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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
25
The West Ryder Pauper Lunatic Asylum
Format: Audio CD|Ändern
Preis:4,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 18. Juni 2009
Ich habe, bevor ich das Album gekauft habe und nur wenige Titel kannte, Kasabian als Onehitwonder-Band abgestempelt.Nun muss ich erkennen, dass das eine völlige Fehleinschätzung war.

Kasabian gelingt es mit mutigen und experimentellen Songs, die gerade durch ihre Vielfalt an Einflüssen und große Tiefe überzeugen, ein Meisterwerk abzuliefern. Dabei werden verschiedenste Stimmungen vermittelt, von Unbeschwertheit hin zum eher düster Angehauchten.
Trotz der somit teils recht unterschiedlichen Einzeltitel wird ein stimmiges Gesamtwerk erzielt.

Einige Titel (z.B. Where Did All The Love Go?) eignen sich perfekt zum Kopfhörer anschmeißen, Augen schließn, Probleme der Welt vergessen und puren Wohlfühlen. :o)
Eine solche Mischung aus guter Launemusik und dennoch beibehaltenem Anspruch findet man nur sehr rar - absolut empfehlenswerter Kauf zu fairem Preis
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am 21. August 2009
Ich höre die Scheibe schon länger, da ich von Kasabian im Allgemeinen bisher begeistert war. So außer ein paar Ohrwürmer (z.B. Secret Alphabet und Happiness) stellte sich der schnelle Erfolg hier aber nicht ein. Das soll sich im Nachhinein jedoch als Qualitätsmerkmal herausstellen! Die meisten Songs brauchen eine Zeit, bis man deren volle Tragweite erkennt, so vielschichtig und aufwändig aufgebaut sind sie. Und was beim ersten, zweiten Drüberhören noch Unverständnis mit sich bringt, stellt sich nach mehrmaligen Zuhören absolut meisterlich heraus! Um diesen Prozeß zu beschleunigen empfiehlt es sich übrigens die Kritiken über die Scheibe zu lesen - dort werden die Songs beschrieben und das AHA-Erlebnis stellt sich schneller ein. Eine einwandfreie 5-Sterne Scheibe!
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am 23. Juni 2009
Für mich ist dies das erste Kasabian-Album und ich bin hellauf begeistert. "Appetit" auf die Scheibe habe ich mir witzigerweise beim Videospiel NHL 2009 geholt - "Underdog" ist hier auf dem Soundtrack enthalten.
Nach einigen eher enttäuschenden Alben meiner Lieblingsbands in den letzten Monaten (Maximo Park, z.T. auch Snow Patrol) kann ich zu West Ryder Pauper Lunatic Asylum nur sagen: Einfach herrlich abwechslungsreich. Kein Song gleicht dem anderen. Von waschechten Rock-Nummern über Western-Klänge bis hin zu orientalisch anmutenden Balladen ist alles dabei - und fast alles klingt richtig gut. Die erste Single "Fire" ist ohnehin ein Gassenhauer, meine persönlichen Favoriten sind neben "Underdog" noch "Take Aim" und das absolut geniale "Secret Alphabets". Wer Abwechslung sucht und Lust auf ein richtig schön experimentelles Album hat, sollte unbedingt reinhören!
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am 1. September 2010
Habe mir vor paar Tagen , die CD endlich angehört und muss sagen , das es eine der besten CDS ist , die ich seit Jahren gehört habe. Von Anfang bis Ende , ein trip der nicht aufhören will oder besser gesagt soll . Eine CD , die als Soundtrack zu einem Film von Quentin Tarantino passen würde wie die Faust aufs Auge .
Jedes Lied hat seinen eigenen Flair von Härte , Gefühl , Trauer über Verzweiflung . Kann nur sagen kaufen , kaufen , kaufen , wer auf die Beatles, T-rex, Doors , stone roses , oasis oder generell auf Musik von der Insel steht , sollte hier zu schlagen , man wird es nicht bereuen .
Schreibe nicht häufig eine Bewertung , aber diese Platte hat es mehr als verdient .
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am 24. August 2009
Nachdem mir persönlich das letzte Werk Empire" überhaupt nicht gefiel, setzte ich alle Hoffnungen in diese neue Platte, daß die Jungs für meinen Geschmack wieder die Kurve kriegen würden.

