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Kundenrezensionen

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am 3. Januar 2012
Ich habe mich mit gemischten Gefühlen an diesen Film rangetraut. Als Genre-Fan hatte ich so meine inneren Zweifel, ob diese Story so umzusetzen ist, dass sie überhaupt ansprechend sein kann. Und ich wurde überrascht - im wahrsten Sinne des Wortes. Ein ünerwältigender Film, auch wenn er in sich sehr ruhig, melancholisch und düster herkommt. Es ist keiner der üblichen Vampirfilme, in der sich die Untoten vor toller Filmkuslisse theatralisch in Szene setzen. Nein, er spielt in der Nachbarschaft, in den eher einfachen und ärmlichen Verhältnissen desillusionierter Menschen, die vom Leben eh nicht mehr zu erwarten haben als die tägliche Flasche Schnaps und in ihrer Mitte Oskar mit seiner überforderten Mutter, der sich in das einsame und stille Mädchen Eli verliebt. Eine sanfte Liebe, denn obwohl Oskar herausfindet, wer Eli in Wahrheit ist, steht er zu ihr und hilft ihr das Geheimnis zu wahren. Und im Gegenzug hilft sie ihm gegen seine Peiniger in der Schule - das Ende ist ziemlich heftig, insbesondere da man die Bilder nur ansatzweise sieht und sie in den eigenen Gedanken formt und ergänzt. Die sehr subtile Geschichte wird von sehr guten Schauspielern gespielt - insbesondere die Kinder vollbringen hier eine riesige Leistung. Es ist einer der ganz wenigen Filme dieses Genres, der von mir uneingeschränkt 5 Sterne bekommt, denn die Bilder, die Handlung, die Schauspieler, die Atmosphäre - alles ist schlüssig und hervorragend umgesetzt. Die Spannung kommt au s der Geschichte selbst und nicht durch im Drehbuch festgelegte Schock-Effekte. Ach ja - eines wäre noch zu erwähnen: die Filmmusik ist mithin das Beste, was ich in den letzten 10 Jahren gehört habe und untermalt den Film sehr melancholisch und tragend.

Gäbe es nur mehr von diesen Filmen!
11 Kommentar| 58 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. November 2013
Die meisten Vampirfilme verbeißen sich in Klischees und Schockeffekten. Der schwedische Horrorfilm "So finster die Nacht" bildet eine exzellente Ausnahme - und bietet intelligenten Grusel der zärtlichen Art.

"So finster die Nacht" ist aus näherer Betrachtung allerdings keine reine Blutsaugergeschichte, sondern ein tief melancholisches Drama über die Freundschaft zweier jugendlicher Außenseiter in der Stockholmer Vorstadt, Anfang der achtziger Jahre. Bei aller Zärtlichkeit ein grimmiger, teilweise böser Film geworden. Ein Horrorfilm mit einem großen, gebrochenem Herzen.

Ähnlich wie das Computerspiel "Amnesia: A Machine For Pigs" definiert dieser Film das Genre neu und setzt Maßstäbe wie wahrer Horror sein muss. Ist auch kein Wunder, denn beides sind schwedische Produktionen und dort hat man offenbar die richtigen Talente.

Klare Kaufempfehlung, denn das ist wirklich Horror mit Niveau!
33 Kommentare| 20 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Februar 2010
Für mich einer der ungewöhnlichsten und bemerkenswertesten Filme des letzten Jahres. Ein Coming of age-Drama, verbunden mit einer Vampirgeschichte, gefilmt in zurückhaltenden, dunklen Bildern. Sehr überzeugende Darsteller. Hier werden neue Wege beschritten und es ist aufregend, verstörend, schön und fesselnd zugleich, das miterleben zu dürfen. Sicherlich kein einfacher Film. Aber eine unbedingte Empfehlung für alle, die Kino mit Magie in Verbindung bringen. Einziger Kritikpunkt ist die deutsche Übersetzung des Filmtitels, die einmal mehr den Kern der Sache verfehlt.
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am 31. Mai 2015
Ganz ehrlich: ich bin über das Buch auf das Remake Let me In gestoßen und war von der Filmfassung mal wieder enttäuscht. Dabei ist das Buch so eine großartige Vorlage. Mit spannenden Charakteren und einer fesselnden Geschichte. Hier habe ich nun endlich die Gelegenheit gehabt den Vorgänger von Let me In zu erleben. Ein rundes Werk! So bildgewaltig und stimmig, nah am Buch und überzeugend. Ganz besonders Eli und Oskar haben mich begeistert. Eine ganz schöne Leistung in so jungen Jahren so ergreifend zu spielen. Hut ab. Volle Empfehlung für diesen tollen Film. Vergesst Let me In. Genießt So finster die Nacht!!!
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am 5. Februar 2013
Zwar lässt sich über Geschmack streiten, aber ich verstehe wirklich nicht, wie manche Schrottfilme, nur weil ein bekannter Schauspieler oder Teenieschwärme mitspielen hier Rezensionen bekommen, als ob es große Kunst wäre.

