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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
84
4,2 von 5 Sternen
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am 4. Juli 2015
Bei dieser "DeLuxe" Ausgabe von 'Sticky Fingers' ist eigentlich nur der CD-Anteil ok, denn der Rest von diesem Package grenzt schon arg an eine Mogelpackung, zB. von den in den Werbeblättern abgebildeten Aufstellern aller 5 Bandmitgliedern ist nur einer bei und wie es aussieht überall nur Mr. Jagger, das Buch ist mit seinen fast auschliesslichen Schwarz/Weiss-Aufnahmen ist auch mehr als dürftig ausgefallen (da soll wahrscheinlich noch mal extra Kohle mit der Buch-Luxus-Ausgabe gemacht werden!). Den Mantel des Schweigens sollte man auch über das Grössenverhältnis der Box decken, denn LP-Vinylgrösse könnte man voraussetzen. Um es auf den Punkt zu bringen Preis/Leitungsverhältnis stimmt überhaupt nicht (incl. des Vinyls wäre es ok), da sind Bootlegs teils weitaus leibevoller angefertigt! Beim nächsten mal Erst mal im Original ansehen und dann kaufen
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am 5. Juni 2015
Sticky Fingers ist ein Album für die Ewigkeit, nicht nur wegen des Reisverschlusses auf dem Cover. Die LP lief bei mir rauf und runter. Songs wie Sway, Moonlight Mile, You Gotta Move, Sister Morphine und I Got The Blues sind intensiv und gehen mir unter die Haut. Wild Horses und Dead Flowers sind etwas für die Seele.
Diese Bewertung der Limited Super Deluxe Edition erfolgt nach zwei Kriterien. Erstens nach Album, Konzert, Sound usw. und zweitens nach dem Wert für uns Fans. Auf eine klangliche Bewertung der Vinylsingle möchte ich verzichten, da mein alter Dual-Plattenspieler höchstwahrscheinlich nicht mit den modernen Tonabnehmersystemen mithalten kann.
Die Box ist recht stabil. Das Buch hat einen festen Einband mit vielen Bildern, der Text ist in Englisch. Die Vinylsingle (Brown Sugar/Wild Horses) befindet sich im vorderen Einband. Sie steckt in einer Papierhülle ohne Innenfütterung und ist mit dem Original-Cover versehen. Die Silberlinge stecken im hinteren Einband und sind nicht mit den Covern bedruckt. Erst nach dem Herausnehmen kann man erkennen, um welche CD es sich handelt. Die Postkarten zeigen Aufnahmen der Stones, aber leider ohne Bill Wyman.
Warmer Sound und kristallklarer Klang zeichnen die alternativen Versionen auf der zweiten CD aus. Da fragt man sich schon, warum Bob Clearmountain Sticky Fingers nicht mit den gleichen technischen Möglichkeiten bearbeitet hat (bearbeiten durfte?). Es hätte dem Album nur gut getan. Einfach den Remaster von 2009 in die Box zu legen, ist für eine Limited Super Deluxe Edition zu wenig, da gleichzeitig eine exklusive japanische Ausgabe mit SHM-CDs erscheint. Im Vorfeld ist von Universal Japan (Uigy) eine SACD des Albums veröffentlicht worden. Fünf Sterne für das Album, eigentlich keinen Wert für uns Fans, mit gutem Willen zwei Sterne.
Gefreut habe ich mich über die Acoustic Version von Wild Horses auf der zweiten CD. Die alternativen Versionen (allen voran Brown Sugar mit Eric Clapton) sind meiner Meinung nach gut ausgewählt und der Sound ist, wie erwähnt, erstklassig. Leeds und Marquee na klar, aber Roundhouse hatte ich nicht auf dem Schirm. Umso begeisterter war ich von dem Klang. Hier besonders bärenstark: Midnight Rambler. Fünf Sterne für die zweite CD. Leider ist hier nur das halbe Konzert vertreten, obwohl der Platz auf der CD für die restlichen fünf Titel gereicht hätte. Da kann man nur den Kopf schütteln und sich wieder fragen: Was soll das? Der Wert für die Fans ist deshalb nur mit vier Sternen zu bewerten.
Unter Bootlegern ist Live In Leeds eines der besten Konzerte der Mick Taylor Ära. Let It Rock ist wohl der bekannteste Titel dieses Gigs. Es gibt mittlerweile 40 Bootlegs, die Inhalte von Leeds haben, aber auf allen sind die beiden Titel Jumping Jack Flash und Live With Me nicht vertreten. Für mich die Überraschung der Box, weil ich nicht mehr damit gerechnet hatte, sie zu Gehör zu bekommen. Mein Highlight ist, neben Let It Rock, Love In Vain. Der Sound auf dem Bootleg Get Your Leeds Lungs Out ist schon super, aber Bob Clearmountain hat auch hier noch mehr herausgeholt. Meiner Meinung nach zu viel des guten, denn bei größerer Lautstärke fangen die Bässe an zu wummern. Es hätte gereicht, das Grundrauschen zu entfernen und etwas dezenter die Tonspuren anzuheben.
Fünf Sterne, Wert für die Fans: Fünf Sterne.
Bei dem Konzert im Marquee Club, vom US- Fernsehen mitgeschnitten, stellten die Rolling Stones ihr neues Album Sticky Fingers vor, das kurze Zeit später erschien. Nur zwei Videoclips aus dem Marquee Club sind auf der DVD, armseliger geht es nun wirklich nicht. Bei dem tollen Gig wurden acht verschiedene Titel, davon einige mehrfach, gespielt. Dead Flowers ist im Netz veröffentlicht worden und hätte hier mit draufgehört. Der Sound und die Bildqualität sind erste Sahne. Dafür fünf Sterne, Wert für die Fans: ein Stern. Dieser eine Stern resultiert aus der Tatsache, dass die Stones Live At The Marquee Club im Rahmen der From The Vault Bootleg- Serie als DVD separat am 19.6.2015 (Eagle Records) veröffentlichen werden. So wird einem das Konzert in dieser Box schmackhaft gemacht, um dann nochmals kräftig in die Tasche zu greifen. Das Kalkül von Universal wird aufgehen, denn als beinharter Stones Fan wird man, alleine schon wegen Leeds, um diese Limited Super Deluxe Edition Box nicht herumkommen. Drei volle Konzerte aus 1971 hätten es sein können, aber gerade bei diesem hohen Preis für die Box steckt zu wenig hörbarer Inhalt drin.
Wert der Box für uns Fans: drei Sterne

