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am 17. Juli 2006
Vorab muss ich gestehen, dass mir diese Combo noch bis vor kurzem nur vom Hörensagen ein Begriff war. Durch einen Zufall hörte ich flüchtig einige Stücke von älteren Alben, die in mir auf Grund ihrer Originalität Neugier erweckten. So legte ich mir als erstes Werk von S.O.A.D. nun das Album "Hypnotize" vor. Es brauchte zugegebener Maßen mehrere Hördurchgänge, bis sich mir die ganze Klasse dieses Werkes erschloss. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass dieser Stil so ziemlich einzigartig im Metal-Bereich ist und selbst "progressiv-erprobte" Musikfans sowohl auf die Probe stellt als auch in Verzückung versetzt. Die Songs sind allesamt äußerst innovativ gestaltet. Interessant hier die Spannungsbögen zwischen speedig brachialen Abschnitten und melancholisch melodischen Passagen. Da kommt nicht die Spur von Langeweile auf. Das aggressive "Attack" eröffnet den Auftakt in schwindelerregender Geschwindigkeit, um kurz darauf in einen überraschenden Tempi-Wechsel zu verfallen. "Dreaming" folgt in ebenso riffiger Manier, gepaart mit klasse Canon-Gesangslinien. Die selben Attribute treffen auch auf "Steeling Society" zu, wobei dort noch gewitzte Gesangseinlagen eingebaut wurden. "Tentative" besticht durch eine erstklassige Refrain-Melodie. "U-Fig" muss auf Grund seiner herrlich psychopathischen Vocals, die auch hier tempo- und stimmungsmäßig wild hin und her wechseln (und das in positivem Sinne), gesondert erwähnt werden. Das schleppende "Holy Mountains" kommt in meinen Ohren Manowar/Metal Church-like daher, was mir persönlich sehr gefällt. Zweifellos weitere Höhepunkte auf dem Album sind für mich "Vicinity Of Obscenity" und "She's like Heroin", wo der Gesang nicht minder "abgefahren", teilweise hysterisch (auch dies in positivem Sinne) klingt. "Lonely Day", eine Art Halb-Ballade, mit angenehm melancholisch angehauchter Melodie und das in ähnliche Stilrichtung gehende "Soldier Side" beschließen ein Album der Extraklasse. Die immer wieder folkloristisch anmutenden Gitarren- und Gesangseinsätze (wie ich hörte, stammen die Musiker ursprünglich aus Armenien) sorgen für ein weiteres unverkennbares Markenzeichen dieser Combo.
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am 11. Mai 2007
Selten war in meinen Augen ein Album so schwer zu bewerten wie "Hypnotize" von System Of A Down. Die Meinungen über das Album gehen von "Abzocke" über "schwaches Album" bis hin zu "genial" und "bestes SOAD-Album".

Aber der Reihe nach:

Der Vorgänger "Mezmerize" kann als großartiges Album angesehen werden. Die Tracks sind allesamt kraftvoll, schnell und eingängig zugleich. Im Endeffekt handelt es sich aber um keinen wirklichen vorgänger, denn obwohl "Hypnotize" sechs Monate später erschien, wurden alle Songs zum selben Zeitpunkt eingespielt und daher handelt es sich eigentlich um ein verkapptes Doppelalbum.

Die Band gab an, man wolle die Zuhörer nicht mit zu vielen Tracks überfordern; Kritiker hingegen sahen darin eine Maßnahme, um dem Label möglichst viel Geld einzubringen, indem die Hörer zwei Vollpreis- statt einem Doppelalbum kaufen mussten. Diese Diskussion um den Preis ist inzwischen natürlich nicht mehr so relevant, da beide Alben günstig zu bekommen sind.

Aber dass die Songs für "Hypnotize" zum selben Zeitpunkt wie die Songs von "Mezmerize" aufgenommen worden sind, sollte man sich bewusst machen, denn sonst entsteht ein verzerrtes Bild.

