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Kundenrezensionen

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am 26. September 2010
Hallo,

ich habe mir vor ca. 2 Monaten dieses 130/650mm Heritage gekauft, da ich beruflich viel unterwegs bin und gerne in die Sterne schaue. Also musste etwas sehr transportables und leichtes her - womit ich auch mal 2-3 km aus der Stadt laufen kann.

Die ersten Überlegungen zielten in die Richtung eines kleinen Apochromaten (Linsenteleskop mit nur sehr geringem Farbfehler) auf Fotostativ.

Dann allerdings wechselte ich in meiner Überlegung zum kleinen Dobson aufgrund folgender Vorteile gegenüber des Apos.

- Größere Öffnung: daher ein helleres Bild und bessere Allroundfähigkeiten (Mond/Planeten/Nebel/Galaxien - mit den 5" Öffnung des Heritage theoretisch alles gut möglich)
- Stabiler: die Einarmrockerbox des Heritage neigt zwar zum Schwingen, ist aber trotzdem aussreichend stabil und kein Vergleich zu einem Teleskop auf einem Fotostativ.
- Platzbedarf: Der Heritage ist zusammengeschoben wirklich klein und benötigt in der Wohnung so gut wie keinen Platz - 30x30x50cm (BxLxH) langen für dieses Teleskop
- Schneller Aufbau: Der Heritage ist (abgesehen von der Temperaturanpassung des Haputspiegels) innerhalb von 5 Minuten einsatzbereit. Hinstellen, Kappen ab, ausziehen, Okular einstecken - Beobachten.

Allerdings hat auch der Hertiage (bedingt durch den doch recht niedrigen Preis) mit ein paar Problemen zu kämpfen.
- Spiegelqualität: Das Bild in meinem Heritage ist scharf, die Sternabbildung intra- und extrafokal annähernd gleich und Jupiter konnte ich bei 130-fach noch wirklich schön scharf beobachten - dies ist allerdings nicht bei allen Heritages so - die Qualität schwankt ziemlich stark zwischen "sehr gut" und "fast unbrauchbar" - schlechte Spiegel lassen sich beim Beobachten erkennen - allerdings nicht für den Anfänger.
- Schwingungsverhalten: Wie weiter oben beschrieben neigt die Montierung zu Schwingungen - diese sind allerdings nur bei hohen Vergrößerungen (>100-fach) störend und klingen innerhalb von 2-3 Sekunden ab.
- Okularauszug: Meiner Meinung nach das schlechteste Bauteil am ganzen Teleskop - die Schärfe wird über ein Gewinde realisiert indem der Okularauszug entweder nach innen oder aussen gedreht wird. Diese ganze Konstruktion ist leider aus Plastik und somit ziemlich grobgängig und die Okulare sitzen auch manchmal verkippt im Okularauszug, da dieser im Gewinde spiel hat.
- Gegenlichtblende: Diese ist für ein Teleskop dieser Größe eigentlich zu klein und die Befestigung ist "gefährlich". Die Blende ist einfach per Klebeband am oberen Tubusende angebracht und ist mir beim Transport schonmal abgefallen - Gott sei dank hat sich die Blende im Tubus verkantet und ist nicht auf den Hauptspiegel gefallen = HIER BESTEHT DRINGEND NACHBESSERUNGSBEDARF!
- Geringe Höhe: Auch ausgefahren ist das Teleskop sehr klein. Man benötigt einen kleinen Tisch oder Hocker auf den man das Teleskop stellen kann. Ansonsten muss man sich auf den Boden knien, um einen guten EInbick in das Teleskop zu erlangen. Auf Dauer recht ermüdent.
Ansonsten ist das Heritage ein durchaus brauchbares und auch sogar gutes Einsteigerteleskop und zeigt am Himmel schon bedeutend mehr als z.B. 76/700 Newton oder 70/700 Linsenteleskop. Diese klassischen Einsteigerteleskope haben gegen den Heritage keine Chance. Auch die Montierung ist beim Heritage in diesem Vergleich stabiler.
- Okulare: Für den Preis zwar solide, allerdings nicht gut geeignet. Die mitgelieferten Okulare (10mm und 25mm) sind einfache Kellner und für schnelle Optiken nicht gut geeignet. Es kommt zur Verzeichnung am Rand des sichtbaren Gesichtsfeldes (Sterne bekommen kleine "Schweife"). Auch ist das Gesichtsfeld ziemlich klein, sodass oft nachgeführt werden muss. Besser machen dies diverse Weitwinkelokulare wie z.B. HR Planetarys zur Planeten und Mondbeobachtung.

