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NR. 1 HALL OF FAMETOP 100 REZENSENTam 1. Mai 2009
In die Diskussion, ob diese CD ein Meisterwerk sei oder nicht, möchte ich mich nicht einmischen. Auch weil ich solche Bewertungskämpfe ziemlich sinnlos finde. Ich habe ganz einfach riesig Freude, dass ein großer Meister wieder neue Songs vorlegt. Und da bessere Dylan-Kenner als ich die zehn Lieder bereits besprochen haben, beschränke ich mich auf die Frage, ob sich der Mehrpreis für die Deluxe Edition lohnt.

Ja, es lohnt sich. Und zwar nicht weil man dafür Bonus-Tracks oder ein tolles Booklet erhält, sondern weil es Spaß macht, Bob Dylan eine Stunde lange beim Moderieren einer Radiosendung zuzuhören. In einem Interview zur diesjährigen Konzerttour meinte Dylan, nichts habe ihn und seine Songs so beeinflusst wie Amerika. Und genau das kommt beim Anhören von "Theme Time Radio Hour' show" auch durch. Wer die ausgewählten Songs nicht mag, wird Amerika weder verstehen noch lieben können. Und er wird auch Mühe haben, Bob Dylans Äußerungen über ganz allgemeine Themen richtig einzuordnen. Für mich ist diese Bonus-CD also nicht nur ein Marketingprodukt, sondern ein klarer Mehrwert. Denn Nachbarn sind nur scheinbar auf der ganzen Welt gleich. Und auch bei Freundschaften gibt es subtile Unterschiede, die man beim Hören dieser Radiosendung eher erfasst.

Mein Fazit: Den Mehrpreis sollte man locker aufwenden, wenn nicht die Erwartung besteht, man erhalte dafür unveröffentlichte Dylan-Songs oder ein schönes und informatives Booklet. Also liebe Dylan-Gemeinde: Wenn schon, dann schon.
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am 9. Juli 2009
hört euch mal das reissue des unverzichtbaren 65'er albums "bringing it all back home" und danach dieses letzte werk des altmeisters an, schnell stellt man fest, dass his bobness dazwischen einen weiten weg gegangen ist und sich doch völlig treu geblieben ist. kaum einer hat so wie er die fähigkeit, sich immer wieder neu zu erfinden.

bereits die erste nummer bricht nur so über den hörer herein, zeigt dass BD nichts von seiner klasse eingebüsst hat. etwas langsamer aber genauso eindringlich wird fortgesetzt, BD hat inzwischen voll abgecheckt, was sein publikum an seiner stimme liebt und somit bedient er uns auch selbstsicher, ausgereift und grandios.

wie immer ist fast jeder song zuerst nicht allzu eingängig und doch als zukünftiger klassiker geboren. wie immer hebt sich eine neue dylan-scheibe bereits im ansatz aus dem mainstream.

er nölt, croont und bluest wie in seinen besten zeiten. vielleicht kein arg wichtiges album in der gesamtdiscografie, aber ein wichtiges album für diese zeit, in der streng genommen die alten heroes immer noch zeigen, wo der hammer hängt.

der sound erreicht nicht ganz das niveau seiner - aus meiner sicht - diesbezüglichen referenz "oh mercy", ist aber sehr direkt aufgenommen, jeder musiker ist korrekt belichtet und ist dort dreckig, wo er dreckig sein soll - so muss das sein!

BD schwächelt immer noch nicht und hat wieder einmal meine erwartungen zumindest erfüllt. wie immer bei einem erstmals gehörten dylan-album wird es eine zeitlang brauchen, bis alles sickert und letztlich unverzichtbarer bestandteil meiner nicht gerade kleinen musikauswahl werden wird. dylan eben...
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am 30. Mai 2009
Der 68jährige Dylan führt uns "together through his life". Wer ihn, übrigens ungewöhnlich jovial und gesprächig, bei seiner "Radio- Tour"
erlebt hat, wird die neue CD nachvollziehen können. Er stellt unter bestimmten Themen im amerikanischen Radio seine Lieblingsmusik vor, Stücke, von denen er in seiner Jugend und auch heute noch schwärmt. Seine neue CD ist ein Sprung "back to the roots", eine Mischung aus Folk, Blues und traditioneller, alter amerikanischer Musik der 40iger und 50iger Jahre.
Der Genuss seines neuen Werkes setzt erst nach mehrmaligen Hören ein. Dennoch erreicht "Together through life" nicht die Intensität und Dichte seiner vorherigen Werke- "Modern times", "Love and Theft" und vor allen Dingen der phantastischen, düsteren CD-"Time out of mind!"
Als Dylan Infizierter sollte man unbedenklich diese CD erwerben, auch wenn, seien wir mal ehrlich, verehrte Dylanologen, die Zeiten von "Blond on Blond" längst vorbei sind. Together through your life, werter Robert Zimmerman, werden wir Dich auch weiter auf Deiner neverending-Lebens-tour begleiten.
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am 24. Mai 2009
Was machen eigentlich andere so mit 68?
Dylan gibt jedenfalls nochmal richtig Gas und singt mit soviel Power und so schön (für seine Verhätnisse jedenfalls) ,dass es einen zu Tränen rührt.

