Fashion Sale Hier klicken Strandspielzeug Neuerscheinungen Cloud Drive Photos OLED TVs Learn More sommer2016 HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle WalkingOnCars Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
26
4,2 von 5 Sternen
Format: DVD|Ändern
Preis:6,45 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 9. Juni 2009
...und Theater braucht immer ein großes Publikum."So sieht das jedenfalls der Boss der islamischen Terrororganisation, die vorhat gleichzeitig, an mehreren Stellen der USA, Bomben zur Detonation zu bringen. Das FBI, in Form von Agent Clayton(Guy Pearce) versucht das zu verhindern. Aber um den Attentätern auf die Spur zu kommen, muss Clayton zunächst herausfinden, was es mit dem ominösen Samir Horn(Don Cheadle) auf sich hat. Horns Vater wird 1978 im Sudan Opfer eines Bombenanschlags. Samir schließt sich später dem Militär an, ist in Afghanistan und auf dem Balkan eingesetzt, bis er urplötzlich von der Bildfläche verschwindet. Als er jetzt beim Verkauf von Sprengmaterial im Jemen festgenommen wird, steht für alle Ermittler fest: Samir Horn ist übergelaufen, ein Verräter! Aber so einfach ist die Wahrheit nicht. Als Horn aus dem Jemen fliehen kann und mit Hilfe seines Freundes Omar(Said Taghmaoul) Europa und Amerika aufsucht, ist Clayton ihm auf den Fersen. Clayton hat seine Zweifel, was Samir wirklich plant, und als der die wahren Pläne des "Verräters" erkennt, ist es fast zu spät...

Jeffrey Nachmanoff hat mit -Traitor- einen klassischen Agentenstoff abgeliefert, allerdings ist er, was die Handlungsabsichten beider Seiten angeht, erstaunlich objektiv zu Werke gegangen. So wirkt -Traitor- modern, intelligent und ziemlich real in der Story. Don Cheadle und Guy Pearce tuen ihr Übriges, um aus dem Thriller einen richtig guten Film zu machen. Wenn Nachmanoff Omar sagen lässt: "Die Kreuzritter sind in unser Land eingefallen..." kann man ungefähr nachvollziehen, wie sich die Menschen im Nahen Osten fühlen. Aber auch die brutale, unmenschliche Seite des Terrors wischt Nachmannof nicht zur Seite.

Frei nach dem Zitat: Die Geister, die ich rief, werde ich nicht mehr los, hastet Samir Horn durch die Länder der Erde. Er scheint hin und her gerissen zwischen seiner Freundschaft zu Omar, seinem Glauben an die Gerechtigkeit und seiner eigenen, tief empfundenen Schuld. Dabei bewegt er sich zwischen den zwei Welten des Islams und des Christentums. Das ist interessant, lehrreich und überaus spannend.

Das für diese rasante Story Steve Martin die Idee geliefert hat, ist zwar kaum zu glauben, aber im positiven Sinne eine Überraschung. Er zeichnete auch in der Mitarbeit beim Drehbuch verantwortlich. Folgen sie Samir Horn in die Abgründe des Terrors und lassen sie sich vor allem vom Ende der Geschichte mitreissen. Das ist, jedenfalls meiner Meinung nach, perfekt gelungen.
0Kommentar| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Then my daddy and the folks from the church would drive over and put them out. Seems every religion has more face than one.”

