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Kundenrezensionen

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am 22. Mai 2009
Es ist lange her, dass es wieder richtig gute Musik von Marilyn Manson gab, obwohl dieser Eindruck natürlich rein subjektiv ist. Trotzdem spaltete vor allem das letzte Album "Eat me, drink me" die Fans und wurde von vielen auch als Totalausfall betrachtet. Obwohl von manchen auch vielleicht als persönlichstes Album betrachtet, muss auch ich als alter Manson Fan zugeben, dass die Scheibe eigentlich im Regal verstaubt. Viele charakteristische Züge der Musik, die diesen Künstler und seine Band über Jahre hinweg ausgezeichnet haben waren auf einmal verschwunden. Die Härte, die teils sehr provokanten und tiefgründigen Texte und auch die zahlreichen Anleihen skurriler Töne und Industrialsounds. Hierfür machte man vor allem auch den Verlust von Twiggy verantwortlich, der ja der Hauptsongwriter der Band war. Nicht zuletzt wegen dessen überraschender Rückkehr und den vielversprechenden Songs "We're from America" und "Arma-god-damn-mother-f***in-geddon", war ich allerdings doch sehr gespannt auf das neue Album und von überall her hörte man Gerüchte Manson würde wieder zu alter Form zurückfinden...

Nun habe ich das neue Werk mit dem interessanten Titel "The high end of low" und dem etwas minimalistischen Cover endlich vor mir liegen und muss ganz ehrlich zugeben: Ich bin überrascht!

Eins vorweg: "The high end of low" ist nicht "Machanical Animals 2". Alle Manson Alben sind Unikate und dieses Album wäre niemals reproduzierbar in dem Sinne. ABER: Es ist wieder Manson, so wie man ihn kennt und lieben gelernt hat.

Im folgenden werde ich nun auf die Titel eingehen, die mir insbesondere gefallen haben.

Das neue Album beginnt mit "Devour", einer sehr starken Nummer die langsam anfängt und sich schließlich am Ende mit einem Blitzgewitter aus gewohnter Manson Härte und genial eingesungenen Vocals verabschiedet. Bereits hier wird klar, dass dieses Album ganz anders ist als das letzte und das vor allem der Gesang wieder extrem stark und super abgemischt ist. Es geht weiter mit "Pretty as a Swastika", das doch ein wenig an "Rock is dead" erinnert, aber im positiven Sinne. Auch hier merkt man schnell, was man eigentlich an Manson in den letzten Jahren vermisst hat. "Four Rusted Horses" ist ein eher langsamer Titel mit sehr dezenter Instrumentierung, der allerdings einen sehr interessanten Refrain hat und auch extrem gut an den Anfang gepasst hätte: "Everyone will come to my funeral to make sure that I stay dead". Genau das ist Manson nämlich definitiv nicht. "Arma-goddamn-motherfuckin-geddon" beweist dies schließlich auch wieder eindrucksvoller denn je, denn hier trifft provokanter Charakter auf agressive Vocals und eine skurrile Industrialsoundkulisse. Die Ballade "Running to the edge of the world" schlägt hingegen weitaus ruhigere Wege ein, hat mich dabei jedoch so berührt wie selten und sofort fühle ich mich an großartige Stücke wie "Coma White" erinnert, in dessen Liga dieses Stück Musik auch zweifellos spielt. Auch hier fällt wieder Mansons grandioser Gesang auf, der auch wirklich sehr an "Mechanical Animals" Zeiten erinnert. "Unkillable Monster" ist eher ein midtempo Stück, dass wohl am ehesten dem Stil des letzten Albums nachkommt, mir aber komischerweise besser gefällt als alles von der letzten Scheibe. Mit "We're from America" liefert Marilyn Manson einen unheimlich krachigen Industrialrocktrack ab, der herrlich überzogen den amerikanischen Geist kritisiert. Dieser Song wird live abgehen wie sonst was und ist wohl auch vor allem zu diesem Zweck geschrieben wurden. Bei dem doch wirklich sehr provokantem Text würde es mich überdies auch nicht wundern, wenn dieser Song in Amerika auf den Index gesetzt werden würde. "I have to look up just to see hell" ist düster und ein wenig verstörend geraten, aber gerade deshalb interessant. Dazu ist es der versteckte Titeltrack des Albums. Mit "Into the fire" liefert Marilyn Manson schlussendlich noch einen sehr gelungen, ruhigen Song ab, der von einem Klavier begleitet wird und noch einmal wunderbar die sehr markante Stimme dieses Künstlers besonders gut zum Ausdruck bringt.

