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TOP 500 REZENSENTam 4. November 2007
Herbert von Karajans 100. Geburtstag am 8. April 2008 wirft bereits seine Schatten voraus. So hat seine bevorzugte Hausfirma, die Deutsche Grammophon Gesellschaft, schon jetzt unter dem schönen deutschen Titel "Karajan Master Recordings" eine 10 CD-Edition mit einigen seiner berühmtesten Interpretationen herausgebracht.
Aus der umfangreichen Mozart-Diskographie des großen Dirigenten wurde das Requiem K. 626 zusammen mit der Krönungsmesse K. 317 auf einer CD zusammengefaßt. Es handelt sich hier um die zweite Diskus-Auseinandersetzung Karajans mit Mozarts letztem Werk. Seine erste Einspielung von 1961 hatte ein recht unterschiedliches Echo ausgelöst. Viele Kritiker waren der Meinung, daß er die musikalischen Strukturen und Konturen des Werkes nicht klar genug durchgezeichnet habe. Mich persönlich hat die andachtsvolle Stimmung der älteren Produktion immer beeindruckt, aber auch die hier wieder aufgelegte, die strukturellen Elemente viel stärker betonende Aufnahme von 1975 hat ihre Meriten, und wer damals mit Karajans Deutung nicht einverstanden war, der müßte hier eigentlich voll zufriedengestellt werden.
Man hört diesmal eine überraschend energisch durchgezeichnete, sehr klare, ganz unverzärtelte Mozart-Darstellung. Zwar wählt Karajan auch diesmal wieder die herkömmliche Süßmayr-Fassung, aber sein Konzept ist von ungewöhnlicher Geschlossenheit und großartiger Präsenz. Das gilt in erster Linie für die instrumentalen Partien, während der Chor längst nicht so plastisch eingefangen wurde, was nach meinem Empfinden aber mehr zu Lasten der Aufnahmetechnik als des Dirigenten geht. Das Solisten-Quartett, bestehend aus Anna Tomowa-Sintow (Sopran), Agnes Baltsa (Alt), Werner Krenn (Tenor) und José van Dam (Baß), ist gut, aber nicht optimal, und ich gestehe, daß ich vor allem Anton Dermota und Walter Berry, die in der älteren Aufnahme mitgewirkt hatten, vermisse.
Die populäre Krönungsmesse gehörte nicht zu Karajans Standard-Repertoire, und so freut man sich, daß man das Werk nun auch unter seiner Leitung erwerben kann. Aber in den Rang des Außergewöhnlichen ist seine Darstellung nicht vorgedrungen. Auch hier wirken der gleiche Chor und die gleichen Solisten mit, und im Ganzen ist eine gediegene Aufführung entstanden, in der es keine nennenswerten Ausfälle gibt. Trotzdem gestehe ich, daß ich die alte Markevitch-Produktion (DGG) von 1960 trotz des härteren Klangbildes nach wie vor vorziehe.
In beiden Werken spielen die Berliner Philharmoniker, und sie beweisen auch hier wieder eindrucksvoll ihre Weltklasse. Die Aufnahmen entstanden 1975 in der Berliner Philharmonie, und wer ein Karajan-Verehrer ist, der sollte sie sich nicht entgehen lassen, zumal sie von einer guten Textbeilage begleitet werden. Das Titelblatt zeigt das Original-Cover der ersten LP-Ausgabe, und das dürfte besonders die Sammler erfreuen.
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am 1. November 2015
In dem gerade zum erfolgreichen Bestseller aufgestiegenen Kultbuch „Das Heerlager der Heiligen“ schildert sein Autor Jean Raspail folgende Begebenheit: als die Flut des Massenexodus aus der 3. Welt Frankreichs Südküste überschwemmt, muss der französische Kultusminister nach der Inbesitznahme seines Schlosses durch die Invasoren erkennen, dass der Staat, den er mit seiner humanitären Rhetorik so erfolgreich unterminierte, am Ende zu schwach ist, um ihn zu schützen. Bevor er sich in Anbetracht seines selbst herbeigeführten Untergangs das Leben nimmt, gibt er noch eine letzte Anweisung an die Radiostationen heraus: Sie alle sollen Mozarts „Requiem“ spielen.

Mozarts Werk nimmt somit in Raspails Roman eine Schlüsselfunktion ein: es ist der passende Soundtrack, wie geschaffen für dieses Drama, das in der gegenwärtigen Asylkrise seine Realverfilmung erfährt. Das Requiem ist Mozarts letztes Werk, einer der Höhepunkte der klassischen Musik des Abendlandes. Vergleichbares brachte zu Mozarts Zeit keine andere Zivilisation hervor. Aber obwohl es die Begleitmusik zu einer Totenmesse ist, strotzt das Requiem geradezu vor vitaler Kreativität. In wie kaum einem anderen Werk bündelt sich hier das, was das Abendland ausmacht: hier speziell die christliche Religiosität aber auch der Genius des Individuums, dessen Talententfaltung keine Schranken auferlegt werden.

