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TOP 1000 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTERam 15. April 2009
Auf ihrem neuen Werk gehen Mastodon weniger brachial zugange und schielen mehr in Richtung 70er-Jahre-Progressive-Rock. Das bedeutet auch, dass die Growls großteils durch Cleangesänge ersetzt wurden und deutlich mehr Gitarrensoli auftauchen. Auch Songs mit beinahe viertelstündiger Spielzeit sind vertreten. Mir persönlich sagt das mehr zu als die Vorgängeralben, die mir zu viele Post-Core-Elemente enthielten; wer's mag, aber meine Richtung ist das einfach nicht. Das soll nicht heißen, dass "Crack The Skye" lasch oder massenkompatibel geworden ist, ganz im Gegenteil. Die Musik ist sehr komplex und erfordert erhöhte Aufmerksamkeit beim Zuhören. Aber das lohnt sich!
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am 13. Mai 2009
Ganz schön heftige Kost , die Mastodon hier anbieten : Eine wilde Mischung aus Death- und Progressive-Metal mit einem Schuß Psychedelic .
Der Querweis zu Progressive-Rock Legenden wie v.a. King Crimson ist mehr als nur gerechtfertigt .
Darüber muss sich aber jeder klar sein , der diese CD kaufen möchte : Die Musik von Mastodon ist sperrig und es gibt auf den 50 Minuten dieses Albums nur 2 ruhige Minuten , ansonsten gibt es mächtig was auf die Ohren !
Es ist nicht möglich , diese CD einfach nur zu konsumieren , es braucht schon ein paar Durchläufe , damit der Funke richtig überspringt .
Der einzige , kleine Schwachpunkt ist (ganz subjektiv!) der Gesang . Im Gegensatz zur Musik ist dieser manchmal etwas eintönig oder anders ausgedrückt : Er wird der überragenden Musik nicht ganz gerecht .

Fazit : Diese CD ist geeignet für Fans vertrackter Musik mit vielen Tempiwechseln und Breaks und recht hohem Tempo . Fans von Bands wie Neurosis , Dream Theater , King Crimson und (alte !) Rush sollten dieses Werk zu schätzen wissen .
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am 26. Mai 2017
Ich dachte bisher immer, die Alben vor "The Hunter" sind entbehrlich, und begnügte mich vorerst mit den eher zugänglicheren Songs.

In den Reviews des aktuellen Konzept-Meisterwerks "The Emperor Of Sand" las ich dann immer wieder, dass Mastodon nun endlich den wahren Nachfolger von Ihrem bisherigen Meisterwerk "Crack The Skye" herausgebracht haben.

Das machte neugierig, und ich begab mich nun auf den gesamten Trip durch Raum und Zeit, und beließ es nicht nur bei den mir vorher bekannten Songs, "Oblivion" und "Divinations". Was einem die Truppe mit Ihrem technisch versierten Spiel dann um die Ohren hauen, ist einfach atemberaubend. Die Melodien, die Riffs, die Verwendung verschiedenster Stilmittel, und natürlich der abwechslungsreiche 3-köpfige-Gesang :-) zaubern einem abgefahrene Bilder in den Kopf, für die man sonst zu "anderen" Mitteln greifen müsste.

Es stimmt zwar, man muss für dieses Album eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, um die ganzen Nuancen in sich aufzusaugen ...
... Aber hat es einmal Klick gemacht, möchte man von dieser Reise gar nicht mehr zurückkehren :-).
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am 31. August 2009
Mastodon gehen wieder einmal einen Schritt vorwärts.
Die Entwicklung ging von Noise bis hin zu progressiven Strukturen, letztere nehmen auf dem neuesten Werk überhand.

