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am 13. September 2014
Clint Eastwood als rassistischer Korea-Veteran, der in einem heruntergekommenen Stadtviertel inmitten von eingewanderten Asiaten und Straßengangs die Stellung hält, fand ich bemerkenswert gut. Wenn Eastwood sich in verbrecherische Gang-Aktivitäten mit Sprüchen wie dem obigen einmischt, kommt echt Freude auf. Das ist Eastwood, wie man ihn seit Jahren gerne gesehen hätte, aber nach >Dirty Harry< nicht mehr zu sehen bekam. >Gran Torino< ist ein fast zwei Stunden langer Spielfilm von Regisseur und Produzent Clint Eastwood mit sich selbst als Hauptdarsteller, den ich in einem Zug und ohne Pause angesehen habe. Und dies kann ich heute nur noch von extrem wenigen Filmen sagen, weil mich nur noch wenige Filme von der Konstruktion und dem Spannungsbogen überhaupt länger bei der Stange halten können. Bei acht von zehn Filmen ertappe ich mich inzwischen dabei, dass er nach kurzer Anlaufphase keine Lust mehr hat, den angefangenen Film überhaupt zu Ende zu sehen. Bei >Gran Torino< war das anders. Eastwood wandelt sich durch den Kontakt mit seinen asiatischen Nachbarn vom verbitterten und einsamen Rassisten zum mitfühlenden Menschen, der Freunde hat und Mitmenschen nicht nur als lästige Schmeißfliegen sieht. Und dies kommt glaubhaft und menschlich anrührend beim Zuschauer an. Die schauspielerischen Leistungen gefielen mir. Ich fand den Film ingesamt wirklich gut, werde ihn bestimmt noch ein weiteres Mal ansehen und kann ihn weiter empfehlen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 5. November 2009
Bambusfresser, Schlitzaugen... Eastwood fährt wirklich alles auf an political incorrectness gegenüber den Asiaten, die jetzt sein Viertel bevölkern - wiewohl er als "Walt Kowalski" auch nicht gerade einen uramerikanischen Rollennamen hat. Es geht in "Gran Torino" um das Altern, um Veränderungen der Zeit, um einen Zusammenprall von Lebensentwürfen und von Generationen, um die Bekehrung eines Rassisten, um die Rettung eines alten Mannes und eines Teenagers aus der Isolation, um Selbstvertrauen, am Rande auch um Gewalt - also nahezu das ganze Eastwoodprogramm, und darin wird der Mann, der nun schon auf die 80 zugeht, immer besser! Angesichts der genannten Skizze ist vielleicht gar nicht zu erwarten, wie viel Humor dieser Film doch hat. Er hat zwar einen ernsten Hintergrund, ist aber erstaunlich oft zum Schieflachen, sicherlich keine alberne Komödie, aber von einer augenzwinkernden Schnodderigkeit, hinter der immer auch noch ein bißchen mehr steckt, aber die irgendwie schon unglaublich Laune macht. Allein wie Stoneface Eastwood seine Mundwinkel verzieht, als ihm die Verwandtschaftsblase ein Telefon mit extra großen Tasten und einen mechanischen Greifarm schenkt, weil das das Leben doch so viel leichter mache (und darauf hinweist, dass das alles bei betreutem Wohnen noch viel, viel angenehmer wäre...), ist ein Ur-Eastwood-Moment, der dreierlei ist: Selbstreferenziell (Eastwood ist längst Kult), dabei dennoch von berührender Wahrheit und Würde, vor allem aber saukomisch. Solche Momente gibt es wirklich viele, sie alle zu nennen, würde den Rahmen dieser Rezension sprengen.