Insgesamt wirkt "Hypnotize" nicht so komplett wie "Mezmerize". "Mezmerize" war für ein Hardrock-Album unglaublich erfolgreich, denn trotz der Härte ist die Musik auf "Mezmerize" sehr eingängig - ähnlich wie "Toxicity", das zweite Album der Kalifornier. Zudem hatte auf "Mezmerize" jeder Track seine Daseinsberechtigung, während bei "Hypnotize" einige Songs doch eher den Anschein von B-Seiten erwecken. B-Seiten sind ja nicht automatisch etwas schlechtes, sonders spiegeln eher die etwas unkonventionellere, ursprünglichere Seite einer Band wider. Insofern dürften sich eingefleischte SOAD-Fans sehr über "Hypnotize" gefreut haben, während alle, die "Mezmerize" liebten, weil es so catchy war, "Hypnotize" eher etwas skeptisch gegenüberstehen.

In meinen Augen stechen besonders "Tentative" und "Holy Mountains" hervor. Neben "Lonely Day" und "Soldier Site" vielleicht die Songs, die es am ehesten auf "Mezmerize" geschafft hätten.

Fazit: "Hypnotize" ist ein Album, das man aus zwei Perspektiven betrachten muss. Während es für Fans aufgrund der vielen Songs mit B-Seiten Charme und der teilweise herrlich verrückten Textpassagen eine Offenbarung und ein Puzzlestück, welches in ihrer Sammlung noch fehlte, sein dürfte, sind "normale" Musikfans sicherlich eher etwas enttäuscht. Es fehlt einfach die Konstanz an Knallern, wie "Mezmerize" sie bieten kann.

Jede neue Band dürfte mit einem Album wie "Hypnotize" überglücklich sein, für die Überband System Of A Down, die Hymnen wie Chop Suey oder Spiders schrieb, hingegen ist "Hypnotize" "nur" ein gutes Album, welches schon ein wenig andeutet, weswegen sich die Band zu einer kreativen Pause entschieden hat.
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am 19. März 2006
Ein halbes Jahr ist verstrichen, da fegte ein Orkan Namens „Mezmerize“ über die Welt. Nicht ohne bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Und dann, ein halbes Jahr später, zieht der noch bösere Zwillingsbruder „Hypnotize“ aus, die Welt in ihren Grundfesten zu erschüttern.
So in etwa könnte ein Buch beginnen, welches die Geschichte der ähnlichen, doch auch ungleichen, Zwillinge beschreibt, die, gezeugt von der Mutter SoAD, das Licht der Welt erblickten...
Bereits auf dem ersten Teil des Doppelschlages Mezmerize / Hypnotize wurde die neue Richtung der Band ersichtlich: John Dalmayans Drumtechnik wurde durch das Doppelbassspiel erweitert, da er normalerweise eher durch seine versierte Armtechnik auf sich aufmerksam macht. Zusätzlich trat der eindeutig auffälligste Wandel zu Tage – Gitarrist Daron Malakian übernimmt mehr und mehr die Führungsrolle in der Band: Lyrics, Musicarrangements, Produktion sowie einen großen Teil am Lead-Vocal.
Dies führte bereits bei „Mezmerize“ unter den Fans zu heftigen Kontroversen, da die Band bereits mit Serj Tankian einen Sänger in ihren Reihen beherbergt, der 98% der Sänger im Musikbusiness in den Schatten stellt – und zwar sehr weit ins Dunkle hinein.
