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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
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am 23. August 2013
Von vorne weg: Wer einen Wrestling-Film mit möglichst viel Action und Kampf-Szenen sucht, wird bei "The Wrestler" nicht fündig und nicht glücklich werden.
Wer jedoch einen ruhigen, tiefen und gefühlvollen Einblick in eine gescheiterte Existenz einer ehemaligen Größe der Szene sehen möchte, ist bei diesem Film genau richtig.

Viele Szenen dieses Films berühren und lassen mit dem einsamen, aber doch auf eine seltsame Weise sympathischem Protagonisten mitfühlen (wie er beispielsweise mit einem Nachbarskind ein uraltes Video-Spiel spielt, nur um nicht allein zu sein.)

Es gibt einige Wrestling-Szenen, die z.T. nichts für ganz Zart-Besaitete sind (Hardcore Wrestling - viel Blut/Schmerz), die jedoch realistisch dargestellt sind und auch die negativen Aspekte des Sports (Missbrauch von Steroiden, Schmerzmitteln, usw.) werden beleuchtet.

Herrausragend fand ich v.a. die Leistung von Mickey Rourke.
Alleine schon optisch ist er die perfekte Besetzung, aber auch die Parallelen seines Lebens zu dem Leben des Protagonisten machen ihn zum idealen Schauspieler für eben diese Rolle und er hat seine Arbeit brilliant gemacht (ich habe gelesen, es sollte eigentlich Nicolas Cage oder Sylvester Stallone werden -> Gott sei dank, es kam anders!).

Viele hier haben das Ende des Films kritisiert. Ohne viel verraten zu wollen:
Mir hat es gefallen, es ist jedoch ganz klar Geschmackssache. Der Film ist kein klassisches Popcorn-Kino, wo alles inklusive Ende vorhersehbar ist, und der Abschluss von "The Wrestler" ist da keine Ausnahme.
Lasst eure eigene Vorstellung spielen und ihr werdet es mögen.

Fazit: Kein Popcorn-Kino, wenig Action, lädt zum Nachdenken ein. Wer lieber Geballere und Kampf sehen möchte, muss sich woanders umschauen.
Wer bereit ist, sich mit der Geschichte und auch mit vielen ruhigen Szenen (die böse Zungen wohl als "Längen" auslegen würden) auseinanderzusetzen, ist hier genau richtig!
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am 13. September 2009
Ich bin kein besonderer Wrestling Fan und finde es auch erschreckend, was aus Mickey Rourke optisch geworden ist. Doch seine schauspielerische Leistung kann man in diesem Film nur loben.
Wahnsinn, wie toll er seine Rolle als kaputtes, altes Wrack spielt, wie er nicht scheut, sich filmen zu lassen beim Haare färben, Wurst verkaufen mit Haube auf, Hörgerät dragen usw.
Diese ganzen Mankos machen ihn und die Rolle sehr sympathisch. Sein Heldenhafter Tod am Ende ist der krönende Abschluss und zeigt mal wieder, dass es auch ohne Happy End, gute Filme geben kann. Unbedingt ansehen!
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am 7. Juli 2015
...gesehen dank Amazon Prime!

Durch Zufall bin ich auf dieses Goldstück gestoßen.
Hier wird Kino groß geschrieben.
Hier wird die Härte des Lebens, des Ruhms und des schnellen Falls mehr als klar und deutlich gezeigt.
Die Wahrheit steckt hinter jedem Satz, hinter jeder Zeile, hinter jedem gezeigten Bild.
Schicksal, Liebe, Härte, Das Leben - Ein Wahnsinn wie gut das subtil vermittelt wird.

Kurz:
Drehbuch - TOP
Schauspieler - TOP
Kulisse - SUPER!!
Musik - TOP

Taucht einfach ein in die Show.
Wrestling von beiden Seiten betrachtet - hinter der Bühne und auf der Bühne.
Es ist einfach eine Wahnsinns Geschichte die hier gezeigt wurde.
Ein Hoch auf die Leistung von Mickey in diesem Streifen!!

