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Sie kennen die Geschichte der Bestatterfamilie Fisher noch nicht?
Ich beneide Sie um die Möglichkeit, diese neu kennenlernen zu können.

Das Besondere an Six Feet Under (SFU), ich versuche es mal aus meiner Sicht aufzuzählen:
- SFU beschäftigt sich mit dem Tod, ist aber nie deprimierend.
- SFU hat viel Humor, aber ist keinesfalls eine Komödie.
- SFU ist ein Epos, aber kein Film.
- SFU besitzt eine durchgängige komplexe Handlung und ist dennoch eine richtige Serie; sie stellt damit eine echten Grenzstein - oder besser einen Monolithen - zwischen den konventionellen "alten Serien" und den modernen "Qualitätsserien" dar.
- SFU erzählt eine Geschichte konsequent bis zum Ende. Leider kann ich nicht schreiben vom Anfang bis zum Ende, denn es geht hier nun mal nicht um Anfänge sondern um die Enden. Also erzählt SFU seine Geschichte von den vielen Enden konsequent vom Ende (am Anfang) bis zum Ende (am Ende). Dem Maßstab dieser Konsequenz kommt bisher m.E. nichts gleich.
- Paradoxer Weise: In dieser Serie leben alle, auch und gerade die Toten, ein richtiges Leben. Und zwar in der Art, dass man als Zuschauer für ihre Fehler mehr Verständnis aufbringt als für die richtigen Taten.

Nicht jeder wird meiner Meinung sein, dass Six Feet Under die beste aller Qualitätserien sei. Jedoch habe ich noch keinen Widerspruch dagegen vernommen, dass niemals eine andere Serie besser zuende geführt wurde. Viele meinen sogar, auch beim Film gäbe es nichts vergleichbares.
11 Kommentar| 93 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Anno 2004 begann der Sender VOX mit der Ausstrahlung einer Serie, die zwar zunächst meine Aufmerksamkeit erregte (zwar auf Grund eines akuten "Mystery"-Etikettenschwindels, aber das ist nebensächlich...), aber mich nie so recht zu fesseln wusste. So ganz ließ mich die Faszination "Six Feet Under" aber nie wirklich los und so gab ich der Serie in der vorliegenden Komplettausgabe eine zweite Chance und stelle eines fest: Für manche Serien braucht man einfach ein gewisses Alter, um sie entsprechend ihrer Qualitäten würdigen zu können.

"Six Feet Under" erzählt, über fünf Staffeln und 63 Folgen hinweg, die Geschichte der Bestatterfamilie Fisher, die nach dem Verlust des Familienoberhauptes Nathaniel vor drastischen Veränderungen steht. Sein jüngster Sohn David führt zwar das Familienunternehmen weiter, aber benötigt dazu die Hilfe seines älteren Bruders Nate, der davon anfänglich überhaupt nicht begeistert ist. Ihre sorgenvoll-neurotische Mutter Ruth und das künstlerisch begabte Nesthäkchen Claire, die gerade die Höhen und Tiefen der High School durchlebt, vollenden das illustre Familienpanoptikum. Ergänzt wird diese bereits faszinierende Zusammenstellung von durchaus ungewöhnlichen Charakteren, unter anderem durch Brenda, eine frivole und beziehungsunfähige, intelligente junge Frau, in die sich Nate verkuckt, Rico, einen äußerst talentierten Einbalsamierer, und Keith, Davids Partner in dessen homosexueller Beziehung.
Jede Episode startet mit dem Tod eines zukünftigen "Kunden" des Bestattungsunternehmens "Fisher und Söhne", aber innerhalb der Staffeln und auch darüber hinweg sind die Folgen durch die tragende Familiengeschichte eng miteinander verwoben. So kämpft die Bestattungsfirma in der 1. Staffel um ihr nacktes wirtschaftliches Überleben und gegen einen übermächtig erscheinenden Großkonzern, der viele andere kleine Unternehmen dieser Richtung bereits aus dem Geschäft getrieben oder aber übernommen hat. In Season 2 steht Nates AVM-Erkrankung ( eine angeborene Fehlbildung der Blutgefäße, die schlimmstenfalls zu Gehirnblutungen und Tod führen kann) und die aus der Behandlung entstehenden Konsequenzen und Fragen im Mittelpunkt. Nates Familienplanung und das Verschwinden seiner Frau bilden den Kern in Staffel 3, während sich der folgende Handlungsbogen der 4.Season einem tragischen Verlust, der Aufdeckung dessen Hintergründen und einer schleichenden Krankheit eines neueren Familienmitglieds widmet. Die letzte Staffel verbindet die bisherigen Handlungsfäden und stellt Nate und seine Familie vor viele geschäftliche und private Entscheidungen. Viele der Ereignisse, insbesondere die tragischen Schnittpunkte zwischen den Verstorbenen und ähnlichen Schicksalen innerhalb der Fisher-Familie, werden teilweise recht absurd (im positiven Sinne!) durch die Verstorbenen selbst kommentiert - allen voran der zu Beginn gestorbene Nathaniel Fisher senior höchstpersönlich, der das eine oder andere Mal seinen Kindern auf die Beine hilft oder sie zu bestimmten Handlungen provoziert. Gepaart mit dem allanwesenden makaberen Humor und den, insbesondere in Staffel 5 einfließenden kritischen Äußerungen zur republikanischen Bush-Regierung, baut "Six Feet Under" eine unnachahmliche und einzigartige Atmosphäre auf.

