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am 17. November 2006
Hier hätten wir Japans wildesten Skandal-Regisseur Takashi Miike, der ein äußerst beklemmendes Filmwerk schuf. "Audition" ist ein bösartig-graphisches Beziehungsduell, dass Schmerz & Liebe, Schönheit & Ekel sowie Charme & Perversion auf eine so subtile Art zusammen schnürrt, dass einem schwindelig wird. Die äußerst spannende Geschichte wird sehr ruhig erzählt. Mit der Zeit baut sich beim Zuschauer unterschwellig ein bedrohliches Gefühl auf, bis das Schreckens-Szenario, ohne Sicherheitsleine, ausbricht. Viel möchte ich über diesen grandiosen Film nicht verraten. Eins ist jedoch sicher: Dieser optisch herausragende, stilsichere und äußerst bedrohliche Psycho-Thriller ist nichts für Leute mit schwachen Nerven.
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am 7. April 2015
Wie bei den meisten guten Horrorfilmen legt auch Audition seinen primären Fokus nicht auf Horror, sondern aufs Drama. Hier hat sich der japanische Vielfilmer und außergewöhnliche Regisseur Takashi Miike als Thema die Einsamkeit zum Film geholt und mal ausgelotet, in welche dunklen Gassen die führen kann.

Diese Einsamkeit begleitet die Figuren, aber auch das Miteinander. Alle scheinen zu suchen, haben Sehnsucht nach Geborgenheit, nach einem Menschen, der sie liebt, sind aber nicht oder kaum in der Lage das auszudrücken. In kleinen Szenen beschreibt der Film diese Sehnsüchte beinahe beiläufig und macht sie gerade deswegen so intensiv. Viele Szenen im Film deuten an, erklären aber nie und überlassen so dem Zuschauer seine Interpretation. (Was ohnehin bei vielen asiatischen Filmen der Fall ist, im Gegensatz zum amerikanischen Film, wo immer alles und jedes erklärt werden muss)

Wer andere Takashi Miike - Streifen kennt, wird über die Langsamkeit der ersten 40 Minuten überrascht (manche sogar enttäuscht) sein; über die vorsichtige Annäherung zwischen der jungen Asami und dem einsamen Witwer Aoyama. Und man könnte das Gefühl bekommen, in seichte Unterhaltung abzudriften, würden da nicht plötzliche irritierenden Untertöne die Szenerie verfremden; ein Bild, eine Szene die plötzlich eigenartig verstörend wirken und so die Spannung aufrecht zu erhalten. Nie erfährt man zuviel, die Szenen zeigen immer gerade genug, um weiter am Ball zu bleiben. Und je tiefer wir Asami in ihre Welt folgen, umso grauenhafter und verstörender wird sie und um so expliziter wird sie.

Die junge Schauspielerin Eihi Shiina (Asami) vollbringt das Kunststück völlig zerbrechlich und gleichsam unglaublich kraftvoll zu wirken. Und es ist faszinierend ihr zuzusehen, wie sehr sie Situationen steuert und beherrscht, bis hin zum bitteren Finale. Dazwischen mischen sich Traum- und Realsequenzen, Eindrücke mit Erinnerungen, Interpretationen mit Moral und unser Held weiß bald nicht mehr, wo ihm der Kopf steht. Diese Sequenzen sind dermaßen genial umgesetzt, dass einem der Mund offen stehen bleibt. Denn gerade im Surrealem offenbaren sich die Sehnsüchte, wird Wahrheit gesprochen und genau hingeschaut (gerade die lange Sequenz vor dem Grande Finale ist einer meiner absoluten Top - Surreal / Traumsequenzen überhaupt) - und was am Ende folgt ist blutig & hammerhart.

Fazit: einer der, wenn nicht überhaupt, der beste Horror/drama/film aus Asien, der schon in seinem Entstehungsjahr 1999 etwas völlig Neues gezeigt hat und noch immer unerreicht ist. Eine Perle, die in jedem erlesenen Horrorfilmschrank zu finden sein sollte.
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am 2. August 2012
wonach sich die Begehrlichkeiten am anderen Menschen nur auf äußerliche ästhetische Merkmale beschränken.
Den wenigen Frauen im Angebot von makelloser Schönheit steht ein Überangebot der Nachfrage entgegen wobei nebenbei bemerkt der ins Auge springende Altersunterschied(er mitte vierzig also nicht mehr taufrisch, sie anfang zwanzig) nur mit materiellen Zuwendungen, Sicherheiten erkauft und aufgehoben wird wie es am Heiratsmarkt üblich ist.
Den bevorzugten Frauen natürlich ihre Macht bewußt ist das selbst egoistische weniger schmeichelhafte Charaktereigenschaften ins Gegensätzliche verklärt, nach ihren Willen gebeugt geformt und missbraucht werden. Man erlaubt und gesteht wie eine Selbstverständlichkeit den anderen stillschweigend zusätzliche Rechte ein die im Widerspruch im Gegensatz zu Gleichbehandlung, Gerechtigkeit und moralischen Überzeugungen stehen und gibt klein bei.
Das Objekt der Begierde im Film ist doch sehr abgebrüht, falsch, unbarmherzig und selbstsüchtig,...alles negative Eigenschaften, denkt man die einen abstoßen müßten.
Wider besseres Wissen wie im wirklichen Leben willkührlich ausgelegt werden den anderen nur noch einzigartiger erhöhen, weil die vielzitierten inneren Werte sich einer Anschaulichkeit entziehen, unsichtbar verborgen sind und nicht ins Auge springen, der Macht der Anziehung untergeordnet, deshalb klammert er sich auch so vehement an dem Trugbild blendender Illusion von Rätselhaftigkeit und Geheimnis.