Doch was macht nun die vorliegende Aufnahme der von Herbert von Karajan dirigierten Berliner Philharmoniker so besonders? Auch nach 40 Jahren büßt sie nichts von ihrer herausragenden Qualität ein. Wer sie in Ruhe an einem Stück anhört, der begreift, wie schwer eine der größten Todsünden wiegt, die zum Verfall des abendländischen Westens geführt haben: dass man die Verirrung der Kulturrelativisten zuließ, die einen „Rap“ auf die gleiche Stufe wie dieses Meisterwerks hoben.

Treffsicher ist auch das Cover der CD, ein Bild von hoher Symbolkraft: die Silhouette eines Kruzifixes, hinter dem die Sonne untergeht. Deutlicher lässt sich der gegenwärtige Zustand des europäischen Abendlandes nicht illustrieren.

Wird es in letzter Minute nicht auch einen bewaffneten Widerstand unverzagter Weniger dagegen geben? Raspail sieht in Anbetracht des Unvermeidlichen eher die Resignation einer zum Sterben bereiten Zivilisation: Ein Glas Wein in der einen Hand, ein Schinkenbrot in der anderen – und dazu Mozarts Requiem: auch so kann eine Haltung wissender alter Männer aussehen, mit der der seinem kulturellen Erbe verpflichtete Europäer die Invasion der Barbaren im Bewußtsein eigener Ohnmacht erwartet.
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am 6. Februar 2014
wer mozart net kennt- hats eben verpennt!

das requiem ist nicht zuletzt seit dem film "amadeus"
auch für jüngere menschen interessant geworden..

dieses werk unter der leitung von karajan ist schon echt ein meisterwerk!
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am 28. Januar 2017
Eine unglaubliche Leistung des Orchesters und des Dirigenten. Schöner, sanfter und unglaublich klarer Klang der selbst die leiseste Violine zur Geltung kommen lässt. Ein emotionales Stück, wobei diese Emotionen in dieser Aufnahme perfekt rüberkommen. Und doch gibt es etwas, das mich stört. Im einem der Titel singen ein Mann und eine Frau. Jedoch ist der Gesang quälend langsam. Ich habe vor dem Kauf für einige Zeit eine Version auf YouTube gehört, in der dieser Teil schneller gesungen wird, was meiner Meinung nach auch besser passt und mir im Gedächtnis geblieben ist. Der quälend langsame Gesang in dieser Version erscheint mir daher viel zu langsam, gar störend, da 8ch manchmal das Gefühl bekomme dass es nicht zum Rhythmus vom Rest des Stückes passt. Dieser kleine subjektive Mangel ist für mich ein durchaus großer Euphoriedämpfer. Da es aber ein subjektives Empfinden ist und es wohl verschiedene Versionen dieses Stückes ist und die gesamte Aufnahme absolut fehlerfrei und wunderbar ist, sind 5 Sterne sehr wohl verdient.
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am 19. Dezember 2015
Mit dieser Aufnahme bewiesen zu jener Zeit zum Einen mal wieder die Berliner Philharmoniker, dass sie ein Weltklasse Orchester sind und zum Anderen bewies Herbert von Karajan seine großartige musikalische Leitung dieser Philharmoniker und sein Gespür für Mozarts große Kompositionen - es harmonisiert alles.
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am 9. April 2015
legendäre Aufnahme, eher langsam, für diese tolle Musik von Mozart. ein Stück für Mozart - Fans, die es vielleicht auch schon selber gesungen haben.
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am 16. Oktober 2015
Es ist immer beeindruckend, was Mozart in seiner kurzen Lebenszeit an Werken höchster Qualität geswchafferen hat.
Heutzutage wäre er Milliardär. Leider hat er nicht die Wertschätzung seiner Zeit erfahren.
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am 24. April 2013
Sensibles Spiel und grandioser Klang . Mozarts Krönungsmesse hier als Krönung der Interpretation.
Diese CD muss man besitzen und immer wieder genießen
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am 13. September 2012
Diese Aufnahme besitze ich schon als Schallplatte und bin damit sehr zufrieden. Ein hervorragendes Ensemble und eine einfühlsame Interpretation. Auch die Aufnahmequalität hat nicht gelitten.
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am 19. Juni 2014
die Form ist perfekt, der Inhalt des Interpreten sagt "ich kann es besser als Mozart" das heißt Eigenwille, das ist nicht im Sinn von Mozart...denn Mozart ist fließendes Herz ohne Anspannung und ohne festhalten...hört denn niemand den Inhalt? nicht von den Tönen mitreißen lassen, sondern hören, HÖREN, den Inhalt, die Energie der Musik hören, empfinden, fühlen, dazu braucht es Entspannung und innere Stille. Lassen sie mal vom Inhalt her den Menschen "Herbert von Karajan" versus "Wolfgang Amadeus Mozart" auf sich wirken...dann verstehen sie viel + leicht...eine Alternative zu Karajan ist beim Requiem Eugen Jochum...
11 Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

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