Vollste Empfehlung und volle fünf Sterne für dieses Meisterwerk!
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am 31. Dezember 2015
Der Film
Mickey Rourke spielt in dem Drama den herunter- und in die Jahre gekommenen Ex-Wrestling-Champion Randy "The Ram" Robinson. Seine Glanzzeiten liegen lange zurück, in denen er Fans in allen Teilen Amerikas hatte. Jetzt lebt er als seelisches Wrack in einem kleinen Wohnwagen in einem Trailerpark und bekommt kaum die Miete dafür zusammen. Seinen Lebensunterhalt verdient er sich als Aushilfe in einem Supermarkt und hält sich mehr schlecht als recht mit billigen Showkämpfen vor wenigen Zuschauern über Wasser. Seine Frau hat ihn längst verlassen und zu seiner Tochter hatte er schon seit Jahren keinen Kontakt mehr.
Trost findet er allein in der, ebenfalls in die Jahre gekommenen, Stripperin Cassidy (genial dargestellt von Marisa Tomei), welche ihm in schweren Situationen Halt gibt.
Ein Herzinfarkt während eines Showkampfes verändert alles. Randy muss im Ring kürzer treten und dafür im normalen Berufsleben richtig durchstarten. Er nimmt Kontakt zu seiner entfremdeten Tochter Stephanie (beeindruckend: Evan Rachel Wood) auf, welche nur sehr zögerlich eine Vater-Tochter-Verbindung eingeht. Als Randy ein wichtiges Treffen mit Stephanie vergisst, will sie nichts mehr von ihm wissen und bricht endgültig den Kontakt ab.
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Auch im normalen Job als Wurstverkäufer wird er nicht glücklich, so dass er sich absichtlich selbst verletzt und alles hinschmeißt. Da erhält Randy überraschend das lukrative Angebot noch einmal gegen seinen damaligen Erzfeind, den so genannten "Ayatollah", in den Ring zu steigen. Ärzte und die Stripperin Cassidy raten ihm davon ab, weil ein weiterer Herzinfarkt seinen sicheren Tod bedeuten könnte. Doch Randy, der nichts mehr zu verlieren hat, folgt schließlich seinem Herzen und.....
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Die DVD
Laufzeit des Films: 105 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Untertitel: Deutsch
Sprachen/Ton: Deutsch + Englisch in 5.1 Dolby Digital, Deutsch in 2.0 Dolby Digital
Bildformat: 2,35:1 (anamorph)
Regionalcode: 2 (PAL)
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Als Extras gibt es ein hochinteressantes Making of und ein Interview mit Mickey Rourke.
Des Weiteren verfügt die DVD über ein Wendecover, damit man große und hässliche FSK-Zeichen auf der Vorderseite einfach nicht mehr sehen muss. ;-)
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Meine Meinung
Mickey Rourke liefert eine grandiose Glanzleistung ab, welche mich tief beeindruckt hat. Bisher kannte ich nur Filme mit ihm, in denen er zwielichtige Typen oder Schläger gespielt hat. Da er aber auch ruhigere Töne anschlagen kann, hat er mir mit der Rolle des Randy Robinson eindrucksvoll bewiesen. Wenn er seinen Herzinfarkt bekommt oder zu seiner Tochter Kontakt aufnimmt, dann fühlt man regelrecht mit ihm. Regisseur Aronofsky treibt es sogar soweit, dass man als Zuschauer seinen Emotionen freien Lauf und vielleicht die eine oder andere Träne fließen lässt.
Mit knapp 60 Jahren braucht sich Mickey Rourke hinter jüngeren Kollegen nicht zu verstecken und zeigt, wie durchtrainiert sein Körper noch immer ist.
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Auch Marisa Tomei und Evan Rachel Wood erweisen sich als absoluter Glücksgriff, denn auch sie spielen ihre Rollen mit einer unglaublichen Leidenschaft und vor allem bei Evan Rachel Wood bedauert man es sehr, dass sie nur sehr wenige kurze Szenen hat.
