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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
191
4,4 von 5 Sternen
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am 3. Juni 2017
Zuerst zum Positiven: schöne Sets, gefühlvolle Musik und hervorragende Schauspieler sind in Chocolat zu bewundern. Dazu ein Happy End.

Leider ist das mehr oder weniger auch alles, was den Film sehenswert macht. Dem Film sieht man leider seinen moralischen Zeigefinger an, die Figuren ziemlich holzschnittartig. Auch bei der Wahl der Protagonisten und Antagonisten wurde jedes moderne Klischee besetzt: lustfeindliches, katholisches Dorf, verklemmter Bürgermeister, gewalttätiger Ehemann, edle Fahrende und tolerante, atheistische Fremde. Und in all dieser moralisch einwandfreien Selbstverliebtheit bleibt für interessante Charaktere viel zu wenig Platz: lediglich die Motivation des Bürgermeisters ist hinreichend verständlich gemacht. Johnny Depp ist leider ungenutzt und bekommt kaum Zeit, seine Rolle zu entwickeln. Die Wandlung des Dorfes ist ebenfalls übertrieben und allzu perfekt.
Leider ist auch das Setting wenig überzeugend, es wirkt leider nicht französisch; da hätte etwas mehr französische Beteiligung wohl nicht geschadet.
Insgesamt nutzt der Film seine Möglichkeiten nicht, Drehbuch und Regie fehlen Fingerspitzengefühl und ein bisschen Magie.

Wer ein politisch korrektes Märchen mit Happy End sucht, wird hier fündig. Weiterempfehlen kann ich ihn nicht.
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*
... ein modernes Märchen für Erwachsene ... eine heitere Gesellschaftssatire ... das Alles ist der Film "Chocolat"!
Zudem ist es eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Joanne Harris. Ich habe das Buch gelesen und muss dazu sagen, daß es schon einige Unterschiede gibt. Erst einmal spielt der Roman nicht 1959 wie im Film, sondern (offenbar) viel später. Das Buch ist allgemein etwas mystischer gehalten, während im Film das einzig Mysteriöse der Nordwind ist, dessen Wehen ein Anzeichen dafür ist, daß sich bald was ändern wird. Vianne ist im Buch sozusagen eine Heidin/moderne Hexe, während sie im Film "nur" als Atheistin bezeichnet wird (das schien Hollywood wohl etwas weniger riskant für ihren Kundenfang zu sein *pfft*). Viannes Widersacher ist im Roman ein scheinheiliger Priester und im Film ein kontrollsüchtiger Bürgermeister (es war Hollywood wohl zu kontrovers, einen Geistlichen als Feinbild herzunehmen, dann lieber einen rückständigen Adligen *augenroll*). Der unsichtbare Freund ihrer Tochter Anouk ist im Buch ein Hase, während er im Film ein Känguruh ist. Und so weiter und so fort. Was das Ende betrifft - ich will nicht spoilern - sagen wir, der Film ist viel optimistischer als das Buch, was die menschliche Natur angeht.
Jedenfalls lohnt es sich durchaus beide Medien anzuschaffen. Man erhält die gleiche Geschichte in zwei verschiedenen Varianten (wenn der Film Milchschokolade ist, so kann man den Roman ruhig als Bitterschokolade bezeichnen). Es entsteht keine Langeweile, weder beim Lesen, noch beim Zuschauen.
Zurück zum Film.
Dieser ist fast 15 Jahre alt. Ich ärgere mich etwas, daß ich den Film erst jetzt anschaue. Meine einzige Entschuldigung dafür ist nur, daß ich zu dieser Zeit wohl noch zu unreif für diese Art von Filmen war. Zu uncool und kitschig, erschien mir damals der Filmtrailer (soweit ich mich erinnern kann). Auch jetzt, habe ich mir die DVD ursprünglich nur deshalb gekauft, um ein Geschenk für meine Mutter zu haben. Die mag solche Filme. Tja, ich werde ihr nun wohl nun doch ein anderes Geschenk besorgen müssen. Den leihe ich ihr nur, oder wir schauen ihn uns mal gemeinsam an. ^^