Das ist durchaus gelungen, worüber ich sehr froh bin.

Steigen wir einfach mal ein:

"Underdog" war ja in einer Sony-Werbekampagne zu hören.
Ich selbst habe diesen Spot nie gesehen, sodaß ich den Track beim ersten Durchlauf auch zum ersten Mal hörte. Typische z.T. "verschleppte" Kasabian-Gitarren hier. Genau DAS, was ich bei einer Kasabian-Platte hören möchte. Guter Rocksong mit eingängigem Refrain. Toller Start.

Bei "Where Did All The Love Go?" war ich sehr überrascht. Und begeistert hat er mich dann auch erst beim zweiten Mal Hören. Jetzt finde ich ihn richtig, richtig toll und kann ihn mir sogar gut als Single vorstellen. Klingt fast tanzbar. Der Refrain, speziell auch die Backing-Vocals sind brillant. Und die Streicher-Passagen tun ihr übriges.

"Swarfiga" ist dann einfach ein eigentlich nicht erwähnenswertes, kurzes Instrumental-Einsprengsel. Sehr atmosphärisch geraten fügt es sich jedoch gut ein.

"Fast Fuse", welches bereits als limitierte Vinyl-EP zu haben war, und somit bekannt ist, besticht durch eine großartige, treibende Basslinie. Insgesamt klingt der Song recht bluesig. Macht Spaß.

Jetzt kommen wir zu den Tracks bei denen Gitarrist Sergio Pizzorno die Lead-Vocals von Tom Meighan übernimmt. "Take Aim" fand ich im ersten Moment recht unspektakulär und langweilig, aber der Track wächst bei jedem Durchlauf. Er bezieht seine Spannung aus dem wunderbar gespannten Bogen und der Steigerung von reiner Gesang/Akustik-Instrumentierung zu einem ausladenen Song mit Bläsern, elektronischen Elementen und Streichern gen Ende. Im Grunde ein Geniestreich, aber der erste ruhigere Moment auf der Platte.

"Thick As Thieves" (schön, diesen Songtitel nach Jahren einmal wieder zu lesen, nachdem "The Jam" ihn vor 30 Jahren bereits verwandten) schlägt dann in eine ähnliche Kerbe. Klingt etwas nach "British Legions" vom "Empire"-Album. Und mit "Hey Ho! Where Did We Go?" finden wir hier mit den catchiesten Refrain des Albums. Und grade in den Refrain-Momenten klingt es hier etwas nach den grandiosen "La's", oder partiell auch die ruhigeren Kula-Shaker-Sachen.

"West Ryder/Silver Bullet" ist dann das vielzitierte Duett mit Rosaria Dawson. Für mein Empfinden ist dies jedoch bereits das einzig bemerkenswerte hier.
Gefällt mir eigentlich nicht allzugut dieser Song.

Dem nachfolgt das vorab von der Band kostenlos zur Verfügung gestellte "Vlad The Impaler". Auch davon bin ich etwas enttäuscht. Natürlich haben wir hier klassische Kasabian-Elemente mit recht aggressiven Gitarren und treibendem Bass, aber irgendwie kommt mir dieser Song nicht so recht "aus den Puschen". Wenn man denkt, daß er jetzt endlich eine Wut vom Zaun bricht, ist er auch schon wieder vorbei. Er wirkt ein wenig gewollt und unfertig für mich. Keineswegs ein schlechter Song. Aber er reißt mich nicht wirklich vom Hocker, um das mal flappsig darzustellen.

"Ladies & Gentlemen (Roll The Dice)" ist dann erfrischend anders. So hat man Kasabian bislang nicht gehört.Tremolo-Gitarren-Parts und starker Orgel-Einschlag machen diesen Track zu einem weiteren Highlight.

