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The Devil You Know
Format: Audio CD|Ändern
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am 2. Juli 2013
...starten die Herren Iommi, Dio, Butler und Appice hier. Ein mächtiges, langsames, ultraschweres Album, welches wie ein massiger Lavastrom jeden Widerstand unaufhaltsam niederbricht. Obwohl der Name "Black Sabbath" nirgendwo auftaucht, weiß doch jeder, wer hinter dem vermeintlichen Debütalbum steht: Es ist die MK2- Besetzung, welche bereits für den Klassiker "Mob Rules", für das ultrabrutale "Dehumanizer" und für die drei gelungenen Bonustracks des "Dio Years"- Samplers verantwortlich war.

Gegenüber dem großartigen "Fused"- Album (mit Glenn Hughes) legt Iommi ein gutes Pfund Heaviness nach. Im Gegensatz zu "Dehumanizer" aber, wo brachiale Härte über das Fehlen griffiger Riffs hinwegtäuschen musste, liefert Iommi auf "The Devil you know" solide und inspirierte Arbeit ab. Die Riffs packen den Hörer, graben sich ins Ohr und bohren sich ins Hirn; so muss es sein. Dio kann immer noch singen wie kein anderer, Butlers Bass gluckert böse, und Appice schafft ein präzise stampfendes Rhythmusfundament. Bis auf das zerfahrene und unnötig melodische "Rock and Roll Angel" gibt es am Songwriting keine Abstriche, und die Produktion ist zwar rau, aber nicht roh. Warum dann keine fünf Sterne?

Ich finde das Album vom Durchhörfaktor etwas eintönig. Mir persönlich fehlen ein paar schnellere Tracks im Stil von "Neon Knights", "Turn up" und "Mob Rules". Insbesondere der superschwere Opener "Atom and Evil" ist zwar ein Klassesong, er eröffnet mir das Album aber zu schleppend und zu sperrig. "Eating the Cannibals" ist der einzige Uptempotrack, der Rest schleppt sich dann streckenweise doch zu langatmig und ohne weitere Auflockerung dahin. Hätte die Band statt "Rock and Roll Angel" zwei zusätzliche schnelle Songs abgeliefert und in die Tracklist integriert, ich würde sofort die Höchstpunktzahl vergeben. Aber auch so reicht es für satte vier Sterne allemal.