Im Großen und Ganzen hat mich "The high end of low" wirklich sehr positiv überrascht und das obwohl ich mehr als skeptisch war. Hier werden alte Stärken wieder deutlich und zum Teile mit neuen Ideen kombiniert. Manson macht mir wieder Spaß. Dieses Album hat von allem etwas und ist sehr abwechslungs- und facettenreich geworden. Lediglich ein paar Titel wie "WOW" und "I want to kill you like they do in the movies" gefallen mir nicht besonders. Jedoch sind 12 gute Songs bei 15 für mich persönlich eine mehr als beeindruckende Zahl, vor allem weil ich von dem letzten Album nicht mal einen Song so richtig gut fand.

Auch die Bonus Tracks der Limited Edition sind zum größten Teil interessante Akustik Versionen von denen mir besonders diejenige von "I have to look up just to see hell" zusagt. Zwar wurden die Vocals hier leider nicht noch einmal zusätzlich neu aufgenommen, der Qualität tut dies aber keinen wirklichen Abbruch.

Fazit: Als altem Manson Fan macht es mir wieder einen Riesenspaß einen meiner Lieblingskünstler in solcher Hochform zu erleben. Ein klasse Album, dem ich überraschenderweise 5 Sterne gebe, obwohl ich damit vorher wirklich nicht gerechnet hätte. Manson Fans: Kaufen! Es lohnt sich wieder.
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am 11. August 2009
Auf dieses Album konnte man wirklich gespannt sein, denn nach den fett produzierten Werken ab Ende der 90er war ja die letzte CD eher minimalistisch und 60ies orientiert. Was kommt also jetzt? Nun, bei dieser Platte ist der Sound insgesamt schon deutlich umfangreicher als auf der "Eat Me, Drink Me" ohne jedoch die Wucht der Alben wie z.B. "Mechanical Animal" oder "Holy Wood" zu erreichen. Dafür wird die Akustikgitarre aus dem Schrank geholt, die auch in vielen Stücken wirkungsvoll eingesetzt wird.
Die Lieder, die mir beim ersten Durchhören gleich im Gedächtnis hängen blieben, waren das locker und lässig gespielte "Leave A Scar", "Four Rusted Horses", das zwar eher ruhig ist, aber trotzdem mit stampfenden Beat überzeugt, und das sehr schöne langsame "Running To The Edge Of The World".
Auch gut ist "Unkillable Monster" wegen seiner Kombination aus langsamer Strophe und rockigen Refrain. Richtig rockig wird es in "Wight Spider" und "I Have To Look Up To See Hell", das sehr rockig im langsamen 6/8-Takt überzeugt. In "We're From America" lohnt es sich auf den kritischen Text zu achten.
Das rockige "Arma-goddam-f*cking-geddon", das vorab als Single erschienen ist und ja unbedingt das schlimme F-Wort enthalten muss, damit Herr Warner seinen Ruf als böser Bube gerecht wird, ist auch ganz okay, aber nicht das beste Lied auf der CD.
Obwohl die Platte wesentlich rockiger ist als der Vorgänger, hat sie leider das Manko, dass die Qualität der Lieder nicht immer an die letzte heranreicht. Damit werden viele Stücke im Verlauf leider uninteressant und langweilig, wie z.B. das 9 minütige "I Want To Kill You...", das musikalisch enttäuscht. Trotzdem lässt Mr. Manson hier ein gutes Album vom Stapel, das nach dem übertriebenen Sound der vorletzten Platte und dem spärlichen Sound der letzten Platte nun einen guten Kompromiss gefunden hat. Ich kann sie empfehlen.