Das Album erzählt auch diesmal wieder eine Geschichte, verwurzelt in der Quinässenz Äther. Die Vorgänger beschäftigten sich mit Feuer, Wasser, Erde. In Wikipedia wird die Geschichte so so beschrieben:

"Der Protagonist der Geschichte ist ein querschnittsgelähmtes Kind, das auf eine außerkörperliche Reise geht und in die Vergangenheit reist. Seine Nabelschnur wird von der Sonne verbrannt. Das Kind wird in ein Wurmloch gesaugt und reist in das Russland des 17. Jahrhundert und gerät an die Chlysten, einer Sekte, dessen Mitglieder versucht haben, durch Selbstkasteiung Jesus Christus in sich zu finden. Das Kind wird von den Chlysten als eine Weissagung angesehen. Die Sektenmitglieder erkennen dadurch das Problem des Kindes und platzieren seine Seele in den Körper Rasputins. Nachdem Rasputin ermordet wurde verlassen die Seelen des Kindes und Rasputins den Körper der Leiche durch einen Riss im Himmel. Rasputins Seele versucht die Seele des Kindes so schnell wie möglich wieder zu seinem Körper zu bringen"

Klingt nicht nur abgefahren, ist es auch. Die Geschichte steht metaphorisch für persönliche Verarbeitungen, Hauptsächlich geht es dabei um Brann Dailors Schwester, die mit 14 jahren Selbstmord begang. Ihr name war Skye, daher "Crack The Skye".

Musikalisch hingegen bleiben wider erwarten großartige Experimente aus, was sich allerdings positiv auf das Gesamtergebnis auswirkt. So sind die Songs einerseits eingängiger denn je, andererseits wird bei der Instrumentierung technisch nicht heruntergeschalten. Außerdem scheinen auf diesem Album die Hard-Rock Einflüsse und Sounds der 70er mehr durch denn je.

Oblivion beginnt "mysteriös" und steigert sich in ein Metalriff. Überraschend ist die Stimme, die zuerst singt: Der Schlagzeuger hat einerseits nicht die beste Singsang-Stimme, klingt aber dennoch markant. Der Refrain zeigt, worin sich Mastodon maßgeblich verbessert haben: Melodie. Der Song beinhaltet zwei grandiose Soli.
Zweite Singleauskopplung.

Divinations ähnelt ein wenig Crystal Skull vom Vorgänger, ist aber eingängiger und harmloser. Zudem die erste Singleauskopplung.

Quintessence hypnotisiert und bietet sich regelrecht als Live-Hymne an. Der Song ist spitze. Brent Hinds klingt dabei fast wie Ozzy Osbourne.

Worin sich Mastadon schon immer von anderen progressiven Bands unterscheiden: Eher viele kürzere Songs und sehr wenige richtig lange Songs. So folgt nur The Czar, der gleich mal in vier Teile unterteilt ist und drei mal die Stimmung wechselt.

Ghost Of Karelia geht wieder ein wenig mehr in Richtung der alten Songs: Ein wenig vertrackter ist dieser und zeitgleich ein wenig hypnotisierend.

Crack The Skye bietet ein Wechselbad der Gefühle aus Geschrei und den Clean-Gesängen, durchweg langsam.

Der siebte, längste und letzte Song The Last Baron steht wieder für das, was Mastodon auf den letzten zwei Alben gemacht haben, nur auf 13 Minuten ausgedehnt. Zuerst etwas eingängig, dann wird das Tempo hochgeschraubt und sehr anspruchsvolle Riffs/Fills/Drums/ALLES gespielt. Das reicht bis in den Jazz hinein. Ein anstrengender, aber mehr als würdiger Abschluss.

Mastodon haben auf dem Album vieles richtig gemacht und vor allem verbessert: Konnte ich dem Vorgänger noch eine deutlich schwächere Zweite Hälfte nachsagen, bieet sich mit der doch recht kurzen tracklist hier sowieso keinerlei Vergleich an. Außerdem wirken die Songs entschlossener und vollkommener denn je.

Schade hingegen finde ich, dass die Härte, die auf den Vorgängern herrschte, größtenteils Verschwunden ist.

