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am 14. Juli 2009
Bobby Sands war ein IRA-Häftling, der im Gefängnis in den Hungerstreik trat und nach sechsundsechzig Tagen starb. Steve McQueen hat einen sehr starken Film gedreht (und auch das Drehbuch mitgeschrieben) und mit Michael Fassbender aus dem Film EDEN LAKE gibt es einen sehr guten und charismatischen Hauptdarsteller. Neben seiner Darstellung von Bobby Sands ist beeindruckend, wie viel Gewicht er sich für die Rolle von den Knochen gehungert hat, denn anfangs sieht er eher muskulös aus und wird gegen Ende des Films zu einem Gerippe mit Haut drüber. Die besten Maskenbildner können das nicht hinbekommen haben (obwohl sie mit Sicherheit auch das Ihrige beitrugen) und somit reiht Michael Fassbender sich ein in Akteure wie Christian Bale, der einen ähnlichen, sehr radikalen Weg für seine Rolle in THE MACHINIST ging.
Was in dem Film neben dem Hungerstreik gezeigt wird, sind die Haftbedingungen der IRA-Häftlinge in den Achtzigern, die nicht als politische Gefangene angesehen wurden. Dazu gehören brutale geplante Prügeleien durch Wächter wie auch Besuche der Häftlinge von Verwandten und Freunden.
Es mag paradox klingen, aber der Film besticht durch sehr schöne Bilder. Häufig wird nicht gesprochen, und es gibt so gut wie keine Musik - lediglich am Schluss. Der einzige wirklich lange Dialog ist ein Höhepunkt des Films, dauert ungefähr zwanzig Minuten und findet statt zwischen einem Priester und Bobby Sands. Beachtenswert hierbei ist vor allem, daß in etwa fünfzehn Minuten kein Cut zu sehen ist und die Kamera still auf die beiden Protagonisten drauf hält, wodurch die Intensität noch erhöht wird. Auch fiel auf, daß diese sehr lange Szene die kurz vorher stattfindenden bereits erwähnten Prügelszenen etwas abfedert.
Der Film lässt einen verstört zurück und ist nicht besonders unterhaltsam. Als Feierabend-Ablenkung ist er ungeeignet. Für Leute, die gern anspruchsvolle Filme mit hervorragenden Darstellern und ernsthaftem realem Hintergrund sehen, ist er sehr gut geeignet.
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am 12. April 2016
Verstörender, elektrifizierender Film. Der Film ist in drei Akte aufgeteilt. Im ersten Akt werden die Lebens- und Überlebensbedingungen der Insassen sowie der Wärter im Maze Prison gezeigt. Dieser Teil mutet dem Zuschauer einiges zu. Es gibt kaum Dialog.
Der zweite Teil wurde in einer einzigen Szene von ca 22 min gedreht. Die Schauspieler Michael Fassbender und Liam Cunningham bewegen sich kaum. Dafür gibt es einen sehr wortreichen und gewitzten Dialog. Wer Englisch kann sollte sich diesen Teil auf Englisch ansehen. Der irische Akzent und die Energie der Schauspieler kommen in der deutschen Fassung leider nicht rüber.
Der letzte Teil ist wieder schwer zu ertragen. Kaum Worte und ein bis auf die Knochen abgemagerter Hauptdarsteller lassen einen förmlich mitleiden.
Der Film richtet weder über Bobby Sands noch über die Wärter oder Maggie Thatcher. Er zeigt was Menschen Menschen antun können.
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am 26. Juni 2016
Wie vielen anderen hier auch, ist es mir hier mehr als schwer gefallen eine Bewertung zu geben, weshalb ich mich erstmal an der Kririk versuche und danach villt. eine hoffentlich eindeutige Bewertung gebe.