Worum geht es eigentlich? Kowalski ist der Ur-Ami, der im Koreakrieg gekämpft und danach für Ford Autos zusammengebaut hat, jahrzehntelang. Ford ist ja so ein Flaggschiff und Sinnbild der guten alten US-Industrie, mit der das Land geglänzt und die es groß gemacht hat. Vom Tellerwäscher zum Millionär, amerikanische Schaffenskraft... dafür steht Ford, oder muss man nicht schon sagen: Das war einmal? Auch ohne die aktuelle Krise einzubauen, zeigt der Film: Die Welt hat sich verändert. Walts Viertel wird nur noch von Koreanern bevölkert. Und nicht nur das Viertel. In einer witzigen Szene, in der Blicke alles sagen, sehen wir die Asiaten auch in der Arztpraxis, und zwar nicht nur als Patienten, sondern auch als Ärztinnen und Personal: Die dienen man nicht nur à la Sarrazin dem Obst- und Gemüsehandel, sondern sind längst im Establishment angekommen. Dass sich der alte Sack Kowalski von ner Dreierquote (Frau, blutjung und Asiatin) sagen lassen muss, wie er seine Pumpe zu schonen hat, verwirrt ihn sichtlich. Hinzu kommt: Walt ist desilliusoniert und vereinsamt und fühlt sich nicht nur angesichts der "Ausländer" (von denen viele vielleicht rechtlich gar keine sind) im falschen Film: Seine Frau ist verstorben, seine Kinder wollen ihn ins Heim stecken, seine Enkelin kommt bauchfrei zur Beerdigung der Großmutter und möchte sich extrem unverblümt das größte Stück des Erbkuchens unter den Nagel reißen. Der Pfarrer ist ein Jungspund, der über den Tod spricht, indem er seine Theologievorlesungen herunterspult. Er hat Buchwissen, Walt aber hat Bauchwissen, weil er den Tod in Korea gesehen hat (und, wie wir später erfahren, auch im Krieg schuldig geworden ist, was er nie verwunden hat).

Was für eine eigentlich deprimierende Ausgangssituation, aber wie gesagt, ein stellenweise ungemein witziger Film, das muss man erst einmal hinbekommen. Widerwillig lässt Walt Dankesbekundungen der koreanischen Nachbarn über sich ergehen, weil er deren Sohn vor einer Gang gerettet hat (eher nur, weil er das nicht ertragen konnte, und um seine Ruhe zu haben). Da ist Eastwood noch gelegentlich der alte harte Knochen mit den bedrohlichen Sprüchen, wenngleich das immer auch schon etwas gebrochen ist und am Schluss eine überraschende, aber in der Rückschau doch stimmige Wendung nimmt. Walt wird mehr durch einen Zufall eine zunächst schwierige, aber immer schon aufs Warmherzige zusteuernde Beziehung zu diesem koreanischen Jungen entwickeln, und hier macht Eastwood etwas, was nur er kann und was seine Filme öfter einmal auszeichnet: Er schweißt zwei unterschiedliche Personen zusammen, schildert eine Art Vater-Sohn (oder hier vom Alter her eher Großvater-Enkel-)Beziehung, wobei immer klar ist: So unterschiedlich die sind, der eine braucht den anderen, und der eine kann den anderen retten. Das gilt immer in beide Richtungen, auch wenn das nicht sofort offenbar ist. So ist Walt derjenige, der dem Jungen (dessen Namen ich vergessen habe) aus der Orientierungslosigkeit hilft, ihm einen Job, eine Lebensperspektive und ein Rückgrat verschafft, aber dabei ist klar, dass Walt genau so sehr von dem Jungen befreit und gerettet wird, wie er ihn umgekehrt befreit und rettet. Diese schönen Doppelungen und Umkehrungen, diese positiven Bekenntnisse zum Einander-Brauchen, die gibt es öfter einmal bei Eastwood, und sie sind immer von einer scheinbar paradoxen Vielschichtigkeit. Am schrägsten und schönsten gelingt es ihm vielleicht in "Ein wahres Verbrechen": Da gibt es einen Todeskandidaten und einen Reporter, dessen Leben überhaupt nicht bedroht ist, aber der Erste hat einen Halt im Leben, der dem Letzten völlig fehlt - natürlich wird der Reporter als reichlich kaputter Mensch von Eastwood selbst gespielt. Auch in "Gran Torino" ist Eastwood mal wieder oberflächlich der Retter, aber genau betrachtet genauso der Gerettete, und er ist sich nicht zu schade, das schonungslos offenzulegen, ohne jemals ins Sentimentale abzugleiten. Ein derartiger Ansatz erfordert Spiegelungen, Doppelungen, mit diesen ganzen Umkehrungen des Oberflächlichen, und Eastwood erweist sich hierin als Meister. Nur ein Beispiel: Walt legt einmal die Beichte ab, wir sehen durch das Gittermuster des Fensters im Beichtstuhl, und Walt speist den jungen Pfarrer mit typisch eastwoodschnodderigen Floskeln ab. Wenig später hat Walt seinen jugendlichen Freund in einem Keller eingesperrt (weil Walt, ganz der alte Western-Eastwood, eine gefährliche Situation allein bestehen und den Jungen schützen will), und bei einer verbalen Auseinandersetzung erzählt Walt ihm sichtlich erregt, was damals wirklich in Korea geschehen ist. Die beiden sind durch eine Gittertür getrennt, die ein ganz ähnliches Muster wie zuvor in der Kirchenszene wirft, und es wird klar: DAS ist die wirkliche Beichte des Walt Kowalski, für ihn ein Schmerz, aber auch eine Befreiung. So ist das mit diesem Film öfter einmal, es gibt eine zweite Wahrheit unter der Oberfläche.