Wer sich die Version mit Bonus-CD besorgt, erlebt sechs Songs von dem Album in Remixen und Alternative Versionen, was bei den meisten bedeutet, dass die größtenteils nur auf Akustikgitarre eingespielt wurden. Interessant zu hören, dass Manson-Songs auch so funktionieren. Aber das ist wohl eher was für Fans, die nicht genug von ihrem Star bekommen.
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am 23. Mai 2009
Nachdem ich mittlerweile alle Manson Alben besitze und jedes Album für sich selbst steht, bekam ich vor ein paar Tagen in den Genuß einer Songschnipsel des aktuellen Albums "High End Of Low" und ich muss zugeben was ich da hörte fand ich enttäuschend, dennoch habe ich mir das bestellt, es wurde heute geliefert und läuft seit dem rauf und runter.
Ich bin mehr als positiv überrascht, denn was Manson mit diesem Album abliefert ist schwer zu beschreiben. Textlich gesehen übertrifft dieses Album um längen alle bisherigen Manson Alben. Zugegeben man muss die Symbolik und die Metaphern verstehen, also zwischen den Zeilen lesen.
Während sich "Eat me, Drink me" als Konzept mit Indentiätsverlust Mansons befasste scheint dieser nun endlich seine Mitte gefunden zu haben.
Zugeben seine eigene Mitte. Ich möchte hier gar nicht zu viel verraten.
Aber wem es gelang sowohl die ersten als auch die letzten Alben komplett zu verstehen, also hinter die Texte zu blicken der wird bei diesem Album es nicht ganz so leicht haben, wenn es aber gelingt dann belohnt Manson mit tiefgreifender Philosophie und Poetik.
Die musikalische Umsetzung spricht wieder mal für sich selbst und bettet die Songs in ein Gewand das passender nicht zu wählen wäre.
Einzelne Songs heraus zu picken gelingt mir nicht, dieses Album ist einmal mehr ein Gesamtkunstwerk.
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am 26. Mai 2009
Hätte ich die CD sofort nach dem ersten Hören bewertet hätte ich ihr wahrscheinlich nur 3-4 Sterne gegeben und aus jetziger Sicht muss ich sagen, dass ich dem Album damit keinesfalls gerecht geworden wäre!
Beim ersten Reinhören war ich überrascht und irgendwie auch enttäuscht vom neuen Sound, habe gedacht, wo sind die harten Beats und Gitarrenriffs, wo die agressiv-lautstarken Vocals, warum klingt alles so lala???
Als ich erfuhr, dass ein neues Album herauskommt und dann auch noch mit Twiggy hab ich mir als alter MM Fan förmlich den A**** abgefreut, habe gedacht -obwohl ich Eat me, Drink me echt nicht schlecht finde (wie manch anderer)- wow, jetzt werden wieder die alten Skills ausgepackt, es wird ein neues Holy Wood oder Antichrist Superstar mit absoluten Favs wie Antichrist Superstar (der Song), Dried up, Tied and Dead to the World, The Minute of Decay... Godeatgod, Death/Love/Fight Song, etc. geben!
Und dann habe ich das erste Mal The High End of Low laufen und denke, WTF soll dass jetzt sein, anstatt harten Riffs und Hammerbeats gibtŽs Akustikgitarre und Piano, aha!
Aber dann habe mich auf ein Besseres besonnen und der CD noch eine Chance gegeben!
Kenne es schon so von mir, dass ich mich in eine CD oft erst einhören muss um sie zu mögen und die speziellen Seiten schätzen zu lernen. So war es sogar bei Antichrist Superstar, mit dem ich garnicht erst sorecht warm geworden bin!
Und genau so ist es bei diesem Album, man muss sich von Erwartungen an Althergebrachtes freimachen und MMŽs neuem Sound eine Chance geben und genau das ist der Moment in dem das Album seine schwarze Schönheit entfalten kann!