Über die Story möchte ich eigentlich garnicht so viel sagen. Es sei aber gesagt, es ist gut sich vor dem Film ein paar Informationen über die Zeit einzuholen, da der Film sonst eher ins negative fällt, weil man besonders im ersten Drittel dann nicht weiß ``Was passiert hier?'' und ``Warum erklärt man mir nichts?''.
Damit zu Punkt 1, den der Film richtig macht: Entgegen jeder typischen Hollywoodkonvention wird einem nicht alles sofort erklärt. Und ohnehin setzt der Film ganz einfach Hintergrundwissen vorraus. Ohne Hintergrundwissen dürfte es etwas ernüchternd werden (Hab selber nach 10 Minuten gemerkt, du musst dich erstmal damit gründlich auseinandersetzen) Nur so kann man einen solchen Film auch Wertschätzen. Wer sich dennoch entschließt diesen Film zu gucken, wird nicht enttäuscht.
Punkt 2: Es handelt sich um einen unangenehmen Film. Respekt gilt also dem Regisseur und allen vorran Michael Fassbender, die sich von den meisten Hollywood-Regisseuren- und Filmen distanzieren und ein Martyrium verfilmen ohne Rücksicht auf nicht ganz so starke Gemüter. Vorrausgesetzt wird ein starkes Gemüt, ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und, wie ich finde, Wertschätzung der filmischen und stylistischen Mittel, von denen der Film (meiner Meinung nach) etliche nahtlos im Film verwendet.
Das Geschehen wird erbarmungslos und elektrisierend aufgenommen, dargestellt und mit voller Wucht auf den Zuschauer übertragen. Ein Film, der einen zumindest für etliche Minuten nicht loslässt, ob man ihn nun zuende gesehen hat oder nicht.
Punkt 3: Die unglaubliche Dialog-Szene. Ich bin eh ein Mensch der diese Art des DIalogs liebt. Das ist eindeutig eine Kunst für sich! Allerdings verlangt dieser wunderbare Dialog (Szene geht ca. 17 Minuten) viel Aufmerksamkeit. Ein wunderbares Beispiel dafür, dass man mit einem so langen, durchdachten, ausgefeilten Dialog und einer Einzigen Kamera-Einstellung eine fesselnde und spannende Szene kreieren kann! Ich für meinen Teil zumindest finde sowas einfach beachtenswert.
Punkt 4: Michael Fassbender! Hierbei sollte man jedem seine Meinung zugestehen. An Authentizität ist die Darstellung auf alle Fälle nicht zu überbieten. Es handelt sich schließlich um einen Mann und sein 66-Tage langes Martyrium. Andererseits sollte man jeden verstehen, der sagt, dass es ebenso zielstrebig, wie auch dumm und lebensgefährlich ist, sich auf dieses Gewicht fallen zu lassen für einen Film. Aber das steht Schauspielern frei....
Punkt 5: Akkustik und Bild: Akkustik, Musik und Bild harmonieren. Am Anfang des Films beispielsweise ist nur das Geräusch der Teller auf den Straßen zu hören und dient mit der fast stummen nächsten Szene als Einleitung in die düstere und protestantische Welt des Films. Dieses Bild wird von Anfang bis Ende gehalten und mit teilweise erbarmungslos ekligen und grauenvollen Aufnahmen dokumentiert.

Letzendlich ist das Handwerk des Films ganz einfach ein anderes als bei der modernen Produktion. Etwas das ich außerordentlich zu schätzen weiß. Eine klare Bewertung fällt trotzdem etwas schwer. Denn er zeigt eine Zeit, die sehr hart war und zuckt auch nicht davor zurück es so zu zeigen. Mir fällts schwer. Aber ich rechne dem Film die Authentizität und Darstellung an.
Es gibt bestimmt auch einige die sagen, die Handlung wäre vielleicht etwas mikrig. Verbringt der Regisseur ja in einer Szene (ich weiß nicht genau) 2,3 Minuten oder mehr den Polizisten zu filmen wie er den ganzen Flur voll Pi**e wischt.