Anders als viele Anhänger des alten Stils, als Serj das Lead-Vocal fest in den Händen hielt, begrüße ich jedoch diese Entscheidung. Hierzu habe ich meine Meinung bereits in meiner Rezension zu „Mezmerize“ kund getan. Aber dennoch zitiere ich mich hier nochmals zum Verständnis:
Der Grund ist schwierig zu erklären & dennoch ziemlich einfach: Serj ist ohne Zweifel ein herausragender Sänger, der Verrücktheit & fast alle Arten von Gefühlen dermaßen genial rüber bringt, dass es schier unglaublich ist. Allerdings eben nur fast... denn es gibt manche, von Daron gesungene Textpassagen, die durch ihn perfekt wiedergegeben werden können. Sicher besitzt Daron nicht die variable Bandbreite von Serj, er besitzt nicht die teils poetische Lyrikdarstellung des Frontmanns und auch hat er nicht solch ein Timbre aber er besitzt eine solche Intensität in seiner Stimme, die tiefste Trauer, Verrücktheit & Überdrehtheit darstellen kann, dass es einen schon ins Mark treffen kann. Außerdem besitzt er eine sehr markante (recht hohe) Stimme, welche nicht sehr oft im Musikbusiness anzutreffen ist. Ungewöhnlich & gewöhnungsbedürftig, aber ich finde sie mittlerweile einfach nur toll. Serj ist und bleibt jedoch die wichtige & insgesamt definitiv bessere Stimme der Band.
Meiner Meinung nach, beschneidet die Anwesenheit Darons' Stimme jedoch in keiner Weise die Präsenz & Ausdrucksstärke von Serj Tankian. Im Gegenteil, die Zwei erreichen eine Harmonie, wie sie auf keiner vorherigen Platte der Band je zu hören war. Das Resultat stellt die eindruckvollste Vocal-Performance der Band zum jetzigen Zeitpunkt dar.
Keine Frage, „Mezmerize“ war & ist ein Hammeralbum, jedoch hätte das geniale Meilensteinalbum „Toxicity“ einen Erben zu bestimmen, dann wäre es der große Bruder „Hypnotize“...
Die versammelten Songs auf dieser Platte stellen einen wirklichen musikalischen Reifeprozeß dar. Die Band knüpft, von der Intensität, an „Toxicity“ an, arbeitet die Stärken der Band heraus & setzt diese auch ein.
Der erste Track „Attack“ hämmert dermaßen gewaltig & kontrolliert zugleich drauf los, dass man nicht viel mehr machen kann, als erstmal tief durch zu atmen.
„Dreaming“ steckt kein bißchen zurück, setzt jedoch mit dem kanonartigen (gegen Ende des Liedes nicht mehr nur aus Serj & Daron bestehenden) Refrain noch einen drauf & bietet ein dermaßen genialen ruhigen Mittelteil, eingeleitet von einer fallenden Daron-Tonleiter, der einen bis ins Mark erschüttert. Eindeutig einer der stärksten Tracks die SoAD bisher veröffentlicht haben.
„Stealing Society“ bietet erstklassigen Rock, mit eingehendem Text und endet mit einem Daronlastigen schnellen Gesang, der in dieser Form in der Bandgeschichte noch nicht oft vorkam.
„Tentative“ haucht einem ein mulmiges Gefühl ein, denn der Text bietet nicht gerade erfreuliches. Das Lied stellt in etwa einen Tatsachenbericht unserer verrückten Welt dar – unangenehm & sehr intensiv.
„U-Fig“ stellt einen, textlich einfach gehaltenen, harten Song dar, mit Serj in Schrei-Höchstform. Im Mittelteil wird es für zwei kurze armenische Klanggewebe unglaublich ruhig, immer wieder zerfetzt von den brachial einsetzenden Kräften der Band – der m.E. beste Teil des Liedes. Unglaubliches Brett, das mit zu den besten Liedern des Albums zählt
„Holy Mountains“ stellt musikalisch einen würdigen Nachfolger von „Aerials“ dar – ruhig, sehr eingängig & bewegend.
„Vicinity of Obscenity“ ist der verrückteste Track des Albums: eine Art Sprechgesang gepaart mit sich überschlagenden Stimmen, zu Kinderstimme verstellter Stimme Darons, hartem & ruhigen Refrain, hämmernden Drums, wabbender Gitarre, absolut sinnlos erscheinendem Text – jede andere Band würde an dieser Aufgabenstellung gnadenlos scheitern - SoAD hingegen machen daraus ein absolut überzeugendes Lied.