Ein Album dieser Klasse hatte Dio lange nicht mehr eingesungen. Es sollte sein letztes sein, der Krebs hat ihn geholt. Ein würdiges Abschiedswerk für den kleinen Mann mit der großen Stimme und der Klingonenstirn.
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am 25. April 2009
..sind die Herren von Heaven & Hell bzw. Black Sabbath unterwegs. Auf keiner Sekunde der CD merkt man, dass die Beteiligten auch schon in der Altherren Liga spielen.
Los geht es mit dem noch eher durchschnittlichen "Atom and Evil", ein schleppender Track mit typischem Iommi Riff. Aber schon "Fear " lässt mehr und mehr aufhorchen. Was dann folgt, sind wahre Schmankerl für den geneigten Black Sabbath Jünger: "Bible Black" wird dominiert von Dios hypnotischemn Gesang und ist unterlegt mit einem saustarken Riff. "Double the pain" ist ebenfalls extrem"heavy" und fällt in die Kategorie"sehr gut".Mit "Rock and Roll Angel" geht es dann mit einem starken Riffmonster weiter. "The turn of the screw" lebt von den heftigen Gitarren und dem geilen Gesang von Dio ( hätte am ehesten auch auf ner Dio Solo Scheibe stehen können). Es folgen mit " Eating the cannibals"(schneller RockŽn Roll Song), "Follow the tears"(Riffmonster), "Neverwhere" und "Breaking into Heaven" noch vier weitere gute bis sehr gute Songs.
Alles in allem reicht dieses Album zwar auch nicht an die beiden Klassiker"Heaven and Hell" sowie "Mob rules" heran. Es gehört aber mit Sicherheit zu den Alben, bei denen eine Reunion solcher Vetaranen, durchaus als gelungen bezeichnet werden kann. Gerade der "Bible back" track ist ganz großes Kino und für jeden Neuen in der Musikrichtung eine Lehrstunde an Perfektion. Deshalb bleibt hier nur die Höchstnote: five of five
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am 2. Juli 2017
... Gänsehaut überkommt mich... ich liebe so starke, echte, schwere Alben. Iommi & Co, wissen noch worauf es ankommt und haben alles was die alten Knochen noch hergaben rein geschmissen - und das ist Klasse!
Das 2009'er Werk pendelt manchmal zw. Hardrock und Doom - klingt aber keineswegs altbacken, sondern zeitgemäß und hat mächtig Dampf, z.B. *Double The Pain* - flott, heftig & kompromisslos. Dagegen kommt "Rock'n'Roll Angel" einem (im wahrsten Sinne) etwas spanisch vor, entpuppt sich aber als kleiner Ohrwurm. Mit *Follow The Tears* ist es sogar dieses M. Birch' "warm-bratige" gelungen rein zubringen - ein Song, welcher beispielsweise auch auf d. *BS* Klassiker *Mob Rules* gut hin gepasst hätte. Dieser und vor allem der Oberhammer *Bible Black* - was für ein (Riff)Monster - sind meine Highlight's. Es regiert tonnenschwere Gewalt - hier kann man *Heavy Metal* aber mal wirklich beim Wort nehmen, harrrgh! Ein bösartiger Song, der nicht nur Mainstream-Spießern (auch textl.) Angst machen sollte... haha.
Die zehn Songs hier erweisen sich als *Black Sabbath II* würdig. Mitunter entfaltet sich der ein od. andere Track nicht gleich - und das ist gut so in der heutigen, oft oberflächl. (Musik) Welt. Edelbarde R.J.Dio hatte nichts, absolut gar nix von seinem Charisma eingebüßt ... es ist ein Jammer - dass er am 16. Mai 2010 die Bühne für immer verlassen mußte - aber wie... wie hätte er besser abtreten können? Der Teufel kennt dich und dich - uns alle... - also wahre Metalheads, genießt das überwiegend doomige Album solange ihr könnt... Amen.
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am 23. Dezember 2009
Zu Beginn meiner Rezension wage ich einen Blick zurück ins Jahr 1995. Damals ist die britische Metal - Legende Black Sabbath am Ende. Das bis heute letzte Studioalbum "Forbidden" erscheint, nach der darauffolgenden Tour löst Gitarrist und Gründungsmitglied Tony Iommi die Band auf. Seit 1970 hat man 18 Alben mit 5 verschiedenen Sängern veröffentlicht, welche Musiker aller Generationen beeinflusst und geprägt haben. Zwar erscheint 1998 die Live Doppel - LP "Reunion" mit 2 Studio Bonustracks und Ursänger Ozzy Osbourne am Mikrofon, jedoch ist diese lediglich als Dankeschön an die Fans gedacht. Zu Beginn des neuen Jahrtausends begibt sich die Urformation von Black Sabbath mit Produzent Rick Rubin ins Studio, um eine neue LP einzuspielen. Sämtliche Bemühungen verlaufen allerdings im Sande und so dauert es bis ins Jahr 2007, ehe neues Songmaterial zu hören ist. In der Besetzung der Alben "Heaven and hell" (noch ohne Appice), "Mob rules" und "Dehumanizer" spielen Black Sabbath drei neue, enorm starke Songs für die Compilation "The Dio years" ein. Im Anschluss geht es unter dem neuen Bandnamen "Heaven & hell" auf große Welttour, in deren Rahmen das einst zerstrittene Quartett entscheidet, ein komplettes neues Studioalbum in Angriff zu nehmen.

So wird, was kaum ein Metal - Fan jemals für möglich gehalten hätte, 2009 schließlich Wirklichkeit: Das erste offizielle Studioalbum einer ehemaligen Black Sabbath Formation seit 14 Jahren erscheint. Trotz geändertem Bandnamen wird im Titel des Werks deutlich, wer hier am Werk ist: "The Devil you know". Vier Legenden der Metal Szene geben sich die Ehre. Mit dabei sind die Sabbath - Gründer Tony Iommi (Gitarre) und Geezer Butler (Bass) sowie der charismatische und in Würde gealterte Meistersänger und Ozzy - Nachfolger Ronnie James Dio. Ihnen assistiert, wie schon beim letzten gemeinsamen Werk "Dehumanizer" (1992) Vinny Appice am Schlagzeug. 17 Jahre nach dem großen Streit und der scheinbar endgültigen Trennung der Band liegen 10 neue Songs vor, die an Intensität kaum zu überbieten sind. Die in den "Rockfield Studios" in Wales aufgenommenen Titel atmen auch 40 Jahre nach der Gründung von Black Sabbath deren typische Markenzeichen.

Den Einstieg macht die düstere Elegie "Atom and evil". Ein schwerfälliges und zähes Doom - Stück, welches sich mit der Zeit zu einer eindrucksvollen Hymne steigert und Dio's grandioser Stimme Raum zur Entfaltung gibt. Kaum zu glauben dass dieser Mann bereits stolze 67 Jahre auf dem Buckel hat. Immer noch schafft er es den Hörer vom ersten Moment an zu fesseln, ihn auf eine 54 minütige Reise in tiefschwarze Gefilde voll Schmerz und düsterer Visionen zu locken.
Zwar wirkt "Atom and evil" als Opener zunächst etwas deplatziert, entwickelt aber nach mehrmaligem Hören eine ungeheure Kraft und Stärke. Ein brillanter Auftakt.
Der zweite Titel "Fear" zieht das Tempo etwas an, ohne jedoch wirklich abzuzischen. Insgesamt gesehen solide, aber wenig spektakulär. Auch der ungewöhnlich intonierte Refrain wirkt zunächst nicht stimmig. Doch dieser Titel gewinnt mit jedem Durchlauf, auch aufgrund des Textes.