Einzig das bessere ist des guten Feind - somit sind (passendes Budget verausgesetzt) 8" Dobsons weiterhin eine gute Alternative und dabei auch besser verarbeitet, Kosten allerdings das doppelte.

Ich hoffe diese Bewertung hilft bei der Beurteilung des Teleskops, ich persönlich bleibe erstmal dabei :)
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am 17. Februar 2014
Ich hatte das Heritage damals bei einem Astronomie-Versandhändler bestellt.
Vorab: Vor jedem Teleskopkauf sollte man sich in Astronomie-Foren oder bei den örtlichen Vereinen, Sternwarten und Co mal informieren - insbesondere als Anfänger!

Dass wie in den anderen Reviews angesprochen die Qualität des Hauptspiegels schwankt und ein paar Punkte verbesserungswürdig sind ist unbestritten, aber wenn der Hauptspiegel justiert wird zeigt selbst ein "schlechtes" Heritage bei mittlerer Vergrößerung eine Menge.
Zur Optimierung der anderen Wehwehchen gibt es viele Anleitungen (Streulichtschutz, Drehfokusierer...).

Die Stabilität ist durchweg als gut zu bezeichnen. Man muss das auch in Relation setzen mit den oft wackligen Stativen der anderen Teleskope in der 100-200€ Klasse. Da gibt es sehr viel Schrott. Wer einmal ein 114/900 auf EQ1 oder EQ2 gesehen hat, weiss wovon ich spreche.
Am Heritage konnte ich auch bei über 200x die Planeten gut beobachten, weder Wackeln noch das Gleitlager störten hier.

Wichtig sind aber ein paar bessere Okulare. Die Inklusivokulare sind zwar schon wesentlich besser als das, was vielen anderen Einstiegssets beiliegt, aber insbesondere das 10mm sollte man schnell ersetzen, und eben eins mit etwas mehr Vergrößerungkaufen (für Mond und Planeten).
Eine Barlow ist sicher auch eine Lösung, doch die günstigen mindern den Kontrast weiter.

Ein 30-32mm Plössl, eine 15mm "Goldkannte" oder ein Orbinar Erfle (20-40€) und ein 4mm HR Planetary wäre eine denkbare und noch bezahlbare Lösung. Insbesondere die HR Planetary (Oder auch die NED-Okulare) bilden am Öffnungsverhältnis von f/5 gut ab. Anfänger dürfte die Randunschärfe aber nicht so stark stören.

Plösslokulare werden oft empfohlen und sind mit 10-20€ auch sehr preiswert. Unter 10mm Brennweite haben diese leider einen sehr knappen Augenabstand, mit einem 4mm Plössl lässt sich meines Erachtens nicht mehr sinnvoll beobachten.

Wer wirklich nicht mehr Geld ausgeben kann, sollte sich zumindest die 13€ achromatische Barlow von Seben/Orbinar kaufen, zusammen mit dem 10mm am Mond trotzdem eine Wucht. Die Seben-Barlow macht nicht Blind und ist schonmal besser als die Plastik-Barlows zu ähnlichen Preisen, zudem baugleich mit vielen anderen 20-30€ achromatischen Barlows. Da es ab 20€ aber schon gute Okulare gibt, lohnt eine teurere Barlow sowieso kaum.

Dass alles über 200-fache Vergrößerung Probleme macht hat auch andere Gründe: Insbesondere Beobachtungen vom Balkon oder gar Fenster aus, wo die Luft wärmer ist als die Aussentemperatur, sorgt für ein waberndes Bild. Man kennt das im Sommer beim Blick über aufgeheizte Straßen und Hausdächer. Bei hoher Vergrößerung lässt sich dann nicht mehr scharf stellen. Auch die atmosphäre selbst ist mal ruhiger und mal turbulenter. Insbesondere wenn die Beobachtungsobjekte nah am horizont stehen ist manchmal schon bei 100-150x schluss. Deshalb lohnt es sich eine Reihe von Okularen zu haben um sich an die derzeit maximale Vergrößerung heran zu tasten.