„Lonely Day“ stellt das Pendant zu „Lost in Hollywood“ auf „Mezmerize“ dar. Daron singt bis auf wenige Einsätze Serjs komplett alleine, der Text ist traurig-schaurig, ein schönes Gitarrensolo ergänzt diesen Song prächtig. Ein intensives Lied, das einen hart ins Gesicht trifft.
Das letzte Lied der Platte „Soldier Side“ ist einiges in vielerlei Hinsicht. Es ist eine der balladenartigsten Lieder der Band. Es ist einer der heftigsten, markerschütternsten Texte der Bandgeschichte. Es ist eine Verurteilung der Kriegsmaschinerie. Es stellt die Verbindung zu „Mezmerize“ her, denn dort ist das Intro ein Teil dieses Liedes. Textlich gesehen, unterlegt mit dieser traurigen Musikuntermalung & dem Vortrag der beiden Sänger, der wohl niederschmetternste Song & doch, oder gerade deshalb, einer der besten Songs ever.
Leute, die meinen, dass dieses Album zu wenig System of A Down von früher ist, sollten aufhören sich daran fest zu klammern. Die Band hat sich persönlich & als Band selbst weiterentwickelt, sind gewachsen, sind gereift – und dafür bin ich mehr als dankbar. Wären sie so geblieben wie es manche gerne hätten, dann würde es System of A Down in dieser Form nicht mehr geben – sie wären mit all den anderen „Nu Metal“ Bands in der Versenkung verschwunden. Ich kann mit den Änderungen der Band gut leben – sehr gut sogar. Lieber immer wieder neue, auf ihre Art einzigartige Platten einer Band, als dass diese immer wieder die gleiche Schiene fährt, bis keiner mehr auf diesem Zug mitfahren möchte.
Überleben ist eine Kunst – und diese beherrschen System of A Down bisher hervorragend!
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am 21. November 2005
System Of A Down veröffentlichen mit Hypnotize den zweiten Teil ihres Album Doppelpacks. Und was zu vermuten war bewahrheitet sich jetzt. Die Band steht künstlerisch auf dem Zenit ihres Schaffens. Hypnotize ist die logische Fortsetzung von Mezmerize und steht dem ein halbes Jahr vorher erschienenen Schwesteralbum in nichts nach. Handelte es sich im Fall von Toxicity und Steal This Album noch um ein Meisterstück und eine etwa zur hälfte gute Resteverwertung, sind diese beiden Alben absolut gleichberechtigt zu sehen.

Es wird jetzt klar, dass System Of A Down von vorneherein ein geplantes Gesamtkonzept im Auge hatten. Mit dem erscheinen von Hypnotize verschmelzen die beiden CDs zu einer Einheit und sollten auch so behandelt werden. Dies wird auch künstlerisch deutlich. Das Intro von Mezmerize ist der letzte Teil des letzten Songs von Hypnotize, der ebenfalls Soldier Side heißt. Besonders schön ist auch, wie sich die beiden Digipacks mit Hilfe der Papp-Lasche verbinden lassen und so ein Doppelpack entsteht in dessen Mitte sich das Gemälde zu einer Einheit ergänzt.

Gut, man kann darüber streiten, ob man zwei CDs von je knapp unter 40 Minuten nicht auch als Einzel CD bzw. im Doppelpack hätte herausbringen können. Mehr Geld lässt sich mit getrennten CDs bestimmt verdienen und auch zwei Chart-Notierungen sind im Interesse der Plattenfirma. Nur sind wir mal ehrlich: 23 SOAD Songs am Stück sind selbst für den eingefleischten Fan schwer verdaulich. So konnte man sich erst an die erste Hälfe gewöhnen. Die Gefahr, dass gute Songs untergehen ist dadurch geringer und gerade dieses sich ergänzende Gesamtkonzept beinhaltet einen gewissen Reiz.