Anmerkung
Mit dieser aggressiven Preispolitik hat Universal den Bogen überspannt. Die Deluxe Edition (2 CD) kostet 19,99 Euro. Wenn man bedenkt, dass der Stonesfan das Album in der vorliegenden Qualität oder besser besitzt, kostet die zweite CD 19,99 Euro. Für weitere 22 Euro lässt sich Universal die zwei Videoclips in der Limited Deluxe Box bezahlen. Für den Aufschlag bekommt man demnächst das komplette Marqueekonzert auf DVD inclusive der CD. Und für Leeds werden weitere 58 Euro fällig. Teures Vergnügen. Die Musikindustrie braucht sich auch gar nicht wundern, wenn immer weniger Tonträger gekauft werden und sich die Leute die Musik aus dem Netz runterladen. Der komplette Leeds- Gig und die fünf Titel von Roundhouse sind bei YouTube verfügbar.
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TOP 1000 REZENSENTam 29. Januar 2010
Was dieses Album so groß macht, ist dass hier einfach alles auf wunderbare Weise zusammenkommt. Der schwarz groovende Pubrock von ,Brown Sugar' und ,Bitch', die wunderbaren Folk Balladen à la ,Wild Horses', der country rock von ,Dead Flowers', der vertrackte Funkrock von ,Can't You Hear Me Knockin', die berührende Blues Ballade ,I Got The Blues' oder der extrem dreckige Blues von ,You Gotta Move'. Und trotz dieser vielen Stilschlenker wurde es so ein homogenes großartiges Album, auf dem kein Ton zuviel oder zu wenig gespielt wird.