Zwei Welten treffen in der Handlung aufeinander.
Auf der einen Seite steht die weltoffene, atheistische und (positiv) hedonistische Konditorin (bzw. Chocolatière) Vianne Rocher, welche mit ihrer unehelichen Tochter Anouk neu in ein kleines französischen Städtchen kommt.
Auf der anderen Seite steht der Bürgermeister Comte Paul de Reynard und seine kleinstädtische Gemeinde, welche nach aussen hin das brave Bürgertum präsentiert, welches jedoch unter der hauchdünnen Oberfläche Bigotterie, Intoleranz, Missgunst, Hilflosigkeit, Trotz, etc. verbirgt.
Kein Wunder, daß Viannes neu eröffnetes Schokoladengeschäft (dazu noch mitten in der christlichen Fastenzeit) für Unruhe sorgt, da es die Bewohner quasi emotional spaltet. Viannes Geschäft wird bald zur Zuflucht für all jene Leute, welche sich nicht in die bürgerliche Gesellschaft einordnen können/wollen oder welche von ihr unterdrückt werden (z.B. eine leicht ordinäre alte kranke Frau, ein künstlerisch begabter von seiner Gluckenmutter streng bewachter Junge, eine vom Säufer-Ehemann oft misshandelte Kleptomanin, ein geächteter Fluss-Zigeuner, etc). Das sorgt für böses Blut bei der "gegnerischen" norm-konformen und sturen Gemeinde. V.a. dem Bürgermeister ist ihre (geschmacklich) verführerische und betont lebensfrohe Art ein Dorn im Auge.
Bis die Situation schliesslich eskaliert. Aber keine Angst. Wie alle Märchen, hat auch dieses letztlich ein Happy End.

Optisch weiß der Film zu gefallen. Das südfranzösische Städchen mit all den kleinen alten Häusern, den engen Gassen mit ihrem Kopfsteinpflaster sieht sehr malerisch aus. Allerdings ist das Bild etwas blaustichig und damit kalt. Passend zur Gesinnung deren Bewohner, die zudem häufig schwarze bzw blass pastellfarbene Kleidung tragen. Im Gegensatz dazu sieht man Vianne und Anouk gleich in der ersten Szene mit einem knallroten Umhang (erinnert an den altmodischen Umhang von Rotkäppchen). Rot scheint Viannes Lieblingsfarbe zu sein. Sie trägt auch stets rote Pumps, welche in der etwas tristen Umgebung stark hervorstechen. Wenn Szenen mit ihren neuen Freunden kommen, wenn Leute lachen und tanzen, werden passend auch gleich die Bildfarben etwas wärmer und sonniger. Wenn bald ein emotionaler Umbruch bzw. eine wichtige Veränderung in der Handlung bevorsteht, weht ein starker Wind. Das ist die Bildersprache des Filmes.

Und warum Schokolade? Da diese die Bildung des Glückshormones anregt, wird sie hier zu einem Sinnbild des Glücks.
Der ganze Film ist eine Ode an die Lebensfreude und an die Toleranz.

Gibt's was zu kritisieren? Ja, aber nur wenig, bzw. nichts Weltbewegendes.
1) Das Happy End ist ein wenig unrealistisch, zu plötzlich und etwas aufgesetzt. Andererseits ist das eben so bei märchenhaften Geschichten (egal ob für Kinder oder Erwachsene). Von daher ist dies letzlich normal.
2) Es ist etwas seltsam, daß die Geschichte in Frankreich spielt. Frankreich ist schon seit über 100 Jahren ein laizistischer Staat. Das bedeutet, die Kirche und der Staat sind streng voneinander getrennt. Wirklich getrennt. Nicht so wie in Deutschland mit seinem Religionsunterricht an Schulen und Kirchensteuer. Zudem ist in diesem Land niemand dank seines Adelstitels berechtigt, staatliche Gewalt auszuüben (in dem Fall die eines Bürgermeisters). Sowas gibt es - meines Wissens nach - nur in England (House of Lords). In Frankreich hingegen, wurde dies mit der Revolution Ende des 18. Jahrhunderts abgeschafft. Zudem ist Frankreich ohne Zweifel ein Land, daß Kulinarisches liebt. Und deren Bewohner sollen tatsächlich den Genuss von Schokolade als etwas Schlechtes betrachten? Vielleicht hätte man die Story im sog. "bible belt" der USA spielen lassen sollen. Das wäre glaubwürdiger.