"Six Feet Under" wäre vermutlich nur halb so gut, wenn die verschrobene, aber liebenswerte, Familie Fisher und ihre Mitmenschen nicht von einer sorgsam ausgewählten Darsteller-Riege verkörpert werden würden. Da wäre zum einen Michael C. Hall als todernster und zu Beginn recht humorloser Bestatter David, bei dem man über die Serie hinweg wunderbar beobachten kann, wie er schauspielerisch reift und der Figur zunehmend neue Facetten abgewinnt - wenn man bedenkt, wie blendend er einige Jahre später in der Killerserie "Dexter" auftrumpfen wird, ist das nur um so bemerkenswerter. Peter Krause alias Nate wirkt zu Beginn wie der freundliche Junge von Nebenan, entwickelt aber im Laufe der Serie einige Angewohnheiten, die man ihm so nicht zugetraut hätte und die den Charakter durchaus in ein emotional zwielichtiges Feld rücken lassen. Gerade umgekehrt verhält es sich mit seiner zunächst recht egozentrierten Freundin Brenda, dargestellt von Rachel Griffiths, die mit jeder Staffel stabiler und stärker wird, auch wenn sie Rückfälle erleidet. Zu einer ähnlich starken Bank entwickelt sich Matthew St.Patrick alias Davids Lebenspartner Keith, der mehr als einmal der entscheidende Fels in der Brandung ist, aber angenehm zurückhaltend agiert. Und natürlich Frances Conroy als Ruth - die immer besorgte Mutter, die ihr eigenes Leben anderen unterordnet und sich doch insgeheim nach einem Ausbruch aus der alltäglichen Tretmühle des Lebens regelrecht sehnt und manchmal gar danach greift. In die gleiche Kerbe schlägt die exzellente Reihe von Nebendarstellern, die allesamt maßgeblich das hochqualitative Bild der Serie prägten. Stellvertretend seien hier natürlich insbesondere Kathy Bates als Ruths rebellische Freundin Bettina und James Cromwell als Ruths enger Freund George Sibley erwähnt. Speziell dessen tragische Geschichte und das sich daraus ergebende Spiel zwischen Wahnsinn und Gebrochenheit dieses Charakters hat mich begeistert und manchmal verkrampft auf dem Sofa hinterlassen.

Kurz zur Box selbst: In dem äußerst dezent, aber zur Serie mehr als passend im Grabstein-Design gehaltenen und stabilen Pappschuber, finden sich die fünf Einzelstaffen in separaten Plastik-DVD-Boxen. Im Gegensatz zu den handelsüblichen Box-Sets, befinden sich die einzelnen DVDs jeweils auf einzelnen Befestigungen und sind nicht lieblos übereinander auf einer Spindel befestigt worden (z.B. immer wieder in dieser Hinsicht negativ auffallend: "Bones"). Das freut Sammler und Liebhaber der Serie und verspricht lang währende Freude an der Box und deren Inhalt. Bild- und Tonqualität gehen ebenfalls in Ordnung, spielen aber auch eher eine sekundäre Rolle, da nicht die Technik, sondern die erzählte Geschichte entscheidend sind. Dennoch kann ich beruhigend darauf hinweisen, dass es sich um vernünftige SD-Qualität handelt, wobei die einzige kleine Einschränkung das im 4:3-Format vorliegende Bild der ersten beiden Staffeln ist. Ab Season 3 wurde auf 16:9 umgestellt, wovon natürlich aktuelle Fernsehgeräte entsprechend profitieren.