Das wichtigste aber - das songwriting ist hier durchgehend auf so hohem Niveau wie wohl auf keiner anderen Stones Platte - zumindest der 70er Jahre. Und dargebracht ist das ganze so authentisch, dass man bei jedem track merkt - die spielten diese songs nicht - sie lebten Sie. Am deutlichsten tritt das vielleicht bei ,You Gotta Move' zu Tage, denn nie wieder vorher oder nachher, performte eine weisse Band den Blues so authentisch (und wohl auch nie wieder so stark unterhaltungschemikalisch beeinflusst).

Dass man hier auch noch die für den jeweiligen song hundertprozentig passenden Gastmusiker hinzunahm, tut sein Übriges für die Nachhaltigkeit dieser Platte. Ry Cooder an der Slide Gitarre (neben Mick Taylor) ist hier ebenso perfekt gewählt wie Billy Preston, der bei ,I Got The Blues' wohl seinen größten Stones Moment hat. Und Bobby Keys Saxophone auf ,Can't You Hear Me Knockin' passt auch wie die Faust auf's Auge.

Eine Platte für die Ewigkeit, die sich - genauso wie Pink Floyd's DSOTM, einfach nicht abnutzen will - selbst wenn man ,Brown Sugar' vielleicht schon nicht mehr hören kann, aber auch das ist eigentlich immer noch großartig.
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am 11. Juni 2011
Musste es wirklich diese doch recht teure SHM-SACD-Version sein, um STICKY FINGERS 40 Jahre nach der Erstveröffentlichung endlich einmal in voller Dynamik genießen zu können? Es gibt doch genug Beispiele von "normalen" CD-Produktionen, bei denen man beim Mastern oder Remastern auf die übliche Kompression verzichtet hat, um die ursprüngliche dynamische Bandbreite der Aufnahmen zu erhalten! Nun denn, dieses neue SACD-Remaster klingt jedenfalls vom Eröffnungsriff von "Brown Sugar" bis zum letzten Takt von "Moonlight Mile" so dynamisch und transparent wie nie zuvor, wenn auch nicht ganz mit der räumlichen Tiefe wie einige der 2002 veröffentlichten Stones-SACDs wie Beggar'S Banquet oder Let It Bleed. Für einen Referenzstatus reicht es dennoch allemal aus. Übrigens kein Multichannel, sondern lediglich SACD-Stereo.
Anders als das von amazon abgebildete Coverfoto suggeriert, muss man auf den kultigen Reißverschluss verzichten, dafür steckt die SHM-SACD in einem ansprechend gestalteten mehrfach aufklappbaren und bebilderten Klappcover, so dass man weder auf den Andy Warhol-Slip, noch auf eine Replik der Rückseite des originalen LP-Covers verzichten muss.
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TOP 1000 REZENSENTam 4. Januar 2007
"Sticky Fingers" ist sicher einer DER Höhepunkte in der Karriere der Stones. Wahrscheinlich ist die Scheibe genau so gut wie "Exile On Main Street" selbst.

Selbst beim schlechtesten Willen lässt sich kein wirklich schwacher Song ausmachen.

Meiner Meinung nach sind fast ausschließlich überragende Tracks auf "Sticky Fingers" zu finden, die sogar nicht eingefleischten Stones-Fans ein Begriff sind. Ich möchte da beispielsweise nur "Brown Sugar", "Wild Horses", "Sister Morphine" oder "Can't You Hear Me Knocking" erwähnen.

Weiters absolut klasse sind "Sway" (bin erst nach mehrmaligem Hören draufgekommen, WAS für ein KLASSEsong das ist!), "You Gotta Move" (ein exzellenter Schwarzer-Sklaven-Blues; wenn ich das so nennen darf... Man kann sich direkt vorstellen, wie das die Sklaven bei der Feldarbeit, unter der drückenden Mittagshitze gesungen haben, ohne, dass ich diese dunkle Epoche auch nur in irgendeiner Weise glorrifizieren möchte oder so!!).

Ebenfalls sehr nett anzuhören ist natürlich "Bitch", das auch live nicht selten zum Besten gegeben wird. "Dead Flowers" schließlich ist auch so eine Nummer, in die man sich binnen kürzester Zeit schwer verlieben kann.

Einzig "I Got The Blues" und "Moonlight Mile" finde ich persönlich nicht ganz so toll, wobei in einem Atemzug gesagt werden muss, dass das wirklich keine schlechten Songs sind.