Ach ja, die Altersfreigabe ab 6 Jahren ist etwas zu tief angesetzt. So junge Kinder verstehen eine solche Thematik noch nicht.

Das Bonusmaterial der DVD ist ziemlich nutzlos. Ausser dem Trailer zum Film (und anderen Filmen) gibt es nur Interviews, sowie einen Audiokmmentar (die zwei letzeren nur auf englisch OHNE deutsche Untertitel).

FAZIT:
Sehenswerter Film für Leckermäulchen und Fans von leichten Fimen mit anspruchsvoller Botschaft. Nicht anschauen, wenn ihr grade Diät macht! *lol*

PS:
Die Bücher von Joanne Harris (mit der Protagonistin Vianne Rocher) ->
Chocolat
Himmlische Wunder
Himmlische Träume
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am 7. März 2017
Hatte den Film vor Jahren im Kino gesehen und er hat mir ganz gut gefallen.
Sah ihn nun auf DVD und bin überrascht wie schlecht J. Depp spielt... dh sein sprechen (im Original) ist wie abgelesen, und bei den anderen zuweilen auch. Haut mich jetzt nicht mehr vom Hocker.
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am 12. Juli 2017
Mir hat das Buch besser gefallen. Der Film kommt ziemlich düster rüber. Im Buch erschien es mir anders als im Film. Aber gut gespielt.
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am 2. Juni 2017
Johnny Depp mein absoluter Favorit.
Bester Schauspieler ever.
Tolle andere Schauspieler.
An Freunde weiter empfohlen.
Schaue ihn mir wieder und wieder an.
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am 5. März 2017
Ich habe mich ewig dagegen gewehrt ihn anzusehen... kannte nur die Musik. Heute habe ich ihn angeschaut und bin wirklich hingerissen. Sehr charmant und traumhaft. Man hat das Gefühl zu reisen.
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am 1. Januar 2010
Die Handlung, dass sich eine alleinstehende Frau mit Tochter in einem verschlafenen Dorf einmietet, dort einen Schokoladenshop aufmacht und in der Folge mit dem Bürgermeister und den Traditionen aneinander gerät, ist schnell erzählt.

Das besondere an diesem Film ist jedoch, dass die Schokoladen, die die Frau als Werbegeschenke den Dorfbewohnern anbietet, bei diesen etwas verändert. So können sich viele Bewohner der Shop-Besitzerin öffnen und wir erfahren etwas für die vielen Probleme, die die Bewohner mit sich selbst, aber auch miteinander haben.

Die äußere Klammer um die geistige Verfassung der Bewohner stellen die regelmäßigen Gottesdienste dar, in denen der junge Geistliche Predigten hält, die zuvor mit dem Bürgermeister genauestens besprochen werden. Die Staatsgewalt bemächtigt sich also der Institution Kirche, um ihre Ansichten durchzusetzen.

(Wer sich in der aktuellen Weltgeschichte umsieht, wird auch hier vergleichbare Vorgänge beobachten können.)

Da unserer Shop-Besitzerin NICHT in die Kirche geht, ist der Konflikt schon offen vorprogrammiert. Auch hier geht es nicht um Inhalte, sondern gleich ums Prinzip.

Die ganze Sache eskaliert noch im Dorf, als fahrendes Volk auftaucht und der Bürgermeister den angeblich moralischen Niedergang der Stadt verhindern möchte.

Doch so langsam haben sich die Einstellungen und Meinungen im Dorf geändert.