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Teilweise etwas gewöhnungsbedürftig ist die eigenwillige Kameraführung in manchen Szenen. Vor allem dann, wenn dem Hauptprotagonisten mit einer wackeligen Handkamera gefolgt wird. Glücklicherweise kommt dieses Stilmittel aber nicht allzu häufig zum Einsatz.
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Der Film ist sehr unterhaltend und kurzweilig, so dass die 105 Minuten wie im Fluge vergehen.
Die Wrestling-Szenen sind sehr gut choreographiert und spannend anzusehen.
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An Bild und Ton gibt es nichts zu meckern, hier wurde sich große Mühe gegeben. Das Bonusmaterial ist ein wenig dürftig, aber vor allem das "Making Of" sehr interessant!
Übrigens... Kein Geringerer als "The Boss" himself, Bruce Springsteen, interpretiert den gleichnamigen Titelsong "The Wrestler". Zu hören ist er im Filmabspann.
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Fazit
"The Wrestler" ist ein großartiger Film mit einem beeindruckend aufspielenden Mickey Rourke. Mit welcher Leidenschaft und Nachdruck er den Ex-Wrestler spielt ist überaus bemerkenswert und der Oscar wäre der gerecht Lohn für seine Bemühungen gewesen.
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Allen, die bisher keine Vorliebe für Mickey Rourke Filme hatten, möchte ich diesen Film dennoch ans Herz legen. Ihr werdet einen völlig anderen und sympathischen Mickey Rourke erleben. Aber auch Wrestling-Fans und Liebhabern von Sportfilmen sei dieser Film wärmstens empfohlen.
Mich hat er dermaßen beeindruckt, dass ich bereits jetzt sagen kann, dass ich ihn mir wohl noch des Öfteren anschauen werde.
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Trotz des dürftigen Bonusmaterials vergebe ich dennoch volle 5 Sterne!
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am 14. September 2012
Die Suche nach der großen Karriere beschäftigt viele Menschen. Doch bei nur wenigen Berufsgruppen kann sie so trickreich und hinterhätig sein wie bei Sportlern (ich bin mal so frei und bezeichne Wrestler als Sportler, wobei ich den Berufsstand auf keinenfall kleiner machen will als er ist.) In der einen Sekunde ist man ein gefeierter Star und Kinder hängen sich Poster von einem an ihre Zimmerwand und wollen so sein wie ihr großes Idol. Jedoch kann sich schon in der nächsten Sekunde alles wieder ändern.
The Wrestler zeichnet das Alltagsleben eines solchen gefallenen Sterns: Randy "The Ram" Robinson, gespielt von dem kongenialen Mickey Rourke, der sich als Gladiator des Pop-Zeitalters durch sein leben kämpfen muss und auf der suche nach seinem längst vergangenen Ruhmes ist. Er ist dauerpleite, wohnt in einer Wohnwagensiedlung und gibt sein verbleibendes Geld für Steroide und Schmerzmittel aus. Doch ein Herzinfarkt lässt Randy erkennen, was in seinem Leben wirklich wichtig für ihn ist. Er gibt das Wresteln auf, versucht wieder Kontakt mit seiner entfremdeten Tochter aufzubauen, und nimmt einen Job in einem Supermarkt an. Doch dann erhält er eine große Chance auf ein eventuelles Comeback ....
Die Bild und Tonqualität ist mit Blu-ray Qualität heutiger überdurchschnitt.
"So intensiv, dass man den Blick nicht mehr abwenden kann!" So steht es schon auf dem Cover. Und die Drankfurter Allgemeine Zeitung hat Recht! Der Film zeichnet das Bild einer Person die sich dem Wrestling verschrieben hat und dieses Leben abseits der glanzvollen Seite der Organisationen wie WWE führt, und sich durchschlagen muss.
Eines der Besten Dramen der letzten Jahre, das ungeschönt das Bussiness des Wrestling zeigt.
Auf jedenfall kaufenswert
Euer Daniel
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Inhalt