Dieses Problem besitzt "Bible Black" nicht. Die Vorabsingle ist ein wahres Meisterwerk düsterer Musik und versprüht schon beim ersten Hören eine unglaubliche Magie. Nach dem melancholischen Intro schlägt ein unverkennbares Iommi - Monsterriff auf. In diesem kraftvollen, majestätischen Stück wirken alle vier Musiker auf einzigartige Weise zusammen und kreieren einen modernen Heavy Metal Klassiker. Der poetisch verklärte Text hinterlässt ebenfalls eine nachhaltige Wirkung und erhebt "Bible Black" zum herausragenden Epos der LP. Man wird sofort in den Bann gezogen und treibt die gesamten sechseinhalb Minuten hypnotisiert mit.

Straighter rockt "Double the Pain". Ein fieses Riff, vergleichbar mit dem des 92er Songs "I", trägt diesen Titel. Druckvoll, mächtig und mit interessantem Bass - Intro versehen walzt sich der Titel in den Gehörgang.

Bis zu diesem Punkt klingt das Album recht traditionell, was aber nicht negativ gemeint ist. Der Eindruck ändert sich geringfügig mit "Rock and Roll Angel". Das Einstiegsriff klingt erfrischend melodisch und ungewöhnlich, entlädt sich dann in einen Midtempo Part, ehe schließlich der melodische Chorus die brachiale Spannung aufhebt. Besagter Refrain sticht für mich durch seine einzigartig berührende Melodieführung und Dios eindringlichen Gesang heraus. Eine wahre Hymne und für mich einer der Höhepunkte. Wohl der eingängiste Moment einer ansonsten eher sperrigen LP.

Erstaunlich filigran geht es mit "The Turn of the Screw" weiter. Ein elegant groovender Kopfnicker, der jedoch, wie bereits die fünf Titel vor ihm, das Midtempo nicht verlässt. Eingängig und kompakt.

Als man es nicht mehr erwartet nehmen die Metal Legenden dann doch noch Fahrt auf. "Eating the Cannibals" ist der kürzeste und schnellste der 10 Tracks. Wüst fegt er durch die Boxen, erinnert stark an frühere Heldentaten der Marke "Neon Knights", "The Mob rules" oder "TV Crimes". Ein wahres Kleinod, welches im ansonsten eher schleppenden Gesamteindruck des Albums eine wohltuende Duftmarke setzt. Ungewöhnlich wirkt die Platzierung des ersten wirklichen schnellen Titels an Position 7 dennoch.

Als man sich gerade auf erhöhtes Tempo einstellt, kriecht das pechschwarze "Follow the tears" fies grinsend daher. Eingeleitet von einem gespenstischen Intro mit Orgel und Chorpassagen schlägt ein Riff auf, wie es nur Tony Iommi kreieren kann: tonnenschwer, ultradüster und mit einer beängstigenden Intensität beladen. Diese zweite Single erzeugt Gänsehautmomente und das obwohl der Refrain höchstens mittelmäßig wirkt. Brachialer, dunkler und böser geht es nicht. Ein Meisterwerk.

Auch wenn "Neverwhere" die Handbremse wieder etwas lockert vermag es nicht restlos zu überzeugen. Ein gefälliger Song mit gutem Riff, der im Gesamteindruck allerdings leicht abfällt und seinen stärksten Moment im zweiten Refrain aufweist.

"Das kann noch nicht alles gewesen sein" denke ich mir im Stillen nach 9 beeindruckenden Titeln. Und tatsächlich folgt die Krönung zum Schluss.
Gesangsmagier Dio entführt ein letztes Mal auf eine poetisch-verklärte Reise. Diesmal dient als Schauplatz das Paradies, in welchem Engel einen Aufstand planen. "Breaking into heaven" heißt das längste und intensivste Stück des Albums. Fast statische Lavariffs drücken sich zäh nach vorne und scheinen die Boxen komplett auszufüllen, bis Dio im majestätischen, stolzen Refrain ein Album verdelt, welches einmal mehr eindrucksvoll bezeugt, dass es nur eine wahre Metal - Legende gibt. Eine beeindruckende Gesangsleistung wie man sie nur von Dio zu hören bekommt. Kein anderer Sänger im Metal - Bereich vermag derart zu berühren. Seine stimmliche Kraft ist auch im hohen Alter noch vorhanden und er schafft es, durch Variation und sein dunkler gewordenes Timbre seinem Gesamtklang eine neue, interessante Note zu geben.