Die Vinyl-Pressung ist nicht nur fett und sauber, sondern klingt für eine Rock-Produktion auch erstklassig. Nicht audiophil langweilig, sonder rauh und unverfälscht und wahrscheinlich gerade deswegen natürlich.
Kaufen! Wer sowas nicht kauft, den bestraft die POP-Industrie mit belanglosem Dreck...
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am 31. Mai 2012
Als langjähriger Hörer von Dylans Musik freute ich mich im Jahr 2009, als überraschend (zumindest für mich) eine neue Platte für April angekündigt wurde.
Bob Dylan war zu dieser Zeit in Europa auf Tour und Together Through Life erschien wenige Tage nach einem Konzert in Brüssel, wo ich ihn -in großartiger Verfassung- live erlebt hatte.
Wie bei Dylan üblich, gab es dort noch keine Lieder von dem noch unveröffentlichtem Album zu hören, aber der Klang der zumeist druckvollen und teilweise auch zurückgenommenen Musik im riesigen Forest National bot durchaus einen Vorgeschmack auf die kommende CD.
Dylans' Stimme war bereits zu diesem Zeitpunkt brüchiger geworden und ähnelte bei manchen Songs eher Howlin' Wolf, als der Stimme des Sängers, sagen wir mal, auf dessen späten Meisterwerken wie Oh Mercy oder Time Out Of Mind.
Mich hat das nicht gestört, weil sich Dylans' Stimme in all den Jahren davor stets verändert hatte. Trotzdem bleibt im Kern dieser sehr verletzliche und die Seele berührende Klang.
Ein paar Tage nach dem Brüsseler Konzert habe ich dann Together Through Life zum ersten Mal gehört.
Das Cover, ein wenig merkwürdig, mit diesem sich umarmenden Paar auf der Vorderseite, altmodisch sowieso. Das Booklet? Eigentlich nicht vorhanden und mit wenig Informationen ausgestattet.
Die Musiker sind da natürlich genannt und als Ergänzung zu Tony Garnier, George Recile und Donnie Herron aus Dylans langjähriger Tourband dürfen wir uns über Mike Campbell und David Hidalgo freuen, beide absolute Könner und besonders Mike Campbell hatte ja in 1986/87 bereits ausgiebig mit Dylan getourt.
Dylan selber spielt auf der Platte Gitarre und Keyboards.
Um es vorweg zu nehmen: zunächst war ich von Together Through Life ziemlich enttäuscht.
So ist das, wenn man etwas anderes erwartet und dann nichts drauf ist wie Ain't Talkin' oder Nettie Moore, epische Lieder, die mich auf der vorhergehenden Platte Modern Times so begeistert hatten.
Allerdings: das Album ist bei mir mit jedem Hören gewachsen.
Heute, mit dem Abstand von drei Jahren, finde ich es sogar großartig und mag es für seinen Sound, die immense Spielfreude aller Beteiligten und weil es einen Bob Dylan präsentiert, der mit sich im Reinen ist und der viel Spaß beim Musizieren hat.
Er ist sogar dermaßen gut gelaunt, dass man ihn bei zwei Stücken mittendrin lachen hört.
Das Album ist tief im Blues verwurzelt. Mit Blues meine ich den Chicago Sound der 50er Jahre, als Musiker wie Howlin' Wolf oder Muddy Waters die ländliche Bluesmusik für das Plattenlabel Chess Records elektrifizierten. Zu dieser Zeit war Dylan selbst noch ein Teenager, hörte spätabends diese Musik im Radio und war fasziniert hiervon (nachzulesen in der hervorragenden Biographie von Anthony Scaduto).
Über 40 Jahre später entdeckt er diesen Sound neu und siehe da: es klingt recht authentisch, und der Klang des Albums erreicht eine ungeheure Tiefe.
Ergänzt um das Akkordeon von David Hidalgo, wodurch der Blues ein TexMex Flair bekommt, wodurch jede Ecke, jeder Winkel und jede Kante ausgelotet wird.
Das erste Lied Beyond Here Lies Nothin' erinnert musikalisch stark an Black Magic Woman von Peter Green, der die Melodie vermutlich ebenfalls irgendwoher entliehen hat. Der Song ist eine sehr gute Einstimmung: I'm movin' after midnight, down boulevards of broken cars.
Don't know what to do without it, without this love that we call ours, Beyond here lies nothin', nothin' but the moon and stars.
Dieses Lied hat Dylan in den letzten Jahren auch häufig live gespielt, z,B. im letzten Jahr im Hamburger Stadtpark in einer fulminanten Version mit schneidenden Gitarrenriffs von Dylan und seinem Gitarristen Charlie Sexton.
Es folgt mit Life Is Hard ein Liebeslied und Dylan singt hier noch einmal in den etwas höheren Tonlagen und das funktioniert erstaunlich gut.
In My Wife's Hometown ist wieder der schwarze Blues angesagt und als Komponist wird Willie Dixon genannt. Das Stück macht einfach Spaß auf der CD, während es live nicht so gut funktioniert hat, weil es eben eine Momentaufnahme zu sein scheint, die spontan im Studio entstanden sein könnte.
If You Ever Go To Houston mag ich nicht so gerne, während Fortgetful Heart ein weiterer Höhepunkt des Albums ist. Ein melancholisches Lied in Moll und ebenfalls eine der stärksten Nummern aus Bob Dylans' aktuellem Liverepertoire.