Im Gesamten hat man hier ein Album, dass man einerseits als Mastodon erkennt, Aber auch viel Toleranz abverlangt. Einerseits metallischer und weniger hardcorelastig, andererseits aber auch sehr viel melodischer und Clean-Gesanglastiger.

Meines Erachtens das bisher beste Album der Band. Jedes Album war bis hier hin ein Schritt vorwärts. Punkteabzug erfolgt nur durch die etwas zugenommene Eingängigkeit. Wenn mastodon das nächste Mal noch mehr urtypische Trademarks einbaut, steht ein echer Knaller vor der Tür.

4,5 Sterne
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am 6. Februar 2011
Mastodon sind seit jeher für eines bekannt, nämlich als sich stets wandelnder, unkonventioneller Klangkosmos immer gerade das zu vollbringen, was keiner erwartet. Zugegeben, ich tat mir mit den früheren Kreationen des Atlanta Vierers anfangs schwer, schwer, in jene Welten einzutauchen, in denen es vor tonalen Mikroorganismen und schallenden, von Meteoren gezeugten Eruptionen nur so wimmelt. Doch muss man ihnen vor allem eines attestieren: sie schreiben ihre Songs wirklich frei Schnauz, pfeifen auf das, was just trendy sein mag oder was bewusst suggeriert werden soll. Auf die Gefahr hin, dem Hörer den roten Faden eventuell gar nicht greif-, sicht-, oder hörbar zu machen, wird selbiger andersrum regelrecht konfrontiert, ja teils beträchtlich gefordert. Was durfte man schon anderes erwarten?

Und siehe da: Auf "Crack The Skye" nehmen die von außergewöhnlichem Talent gesegneten Herrschaften zum bekannten, ohnehin Schubladesprengenden Stilmix noch sämtliche Seventies-Einsprengsel der damaligen Progrock Bewegung gleich mit, als gäbe es nichts einfacheres. Sorge durften ein paar Fanscharen sicherlich vor der schleichenden Kommerzialisierung des Sounds gehabt haben, mit ein wenig Bauchgefühl konnte man sich jedoch sicher sein, dass der Atlanta Vierer niemals den bequemen Weg nehmen würde. "Crack The Skye" ist der beste Beweis dafür. Die Platte ist zwar mit Abstand das melodischste Werk der Band, im selben Atemzug aber auch das komplexeste.

Dabei hat sich das Quartett den offenkundigen Wahnsinn für das Abschlussmanifest "The Last Baron" (eine dreizehminütige Achterbahnfahrt in einer anderen Galaxie) aufgehoben, davor regiert die, sagen wir mal hinterfotzige Sperrigkeit. Das komplette Werk entspricht einer Verbeugung vor dem psychedelischen Prog der Siebziger, der Teufel steckt im Detail. Sowohl Troy Sanders als auch Brent Hinds haben sich als Sänger massiv weiter entwickelt und das altbekannte Gebrülle fast schon auf Eis gelegt. Zarte Reminiszenzen an Kansas und Neurosis (der Titeltrack ' mit Gastauftritt von Sänger/Gitarrist Scott Kelly der letztgenannten Industrial-Legende) schleichen sich wiederum an, und dieses Mal kommen sogar Alternative-Influences a la Jane's Addiction (bei "Quintessence") hinzu. Beeindruckend ist die Musikalität und songschreiberische Selbstsicherheit die Mastodon seit dem letzten Album "Blood Mountain" hinzu gewonnen haben. Und dazu gehört eben auch, mal einfach straight zu agieren, wie die erste Single "Divinations" eindrucksvoll beweist, was ebenso für den hochmelodischen, via Sahne Chorus geschmückten Opener "Oblivion" gilt. Dennoch: ambitionierter als bei den beiden grandiosen Epen "The Czar" und "The Last Baron" klangen Mastodon zuvor wahrscheinlich noch nie. Drummer Brann Dailor hält sich dieses Mal etwas im Hintergrund und strickt seine wahnwitzigen Breaks und Fills höchst raffiniert in den Gesamtsound ein, für den man übrigens Brendan O'Brien statt Matt Bayles engagierte.