Besonders eindrucksvoll bringt dies der Geistliche gegen Ende des Filmes auf den Punkt:

Wenn es einen Gott gibt, dann werden wir nicht an dem gemessen, was wir verweigert, abgelehnt und ausgegrenzt haben, sondern an dem was wir angeboten, angenommen und willkommen geheißen haben.

Ein Gedanke, der doch recht gut auch in die Weihnachtszeit passt, oder?

Insgesamt ein Film, bei dem die Altersfreigabe zwar ab 6 lautet, der vom Verständnis her aber eher ab 13 - 15 Jahre geeignet ist. Nicht wegen nicht vorhandener Sex- oder Gewaltszenen, sondern wegen der vielen psychologischen Feinheiten bei der Wortwahl und der Handlung der Schauspieler. Diese Feinheiten überfordern ein 6-jähriges Kind und würden diesem den Film als langweilig erscheinen lassen.

Obwohl der Film in einer französischen Ortschaft spielt und auch französische Wortfetzen gebraucht werden, gibt es nur eine englische und deutsche Tonspur. Schade eigentlich.
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am 19. November 2014
Zu den bestellten DVDS gibt es nichts besonderes zu sagen; sie sind angekommen und ich nehme an, dass sie auch in Ordnung sind .Sie werden verschenkt. Wirkich ärgerlich finde ich, dass ich, wenn ich in einer Sendung bei einem Verkäufer 2 DVDS bestellt und dafür das doppelte Port anfällt. Hätte ich 3 oder 4. DVD bestellt, wären auch jeweils dreifaches bzw. vierfaches Porto angefallen. Unverschämtheit und Abzocke hoch3. Das war definitiv die erste und letzte Bestellung.
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am 4. März 2016
Ein schönes Weihnachtsmärchen. Wir alle lieben Schokolade und es gibt tausend Produkte auf Schokoladenbasis. Wenn die Nächte länger und länger werden, wenn die Natur schläft und die Welt sich in Eis und Schnee einmummelt, wenn unsere Vorfahren in ihren Höhlen in den Winterschlaf verfielen, dann freuen wir uns auf das Nikolausfest. Nein, nicht wegen der Rute, die manche bösen, bösen Knaben erwartet, sondern wegen der Schokisachen, die der heilige Mann uns in seinem etwas überdehnten Sack in die heimische Wohnung an den heimeligen Herd bringt.

Dennoch sehen wir die Schokogaben nur als kleines Vorspiel auf mehr, denn bald steht Weihnachten ins (Reihen-)Haus oder in die nicht minder geschmückte Wohnung. Wir freuen uns auf unsere Geschenke, der eine auf dies, der andere auf jenes, doch ohne Schokolade, ohne dieses Produkt aus Kakao, Zucker und Milch, das gerne noch mit einer Vielzahl anderer Zutaten verfeinert wird, ist es nicht getan. Worin liegt die Affinität, warum greifen Menschen zu Schokolade, wenn seelische Niedergeschlagen (Herbst-, Winter- und allgemeine Depression) ansteht?

Kakao verfügt über antioxidative Eigenschaften, wirkt vorbeugend gegen Hirnschlag, Herzinfarkt, Krebs und Diabetes. Die stimmungsaufhellende Wirkung wird vor allem durch Serotonin, Tryptophan und Phenylethylamin hervorgerufen. 50 g dunkle Schokolade enthalten so viele Antioxidantien wie 15 Gläser Orangensaft oder sechs reife Äpfel ([...]).

Nur soviel vorweg. Diese Romantikkomödie setzt diesem Wundermittel ein verdientes Denkmal, wenn auch manchmal in etwas satirisch überhöhter Form. Gleich am Anfang ist das Bild etwas grau in grau gehalten. Als die beiden Protagonisten, Vianne Rocher, Tochter einer Nomadin, mit ihrer Tochter Anouk auf den Plan treten, kommt plötzlich Farbe in Rot auf den Plan. Das mag ja etwas trivial erscheinen, aber die Erzählstimme in ihrem alles ironisierenden Sprachduktus beruhigt die aufgebrachten Gemüter: Es ist Satire, übertrieben, augenzwinkernd gemeint, ein humoristisches Vergnügen soll es werden, die Botschaft nicht streng dogmatisch überbringen, nicht in einer Schwarzweißmalerei à la Dickens, sondern mit Herz, Gefühl und ganz viel Humor.