Meine persönlichen Favs:
1. Devour: ist glaube ich als Entrance recht gut gewählt, beginnt erst recht unschuldig, fast scheu haucht MM ein: "...and IŽll love you, if you let me..." um dann im letzten Drittel den Beat anzuziehen und in typischer Manier "...I canŽt sleep until I devour you..." zu kreischen!
Cooler Song, erst zart, dann hart!
2. Pretty as a Swastika: etwas mehr uptempo, echt gut!
3. Leave a Scar: War mir am Anfang echt zu poplastig und zu weich was den Beat betrifft, hat sich aber recht schnell zu einem Favorite entwickelt, coole Lyrics (IŽm well aware IŽm a danger to myself/are you aware IŽm a danger to others?)
4. Four Rusted Horses: der Song startet mit Žner ruhig gespielten Akustikgitarre und Stompen im Hintergrund und mein erster Gedanke war: "Jetzt dreht er völlig ab, Manson goes country"!
Aber weit gefehlt, Manson-typische, sarkastische Lyrics (everyone will come to my funeral to make sure that I stay dead!), echt guter Song!
5. Arma-goddamn-motherf******-geddon und WeŽre from America: sind wohl die massentauglichsten Stücke, gehen gut ins Ohr, laufen sich aber gelaube ich auch schnell tot, weiß nicht, ob sie zum "Evergreen" taugen!
6. Running to the Edge of the World und Into the Fire: sind zwei echt schöne, morbide Kribbel-Gänsehaut-Balladen, Into the Fire (meiner Meinung nach die Bessere der Balladen) fährt mit einem echt guten, wenn auch ruhigen, Gitarrensolo auf!
7. WOW: guter Song der mit seinem ca. ab der Hälfte auftretenden Bollywood-Synthie-Sound erst etwas weird wirkt, aber echtes Potential zum Mitsing-Ohrwurm besitzt "ThatŽs why I have to say WOW"
8. Wight Spider und I have to look up just to see Hell: sind meine beiden absoluten Knaller auf der Platte, düsterer Sound, härtere Beats -wenn auch in ein ruhiges Gewang gekleidet- und Hammer-geile Lyrics!

Macht Alles in Allem ein echt gutes, extrem eigenständiges Album wie man es aber von MM auch seit jeher gewohnt ist, kein Album ist wie das Andere, jedes steht für sich, ob seine neue Richtung ein Rück- oder Fortschritt ist liegt ganz alleine im Auge des Betrachters, jedenfalls ist es mutig von ihm neue und ruhigere Gewässer zu befahren!
Nichts wäre einfacher und eine sicherere Bank gewesen als einen Antichrist Superstar-, Holy Wood- oder Mechenical Animals- Abklatsch zu produzieren, aber ein MM kopiert sich nunmal nicht selbst, sein Antrieb war es schon immer sich ständig neu zu erfinden und neue Seiten an sich auszulohten um sich und seine Fans nicht zu langweilen!
Stillstand bedeutet tot!
Also aus meiner Ecke ein: "Chapeau Mr. Manson"! Mal wieder ein absolutes outstanding standalone!
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am 11. Mai 2011
Bin seit ungefähr 2002 Manson-Fan und habe seinen Weg seitdem interessiert beobachtet. Habe mir über die Jahre alle Alben,Singles und Bücher zugelegt und war/bin ein begeisterter Anhänger. Für mich ist Manson bis ungefähr 2004 ein "Gott" gewesen, der meine ganz persönliche Weltanschauung sehr mitgeprägt hat, und ein revolutionärer Künstler, der die Welt mit kritischen Augen betrachtet hat und immer etwas zu sagen hatte. Mal abgesehen von seinen musikalischen Meisterwerken, seinem Auftreten und den geilen Live-Shows.
Leider geht es seit einigen Jahren stetig bergab. Die Band besteht nur noch aus austauschbaren Marionetten, der Kern(Ginger Fish,M.W.Gacy,John 5) ist verschwunden. Twiggy ist zwar seit einiger zeit wieder dabei, hat aber anscheinend auch nicht mehr viel zu melden. Manson ist eine aufgeschwemmte Witzfigur geworden, der stimmlich ziemlich runtergefahren hat und live unerträglich geworden ist. Man sieht ihn eig. nur noch völlig besoffen und zugedröhnt mit rosa Brillen auf irgendwelchen Partys und bei Castingshows rumlaufen(!!!), was er früher garantiert niemals gemacht hätte. Er ist bloß noch ein Schatten seiner selbst. Leider...