Ich bin eigentlich Fan von so einer Darstellung ( meine Meinung). Aber mir gefällt ``Der mit dem Wolf tanzt'' und ``the revenant'' auch. Ersteren würde man heute wohl von seinen wundervollen knapp 4 Stunden auf 2 Stunden kürzen.
Hoffe die Kritik kommt an und hilft vielleicht sogar ;)
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am 10. Januar 2010
Ein "cineastisches Meisterwerk", das "emotional berührt" und gleichzeitig "das Denken herausfordert", so wird mir "Hunger" auf dem DVD-Cover angepriesen. Hoch gelobt ist dieser Film, lief auf vielen Festivals, wurde mit Preisen ausgezeichnet. Nach dem Anschauen bin ich schon etwas irritiert, denn der Film konnte mich so gar nicht erreichen. Bin ich die falsche Zielgruppe? Für wen ist der Film gedacht? Steve McQueen sagt zu seiner Motivation zu diesem Film in den Extras, dass die Person des Bobby Sands und seine bewusste Entscheidung für einen langsamen qualvollen Hungertod ihn als Kind unglaublich beeindruckt haben. Das kann ich gut nachvollziehen. Nur ist mir die Person des Bobby Sands (der erst nach einer langen Anfangsphase mehr und mehr in den Mittelpunkt gerückt wird) nur in Ansätzen greifbar geworden. Insgesamt fehlte mir auch mehr politischer Hintergrund, denn schließlich ist es vom Thema her vor allem ein politischer Film. Anscheinend wollte McQueen aber auch gleichzeitig einen "besonderen" Film machen, eine Art "Kunstwerk" (ein Aspekt, der auch in den Kritiken hervorgehoben wird). Über weite Strecken des Films lässt McQueen Bilder sprechen, oft ästhetisch schön, dagegen herrscht meist Sprachlosigkeit im menschlichen Kontakt. Mir war das oft zu viel und gewollt, und der Sinn mancher lang gezogener Szenen hat sich mir nicht erschlossen. Im Kontrast dazu (für mich auch zu betont) das Gespräch zwischen Sands und dem Priester, wohl als "Schlüsselszene" gedacht: alles, was es zu dem Thema zu sagen gab, ewig lang und in einer einzigen Einstellung. Mich haben diese "Kunstgriffe" eher genervt. Gegen Ende des Films wird dann das langsame Verhungern des Bobby Sands in aller Ausführlichkeit nachgebildet. Natürlich sind das darstellerisch und filmerisch hervorragende Szenen und die Bilder sind erwartungsgemäß erschreckend. Für mein Gefühl geht aber der Bezug zu der eigentlichen Motivation und zu den politischen Rahmenbedingungen vollkommen verloren. Ein Mensch verhungert: es könnte auch ein Anorexie-Patient oder ein alter Mensch kurz vor seinem Tode sein.
Fazit: Etwas weniger "Kunst" und mehr Inhalt und Aussage bei diesem wichtigen Thema hätte mir wesentlich besser gefallen.
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am 6. Januar 2010
Der Film stellt eines der dunkelstens Kapitel britischer und irischer Geschichte extrem hart aber auch sehr bewegend dar... Ohne viele Worte dafür aber mit sehr eindrücklichen Bildern und deshalb um so eindrücklicher werden die Hungerstreiks in den H-Blocks 1981 dargestellt. Nichts für schwache Gemüter, aber der bislang beste Film, den ich zu dem Thema gesehen habe...

Der Hauptdarsteller ist für die Rolle wohl tatsächlich durch die Hölle gegangen und hat bis zum Extrem gehungert - das merkt man aber auch an der Intensität seiner Darstellung von Bobby Sands.
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am 25. August 2014
"Hunger" ist definitiv kein typischer Gefängnisfilm. Und wer einen Unterhaltungfilm erwartet, wird mit diesem Film nicht besonders viel anfangen können.