Zu guter Letzt muss einfach noch einmal gesagt werden, dass "Six Feet Under" eine Serie für Genießer ist, von der man selten viele Folgen am Stück einfach so "konsumieren" kann. Mir ging es oft so, dass ich mir vorgenommen hatte abends 2-3 Folgen "herunter zu reißen", um dann bereits nach einer Folge den "Kanal voll" zu haben - jedoch nicht auf Grund mangelnder Qualität, sondern weil die Serie über dermaßen viele Reflexionsmöglichkeiten in Bezug auf das eigene Leben verfügt, dass man diese kaum im Akkord verarbeiten kann. Nach zahlreichen Episoden stellte ich mir viele Fragen, fand Parallelen zu meinem eigenen Leben und setzte mich insbesondere mit dem Thema "Tod in der Familie" auseinander, das mich bisher glücklicherweise noch nicht allzu sehr begleitet hat, es aber definitiv irgendwann tun wird. Natürlich bereitet einen auch ein Stück TV-Geschichte wie "Six Feet Under" nicht auf die kommenden tragischeren Ereignisse des Lebens vor, aber es gibt Impulse zum Vordenken und lehrt auf verschrobene Art und Weise universelle Werte wie Toleranz und Vergebung. Das dies ausgerechnet eine US-amerikanische TV-Serie schafft, die sich um das Leben einer Bestatterfamilie aus Los Angeles dreht, deren Existenz von Tod, Untreue und viel Selbsthass bestimmt wird, ist nicht minder bemerkenswert. Was soll ich also machen, außer fünf Sterne (die im Zweifelsfall nicht annähernd der ungeheuren inhaltlichen Qualität gerecht werden) zu verteilen?
11 Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. Mai 2011
"Fernsehen wie Kino" diesen Leitspruch hat sich der amerikanische Pay-TV-Sender Home Box Office Television [kurz: HBO] zu eigen gemacht. Unter diesem Motto produzierte der Sender großartige Mehrteiler wie THE WIRE, SOPRANOS oder die hier besprochene Serie SIX FEET UNDER, welche den Anspruch dieses Claims einlöst und noch weit darüber hinausgeht.

Alan Ball, Schöpfer dieser Serie, schrieb unter anderem das [seinerzeit von vielen Regisseuren heiß umkämpfte] Skript zu AMERICAN BEAUTY und führt in seiner Serie den gesellschaftskritischen Ansatz des oscarprämierten Drehbuchs konsequent fort. Hinter der Fassade eines Bestattunginstitutes werden viele gesellschaftliche Tabus gebrochen und einige erzählerische Stereotypen gekonnt aufgedeckt und entwurzelt. Kleine und große Geschichten von Homosexualität, Drogen, Sexsucht, Ehebruch und Trauerarbeit werden auf sensible und völlig unprätentiöse Art und Weise erzählt. Man merkt wie sehr das Herz aller Beteiligten an dieser Serie hängt, die Schauspieler [darunter Michael "DEXTER" C. Hall, James Cromwell, Rachel Griffith und Peter Krause] agieren allesamt hervorragend und erhalten starke Unterstützung von einer [besonders für das TV-Format] hervorragenden Kameraarbeit, einer tiefsinnigen Auswahl von Songs und einem brillianten Skript. Durchhänger gibt es keine, jede Episode stellt ein kleines erzählerisches Highlight dar und bildet ein sinnvolles Puzzlestück in einem großen, fünf Staffeln umfassenden Gemälde. Die Höhepunkte und auch die traurigen Tiefpunkte der Familie Fisher berühren den Zuschauer immer wieder und münden in einem wahrlich herzzerreissenden und umfassend gelungenem Finale [Hier bleibt kein Auge trocken].