Alles könnte man Mastodon vorwerfen, nur nicht, dass sie aus Kalkül gehandelt hätten. Neider und Hasser werden dies natürlich anders sehen und verurteilen. Aber ganz egal, denn wer sich mit "Crack The Skye" ausgiebig beschäftigt, wird innerhalb von 50 Minuten Details wie sagenhaft schön blühende Knospen entdecken und so schnell das Ding nicht mehr weg legen können. Eine ganz große Lehstunde einer der innovativsten Bands der Gegenwart, die sich hiermit selbst ein Denkmal setzt.
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am 28. März 2009
Einige Hörer werden von "Crack the Skye" überrascht sein. Die Death Metal-Elemente und im Speziellen die Growls wurden auf dieser Scheibe deutlich heruntergeschraubt. Dennoch gibt es wieder einige Momente mit Scott Kelly von Neurosis auf dem Titeltrack, die an Blood Mountain/Leviathan erinnern.

Das Ganze geht dieses Mal deutlich eingängiger über die Bühne, was aber nicht heißen soll, dass die Songs einfacher gestrickt sind. Im Gegenteil, die Band geht wieder sehr vielschichtig zu Werke jedoch ohne , wie andere Bands ihres Genres, aufgesetzt zu wirken.

Für mich ist dies das erste Mastodon-Album, dass man, ohne dabei verrückt zu werden, in einem Durchlauf hören kann.
Jedes Lied ein Volltreffer, herauszuheben sind aber The Czar, Crack the Skye und The last Baron.

Wenn die Jungs so weitermachen, werden Sie definitv bald auf dem Metal-Olymp sein. Hut ab !
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VINE-PRODUKTTESTERam 19. März 2009
Nach ihrem Majoreinstand "Blood mountain" meldet sich die US-Band Mastodon mit "Crack the syke" zurück und kratzt nicht nur vom Titel her am (Progmetal-)Firmament. Der Vorgänger war bereits ein interessantes und abgefahrenes Werk um das ein regelrechter Hype inszeniert wurde. Und auch dieses Mal hält man sich (labelseitig) nicht gerade zurück. Doch 2009 ist dieser Overkill wirklich gerechtfertigt, denn das Quartett hat es geschafft, seine zweifellose musikalische Klasse zu bündeln und ganz den sieben einzelnen Songs zu unterstellen. Denn wo der blutende Berg an vielen Stellen nur zur Selbstdarstellung kraftmeierisch wirkte und den Hörer immer wieder vor den Kopf stieß, wirkt "Crack the skye" zugänglicher und überhaupt von Beginn an auch mitreißender. Selbst wenn auf den ersten Blick keine alles niederwalzende Tracks wie der letzte Albumopener "The wolf is loose" vertreten ist. Auf der anderen Seite wirken die Songs auf dem neuen Langdreher aber auch ausgefeilter und filigraner. Noch nie schimmerte die Vorliebe Mastodons für Classic Rock und 70er Jahre Progbands der Sorte King Crimson und Rush so deutlich durch wie heute.

Crack the skye beginnt mit den ersten Augenblicken des Eröffnungstitels "Oblivion" noch leicht zäh, nimmt aber alsbald Fahrt auf und erstaunt mit dem heuer sehr klaren und leicht an einen gewissen John Osbourne erinnernden Gesang und einem ziemlich griffigen Refrain. Ein starker Metalsong mit einem rockigen Feeling, sowie mitreißendem instrumentalen Breaks und Soli. Ein lässiger Einstieg, dem mit "Divinations" eine progressive Abfahrt per Excelance folgt. 70s-Feeling und wüste Ausbrüche inklusive. Ähnliches setzt sich mit dem nachvollziehbaren "Quintessence" fort, das mit einem traditionellen Rockriff startet, leicht psychedelisches Flair ausstrahlt und wie die perfekte Verknüpfung von schwerem Sludge Metal und viel Rush wirkt. Eine starke Darbietung und ein gutes Beispiel des neuen Selbstverständnisses von Mastodon, die anno 2009 auf eingängig erscheinende Songstrukturen setzen, unter denen es allerdings brodelt und vibriert. Hier passiert einiges das entdeckt werden will.