Wer Mezmerize mochte wird auch mit Hypnotize glücklich. Beide Alben bilden zusammen ein beeindruckendes künstlerisches Mammutwerk, das in der heutigen Rock-Landschaft seinesgleichen sucht.
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am 30. November 2005
Ich muss zugeben dass ich vor dem Release von Hypnotize durchaus ein wenig skeptisch war. Mezmerize hatte sich bereits ziemlich totgehört, die erste Single Hypnotize war nicht so der Burner und auch die Live-Aufnahme von Holy Mountains, die ich bereits gehört hatte, hat mich nicht vom Hocker gehauen. Glücklicherweise blieb meine Skepsis unbegründet, denn mit Hypnotize haben System Of A Down für mich persönlich das Album des Jahres abgeliefert.
Es geht los mit Attack, bei dem man, so platt sich das auch anhören mag, nur sagen kann, dass der Titel Programm ist. Mit Sicherheit der beste Opener, den die vier Kalifornier jemals abgeliefert haben, auch weil er sich nach einer Zeit zu einem echten Ohrwurm entwickelt. Dreaming steht Attack in nichts nach. Ebenfalls ein toller Song mit klasse Laut/Leise-Wechseln. Kill Rock'n Roll war ja bereits vorab als Live-Aufnahme zu hören. Auch dies ist ein toller Song mit sehr viel Ohrwurmpotentzial. Dann folgt die erste Single Hypnotize, die den ersten kleinen Durchhänger darstellt, da der Song schnell langweilt. Stealing Society besticht durch einen tollen Mittelteil und ist auch ansonsten einer der Hits der Platte. Tentative ist auch gut, aber kein Song, der besonders lange haften bleibt. Danach kommt U-Fig, der wohl härteste Song der Platte, der mir persönlich aber nicht so sehr zusagt. Holy Mountains ist dann mein persönliches Highlight der Platte. Hat er mich als Live-Aufnahme noch nicht so besonders angesprochen, hat der Song mich nach einigen Durchläufen schließlich gepackt. Tolle Wechsel zwischen lauten und leisen Passagen sowie gewisse Anleihen bei Aerials, einem der wohl besten Songs den System Of A Down bislang geschrieben haben machen diesen Song zum Highlight der CD. Zudem war es bei mir ähnlich wie bei Aerials, das mich zunächst auch nicht so gepackt hat, aber schließlich mit zu meinem Lieblingssong auf Toxicity wurde. Nach Holy Mountains kommen mit Vicinity Of Obscenity und She's Like Heroin zwei unerwartete, überraschende Songs, die beide etwas ausgeflippt sind. Zumindest She's Like Heroin ist ziemlich lustig, aber beide Songs gehören trotzdem nicht zu meinen Favoriten. Lonely Day ist wunderbar traurig und auch eines der Highlights der CD. Es endet wie auf Mezmerize das Soldier Side Intro geender hat und leitet damit den zweiten Teil von Soldier Side ein, der ein abschließendes Highlight der CD darstellt. Ein klasse trauriger Chorus sowie ein göttliches Solo von Daron machen dieses Lied zu einem klasse Abschluss für ein schlichtweg geniales Album.
Unterm Strich kommt eine zweite Hälfte des Doppelalbums Mezmerize/Hypnotize dabei raus, die Mezmerize klar schlägt und auch den Vergleich zum (für mich)legendären Toxicity keinesfalls zu scheuen braucht. Wer sein Geld dahinein anlegt ist auf jeden Fall gut beraten.
Favoriten:
1. Holy Mountains
2. Soldier Side
3. Kill Rock'n Roll/Attack
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am 2. Dezember 2005
Mit Mezmerize und Hypnotize haben SOAD ein meiner Meinung grandioses Werk geschaffen, das man wie ich finde als Ganzes sehen muss. Die beiden Alben kann man nicht von einander trennen.