SIX FEET UNDER ist eine gigantische Tragigkomödie mit einem beachtlichen Umfang und einem Tiefgang, welchem keine [Kino-]Filmumsetzung gerecht werden würde. Bis zu dieser Serie hätte man diesen Anspruch lediglich dem Medium "Buch" zugetraut, denn jede Figur dieser Serie hat einen greifbaren Hintergrund, lebt ein glaubwürdiges Leben und "atmet" regelrecht. Jeder Charakter ist auf seine Art sympathisch und nachvollziehbar, unglaubwürdige Passagen existieren nicht, und genau dieser seltene Umstand macht diese Serie so umfassend gelungen. SIX FEET UNDER, eine Serie - nein ein Kunstwerk - gemeißelt in Mamor, vergoldet und auf den Fernsehschirm gebannt.
11 Kommentar| 19 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Juli 2013
Im Mittelpunkt dieser Ausnahme-Serie steht die Familie Fisher und ihr Bestattungsinstitut.
Nun sollte man sich aber nicht von diesem morbiden Motiv abschrecken lassen, es dient nämlich nur als Vehikel für eine phantastische TV-Serie mit hohem Anspruch, Humor und unkonventionellen Stilmitteln.
Ähnlich wie beispielsweise "Ausgerechnet Alaska" spielt auch "Six Feet Under" unterhaltsam mit Traumsequenzen, Psychologie, Agnostizismus, Kunst und der Frage nach dem Sinn des Lebens. Und dies, ohne problematische Themen auszuklammern.

Die Serie ist einfach wunderbar erzählt, läßt sich Zeit.
Die Charakter sind glaubwürdig und exzellent besetzt. Die Qualität der Handlungsstränge halten über sämtliche Staffeln ihr hohes Niveau und die Geschichten strotzen nur so vor Einfallsreichtum.

Bis in die kleinste Nebenrolle sind die Figuren liebevoll und äußerst vielschichtig gezeichnet, deren Komplexität sich mit jeder Episode weiterentwickelt. Es gibt keinen Protagonisten ohne Fehl und Tadel. Durch seine philanthropische Art gewinnt der "Einbalsamierer" Federico beispielsweise auf Anhieb Sympathie, wird aber erst durch seine Selbstgerechtigkeit und Homophobie richtig authentisch. Überaus unterhaltend fand ich übrigens auch den Sonderling Arthur Martin und seine bizarre Beziehung zu Ruth Fisher.

Bei vielen Serie nimmt man den Leuten die Trauer oder Betroffenheit häufig ja nicht wirklich ab, aber "Six Feet Under" traf recht oft meinen Nerv. Ich denke hier zum Beispiel an die Episode, als Rico die Trauerfeier eines Säuglings begleiten musste, - und die Art und Weise wie (bzw. bis) Nate Fisher vor einer Operation im Schoss seiner Mutter (Ruth) zusammenbricht, ist ganz große Schauspielkunst und unheimlich emotional. Nach so mancher Folge grübelt man noch einen Augenblick darüber, was die Serie gerade mit einem gemacht hat.

Aber "Six Feet Under" begeistert (auch) durch seinen schwarzen Humor und den vielen unterschwelligen Bonmots. Wenn nämlich ein Sanitäter ein Sack Leichenteile in den Fisher-Transporter verklappt, die Tür zugeknallt und dann mit der flachen Hand noch drei Mal zum Abschied aufs Dach donnert, entbehrt das nicht einer gewissen Komik. Gelungen fand ich auch den (Unglücks-)Bus, der wie eine Art makaberer Running-Gag immer wieder in der Serie kurz auftaucht und mulmige Gefühle auslöst.

Bei aller Wehmut: der einen oder anderen Serie (z.B. "Deadwood" oder "Carnivale") hätte ich noch eine Fortsetzung gewünscht, - bei "Six Feet Under" bin ich jedoch der Meinung, dass man den perfekten Zeitpunkt (mit einem brillanten Finale) zum Ausstieg gefunden hat.

Die Serie wurde von Oscar-Preisträger Alan Ball, dem Drehbuchautor von "American Beauty", produziert und teilweise auch geschrieben. Sie wurde mit etlichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem erhielt die Serie sieben Emmys und drei Golden Globes sowie eine Vielzahl von Nominierungen.