"The Devil you know" ist ein Meisterwerk geworden, welches den harten, kalten Stil von "Dehumanizer" mit den melodischen Teilen von "The Mob rules" verbindet. Die Lyrik bewegt sich im Bereich sozialkritisch bis metaphorisch dunkel, gekleidet in die poetische Sprachgewandtheit von Texter Ronnie James Dio. Ihm sind einige seiner stärksten Texte gelungen. Zudem kann auch das finstere Cover überzeugen, welches die enthaltene Lyrik in eine passende Bildsprache transferiert.

Als Fazit bleibt: Wer bereit ist, sich auf eine emotionale Reise in menschliche Abgründe einzulassen, wird mit "The Devil you know" bestens bedient. Die Musik berührt die dunklen Seiten der Seele und erzeugt gerade deshalb ganz besondere Momente.

Im April 2009 meldet sich eine Band zurück, deren musikalische Genialität nicht in Worte zu fassen ist. Nichts desto trotz lässt sich nach dem ersten Hören auch Kritisches anmerken. Das Album wirkt an manchen Stellen zu doomig und schwerfällig und die eine oder andere Hookline zündet nicht auf Anhieb. Doch genau darin liegt seit jeher die Herausforderung bei Black Sabbath Werken: Sie benötigen Zeit. Man muss sich mit ihnen beschäftigen, in das Bandeigene Musikuniversum eintauchen. Erst dann kann man die wahre Tiefe der Songs entdecken.
"The Devil you know" ist nicht das beste Sabbath Werk geworden, kann im Gesamtkatalog der Band allerdings durchaus als Ausrufezeichen herausstechen. Danke an diese vier Grand Segnieurs des Genres. Ein bewegendes Stück Musikgeschichte. Und das 40 Jahre nach Bandgründung. Diese Band steht für den Metal wie keine Zweite, erst recht im Jahre 2009.

Es bleibt zu hoffen, dass Sänger Ronnie James Dio seine Krebserkrankung durchsteht und seine einzigartige Stimme noch das eine oder andere Mal auf einem Album zu hören sein wird. Ich wünsche ihm nur das Beste.
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am 26. April 2009
Sieht man von den von Tony Iommi in Jahren zwischen 2000 und 2005 unter seinem eigenen Namen veröffentlichten Alben ab, handelt es sich bei "The Devil You Know" nun also, um das erste komplette Black Sabbath Output seit dem 1995er Release Forbidden.
Unter Anbetracht dieser enormen Zeitspanne, sowie des fulminaten 2007er Live Albums "Live from Radio City Music Hall", waren die Erwartungen für eine Studioplatte an die Herren Iommi, Butler, Dio und Appice bereits im Vorfeld sehr hoch. Vielfach war hier sogar von einer neuen "Heaven & Hell" oder "Mob Rules" die Rede, die "The Devil you Know" allerdings weder noch geworden ist, was aber auch auf keinen Fall negativ zu bewerten ist. Vielmehr spiegelt die Platte Black Sabbath im Jahr 2009 wider, die auch mehr oder weniger dort anknüpft, wo die drei neuen Songs der "Dio Years" aufgehört haben. Hier wird in äußerst selbstbewußter Art und Weise eine Fusion verschiedener Schaffensphasen der eigenen Vergangenheit dargeboten, die allerdings in keinem Moment altbacken, aufgesetzt oder sogar aufgewärmt wirkt. Es wird sowohl das schleppend, aggressiv, doomige der frühen Platten, als auch das epische der ersten Dio Alben gekonnt miteinander verknüpft.
Dabei brechen die Herren auch durchaus bewusst mit bestehenden ungeschriebenen Regeln und eröffnen das Album nicht wie sonst üblich mit einem schnellen Opener, sonder mit einem schleppenden über fünf minütigen Epos. Auch sonst zeigt man sich äußerst experimentierfreudig und schert sich scheinbar auch nicht um kommerzielle Schemen und Aspekte. Einzelne Songs sollten hierbei bewusst nicht hervorgehoben werden, da das Album insgesamt sehr homogen verläuft und als Gesamtwerk gesehen werden sollte. Es sollte aber beachtet werden, dass die Platte gerade als ganzes einige Durchläufe verlangt, dabei dann allerding auch von mal zu mal immer weiter wächst.
Zusammenfassend lässt sich resümieren, dass Black Sabbath mit "The Devil You Know" ein äußerst beeindruckendes Spätwerk gelungen ist, dass sich in keinster Weise vor Vergleichen mit frühren Werken, egal aus welcher Phase der Band, scheuen muss und dass darüber hinaus auch anderen Bands aus diesem Genre mehr als deutlich ihre Grenzen aufweist.
Einziges Manko des Albums ist es aber, dass der Plattenfirma bei der Erstpressung offensichtlich ein Druckfehler auf dem Cover unterlaufen ist. Hier wird fälschlicher Weise der Bandname Heaven & Hell anstelle Black Sabbath aufgeführt. Trotzdem volle Punktzahl!
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am 12. April 2009
Seit dem 1992er Album Dehumanizer gab es, bis auf die 3 neuen Tracks auf der "Black Sabbath: The Dio Years" Best-Of, kein neues Studio-Material der Formation Dio/Iommi/Butler/Appice. Nun soll dies geändert werden: Die in Heaven & Hell umbenannte Band (Black Sabbath soll nun ausschließlich für Osbourne/Iommi/Butler/Ward reserviert sein) legt 2009 endlich ein neues Album nach: The Devil You Know.
Das Album legt mit dem langsam, schleppenden "Atom & Evil" los, gefolgt von der Mid-Tempo Nummer "Fear". Zugegeben, diese beiden Nummern sind richtige Heaven & Hell Nummern mit Wiedererkennungswert - für das Album ein jedoch schwerer Einstieg. Nach diesen 2 Nummern werden jedoch Top Songs der Reihe nach ausgepackt: "Bible Black", die erste Single, fängt behutsam mit Akustik-Gitarre an um dann in typischem Iommi-Riffing und Dio's Gesang zu explodieren. Gefolgt von dem nicht weniger groovenden "Double The Pain", bei dem vor allem Geezer Butlers Bass-Arbeit heraussticht, und dem hymnischen "Rock And Roll Angel", bei dem Dio zeigt was er noch alles drauf hat, entfaltet sich das Album erst richtig. Mit "The Turn Of The Screw" steht eine andere typische Heaven & Hell Nummer an, bevor mit "Eating The Cannibals" das erste Mal richtig schnell gerockt wird (Mob Rules lässt grüßen). Überraschend ist das nächste Stück, "Follow The Tears", das mit rythmischen Gitarren Riffs unterlegt von einem gruseligen Orgelsound in Marsch-ähnlichen Snare-Beat von Appice überfließt bevor das Doom-Gewitter des Duos Iommi/Butler ausbricht. Dio dingt hier erhaben über den Riffs - ein Glanzstück des Albums! Mit "Neverwhere" wagt sich die Band noch einmal in die schnellere, rockigere Richtung, bevor das Album mit dem langsamen aber epischen "Breaking Into Heaven" sein Ende findet!
Alles in allem ein langsamer Start - dafür aber ein durchweg gutes Album mit klaren Höhepunkten, das die Stile der 3 vorherigen Studio Alben gut verbindet und auf ein neues Level hebt. 5 Sterne, verdientermaßen!
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am 25. Dezember 2015
Ich muss gestehen, ich war nie ein sonderlicher Black Sabbath-Freund, obwohl ich natürlich das Wichtigste der Band kenne, gerade die Scheiben mit Ronnie James Dio sind durchaus in meinem Besitz. Die bekannte lava-artig-schleppende morbide Doom-Musikausrichtung wurde natürlich auch auf The Devil you know beibehalten, vielleicht so intensiv wie noch nie zuvor mit Dio.