Bei alldem - auch das ist typisch Eastwood - ist dieser Film dennoch von einem ur-amerikanischen Patriotismus beseelt. Er ist vor Nationalstolz nicht blind, spricht Probleme Amerikas offen und mit wachem Blick an, aber es gibt immer noch das positive Gegenbild, hier beispielsweise die Perspektive, dass ein Niemand relativ wenige Probleme hat, einen Job auf einer Baustelle zu finden, wenn er es nur wirklich will, seinen Mund aufzumachen lernt und entschlossen ist, in die Hände zu spucken. Die USA, das ist kein Traumland, aber die Potenziale, die sieht Eastwood trotz allem noch. Man kann das kritisieren. Aber wie gesagt, sein Patriotismus ist nicht blind, und da gefällt mir diese Mischung aus kritischer und lebensbejahender Haltung schon wieder.

Eastwood hat also unverwechselbares Eastwoodwerk hingelegt, man entdeckt immer wieder typische Elemente seiner Filme. Einige wurden bereits genannt. Ferner ist zu vermerken: Ein für den typischen Amipatrioten bemerkenswert kritischer Blick auf die Kirche (schon in "Million Dollar Baby" hat der Pfarrer kläglich versagt, als es mal nicht um graue Theorie, sondern um eine sehr konkrete Bitte um Sterbehilfe ging), aber auch Menschenliebe statt den totalen Zynismus (der Pfarrer kommt hier am Ende recht gut weg, so wie die erst ätzenden Verwandten in "Die Brücken am Fluß" am Ende alle geläutert sind). Indes: Grenzenlos ist diese Liebe nu auch wieder nicht. Die raffgierige Verwandtschaft von Walt kriegt ihr Fett genauso ab wie die von Maggie in "Million Dollar Baby", und bei den Koreanern gibt es neben der netten Familie von nebenan auch noch eine Streetgang, deren Gewaltbereitschaft weit über Dummejungenstreiche hinaus geht. Wie Walt mit der am Ende fertig wird, ist ziemlich genial. Seine im ganzen Film präsente Geste, mit den Fingern eine Pistole zu formen, zeigt schon an, dass nichts so ist, wie es scheint (wie schon bei dem nur scheinbar friedlichen Ende von "Mystic River"), und genau genommen führt Eastwood hier etwas konsequent durch, was bei "Erbarmungslos" nur halbherzig geraten ist (dies genauer zu erklären, würde zuviel vom Ende verraten). Und ihm gelingt ganz nebenbei ein starkes Statement für Zivilcourage durch einen ungewöhnlichen Regieeinfall: Mehrere Male wird auffällig nicht der Gangleader ins optische und inhaltliche Zentrum gerückt, sondern der nicht minder brutale Mitläufer, gerade in der letzten Szene, in der die Gang vorkommt. Für den hat Eastwood offenbar die meiste Verachtung übrig, so sehe ich es, und ohne solche Typen könnten die Anführer ja auch herzlich wenig ausrichten, sei es bei Straßengangs oder in Diktaturen oder wo auch immer. Nach alledem gilt: Obwohl der Film entspannt und witzig daherkommt, an der einen oder anderen Ecke auch gern mal das Bedürfnis nach Eastwood-Kult-Momenten befriedigt, ist er doch letztlich tiefschürfend - und erfreulich kompromisslos. Eastwood gehört genauso wenig zum alten Eisen wie Walt Kowalski. Ein Leistungsabfall ist da überhaupt nicht zu bemerken, im Gegenteil. Freuen wir uns auf die Filme, die noch von ihm kommen!
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am 6. November 2016
Wer einen Film bestellt, wo Clint Eastwood drauf steht, erhält einem Film, in dem Clint Eastwood drin ist. Punkt. Konservativ bis auf die Knochen, aber kein Rassist. Zumindest nicht, was die braven Hmong betrifft, die einst in Vietnam und anderswo in Asien für die CIA und die USA gearbeitet haben und nun zur Belohnung dort leben dürfen. Das sind die Guten, was Held Kowalski, ein katholischer Prolet mit polnischen Wurzeln, Fließbandarbeiter bei Ford in Rente und ehemaliger Koreakämpfer, erst in einem langen Entwicklungskampf mit sich und seinen Vorurteilen erfahren muss. Es sei denn, sie überamerikanisieren sich und bilden böse Gangs, dann gibt es Zoff mit dem Alten. Die geliebte Ehefrau ist tot und steht als Foto im Wohnzimmer, der irische junge Pfarrer nervt mit weltfremden Sprüchen und die Kinder und Enkel sind ein widerliches herzloses Pack, das auf Opas Haus und Gran Torino lauert. Doch abgerechnet wird zum Schluss.....