Also zum Album: Es geht thematisch wie auf "Eat me, drink me" wieder hauptsächlich um Beziehungsstreß, um seine wieder entflammte Freundschaft mit Twiggy, und in ein paar Songs auch wieder um politische Themen. Textlich hat Manson allgemein in den letzten jahren (seit "The golden age of grotesque") stark abgebaut. Die Texte wirken auf mich sehr aufgesetzt und einfach nicht mehr ehrlich. "We're from america" ist ein absoluter Tiefpunkt, wo nochmal auf biegen und brechen versucht wird zu provozieren was er sonst eig nie nötig hatte.
Stimmlich ebenfalls ein Desaster: Es kommt einem so vor als wenn der Herr keine geraden Töne mehr trifft, z.B. das Gejaule gleich zu Anfang bei Devour... Grausam...
Musikalisch ebenfalls nichts besonderes, eher Fahrstuhl-Gedudel. Ich brauche keine übelsten Industrial-Stampfer, ich höre auch ruhige Songs sehr gerne, aber kaum eine Melodie bleibt hängen: Das gleiche Problem hatte ich schon bei "Eat me, drink me". Es wird ebenfalls keine Atmosphäre aufgebaut, und das hat bisher alle Manson-Alben ausgezeichnet. Genauso das Artwork, welches absolut nichtssagend ist, von dem langweiligem Cover sei gar nicht erst gesprochen. Und das Techno-Geballer ganz zum Abschluss ist ja wohl die Krönung (im negativen Sinne).
Trotzdem gibt es für mich 2 Sterne für ein paar (einigermaßen) gelungene Songs, die da wären:

1.Four rusted horses
2.Into the fire
3.15
4.Leave a scar

Ps.: Ich bin niemand, der auf biegen und brechen ein 2tes ACSS möchte oder keine Veränderungen toleriert. Bin aber über Mansons Entwicklung der letzten Jahr etwas enttäuscht, und hätte gehofft, das er seinen eigenen Kult nicht so zerstört hätte. Hätte er 2004 aufgehört und sich privat mal zusammengerissen (Alkoholismus etc.) wäre er als Legende in die Musikgeschichte eingegangen. Das hat er sich ziemlich kaputt gemacht. So bleibt nur eine Erinnerung an einen ehemaligen Ausnahmekünstler...
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am 2. September 2012
Zwei Jahre sind ins Land gezogen seitdem der umstrittene Ausnahmekünstler Marilyn Manson seinen sehr durchwachsenen Tonträger "Eat Me, Drink Me" veröffentlichte. Nun meldet er sich mit einem brandneuen Album im Kasten zurück. Ähnlich wie alle Vorgänger ist auch "The High End Of Low" ein ganz schön schwieriger Brocken. Zwar war die Musik dieser Gruppe noch nie einfach, dennoch finde ich es recht verzwickt hier eine Bewertung zu schreiben. Besonders nachdem "Eat Me, Drink Me" meiner Meinung nach wirklich enttäuschend war. "The High End Of Low" benötigt einige Hördurchgänge, um sich vollends zu entfalten. Ich finde es mit jedem Mal interessanter und auch eingängiger. Für mich steht außerdem fest, dass es seinen Vorgänger ganz klar übertrifft. Dennoch genehmigt sich Marilyn Manson auch hier einige Ausrutscher. Da dient meines Erachtens wohl das neunminütige Stück "I want to kill you like they do in movies" als bestes Paradebeispiel. So banal wie der Titel selbst, so ist auch der komplette Song einzustufen. Da merkt man doch ganz klar, dass die Kreativität an gewissen Stellen gehörig flöten ging. Ganz anders im Vergleich zu den alten Alben (Holy Wood, The Golden Age Of Grotesque, Mechanical Animals)... Da war für mich nahezu jeder Track ein absolutes Highlight, auch zeigte sich die Band/der Künstler oftmals abwechslungsreicher. Nungut, immerhin geht es hier um das inzwischen siebte Studioalbum dieser Gruppe, da habe ich nun auch nicht mehr die Erwartungen, wie seinerzeit bei "Holy Wood". Dennoch ist „The High End Of Low“ insgesamt ein recht gutes Album geworden. Wenn auch nicht perfekt, es geht aufwärts mit dieser Band, wie ich finde.