1: "Atom and Evil" ist ein recht zäher sperriger Beginn des Albums, man weiss aber schon von diesem Song ab was einen auf dem restlichen Album erwartet. Der Refrain unscheinbar, der gesamte Song auswechselbar - zwar typisch Black Sabbath, aber ohne besondere Höhen plätschert er an einem vorbei 2/5

2: "Fear" ist etwas schwungvoller / rockiger, hat aber abermals Probleme mir eingängiges Material präsentieren zu können. Auch hier bleibt nichts hängen 2/5

3: Die erste Single "Bible Black" fängt ziemlich verhalten an, bevor die majestätische stampfende Doom-Walze ins Rollen kommt - der 1. ernstzunehmende Song des Albums. Hätte auch wie so vieles hier gut auf ein Dio-Solo-Albumgepasst. Ich finde ihn jetzt auch nicht super, aber nach den ersten beiden Langweilern ein echtes Glanzstück und der beste Song des Albums. 4/5

4: "Double the Pain" ist dann im Midtempo angesiedelt, kommt gut aus dem Quark, hat einen brauchbaren Refrain 4/5

5: "Rock and Roll Angel" ist wie es der Titel vermuten lässt etwas rockiger ausgefallen, allerdings recht behäbig. Haut mich jetzt nicht vom Hocker 3/5

6: "The turn of the screw" - gefälliger typischer Sabbath-Song, mit dem recht unscheinbaren Refrain habe ich meine Probleme 2,5/5

7: "Eating the cannibals" ist die Up-tempo-Hymne des Albums. Endlich gehts mal etwas schneller zu - ganz gut gelungen 3/5

8: "Follow the tears" - schwerer Dark-Heavy-Doomer - vermutlich vermittelt der Song genau das Feeling wofür die Band stehen will - mich hauts trotzdem nicht aus den Latschen, es fehlt mir das gewisse Etwas 3/5

9: "Neverwhere" schreitet wieder flotteren Tempos voran. Leider recht auswechselbar 2/5