Weitere starke Songs folgen, von denen ich It's All Good am Ende der CD besonders gerne höre, da es voller Schwung ist und mich jedesmal in gute Laune versetzt, trotz der düsteren Lyrics.
Und Bob hat ja Recht, wenn er lamentiert, dass sie uns immer und überall einreden wollen, dass alles gut ist, während die Welt da draußen verrückt spielt und uns die Politiker nichts als Lügen auftischen.
Und im Song davor sagt Dylan voller Ironie, dass Träume für ihn nie so wichtig waren: Well now what's the use in dreamin', You got better things to do, Dreams never did work for me anyway, Even when they did come true...
Das lassen wir jetzt besser mal unkommentiert.
Bob Dylans' nächstes Album soll übrigens im Herbst 2012 erscheinen und David Hidalgo ist wieder mit am Start gewesen...
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am 19. August 2012
... bob dylan und "the times are a changin` ", aber eben nicht so, wie er es in seinem wohl bekanntesten song sagen wollte. knockin`on heavens door und
hard rain sind zwei weitere beispiele für den 60iger-jahre-stuhl, auf dem er so lange fest zu sitzen glaubte.
ein beispiel für den "2.stuhl" ist die vorliegende aufnahme - together through life - recorded in 2009, als er schon 71 jahre alt war. hier fällt er schon
beinahe nach rechts runter (nicht im politischen sinn!)in`s noch ohrwurmmässigere, also auch ab vom rock`n`roll.der mann hat echt nerven und muss viel
geld verdient haben, rechnet man seine auszeiten, die er sich genommen hat, mal nicht an.
die platte macht spass, der stil-mix ist zum teil abenteuerlich, aber gefällig, wenn man alles in einem sieht.die texte sind nun wahrlich weit entfernt
vom tiefschürfenden 60iger duktus und das dylanesque fehlt.das macht auch das (typische?)verschlucken der vokale nicht wett.und die rauhe stimme ist
wohl eher dem alter des protagonisten zuzurechnen.
warum also 5 sterne für diese cd??? weil das ding swingt, aussergewöhnlich ist und (ich gebe es zu)eingängig ist.
5***** mit gruss von michael-rienitz@web.de
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VINE-PRODUKTTESTERam 7. Mai 2009
hat uns wohl alle überrascht. Positiv überrascht. Nicht nur dadurch, dass es überhaupt nach relativ kurzer Zeit wieder eines gibt. Die letzten Veröffentlichungen waren nun wirklich Grund zur Freude. Auch auf seinem neuesten Werk überrascht uns Bob Dylan mal wieder mit einigen Veränderungen. Von langsamen Balladen (Life Is Hard) bis zu kleinen Rocknummern (Shake Shake Mama) ist -fast- alles vertreten. Mit Blues und Folk gewürzt, teilweise beinahe heiter-besinnlich dargeboten und eingefärbt vom Akkordeonspiel David Hidalgos von den Los Lobos, das diese Platte durchtränkt, vom ersten bis zum letzten Song. Und uns in eine Welt des staubigen Südens der USA entführt. Die Musik mag eigentlich nicht so recht zu den Worten passen, die im Gegensatz zu den vergangenen Alben schon auffallend gewaltigtätig erscheinen. Wer nach Houston käme, solle doch den Patronengürtel enger schnallen, rät uns Dylan, so wird es bisweilen in den Medien kolportiert. Die Liebe in allen Facetten, Mord und Totschlag werden besungen und auch der Wandel, den der Sänger aufkommen zu fühlen glaubt, wird irgendwie mit pessimistischer Melankolie vorgetragen. Vielleicht, weil der Sänger schon viel erlebt hat und dieser erhoffte Wandel vergänglich ist und nicht von Bestand. Haben wir dies vielleicht Robert Hunter zu verdanken ? Hunter, bekannt geworden durch seine Arbeit mit den Grateful Dead (!!!), hat bis auf einen Song (This Dream Of You) alle Texte dieser Platte als Co-Autor mit geschrieben. Es sei nicht das große Werk von Dylan und käme an seine Vorgänger nicht heran, ist immer wieder zu hören und zu lesen. Mag sein. Aber ich sage: es passiert etwas auf dieser CD, und zwar etwas, was mich irgendwann mal überhaupt erst auf Dylan gebracht hat und mich annimierte, mich näher mit diesem Künstler zu beschäftigen. Dylan selbst singt auf dieser Platte für mich überraschend kraftvoll, egal ob er es knarzen lässt oder versucht, die sanfte, für seine Verhältnisse fast klare Stimme wieder hervorzukramen. Mit Beyond Here Lies Nothing geht's los und man ist fast geschockt und ist sich sicher Black Magic Woman herauszuhören. Dylan der Abkupferer, der alles in sich aufsaugt, transformiert und über seinen eigenen Kosmos wieder nach außen dringen lässt. Seit mindestens 50 Jahren macht er das - vermutlich schon sein ganzes Leben lang. Zwischendurch lacht Dylan sogar ein teuflisches Lachen in My Wife's Home Town. It's All Good heißt es zum Schluß und man kann nur sagen: JA! Am Ende ist alles wirklich gut. Für mich ein Dylan-Album, dass die Tugenden hoch hält, die ich so sehr an ihm mag, nämlich, dass der Hörer die Musik Song für Song erkunden kann, sich sämtliche Facetten erarbeiten darf und immer wieder etwas vorher Überhörtes entdecken kann.