Und grade durch diese Orgel-Passagen führt uns die Band mit dem nächsten Song "Secret Alphabets" zu einem der besten Psychedelic-Rock-Stücke der jüngeren Vergangenheit. Auch hier kommt wieder die Orgel zum Tragen (ein magischer Moment, etwa vergleichbar mit der Atmosphäre die der Synthie-Klangteppich von Portisheads "Machine Gun" an dessen Ende erzeugt) und der Song wächst sich mit orchestralem Finish zu einem wahrlichen Meisterwerk aus. Einer der besten Songs in Kasabians Katalog.

Darauf folgt "Fire" und ist "eigentlich nur" 08/15-Kasabian-Rock. Aber wie. Als erste physische Single des Tonträgers bestens gewählt, alleine des überbordenen zum Mitsingen einladenden Refrains wegen. Sicher ein Live-Favorit der kommenden Tournee.

Den Abschluß bildet dann "Happiness". Wie der Titel schon andeutet ein sehr optimistisches Stück. Die Gospel-Parts erinnern mich teilweise stark an ähnliche Elemente beim Black Rebel Motorcycle Club. Wunderschöner Schlußpunkt eines doch überraschenden, richtig starken Albums.

Insgesamt fällt auf, daß es eine richtig gute Neo-Psychedelic/Rock-Platte geworden ist. Alternative Rock denke ich, ist es inzwischen weniger.

Vielleicht nicht mit aller Konsequenz, aber ich denke, "vom Neuen das Beste" was aus dieser Ecke zu bekommen ist, ist diese Platte fürwahr.

Wenn Oasis von "Dig Out Your Soul" als psychedelischem Album sprechen und man ein solches sucht, ist "West Ryder Pauper Lunatic Asylum" jedoch definitiv die bessere Wahl.

Wer allerdings immer noch auf ein zweites Debüt-Album, respektive eine Neuauflage von "Club Foot" wartet, sollte die Finger von dieser Platte lassen.

Auch wenn Chris Karloff, mit der Hauptsongwriter der Band, noch erheblichen Anteil an "Empire" hatte, doch bereits dies ja eine Abkehr vom Sound des Debüts darstellte, so sollten hier diesbezüglich nun die Alarmglocken klingeln, wenn man eine Rückkehr erwartet hätte, nach seinem Ausstieg...
Kasabian klingen nun definitiv anders.
Frischer.
Und besser.
Ich gebe starke 4/5 Sternen, wenn ich mich festlegen müßte, da ich den Mittelteil doch etwas schwächer finde.

Die Platte beginnt und endet jedoch bärenstark.
Ob es ganz ans Debüt heranreicht, möchte ich hier noch nicht abschließend klären.
Aber es ist nah dran, qualitativ.
Anzumerken ist noch, daß selbst das haptische Erlebnis nicht zu kurz kommt.
Auch diese neue Platte erschien auf Doppel-10"-Vinyl. Somit haben sie es "geschafft", alle 3 Werke in diesem Format zu veröffentlich.
Wunderbar.

Und sowieso ist "West Ryder Pauper Lunatic Asylum" der beste Albumtitel diesen Jahres.
Spielend.
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am 15. Juni 2011
Das würde der dritte Longplayer der britischen Band Kasabian wahrscheinlich sagen, könnte er denn sprechen. "Warum liebt mich keiner", denn auch wenn dieses Album positiv aufgenommen und bewertet wurde...viel Beachtung bekam das bis dato beste Kasabian-Album leider nicht. Mit nichten soviel wie es verdient hätte, den bei "West Ryder Pauper Lunatic Asylum" handelt es sich um ein...Meisterwerk. Ok, jetzt ist es raus.
Die Band hat sich zwar mehr und mehr von der Elektronik, die besonders auf dem ersten Album mitbestimmend war, verabschiedet, nach wie vor gibt es jedoch einen interessanten Mix aus elektronischen und rockigen Elementen.
Überhaupt ist die Instrumentalisierung auf diesem Album ungemein spannend. Zurückhaltend auf "Ladies and Gentlemen", atmosphärisch auf "Secret Alphabets" und vielseitig auf "Where did all the love go".
Die Platte ist als eine Art Konzeptalbum zu verstehen, dass sich um eine - tatsächlich existierende - Psychatrie in Amerika dreht.
Und auch hier hat die Band Geschick bewiesen. Bei nicht wenigen Songs hat man beinahe das Gefühl in einem verstaubten Salon in einer amerikanischen Geisterstadt zu sitzen. Gleichzeitig beinhalten einige Stücke fast schon asiatische Elemente. War man also grade noch im Amerika des 19. Jahrhunderts, befindet man sich plötzlich in den Weiten der mongolischen Wüste.
Ich wiederhole mich gerne noch einmal: Das Album ist spannend, das hier und da eingesetzte Orchester tut sein übriges. Einziger (minimaler) Kritikpunkt ist, dass der häufig nörgelnde Gesang nicht jedermans Sache ist.