Wenn "Ausgerechnet Alaska" die Serie für Menschen um die 30 ist (oder war), dann ist "Six Feet Under" die Fortsetzung für die nächsten Lebensdekade! Eine phantastische Serie.
55 Kommentare| 19 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Mai 2007
Six Feet Under (SFU) ist die einzige Serie (und wird es sehr lange bleiben), die das Sterben und den Tod zum Thema macht. Allein für die Thematisierung dieses Teils unseres Lebens gebührt ihr schon ein Stern.

Den zweiten und dritten bekommt sie von mir für Ehrlichkeit und Offenheit, mit der sie dieses Thema umsetzt. Es gibt so viele Tode wie Menschen, manche sind banal, manche tragisch, einige natürlich, andere grotesk, ein paar schlüssig, vereinzelte selbstgewählt usw. usf. Viele werden in SFU gezeigt: mit Respekt, ohne Effekthascherei, aber auch ohne Tabus. Der Zuschauer muss damit rechnen, dass mindestens eine dabei ist, die er aus dem eigenen Umfeld kennt.

Den vierten Stern bekommt die Serie von mir, weil sie den Zuschauer ans Denken und Fühlen bringt unter Auslassung der sonst in amerikanischen Serien so übermächtigen Besserwisser- und Gutmenschen-Attitüde. Die Menschen, die in jeder einzelnen Folge mit dem Tod eines Angehörigen umgehen müssen sowie die Mitglieder der Bestatterfamilie Fisher, sind nicht besser, klüger, tapferer oder schwächer als der Zuschauer. SFU ist keine Serie, die Lösungsmöglichkeiten am Ende jeder Folge mitliefert. Vieles von dem, was gezeigt wird, wirkt in einem nach.

Den fünften Stern bekommen die Schauspieler, die durch die Bank großartig sind, die Schreiber und Macher der Serie, die es geschafft haben, 5 Staffeln zu produzieren, die ein gleichbleibend hohes Niveau bis zum Ende halten, ohne auch nur im Geringsten abzuflachen oder zu schwächeln oder den Zuschauer von der Hand zu lassen.

Von Six Feet Under kann man zu Recht sagen: sehr empfehlenswert!
0Kommentar| 17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. März 2007
Zuerst war ich skeptisch, ob sich diese Superbox lohnt, nachdem viele Rezensenten sich hier über die Qualität der Verpackung mokierten. Dennoch entschloss ich mich zum Kauf.

Ich muss sagen die Klagen hier sind ein Witz. Niemand der Rezensenten dürfte mal wahrhaft lieblos aufgemachte DVD Boxen von amerikanischen Serien wie The Flash oder Space: Above and Beyond in der Hand gehabt haben. Die Six Feet Under Box ist wirklich nett aufgemacht, vor allem mit dem kleinen Kunstrasen am Deckel ^^. Auch die einzelnen Hüllen sind stabil und die DVDs fallen nicht heraus, so solls doch sein!

Klar, das Booklet könnte umfangreicher sein, aber ist vollkommen okay! Und schaut euch mal den Preis an...5 Staffeln für 70 Euro in einem optischen Hingucker = Fair.

Die Serie selbst muss wohl kaum ausführlich vorgestellt werden. Wer anspruchsvolle Tv Unterhaltung mit schwarzem Humor und sozialkritischen Untertönen mag, ist hier einfach an der besten Adresse. Six Feet Under ist keine Mainstream Serie und definitiv "A thinking manŽs" Unterhaltung. Allerdings funktioniert die Serie auch für den weniger nachdenklichen Zuschauer tadellos, weil die Charaktere einfach genial ausgearbeitet wird und es auch immer wieder was zum Schmunzeln gibt. Seien es die Sexabenteuer von David oder die zynischen Bemerkungen von Claire...

Also: Kauft euch die Box und überlegt nicht weiter, sie ist es wert, keine Angst :-).
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am 27. Dezember 2006
Da ich Six Feet Under auf VOX leider nicht immer sehen konnte und somit einige Lücken zu füllen (sowie die fünfte Staffel vor mir) hatte, habe ich mir die "Superbox" zugelegt. Und sie wird optisch dieser Bezeichnung schonmal gerecht.