Zunächst einmal muss ich gestehen, dass ich alles andere als ein Metal-Fan bin. Generell hat Rock-Musik mich über die letzten Jahre hinweg immer mehr gelangweilt. Ich bin zwar mit Bands wie Pearl Jam, Soundgarden usw. großgeworden (und diese haben auch hauptsächlich meine Jugend bestimmt), doch in den letzten Jahren gab es immer weniger Rock-Bands die mich wirklich begeistern konnten, so dass ich vermehrt zu anderen Musikrichtungen tendiert habe.
Als ich zum aller ersten Mal etwas von SOAD hörte, gab ich der Band auch gar nicht erst ne große Chance, mein Urteil war schnell gefällt. Nur so ne weitere langweilige Schrabbel-Band mit Geschrei-Gesang. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass dies „Chop Suey“ war, von dem ich heute nicht genug bekomme und der meiner Meinung der bisher Beste Song der Band ist. Aber ich hörte gar nicht richtig hin. Zufälligerweise kam mir dann irgendwann Aerials zu Ohren und zu meiner Überraschung gefiel mir der Song sehr gut. Ich tat dies aber als die große Ausnahme ab, wie es bei so vielen anderen Bands schon vorkam.
Ein paar Jahre später, kurz vor Veröffentlichung von Mezmerize, flimmerte dann das Video zu B.Y.O.B. über die Kanäle. Diesmal gab ich dem Song eine Chance, und hörte ihn mir an. Und je öfter ich ihn hörte umso besser gefiel er mir. Davon angestachelt, las ich mir dann doch mal die Rezensionen zu SOAD bei amazon durch. Dabei wurde ich immer neugieriger. Da „Toxicity“ recht günstig angeboten wurde, „riskierte“ ich also einen Kauf. Und was soll ich sagen, nach zwei bis dreimal Hören war ich süchtig nach der Platte. Somit war es dann nur noch eine Frage der Zeit, bis ich mir „Mezmerize“ und nun auch „Hypnotize“ zulegte.
Und nun zu meiner eigentlichen Rezension. Was SOAD hier abliefern, ist ganz großes Kino. Sie schaffen es mit jedem Song einen zu überraschen. Ständig erwische ich mich mit einem Grinsen auf dem Gesicht. Ich liebe die abwechselnd melodiösen und harten Passagen und dann wird des öfters noch etwas ganz verrücktes eingebaut. Man denkt sich, was war jetzt das? Sowas in nem Rock-Song? Und doch funktioniert es. Wenn es je eine Band gab, auf die der Begriff „Alternative“ gepasst hat, dann wohl SOAD. Nie wird sich auf ein bestimmtes Schema eingeschossen, oder auf irgendwas Funktionierendem ausgeruht. Das führt dann dazu, dass man sich die Songs mehrmals anhören muss, bis die Ohren sich daran gewöhnt haben, aber dann kommt man nicht mehr davon los.
So, nun will ich mich noch zu den kritischen Bemerkungen äußern. Viele kritisieren, dass Daron zuviel singt. Zugegebener Maßen hat Serj eine fantastische Stimme. Aber Daron’s ist finde ich auch ganz gut, und vor allem die Zweistimmigkeit ergibt dann sehr oft einen großartigen Sound, der mit einem Sänger eben nicht zu erreichen wäre.
Dann haben viele kritisiert, dass SOAD zwei Alben veröffentlichen um Kohle zu scheffeln. Man hätte wohl wirklich ein Album aus den beiden machen können, hätte man drei bis vier Songs weggelassen. Diese Kritik ist sicher verständlich. Aber man sollte der Band zugute halten, was man pro Album für sein Geld bekommt. Das sind vielleicht nur 12 Songs und nur knappe 40 Minuten Spieldauer. Diese haben es aber in sich. Die meisten Bands könnten 20 Songs aufnehmen und 80 Minuten Spieldauer auf ein Album packen, sie würden nicht ansatzweise so viele Ideen und Abwechslung hinbekommen. Ich glaube in 40 Minuten kann man nicht besser unterhalten werden, wie mit „Mezmerize“ oder „Hypnotize“. Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt mit was SOAD uns noch weiter überraschen.