Im ersten Drittel des Films wird so gut wie kaum gesprochen und auf unnötige Dialoge verzichtet. Stattdessen lässt Steve McQueen seine (fantastischen) Bilder sprechen und vermittelt dem Zuschauer eine bedrückende und hoffnungslose Stimmung. Hauptdarsteller Michael Fassbender kommt in "Hunger" überraschend spät zum Einsatz und besticht mit einer grandiosen schauspielerischen Leistung.

Trotz künstlerischem Anspruch, exzellenten Kameraeinstellungen und Bildern von Steve MxQueen, sowie einem sehr starken Fassbender, bekommt der Film von mir nur 3 Sterne. Der Grund: "Hunger" berührte mich nicht annähernd so wie z.B. "Shame" (ebenfalls mit Michael Fassbender und SteveMcQueen). Nach einer guten Stunde fehlte mir dann doch an der ein oder anderen Stelle ein Spannungsbogen, um mich weiterhin im Film zu halten. Die Zustände und das Gefängnisszenario wurden sehr gut umgesetzt und dargestellt, berührten mich aber nicht so sehr, um dem Film eine bessere Bewertung zu geben. Streckenweise glich "Hunger" eher einer guten Gefängnisdoku auf Arte.
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am 27. Oktober 2012
"Hunger" ist eine langsam erzählte, mit starken Bildern arbeitende Geschichte vom in England inhaftierten IRA-Terroristen Bobby Sands, der um auf seine politische Motivation und die furchtbaren Lebensumstände in dem Gefängnis aufmerksam zu machen, in den Hungerstreik geht.
Diese Grundhandlung füllt Regisseur McQueen mit starken, teils verstörenden Bildern der völlig ausgezehrten, misshandelten Insassen und hat dabei auch keine Scheu, an die Grenzen des (für den Zuschauer) Erträglichen zu gehen. Die Szenen an sich sind schockierend genug, es ist daher angenehm, dass die Schnitte ruhig sind und nie zu hektisch werden.Hauptdarsteller Michael Fassbender ist für dieses Drama an seine körperlichen Grenzen gegangen, sein stetiges Abmagern ist nur schwer mit anzusehen - aber diese Leistung bringt einem das Thema nur noch näher, man fühlt tatsächlich sehr gut mit Bobby Sands mit. Auf Dialog wird weitestgehend verzichtet, eine sehr interessante Entscheidung, die der Filmqualität keinen Abbruch tut. Die 15 Minuten, in denen Bobby dann seine Pläne mit einem Pfarrer bespricht, sind umso wirkungsvoller und spannender.
Leider sind einige der dialoglosen Einstellungen, gerade im Mittelteil des Films dann doch manchmal etwas zäh und künstlich langgezogen.
Und dennoch:
"Hunger" ist interessant und aufwühlend, und hat stilistisch so einiges zu bieten. Beruhigen kann ich jeden, der sich hier nicht ranwagt, weil er sich nicht so gut mit der englisch-irischen Geschichte auskennt - der Film ist dennoch verständlich, da er eher ein persönliches Schicksal als politisches Drama ist. Für den anspruchsvolleren Filmschauer eine klare Empfehlung!
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am 19. März 2013
was der Regiesseur aus dem Darsteller M. Fassbender herausholt, ihm abverlangt. Er ist eigentlich in dem Film im Vergleich zu seinen anderen Filmen Prometheus und Shame nicht wiederzuerkennen. Ein Film, der Dank seiner Darstellung voll unter die Haut geht !!
