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Kundenrezensionen

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am 20. August 2011
104 Minuten lang saß ich wie gebannt auf meinem Sofa. So ein guter Film, mit einem richtig guten Campino!!
Gut, Campino ist kein Schauspieler. Für die Rolle als Profifotograf Finn, der ruhelos mit Handy am Ohr und schussbereiter Kamera in seinem schnellen Auto durch die Gegend fährt, dazu die Realität auf seinen Fotos mit diversen Software-Programmen manipuliert - ist Campino aber genau die richtige Besetzung. Sein Spiel wirkt authentisch und sensibel.
Die verstörende Unwissenheit, die ihn durch den mysteriösen Bogenschützen immer wieder beschleicht, ist im Zusammenspiel mit Dennis Hopper und Giovanna Mezzogiorno kaum an Glaubhaftigkeit zu übertreffen. Chapeau!
Dann der Soundtrack - exzellent ausgesuchte Musik, die zu den einzelnen Szenen passt.
Der kleine Gastauftritt von Lou Reed ist gelungen und zeigt die Vergänglichkeit in seiner reinsten Form, dem Alter.
Ein grandioser Film, der wirklich sehr empfehlenswert ist.
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am 17. Mai 2009
...der auf dich zufliegt. Das muss der Fotograf Finn Gilbert(Campino) erfahren, als es zum Fotoshooting mit dem Tod kommt. Bis dahin lässt uns Wim Wenders Finns Leben in teilweise surrealen Bildern begleiten.

Finn ist ein Workaholic. Er legt die Kamera nicht mehr aus der Hand. Shootings für Agenturen, Kunstprojekte und Modezeitschriften. Dazwischen Besprechungen, Änderungen, Meetings. Die Zeit rast dahin und Finn erkennt irgendwann, dass er eigentlich ziel-und antriebslos durchs eigene Leben rast; kurz davor völlig durchzudrehen. Plötzlich treibt ihn die Suche nach Veränderung. Er erkennt, dass man alles im Leben todernst nehmen muss, nur sich selbst nicht. Kurzerhand nutzt er ein Fotoshooting in Palermo, um aus seinem eigenen Leben zu fliehen. In den Gassen der Stadt trifft er Flavia(Giovanna Mezzogiorno), eine Restauratorin, die sich für den schrägen Finn erwärmen kann. Nur ihr kann er erzählen, dass er sich plötzlich verfolgt fühlt. Ein Bogenschütze, in einem grauen Umhang, scheint Finn nach dem Leben zu trachten...

-Palermo Shooting- ist erfrischend anderes Kino. Es geht langsam los, steigert sich aber beständig. Der Film ist hervorragend fotografiert. Streng, teilweise futuristisch und sehr kreativ führt Franz Lustig die Kamera. Dazu spielt Wenders gnandenlos mit den Perspektiven. In Finns Traumsequenzen legt Wenders seinen Bildern keinerlei Beschränkungen auf. Der Film bezieht seinen Reiz gerade aus diesem Zusammenspiel völlig irrealer Bilder mit den sachlich, klaren Schilderungen von Finns "richtigem" Leben. Dieser Spagat ist Wenders perfekt gelungen.

Campino mag kein gelernter Schauspieler sein, aber den Finn gibt er in dieser Produktion genial. Mag sein, dass die Darstellung dieser Figur nicht nach einer oscarwürdigen Schauspielkunst verlangt, aber das interessiert mich als Zuschauer eher wenig. Campino ist real, präsent und absolut glaubhaft. Begleitet wird er dabei von einer überzeugenden Giovanna Mezzogiorno. Dennis Hopper, in der Rolle des Bogenschützen, ist ein Genuss.

Der vierte Hauptdarsteller in Wenders Film ist die Musik. Einen Soundtrack wie diesen, findet man selten. Bis auf Velvet Underground, Beth Gibbons, Lou Reed und Portishead, setzt Wenders auf unbekannte Künstler. Die Stücke von Thom, Console, Sibylle Baier, Galexico, Get well soon und Jason Collett passen perfekt zu Wenders Bildern. Dabei ist der kreative Kniff, den Sound mit dem Gebrauch von Finns MP3 Player zu koppeln, ziemlich clever.