Manchmal kommt es vor, daß selbst in neuerer Zeit noch gute Filme gemacht werden, und der Thriller „Traitor“ (2008) von Jeffrey Nachmanoff, einem Regisseur, der vor allem durch TV-Produktionen auffiel, ist ein solcher Film. Eigentlich hatte ich aufgrund des Covers – Explosionen, Guy Pearce mit vorgehaltener Waffe – einen dieser seelenlosen Hochglanzballerfilme erwartet, was mir am Abend eines langen Tages auch recht gewesen wäre, aber ich wurde positiv überrascht. „Traitor“ faßt das Thema des Filmes im Grunde treffend zusammen, denn der Protagonist Samir Horn (Don Cheadle), der im muslimischen Glauben erzogen wurde, stand einst als Elitesoldat im Dienst der USA, doch plötzlich sehen wir ihn, wie er im Jemen Waffen an islamistische Terroristen verkauft, und erfahren, daß er in Afghanistan selbst zum Fundamentalisten geworden ist. Der Waffendeal platzt, da zwei FBI-Agenten, Roy Clayton (Guy Pearce) und Max Archer (Neal McDonough), den jemenitischen Geheimdienst auf den Plan rufen, und Samir wandert ins Gefängnis, wo er den Islamisten Omar (Saïd Taghmaoui) kennenlernt, mit dem er zusammen flieht. Samir beschließt, sich der Terrorgruppe anzuschließen, der auch Omar angehört, und bald geht es um einen teuflischen Plan: An Thanksgiving sollen 50 Reisebusse überall in den USA in die Luft gesprengt werden.

Thriller, in denen islamistische Terroristen ihre Mordtaten an ahnungslosen Bürgern planen und in denen amerikanische Sicherheitsbeamte dies zu verhindern suchen, unterliegen gemeinhin zwei Gefahren. Zum einen der, einen hohlen US-Patriotismus zu verblähen, in dessen schwerem Gestank es dem denkenden Zuschauer schlecht werden kann. Zum anderen aber können sie auch, von gutmenschlicher Political Correctness überfrachtet, einem Relativismus huldigen, der ebenso befremdet wie die Schwarzweißzeichnerei der ersten Kategorie. „Traitor“ ist hier erfreulich differenziert, denn wie Ridley Scotts „Body of Lies“ aus dem gleichen Jahr gibt es hier auf beiden Seiten anständige Menschen und Fanatiker, und wer das nicht erkennt, der wird durch das in der Überschrift gebrauchte Zitat Claytons auf die richtige Spur gebracht. Für die Grautöne auf seiten der Amerikaner ist beispielsweise das Duo Clayton-Archer zuständig. Während der erste dem Zuschauer eine Identifikationsfigur bietet – in einem christlichen Haushalt erzogen, weiß er um die Ambivalenzen von Religionen, und als Arabist hat er sogar umfassendes Wissen über die arabische Kultur erworben –, verkörpert Archer zweifellos den häßlichen Amerikaner, der Verdächtige zusammenprügelt, in seiner Arroganz jemenitische Polizisten brüskiert und auch mit einer gönnerhaften Herablassung schwarzen Jugendlichen beim Stürmen eines Hauses zuruft, sie brauchten keine Angst zu haben, diesmal sei man nicht ihretwegen da. Die wiederkehrenden Gespräche zwischen den beiden Partnern, die durchaus ein wenig ins Didaktische abgleiten – „Wieso hast du Arabisch gelernt?“ fragt etwa Archer seinen Partner, so als sei das eine völlige Zeitverschwendung – bringen den Zuschauer durchaus darüber ins Grübeln, wie er selbst seine Haltung zur arabischen Kultur bzw. zum Islam definiert. So ist beispielsweise dem Rezensenten eingefallen, daß er selbst anderthalb Jahre mit Begeisterung Arabisch gelernt hat, bevor ihn der Anschlag vom 11. September dazu brachte, sich von heute auf morgen aus dem Kurs zu verabschieden, was sicherlich irrational war und der Entfremdung zwischen den Kulturen, an der es den Terroristen doch gelegen ist, in die Hände spielte.