Und dann so ein Film der von Stimmung lebt, von einfachen aber ungaublich eindrucksvollen Bildern, von herausragenden Kinderschauspielern, die etwas für Erwachsene spielen, von Spannung und dem nicht Wissen des Endes, dann hier teilweise so mies bewertet wird.

Aber um das Niveau in diesem Lande zu sehen, muss man an einem Urlaubstag mittags das Fernsehen einschalten. Das erklärt dann solche Bewertungen von selbst.

Dieser Film fesselt einen bereits nach ein paar Minuten, er fesselt in seiner Einfachheit. Er lebt davon, davon und von diesen 2 jungen Menschen.

Klar wer einen Vampirfilm sehen will und gerät an diesen, der versteht ihn nicht und wird wahnsinnig enttäuscht sein. Wenn man auf die Romantik der ersten Liebe steht, wird man hier geschockt sein.

Diese Film ist für mich die Kunst der Leisen Töne, großes Kino ohne fliegende Autos, Explosionen usw. oder auf der anderen Seite der ach so edlen Gesellschaftskritik.

Einfach die Stimmung, die Emotionen, die Naivität des Kindes, seine Unvoreingenommenheit und den Ausbruch aus der Realität, erleben und mitgehen und fast 2 stunden sich gefangen halten lassen.

Und meine Güte wir schauen hier nicht Transformers oder einen animierten Film. Was interessiert mich da so der Ton und die Synchronisation. In der deutschen Übersetzung kommt genau das rüber was ich eben beschrieben habe.
Aber hier zählen einige Erbsen und ziehen deshalb Sterne ab.
Kauft euch lieber HD Actionfilme, habt ihr tollen Sound, super Bild und werdet genau angemessen unterhalten.
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am 8. September 2015
Zunächst mal muß man diese Schwedischen Filme mögen. Was sie unheimlich gut können sind Kinderfilme, die auch Erwachsene spannend finden. Dieser ist ein weiterer.
Obwohl der Film sehr schwer einzuschätzen ist. Eigentlich ist es ein Horrorfilm. Aber für einen "richtigen" Horrorfilm gibt es zu wenig Erwachsene. Ein Kinderfilm ist es aber auch nicht, denn dazu ist er eigentlich vieeeel zu blutig und an manchen Stellen durchaus ekelig.
Ein Drama passt schon eher, aber dafür ist er wieder zu unrealistisch.

Was er auch sein möchte, er ist wirklich gut. Eine "unbeschwerte" Geschichte zweier SEHR ungleicher Kinder. Eine Liebesgeschichte, ein Hauch von kindlicher Erotik.
Das Ende ist vorherehbar, aber schön.

Ich muß sagen, dass ich den Film sehr gut fand und jedem Empfehlen kann, der gerne mal solch einen "Independent Film" schaut. Wer es "amerikanischer" mag, sei auch versorgt, denn die Amis haben (natürlich) auch schon ihre eigene Fassung des Filmes gedreht (habe ich aktuell aber noch nicht gesehen, weiß auch nicht, ob ich das brauche).

Unbedingt anschauen!
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am 25. Januar 2016
Man weiß gar nicht, welchen Teil man besser finden soll ... und mal wieder sah ich das Original von dem ein Remake mit der hervorragenden Chloë Grace Moretz gedreht worden ist.

Das schwedische Original macht aber so ziemlich alles richtig, es wird nur nicht so stark aufgetrumpft wie es in "Let me in" mit der besagten Schauspielerin.

Die Akteure geben hier ihr absolut bestes wodurch er ziemlich authentisch wirkt. Was mir aber auffällt ist die Tatsache, dass hier der Film manchmal komische Wege - aber nur sehr Kurze - einschlägt, was in dem Remake etwas besser gelingt. Manchmal hab ich das Gefühl er würde sich von den anderen "Horrorfilmen", der er nicht wirklich ist, abheben wollen, und haut ca. 30 Minuten Filmlänge bewusst obendrauf, indem eben einige Szenen ... länger gemacht werden, umständlicher, nicht so authentisch wie das Remake aus Hollywood. Dabei weiß ich gerade nicht, wie lang der Film "Let me in" tatsächlich läuft - aber, er wirkt authentischer, in manchen Szenen logischer, anders und etwas besser, meiner Meinung, und nicht nur, weil die großartige Chloë Moretz hier mitspielt, die, so finde ich auch, etwas besser die Rolle der Vampirin verkörpert.