Über den Inhalt muss man wohl auch nicht viel sagen: Die Awards, die diese Show abgeräumt hat, sprechen für die Qualität der Serie. Zwar gab es, meiner Meinung nach, in den ersten 4 Staffeln einige Folgen, die weniger überzeugten (fast schon ein schematische Durchhänger), allerdings trösten alle anderen Folgen und die gesamte fünfte Staffel darüber hinweg. Das Ende der Serie hat mich sehr berührt. Wunderschön inszeniert, bewegend, und einfach PERFEKT für diese Serie.

Das Box-Set selbst erfüllt seinen Zweck und bietet allen DVDs Platz (wenn auch etwas wenig davon, denn teilweise muss man Hüllen mit Gewalt rausziehen). Optisch macht es sich dann Kunstrasen und Papp-Grabstein gut im Regal.

Die Discs selbst enthalten keine erkennbaren Fehler (wie hier in den Rezensionen erwähnt). Der Ton der fünften Staffel stimmt bei mir. Werde mir nun aber ohnehin die ganze Serie nochmal in englischer Sprache gönnen und danach die Synchro wohl nicht mehr hören können. ;)

Fazit: SFU-Fans können ohne Bedenken zugreifen, denn schöner (und kompletter) kann sich die Serien im Regal gar nicht präsentieren.
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am 7. Februar 2014
Heutzutage muss man fast vorsichtig sein mit Superlativen über TV Serien. Hat doch die Qualität in den Nuller Jahren von TV Serien stark zugenommen.

Breaking Bad wird momentan allgemein als das Mass aller Dinge angesehen. Oder auch Serien wie The Wire, The Shield z.B. werden allgemein zu den besten Serien überhaupt gezählt.

Es ist natürlich alles Geschmacksache. Meiner Meinung nach gehört Six Feet Under definitiv zu den besten Serien aller Zeiten.

Übersichtliche 5 Staffeln lassen die Serie nie abbauen und es ist wohl eine der wenigen Serien die nie den Zenit überschritten hat sondern kontinuierlich besser wird bis zu den unfassbar genialen wohl besten letzten 10 Minuten einer Serie die ich jeh gesehen habe.

Man verfolgt 5 Jahre im Leben der Familie Fisher, die alle mehr oder weniger immer im grossen Familienhaus verweilen.
Die Mutter, das Familienoberhaupt. Die beiden erwachsenen Söhne, davon einer Schwul, die fast erwachsene Tochter.
Im Haus befindet sich auch das Bestattungsunternehmen, dass von der Familie, bzw. dessen Söhne geführt wird.
Dazu gesellt sich noch der Angestellte der Fisher's im Bestattungsunternehmen, der später zum Teilhaber wird. Ausserdem die weibliche Hauptrolle, eine Bekanntschaft die der eine Sohn im Pilot Film macht und welche die Handlung über die gesamte Serie immer wieder stark beeinflusst.

Dazu kommen noch ein gutes Dutzend wiederkehrende Nebenrollen.

Das Schauspieler Ensemble ist wohl das beste dass sich jeh für eine Serie versammelt hat.
Die damals unbekannten Schauspieler sind heute alle Stars geworden. Die bekannteren Gesichter, gestandene Film oder Serien Darsteller treiben die Schauspiel Qualität noch mehr in die Höhe.

Auch 10 Jahre nach der Serie gehört sie immer noch zur Creme de la Creme und der Wiedersehenswert ist enorm hoch.

Die Dichte der Charaktere und die vielen Schicksalsschläge und auch die schönen Zeiten lassen einem nach der letzten Folge spüren wie sehr man die Serie vermisst, hat man sie einmal zu Ende gesehen.

Grundsätzlich ist das Hauptthema der Serie der Tod und wie man damit umgeht. In jeder Folge stirbt mindestens eine Person, da es sich ja um ein Bestattungsunternehmen handelt.
Ausserdem ist der Aufhänger der Serie im Pilotfilm der jähe Tod des Familienoberhaupts dem Vater und Patriarch, welche die Handlung zumindest in der ersten Staffel stark prägt.

Es ist schwierig diese Serie mit einer anderen zu vergleichen. Steht man zum Beispiel auf Familien Dramas mit eher jüngeren Darstellern wie One Tree Hill oder Gossip Girl, könnte Six Feet Under eventuell zu Kopflastig sein.
Gefällt einem Serien wie Parenthood, Brothers & Sisters oder Everwood wird Six Feet Under sicher auch gefallen.