Auch unter den Terroristen zeichnet „Traitor“ Mitmenschlichkeit, ohne dabei allerdings ihre Greueltaten zu relativieren. Wenngleich der Film sich vor allem auf das Milieu der Fanatiker konzentriert und mittels stetig wechselnder Schauplätze – Spanien, Frankreich, des Jemen, der USA und Kanada – suggeriert, daß die Terroristen überall sein können, wird dennoch deutlich gemacht, daß es viele Muslime gibt, die Gewalt und Terrorismus ablehnen. So wird der Unterschied zwischen Islam und Islamismus in einer scheinbar belanglosen Szene deutlich, als der gläubige Muslim Samir mit einem Terroristenführer über die Frage diskutiert, ob ein Muslim zur Tarnung Alkohol trinken dürfe, wobei eigentlich deutlich wird, daß es dem Terrorboß hier nicht so sehr um Tarnung als vielmehr den Genuß westlicher Lebensweise zu tun ist. Wenn der Terrorpate Nathir (Raad Rawi) sagt: „The art of asymmetrical warfare is less about inflicting damage than provoking a response. Terrorism is theatre. And theatre is always performed for an audience. Ours is the American people. But they are dispersed across a large country. The question is how to convince them that nowhere is safe”, dann wird deutlich, daß die Terroristen genau wissen, wie sehr sie von einem kopfscheuen Verhalten des Westens und von irrationalem Haß gegen alles Fremde in der Zukunft profitieren werden.

Aber keine Angst: „Traitor“ ist alles andere als ein komplett dialoglastiger, didaktischer Film. Auch wenn man hier vergleichsweise wenig Action und erst recht keine unrealistischen Agentenstunts zu sehen bekommt, bleiben Spannung und Tempo doch nicht auf der Strecke. So fragt man sich als Zuschauer lange Zeit, ob Samir Horn ein gewissenloser Fanatiker geworden ist, der wirklich bereit ist, unschuldige Menschen zu töten, und selbst nachdem der Film diese Frage beantwortet hat – was ungefähr in der Mitte geschieht –, ist damit die Spannung noch lange nicht ausgeschöpft.

Wohl nicht zufällig sehen wir am Anfang des Filmes das Kind Samit mit seinem Vater Schach spielen, denn die Schachmetapher – die Bereitschaft zum Bauernopfer; so sind die Terrorpaten ja bezeichnenderweise nicht diejenigen, die sich mit Sprengstoffgürteln inmitten unschuldiger Zufallsopfer in die Luft jagen, sondern sie finden hierzu ja immer ihre verblendeten Handlanger – zieht sich durch den gesamten Film, und auch am Ende bleibt die Frage offen, ob sich jemand als Held bezeichnen lassen sollte, durch dessen Taten Menschen gestorben sind, die keinen Teil an dem Konflikt hatten, sondern einfach nur in Frieden ihr Leben führen wollten. Doch stellt „Traitor“ auch auf westlicher Seite mit dem Geheimdienstmann Carter (Jeff Daniels) einen jener Zyniker vor, die sich über sogenannte Kollateralschäden nur wenig beunruhigen. Angenehmerweise gibt es aber in diesem Film wenigstens poetische Gerechtigkeit.