Für die Deluxe Edition habe ich mich entschieden, weil ich noch nicht die Gelegenheit hatte, Dylan als Radiomoderator zu erleben, wo man Einblicke bekommen kann, wo seine Wurzeln liegen, die er seit Jahren auf seinen Alben und während seiner Konzerte musikalisch zelebriert. Die CD seiner Theme Time Radio Hour ist wirklich total interessant, hörenswert und man traut seinen Ohren kaum, wie Dylan entgegen seinem öffentlichen Image als verschlossener Kauz, sehr kompetent und locker seine Show moderiert und interssante Geschichten charmant zum Besten gibt. So geblendet kann man von dem Image eines Künstlers sein, dass gerade von den Medien in fast jedem Artikel immer wieder über Gebühr strapaziert wird und höchst wahrscheinlich an der Wirklichkeit Lichtjahre vorbei geht. Die Kluft, die zwischen Dylan und seinem Publikum zeitweise entstanden war, wird nach meinem Empfinden kleiner. Trotzdem schafft er es, dass seine Integrität gewahrt bleibt.

Dazu erhält man noch einen Aufkleber und ein Poster, die man nun nicht mehr unbedingt braucht. Als Dylanhörer muss ich eingestehen, dass ich dem Sticker/Poster-Alter ein wenig entwachsen bin. Als letztes Schmankerl gibt es dann noch ein so genanntes "verlorenes Interview" mit einem gewissen Roy Silver, den wahrscheinlich die wenigsten kennen dürften. Obwohl ich neben der Musik auch einiges an Literatur von und über Dylan konsumiert habe, konnte ich mit diesem Namen nichts anfangen. Die knapp 15 Minuten dieser DVD eröffnet Dylan selbst mit einer kurzen Erklärung, wo er diesen Roy Silver kennen gelernt hat. Danach kommt der Mann selbst zu Wort und schildert seine Erinnerungen an den blutjungen Dylan, das Leben im Greenich Village in den frühern 1960er Jahren und seine Beziehung zu Albert Grossman, der ihm schließlich den aufstrebenden Künstler Dylan "abgekauft" hat. Dazu eine Demoversion von Blowing In The Wind. Das Ganze wirkt, wie ein Outtake aus No Direction Home, zumindest was den Part mit den zwei, drei kurzen Eingangssätzen von Dylan betrifft. Das ist schon nicht uninteressant, aber mir wären in der Tat einige Outtakes oder Liveversionen jüngerer Lieder als Zugabe lieber gewesen. Aber natürlich, jemand hat es schon erwähnt: Sony Legacy möchte die Bootleg Series möglicherweise noch beliebig fortsetzen...