Dennoch ist "So finster die Nacht" ein guter Streifen und beweist, wie schon so manch andere Filme aus Schweden, dass hier auch mit hoher Filmkunst gearbeitet wird.
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am 12. Juli 2012
Das erste Mal bin ich über diesen Film im schwedischen original mit englischen Untertiteln gestolpert, und war sehr schnell von der bedrückenden Kinematografie beeindruckt. Wo Filme ihren Romanen nie gerecht werden, ist es in diesem Film gelungen, die triste und bedrückende Stimmung einer Arbeitersiedlung im schwedischen Winter der 1980er auf Zelluloid zu bringen. Neben der Romantik, die sich in diesem Film zwischen den beiden Hauptcharakteren entwickelt, ist immer die allgegenwärtige Stimmung der Hoffnungslosigkeit und des Alleinseins spürbar.

Die schauspielerische Leistung ist schlicht und ergreifend erste Sahne.
Die beiden Jungdarsteller bringen sehr viel tiefe und Leben in ihre beiden Rollen, und schaffen es dabei dem Zuschaer mit kleinsten Nuancen die Gefühle ihrer Charaktere miterleben zu lassen. Gleiches gilt ebenso für die anderen Charaktere, wobei ich hier im Besonderen den Darsteller des "bösen" Jungen Johnny lobend erwähnen möchte.

Der Soundtrack des Films ist stimmungsvoll zwischen Hoffnung, Bedrückung und einem Hauch von Geborgenheit und Glück anzusiedeln, und untermalt die Bilder in einer perfekten Art und Weise. Auch hier ist eine ausgezeichnete Verschmelzung gelungen.

Gegenüber dem Roman hat der Film, wie ich ich finde, zwei ganz entscheidende Vorteile:
- zum einen sind die sexuellen Szenen nicht umgesetzt worden,
- und zum anderen habe ich es so empfunden, dass die sich entwickelnde Liebe zwischen Oskar und Eli noch um einiges deutlicher wird.

Toller Film, hätten die Schweden ihn mal rechtzeitig für den Oscar gemeldet; er hätte ihn bestimmt gewonnen.
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am 27. Oktober 2014
Ich kannte das Buch damals nicht und habe mir den Film „So finster die Nacht“ auf gut Glück gekauft. Was ich dann gesehen hab war unglaublich, einen so Atmosphärischen Film habe ich seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen, so völlig fernab des Mainstream gib es halt immer wieder solche kleinen Meisterwerke, und das auch ohne Spezialeffekte aus Hollywood und ein großes tam tam. „So finster die Nacht“ ist still, düster und erzählt eine Vampirgeschichte die so faszinierend ist wie seiner Zeit „Interview mit einem Vampir“ Obwohl natürlich Fiktion wird der Film so erzählt als würde er in der Nachbarschaft stattfinden Großartig. Hervorzuheben ist die Performance von Lina Leandersson die den Charakter Eli perfekt wiedergibt. Überhaupt ist der Charakter Eli Faszinierend so Unnahbar und Verschlagen das man zu keinen Zeitpunkt weiß was eigentlich ihre Motive sind.

Inzwischen hab ich das Buch ebenfalls gelesen und kann sagen dass der Film das Buch sehr gut trifft was ja immer so eine Sache ist bei Buchverfilmungen. Dieser Film sollte nicht nur von Vampir Fans geguckt werden sondern alle die etwas für gute Filme übrig haben. Aber Achtung Action sucht man hier vergebens „So finster die Nacht“ ist durch und durch ein Drama, aber Action Vertreter in diesem Genre gibt es ja zuhauf. „So finster die Nacht“ ist in meinen Augen DER beste Vampirfilm und gehört zu den besten Filmen die ich gesehen hab (und das sind viele). Ein perfektes Beispiel das man kein hohes Budget braucht um ein Grandiosen Film zu machen.
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am 27. März 2009
"So finster die Nacht" ist ein Drama mit Horrorelementen der ganz eigenen Art. Der Film erzählt eine besondere Geschichte über Einsamkeit und Freundschaft und begeistert durchweg mit seiner bedrückten Stimmung und düsteren Atmosphäre. Das Erzähltempo ist äußerst langsam und für diesen Film ist das auch genau richtig gewählt. Die Gefühlszustände der beiden Kinder und ihre Beziehung werden somit gekonnt dargestellt und sorgfältig in Szene gesetzt. Der Zuschauer kann jede Szene inmitten der verschneiten Landschaften genießen. Dem Regisseur ist es wirklich sehr gut gelungen zwischen Oskar und Eli eine Romanze zu schmieden die überaus speziell ist. Begleitet wird die Geschichte von gut eingesetzten Horroreinlagen. Die blutigen Szenen werden nüchtern und realistisch dargestellt und passen genau richtig. Teils ist das Ganze auch mit einem treffend schwarzen Humor unterlegt und der Film besitzt durchaus seine Momente die den Zuschauer schmunzeln lassen. Zu guter Letzt seien dann natürlich noch die beiden jungen Hauptdarsteller erwähnt die ihre Sache einwandfrei machen und ihre Rollen perfekt wiedergeben.

"So finster die Nacht" präsentiert uns eine schöne und eindrucksvolle Geschichte umhüllt von Kälte und Tod.

10 von 10
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