Und vor allem: Mit Liebe. So liebevoll, wie sich die Protagonisten ins Spiel setzen, werden auch die Antagonisten in Szene gesetzt. Bald zeigt sich, dass die vorgegebene Hartherzigkeit nur kalte Maske war, bald taut auf, was über Herz und Seele verfügt, bald zeigt sich das wahre Gesicht hinter der Maske. So stellt der Film ein kleines Mahnmal ohne streng didaktischen Anspruch, ohne erhobenen Zeigefinger dar, für die Natur gegen die Unnatur, für die Wahrheit gegen die Lüge, für die Menschlichkeit gegen das Unmenschliche, für die Freiheit gegen die Fremd- und Eigenzensur.

Menschen sind oft durch die Erziehung geprägt, sind in Rollen gezwängt, stehen ihren Mann in der täglichen Anforderung, sind geprägt durch Anforderungen ihrer Rolle und ihres Berufes, müssen sich an das Überlieferte anpassen, ihrer Stellung gerecht werden, sich an Vorgaben und Erwartungen halten, müssen funktionieren in dem Bereich, wo man sie hinstellt (Kafka hat dies Dilemma zu Literatur erhoben).

Dass man auch mal ausbrechen kann, dass man auch mal ab und zu geben kann und gegen alle “Urteile” und Vorurteile handeln kann, wenn es denn angebracht ist, zeigt dieser Film, wenn auch in etwas übersteigerter Form. Aber das ist ja die Aufgabe der Satire: Das alltäglich Kleine so zu überhöhen, dass es auch dem letzen Spießbürger ins Auge fällt. Wer das nicht versteht, hat nichts verstanden.

Und dies ist ja das Schöne an dem Märchen für Erwachsene, dass einmal nicht das Gute siegt, sondern die Versuchung, die Verführung, der Aufruf zum Widerstand, zum Ungehorsam, zur Aufruhr und deshalb musste sich die Geschichte wohl auch in Frankreich abspielen: Vive la révolution!
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In Abhängigkeit vom Grad der eigenen intellektuellen Verspanntheit wird man diesen Film entweder mögen oder ablehnen. Gezeigt wird uns ein Märchen für Erwachsene, das kein Klischee auslässt. Wer also Märchen nicht mag oder es nicht ausstehen kann, wenn sich alles am Ende zum Guten fügt, der möge sich den Film ersparen. Die anderen werden sich mit ihm wohl fühlen.

Der Wind pfeift kalt durch die Gassen von Lansquenet-sous-Tannes als Vianne und Töchterchen Anouk mit ihren Koffern hier eintreffen und beschließen, dass sie die ehemalige Patisserie kaufen und in eine Chocolaterie umwandeln wollen. Dies aber ist ein Eingriff in die bisherige Lebensweise des Städtchens, das diktatorisch vom Bürgermeister Comte de Reynaud regiert wird. Mitten in der Fastenzeit verteilt Vianne aus einem unerschöpflichen Fundus ihre Süßigkeiten und bringt damit die Mehrheit der blutarmen Gemeinde gegen sich auf.

Doch die süße Sünde hat eine starke Anziehungskraft. Und Zurückhaltung war noch nie eine herausragende Eigenschaft des Menschen. Schokolade steht in diesem entzückenden Film für Lebensfreude und Genuss. Sie siegt über Bevormundung und Einförmigkeit.

Lasse Halström inszenierte dieses Märchen auf sehr konventionelle, aber liebenswerte Art. Von den allesamt hervorragend spielenden Darstellern fasziniert vor allem Juliette Binoche als attraktive Vianne.

Fazit.
Ein wunderschöner Märchenfilm, der auch als solcher klassisch in Szene gesetzt wurde. Sehenswert.

Die DVD ist in Ordnung. Das Bonusprogramm enthält jede Menge Interviews und die Entstehungsgeschichte des Films.
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