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am 29. Dezember 2005
Also ich kann nicht verstehen, warum gewisse Leute hier nur einen Stern geben und System of A Down immer wieder mit ihrem alten Album "Toxicity" vergleichen. Innerhalb so vieler Jahre entwickelt sich eine Band doch auch weiter, und was sollen sie machen?! Sollen sie immer wieder die gleichen Lieder auf verschiedene Alben packen?!
Also ich finde dieses Album wirklich klasse, wobei ich sagen muss, dass ich mich erst einhören musste. Die ersten paar Male Hören war ich auch etwas enttäuscht, aber wenn man sich in die Songs reinhört, merkt man wieder den typischen SoaD-Stil :-)
1. Attack - 5 Sterne
2. Dreaming - 5 Sterne
3. Kill Rock n Roll - 5 Sterne
4. Hypnotize - 5 Sterne
5. Stealing Society - 4 Sterne
6. Tentative - 5 Sterne
7. U-Fig - 3 Sterne
8. Holy Mountains
9. Vicinity of Obscenity - 5 Sterne
10. She's like heroin - 4 Sterne
11. Lonely Day - 5 Sterne
12. Soldier Side - 5 Sterne
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am 26. Dezember 2005
Nachdem ich vor gut einem Jahr zum ersten mal Toxicity gehört habe war ich schon sehr begeistert vom Stil System of a Downs.Nun kam etwas später Mezmerize heraus was ich mir sofort zulegte,es war kein schlechtes Album,im Gegenteil es hat mir sogar gut gefallen,aber wo war die aggressivität hin? Ich fürchtete schon fast es passiert dasselbe wie mit Slipknot die auf einmal ebenso abgeflaut waren in Subliminal Verses.Nun 6 monate später kam Hypnotize heraus,auch dieses habe ich mir sofort gekauft und ich war sehr überrascht.Dieses Album war wieder mehr nach meinem geschmack,zwar reicht es nicht an Toxicity heran,das ist wohl klar, aber es ist meiner Meinung nach ihr bestes nach Toxicity auch wenn Steal this Album nicht schlecht war aber dieses hier ist wirklich klasse. Ein SoaD fan sollte sich das Ding wirklich dringendst holen ;).
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am 19. November 2005
...aber nicht bei System of A down!!!!
Mezmerize war schon hammers, und sein Nachfolger ist mindestens gleichwertig. Wie ich finde hört man, dass die beiden Alben in einem Guss produziert wurden, was an der Abwechslung der schnellen und langsamen Passagen und auch an den Songtexten festzumachen ist. Jedoch ist Hypnotize eine Spur härter und nicht so poplastig wie Mezmerize. Man könnte schon sagen, dass sie bewusst die melodischeren und "popigeren" Songs auf Mezmerize gepackt haben und die sogenannten "Schocker" für Hypnotize aufgehoben haben. Für diejenigen, die also erst durch Mezmerize auf SOAD gestoßen sind ist der zweite Teil möglicherweise ein harter Brocken. Es ähnelt doch musikalisch ziemlich den älteren Sachen von System. Die besten Tracks sind meiner Meinung nach Dreaming, Hypnotize, Holy Mountains und Vicinity Of Obscenity. Mit Soldier Side wird das, was mit Mezmerize begonnen hat erfolgreich abgeschlossen. Sieht man die beiden Alben als eines, so lässt sich darüber nur eines sagen: ein Meisterwerk!!!!
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am 16. November 2005
Erst mal vorweg : Meiner Meinung nach ist diese CD namens "Hypnotize" ganz anders als "Mezmerize" und es ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen, das die beiden Alben irgend etwas miteinander zu tun haben bzw. zur selben Zeit entstanden sind. Eingefleischte SOAD Fans, die vom Mainstream - lastigen "Mezmerize" etwas vor den Kopf gestoßen waren, werden mit diesem Album zu 100 % versöhnt. Und jene, die SOAD erst seit "Mezmerize" kennen, werden schwer zu knabbern haben : "Hypnotize" orientiert sich viel mehr an "Toxicity" oder "System of a down", ist absolut rücksichtslos, um nicht zu sagen brutal.