Das überlange Herzstück des Albums folgt in Form von "The Czar", welches träge und mit Keyboardunterstützung psychedelisch anmutend dahin gleitet, bevor es sich mit laufender Spielzeit in einen satten und treibenden Stoner-Metalsong verwandelt. Auch hier stehen wieder der klare Gesang Troy Sanders und groß angelegte, aber nicht anbiedernde Melodiebögen im Vordergrund. Das sich anschließende "Ghost of Karelia" ähnelt wieder etwas dem dritten Titel, allerdings noch ein Stück verspielter und im weiteren Verlauf mit kratzigeren Vocals und schweren Powerchords. Diese werden allerdings sehr akzentuiert eingesetzt und täuschen nicht darüber hinweg, dass das Album insgesamt eine ziemlich entspannte Grundstimmung verbreitet, allerdings ohne dass die Band verweichlicht wirkt. Der Titelsongs ändert anfangs daran auch nichts, reißt den Hörer mit Neurosis' Scott Kelly und seinem kehligen Gesangsauftritt aber aus den bunten Bildern, welche sich beim Hören des Albums vor dem geistigen Augs bilden.

Der Abschluss "The last baron" nimmt noch einmal alle bis hierher gesponnen Fäden auf, fügt sie zusammen und startet eine kontrastreiche Achterbahnfahrt, die "Crack the syke" würdig abschließt. Mastodon haben es nun endgültig geschafft und ein wahrhaftig großes Stück Musik geschaffen, das nur so von Abwechslung und starken Emotionen lebt. Die Band überrascht mit ihrer Entwicklung, die sich mehr als je zuvor ins Progressive Metal-Genre packen lässt. Progressiv allerdings im ursprünglichen Wortsinne. Gerade diejenigen, welche die Radikalität des Urzeitsäugers bisher geliebt haben, wird das Ganze vielleicht nicht von Beginn an schmecken, aber alle anderen erhalten eine Genre überschreitende CD voller Überraschungen, die mit Sicherheit nicht so schnell langweilig wird.
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am 26. Juni 2009
Nur zufällig bin ich durch meinem Kumpel auf Mastodon gestoßen, da wir gerne (Progressive-)Metal hören. Ich war von erster Sekunde gebannt von der Musik der US-Amerikaner, die verschiedene Elemente des Metal vereinen. Sie fahren mit einem Mix aus progressivem und mathematischem Sludge und Hardcore auf, wobei sie bei diesem Meisterwerk nicht so aggressiv sind wie bei ihren vorigen Alben, aber mit den hypnotisierenden Melodien, gängigen Rhythmen und Ohrwurm-Refrains zu einer leicht psychodelischen Reise einladen. Das Wort "Crack" im CD-Titel ist wohl mit Bedacht gewählt...
Sei es das ominöse Gitarren-Intro des ersten Songs "Oblivion" oder der sich aufzwingende Pre-Chorus und Chorus von Quintessence; alle Songs sind wohlkomponiert und in sich geschlossen. Sie machen machen das Album rund und griffig im Gegensatz zu den früheren eher eckigen und schnellen Songs. Der Hörer entdeckt auch hier und da mal ein Solo, eben aufgrund der Geschwindigkeiten und Kompositionen.