Ist hier schon sehr gut wiedergegeben worden. Ist auch sehr einfach. Mickey Rourke als altender Wrestler zwischen Ruhm, Liebe und Schmerz. Dieser deutsche Zusatztitel passt hier tatsächlich einmal als emotionaler Dreiklang des Films.

Bewertung

Um es gleich vorwegzunehmen. Der Film ist Weltklasse. Nach allen Vorschusslorberen ging ich mit sehr hohen Erwartungen an den Film ran und diese wurden noch weit übertroffen. Mickey Rourke spielt, nein ist Weltklasse. Man kann hier nicht mehr von spielen reden, er ist die Rolle selbst. So wie Klaus Kinski in seinen besten Streifen. Ich muss lange zurückdenken bis mich ein Film ähnlich emotional berührt hat. Die - bis auf die Kampfszenen - sehr ruhigen Bilder sind derart gut choerografiert dass es schon fast dokumentarisch wirkt. Mickey ist aussergewöhnlich authentisch und bekommt den Spagat des harten Lebens und der rauhen Schale eines Wrestlers und den sehr emotionalen Momenten in bezug auf seine Tochter und eine Affäre extrem gut hin.

Ich kann nur raten, wie ich, den Film in Original Ton in engl. zu sehen sonst geht sicher viel durch den Slang und in der Übersetzung und den Art und Weise seines Sprechens und der sämtlichen Nebengeräusche die er produziert unter. Die Stimme passt super zu der Rolle und der Body und seine Verschleisserscheinungen sowieso. Tatsächlich hat es etwas autobiografisches aber das ist ja eine Binsenweisheit und nicht das entscheidende bezüglich dieses Films. Selten habe ich so eine authentische Darstellung einer fürsich ausweglosen Situation eines Menschen gesehen die einen so mitreist. Und das Genre "Drama" ist eigentlich wirklich nicht mein Homeground.

Der Film spitzt sich im weiteren Verlauf immer mehr zu und selten habe ich mit einem Helden emotional so mitgelitten. Ich konnte gar nicht mehr wegsehen vom Screen so fesselnd war es bis zur letzten Sekunde. Der Schluss ist sowieso extrem gut und von der Darstellung nicht wie erwartet. Alles in allem ein Meisterwerk dass auch eine 5/5 Sternen mehr als gerecht wird. Vielleicht nur keine absolute Höchstwertung weil das sehr dramatische Ende vom Ergebnis her doch etwas früh vorhersehbar ist.

EXTREM SEHENSWERT !!!!!!!!!!!!!
5/5 Sternen
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am 14. Juni 2009
The Wrestler ist ein Film über eine Parallelwelt. Robin Ramzinsky, gennant Randy "The Ram" ist ein gealterter, körperlich zu Grunde gerichteter Altstar des 80er Jahre Wrestlings, entsprungen einer Zeit in der die aus Amerika stammende materialistische Fixiertheit auf Körper und Geld ihren internationalen Zenit erreicht hatte. 20 Jahre später ist davon nicht mehr viel übrig. Randy, einst gefeiert wie ein moderner Gladiator ist ein alternder, körperlich gebrochener Mann, der verzweifelt versucht mit Steroiden und allerlei Wunderpillen seinen Körper vor dem unweigerlichen Verfall zu retten. In der realen Welt hat er keinen Platz, ist sozial vereinsamt, lebt in einem Trailerpark das Leben der amerikanischen Unterschicht. Noch tiefer kann man auch in Amerika nicht fallen. Die Beziehung zu seiner Tochter liegt seit Jahren auf Eis. Die einzige menschliche Zuwendung erkauft sich Randy von einer selbst psychisch gebeutelten Stripperin. Für 60 Dollar 30 min menschliche Nähe. Danach wieder die kalte Realität des geplatzten amerikanischen Traums. Doch für Randy gibt es einen Ausweg, eine Welt, in der er an die Erfolge von damals anknüpfen kann, in der er geachtet wird von Kollegen und in der ihm nach wie vor die treuen Fans zu Füßen liegen. Randy ringt noch. Nicht nur mit seinem Leben sondern ganz real in der Wrestling "Opa- Liga". Er quält seinen geschundenen Körper jeden Samstag in den Wrestling Ring. Gewiss die Hallen sind kleiner, die Städte provinzieller und die kreischenden Fans älter geworden, als zu seinen Glanzzeiten, aber nur hier kann Randy "The Ram" sein und die reale Welt der Supermarktwursttheken, wo er als Robin Schinken verkauft und der Trailerparks hinter sich lassen.

Der Film ist grandios besetzt mit einem Mickey Rourke, der in den 80ern und frühen 90ern ein Star des Hollywood Kinos war, damit jedoch nie richtig fertig wurde und, wie sollte es anders sei,n sich selbst mit Drogen und Alkohol fast zu Grunde gerichtet hat. Es scheint fast so, als hätte Darren Aronofski diesem Mickey die Rolle des Robin auf den Leib geschrieben. Oder aber er hat die beste Rollenbesetzungsentscheidung seines Lebens getroffen. Denn kein anderer Schauspieler ist in der Lage diese Rolle mit einer deratigen Credibility zu spielen. Selten sieht man einen Schauspieler der nicht nur spielt was im Drehbuch steht, sondern aus eigener Erfahrung mitfühlt.