Eastwood ist darstellerisch saugut wie immer und er kann ja als einziger Hollywoodstar wirklich selber gute und erfolgreiche Filme machen. Und das im hohen Alter. Dafür Respekt. Aber der Film hier war mir doch etwas arg klischeebeladen und vom Skript her zu unausgegoren. Vor allem die Zeichnung der Kinder und Enkel war extrem überzogen. Warum sie so sind, wie sie sind, nämlich einfach widerlich, wird in keiner Sekunde erklärt, begründet oder zumindest ansatzweise erfragt. Denn die Kinder sind ja nicht nur dem Vater entfremdet, was vorkommt, sie sind charakterlich unterste Schublade. Warum? Keine Ahnung. Die Hmong hingegen sind, bis auf dem misratenen Cousin und seine Gang, alle lieb miteinander. Hier spielt Eastwood sehr plakativ zwei unterschiedliche Kulturen gegeneinander aus, und das auf sehr einfach gestrickte Art und Weise. So funktioniert das aber nicht. Einfach auf die eigene junge Generation einzudreschen wie ein alter Querulant, das geht auch nicht. Meine Meinung.

Von Gewalt hat sich Eastwood in diesem Film erstmalig klar und deutlich distanziert. Und Kriegsverbrechen der Amerikaner im Koreakrieg wurden so unverblümt in einem Mainstream-Film auch selten aufs Tapet gebracht. Da hilft auch kein Beichten als guter Katholik. Dafür, für Eastwoods grandioses Spiel und solide Inszenierung sowie die interessanten Einblicke in die fremde Welt der Hmong 4 Sterne (minus). Die zauberhafte junge Schauspielerin Ahney Her, selber eine Hmong und beim Dreh 16 Jahre alt, überzeugt berührend und glaubhaft auch in den schwierigen Szenen gegen Ende.
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am 2. Oktober 2016
Dieser Film ist von dieser Sorte, die einem noch lange im Gedächtnis bleiben. Ein Drama über Fremdenhass und Vorurteile, die wir irgendwo alle in uns tragen. Es ist ein Film über eine besondere Beziehung eines alten rassistischen Kriegsveteranen, zu einem chinesischen Jungen aus der Nachbarschaft. Wer erfahren möchte, was es in diesem Zusammenhang mit dem Auto "Gran Torino" auf sich hat, der sollte sich diesen Film unbedingt anschauen.
Wer hier auf große Action und viel Blut hofft, wird absolut enttäuscht sein. Die Altersbeschränkung offenbart es allerdings auch schon, dass hier nicht mit viel knallharter Sequenzen zu rechnen ist. Aber dieser Film braucht dies auch gar nicht. Er ist - durch viele witzige Sprüche - humorvoll ausgeschmückt. Es gibt ebenso viele Momente, die zum Nachdenken anregen. Die Spannung bleibt den ganzen Film über erhalten, da man zu keinem Zeitpunkt weiß, wie die Geschichte letztendlich ausgeht. Auch das Ende ist durchaus überraschend (zumindest für mich gewesen).
Alles in allem gehört dieser Film zu meinen liebste Clint Eastwood-Streifen. Dennoch weiß ich auch, dass dieser Geschmack von Film nicht jeden trifft. Also am besten anschauen und dann selbst entscheiden.
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am 10. März 2015
