergleich mit Pavarotti/Freni (ich habe sie auf CD) durchaus aushalten können. Und die "Nebendarsteller" sind ihnen mindestens ebenbürtig, Nicole Cabell als Musetta ragt besonders hervor. Ganz besonders beeindruckend das Quartett vor der Gastwirtschaft, als Rodolfo und Mimi gemeinsam vom Frühling träumen und vor ihnen zwischen Marcello und Musetta die Fetzen fliegen! Das ist große Oper und großes Kino, Herz, was willst du mehr. Aber auch das Café Momus oder der Klamauk der vier Freunde kurz vor dem tragischen Ende sind ebenso witzig gespielt und in Szene gesetzt wie musikalisch überzeugend.
Mein Fazit: mit dieser Produktion wurden neue Maßstäbe gesetzt, auch wenn man an einigen früheren weiterhin nicht vorbeikommen wird. Das Gesamtwerk dieses Films ist rundherum gelungen, ein großes Kompliment an Dornhelm, Netrebko, Villazon und alle Mitwirkenden!
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am 24. November 2009
Mag bisher der Film mit Pavarotti/Freni das Maß aller Dinge gewesen sein, jetzt ist es diese zauberhafte Verfilmung von "La Bohème", an der sich in Zukunft alles Nachkommende wird messen müssen. Ich hatte das Glück an allen drei Abenden der musikalischen Live-Aufnahmen in München dabei gewesen sein zu dürfen und kann allen Zweiflern versichern, dass Rolando Villazón trotz Verkühlung bestens bei Stimme war und dass am Schneidetisch wohl kaum etwas nachgebessert werden mußte. Es war ein Abend hinreißender als der andere. Dachte ich damals, diese Erlebnisse seien nicht mehr zu überbieten, so hat mich der Film eines Besseren belehrt. Villazón und Netrebko haben auf dem Konzertpodium so unglaublich einfühlsam und überzeugend gespielt, aber was der Film zu bieten hat, ist einfach unbeschreiblich schön. Robert Dornhelms kluge Regie, die einfach "nur" dem Stück gerecht wird und der es vermeidet, seine eigenen eventuell vorhandenen seelischen Blähungen über die Opernregie der Welt mitteilen zu müssen, wie das heutzutage ja leider so viele Regisseure machen. Hier wird gelacht, geliebt, gelebt, gelitten als gäbe es kein Morgen und würde Oper immer so dargebracht, dann müssten sich viele große Opernhäuser wohl nicht über mangelndes Zuschauerinteresse beklagen. Diesbezüglich leben wir zwar in Wien ein bißchen auf einer Insel der Seligen, aber nachdem ja nun auch hier längst sogenannte Regisseure wie Konwitschny und Konsorten Einzug gehalten haben, kann man den Produzenten, dem Regisseur und allen Mitwirkenden nur von Herzen danken, mit viel Herzblut so ein schönes Werk für uns heute und die Nachwelt hergestellt zu haben. Auch wenn die DVD nun schon einige Zeit auf dem Markt ist, so kann ich sie jedem, der sie noch nicht hat oder der jemandem eine Freude machen will, als Weihnachtsgeschenk wärmstens empfehlen. Wer mit der Oper noch nicht sehr vertraut ist, sich dem Genre aber annähern möchte, ist mit diesem Werk ebenfalls bestens bedient.
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am 16. September 2009
Gewiss, mein Bohème-Traumpaar heisst nach wie vor Luciano Pavarotti und Mirella Freni, auch dieser Film wird nichts daran ändern. Die Bohème unter Karajan ist und bleibt ein Jahrhundertereignis, und jede andere Aufnahme, jeder andere Tenor, jede Sopranistin wird sich an diesem Ereignis messen lassen müssen.