Alles in allem ist „Traitor“ ein sehr differenzierter, an manchen Stellen zwar ein wenig dialogverliebter, insgesamt aber durchweg spannender Thriller, der seinen Zuschauern vor Augen führt, daß die Wahrheit selten auf einen Bierdeckel paßt. Umso überraschender, daß ausgerechnet dem Komiker Steve Martin die Idee zu diesem Film gekommen ist.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 15. Juni 2013
Samir Horn (Don Cheadle) ist ein arabisch sprechender, sudanisch-amerikanischer Staatsbürger und gläubiger Muslim. Seine Kindheit im Sudan wurde durch den Tod des Vaters erschüttert, der durch eine Autobombe getötet wurde. Als Erwachsener sieht der Zuschauer Samir Horn als Waffenhändler, der im Jemen einen gewissen Omar (Said Taghmaoui) trifft, um mit ihm einen Deal auszuhandeln. Doch die FBI Agenten Roy Clayton (Guy Pearce) und Max Archer (Neil McDonough) schlagen während des Treffens zu und Horn - wenig kooperativ mit den Amis - wandert ins örtliche Zuchthaus. Die FBI nimmt an, dass Horn ein fanatischer Waffenhändler ist, Omar und seine Leute halten ihn zuerst für den Verräter, doch Horn kann während des Aufenthalts im Gefängnis Omars Respekt gewinnen und beide werden Brüder im Glauben und vor allem Freunde.
Als Omar eine Flucht startet, nimmt er Samir mit. Dieser tritt in eine islamische Bruderschaft ein. Die Gruppe entwirft einen Plan das US-Konsulat in Nizza zu bomardieren. Omar ist die rechte Hand des Terrorchefs Nathir (Raad Rawi), der noch viel finstere Terrorziele verfolgt. Wie eisern der Zusammenhalt dieser Fanatiker sein muss, zeigt sich eindrücklich am Beispiel eines jungen potentiellen Selbstmordattentäter (Medhi Ortelsberg), der aus reiner Naivität zuviel ausplaudert. Dank Samir wird der Anschlag zum Erfolg, nun soll die Gruppe den perfiden Plan verwirklichen Selbstmordattentäter auf 50 Bussen in den USA zu platzieren. Der Plan soll an Thanksgiving stattfinden...
Jeffrey Nachmanoffs "Traitor" ist ein Thriller in der Machart von Stephen Gaghans "Syriana" aus dem Jahr 2005 und schöpft vor allem seine Kraft durch die durchweg gelungene Schauspielleistung von Don Cheadle, der die Widersprüchlichkeit und Ambivalenz seiner Figur bestens vermitteln kann. Man weiß sehr lange nicht, was in diesem Menschen Samir Horn vorgeht.
Dem Macher gelingt es sehr gut eine durchweg spannende Unterhaltung zu liefern, und dennoch den Anspruch nicht außen vor zu lassen. Ein entscheidender Grund für das Gelingen dieses Spagats ist die Tatsache, dass zum Glück auf gängige Klischees verzichtet wird. So bietet der Film zwar Einblicke in fragwürdige politische Strukturen und zeigt die innnere Organisation des Terrornetzwerkes. In dieser Kategorie erreicht "Tratoir" eine nahezu beängstigende Nähe zur Realität. Die Idee zum Film stammt vom weltberühmten Comedian Steve Martin.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. März 2015
Dieser Film aus Obamas Amerika glänzt durch eine stille Qualität. 2 Stunden ohne Langeweilelöcher, ohne Autoverfolgungsjagden und wilde Schießereien. Zurückhaltende Schauspieler mit ernsten Gesichtern, glaubwürdige Dialoge, keine Übertreibungen, kein Geschwafel, keine künstliches HaHaHiHi, keine Nacktszenen, keine schmierigen Romanzen und Küsse im Sonnenuntergang. Schön...
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 11. September 2012
Der Muslime Samir Horn gerät ins Fadenkreuz des FBI, weil er ein Terrorist sein soll. Der FBI-Agent Clayton beißt sich an Horn fest und will diesen unbedingt zur Strecke bringen. Und in der Tat stellt sich heraus, dass ein fieser Anschlag geplant ist. Doch ist Horn der, für den Clayton ihn hält???.....
Traitor" entwirft ein spannendes Szenario über das, wovor sich die USA seit dem 11. September 2001 am meisten fürchten. Was wenn es wieder jemandem gelingt einen verherenden Anschlag auf die USA zu verüben?? Und was, wenn dieser Muslime einst im eigenen Land ausgebildet wurde?
Dem Film gelingt es, diese Idee in ein für den Zuschauer immer wieder spannendes Handlungsgeflecht zu betten, weil man eben nie weiß, ob der Anschlag stattfindet oder nicht, weil die eine oder andere Person schonmal Grenzen überschreitet. Dabei kommt es auch ganz gelegen, dass man als Zuschauer schneller mehr über die Identität Horns weiß, als Agent Clayton, weil eben immer dieser kleine Unsicherheitsfaktor bleibt, wie Horn letztlich handeln wird, denn das weiß der Zuschauer ebenso wenig, wie Clayton....