Ich habe für mich eine neue Band entdeckt, die locker mit meinen bisherigen Lieblingsband konkurieren kann - speziell wegen des Albums "Crack the Skye", welches von jedem Fan des progressiven Metal und von Sludge zumindest einmal angehört werden sollte, sonst verpasst man was!
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am 8. Juni 2009
Erstmal vorne weg, die Songs sind längst nicht mehr so schnell und aggressiv wie auf früheren Scheiben, aber das brauchen sie auch nicht. Die CD ist viel progressiver und erwachsener als die restlichen Sachen von Mastodon, den riesen Anteil von 70'er Progressive Rock kann man nicht leugnen. So kann man sich die CD auch nicht einfach nebenbei anhören, mann muss wirklich Zeit mit ihr verbringe, aber dann wird man glücklich!

Das wird schon im ersten Lied Oblivion klar, welches sofort mit einem Ohrwurm Refrain und einer schön verträumten Atmosphäre aufwartet.
Divinations geht schon mehr nach vorne, hat dabei aber nichts von den verspielten Songstrukturen verloren.
Im Anschluss Folgen die beiden Lieder Quintessence und the Czar welche eine gute Mischung aus den ersten beiden Titeln bilden. The Czar ist der erste 10 minütige Song und ein Riffmonster das mehr Abwechselung nicht bieten könnte, besonders hier hauen mich die Songstrukturen um. Einer meiner absoluten Favoriten des Albums.
Mit Ghost of Karelia kommt ein ähnlicher Song wie Quintessence ins Haus, in manchen Teilen ein ziemlicher Knaller welcher aber trotzdem die relaxte Grundstimmung des Albums nicht brechen kann.
Bei dem Titelsong Crack the Skye sieht das da schon anders aus, das liegt wohl an dem Gastsänger Scott Kelly von der Band Neurosis welcher mit seinem kratzigen Gesang dem Album wirklich gut tut.
Das Abschließende Lied The last Baron ist wohl eins der besten Lieder welches ich je hören durfte. Es verbindet alle Stilmittel des Album so gekonnt miteinander, es grenz schon fast an einem Musik-overkill was einem in dem Song da erwartet, sogar ein Free Jazz artiger Gitarrenpart in der Mitte sorgt zum Staunen.

Durch das ganze Album wird man so gekonnt geleitet es kommt garantiert keine Langeweile auf.
Und am Ende sitzt man mit offenem Mund da und kriegt sich nicht mehr ein. So ist das zumindest bei mir!
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am 8. Januar 2010
Der einst so untote Progrock blüht: Auf ihrem besten Album bisher schlagen Mastodon eine Pontonbrücke von der charmanten kompositorischen Leichtfüßigkeit von Rush zur eleganten Ang'speistheit von Tool.

Manche Fans werfen ihnen vor, mit diesem Album den Weg in den Mainstream beschritten zu haben. Nun, abgesehen davon, dass es von schmalem Denken zeugt, Künstlern die Weiterentwicklung gerichtlich verbieten zu wollen - die Behauptung, die versponnenen, überlangen, musikalisch wie literarisch überaus anspruchsvollen Epen der Gruppe seien Mainstream, ist eine kühne Idee.

Es stimmt, dass der Sound auf diesem Album zugänglicher ist - aber diese Entwicklung war schon beim Vorgängeralbum "Blood Mountain" erkennbar. Außerdem passt der luftigere, leichtere Klang zum Konzept: Nach Feuer, Wasser, Erde steht das vierte Album unter der Überschrift Luft.

Mastodon klingen hier als seien sie Black Sabbath und diese wiederum wären eine Progband: Die Gitarren mahlen schwer vor sich hin - um dann plötzlich abzuheben und zu schweben. Troy Sanders klingt jetzt endgültig wie Ozzy Osbourne ohne die Verhaltensauffälligkeiten. Die Songs sind komplex und wuchern breit durch die Gegend, hauen dem Hörer aber nie die Tür auf die Nase, sondern bitten ihn herein.

Ein ganz starkes Album. Leider erlebte ich die Gruppe live nicht annähernd so packend.
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