Mir kommt es vor, als ob die netten, tanzbaren Songs alle auf Mezmerize versammelt wurden um zu sagen : Schaut her, auch wir können "schöne" Musik machen, nur um "Hypnotize" noch brutaler klingen zu lassen : Das ist SOAD jedenfalls erstklassig gelungen. "Hypnotize" empfinde ich als teilweise düsteres, melancholisches Monster. Mit "Mezmerize" hat SOAD dem Mainstream die Tür geöffnet, um sie sofort wieder zu schließen und die Weltordnung wieder herzustellen, die seit "Toxicity" gegolten hat.
Die ersten 3 Songs "Attack", "Dreamin'" und "Kill Rock'n'Roll" sind sehr repräsentativ für das Album : Alle drei Songs sind gewaltige "Noise" Attacken, mit bretternden Gitarren, gewaltigen Fußtrommeln, extremen Power, mit Serj Tankian in Höchstform , der brüllt wie in seinen besten Tagen. Stille Passagen werden von donnernden Riffs abgelöst während das Schlagzeug Speed - Metal Sequenzen drischt : Laut, gewaltig, schnell, extrem. Die ständigen Rhythmuswechsel muss man zuerst verkraften. Dazwischen singt, einzige Gemeinsamkeit mit "Mezmerize", sehr oft Daron Malakian mit Serj zweistimmige Passagen, wobei Daron nicht so aufdringlich klingt wie auf "Mezmerize".
Jeder der drei Tracks überrascht mit teilweise gehörfälligen Zwischenteilen, die dann von brutalen Power-Sequenzen abgelöst werden, als ob ein Vulkan ausbricht. Alles wird getragen vom Duo Tankian/Malakian, die wie besessen singen und schreien.
Wer nun den Lärm - Attacken der ersten drei Songs unbeschadet überstanden hat, muss nicht erleichtert sein : Es geht genauso rücksichtslos weiter.
Die erste Single des Albums, "Hypnotize" gibt nur eine kurze Verschnaufpause und ist verhältnismässig ruhig und gehörfällig : Wie üblich bei SOAD werden wieder folkloristische Klänge verarbeitet. Interessant klingt das ganze dann, wenn Daron die Gitarre so hoch spielt, dass sie wie eine Mandoline klingt.
"Tentative" bietet einen äußert interessanten, ruhigeren Mittelteil wieder mit Darons hohen Gitarren. "U-Fig" ist der vielleicht brutalste Song des Albums : Man hat das Gefühl, SOAD hauen zuerst alle Gehörnerven kurz und klein, und necken einen dann mit einem lieblich klingenden Zwischenteil. Einfach nichts für schwache Nerven. "Holy Moutains" ist die "Ballade" des Albums, wenn man so etwas wie Ballade zu diesem Power-Hammer überhaupt sagen kann. Aber der Song orientiert sich irgendwo an "Aerials". Balladenartig ist sicherlich auch "Lonely day", ein melancholischer Song fast zum Schluss.
"Vincinity of Obscenity" ist derart komisch, das ich nicht weiß, wie ich den Song beschreiben soll : Serj Tankian rappt da an der Sequenz "BananaTerraCottaPie" herum, während die Gitarre mit das Schlagzeug das Ganze mit einer Power-Sequenz unterlegen. Ein äußert chaotischer und merkwürdiger Song, aber richtig typisch SOAD ! Wer sonst kann einen solchen Song machen ?
"She's like heroin" ist irgendwie mein heimlicher Favorit, weil er mit typischen 60er Rock'n'roll Rhythmus spielt.
"Soldier Side" ist der Song zum Thema des Intros von "Mezmerize". Am besten einfach kaufen, und sich selber ein Bild machen, ich hab mein Bestes für Euch getan.
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