10: "Breaking into heaven" ist ein weiterer schwerer zäher Dark-Heavy-Doomer der lavaartigen Sorte - Standard, nichts besonderes 3/5

In den meisten Songs passiert einfach viel zu wenig, ich sitze gelangweilt da, höre mir das Album missmutig durch. "Bible Black"/"Double the Pain" sind die am besten zu hörenden Songs, ansonsten fehlt es halt hauptsächlich an zwingenden Refrains die sich im Ohr fest fräsen. Mir persönlich kommt das Album auch viel zu lahm, und besonders viel zu zäh und schwermütig rüber, Doom hin Doom her. Dio singt wie immer gut, wobei er sich auch nicht sonderlich anstrengen muss, sein letztes Solo-Album Master of the Moon(2004) ging ja auch schon in eine ähnliche musikalische Richtung, von daher hätten auch viele Songs hier auf dieses Album gepasst, wobei es damit nicht besser geworden wäre. Hier hat sich eine Band mit Legendenstatus wieder in der Besetzung von 1981 zusammengeschlossen, leider liegt das musikalische Endergebnis weit hinter den hohen Erwartungen zurück. Dio, wie auch die restliche Besetzung haben halt ihre besten Zeiten schon lange hinter sich, das merkt man den lahmen müden schwermütigen Songs leider nur allzu deutlich an. Wie hier Viele andere Rezententen auf 5 Sterne kommen ist mir schlichtweg schleierhaft, vielleicht ist dies aber auch einfach nicht meine Musik. Was waren die Alben Heaven and Hell(1980) und Mob Rules(1981) für Meisterwerke, und was ist das hier für belangloses Zeugs, wo man den Songs eigentlich über gebühr noch viel zu viel Beachtung schenkt überhaupt eine Rezension zu schreiben und die einzelnen Songs zu rezensieren, man hatte wenigstens gehofft dass man das Niveau des düsteren dunklen Dehumanizer erreichen könnte, aber weit gefehlt.
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am 10. Juli 2009
Nein, das ist kein "Heaven and Hell II" von Black Sabbath. Solche Göttergaben lassen sich nicht wiederholen. Aber glücklicherweise versuchen Iommi/Dio sich auch gar nicht wirklich an einer Kopie des o.g. Meisterwerks.

Schwer, langsam und mächtig und mächtig steigt der Opener Atom and Evil aus den Boxen, das ist 1a DOOM, den keine mir bekannte Band so geil hinbekommt.

Mit Fear geht es etwas schneller aber immer noch laangsam wetier, ein sehr hypnotisches Stück mit schönen gefühlvollen Soli. Dann kommt

Bible Black, halbakustisch eingeleitet und Dio in schönster und bester Geschichtenerzählerstimmung, dann setzt das Riffing mit hypnotischer Wucht ein und abwechsungsreich doomt es weiter.

Double the Pain ist gefühlt Uptempo, in der Tat aber das erste wirkliche Midtempo-Stück des Albums. Erinnert sehr an Dehumanizer. Schöne Bridge, treibender Refrain.

Rock and Roll Angel beginnt anschließend richtig freundlich, sagt mir anschließend bis zum Mittelteil aber wenig um dann in geile Harmonien und sphärischen Lead Gitarren überzugehen und akustisch auszuklingen, toll.

The turn of the screw ist eine weitere schleppend/groovende Midtemponummer; packt micht (noch?) nicht so wirklich, nett aber nicht zwingend.

Eating the Cannibals ist Uptempo und geht ungemein nach vorn ab, wow, tolle Strophen, geiler Refrain, und abrocken ohne Ende. Chapeau (.. wo immer der nach der Nackenübung auch immer liegen mag)!

Follow the Tears kündigt sich mit Orgel und Riffing an, baut eine mächtige Soundkathedrale auf und ist wieder ein mächtiges Stück Doom aus dem Lehrbuch.

Neverwhere rockt nochmal flotter durch und zeigt keine Schwäche.

Den Abschluß macht Breaking into Heaven; ein langsamer und beschwörender Sechsminüter mit mächtigem Chorus.