Fazit: "The High End Of Low" ist sicherlich nicht die schlechteste Manson-Veröffentlichung, dennoch ist die Enttäuschung einiger Fans durchaus verständlich. Sowohl musikalisch, als auch textlich kann das Niveau der alten Zeiten nicht mehr eingefangen werden. Der Tonträger bietet trotzdem einige Hits. "The High End Of Low" kann Spaß machen, man muss sich als Hörer jedoch ganz darauf einlassen. Am Ende bleiben vier Sterne übrig, mit denen eine nicht komplett überzeugende CD dieser Art, voll und ganz bedient sein dürfte.

Ps. Mir ist aufgefallen, dass es hier doch ganz schön an Abwechslung fehlt. Dieses Album enthält unzählige langsame Stücke und Balladen. Das soll nicht heißen, dass ich Herr Manson nicht auch mit ruhigeren Klängen sehr gern höre, dennoch vermisse ich so einen richtigen Kracher á la "The Fight Song“. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Das neuste Werk der Schock-Gruppe ist nun erschienen, eventuell wird mein Wunsch ja darauf erfüllt...
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am 15. Februar 2013
Als dieses Album neu erschienen ist, hab ich es im blinden Vertrauen an Manson's Talent sofort gekauft - ohne Probehören. Dann, nach dem ersten Durchlauf, war ich richtig enttäuscht. Es war ein ziemlicher Stilbruch, ich hatte jedenfalls ganz etwas anderes von Manson erwartet. Als "Vorbereitung" auf sein Konzert in Innsbruck habe ich dieses Album dennoch einige Male als Hintergrundmusik angehorcht und plötzlich gefiel mir "Four Rusted Horses" extrem gut. Der Reihe nach kamen mit jedem Abspielen der CD neue Lieblingslieder dazu, irgendwann gefiel mir fast das ganze Album super. Von meinen früheren Lieblingsalben habe ich mich mittlerweile abgehorcht, dieses Album mag ich seit Jahren, es wird nie langweilig! Ich halte es für sein bestes Album!
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am 5. November 2010
Ist dies das letzte Album, das Brian Warner veröffentlichen wird? Der Albumtitel deutet an, dass hier etwas zum Ende kommt, allerdings stimmt die Reihenfolge der Adjektive nicht: Denn wenn The High End of Low tatsächlich das letzte Manson-Album bleiben wird, dann verabschiedet sich der Künstler nicht mit Würde und Knalleffekten, sondern hinterlässt vielmehr ein überdeutliches 70minütiges Zeugnis für seine Fans, dass er, der einstige Überflieger, nach beträchtlicher Zeit im Freien Fall in der Talsohle seines Krea-Tiefs aufgeprallt ist.