Gran Torino ist definitiv mein Lieblingsfilm mit Clint Eastwood. Spoiler ............. Walt Kowalski ist Korea Veteran und wohnt nach dem Tod seiner Frau allein in einem riesigen Haus.seine Familie will nur sein bestes, seine Kohle. Das zieht ins Nachbarhaus eine Hmong Familie ein, gegen die Walt gleich einige Vorbehalte hat. Als die Familie in eine Auseinandersetzung mit einer Jugendbande Gerät und diese Walts Grundstück betreten , schlägt er Sie in die Flucht. Die Hmong bedanken Sich gegen den Willen von Walt solange durch Essen und Geschenke bis Walt durch soviel Großherzigkeit nachgibt. Es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen Ihm und der Familie.Besonders das Mädchen und Tao der Junge haben es Ihm angetan, sind Sie doch vom Wesen ganz anders als seine Raffgierige Familie .leider gibt die Bande nicht auf und Walt sieht ein das es nur einen Weg gibt seine Freunde zu schützen.... Besonders angetan hat es mir noch Walts Testament, eigentlich traurig doch durch Walts Sprüche eigentlich zum Lächeln. Für mich ein Spitzenfilm der viele Botschaften enthält. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️STERNE von Herzen von mir für diesen genialen Film!
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am 30. Juni 2010
Leider, leider kam ich erst vor Kurzem dazu, diesen so ausgesprochen wertvollen und großartigen Film anzusehen.
Clint Eastwood zeigt uns, was man von gutem Wein sagt: Er wird mit den Jahren immer besser.
Auch dieser so hervorragende Schauspieler, Regisseur, Produzent, Drehbuchautor, Komponist - und auch Sänger! - war nie besser, als jetzt. In seinen späten Jahren spielt Clint in Rollen, welche eine immense Tiefe und Charakter haben, scheinbar in einer eigenen Liga.
Seine Darstellung des Walt Kowalski, der von seinem, durch manch eigene Fehler verpfuschten, und desillusionierten Leben enttäuscht ist, kommt verdammt gut rüber...
Walt ist nicht bloß ein Mann mit einem eigenen Schicksal - sondern ein Sinnbild für seine ganze Generation.
Er ist alt, ebenso wie sein Gran Torino Muscelcar alt ist. Ein Relikt aus einer anderen - für ihn besseren - Ära. Die große Zeit der Stadt Detroit mit ihren Motorenwerken ist längst vergangen. Genau so wie viele von den Werten, die ihm wichtig sind.
Geplagt davon, daß er mehr als sein halbes Leben durch seine Erlebnisse im Koreakrieg bestimmen ließ, und dadurch zu einem verbitterten alten Mann wurde, der sich selbst (und vor allem seiner eigenen Familie) immer fremder wird, öffnet er - Anfangs nur sehr widerstrebend - sein Herz. Für seine Nachbarn, die Hmong ebenso wie für sich selbst.

Ich könnte noch locker eine ganze Weile so weitermachen - würde allerdings bloß das wiederholen, was ich selbst gerade in manch anderen, der als sehr hilfreich bewerteten (und sehr guten!), Rezensionen schon lesen konnte.

Der Film ist wirklich sehr zu empfehlen!