Aber: es ist dennoch ein wunderschöner Film mit einem Rolando Villazón dem man die sich anschleichende Krise nicht anhört (da wurde wohl einiges im Studio nachgebessert, denn der Livemitschnitt klingt vor allem zu Beginn nicht immer optimal) und der singt und spielt als gäbe es kein Morgen. Netrebko singt ihre Mimi mit gewohnt schöner, dunkel strahlender Stimme und ist selbst im Todeskampf sehr hübsch anzuschauen. Diese Mimi ist um einiges offensiver (und auch nicht ganz so unschuldig) als wir es aus anderen Bohème-Inszenierungen kennen: sie rennt im bordelroten Kleid mit offenherzigem Ausschnitt rum, sie ist es, die sich den Dichter greift und in ihr Lotterbett zieht, was alles nicht wirklich zu ihrem musikalischen Charakterbild passt. Überhaupt hat man hier das Gefühl, daß es Rodolfo ist um dessen Gesundheitszustand man sich sorgen müsste: blass und übernächtigt, Haar- und Barttracht in einem Zustand als hätte er die letzte Nacht in der Mülltonne verbracht, besingt er das eiskalte Händchen der blühend gesund ausschauenden Mimi.
Mit der Realität im Elend lebender, (ver)hungernder, jämmerlich an Tuberkulose zugrunde gehender Menschen im 19. Jahrhundert hat diese Bohème nicht das geringste zu tun, aber da dies kein Aki-Kaurismäki-Film ist, sondern eine Puccini Oper wollen wir uns daran nicht weiter stören. Der Film ist einfach schön, lassen sie sich von niemandem was anderes einreden. Auch von mir nicht.
Im übrigen kann es geschehen, daß man sich im Kino oder vor dem Fernseher bei einem inbrünstig gemurmelten "...und bitte lieber Gott, mach den Rolando wieder gesund!!!" ertappt, denn es wäre eine Tragödie, wenn dieser Film zum Schwanengesang eines großartigen Künstlers würde der Seinesgleichen sucht.
Also: den Verstand vor die Tür schicken, in schönen Stimmen, schönen Kostümen und schönen Menschen schwelgen und hoffen, daß alles wieder gut wird.
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am 13. Februar 2010
Da "La Bohème" eine meiner Lieblingsopern ist, habe ich mir direkt die neue DVD mit Anna Netrebko und Rolando Villazón besorgt. Ich dachte: Endlich mal zwei, die nicht nur toll singen können, sondern auch optisch und altersmäßig zur Rolle passen, was sonst selten der Fall ist (Ausnahme: Ileana Cotrubas und Neil Shicoff).
Und musikalisch hat mich die DVD nicht enttäuscht (abgesehen von der Tatsache, dass die 2 letzten Töne des 3. Aktes fehlen).
Was mir nicht gefiel: Anna Netrebko macht einen ganz anderen Typ aus Mimi als Puccini gezeichnet hat. Bei Puccini ist sie schüchtern, zurückhaltend, und muss notgedrungen im ersten Akt bei Rodolfo klopfen, weil ihre Kerze erloschen ist, sie will es nicht. Sie ist sehr scheu, und geht erst dann aus sich heraus, als sie das Gefühl hat, dass da jemand ist, der sie versteht - mitten in ihrer Arie Mi chiamano Mimi". Es ist eine einzige große Steigerung, umwerfend schön komponiert die Stelle, wo Rodolfo sich umwendet und sie im Mondschein stehen sieht. Die Mimi Puccinis ist bewegungsmäßig eher statisch, die Entwicklung, die Steigerung ist innerlich.
Ganz anders Anna Netrebko. Sie ist schon vor ihrem Auftritt präsent, indem gezeigt wird, dass sie den Dialog zwischen Rodolfo und Marcello mitanhört. Sie verlässt ihr Zimmer (ganz nebenbei: sie vergisst, das Licht zu löschen - hat sie so viel Geld, dass sie sich das leisten kann?), geht zielstrebig zur Wohnung Rodolfos, bläst selbst ihre Kerze aus, um einen Vorwand zum Klopfen zu haben, und ist dann dermaßen präsent, dass die bei Puccini so wunderbar angelegte Steigerung ziemlich untergeht, sie bewegt sich zu viel, rennt viel zu viel herum - sie steht nicht im Mondschein da.-
Aus diesem Grund würde ich - trotz aller Positiva, die DVD ist auf alle Fälle sehenswert und ein Genuss - dennoch die Aufnahme mit Ileana Cotrubas und Neil Shicoff aus der Royal Opera Covent Garden bevorzugen.
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am 12. August 2012
Ich mag Opern sehr und dachte mir, dass ich dieses Werk wohl nicht verpassen darf.