Alles in allem ist Traitor" ein sehr sehenswerter Thriller, der noch dazu ein recht glaubwürdiges Szenario entwirft. Dazu füllen Don Cheadle (Iron Man 2") und Guy Pearce (Prometheus") ihre Rollen exzellent aus.
Im Prinzip erinnert der Film an diverse nüchtern kühle Thriller der 60er Jahre. Ein verzeihbarer kleiner Makel ist, dass die Hauptpersonen, mit US-Staatsbürgerschaft eher ruhig und kühl bleiben, wohin gegen die Muslimen auch schonmal fanatisch besessen daher kommen in einzelnen Szenen.
Defintiv ein Film eher für Filmfans, die etwas anspruchsvollere Thriller mögen mit einem gewissen realen Backround.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. März 2014
Ein großartiger Aktionsfilm (Spionage/Politthriller) mit Sinn und Verstand und einer guten aktuellen Handlung, bei dem es nicht nur um's herumballern geht, sondern der auch von einem Zwiespalt einer Männerfreundschaft (die eigentlich nicht sein darf) erzählt.
Die Schauspieler sind alle hervorragend und man kann sich vorstellen, dass es im wahren Leben wirklich so sein kann.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Mai 2014
Vorzüglicher Thriller im Thema Terrorismus verankert. Klasse Story ohne überschwenglichen Amerikanismus mit tollen Bilder und noch besseren Schauspielern. Bild 5 von 5 Punkten, Ton spielt auch in der oberen Liga mit. Überschaubares Bonusmaterial. Empfehlung!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. August 2016
Regisseur Nachmanoff hat sein gut recherchiertes Drehbuch überzeugend umgesetzt. Der komplexe Sachverhalt ist mit detailgenauen Einzelheiten gespickt. Ein fast symmetrischer Aufbau vom Beginn einer Terroristenkarriere - vom ersten Attentat bis zu einer verantwortungsvollen Position - von Samir (großartig Don Cheadle) und den fortschreitenden Ermittlungen des FBI Agenten Roy Clayton (durchaus ebenbürtig Guy Pierce). Die Komplexität erlaubt es, dass Bombenbau, Geldflüsse aber auch ganz persönliche Aspekte wie Verwandte oder die Freundin des islamistischen Terroristen Chandra (Archie Panjabi) auftreten.
Die Spannung wird erhöht, nachdem man erfährt, dass Samir Kontakte zum Verfassungsschutz hat (Doppelagent). Hier kommt Carter (Jeff Daniels) ins Spiel, einer derer, die auf der Strecke bleiben. Die Gespräche kreisen um den Spagat zwischen Held und Terrorist, zwischen Agent der Guten und dem Werkzeug des Teufels. (Titel!) Und sie sind so präzise, dass nichts an Spannung verloren geht. Die Sehweise der Terroristen verdeutlichen Sätze des ‘Emirs‘ wie ‘Terrorismus ist Theater und Theater braucht Publikum. Hier ist es das amerikanische Volk.‘ Und es gibt auch Sätze wie ‘Der Krieg ist der kleinere Dschihad, der Versuchung zu widerstehen und richtig zu leben ist der größere Dschihad.‘
Eine überraschend Wendung bringt noch eine weitere Erhöhung der Spannung: Samirs genialer Plan kann zwar nicht verhindern, dass ein Bus in die Luft gesprengt wird (von über 20 geplanten), aber er kann die Zahl der Opfer minimieren.
Die Qualität der Handlung wird durch Samirs Skrupel erhöht und findet nach dem Finale ein ehrenwertes Ende, in dem sich Samir und Roy noch einmal treffen, beide sind Söhne von Predigern. Beide verabschieden sich mit einem Koranzitat. Samir: ‘Wenn du einen Unschuldigen tötest, ist es, als hättest du die ganze Menschheit getötet‘. Roy ‘Rette ein Leben und es ist, als hättest du die ganze Menschheit gerettet‘. Salem Aleikum! Spannend, wichtig und sehr gut.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Juli 2010
die positiven Rezensionen beschreiben den Inhalt sehr gut. Dank ihnen habe ich mir gestern Abend den Film ausgeliehen & angschaut.
und es keineswegs bereut!
Es ist seit langem der beste Film, den ich gesehen habe.
Zur Zeit bestehen leider Zielkonflkte bei Filmen..entweder sind sie nur witzig oder nur spannend, selten witzig und spannend..aber egal wie gut der Film war, den ich mir in letzter Zeit "reingezogen" habe, kurz nach dem Ende ist er schon wieder vergessen, oder oft ist das Ende nicht 100% befridiegend.
Bei diesem Film ist es anders. Die Hauptrolle war nicht ganz so einfach einzuschätzen und ich war geschockt als bestimmte Äußerungen (von Taten "sowieso") ihrerseits bzw. seinerseits gefallen sind. Aber es werden sehr geschickt Vorurteile bekämpft, wobei es auf allen Seiten Gute und Böse gibt. Am Ende habe ich mitgefiebert, was nun passiert und war überrascht wie kreativ er sein Bestes gab um möglichst wenige Menschen zu gefährden.