Was will uns Aronofski mit diesem Film mitteilen? Gewiss, es ist eine Charakterstudie, d.h. die Handlung zeigt uns im Wesentlichen einen Ausschnitt aus dem Leben des Hauptcharakters. Und klar ist auch, dass es ein Film über das Altern ist und wie unsere materialistische Gesellschaft damit umgeht. Darüber hinaus ist The Wrestler aber auch eine Studie einer Parallelwelt, in der sich der ur-amerikanische Geist des übertriebenen Materialismus (Körperkult) sowie Individualismus (Eigene Selbstverwirklichung um jeden Preis) frei entfalten können. Insoweit ist The Wrestler eine Anleitung zum Glücklichsein für all jene, die in der realen Welt nicht mehr akzeptiert werden. Die Botschft des Films ist eine Homage an den Individualismus: Wenn du in der realen Gesellschaft nicht zu recht kommst, gibt es immer noch die Parallelwelt. Und wer hätte es geglaubt: diese Einsicht lässt sich auch auf Deutschland übertragen. Man denke nur an die selbsternannten Schlager-Könige und Mallorca-Barden mit ihren getreuen Anhängern. Ja, The Wrestler könnte auch in Deutschland spielen, mit Michael Wendler und Stefanie Hertel in den Hauptrollen.
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am 8. Oktober 2014
Über die Handlung will ich mich gar nicht auslassen, die wurde in anderen Rezensionen schon ausführlich erklärt. Mickey Rourke in der Rolle seines Lebens, charismatisch, faszinierend, glaubwürdig.

Die Faszination dieses Films liegt darin, den Blick hinter die Kulissen des Showsports "Wrestling" werfen zu können. Im Fernsehen sind es die strahlenden Helden, in der Realität versuchen Sie, mit Jobs an der Wursttheke durchs Leben zu kommen. Dieser Film schönt nichts. Drogen, Partys, das Leben auf Tour - und die bitteren Folgen wie zerrüttete Familienverhältnisse oder gesundheitliche Schäden. Und dazu das magnetische Im-Ring-Sein - Fans, Finishing Moves, Computerspiele mit dem Wrestler als Hauptfigur. Doch die Zeit bleibt nicht stehen - auch wenn Randy das nicht akzeptieren kann und immer wieder im Ring stehen muß, als Sucht und Alltagsbewältigung.

Für mich, der in den 80ern/90ern und auch noch heute gerne Wrestling geschaut hat, die BluRay, die vor allen anderen geschaut werden muß. Wrestling ist Show, dieser Film zeigt, wie es danach aussieht. Pflichtprogramm für jeden Wrestlingfan. Dieser Film (am besten im O-Ton) brennt sich ein.
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VINE-PRODUKTTESTERam 25. September 2010
© Tonio, filmkritik99.jimdo.com

"Schreib mal 'n Catcherfilm!" Während Barton Fink in dem gleichnamigen Film an den stereotypen Anforderungen des Genres gescheitert ist, zeigt Darren Aronofsky, dass dem Catcherfilm durchaus etwas abzugewinnen ist. "The Ram" Randy Robinson (Mickey Rourke) ist ein abgehalfterter Wrestler und das, was man White Trash nennt. Am Ende wird sich erweisen, dass dieser Mann außerhalb seiner Wrestling-Welt lebensunfähig ist. Obwohl es gerade diese Welt ist, die ihm eine finanzielle und mentale Existenz außerhalb ihrer unmöglich gemacht hat und die für ihn lebensgefährdende Gesundheitsrisiken geschaffen hat: Dort ist er zu Hause, dort wird er geachtet und verehrt. Es zieht ihn zu dem, was seinen Untergang bedeutet. Der Film zeigt daher eine recht interessante tragische Paradoxie.