Der Abstieg war mit dem weinerlichen und musikalisch verwaschenen Eat Me, Drink Me! bereits spürbar, aber mit einem solchen Totalabsturz hätte trotzdem niemand rechnen können: Vorbei die Zeit, als der Markenname Marilyn Manson noch durchdachte und musikalisch einwandfreie Konzeptalben garantierte, vorbei die Zeit der lyrisch verpackten Sozialkritik, vorbei die Zeit, als ein Marilyn Manson-Song noch eine bittere Pille für das Establishment bedeutete: The High End bietet vollkommen unspektakuläres, mit niedrigstem Aufwand erstelltes Industrialgeschrammel der simpelsten Sorte, der durchschnittliche Song besteht aus einer einzigen Soundschleife, die den Hörer bei 3 oder 4 Minuten Länge abstumpft wie Tropfen bei der Wasserfolter; der Drumcomputer scheppert im Hintergrund hohl und wahllos vor sich hin, keine Tempowechsel, keine Gitarrensoli, keine Emotionsausbrüche: Das Album ist so abwechslungsreich wie eine Ziegelwand. Mit "Running to the Edge of the World" kommt noch eine halbwegs brauchbare Ballade zum Zuge - aber mit 7 Minuten ist auch diese Pathosspritze eindeutig überdosiert.

Auch lyrisch bietet sich dem Fan ein düsteres Bild, denn mit Texten in Ich-Form, hinter deren pseudo-poetischem und selbstmitleidigem Geschwurbel (Zitat: "Everyone will come to my Funeral to make sure I stay dead") nur der simple Beziehungsknatsch verbirgt, wird ein für alle Mal klar, dass die Band, die einstmals die Rockwelt aus den Angeln heben wollte, endgültig zum Ein-Mann-Katalysator für die persönlichen Alltagskümmernisse des Künstlers degradiert wurde: Da wird Sozialkritik zur Pflichtableistung: "We are from America - we don't like to kill our unborn, we need them to grow up and fight our wars." Eine Runde Applaus für soviel Tiefsinn.

Am schlimmsten ins Gewicht fällt jedoch der stimmliche Abstieg: Von dem einstmals markanten und emotionalem Organ, das jedem Song eine eigene Note gab, ist nach diversen Drogenabstürzen nichts mehr übrig: Manson trifft in 70 Minuten keinen sauberen Ton, hält keine Note mehr, stattdessen g r ö l t der Künstler gerade wenn er zu höheren Lagen greift, wie ein Teenager im ersten Vollrausch, und verleiht damit gerade den wohl als emotional gedachten Passagen eine unfreiwillige Komik.