Auf einem dunklen Acker fern ab von Lichtverschmutzung und Häuser-Seeing konnte ich jedoch die Cassini-Teilung der Ringe des Saturns sehen, die Wolkenbänder auf Jupiter, und auch die Schattenspiele auf dem Mond sind ein Traum. Unter dunklem, Mondlosen Himmel konnte ich sogar bei der Galaxie M51 ganz schwach das "Band" zwischen den zwei Kernen ausmachen, und auch andere Galaxien wie M81, M82 oder M101 zeigen schon mehr als im 76mm Teleskop. Der Orionnebel und Sternhaufen wie h&chi Persei sind grandios, aber auch Ring- und Hantelnebel mit 130mm Öffnung schon toll aufgelöst.

Das Heritage ist ein nettes und vor Allem transportables Teleskop. Wer ein Auto hat oder unter einem dunklen Himmel (Mindestens die Milchstraße sichtbar) sein Haus gebaut hat sollte überlegen ob ein 6 oder gar 8 Zoll Dobson eine bessere Wahl ist. Die passen jedoch definitiv nicht mehr in einen Rucksack.
Wer sich am niedrigen Einblick des Heritages stört (ich habe hier neben einer Holzkiste auch einfach ein Sitz-Pad und einen Campinghocker die in meinen Rucksack passen) der kann es später immer noch eine andere Montierung unter das Teleskop setzen.
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am 7. Oktober 2010
Skywatcher Heritage 130 Dobson

Als Einstimmung zu meinen Teleskop-Testberichten möchte ich erläutern, wie ich zu dem jeweiligen Fernrohr gelangt bin. Wie Sie sicher bald merken werden, oder bereits bemerkt haben, bin ich ziemlicher Laie auf dem Gebiet der Teleskopie. Ich finde das aber nicht weiter tragisch, gibt es doch reichlich von meiner Sorte.
Und wie ich, werden sich sicher viele Fragen, was ich mir bloß für ein Gerät anschaffen soll? Die sehen auf den Bildern alle irgendwie gleich aus, kosten nur unterschiedlich. Das stimmt und stimmt auch wiederum nicht. Vielleicht vermögen meine Erfahrungsberichte bei dem einen oder anderen etwas das Dicklicht zu lichten. Und wie heißt es: Für jedes Fernrohr gibt es auch einen Himmel.
Ich kann Ihnen also eine Kaufentscheidung nicht abnehmen. Aber erläutern, wofür ich mich entschieden habe, kann ich und vor allem wogegen und warum.

Einleitung
Es begann damit, dass ich auf dem Dachboden ein altes Fernglas fand. Zuvor hatte ich mich kaum mit dem Sternenhimmel beschäftigt. Es wusste, dass es einen gab und das reichte mir. Aber an einem sommerlichen Abend auf dem Balkon mit einem Weizen im bequemen Stuhl sitzend, fand ich die Sternlandschaft doch interessant, und dachte, dass ein 'echtes' Teleskop vielleicht keine schlechte Idee wäre.
Gesagt getan, über ***** habe ich mir das erstbeste (oder erstschlechteste) Tchibo-Refraktorteleskop gebraucht zugelegt. Nett formuliert, war was ich bekam ein Haufen sinnfreien Plastikschrotts. Abgesehen davon, dass ich den Mond nicht viel größer sah, als mit dem Fernglas zuvor, war es nahezu unmöglich ein zitterfreies Bild zu erzeugen. Schon Ausatmen reichte, um den Tubus zum stetigen Zittern zu verleiten. Ich habe das Ding in den Müll (also zurück nach E-Kauf) verfrachtet und war wie man sich denken kann, reichlich angefressen von der ganzen Aktion. Angeblich sollte das Teleskop bis zum 225-fachen vergrößern können (4mm Okular X 1,5 Barlow). Rechnerisch geht das, aber auch nur da. Denn schon bei dem 20mm Okular und 30-facher Vergrößerung, war kaum ein Fokus möglich und wenn nur für Sekunden.
Neben der Wut entfachte sich allmählich auch mein Jagdinstinkt. Jetzt sollte es erst recht ein Teleskop werden und ein vernünftiges dazu. Nun kommt Amazon ins Spiel. Zuerst habe ich mich über die einschlägigen Seiten und Blogs tage- und insbesondere nächtelang informiert, mich mit Fachausdrücken vollgesogen, dann zugeschlagen.
Mein erster ernst gemeinter Versuch war ein Celestron Astromaster 130/650 mit einer EQ-Halterung. Das Gerät ging wieder zurück (siehe Testbericht). Dann folgte von Skywatcher der Heritage 130/650. Auch der musste wieder zurück zum Händler (siehe auch hier Testbericht). Schließlich bin ich beim Orion Starblast-6 150/750 gelandet. Zwischendurch gesellte sich noch das Celestron FirstScope 76/300 für meine Tochter dazu. Vielleicht das Beste von allen Geräten.