Ganz ohne Kitsch kommt er nicht aus; so gehört die strippende Freundin mit Herz (Marisa Tomei) zum Genre-Inventar, und die Wrestlingszene wird zwar als einverständig brutal gezeigt, aber ansonsten als große, heile Familie, in der man zusammenhält und in der die Fans voller aufrichtiger Begeisterung sind. Als ob sich das nicht in Sekundenschnelle ändern könnte, als ob dadurch wirkliche Wertschätzung einer Person statt einer Kunstfigur zum Ausdruck käme, als ob es nicht unter den Wrestlern und Managern, wie bei allen Menschen, auch einmal eine Ansammlung schlechterer Eigenschaften gäbe. Ein bißchen hat mich der Film in solcher Verklärung an "Boogie Nights" (1997) mit seinem Blick auf eine Porno-Produktionscrew als Ersatzfamilie erinnert. Denn bei beiden Filmen kann man Kritik üben - aber sich auch daran erfreuen, dass sie verdammt gut erzählt sind, und deswegen die Höchstwertung vergeben. In seiner Vielschichtigkeit muss "The Wrestler" zwar hinter einem Sportdrama wie "Million Dollar Baby" zurückstehen, in dem ebenfalls jemand den (weitaus konfliktträchtigeren) Sport zu seinem Leben erklärt hat. Aber dafür ist "The Wrestler", das, was man "pures Kino" nennen kann. Darren Aronofskys Film entfaltet einen Sog, der sehr direkt, sehr massiv, sehr effektiv die Magengrube des Zuschauers ergreift und im positiven Sinne zu einem "Kino der Gefühle" wird. Hierzu benutzt die Regie nicht die weichgespülten Kitsch-Stilmittel, die man gemeinhin mit dem Schlagwort "Gefühlskino" assoziiert. Sondern Mittel, mit denen wir unmittelbar mit The Ram fühlen. Und was er fühlt, ist mitunter nicht schön. Wie im Horror-Bereich David Cronenberg, erschafft Aronofsky ein betont körperliches Kino und verwendet den menschlichen Körper als Projektionsfläche. Was mit ihm passiert, passiert auch mit dem Menschen. Und obwohl Wrestling-Kämpfe abgesprochen sind, zeigt Aronofsky härter und direkter als jede Wrestling-Übertragung, was Kämpfer mit ihrem Körper zu tun bereit sind. Allein die Besetzung mit Mickey Rourke... Dass der Mann vermutlich kaum Maske brauchte mit dem durch Drogen und schlechte ärztliche Behandlung nach Boxkämpfen aufgeschwemmten Gesicht, ist erschütternd, und hat ihm doch eine klasse Rolle verschafft. Der Zustand kurz vor dem Absturz ist dem Mann in jeder Sekunde und an jeder Faser seines Gesichts anzusehen. Wieder einmal tragisch paradox ist, dass The Ram erst auflebt, wenn dieses sein Gesicht und wenn sein Körper so richtig in die Mangel genommen werden, wobei mitunter auch Blut fließt. Ein Mal sehen wir, wie The Ram in einem Kampf auftritt, in dem Glas, Stacheldraht und ein Tacker zum Einsatz kommen. Dies zeigt, dass Wrestling eine Unschuld verloren hat und dass The Ram eine Kampfform mitmachen muss, die er zu Zeiten seines Starruhms wohl kaum nötig gehabt hätte. Der geschundene Körper entspricht zwar auch einer Beschädigung der Seele, aber The Ram nimmt sie freudig entgegen, sofern sie nur im Ring geschieht. Außerhalb des Ringes schottet er sich ab, versteckt sich in einer sehr voluminösen Jacke und lässt die Kamera oft nur von hinten an sich heran. Im Ring entblößt er sich. Blutüberströmt, aber augenscheinlich zufrieden und scherzend ist er nach dem Kampf in der Umkleide - ein ganz normaler Alltag, an dem jemand nichts weiter tut als seine Arbeit. Der Schock sitzt umso tiefer, wenn Aronofsky erst DANACH zeigt, was bei dem Kampf alles passiert ist - nachdem wir uns angesichts des blutenden Randy bereits das Schlimmste ausmalen, zeigt der Film, dass alles noch unsagbar brutaler war. Das sieht zwar mitunter eklig aus, verfehlt aber seine Wirkung nicht. Aronofsky hatte schon in "Pi" im wahrsten Sinne des Wortes das Gehirn eines Hochbegabten "freigelegt", damit schutzlos gemacht und als Metapher tatsächlich ein herumliegendes Hirn gezeigt. Hier arbeitet er wieder mit solcher Körper-Sprache, die bei ihm eben immer auch ins Innere des Körpers geht. Der Kampf Randys (im Ring wie im Leben) geht "unter die Haut". Man sagt, jemand "schneidet sich ins eigene Fleisch", "ist bis ins Mark erschüttert", "muss bluten" oder "hat offene Wunden". Aronofsky setzt dies in Bilder um und zeigt, dass dem "Das lässt mich kalt"-Gehabe Randys nicht ganz zu trauen ist. Oder besser gesagt, dass ihm durchaus aus Randys Sicht zu trauen ist, was für ihn zum tragischen Schicksal werden wird. Bezeichnend dafür, dass Randy immer wieder den Schmerz und das Blut geradezu sucht, ist eine bizarre Szene, in der er als Fleischverkäufer "erkannt wird". Im Gegensatz zu seinem ersten Tag in dem Job ist er ohnehin lustlos und mit nervigen Kunden geschlagen gewesen, und nun merkt er, dass er seinem Segen und Fluch nicht entkommen kann. Er verletzt sich an der Schneidemaschine selbst, kaschiert das aber nicht, sondern schmiert sich das Blut ins Gesicht, um wild schimpfend und gestikulierend damit die Kunden zu brüskieren. Ein untrügliches Zeichen, dass er sein Innerstes wieder nach außer kehrt und in den Ring steigen wird. Bereits im ersten Kampf der Filmhandlung, der eigentlich unblutig verlaufen sollte, hatte sich Randy des Effekts wegen geschickt selbst verletzt, um noch blutend über seinen Gegner zu triumphieren und dem Publikum zu demonstrieren, was er alles aushalte und noch in einen Sieg verwandeln könne.