Fazit: Alte Hasen in Bestform. Die CD braucht sich nicht zu schämen, wenn man sie in die Black Sabbath "Ahnengalerie" einordnet.
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am 25. April 2009
dass es die alten herren der ehem. band black sabbath es noch so auf die reihe bekommen, hätte wohl keiner geglaubt.
selten hab ich ein so geiles metalalbum aus den 2000ern gehört.
tony iommi typisch schleppen sich die riffs, wie jesus, als er sein kreuz trug und das auf düstere und finstere art und weise.
dazu der mystische, epische und diabolische gesang ronnie james dios,
den ebenso schleppenden bass von geezer butler und die langsamen rhythmischen drums von vinnie appice. das ist typische für diese band und so soll es auch sein. nicht zuletzt, ist black sabbath, besonders tony iommi
stilprägend für den sogenannten "doommetal".
finstere, zähflüßige rhythmen und eine diabolische atmosphäre machen dieses geniale album aus. für mich ist jeder song ein treffer und kein song schwächelt nur annährend. abwechslung in sachen geschwindigkeit ist kaum zu hören. man sollte dieses erste studioalbum der alten-neuen band als gesamtwerk ansehen.
5 sterne für ein album, dass sich für mich als meisterwerk heraustellt
und jetzt schon ein klassiker ist.
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am 23. Juni 2009
Zu Beginn meiner Rezension wage ich einen Blick zurück ins Jahr 1995. Damals ist die britische Metal - Legende Black Sabbath am Ende. Das bis heute letzte Studioalbum "Forbidden" erscheint, nach der darauffolgenden Tour löst Gitarrist und Gründungsmitglied Tony Iommi die Band auf. Seit 1970 hat man 18 Alben mit 5 verschiedenen Sängern veröffentlicht, welche Musiker aller Generationen beeinflusst und geprägt haben. Zwar erscheint 1998 die Live Doppel - LP "Reunion" mit 2 Studio Bonustracks und Ursänger Ozzy Osbourne am Mikrofon, jedoch ist diese lediglich als Dankeschön an die Fans gedacht. Zu Beginn des neuen Jahrtausends begibt sie die Urformation von Black Sabbath mit Produzent Rick Rubin ins Studio, um eine neue LP einzuspielen. Sämtliche Bemühungen verlaufen allerdings im Sande und so dauert es bis ins Jahr 2007, ehe neues Songmaterial zu hören ist. In der Besetzung der Alben "Heaven and hell", "Mob rules" und "Dehumanizer" gehen Black Sabbath ins Studio und spielen drei neue, enorm starke Songs für die Compilation "The Dio years" ein. Im Anschluss geht es unter dem Bandnamen "Heaven & hell" auf große Welttour in deren Rahmen das einst zerstrittene Quartett entscheidet, ein komplettes neues Studioalbum in Angriff zu nehmen. So wird, was kaum ein Metal - Fan jemals für möglich gehalten hätte, 2009 schließlich Wirklichkeit: Das erste offizielle Studioalbum einer ehemaligen Black Sabbath Formation seit 14 Jahren erscheint. Zwar dient als Bandname erneut "Heaven & hell", doch im Titel des Werks wird klar, wer hier am Werk ist: "The Devil you know". Vier Legenden der Metal Szene geben sich die Ehre. Mit dabei sind die Sabbath - Gründer Tony Iommi (Gitarre) und Geezer Butler (Bass) sowie der charismatische und in Würde gealterte Meistersänger und Ozzy - Nachfolger Ronnie James Dio. Ihnen assistiert, wie schon beim letzten gemeinsamen Werk "Dehumanizer" (1992) Vinny Appice am Schlagzeug. 17 Jahre nach dem großen Streit und der scheinbar endgültigen Trennung der Band liegen 10 neue Songs vor, die an Intensität kaum zu überbieten sind. Die in den "Rockfield Studios" in Wales aufgenommenen Titel atmen auch 40 Jahre nach der Bandgründung von Black Sabbath deren typische Markenzeichen.
Den Einstieg macht die düstere Elegie "Atom and evil". Ein schwerfälliges und zähes Doom - Stück, welches sich mit der Zeit zu einer eindrucksvollen Hymne steigert und Dio's grandioser Stimme Raum zur Entfaltung gibt. Kaum zu glauben dass dieser Mann bereits stolze 67 Jahre auf dem Buckel hat. Immer noch schafft er es den Hörer vom ersten Moment an zu fesseln, ihn auf eine 54 minütige Reise in tiefschwarze Gefilde voll Schmerz und düsterer Visionen zu locken.
"Atom and evil" wirkt als Opener zunächst etwas deplatziert, entwickelt aber nach mehrmaligem Hören eine ungeheure Kraft und Stärke.
Der zweite Titel "Fear" zieht das Tempo etwas an, ohne jedoch wirklich abzuzischen. Insgesamt gesehen wirkt er solide, aber wenig spektakulär. Auch der ungewöhnlich intonierte Refrain wirkt zunächst nicht stimmig. Doch auch dieser Titel gewinnt mit jedem Durchlauf.
Dieses Problem besitzt "Bible Black" nicht. Die Vorabsingle ist ein wahres Meisterwerk düsterer Musik. Nach dem melancholischen Intro schlägt ein unverkennbares Iommi - Monsterriff auf. In diesem kraftvollen, majestätischen Stück wirken alle vier Musiker auf einzigartige Weise zusammen und kreieren einen modernen Heavy Metal Klassiker. Der poetisch verklärte Text hinterlässt ebenfalls eine nachhaltige Wirkung und erhebt "Bible Black" zum herausragenden Epos der LP. Man wird sofort in den Bann gezogen und treibt die gesamten sechseinhalb Minuten hypnotisiert mit.
Straighter rockt "Double the Pain". Ein fieses Riff, wie beispielsweise im 92er Song "I" vorhanden, trägt diesen Titel. Druckvoll, mächtig und mit interessantem Bass - Intro versehen walzt sich der Titel in den Gehörgang.
Bis zu diesem Punkt klingt das Album recht traditionell. Dieses ändert sich geringfügig mit "Rock and Roll Angels". Das Einstiegsriff wirkt erfrischend melodisch, entlädt sich dann in einen Midtempo Part, ehe schließlich der melodische Chorus die brachiale Spannung aufhebt. Besagter Refrain sticht für mich durch seine einzigartig berührende Melodieführung und Dios eindringlichen Gesang heraus. Eine wahre Hymne und für mich einer der Höhepunkte. Wohl der eingängiste Moment einer ansonsten eher sperrigen LP.
Erstaunlich filigran geht es mit "The Turn of the Screw" weiter. Ein elegant groovender Kopfnicker, der jedoch, wie bereits die fünf Titel vor ihm, das Midtempo nicht verlässt. Eingängig und kompakt.
Als man es nicht mehr erwartet nehmen die Metal Legenden doch noch Fahrt auf. "Eating the Cannibals" ist der kürzeste und schnellste der 10 Tracks. Wüst fegt er durch die Boxen, erinnert stark an frühere Heldentaten der Marke "Neon Knights", "The Mob rules" oder "TV Crimes". Ein wahres Kleinod, welches im ansonsten eher schleppenden Gesamteindruck des Albums eine wohltuende Duftmarke setzt. Ungewöhnlich wirkt die Platzierung des ersten wirklichen schnellen Titels an Position 7 dennoch.
Als man sich gerade auf erhöhtes Tempo einstellt, kriecht das pechschwarze "Follow the tears" daher. Eingeleitet von einem gespenstischen Intro mit Orgel und Chorpassagen schlägt ein Riff auf, wie es nur Tony Iommi kreieren kann: tonnenschwer, ultradüster und mit einer beängstigenden Intensität beladen. Diese zweite Single erzeugt Gänsehautmomente und das obwohl der Refrain höchstens mittelmäßig wirkt. Brachialer, dunkler und böser geht es nicht. Ein Meisterwerk.
Auch wenn "Neverwhere" die Handbremse wieder etwas lockert vermag es nicht restlos zu überzeugen. Ein gefälliger Song mit gutem Riff, der im Gesamteindruck allerdings leicht abfällt. "Das kann noch nicht alles gewesen sein" denke ich mir im Stillen nach 9 beeindruckenden Titeln. Und tatsächlich folgt die Krönung zum Schluss.
Gesangsmagier Dio entführt ein letztes Mal auf eine poetische Reise. Diesmal dient als Schauplatz das Paradies, in welchem Engel einen Aufstand planen. "Breaking into heaven" ist das längste und intensivste Stück des Albums. Fast statische Lavariffs drücken sich zäh nach vorne und scheinen die Boxen komplett auszufüllen, bis Dio im majestätischen, stolzen Refrain ein Album verdelt, welches einmal mehr eindrucksvoll bezeugt, dass es nur eine wahre Metal - Legende gibt. Der Abschlusssong ist ein düsterer Rausch der Sinne, der einen verklärt zurück lässt.