das ist einer der wenigen Filme, die nicht nur "entertainment" sondern auch "innertainment" bieten...es war ein sehr schöner TVabend - mitreßend, spannend und lehrreich. Als der Film zu Ende ging, hatte ich nicht das Gefühlt Zeit verschwendet zu haben (wie bei vielen anderen Filmen). kurz nach dem Film und auch später war ich einfach nur zufrieden, weil auch der "Nachklang" sehr positiv war.

Ich kann ihn uneingeschränkt empfehlen.
11 Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. September 2013
Da ich in "Iron Man 3" erstmals in den Genuss des Schauspielens von Guy Pearce kam und er mich mit seiner Rolle des snobig genialen Wissenschaftlers Aldrich Killian begeisterte, hielt ich nach mehr Werken mit seiner Castbeteiligung Ausschau.
Dabei stieß ich u. a. auf den Film "Traitor", in dem neben Pearce sogar noch ein ebenfalls sehr von mir geschätzter Star eine Rolle übernahm, Don Cheadle, welchen ich erstmals in "Iron Man 2" sah und der mich darauf u. a. in "After The Sunset", "Flight" und "Iron Man 3" überzeugte.

Die Story beginnt damit, uns den Hauptcharakter zu präsentieren: Samir Horn, ein Arabisch sowie Englisch sprechender Muslime mit sudanesischer als auch US-amerikanischer Staatsbürgerschaft, operiert im Jemen als Waffenhändler.
Unter strengster Geheimhaltung wurde er jedoch eigentlich von FBI-Agent Carter engagiert, um in Terroristengruppen eingeschleußt zu werden und diese rechtzeitig zu stoppen.
Horn gelingt es während einem Gefängnisaufenthalt in einer islamistischen Gruppe unter der Führung von Nathir aufgenommen zu werden und freundet sich mit dem Mitglied Omar an.
Die Gruppe bricht aus dem Gefängnis aus und plant mehrere Anschläge zur Schwächung der USA, wobei Horn's Erfahrungen als ehemaliger Special Forces Engineer Sergeant der U.S. Army Special Forces ihm helfen funktionstüchtige Bomben zu bauen.
Als in Nice, Frankreich ein Anschlag auf die US-Botschaft verübt wird ist sich Carter nicht mehr sicher, ob Horn eventuell zu den Terroristen übergelaufen ist.
Auch für Horn wird die Situation immer brenzliger, denn eigentlich steckt er schon viel zu tief in dem Netzwerk als er sich zuvor vorstellen konnte und ein Ausweg liegt in weiter Ferne. Die Freundschaft zu Omar macht es ihm dabei auch nicht leichter zwischen Freundschaft, Verrat und Vernunft zu wählen.
FBI-Agent Roy Clayton, welcher Samir Horn schon länger im Visier hat, heftet sich zusammen mit Kollege Max Archer ab sofort an dessen Fersen.
Als letztendlich bekannt wird, dass ein Anschlag unvorstellbaren Ausmaßes in den USA geplant ist, zieht sich die Schlinge um alle Beteiligten immer enger zu.