Mir fällt auf das viele Kommentare besonders den Anfang als märchenhaft zu kitschig empfinden. Ein Einwand den ich nicht teilen möchte. Im Film nehmen die Irritationen die die Idylle untergraben den Traum trüben und schlußendlich zerstören doch überhand, immer größere Bedeutung kommt ihnen zu, selbst wenn vordergründig eine Wunschwelt zu sehen ist wo die Erfüllung von Sehnsüchten vorgetäuscht erwidert werden. Der Widerspruch, die Diskrepanz von Schein und Sein und deren Uneinlösbarkeit das hauptsächliche Anliegen des Filmes ausmacht. Aufgrund des Kontrastes, der Gegensatz der inzenierten Bilder hat der Schlußteil doch so eine Wucht als schockierende Wirkung. Der Film entlarvt nebenbei bemerkt unsere Wünsche, Träume, Sehnsüchte. Zesiert unser alltägliches Verhalten das wir unscheinbaren Menschen entgegenbringen. Mit der Illusion aufräumt das die Seele untrennbar mit den Körper als Einheit sich verschmelzen. Eine Geschichte der Selbsttäuschungen, der fixen Idee. Eine Obsession die sich am Ende als Zerrbild entblößt und weit über die Schablone "Horror" hinausgeht.
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am 20. Juni 2015
Das ist also einer von Quentin Tarantinos Lieblingsfilmen?
Takashi Miike kenne ich selbst nur durch "Ichi the killer", trotzdem wollte ich dem ganzen eine Chance geben.

Nun ja, um mich kurz zu fassen, der Film hat mir nicht sonderlich gut gefallen.
Audition ist in den ca. ersten 90 min~ eine verdammt gute Schlaftablette.
Erst in den letzten paar Minuten kommt Spannung auf, doch im Prinzip ist der Film dann auch schon wieder vorbei....
Und nein, ich habe nicht mit einem druchgehenden Splatterfest gerechnet. Der Film war eigentlich vom Aufbau her genauso wie ich ihn erwartet habe. Audition fühlt sich zu Beginn nur wie eine 90-minütige etwas düstere Lovestory an die es einfach nicht schafft, Spannung aufzubauen. Man wird zum Ende hin zumindest mit einem kleinen Leckerli belohnt aber das ist einfach zu wenig für einen 2-stündigen Film.
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am 25. Mai 2007
Dieser Film beginnt wie eine Liebes Geschichte. Mausert sich aber nach ungefähr 55 Minuten zu einem beklemmenden Psycho-Thriller, bei dem Realität und Fiktion ineinander Verschmelzen und man nicht mehr weiß was überhaupt Real ist. Ohne Zweifel ein intelligentes Machwerk! Fazit: 9,8 von 10 Punkten.
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am 22. November 2007
Aufgrund der bislang einstimmig positiven Rezensionen habe ich diesen Film voller Erwartung bestellt.
Da ich 20 Euro für die "Special Edition" bezahlt habe und sehr enttäuscht wurde, möchte ich dies auch hier kundtun.

TON und BILD - zumindest in der Special Edition - sind in guter Qualität, da überarbeitet. Die Synchro ist in Ordnung, die Farbgebung düster gehalten und selten entdeckt man kleine Bildstörungen.

DAUER des Films: 110min

Zum Vergleich: Diesr Film ist in keinster Weise vergleichbar mit Filmen wie:
BRAINDEAD (bezüglich: SPLATTER),
HOSTEL (bzgl: wahren FOLTER-Ansätzen und viel EKEL),
TALE OF TWO SISTERS (bzgl: VERWIRRUNG und SPANNUNGSAUFBAU)
THE GRUDGE (bzgl: SPANNUNG und HORROR der versteckten Art)

STIMMUNG: Der Film beginnt sehr ruhig und wortarm - stille Bilder vermutlich zur Verdeutlichung der Einsamkeit des Mannes.
Lange - sehr lange- passiert NICHTS! Die Dialoge erscheinen teils überflüssig und bedeutungsschwanger.

HANDLUNG ist schnell erzählt: Mann verliert Frau, lebt allein mit Sohn;
7Jahre später begibt er sich mit Hilfe eines Freundes und einem Casting für ein fiktives Filmprojekt auf Brautschau; Die schöne Unscheinbare -gleicht einer Lolita- erscheint, verdreht ihm den Kopf und hat ihn am Haken.