Alles in allem ist Bob Dylan mit Together Through Life meine bis jetzt persönlich-ultimative Veröffentlichung dieses Frühjahres gelungen. Als das Päckchen bei mir Zuhause eingetroffen war, und ich es am Abend öffnete, um die CD zu entnehmen, sah meine Frau mir dabei über die Schulter und sagte,"Aha, ein Fest." Sie hatte Recht.
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am 29. April 2009
Der Meister bastelt fleißig weiter an seiner eigenen Legende.
Mit "Together through Life" bleibt er seiner Linie der letzten Jahre treu: Nicht die Musik soll neu erfunden werden, sondern die Musik soll Stimmungen, Gefühle & Befindlichkeiten transportieren, die sich bei Dylan über sein Land, die Menschen, die Politik und den Zeitgeist so angesammelt haben. Als Chronist seiner Epoche passt das neue Album nahtlos hinein. Etwas versöhnlicher als zuletzt, wenn auch nicht ganz so begeisternd. An die grandiosen Werke "Modern Times" und "Love and Theft" kommt "Together through life" nicht ganz heran. Das macht aber nichts, denn was Dylan abliefert, ist immer noch meilenweit über dem Durchschnitt.
Auf die einzelnen Songs einzugehen ist müssig, da man die CD am Besten als Gesamtkunstwerk genießt.
Zur Ausstattung: Gefällt mir sehr gut! Die Zusatz-CD und die DVD, ein kleines Poster vom Cover und ein Sticker, ist alles stimmig und (für Dylan-Fans) das Geld wert.
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am 29. April 2009
Ich habe die Deluxe Edition gewählt und war nicht enttäuscht "for a few dollars more". Nicht wegen der 15 min. DVD, Interview mit einem ehemaligen Dylan-Manager über das Thema, wie toll er 1962 und heute "Blowin`in the Wind" fand sowie einer Demo-Aufnahme dieses Liedes
- sondern wegen der aktuellen einstündigen CD eines Radioabends mit Bob Dylan, wo er als Diskjockey seine Musik zum Thema "Freunde und Nachbarn" moderiert. Dylan ist ein Schwamm, der als Musiker die letzten mindestens acht Jahrzehnte US-amerikanischer Geschichte aufsaugt und musikalisch vermittelt; wie sein Vorbild Woody Guthrie. Als Diskjockey formuliert er Nachdenkenswertens und bringt dazu die passende Musik aus vielen Jahrzehnten- zuhören!
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am 7. Juni 2009
Besitze alle Dylan-Alben und dies ist - so scheint es mir - ein Album an dem Bob schon eine Menge Spaß zu haben scheint.

Nicht auf demselben Niveau wie Modern Times oder Time Out Of Mind, aber weit über dem Durchschnitt der sonst heutzutage unter dem Deckmantel der Musik verkauft wird...
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