Für folgende Teleskope habe ich Testberichte erstellt:
Celsestron Astromaster 130/650 EQ,
Skywatcher Heritage 130/650 Dobson
Orion Starblast-6 150/750 Dobson
Celestron Firstscope76 76/300 Dobson

Ps. Einen Bericht über den Tchibo-Refraktor habe ich mir jetzt mal geschenkt.

Skywatcher Heritage 130/650 Dobson

Technische Daten:
Bauart: Reflektor - bedeutet, dass es sich um ein Spiegelteleskop handelt. Wird auch Newton genannt, nach seinem Erfinder Sir Isaac Newton. Die andere große Variante auf dem Markt nennt sich Refraktor. Das sind die langen Stangendinger, die nicht mit Spiegeln, sondern mit Linsen arbeiten. Ich meine die ersten Refraktoren gehen zurück auf den italienischen Astronomen Galileo Galilei und sind von der Bauart her älter als die Newtons.
Tubus: FlexTube' ' Ein halboffener Tubus mit Stangenauszug.
Öffnung: 130mm - bezeichnet die Spiegelgröße des Hauptspiegels. Also dem Gefäß, das das eingehende Sternlicht bündelt. Ein alter Spruch aus der Motorradfahrerecke nach dem es heißt, dass Hubraum (Öffnung) nur durch Hubraum (Öffnung) zu ersetzen ist, findet hier auch Anwendung. Je größer ein Spiegel, desto mehr Licht kann er einfangen. Die Größe der Öffnung bestimmt auch die maximal sinnvolle Vergrößerung. Man rechnet da: Öffnung x 2. In diesem Fall ist die maximal sinnvolle Vergrößerung 260-fach. Theoretisch ließe sich übrigens jedes Teleskop bis zum 600-fachen und mehr vergrößern; man sieht nur außer einem hellen Punkt nichts Weiteres. Das nur hinsichtlich der euphorischen Werbeversprechungen einiger Billiganbieter.
Art des Hauptspiegels: parabolisch - Es gibt bei Newtons zwei Arten von Hauptspiegeln. Zum einen sind das die sphärischen, die, wenn sie rund wären, einer Kugel gleich kämen. Zum anderen die parabolische Variante. Ihre Form ist konkav, nach innen gewandt, wie bei einer Satelliten-Schüssel. Allgemein heißt es, dass die parabolischen Spiegel besser seien, weil sie weniger Verzerrungen produzierten. Allerdings sind sie auch teuerer.
Brennweite: 650mm - Je mehr Brennweite (Länge) der Tubus aufweist, desto mehr kann bei gleichem Okulardurchmesser vergrößert werden. Und je größer ein Okular ist, umso mehr kann man sehen (so ungefähr jedenfalls). Rechenweg für Vergrößerung: Tubuslänge : Größe Okular. Bei einem 25mm Okular beträgt die Vergrößerung dann 26-fach (650 : 25).
Montierung: Dobson, einarmig ' Eine Montierung, die auf Stative komplett verzichtet. Der Tubus ruht in einer Holzverschalung (Rockerbox genannt). Höhe und Azimut (waagerechte Bewegung) wird per Hand verstellt. Es gibt keine Wellenräder, Gegengewichte oder Stativbeine. Die Vorteile sind das leichtere Gewicht (verglichen mit parallaktischen Halterungen), die einfache Bedienbarkeit, die 'Laufruhe' ' es wackelt sehr wenig - und ganz wichtig: Auch der Preis. Der ist deutlich geringer ist als bei den meisten anderen Stativformen (siehe Bericht Astromaster 130 EQ).
Zubehör:
Sucher (LED-Leuchtpunkt), Okular K(Kellner)-25mm (vergrößert auf 26-fach) und K-10mm (Vergrößerung beträgt 65-fach). Empfehlenswert ist der Zukauf von anderen und besseren Okularen zum Beispiel Super-Plössls in 5-6mm für Planeten und 25-30mm für den allgemeinen Überblick. Die Kosten bei Amazon so irgendwas mit 30,- Euro und sind allemal ihr Geld wert.