ZONK- spätestens jetzt sollte sich etwas tun in einem 18er Film aus dem Horror-Genre, doch weit gefehlt.
Bilder der Stille und Wotarmut setzen sich fort. Spannung gleich Null, nicht einmal fiktive Spannungsmomente - ausser einem - sind enthalten.
Erst kurz vor Schluß - und das dürften tatsächlich die letzten 20 bis 25 min sein - schlägt der Film abrupt um. In Anbetracht der vorangegangenen Zähigkeit ist das ein wahrer Schock. Und tatsächlich kommt man dann in den Genuß stimmungsvoller Verwirrung, skuriler, kranker Bilder und - das ist empfindungssache - neckischer Folterszenchen. Diese erinnern dann aber eher an ein Akkupunkturstudio und eine psychisch kranke Lolita.
Der Schluß des Films wirkte auf uns eher einfallslos, unterliegt aber gewiss einer klar definierten Intention des Regisseurs.
Doch selbst das Exklusiv-Interview mit Takashi MIKE (Dauer ca 50min) - übrigens neben dem Trailer einziges Bonusmaterial- ist mir nach der Langatmigkeit des Films einfach zuviel des Guten.

Alles in allem:
Abgesehn von vereinzelten Zwischensequenzen ist der Film in der 18- Kategorie mal wieder überbewertet und deplaziert. Da gibt es bei Weitem schlimmere 16-er Streifen.
Wer diesen Film ansieht braucht viel Geduld und HALLO-WACH-PRODUKTE.
Eigentlich schade, da der Film im Vergleich zu anderen Filmen durchaus Potenzial besitzt, sowohl aufgrund der Geschichte, der Ausbaufähigkeit von Spannung, Horror ... somit hoffe ich einmal auf ein besseres Remake...
daher drei Sterne... aufgrund der Masse an WIRKLICH schlechten Filmen wären zwei Sterne objektiv betrachtet wohl unangemessen.
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am 6. November 2011
Als Richter, wenn vor Gericht das Morden der " Asami Yamazaki " verhandelt würde, würde ich einen Freispruch verkünden !!! Sie hat nicht gemordet, sie hat sich gerächt, d. h. Rache genommen an der Männerwelt, die nicht liebt, sondern nur das EINE will und quaelen, Asami will geliebt werden, und das allein, dieses hat sie nie erfahren ! Ich war nicht von der dürren Gestalt Asamis beindruckt, auch nicht von der Art und Weise der Dialoge, aber begeistert von dem Geheimnis, daß diese Frau im Film umgibt. Die Auswahl der Farben ihrer Kleidung einmal ganz in weiß - dann in blutrot, Zeitweise geht mir das ewige :" ...verzeihen sie bitte !" auf die Nerven, aber dann ist es die sich aufbauende Spannung im Geschehen ein besonderer Nervenkitzel !!! - Takashi Miike führt sehr kunstvoll durchdacht den Zuschauer an die Grenzen des Erträglichen. Ein Liebesfilm der wirklich keinen Menschen kalt lässt ohne dem Happy End. - Der Film ist sehr gewagt und jagt wohl jeden Mann einen gewissen Schrecken ein,vor dem was eine Frau zur Rache führt, wie kaltblütig perfekt Instrumente der Rache eingesetzt werden! - AUTION ist ein Film den man einfach gesehen haben sollte damit klar wird : du sollst nur mich lieben, - keine Andere - die Wahrheit ist nur der Schmerz, für den oder für die, die nur Lügen erlebt haben - SCHMERZ IST ABSOLUTE WAHRHEIT !!! -Ein sehr wertvoller und lehrreicher Film, bis an den Rand eines Abgrunds des Erträglichen - nichts für schwache Nerven - besonders wertvoll - sehr empfehlenswert !!! Bernhard Wilhelm Radke
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am 30. Dezember 2010
Mal wieder ein absoluter Fehlgriff, trotz guter Kritiken und Rezensionen.
Der Film ist extrem langatmig und am Ende erhofft man sich wenigstens eine intelligente Aufarbeitung der lauen Kost, die man soeben vorgesetzt bekommen hat.
Fehlanzeige...,er Endet in einer völlig absurden Gewaltszene ohne Sinn und Verstand.
Diese Art von Drehbuch und Inszenierung ist einfach nur zum abgewöhnen!
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am 5. März 2010
...es macht mich schon stutzig was manche Anbieter hier für Preise für die "Special Edition" verlangen.
Ich hab mich direkt an den Vertrieb gewendet und siehe da ganz normaler Preis.Ich kann ja verstehen wenn man an bestimmten sachen Geld machen möchte,aber nicht so!!!

Der eine Stern bezieht sich nicht auf den Film, der ist Grandios!!!
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am 12. April 2013
Habe mir den film in Österreich bestellt weil er ungeschnitten ist.Aber warum er überhaupt ab 18 ist keine Ahnung!!! Der film plätschert so dahin und man fragt sich ab 18 ??? noch 30 minuten jetzt gehts los !! dachte ich auch aber gut den film mit hostel oder sogar mit martyrs zu vergleichen ist doch sehr sehr übertrieben !!!!! Also wer glaubt einen harten schocker zu sehen wird sehr !!!!!!! enttäuscht ! >Für mich grosse Enttäuschung !!
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