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am 9. Mai 2012
9 Gefangene IRA-Kämpfer verhungert, 18 Gefängnisaufseher ermordet, Jahre voll Gewalt, Erniedrigung, Fäkalien und gebrochene Seelen wohin das Auge reicht. Steve McQuenn's Versuch einer Annäherung an die 66 Tage Hungerstreik von Bobby Sands macht wohl eines sehr deutlich. Das Entscheidende ist immer auf welcher Seite des Zaunes man steht. Sands wähnt sich auf der Richtigen, als Querfeldeinläufer den man im Ziel stoppen mußte ahnt man vielleicht wohin der Weg von Bobby gehen wird. Ob man den Hungertod der Häftlinge als Selbstmord oder Mord deutet, diese Frage kann selbst der Priester, als guter Ratgeber im Geschäft mit der Seele nicht beantworten. Die Geschichte mit dem verletzten Fohlen im Wasser scheint mir die Schlüsselszene zu sein. Nach Erzählung des Kindheitserlebnises weiß man, es gibt kein Wenn und Aber.
Der Film ist vor allem im ersten Drittel schwer zu schlucken, das Ende ist die logische Folge des vorangegangenen. Wie sagte Sands so schön: Wenn man sich einmal für das Geschäft mit der Seele entschieden hat,darf einem der Rest nicht so wichtig sein.
Ein Mann mit Prinzipien, der bereit ist für seine Sache zu sterben, ungeachtet aller Kollateralschäden in seinem Umfeld, so hat oder hätte sich Sands sicher gerne gesehen.
Ironie am Rande: alle Forderungen wurden erfüllt, nur leider die Wichtigste nicht, der Status politischer Gefangener zu sein.
Also, alles richtig gemacht, oder doch nicht? Ein Muss für alle Cineasten, 5 Sterne für McQuenn.
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am 13. Juli 2009
Bobby Sands war ein IRA-Häftling, der im Gefängnis in den Hungerstreik trat und nach sechsundsechzig Tagen starb. Steve McQueen hat einen sehr starken Film gedreht (und auch das Drehbuch mitgeschrieben) und mit Michael Fassbender aus dem Film EDEN LAKE gibt es einen sehr guten und charismatischen Hauptdarsteller. Neben seiner Darstellung von Bobby Sands ist beeindruckend, wie viel Gewicht er sich für die Rolle von den Knochen gehungert hat, denn anfangs sieht er eher muskulös aus und wird gegen Ende des Films zu einem Gerippe mit Haut drüber. Die besten Maskenbildner können das nicht hinbekommen haben (obwohl sie mit Sicherheit auch das Ihrige beitrugen) und somit reiht Michael Fassbender sich ein in Akteure wie Christian Bale, der einen ähnlichen, sehr radikalen Weg für seine Rolle in THE MACHINIST ging.
Was in dem Film neben dem Hungerstreik gezeigt wird, sind die Haftbedingungen der IRA-Häftlinge in den Achtzigern, die nicht als politische Gefangene angesehen wurden. Dazu gehören brutale geplante Prügeleien durch Wächter wie auch Besuche der Häftlinge von Verwandten und Freunden.
Es mag paradox klingen, aber der Film besticht durch sehr schöne Bilder. Häufig wird nicht gesprochen, und es gibt so gut wie keine Musik - lediglich am Schluss. Der einzige wirklich lange Dialog ist ein Höhepunkt des Films, dauert ungefähr zwanzig Minuten und findet statt zwischen einem Priester und Bobby Sands. Beachtenswert hierbei ist vor allem, daß in etwa fünfzehn Minuten kein Cut zu sehen ist und die Kamera still auf die beiden Protagonisten drauf hält, wodurch die Intensität noch erhöht wird. Auch fiel auf, daß diese sehr lange Szene die kurz vorher stattfindenden bereits erwähnten Prügelszenen etwas abfedert.
Der Film lässt einen verstört zurück und ist nicht besonders unterhaltsam. Als Feierabend-Ablenkung ist er ungeeignet. Für Leute, die gern anspruchsvolle Filme mit hervorragenden Darstellern und ernsthaftem realem Hintergrund sehen, ist er sehr gut geeignet.
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