Regiesseur Jeffrey Nachmanoff verfilmt mit "Traitor" einen anspruchsvollen Politthriller aufgrund einer Idee des US-Komiker Steve Martin.
Dies gelingt ihm vorerst einmal rein handwerklich betrachtet sehr gut, denn Bild, Schnitt und Ton wurden vorbildlich umgesetzt.
Ihm gelingt es übrigens ganz nebenbei, so scheint es zumindest, die außergewöhnlichen, auf ihre besondere Art schönen, Wüstenlandschaften im Jemen etc. einzufangen als auch urbanere Gegenden Frankreich oder die USA aus interessanten Winkeln zu filmen.
Doch nun zur Storyline an sich. Da ich zuvor keine vergleichbaren Filme gesehen hatte, ist die Thematik und Geschichte neu für mich und äußerst interessant.
Es gelingt engagiert die äüßerst brisanten Themen Terrorismus und Religion in einem durchweg schlüssigen Drehbuch packend zu behandeln und tiefgründig zu hinterfragen als auch die Ängste und den Zwiespalt der Figur Samir Horn ganz unverkrampft auf den Zuschauer zu übertragen.
Immer wieder fragt man sich selbst, auf welcher Seite Horn denn nun eigentlich steht und welchen Weg man in einer solchen Zwickmühle selbst wählen würde.
Und immer wieder erwischt man sich dabei Symphatien für Horn zu empfinden, bevor einem plötzlich auch wieder deutlich wird, dass er soeben unschuldige Menschen getötet hat. Gleichzeitig werden ganz automatisch Bilder von "9/11" oder Schlagworte wie "Osama bin Laden" im Kopf des Zuschauers aufgerufen, größtenteils ohne das diese unbedingt explizit im Film angesprochen werden.
Wer ist gut und wer ist böse? Das ist hier nicht immer ganz einfach und führt dank seiner differensierten Betrachtung beider Seiten dazu, dass der Film sich eindeutig von den sonst häufig doch simpel schwarz-weiß-zeichnenden Blockbustern abhebt.
Im wesentlichen trägt zu dieser Identifizierung des Zuschauers mit dem Charakter bzw. den Charakteren natürlich die Schauspielerriege bei, welche hier einen ausgezeichneten Job abliefert.
Neben dem dauerhetzenden, coolen FBI-Agent Clayton gefällt besonders Horn's Figur durch ihre präzise Charakterzeichnung sowie das intensiv gefühlvolle Spiel und trägt auch im wesentlichen zur sich immer mehr aufbauenden Spannung bei.
Diese Spannung wird immer wieder durch stark geschriebene Dialoge als auch durch angemessene Actionszenen unterstrichen, welche durch ihre Schlichtheit das beklemmende aber für den Film so wichtige Gefühl der Realitätsnähe aufkommen lassen.
Man fühlt sich nicht wie in einem "James Bond", bei dem einem bewusst ist, dass alles völlig übertrieben und nur auf Action getrimmt ist. Nein, bei "Traitor" wird recht schnell klar, dass die Handlung nicht weit von unserer tatsächlichen Welt entfernt ist und tatsächlich so ablaufen könnte.
Den Höhepunkt des Films "Traitor" als auch der nervenkitzelnden Spannung stellt das, ich würde fast schon sagen geniale, Finale dar.
Dieses hält eine solch überraschende und intelligente Idee mit Augenzwinkern parat, dass mir wirklich die Kinnlade herunterklappte.
Doch selbst in den wenigen Szenen nach dem Showdown will man den Zuschauer nicht mit einem klischeebehafteten Happy End zurücklassen. Nein, man zeigt stattdessen richtigerweise nocheinmal auf, dass es in unserer Welt schwer ist Gut und Böse zu definieren. Ob Samir Horn am Ende ein Held ist oder ein Terrorist, der sinnlos unschuldige Menschen getötet hat, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Mit anderen Worten gesagt, "Traitor" regt dank zahlreicher Anstöße sowie unaufdringlicher Botschaften nachhaltig und tiefgründig zum Denken an und ist kein Film den man so schenll vergisst.
In der Gesamtbetrachtung frage ich mich warum der Film in Deutschland eine FSK 16- und keine, aus meiner Sicht, noch angemessene FSK 12-Freigabe bekam. Zwar sind einige brutale Szenen enthalten, doch nicht derart exzessiv wie in einem FSK 16-Film normalerweise zu sehen. Auch bin ich überzeugt, dass Zwölfjährige bereits in der Lage sind die Zusammenhänge zu verstehen und finde ein Bekanntmachen mit dem Thema wichtig.
Wie bereits erwähnt, ist der Cast von "Traitor" sehr zu loben.
Allen voran brillieren die beiden Superstars Don Cheadle als hin- und hergerissener Undercover-Agent Samir Horn und Guy Pearce als cooler Verfolger Agent Roy Clayton. Beide finden sich schnell in ihre Rollen hinein und geben sie glaubwürdig wieder. Insbesondere an Guy Pearce's Schauspiel finde ich in letzter Zeit z. B. in "Iron Man 3" oder eben nun in "Traitor" Gefallen. Die Rollen der coolen Typen mit Köpfchen, welche immer einen lockeren Spruch auf den Lippen haben stehen ihm wirklich ausgesprochen gut.
In Nebenrollen sind Saïd Taghmaoui als Omar, Neal McDonough als Max Archer, Jeff Daniels als Carter, Archie Panjabi als Chandra Dawkin, Mozhan Marnò als Leyla, Lorena Gale als Dierdre Horn, Raad Rawi als Nathir und Alyy Khan als Fareed zu sehen.