Subjektiver Eindruck:
Die Qualitätsanmutung des Heritage ist nicht sonderlich gut. Vieles wirkt mit dem Rotstift kalkuliert. Im Gegensatz zum Firstscope (Siehe dortigen Erfahrungsbericht) zeigt sich dieser einarmige Dobson vom Gewicht eines schwerer Zoom-Objektives nicht unbeeindruckt. Er wurde zwar nicht direkt wackelig, aber in Höhe doch recht schwer zu justieren. Ich musste das Feststellrad ganz schön anziehen, damit sich der Tubus nicht selbstständig bewegt und ich hatte den Eindruck, dass die Einarmhalterung zu schwach ausfällt. Es mag aber sein, dass das mit ausreichender Gebrauchs- und Justierroutine kein großes Thema mehr ist.
Problematisch fand ich den Streulichtschutz am sekundären Spiegel (das ist der kleine Spiegel, der das einfallende Licht vom Hauptspiegel zum Okularauszug lenkt). Der Streulichtschutz soll verhindern, dass seitlich einfallendes Licht, dass Abbild verschlechtert. Zum besseren Verständnis: Der Skywatcher Heritage verfügt nicht über einen Volltubus, wie alle anderen getesteten Teleskope, sondern über eine 'FlexTube'. Ein Tubus, der erst ausgezogen sich zu seiner vollen Größe entfaltet (hihi). Der Vorteil ist, dass der Korpus zusammengezogen nur 37cm lang ist, das Gerät also quasi in jede Ecke passt. Ein Nachteil ist, dass seitlich einfallendes Licht (Straßenlaternen etc.) das Abbild verschlechtern kann. Daher hat man in der zweiten Produktionslinie einen Streulichtschutz eingefügt. Diesen leider sehr schlampig. Der Lichtschutz ist aus Plastik und stößt jedes Mal, wenn die Stangen eingezogen werden gegen die Tubuswand und löst die Klebung ein wenig. Ich denke nach 20-30 mal öffnen, hat man das Ding dann in der Hand (und bekommt es schlecht wieder am oberen Rand festgebappt).
Die Rockerbox ist von Aufbau und Material her vergleichbar mit dem des Firstscope, nur größer. Und darin liegt ein weiteres Manko, denn was beim kleinen noch rustikal und passend rüber kam, wirkt hier, bedingt durch die Größe, billig.
Der Okulareinzug läuft nicht über die sonst übliche Zahnstange sondern ist zum Drehen (wie eine Mutter in ein Gewinde). Ich will mal so sagen, es verbesserte nicht unbedingt den Qualitätseindruck, ließ sich aber bis auf den recht kurzen Fokussierweg (das Gewindegestänge ist nicht besonders lang) ordentlich bedienen.
Bezüglich der Abbildungsleistung ist es vergleichbar mit dem Astromaster 650 EQ, allerdings schlechter als der Orion Starblast 750 (wen wunderts, ist der Starblast ja auch doppelt so teuer). Im Grunde ist die Leistung nicht zu beanstanden. Ich fand aber, dass ein 'FlexTube' wegen seiner offenen Bauweise grundsätzlich nicht unproblematisch in der Stadt ist, aufgrund der großen Nebenlichteinflüsse von Laternen und was da sonst noch ständig leuchtet.

Fazit: Die Dobson-Montierung ist von Grundprinzip her genial. Sie ist simpel und praktikabel, gefällt mir weitaus besser, als alles parallaktische. Speziell aber beim Heritage 130 wurde mir zuviel gespart; schwache Montierung (besser wäre doppelarmig gewesen), Okularauszug, Streulichtschutz, allgemeine Verarbeitungsanmutung. Auf der anderen Seite, gibt es viel Öffnung fürs Geld. Daher: Eingeschränkte Kaufempfehlung. 3,3 Punkte.