Im Übrigen empfehle ich jedem, die Rezension von Eleanor Rigby zu lesen, die mir bereits - das ist als Kompliment gemeint - vieles vorweggenommen hat, was noch zu sagen wäre. Ergänzenswert ist aus meiner Sicht, dass das Paradoxe auch in gewissen Widersprüchen zwischen filmischen Ebenen zum Ausdruck kommt. So weist Eleanor zutreffend darauf hin, dass die Kamera bei den Credits eine Abwärtsbewegung macht, die bereits den Niedergang The Rams andeutet. Interessanterweise zeugen die gezeigten Plakate und Zeitungsberichte jedoch NICHT von diesem Niedergang; sie werden nicht etwa kleiner und schmuddeliger, sondern vermitteln den Eindruck einer ungebrochenen Wrestlerkarriere auf gleichbleibend hohem Niveau. Der Abstieg kommt also eher unmerklich. Und die Tragik, wenn es danach heißt: "20 Jahre später", wird sein, dass Randy es tatsächlich nicht gemerkt hat und sich nicht rechtzeitig auf ein Leben außerhalb des Ringes einrichten konnte. Last but not least ist selbst die scheinbar etwas klischeehafte Rolle der Freundin und die der "verlorenen Tochter" mit gewissen Ambivalenzen ausgezeichnet. Erstere ist eine Stripperin, die Randy zwar aufrichtig mag, aber ebenfalls von ihrer Welt nicht ganz lassen kann, deren Regel lautet: Lasse Dich nie mit einem Kunden auf etwas Persönlicheres ein. Dies fällt der Frau zwar mitunter schwer, aber am Ende wird sie genauso wenig aus ihrer Welt ausbrechen wie Randy aus der seinen. Und die Tochter wird dem Vater zwar diverse Vernachlässigungen - möglicherweise - verzeihen, aber wir verstehen, dass sie als Teenager genug eigene Probleme hat und eher den starken als den problembeladenen Vater bräuchte, weswegen sie ihn herausschmeißt (aus ihrer Wohnung und aus ihrem Leben). Interessanterweise fällt dabei auffällig oft das four-letter-word im eigentlich asexuellen Sinne, aber Randy hat sich gerade dadurch die Versöhnung mit der Tochter verscherzt, dass er einen sehr unerotischen f*ck nach Drinks und Koks mit der Freundin seiner Freundin hatte und deswegen nicht zu einer Verabredung erschienen war. Die Schimpftiraden der Tochter treffen Randy daher vielleicht besonders heftig, weil sie unbewusst den genauen Grund seiner neuerlichen Unzuverlässigkeiten sehr unsanft betonen.