Insgesamt habe ich selten ein ebenso starkes Album wie "Sticky Fingers" gesehen.

Wie Stones-Fans wissen, sind auf der Platte erstmals (bei mehreren Stücken) die Bläser-Arrangements (mit Bobby Keys und Co) zu hören (wenngleich "Live With Me" auf dem Vorgänger "Let It Bleed" bereits mit Bobby Keys eingespielt wurde.)

Auch das berühmte Emblem, der Zungenmund, ist zum ersten Mal (im Booklet) zu sehen.

Fazit: Unbedingt kaufen!!!

Ein Meilenstein der Rock-Geschichte. Auch für Nicht-Stones-Fans absolut empfehlenswert!!

---------------------ANHANG für Interessierte--------------------------

Abschließend möchte ich noch mit einer Bewertung der einzelnen Songs einen kurzen subjektiven Überblick geben. Die Bewertung erfolgt im Sinne der bewährten amazon-Skala (1-5 Sterne).

1. BROWN SUGAR +++++
Der unermessliche Output jener Tage lässt es zu, dass eins der größten Alben aller Zeiten von einem der größten Rock-Songs aller Zeiten eröffnet wird. "Brown Sugar" ist unbeschwert, lässig und andererseits dennoch ungemein kraftvoll. Der Song groovt, packt, schnaubt, stampft und bringt mühelos die Zimmerwände zum Erbeben. Besonders hervorhebenswert aber ist Bobby Keys grandioses Sax-Solo nach dem 2. Refrain, das in dieser Form bis dato (auf einen Rock-Song bezogen) unerreicht sein dürfte.
Kein Wunder, dass Keith nach Charlies kurzem Tom-Tom-Outro gen Songende begeistert lacht (was man tatsächlich auch hören kann).
Neben "Satisfaction" oder "Jumping Jack Flash" einer der ganz, ganz großen Stones-Klassiker, der obligatorisch auf Live-Setlisten vorzufinden ist.

2. SWAY +++++
Einer der vermeintlichen Nicht-Hit-Songs auf STICKY FINGERS. Wenn er einen jedoch erst einmal gepackt hat, dann kommt man davon nicht mehr los. Ein Biest von einem Stones-Song!
Charlies Drums krachen bedrohlich auf den Hörer ein, während Mick Jagger, gesanglich voll auf der Höhe, einen seiner schönsten Texte zum Besten gibt. Zur Krönung des Ganzen lässt Gitarrengott Mick Taylor gen Songende sein Genie kräftig aufblitzen. Für sich fast schon ein mystisch guter Track, der im Laufe der Zeit zu einem meiner persönlichen Lieblinge avanciert ist.
"Sway" wurde im Zuge der Biggest-Bang-Tour auch live ein paar Mal gespielt, allerdings ein bisschen schlampig, sodass es die Qualitäten des Studiooriginals nie erreichen konnte... WELTKLASSE!

3. WILD HORSES +++++
Neben "Brown Sugar" vermutlich der zweitprominenteste Vetreter auf der Scheibe. Wahrscheinlich handelt es sich hierbei um den besten Stones-Softer ever. Selten hat ein M. Jagger so natürlich-verletzlich geklungen wie hier. Die klanglich reinere STRIPPED-Variante, die dem Song 1996 eine Frischzellenkur verpasste, macht fast noch mehr Freude, aber auch das Original hat bis heute nichts an seiner Schönheit eingebüßt. Immer wieder schön - WOW!

4 CAN'T YOU HEAR ME KNOCKING +++++
Nur zum Mitzählen: Das ist bereits der vierte Hochkaräter in Folge! Gehört wohl zum erweiterten Klassiker-Kreis unter den sehr beliebten Stones-Songs. Wiederum ist es ein virtuoser Mick Taylor, der hier meisterhafte Arbeit leistet. Die Übergänge sind fabelhaft, der Track steigert sich unwiderstehlich, bis nach zweieinhalb Minuten in einen improvisierten (?) Soloteil übergegangen wird, der mich - im Gegensatz zu manch anderen ausufernden Solo-Experimente anderer Rock-Veteranen - ehrlich noch nie gelangweilt hat. Auch Bobby Keys kann hier wieder glänzen. Ist übrigens ein toller Live-Song - man höre z.B. die Version auf der 2. CD von LIVE LICKS!