Der "Film" ist wunderbar, ergreifend, traurig, heiter und tiefsinnig.
Der Gesang einfach traumhaft und ohne Makel.
Mir ist es jedoch noch nie passiert, dass ich 3mal ansetzen muss, um einen Film (bzw. eine Oper) zu schauen.
Dies bedeutet für mich; La Bohème ist eine Oper für Kenner, Genießer und geübte Operngänger.
Nichts für Leute, die mal gerne eine Oper zwischendurch schauen möchten.

Ein Klassiker, ganz ohne Frage. Aber ich war von der überbordenden Dramaturgie und dem gesanglichen Wechsel von Lyrik und Dramatik erschlagen und unfähig weiter zu schauen.

Ich bleibe bei Mozart. Das ist für den Hausgebrauch völlig ausreichend.
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am 21. April 2010
Nach dem ich den Film im Kino gesehen habe, habe ich mir die DVD gekauft. Und der Film hat mir sehr gefallen. Aber der Anspruch des Kinopublikums ist wohl ein anderer als der des Opernliebhabers. Die Oper unter Karajan mit Mirella Freni und Luciano Pavarotti sollte man daher nicht mit dem Filmtheater vergleichen. Deshalb werte ich: Pavarotti und Freni waren einzigartig, zweifelsohne sind das Villazon und Netrebko auch. Ich bin ein Fan von Pavarotti, Freni und von Villazon, Netrebko.
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am 7. September 2013
Da stimmt für mich als Opernfan einfach alles.
Zwei Stimmen die einen verzaubern, eine Inszenierung die modern und doch
genau so gefühlvoll und bombastisch ist wie ich es liebe.
Meine Lieblingsoper zum immer und immer wieder genießen.
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am 23. September 2008
die sänger und das orchester sind sehr gut. was sehr stört ist die dunkle ausleuchtung im 1. und im 4. akt.die hd auflösung geht komplett verloren,die sänger sind im dunklen kaum zu sehen. schade,schade
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am 25. Oktober 2009
Einen Tag nach Erscheinen der DVD kam ich nun in den Genuß dieser Aufnahme. Als passionierter Puccini Fan, der La Bohème bereits unzählige Male live erleben durfte, auf vielen Opernbühnen dieser Welt, kann ich sagen, dass diese Aufnahme eine ganz besondere Perle, ein absolutes Highlight, darstellt.

Die Szenenbilder sind stimmig und authentisch, das Tempo vielleicht gelegentlich einen Hauch zu schnell und die Darsteller, insbesondere Anna Netrebko, einfach umwerfend. Es gab nie eine bessere Mimi als diese.

Durch die Machart als Film wirkt es noch intensiver und erschütternder als auf einer Opernbühne, zumindest auf mich. Nach der Aufnahme Von Karajan mit Pavarotti / Freni die vielleicht beste Version dieser Oper, die ich je erleben durfte.

Den Einwand im Hinblick auf die mangelnde Blue-Ray Version lasse ich nicht gelten, denn hier handelt sich schließlich nicht um einen Hollywood Action Film, wo es auf die special effects ankommt, sondern um wahre Film- und Musikkunst, welche keinen "High-Tech" benötigt, um zu wirken.

Kurz: unbedingt zu empfehlen für alle Opernliebhaber.
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