Kein Action-Eastwood, obwohl er auf dem Cover einen Karabiner in der Hand hält. Also nicht davon täuschen lassen. Aber ein harter Eastwood, der sehr zum Nachdenken anregt.
Was mich nicht loslässt und regelrecht bezaubert, ist das Lied - die "End Credits" - zu GRAN TORINO.
Gesungen von Jamie Cullum und Clint Eastwood selbst.
Seine rauhe und brüchige Stimme verkörpert den Geist und die Seele dieses Songs. Und auch die des Filmes.

An anderer Stelle las ich:
"Wie kann jemand über ein Auto singen, und damit solche Gefühle hervorbringen.."
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am 14. Oktober 2009
Walter Kowalski (Clint Eastwood), für seine wenigen Freunde Walt, war im Koreakrieg. Dort hat er vor bald 60 Jahren unsägliche Grausamkeiten erlebt, aber auch angerichtet. Seither ist Kowalski ein verbitterter Pedant. Sein Haus ist stets militärisch-makellos gepflegt, seine schon lang erwachsenen Kinder mit schärfsten Drill erzogen und daher entfremdet. Als seine Frau beerdigt wird, verhält sich auf der Trauerfeier vom Priester bis zum letzten Gast auch niemand respektvoll genug für seine Vorstellungen. Ganz klar: Walter Kowalski will man nicht als Nachbarn haben. Als im leerstehenden Nachbarhaus eine koreanische Familie einzieht, scheint für Kowalski entgültig der Siedepunkt erreicht worden zu sein. Spätestens als der Nachbarjunge Taoh, von einer lokalen Gang angestiftet, seinen 1972er Gran Torino beschädigt, droht das angespannte Nachbarschaftsverhältnis in einen Kleinkrieg umzuschlagen. Doch als die Gang seine Nachbarn anfängt zu terrorisieren, beginnt Kowalski einzuschreiten...

Mit 80 Lenzen zeigt Clint Eastwood mehr Biss beim Filmemachen als manche Regisseure, die dem Zuschauer das Blaue vom Himmel versprechen, dies aber meist nicht einhalten können. Sein geradezu kammerspielartiges Drama "Gran Torino" verknüpft die aktuellen sozialen Probleme von Amerikas Ballungsräumen, gekonnt mit den Dämonen, die ein alter Mensch und Kriegsveteran mit sich herumschleppt. Dass dadurch Walters Entfremdung von der eigenen Familie vorangetrieben wird, zeigt umso deutlicher, dass die "Abschiebepolitik" der westlichen Gesellschaft, die ihre Alten lieber in Heime verbannt, als sie im Mittelpunkt der Familie zu halten, bis ins Mark fehlgeleitet ist - ganz anders wie bei seinen koreanischen Nachbarn.
Besonderes Augenmerk legt Eastwood dabei auf die späte Annäherung der Kulturen zwischen seiner Figur, dem verbissenen Veteranen, und dem pickeligen, jungfräulichen und offensichtlich nichtsnutzigen Sohn seiner asiatischen Nachbarn, die offenbar gekommen sind, um sein geliebtes Amerika zu überfremden.

Eastwood inszeniert mit nur wenig Aufwand das Wesentliche einer jeden Szene, sein Film wirkt wie das 100-Prozent handgemachte Endprodukt eines Filmliebhabers - Old School, wie es sie nur selten gibt in Hollywood. Wenn Hauptdarsteller Eastwood dann noch knurrend den Mundwinkel verzieht, um seinen Unmut auszudrücken, dann merkt man warum der Mann eine Legende vor und hinter der Leinwand ist.