5. YOU GOTTA MOVE ++++
Ein sehr klassischer Blues, der - wenigstens entfernt - an schwitzende, hart arbeitende Baumwollpflücker erinnert, die in sengender Hitze schuften und sich dabei zugleich die Seele aus dem Leib singen. Trotz - oder gerade wegen - seiner eher spärlichen instrumentalen Inszenierung, funktioniert dieser Song wunderbar. Zudem unterstreicht er in gewisser Weise den Wagemut der damaligen Steine, die hier unbeeindruckt und abgebrüht ihren Idolen huldigen... HUT AB!
Hiervon gibt's mittlerweile schon mehrere Live-Versionen, die bekannteste ist wohl jene auf der erweiterten GET YER YA YA's OUT!-Ausgabe zu finden...

6. BITCH +++++
Ein bitterböser Stones-Rocker vom Feinsten, der ebenfalls längst Kult-Status unter Fans besitzt. Zischt ab wie eine Rakete und ist zugleich ein durch und durch treibender wie auch lässiger Rock-Song. Die Bläser leisten hier abermals Top-Arbeit, ebenso die Rhythmus-Sektion - auch Herrn Taylors Handschrift ist hierauf unschwer zu erkennen. Bitte unbedingt auch die Live-Version auf der (leider immer noch inoffiziellen) Bootleg ATLANTIC CITY 89 (Track Nr. 2 auf CD 1) anhören... Wunderbar!

7. I GOT THE BLUES +++
Eine schöne, gelungene Coverversion von Blues-Idol und Legende Robert Johnson. Ein recht atmosphärisches Stück, das mit tollen Bläserparts aufwartet und Mick gesanglich so einiges abverlangt. Insgesamt für mich aber kein Highlight auf STICKY FINGERS... (Und ja, ich weiß, dass das jetzt "Jammern" auf schwindelerrend hohem Niveau ist, liebe andere Fans ;))

8. SISTER MORPHINE ++++
Ist der Track jetzt gemeinsam mit Marinne Faithful oder gar von ihr (alleine) geschrieben worden? Zahlreiche Mythen ranken sich um die Entstehungsgeschichte dieses Songs, der zweifelsfrei auch zum erweiterten Klassiker-Kreis unter Stones-Songs gezählt werden darf. Wurscht. Das hier ist ein wunderbar unheimlicher, düsterer Totenbettgesang über Abhängigkeit. Keith' Akustikgitarre liefert eine traurig-schwere Grundstimmung, ehe dunkle Keyboardeinstreuungen und Mick Taylors unheivollschwangere Riffs den Beklemmungswert gewaltig nach oben dröhnen. Charlie bebt sich in den Song und wuselt sich kantig, aber ungemein groovig hindurch...
Ein weiteres gelungenes Beispiel für das grandiose Zusammenspiel der Steine in ihrer wohl größten Schaffensphase...

9. DEAD FLOWERS ++++
Ein wirklich gelungener Pop-Song mit ästhetischem Country-Touch, der unwiderstehlich dahinrollt und oft von Neuem gehört werden will. Hiervon gibt's übrigens eine ganz großartige Cover-Version von Townes van Zandt, die u.a. auf dem Soundtrack zu THE BIG LEBOWSKI zu hören ist! Auf STRIPPED kann man sich wiederum eine gefällige Live-Inszenierung (der Steine) anhören... Wirklich schön und nett - im allerpositivsten Sinne dieses häufig missinterpretierten Wortes!

10. MOONLIGHT MILE +++
Ein sehr atmosphärisches Stück, das das Album gelungen abschließt und deshalb auch nicht deplatziert wirkt, obwohl es stilistisch ein wenig anders ist, als die 9 vorangegangenen Albenbrüder. Hier hört man fernöstliche Klänge heraus und lässt sich dankbar wieder "erden", nachdem man eine Dreiviertelstunde lang auf höchsten Höhen glückselig dahingeschwebt ist. Wäre wohl nie und nimmer ein ernstzunehmender Live-Song und zählt offengesagt auch nicht unbedingt zu meinen persönlichen Favoriten. An dieser Stelle passt der Song jedoch ganz gut...