Thomas Sichelschmied, Buchautor
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am 31. März 2016
Astronomie hat mich schon immer fasziniert und schon lange wollte ich mal die Planeten und näher liegende Objekte wie z.B. den Pferdekopfnebel mit eigenem Auge erkennen wollte. Als Neuling wollte ich nicht direkt zuviel Geld ausgeben, aber gleichzeitig natürlich auch etwas Qualität haben. In mehreren Foren wurde ein Teleskop mit Parabolspiegel empfohlen, um Verzeichnungen zu vermeiden und ein scharfes Bild zu erhalten. Zudem habe ich mich ein wenig schlau gemacht welcher Öffnungswinkel und welche Brennweite sinnvoll sind und bin schließlich durch mehrere Empfehlungen auf dieses Gerät aufmerksam geworden.
Da ich kein Profi auf dem Gebiet bin und auch noch kein Vergleichsteleskop besitze, kann ich nur meine subjektiven Erfahrungen mitteilen.
Was mir gut gefällt:
- kompakte Bauform
- schnell auf- und abbaubar
- gut verstaubar
- theoretische maximale sinnvolle Vergrößerung ~ 260 fach
- scharfe Bilder
Was mir nicht so gut gefällt:
- mitgelieferte Okulare (25 und 10 mm) erlauben max. 65-fache Vergrößerung
- schärfe Einstellung über Kunststoffgewinde --> unsicher
- Leuchtpunktsucher schwer justierbar
Gerade der letzte Punkt machte es mir zeitweise schwer, Objekte zu finden, da ich es einfach nicht hinbekommen habe, den Leuchtpunktsucher richtig zu justieren. Vor der richtigen Einstellung war ich mit den Drehschrauben mechanisch am Anschlag.
Deswegen nutze ich den Sucher nicht mehr.
Abgesehen davon konnte ich schon viele Details am Nachthimmel erkennen und bereue die Anschaffung dieses Teleskops keinesfalls.
Für Einsteiger kann ich dieses Gerät deswegen empfehlen, Experten werden sicherlich andere Teleskope nutzen, für die man aber auch tiefer in die Tasche greift.
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am 3. Juli 2016
Ich habe das Heritage 130p wegen des etwas niedrigeren Preises bei einem Fachhändler gekauft und seit einigen Monaten im Einsatz. Über die Optik, Auflösung usw. haben andere Rezensenten bereits ausführlich und gut geschrieben, deswegen möchte ich eine Zusammenfassung aus Sicht eines Neulings in der Astronomie geben:

Kosten:

Man sollte mit ca. 300 EUR Gesamtkosten planen, insbesondere wegen der Okulare. Die beiliegenden reichen für einen ersten Blick auf den Nachhimmel oder den Mond, glücklich wird man damit allerdings nicht. Das 25mm taugt für einen Überblick, bietet aber zu wenig Blickwinkel - Galaxien beobachten macht keinen wirklichen Spaß. Das 10mm ist zu groß, um damit wirklich Freude am Mond oder Planeten zu haben.

Ich habe mir eine Barlow-Linse (10 EUR) sowie ein 6mm und 15mm "gold line" Weitwinkel-Okular gekauft, letztere bei einem Versandhandel in Übersee (je 20 EUR). Diese gibt es auch beim Fachhändler, allerdings zu recht hohen Preisen (ca. x2 bis x3). Ferner habe ich ein 4mm-Planetenokular geschenkt bekommen, welches im Fachhandel ca. 70 EUR kosten würde. Das 15mm ist toll für einen Überblick, das 4mm perfekt für Jupiter, Saturn und Mars. Mit dem 6mm (wahlweise auch mit Barlow, dann aber grenzwertig) ist der Mond einfach nur beeindruckend.

Man braucht ferner eine Abstellmöglichkeit für draußen oder den Balkon; ein gewisses schwedisches Möbelhaus hat einen Tritthocker für 12 EUR, auf den das Heritage perfekt passt. Alternativ geht sicherlich auch ein Campingstuhl o.Ä.