Ich glaube aber daran, dass wenn man dieser Serie eine Chance gibt, und diese Gesamtbox ist ja geradezu ideal, dann wird man eine Serie entdecken die einem nicht mehr verlässt, nicht mal wenn man sie zu Ende gesehen hat.
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am 21. Juni 2007
"Six feet Under" ist definitiv einer der besten TV Serien die in den letzten Jahren im Fernsehen liefen!

Es ist auch sehr schade das die Serie nach nur 5 Staffeln endete,was nicht wegen mangelnden Erfolges geschah , sondern weil Serien Erfinder Alan Ball seine wunderbare Serie nicht zur Endlosschleife werden lassen wollte.

In absoluter Spielfilmqualität mit hervorragenden Darstellern brilliert diese Serie mit Geschichten rund um die Bestatterfamilie Fisher - mal absolut böse und schwarzhumorig,mal melodramatisch,mal komisch und meist zutiefst bewegend.

Während andere Serien wie "Lost" oder die unsäglichen "Sex and the City/Desperate Housewifes" Hypes erzählt dieses Meisterwerk an Serie noch richtige Geschichten mit Handlung!

Manchmal besitzen die Folgen auch einen gewissen krassen Effekt (entweder in Sexszenen zwischen Homosexuellen oder übel zugerichteten Leichen!) - aber das ganze hat Niveau und behandelt die Kernaussage der Serie (Tod , Verlust , Loslassen) mit Respekt und Feingefühl ohne kitschig oder Melodramatisch zu wirken.

Dies ist eine wunderschöne Serie die man praktisch auch als einen langen Spielfilm ansehen könnte und wenn man einmal in der Welt der Familie Fisher mit all ihren schrägen Bekannten drin ist will man diese welt nicht mehr verlassen!

Diese Superbox mit allen 5 Staffeln ist ein Bonbon für alle Fans , denn wenn man diese (trotz des stolzen Preises!)besitzt hat man einer der wirklich wichtigen serien auf DVD im Regal stehen!

Die Umsetzung ist sehr gelungen, von der Aufmachung bis zur Bildqualität und Tonqualität und bis zu den Extras.

Film/Serie:*****

Bild:****

Ton:****

Extras:***
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am 17. Oktober 2006
und zwar ohne wenn und aber. Aber wenn in der Box die identischen DVDs enthalten sind, wie in den Einzelveröffentlichungen möchte ich schonmal vor folgenden Fehlern warnen (ich hoffe hierbei darauf, daß ein Mitarbeiter von Warner mitliest und die enthaltenen DVDs entgültig korrigierte sein werden) und deshalb vorläufig nur drei vergeben:

1) Der gesamte deutsche Ton der 2. Staffel ist zu langsam und nur in Dolby 2.0. statt 5.1. wie in den restlichen Staffeln. Die Bildqualität der zweiten Staffel liegt weit unter der der ersten.

2) Der deutsche Ton der 2.DVD aus der Staffel 4 ist in der Folge 2 (also insgesamt Folge 4 - Alles Gute kommt von oben) Zeit 0:4:40 Min. bis 0:4: 53 Min. fehlerhaft. Der Ton wechselt hier wild zwischen deutsch und englisch und setzt sogar kurz ganz aus. Die fehlerhafte DVD konnte jedoch bei Warner ausgetauscht werden und es könnte sich somit die korrigierte Fassung in der Box befinden.

3) Die gesamte 5. Staffel hat einen fehlerhaften deutschen 5.1. Mix erhalten - Dialoge ertönen auch aus den Frontboxen. Dies war bei den anderen Staffeln nicht so. In der letzten Folge wird der deutsche Ton ab der 54. Minute um einiges lauter.

Sollte man die Serie nur auf englisch sehen, ist die Box fehlerlos, denn sämtliche Fehler (von der Bildquali der 2. Staffel abgesehen) befinden sich NUR auf der deutschen Spur.

Ich hoffe, daß das nächste Review berichtet, daß die von mir geschilderten Fehler auf dem hier behandelten DVDs nicht mehr existieren, denn nochmal:

Die Serie ist eine der besten die es je gab...spannend, traurig, lustig, realistisch, übertrieben, überraschend, mitreissend, innovativ, mutig, faszinierend, schockierend, philosophisch.......
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