Endresümee/Schlusswort: STICKY FINGERS ist ohne jeden Zweifel ein echter Stones-Klassiker, der auch Jahrzehnte später noch problemlos funktioniert.
Das Album präsentiert die Band auf der Höhe ihres Schaffens und glänzt zudem mit einem erdigen, warmen, teils auch knarrigen Klangbild, das - wie ich finde - wie kein anderes zu den darauf enthaltenen Songs sowie zum Sound der Rolling Stones im Allgemeinen passt.
Wer nach den beiden großartigen Vorgängern (BEGGARS BANQUET, LET IT BLEED) keine Steigerung erwarten würde, sollte sich auf etwas gefasst machen. Eine bessere Stones-Platte gibt's eigentlich nicht, nur das darauffolgende EXILE halte ich für ebenbürtig.

STICKY FINGERS ist werdenden Fans und Neueinsteigern unbedingt als Erstkauf zu empfehlen. In Wahrheit darf es keiner ordentlich geführten Rock-Audiothek fernbleiben. Das Album ist nicht nur ein Klassiker der größten Rock 'n Roll-Band unserer Zeit, es ist vielmehr ein Klassiker der Rock-Geschichte im Allgemeinen!

Eigentlich ein 7-STERNE-WERK!
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am 11. April 2008
es gibt natürlich kein "bestes" rolling-stones-album, aber dieses ist sehr nahe dran. ich muss mir immer was zu essen machen, wenn ich es höre, so unendlich hungrig klingen diese songs. ein album als beschreibung trotziger lebensgier. leben in zeiten des todes. anders als auf "exile" verlieren sie sich hier nicht in einem zugegeben verführerisch-bösen sound, sondern schaffen eine immer wieder faszinierende einheit von klang, song und interpretation. das swingt und knallt und heult und platzt beinahe vor dringlichkeit. und gerade die nicht-hits, wie "sway" oder "i got the blues" oder "can't you hear me knocking?" haben eine hinterhältige qualität, die einen auch dann noch unvermittelt in den hintern beißt, wenn "brown sugar" sich bereits bis zur gemütlichkeit abgenutzt hat.
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am 27. Juni 2015
laut der werbung für diese box müssten fünf aufsteller dem artikel beigelegt sein.siehe werbefoto im rolling stone magazin oder auch bei amazone! (tatsächlich liegt nur ein aufsteller in der box.die stones bestehen aus fünf musikern )da dies nicht der fall ist sehe ich dies als betrug an.so sehen es,aber auch viele andere stones fans,siehe die kommentare beim amazone forum.
und auserdem ist es lächerlich bei einer so teuren box eine dvd mit nur zwei liedern beizulegen.mich persönlich ärgert jedoch die tatsache das die aufsteller fehlen,obwohl damit geworben wurde und ich wie auch die anderen fans deshalb diesen artikel gekauft haben. vielleicht besteht ja die möglichkeit das sie ihrerseits bemüt sind die fehlenden aufsteller doch noch zubesorgen oder einen dementsprechenden preisnachlass zugewären.das wäre anständig den kunden gegenüber.
bitte um nachricht.
mfg
wolfram lucas
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am 29. April 2007
Ich bin kein Stones-Fan und werde auch keiner mehr. Aber mit diesem Album und dem ebenfalls fantastischen "Exile On Main Street" setzten die ehemals britischen Blues-Rocker Maßstäbe:

Mit "Sway", "Brown Sugar" und "Can't You Hear Me Knocking" wird die Sparte Blues-Rock bedient, dass es eine Freude ist. Krachende Riffs, pumpender Bass und ein energischer Sänger lassen keinen Zweifel aufkommen, in welche Richtung dieses Album marschiert. Keith Richards bedient die Rhythmusgitarre so vorbildlich, dass bestimmt 10 Jahre lang alle Gitarristen dieser Welt versuchten, solche Grooves aufzubauen.

Auch die Sparte "traditioneller Blues" wird angemessen bedient: "Sister Morphine" bleibt ein vorbildlicher Song mit feiner Instrumentierung und "You Gotta Move" ist ein gelungener Zwitter zwischen Hymne und Slow-Blues. Und mit "Dead Flowers" wird sogar die Sparte Country-Rock auf hohem Niveau bedient.