Direkte Sprache, direkte Körperlichkeit, Handkamera (die nicht übernervös wirkt), gegen Ende auffällig viele Schatten und dunkle Flecken auf der Leinwand, bei Randys Fahrt zum finalen Kampf aber eine farblich höchst interessante Morgenröte, die zaghaft in das Dunkel scheint - Aronofskys Kino zielt ohne Umwege auf die Sinne. Interessanterweise ist dies bei allen seiner bislang vier Filmen so, obwohl sie sich vom Sujet stark unterscheiden: Ein Psycho-Thriller um den Fluch einer mathematischen Hochbegabung ("Pi"), ein filmgewordener Drogentrip ("Requiem for a Dream"), eine verschachtelte, esoterische Geschichte auf drei Zeitebenen ("The Fountain") und eben "The Wrestler". Sein neuestes Werk, "Black Swan", verspricht wieder viel: ein mit Horror-Elementen angereichertes Drama aus der Welt des Tanztheaters. Aronofsky ist eines der vielversprechendsten Talente des US-Filmes. Hoffen wir, dass ihm die jugendliche Wucht seines Erzählens nicht ausgeht, die einen umhauen kann wie The Ram seine Gegner.
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am 10. September 2009
"The Wrestler" ist kein Actionfilm, obwohl der Film tief in das Leben eines Profiwrestlers blicken lässt. Bei diesem Film handelt es sich eher um ein Drama um den in die Jahre gekommenen Wrestling-Star Randy "The Ram" Robinson, der nach zwanzig Jahren immer noch im Geschäft tätig ist, weil er keine andere Perspektive hat seinen Lebensunterhalt auf andere Art und Weise zu verdienen. Überhaupt bedeutet das Wrestling alles in seinem Leben, es gibt ihm Halt und bringt ihm Anerkennung. Freundschaften und Familie hat er nicht, bis auf seine Tochter Stephanie (Evan Rachel Wood), bei der er sich jahrelang nicht gemeldet hat.

Randy (gespielt von Mickey Rourke) hält sich mit billigen Kämpfen über Wasser und bewegt sich ständig am Rande des Existenzminimums. Seine beste Zeit hat er längst hinter sich gelassen, vom einstigen Erfolg ist ihm nichts geblieben. Mit der Einnahme von Steroiden versucht er seinen alternden Körper in Schuss zu halten. So kommt es unerwartet zu einem Herzanfall, den Randy während eines Kampfes erleidet. Die Ärzte warnen ihn vor Überanstrengung und raten ihm, seine Karriere als Wrestler aufzugeben. Randy sucht sich einen Job als Delikatessenverkäufer, der ihm zunächst Spaß aber nicht glücklich macht. Den einzigen Trost findet er bei Stripperin Cassidy, die er allabendlich im Stripplokal besucht und zu der er sich hingezogen fühlt. Auch sie kämpft gegen die Zeichen des Älterwerdens und ist als allein erziehende Mutter ebenfalls auf ihr Publikum angewiesen. Auf ihren Rat hin und um der Einsamkeit zu entfliehen, beginnt er nach Jahren wieder die Nähe zu seiner Tochter zu suchen.

Es scheint, als würde Randy einen neuen Weg einschlagen und sein Leben in neue Bahnen lenken, bis er das Angebot auf ein großartiges Comeback bekommt. Er widersetzt sich dem Rat seiner Ärzte und beginnt für seinen großen Kampf zu trainieren...

Mickey Rourke spielt seine Rolle authentisch, sei es als harter Hund in nicht ungefährlichen zweitklassigen Showkämpfen oder als verzweifelter Einzelgänger, auf der Suche nach ein wenig Zuwendung, die ihm regelmäßig verwehrt bleibt. Das Drama zeigt auf sehr emotionale Weise, wie sich Randy in ausweglose Situationen manövriert und lässt somit den Zuschauer an Randys Schicksal teilhaben. Verstärkt wird dieses durch die Kameraführung, die den Protagonisten oft von hinten zeigt und den Zuschauer aus Randys Perspektive auf die Dinge blicken lässt. Die Tragik des Hauptdarstellers wird durch seine lockere Art aufgefangen, sodass der Zuschauer nicht nur um ihn bangen, sondern auch über ihn schmunzeln muss.

Darren Aronofsky hat mit "The Wrestler" einen Film geschaffen, der auf dem schmalen Grad zwischen dem knallharten Showbusiness und der Tristesse des Alltags und Einsamkeit abseits des Rampenlichts wandelt. Er schafft es auf einfühlsame Art, dem Zuschauer einen Einblick in das Leben eines gealterten Stars zu gewähren und fesselt ihn von Minute zu Minute bis hin zum großen Finale.
Ein besonderer Film, der emotional berührt und bewegt.
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