"The Devil you know" ist ein Meisterwerk geworden, welches den brachialen Stil von "Dehumanizer" mit den melodischen Teilen von "The Mob rules" verbindet. Nicht nur das martialische Cover verweist auf die pessimistische Weltsicht, welche die vier Ausnahmemusiker in ihrer Musik erzeugen. Die Themen bewegen sich im Bereich sozialkritisch bis metaphorisch dunkel, gekleidet in die poetische Sprachgewandtheit von Texter Ronnie James Dio.

Zusätzlich gibt's eine DVD mit einem kurzen Film zur Entstehung des Albums.

Als Fazit bleibt: Wer bereit ist, sich auf eine emotionale Reise in menschliche Abgründe einzulassen, wird mit "The Devil you know" bestens bedient. Im April 2009 meldet sich eine Band zurück, deren musikalische Genialität nicht in Worte zu fassen ist. Nichts desto trotz lässt sich auch Kritische anmerken. Das Album wirkt an manchen Stellen zu doomig und die eine oder andere Hookline zündet nicht auf Anhieb. Doch genau das macht dieses Album einzigartig: Es braucht Zeit. Wenn man sie ihm gibt, entfaltet es seine ganze Pracht. "The Devil you know" ist sicherlich nicht das beste Sabbath Werk, kann im Gesamtkatalog der Band allerdings durchaus als Ausrufezeichen herausstechen. Danke an diese vier Grand Segnieurs des Genres. Ein bewegendes Stück Musikgeschichte.
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