Bedienung:

Es ist fummelig, das muss man zugeben. Nach jeder Justage und jeder Bewegung wackelt das ganze Teleskop nach. Jede Bewegung und Nachführung erfolgt von Hand, d.h. neben Ruckeln ist man auch auf die Mechanik angewiesen, die nicht immer "wie geschmiert" mitspielt. V.a. mit hohen Vergrößerungen (z.B. mit 4mm-Okular) ist man immer hinterher, um sein Ziel nicht zu verlieren, und hier kämpft man ebenso mit der Erdrotation wie mit dem Teleskop. Der red-dot-Sucher hilft i.Ü. sehr und ist ein tolles Stück Zubehör.

Wer in einem Ballungsraum lebt wird mit dem fehlenden Streulichtschutz zu kämpfen haben. Für helle Objekte stört es nicht - Mond, Jupiter, Saturn usw. Bei allem anderen merkt man es sehr schnell. Eine Lösung in Eigenbau ist vermutlich möglich, aber schwierig.

Riesiges Plus ist die kompakte Größe. Das Heritage verschwindet in jedem Stauraum der Größe eines kleinen Reisekoffers. Optimal für alle, die nicht viel Platz haben oder verwenden wollen.

Was sieht man?

Der entscheidende Punkt. Mit einem Planetenokular sind Jupiter, Saturn und Mars klar zu erkennen. Mars bei guter Sicht mit zu erahnenden Details. Jupiter mit Bändern und Monden. Saturn mit Ringen und Ring-Trennung. Den Mond könnte man sich den ganzen Abend anschauen - hier empfehle ich i.Ü. einen Mondfilter, da es sehr hell werden kann. Galaxien und Sterne sind wie gesagt vom Standort abhängig, aber wenn man es etwas dunkel hat spielt das Heritage hier seine stärke aus. Einmal den Messier-Katalog durchgehen, bitte nicht die Bilder vom Hubble als Maßstab nehmen, und staunen!

Sonstiges:

Ich empfehle den Download einer geeigneten Astro-App zum Auffinden von lohnenswerten Zielen. Persönlich nutze ich Sky Safari und bin damit zufrieden. Ferner kann das Teleskop mit der Montierung auch auf anderen Halterungen verwendet werden. Es gibt wohl ein älteres sog. "Lidl-Scope" vom Discounter, welches ein passendes Stativ mit parallaktiver Montierung verwendet (d.h. ein "richtiges" Teleskopstativ, welches aufwendiger im Aufbau ist, aber detaillierte Kontrolle zulässt). Das kann man schon für 20-30 EUR über Kleinanzeigen schießen und ist evtl. einen Blick wert.
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am 9. August 2013
Habe mir den 5" Dobson als Zweitgerät zu meinem 12" Skywatcher Dobson angeschafft.
Der 12" ist mir mit 36kg Gesamtgewicht doch manchmal zu schwer insbesondere wenn`s auf Reisen geht. Der kleine wiegt nur 6kg und ist somit deutlich transportabler.
An der optischen Qualität gibt`s nichts zu mäkeln. Sogar M13 (Herkules Kugelsternhaufen) wird in einzelne Sterne aufgelöst. Eigentlich hatte ich da nur ein Nebelchen erwartet wie durch den Skywatcher 130/900 EQ-2 eines Freundes. Aber der hat eben auch nur einen Kugelspiegel. Da merkt man schon den Unterschied.
Einziger Kritikpunkt ist der einfache Okularauszug, den man zum Scharfstellen komplett drehen muss. Da brauche ich deutlich länger als mit dem OAZ an meinem 12" Dobson.
Trotzdem halte ich das Gerät insbes. für Reisen oder auch zum Einstieg als empfehlenswert.
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am 30. Dezember 2015
Good telescope, fast shiping. Big big thx...
Ups funkcionira savrseno samo kad stigne u ljepu našu e onda sve stane, 24 sata Njemačka skladiste Owersisa a onda je našima trebalo tri dana za dostavit. Ups svaka čast ali owerssis nula bodova.
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am 4. April 2016
Einfache Bedienung, ordentlich gefertigt und mMn eine gut Optik (bin jedoch Anfänger :) ).