Vermutlich wird -Palermo Shooting- die Zuschauer(mal wieder) spalten. Zwischen Meisterwerk und "langweiligem Mist" liegt oft nur das Auge des Betrachters. Mir hat Wenders Ausflug mit Campino sehr gut gefallen. Sie, aber das wissen sie ja schon, müssen mal wieder selbst entscheiden.
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am 15. Juli 2011
Beim Zappen entdeckte ich gestern (14.7.2011) den Film auf Arte. Ohne Näheres zu wissen wagte ich mich ins Neue. Natürlich war mir Wim Wenders ein Begriff. Am Ende war ich restlos begeistert. Tolle Bilder, tolle Musik. Nun muss ich zugeben, dass ich kein "Cineast" bin (was immer das auch sein soll). Autorenfilme lassen mich oft ratlos zurück. In diesem Film ist Finn (gespielt von Campino), der scheinbar als erfolgreicher Kunst- und Modefotograf am Zenit seines Erfolges steht, ein Wrack. Der große Erfolg führt nicht zu großer Zufriedenheit. Eine brenzlige Situation (gerade noch vermiedener Frontalcrash) reißt ihn aus seiner Lethargie. Ein Shooting führt ihn nach Palermo.Er bleibt dort länger wie nötig, streift mit seiner Handkamera durch die Stadt - wunderbare Aufnahmen. Die diversen Begegnungen mit dem geheimnisvollen Bogenschützen wurden schon ausreichend in den vorangegangen Rezensionen geschildert. Ich schaute mir den Film mit Kopfhörer an - toller Sound. Nach dem Filmende habe ich mir sofort den Soundtrack bei itunes (sorry, Amazon!) heruntergeladen. Zu dieser Rezension fühlte ich mich durch die miese Kritik auf einer sogenannten "Film-Kritik"-Seite veranlasst. Jedem Menschen, der einen schönen, berührenden Film mit guter Musik sehen will, kann ich diesen Wenders-Film wärmstens empfehlen. Bestimmt werde ich diesen Film auch meiner DVD-Sammlung hinzufügen.
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am 1. Januar 2010
Ich habe mir den Film Palermo Shooting voller Begeisterung angesehen, er hat alles was ein guter Film braucht,
ausdrucksstarke Bilder, tiefgängige Dialoge, und eine gute Handlung abseits des Mainstreams.

Campino wirkt zwar nicht immer überzeugend als Fotograf, doch ist es schließlich sein erster Film und dafür hat er sich schon ganz gut ins Zeug gelegt. Wim Wenders hat es mit diesem Werk geschafft einen schmalen Grad zwischen Liebe und Tod zu schlagen und zu zeigen das Erfolg nicht maßgeblich für ein zufriedenes Leben steht, sondern in erster Linie die Akzeptanz des eigenen Todes...............
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am 5. Juli 2009
"Wieso verfolgst du mich?" Ein auf der Überholspur lebender Fotograf in der existenziellen Krise stellt so den Leibhaftigen (Dennis Hopper) persönlich zur Rede und begreift dabei, worauf es wirklich ankommt: bewusst leben, im Hier und Jetzt, angstfrei und zugleich stets im Gedanken der Vanitas. Nicht das (fotografische) Abbild, sondern das Sein hinter den Phänomenen ist das Wesentliche, das uns primär interessieren müsste und woran wir uns im Leben orientieren sollten. Im neuesten Film von Starregisseur Wim Wenders geht es aber nicht nur um den Tod. In Palermo lernt unser Protagonist, gespielt vom Tote-Hosen-Sänger Campino, die hübsche Italienerin Flavia kennen und lieben.
Dass eine Schauspiellegende wie Hopper als Tod überzeugt, verwundert nicht. Den faszinierenden Bösewicht spielt er nicht zum ersten Mal. Für Campino war es hingegen das Film-Debüt. Die Rolle des Kunstfotografen lag ihm, das merkt man sogleich. Poetische Kameraeinstellungen, eingeflochtene surrealistische Sequenzen sowie ein rockiger Soundtrack fallen weiters positiv auf. Nur an der Qualität der Dialoge hätte man vielleicht hie und da noch etwas feilen können.
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am 21. Mai 2009
Wieder mal ein Meisterwerk von Wenders. Sicherlich nicht etwas für jeden, aber die üblichen Wenders-Fans kommen auf ihre Kosten. Großartige Kamera und ein unglaublicher Soundtrack. Der Tod (gespielt von Dennis Hopper)und das zurückgewonnene Leben - sicher DAS Leitthema schlechthin. Ein Film, der einen beschäftigt und tiefe Aussagen für die Suche nach dem Sinn / Suche nach der Langsamkeit in Allem mitgibt. Sehr zu empfehlen!

Sören
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am 10. April 2009
Finn (Campino) ist als Starfotograf auf der Überholspur: Partys, Frauen, großspurige Projekte und fast kein Schlaf. Bei einer nächtlichen Raserei mit dem Auto begegnet ihm der Tod in Form eines Beinahe-Crashs. Er beginnt, über Zeit und Sinn seines Daseins zu sinnieren. Das Foto-Shooting mit einem hochschwangeren Star (Mila Jovovich) verlegt er, durch ein Frachtschiff auf dem Düsseldorfer Rhein inspiriert, nach Palermo. Dort begegnet er der melancholischen Gemälderestaurateurin Flavia (Giovanna Mezzogiorno) und wird gleichzeitig von Alpträumen und Visionen eines graukapuzigen Bogenschützen geplagt, der es auf sein Leben abgesehen hat.