Manson ist inzwischen Aquarellmaler, Absinthfabrikant, Filmregisseur und Schauspieler - war da nicht noch etwas anderes? Ach ja, die Musik. Nach diesem Album würde man sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, wenn man die Unterstellung ausspricht, dass ihm seine Gesangskarriere mittlerweile herzlich egal ist, und er die Einnahmen nur noch für die Finanzierung anderer Projekte nutzt. Ein lasches, ein uninspiriertes, ein ärgerliches, ein vollkommen überflüssiges Album: The Low End of High.
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am 24. Mai 2009
Vergessen wir mal die 2 Rezensionen die es bisher hier zu lesen gab von Leuten die angeblich schon vor Monaten vor der eigentlichen VÖ meinten dieses Album bewerten zu müssen: THE HIGH END OF LOW ist nach dem doch eher schwachen Vorgänger Album wieder ein Klasse Manson Album geworden! Soviel kann schon vorab gesagt werden. Natürlich sind die Zeiten vorbei des Schock und natürlich gibt es auch diesmal kein zweites ANTICHRIST Rip Off oder einen zweiten Teil von HOLY WOOD. Manson wird älter und such nach neuen Formen seine Musik zu präsentieren. EAT ME DRINK ME war da eher eine Fingerübung. Leider war aber eben dieses Vorgänger Album das definitiv überladenste und ehrlich gesagt auch langweiligste Album was Manson je gemacht hat. THE HIGH END OF LOW merzt diese Schwachstellen aus und bringt Manson in eine neue Ära seiner Zeit.
Jetzt die Frage zwischen welchen bisherigen Manson Alben dieses neue Werk stehen kann? Also , ich finde das Manson mit diesem Album sein wohl zugänglichstes und (wenn man so möchte) Poppig ausgerichtetem Album abliefert. Dies soll auch nicht negativ aufgefasst werden , ganz im Gegenteil: Manson verbindet Elemente von seinem MECHANICAL Album als auch von seinem letzten Album und schielt auch durchaus wieder auf die älteren Werke aus der HOLY Phase - wenn auch etwas gemäßigter , aber nicht schlechter! Da wäre der zuerst milde beginnende Opener DEVOUR der sich mit einem regelrecht poppigen Refrain schmückt um dann in der letzten Minute die Katze aus dem Sack zu lassen um dann mit dem Nachfolge Song PRETTY AS A (S)den fast schon typischen Manson raus zu lassen. LEAVE A SCAR zb. ist eine lupenreine Popnummer mit hohem Melodiefaktor und zb. Ein Song wie RUNNING TO THE EDGE OF THE WORLD lässt Erinnerungen an MECHANICAL ANIMALS aufleben. Dann gibt es noch weitere wirklich gute Songs wie etwa das fast schon Disko Mäßige WOW , das arschkickende WEŽRE FROM AMERICA oder das wirklich grossartige UNKILLABLE MONSTER. Natürlich gibt es auch hier einige Songs die mich nicht so überzeugen , das ist zb. ARMA-GODD**-MOTHERF**KIN-GEDDON an erster Stelle aber jedes Album hat seine Höhepunkte und seine lediglich routinierten Schwachpunkte die jeder für sich anders empfindet.
Ich kann nur sagen das sich Manson mit diesem neuen Album weitaus überzeugender präsentiert als noch auf dem Letzten und ihm somit ein gutes und überzeugendes Werk gelungen ist welches ihn auf eine neue Ebene katapultieren dürfte! Und ganz ehrlich: Dieser Sound der trotz allem immer noch der Manson ist den wir seit Jahren kennen und schätzen steht ihm trotz der Veränderungen an sich wirklich sehr gut!
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am 5. Juni 2009
Ich habe die Platte jetzt seit 2 Tagen und sie läuft ununterbrochen. Dafür eignet sie sich auf jeden Fall, aber ich muss feststellen, dass auch meine Freundin jetzt gefallen an Marilyn Manson findet. Das sagt schon Einiges, denn es sind wahrhaft einige langsame und ruhige Titel auf dem Album zu hören und dynamische Titel eher in der Unterzahl. Wie viele andere Bewertungen muss auch ich sagen, dass dieses Album an die vorwärts drückenden und sehr schönen Vergangenen wie "Mechanical Animals" nicht anknüpfen kann. Aber (fast) Jeder entwickelt sich zum Glück weiter, auch wenn viele der früheren Fans das nicht so gern hören. Seine Stimme ist besser in Szene gesetzt als auf jedem Album vorher, davon hat der Zuhörer auf jeden Fall etwas und mehr Manson bekommen. Gerade Titel wie "Leave a Scar" und "Running to the edge of the world" sind was das angeht sehr gut zu hören und eher langsamer geraten.Auch musikalisch ist dieses Album besser als "Eat me drink me" geworden und spielt 2 Liegen höher.
Nichts desto Trotz vermisse ich einen Titel, der so richtig abgeht und auch ein angemessenes Zugpferd für das Album wäre. Einer der vor Kraft strotzt und sofort ins Ohr geht ähnlich wie "Fightsong". Was ich besonders schade finde ist, dass man Anlehnungen an andere Manson-Titel etwas heraus hören kann.
Egal was alle Anderen sagen, ich finde die Bonus-CD super und bis auf den Teddy Bears Remix von "Arma-goddam motherfuckin geddon" verdammt gut gelungen. Demzufolge kann ich das Doppelalbum einfach nur empfehlen und auch wenn es ein etwas anderer Stil ist, so ist "High end out of Low" dennoch ein Muss für jeden Manson-Fan, der nichts gegen eine musikalische Entwicklung von Brian Hugh Warner hat.
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