Anspieltipps:
-Fast Fuse
-Take Aim
-Secret Alphabets
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am 12. Juni 2009
Ich fand ja die ersten beiden Scheiben schon cool. Aber was sie jetzt abgeliefert haben ist der absolute Hammer. Die CD hat keinen Hänger.
Einige Titel sind jeden Tarantino Film würdig. Und "West Ryder Silver Bullet" hätte Jim Morrison nicht besser rüber bringen können.
Ich sag nur Psychedelic vom feinsten und bin froh das es heut noch solche Musik gibt. Also wer auf richtige Musik steht kaufen.
Wer was gegenteiliges behauptet kann sich gern an mich wenden.
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am 23. Januar 2011
Ich habe die Musik von Kasabian erst vor Kurzem mit dem Song 'Fire' entdeckt, kannte also die ersten beiden Alben nicht. In der Befürchtung, dass die Single das beste und herausragendste sein wird habe ich dennoch auf Verdacht das Album gekauft - und bin immernoch überrascht von der großen Dichte und Vielfalt der Songs. Es ist in jedem Fall der große Wurf der Band, der musikalisch schwer wieder zu erreichen sein wird. Kasabian mischen die verschiedensten Stile neu zusammen und liefern dennoch ein Album aus einem Guss. Es besticht durch die vielen Stilwechsel (wie schon auf 'Fire') und neu zusammen gebaute Songstrukturen. Mal gibt sich die Band psychedelisch, mal reihen sich Western- oder Progrock-Einflüsse nahtlos aneinander ohne in dem Überfluss zuviel zu werden. Das hört sich manchmal nach 60er Jahre Hippiemusik an, manchmal nach Primal Scream, manchmal nach Oasis allerdings immer ganz eigen. Zwischendurch gibt es unglaublich schöne, stimmige Balladen wie 'Ladies And Gentlemen, Roll The Dice'. Ich jedenfalls kann kaum aufhören, dieses großartige Album (durch)zuhören. Große Überraschung für mich. Jetzt bin ich gespannt auf die ersten beiden Alben, die ich mir natürlich ebenfalls zulegen werde.
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am 8. Juni 2009
2009 ist für die jüngere Brit-Rock/Pop-Szene das Jahr der angeblich so schweren dritten Alben. Drei namhafte Vertreter haben nun schon ihre dritten Platten auf den Markt gebracht (die Arctic Monkeys sollen irgendwann im August folgen) und schneiden bei mir sehr unterschiedlich ab. Während der von mir neugierig erwartete dritte Streich von Maximo Park leider unter die Rubrik: langweiligste Veröffentlichung des Jahres fällt und Franz Ferdinands Tonight allenfalls Durchschnittskost bietet, brennen die vier Jungs aus Leicester auf "West Ryder..." ein wahres Feuerwerk ab - dabei hatte ich mir gerade von Kasabian am allerwenigsten versprochen.
So kann's manchmal gehen...

Das Debut ließ mich zwar, wie so viele andere, damals angenehm überrascht aufhorchen, doch mit Empire war meine Begeisterung auch schon wieder verpufft. Nun kommt die von mir längst als One-Album-Wonder abgehakte Band mit diesem Beatmonster um die Ecke. Es kracht und scheppert an allen Ecken und Kanten, ob New-Wave, Triphop oder Pop, sie haben musikalisch alles verwurstet, was ihnen über den Weg lief. Dabei herausgekommen ist eine Platte, die von vorne bis hinten herrlich rockt.