Es dauert, ehe der Film seine Wirkung entfaltet: Zwar tolle, aber zuweilen verstörende Kunstkinobilder, provisorisch verknüpfte Handlungsstränge und Campino in der Rolle des schwermütigen Schwerenöters benötigen Zeit, bis sie zusammenfinden. Campino gleicht schauspielerische Defizite immer besser mit Natürlichkeit und Empathie aus, und spätestens ab dem Moment, wo die surreale Komponente aufgeklärt wird, ergreift einen die Energie und Poesie von "Palermo Shooting". Auch bietet Wim Wenders' neuer Film am Ende einige wirklich gute und tiefe Gedanken zum Thema Tod (gespielt von Dennis Hopper).

Die Location Scouts haben ganze Arbeit geleistet, und handwerklich macht Wenders eh niemand etwas vor. Auch der Soundtrack mit zahlreichen eigens komponierten Songs u.a. von Portishead und Calexico ist exquisit. Trotz der von Kritikern kritisierten Unstimmigkeiten im Plot, der Film funktioniert: über die melancholisch-energetische Stimmung und die Kraft der Bilder, Worte, Darsteller und Musik.
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am 16. Juli 2015
Erst war ich ja skeptisch. Campino ist ein guter Sänger und als Frontmann der Hosen einfach unschlagbar, aber als Schauspieler? Ich wurde eines besseren belehrt. Der Film ist einfach fantastisch. Campino bringt die Unrast und Getriebenheit des Charakters Finn gut rüber. Ich schaue mir den Film immer wieder gerne an.
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am 10. Juli 2010
Der in Düsseldof lebende und arbeitende Fotograf Finn hat ein Leben, um das ihn viele beneiden würden: Erfolgreich, begehrt, ein lässiger Typ eben, der im Oldtimer-Cabrio von einem Termin zum nächsten hetzt. Obwohl sich Finn auf dem kreativen Höhepunkt seiner Karriere befindet, ist er seltsam rast- und ruhelos. Von seinen Gedanken über den Sinn des Lebens gequält, zieht er ziellos durch die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt auf der Suche nach etwas, was er selbst nicht genau benennen kann. Doch könnte der Sinn des Lebens auch nur darin bestehen, das Leben möglichst lange zu genießen und dann zu sterben? Eine Eingebung lässt Finn nach Palermo reisen, wo ihm das schier unglaubliche Kunststück gelingt, sogar den Tod zu fotografieren. Doch was als unmöglicher Kunstgriff eines Naturtalents erscheinen mag, hat katastrophale Folgen und verheißt nichts Gutes.

Begleitet wird man auf Finns Reisen von zwei wichtigen Audioquellen: Einerseits präsentiert Campinos markante Stimme aus dem Off dem Zuschauer Finns wirre Gedankenwelt, seine Wünsche und Träume, so dass man sich dem getriebenen Charakter sehr nahe fühlt. Andererseits ist ein Handy, das gleichzeitig auch als MP3-Player fungiert, Finns ständiger Begleiter, über den man in den Genuss eines grandiosen Soundtracks gelangt, der alleine den Film fast schon sehens- und hörenswert macht. Dem Schauspieler Campino merkt man allerdings an, dass die Rock- und Punkbühne sein eigentliches künstlerischs Zuhause ist. Dass sein ungelenkes Auftreten nicht immer sattelfest und (steril) professionell wirkt, lässt ihn aber auch umso authentischer erscheinen.

Ein weiteres Ereignis ist unbestritten Dennis Hopper. In einer, wenn auch kurzen, Paraderolle ist es irgendwie ein Wink des Schicksals, dass der exzesserprobte US-Schauspieler, der dem Tod das eine oder andere Schnippchen schlagen konnte, hier einen seiner größten Widersacher im wirklichen Leben spielt. Ironisch, sarkastisch und verdammt cool ist Hoppers charismatischer Auftritt auf jeden Fall und einer der Höhepunkte dieses Kunstwerks, dass es auf faszinierende Art schafft, die Übergänge zwischen der Realität und der surrealen Scheinwelt Finns in einer hypnotischen Bilderflut einzufangen. Ein eigentümlicher Film, der sich einer eindeutigen Bewertung zunächst zu entziehen scheint, letztlich aber lange nachwirkt und sein wahres Potenzial erst nach dem Abspann entfaltet. Einerseits ein wenig zäh und spröde, andererseits aber mit einem sensationellen Soundtrack, guten Schauspielern und einer kreativen Story als schlagenden Argumenten für knappe vier Sterne.
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am 4. Januar 2012
... und das sage ich als absoluter Fan der Toten Hosen. Aber Campino ist eben Sänger und kein Schauspieler - und das merkt man in diesem Film leider immer wieder. Sobald es etwas emotionaler und tiefgehender wird, scheitert Campino und wirkt bemüht, steif und angestrengt. Der Film an sich ist okay, ein typischer Wim Wenders Streifen eben, dazu wurde hier auch schon genug gesagt. Ich bin aber sicher, dass Palermo Shooting mit einem echten Schauspieler in der Hauptrolle noch besser geworden wäre.
Bleibt also nur eins zu sagen: Schuster bleib bei deinen Leisten. So freue ich mich also auf das neue Hosen-Album' ;-)
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