Der von Kritikern hochgelobte Thriller verzeichnete an den Kinokassen leider keinen sonderlich großen Erfolg, war aber auch kein kommerzieller Totalflop.
Bei einem Budget von $ 22 Millionen konnten in den USA im Jahre 2008 mit $ 23,530,831 gerade einmal etwas mehr als die Kosten wieder einspielen. In den restlichen Ländern der Welt wurden leider nur zusätzliche $4,133,342 eingenommen werden, so dass daraus ein weltweites Box-Office-Ergebnis von $ 27,664,173. Vermutlich stellte vor allem die heikle Thematik eine kleine Hemmschwelle für den großen Erfolg dieses absoluten Geheimtipps dar.

Die Blu-ray kann technisch in Bild und Ton größtenteils überzeugen, lediglich ein bis zwei dunklere Szenen schwenken in ein etwas körniges Bild um.
Die Extras sind solide aufgemacht, bieten u. a. interessante Einblicke bezüglich der Dreharbeiten und lassen nachträglich nochmals in die Thematik des Films eintauchen.

Bewertung:
Film:
Story: 4/5 Sterne
Schauspieler/Regie/Soundtrack: 5/5 Sterne
Humor: 1/5 Sterne
Action: 2/5 Sterne
Spannung: 4/5 Sterne
Gefühl: 3/5 Sterne
Anspruch: 3/5 Sterne
Effekte: 0/5 Sterne
Blu-ray Disc:
Bild/Ton: 4/5 Sterne
Extras/Menü/Cover: 4/5 Sterne
Gesamt: 4/5 Sterne

Fazit: Mit "Traitor" gelang ein rasant spannender Polithriller, der vor allem durch seine präzisen Charakterzeichnungen der Figuren von Cheadle und Pearce als auch der engagiert differenzierten Betrachtung der Themen Terrorismus und Religion überzeugt. Obendrein ist hier, in meinen Augen, eines der genialsten Finale der Filmgeschichte zu sehen.

Vielen Dank für das Lesen meiner Rezension.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

7,49 €
7,99 €

Benötigen sie kundenservice? Hier klicken