Der öfter propagierten Meinung - Preis/Leistung: Top - kann ich mich anschließen.
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am 7. August 2014
Das Teleskop sollte ein Geschenk sein, aber scheinbar ist der Hersteller nicht in der Lage das Gerät auch innen so zu verpacken, dass es tatsächlich ohne Beule, Riss oder Bruch beim Empfänger ankommt.
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am 27. April 2010
Die Größe beträt ca. 45cm im eingefahrenden Zustand(Höhe mit Rockerbox),ausgefahren hat der Tubus eine Länge von ca.66cm.Viel Öffnung für wenig Geld - das war schon immer das Leitmotiv für die Anschaffung eines Dobson-Teleskops. Mit den BlackDiamond Dobsons schuf Skywatcher einen Klassiker im neuen Gewand. Durch ein neuartiges patentiertes Schiebegestänge ist das Gerät besonders leicht zu transportieren.

Die Optik Skywatcher N 130/650:

Dieses Teleskop wurde speziell entwickelt, um das Internationale Jahr der Astronomie (IYA 2009) und damit den 400. Jahrestag des ersten Galileo-Teleskopes zu feiern. Es ist nicht nur ein hochpräzises optisches Instrument, sondern auch ein schönes Sammlerstück und ideales Geschenk. Das Teleskoprohr ist geschmückt mit den Namen von vielen berühmten Persönlichkeiten, die einen wesentlichen Beitrag zur Förderung der Astronomie in den letzten 400 Jahren leisteten, einschließlich Galileo Galilei selbst.

Das Herzstück der Optik bildet der gleiche hervorragende parabolische Hauptspiegel, der auch bei den grösseren Newtons zum Einsatz kommt. Das Teleskop ist ein Allroundgerät und bietet eine wunderschöne Aussicht auf den Mond, Planeten und die ersten Deep Sky Objekte. Durch das patentierte Gitterrohrsystem ist es sehr komfortabel zu transportieren und zu lagern. Anders als bei vielen Standard-Newtons gibt es beim Skywatcher Gitterrohrdobson keine Probleme mit der Fokuslage. Die Position des Brennpunktes kann flexibel angepasst werden. Die unkomplizierte Handhabung der Dobson Montierung ist eine hervorragende Möglichkeit für den Einstieg in das Hobby Astronomie und dabei ultrakompakt. Das komplette Teleskop mit Montierung kommt komplett zusammengebaut direkt aus der Geschenkschachtel.

Die meisten Dobsonteleskope sind erst ab der 200mm Klasse verfügbar. Dieses 130mm Dobson kann als Ausnahme betrachtet werden und ist damit ein optimales Reise- und Einsteigergerät, das nur wenig Platz benötigt. Mit nur 650mm Brennweite besitzt das Dobson ein Öffnungsverhältnis von f/5, daher können wunderbare Weitfeldbeobachtungen unternommen werden. Ausgedehnte Nebelobjekte unter einem dunklen Himmel sind nur eine der großen Stärken dieses Instruments. Die Fokussierung erfolgt über einen Drehfokus mit Klemmanschluss für 1,25" Okulare.

Lieferumfang:

Optik mit zusammenschiebbarem Tubus
Rockerbox mit gewichtsparender Einarmaufhängung
Leuchtpunktsucher für einfaches Auffinden der Objekte
1,25'' Okulare 25mm und 10mm

Im eingefahrenen Zustand ist das Teleskop gut transportabel und platzsparend aufzubewahren.

Das Teleskop wird komplett vormontiert in einer ansprechenden Geschenkbox geliefert. Technische Daten:
Optik
Typ Reflektor
Bauart Newton
Öffnung (mm) 130
Brennweite (mm) 650
Öffnungsverhältnis (f/) 5
Auflösungsvermögen (Bogensekunden) 0,88
Grenzgrösse (mag) 12,4
Lichtsammelvermögen (-fach einer 7mm Pupille) 345
Max. sinnvolle Vergroesserung (-fach) 260
Tubuskonstruktion Gitterrohrtubus
Okularauszug
Bauart Helical
Anschluss (okularseitig) (Zoll) 1,25
Montierung
GoTo Steuerung nein
Bauart Dobson
Montierungstyp Dobson
Allgemein
Serie Heritage
Besondere Empfehlung Ja
Anwendungsgebiete
Mond & Planeten ja
Nebel & Galaxien ja
Naturbeobachtung nicht empfehlenswert
Astrofotografie nein
Sonne nicht empfehlenswert (nur mit geeignetem Sonnenfilter)
Empfohlen für ...
Einsteiger ja
Fortgeschrittene ja
Versierte Amateure nein
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