Abschließend bleibt eigentlich nur zu sagen: Ansehen und genießen. "Gran Torino" ist wahrlich ein vielschichtiges Meisterwerk, an dem sich so mancher vermeidliche Filmemacher eine dicke Scheibe von abschneiden kann - 5 Sterne.
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am 3. Juni 2012
Als ich Gran Torino einlegte wusste ich nicht worum es gehen wird, lese mir Filmbeschreibungen ungern schon vorher durch, da dort schon das meiste verraten wird.
Ich muss sagen, lange hat mich keine Film mehr so beeindruckt. der gute Clint in einer seiner besten Rollen.
der Film hat alles: Szenen zum Lachen, Szenen die zum Nachdenken anregen, Szenen die schockieren, Szenen die Erschüttern und traurig machen, ein Film mit wirklich witzigen Stellen, obwohl es ein äußerst tiefsinniger Film ist....einfach das komplette Paket. die Story wird zu keinem Zeitpunkt langweilig, und das Ende...ja, das Ende...Leute, ziehts euch rein.
für mich ist Gran Torino ein Meisterwerk. große klasse.
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am 4. März 2016
Clint Eastwood spielt Walt Kowalski, einen Koreakriegverteran mit einer Abneigung sowohl gegen Ausländern als auch gegenüber der Kirche. Seine Frau ist verstorben und so lebt er abgeschottet und ohne Freunde oder Verbindung zu seinen Söhnen in einer Vorstadt von Detroit. In dieser haben sich über die Zeit jedoch mehr und mehr Hmong angesiedelt und so scheint es als sei er der einzige in seiner Nachbarschaft, der die "amerikanischen Werte" noch hoch hält. Alles was ihm noch bleibt sind seine Erinnerungen sowie sein Hund und sein Gran Torino, um welche er sich noch liebevoll kümmert.
Als es eines Tages dazu kommt, dass er den Nachbarsjungen, mehr oder weniger freiwillig, vor einer durch die Stadt ziehenden Gang beschützt kommt zu einigen Annäherungsversuchen der Nachbarn, die ihm für seine Tat sehr dankbar sind. Die daraus entstehende Beziehung ist erstaunlich authentisch und nachvollziehbar.

Ein Film, der unter die Haut geht und sich so geschickt um rassistische Klischees, verhärtete Ansichten, Traditionen, Familie Verdrossenheit und nicht zuletzt um das Leben im Alter dreht, das einem dabei nicht schwindelig wird sondern sich einem ein erstaunlich hartes, konsequentes und zugleich humorvolles Stück Kino offenbart, das einen nicht so schnell wieder loslässt.
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am 5. Oktober 2015
Hoi

Also auf ersten Blick könnte man meinen, dass die Botschaft sei "wir sind alle Menschen" usw.
aber wenn man den Film öfter sieht, merkt man erst wie rassistisch er ist.

Nein ich mein nicht das gejapse im Film selber- als mehr die Handlungen, welche sich von Start bis Ende abspielen.
Kurz um, die Botschaft lautet:

Bist du asiat - musst du Rassismus billigen - und wenn du schön machst was der weiße Mann sagt, kriegst du ne Belohnung...
erschießt du ihn aber - kommst du in den Knast. Erschießt ihr einander... naja ist okay! (schwarze? wer interessiert sich noch für die Minderheit? < warn nur quasi in 1ner Szene... als Abziehbilder)

Nun höre ich schon die Beschwerden usw ... aber all das würde mir net so aufstoßen, wenn nicht sogar noch im letzten Satz vom Testament - übelster Rassismus seinem "so genannten Freund" ins Gesicht schlägt.

Der alte Sack hat nichts gelernt, er hat keinen Respekt vor ihm (und seiner Kultur), aber er war die einzigst brauchbare alternative zu dem (Unterton) "das ist amerikas Jugend" - Sohn......

Der Film an sich, als Kunstobjekt war gut. Gute Dialoge/Schauspieler usw.
aber dieser doppelt gemoppelte Nachricht - "Unterschwellige Botschaften", subtil versteckt hinter Rassismus der scheinbar durch den Schock davon ablenken soll - um dann am Ende diese "Botschaft" - zu noch was unglaublich rassistischeren zu machen.... ne ... muss net sein, da verliert man den Spaß am Film.

Vlt war das Absicht ~ einen an zu widern (subtil für die mehrfachseher - und ins Gesicht, für die etwas naiveren...)
was die Sache schon "klever" wirken lässt...oder auch nicht.

Die Frage die am Ende stehen bleibt ist wohl "wie viel davon war Absicht?" (und woher kommt diese...?)
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