Schwache Stellen sind kaum auszumachen, Höhepunkte gibt es dagegen derlei viele. Allein die ersten beiden Songs Underdog und Where did all the love go gehen ab wie die sprichwörtliche Feuerwehr. Zum Besten, was die Platte zu bieten hat, zählt mit Sicherheit das schräge, triphoppige Vlad the Impaler, eine wunderbar skurrile Nummer, bei der man unmöglich still sitzen bleiben kann. "West Ryder..." bietet tanz- und partytauglichen Rüpel-Rock par excellence.
Fünf Empfehlungssternchen von mir, da überraschend gut gelungen!
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am 2. September 2010
Das dritte Album von Kasabian kündigt bereits mit den ersten Tönen an, dass sich einiges geändert hat und man sich doch treu geblieben ist' der Gitarrenriff klingt gnadenlos nach Primal Scream, der Track an sich nach einer Triphop-beeinflußten besseren Gallagher-Nummer. Keine Frage, Kasabian sind immer noch Oasis für Leute, die Oasis nicht mögen. West Ryder Pauper Lunatic Asylum ist eine Art Konzeptalbum über ein (tatsächlich exitierendes) psychatrisches Obdachlosenasyl, und so sind die Tracks immer wieder durch Soundtrack-artige Einlagen gestört, die zu den spannenderen Elementen des Albums gehören, dass ' Konzept hin oder her ' vor allen aus guten Popnummern besteht, die man gnadenlos auskoppeln könnte. Where did all the Love go, Underdog, Fast Fuse sind die Hauptkandidaten, aber nahezu jeder Song hat etwas treibendes, selbst eher ambitionierte Nummern wie das sperrigsparsame Swarfiga, das wie Vlad the Impaler einen Trip in elektronische Dancegrooves macht, während andere Arrangements wie etwa West Ryder Silver Bullet etwas in Richtung Country und Folf driften. Wenn man so will, versuchen Kasabian ' erfolgreich ' Soundtrack-Einflüsse in ihre Musik einzusaugen, hier ein wenig Dust Brothers, dort ein bisschen Ennio Morricone, man sieht Serge Pizzorno und Tom Meighan förmlich vorm Fernseher sitzen, seltsame Filme schauen und komponieren. Musikalisch fließen dabei ordentlich 60s-Inspirationen mit ein, und alles in allem dürften auch ein paar Drogen im Spiel gewesen sein ' das Ergebnis ist auf doppelte Art Retro, eine Mischung aus Screamadelica-60s und eben 90s, und doch eine ganz eigene Sache, sicher das spannendste, was Kasabian bis dato abgeliefert haben. Obwohl immer noch straighte Rockmusik, tänzelt das Quartett hier fast auf dem gleichen schmalen Grat, auf dem Radiohead mit OK Computer waren (wenn auch nicht ganz so grandios und zeitlos wie Radiohead), ein Nachgeschmack des Vertrauten und ein Vorgeschmack von etwas gänzlich Neuem. Kasabian hätten sich für immer auf ihrem Me-too-Status als Gallagher-Epigonen ausruhen können, zeigen hier aber entspannt (und durchaus immer noch Mainstream-kompatibel), dass das dritte Album auch dafür da sein kann, seine eigene Nische zu finden. Andere Bands versinken hier in Langeweile und «ihrem» Sound, aber Kasabian schaffen das Kunststück, sich neu zu erfinden und ein Art Zitate-Anthologie-Album zu schaffen (was durchaus zu der Konzeptidee des Albums passt), ohne bei allem Pop-Eklektizismus dabei wirklich allzu anders zu wirken oder ihre Herkunft zu verleugnen. Die Stärke des Albums ist die Zusammenschau der Songs, von denen einzeln keiner wirklich herausragend ist, aber die Art und Weise, wie sich die verschiedenen Stile aneinander reiben, bringt die Platte eben doch zum Glänzen.
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