Amerikanischer und urwüchsiger haben die Stones wohl nie geklungen. Und zeitloser auch nicht.
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am 18. Juni 2015
....aber das hat wohl auch niemand erwartet ! Die Bonus CD enthält im Gegensatz zu den Neuveröffentlichungen von "Exile" und "Some girls" dieses Mal keine unbekannten Songs, sondern sogenannte "Alternativ-Vesionen", wobei man (nicht nur angesichts der Tatsache, ob solche Sachen im you-tube-Zeitalter, wo man jeden Furz der Stones hören kann) sich fragt, noch Sinn machen. Brown Sugar mit Clapton, seit Jahrzehnten als Bootleg bekannt, haut mich nicht wirklich um. Die angebliche "Akustik-Version" von Wild Horses ist keine Alternativ-Version, sondern das Original, sozusagen als "Unvollendete". Es ist genau der Track, der später auf Sticky Fingers veröffentlich wurde, hier jedoch noch in der Rohfassung, die in den USA wenige Tage vor dem Altamont-Desaster, aufgenommen wurde (siehe entsprechenden Ausschnitt im Film "Gimme Shelter". Für Sticky Fingers wurde lediglich (in England ?) eine E-Gitarre und der Background-Gesang dazugemischt. Soviel zur alternativen Akusitv-Version, um die so viel Wirbel gemacht wird. Cant't you hear me knocking ist auch keine Alternativ-Version, sondern klingt wie einer der ersten Versuche, bzw. Sessions, zu denen sich der Song später entwickelte. In dieser Rohfassung fällt auf, dass die Harmonien im Refrain sehr denen von Sympathy for the devil ähneln. Saustark ist das rattenscharfe Riff am Anfang und der Einsatz von Charlie Watts. So können nur die Stones -bei all ihren sonstigen Defiziten- spielen. Zur Widerlegung all derjenigen die behaupten, Keith Richards könne erst im hohen Alter und mit von Arthritis gezeichneten Fingern keine guten Gitarrensoli spielen, kann man sich hier beruhigt vom Gegenteil überzeugen. Wie Can't you hear .... zeigt, konnte er es schon damals nicht. Gottseidank waren er und Jagger so klug, die Jazz Session des Originals dann dem Virtuosen Mick Taylor und dem Saxofonisten Bobby Keyes zu überlassen. Bitch ist nach dran an der späteren Veröffentlichtung, jedoch mit weitaus mehr Energie und nimmt einen mit. Super gespielt und die Bläser Keyes und Price setzen dem ganzen die Krone auf!!! Die Alternative von Dead Flowers klingt weniger countrymäßig, eher wie eine Live-Version. Nicht schlecht. Die Live-Songs aus dem Roundhouse entstanden nur einen Tag nach dem legendären Leeds-Auftritt. Teilweise spielen die Stones hier mit mehr Energie, und Mick Taylor lässt einen zum wiederholten Mal daran denken, dass die Stones mal einen richtig tollen Gitarristen hatten. Nie klangen die Stones besser und vor allem authentischer als in der Kombination Richards/Taylor in jenen Tagen! Hervozuheben ist die tolle Tonqualität des Live-Produkts. Gebraucht hätte man die Neuauflage sicher nicht, aber es macht Spaß, die Musik zu hören. Ach so, die Deluxe-Ausgabe mit Vinyl, DVd, etc. ist für mich reine Verarsche........
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am 9. Juni 2015
Nur ein Aufsteller, ok; damit kann ich leben, aber der Rest; seltsame Postkarten , nutzloses Poster, langweiliges Buch trotz Zipper (aber auch nicht original nachempfunden, weil mit Zunge, das hatte das Original nun wirklich nicht) , vinyl Single bringt gar nichts neues ; "Haupt"-CD im alten Remaster, einige gute bonus-tracks auf der 2. CD, ok; sehr gutes Leeds Konzert auf CD 3; die DVD ist die komplette Verarsche: nur ein quasi trailer mit 2 tracks , um auch noch die am 19.6. erscheinende CD / DVD zu kaufen aber insgesamt ist das teil überzogen teuer und doch mehr als unnütz, schade., es hat wahrlich schon tollere Boxen gegeben.
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