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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
6
4,3 von 5 Sternen
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am 11. Mai 2011
Inhalt
6. August 1945: Am Tag, als in Hiroshima die erste Atombombe fällt, beginnt Geheimdienst-Mitarbeiter Julien Green mit der Befragung zehn namhafter deutscher Wissenschaftler, die für Hitlers Atomforschung tätig waren. Die Nazis schafften es zwar nicht, die Bombe zu bauen. Aber sie waren verdammt nah dran!", sagt Green. Wollte eigentlich jeder von ihnen die Bombe bauen?", fragt der Major. Green: Genau das will ich herauskriegen."

Rückblende: 1938 gelingt es Otto Hahn und Fritz Straßmann am Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie in Berlin erstmals, einen Atomkern zu spalten. Daraufhin starten die USA in Alamos das Manhattan-Projekt. Während die Amerikaner fieberhaft an der Bombe arbeiten, verkennen Hitler und seine Militärs die Bedeutung einer Superbombe. Kurz vor dem Zusammenbruch gelingt es fast noch, einen Reaktor in die kritische Phase zu überführen, aber es fehlt an Uran...

Nicht erst mit dieser, der inzwischen einundzwanzigsten Box der Reihe "Grosse Geschichten" zeigt sich der hohe Anspruch, welcher dieser Reihe inne liegt. Unter der Veröffentlichung durch das "Studio Hamburg" kommt mit "Ende der Unschuld" ein ebenso packender wie auch emotional berührender Zweiteiler auf den Markt. Der mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Streifen entstand 1991 im Auftrag des WDR in einer Zusammenarbeit der Allianz-Filmproduktion mit Beteiligung der BBC.

Allein schon ein Blick auf die hochkarätige Besetzungsliste und die Namen derer, welche hinter dieser Produktion stehen, dürfte wohl bei so ziemlich jedem Filmfreund, des Genres sich mit zeitgeschichtlichen Themen beschäftigender Filme, die Augen vor Verzückung hell aufleuchten lassen. Es ist kein Geringerer wie der legendäre Frank Beyer (1932-2006), u.a. bekannt durch Filme wie "Spur der Steine" (1966) oder den Einzigsten je für einen Oskar nomenierten DDR-Film "Jakob der Lügner" (1974), der hier bei "Ende der Unschuld" die Regie übernahm. Das Buch zum Zweiteiler über das "Ende der Unschuld" stammt von Wolfgang Menge, der u.a. auch hinter der Kultserie "Ein Herz und eine Seele" (1973-1976) mit "Ekel Alfred Tetzlaff" und den Büchern zur legendären Fernseh-Krimi-Reihe "Stahlnetz" (1958-1968) steht.

Die Besetzungsliste beim Zweiteiler "Ende der Unschuld" bietet in sich zahlreiche Namen der ganz Großen und profiliertesten deutschen Schauspieler. Neben Darstellern wie Rolf Hoppe, Jürgen Hentsch, Udo Samel und Fred Düren u.v.a.m., gibt es auch ein Wiedersehen mit Ulrich Mühe (1953-2007), Gerry Wolff (1920-2005) oder der Schauspielerin und Brecht Tochter Hanne Hiob (1923-2009).

Der Film in sich beschäftigt sich mit der Frage nach der Schuld und Verantwortung der Wissenschaftler inmitten Hitlers diktatorischer Herrschaft und darüber hinaus. Er beginnt mit einem Kameraschwenk auf eine Gruppe von mehreren Männern, auf einen idylisch anmutenden Landsitzes im Süden von England, die zum sportlichen Wettkampf angetreten sind und einen mit sich zufriedenen Eindruck vermitteln. Die Männer, welche sich hier an diesem 06. August 1945 in einem Internierungslager der Engländer befinden, zählten mit zur Elite der deutschen Atomforscher.

Als sie an diesen Tag, dem des Abwurfs der ersten Atombombe der Amerikaner über Japan hören, reagieren sie jeder für sich auf ganz eigene Art. Mit Beginn der Befragung der deutschen Wissenschaftler durch den Geheimdienst-Mitarbeiter "Julien Green" (Ulrich Mühe) setzt bei allen ein Überlegen über ihr Wirken und ihrer Verantwortung als Wissenschaftler aber auch ihren Platz in der Gesellschaft und dem bisherigen geführten Leben ein. Es ist Carl Friedrich von Weizsäcker (Götz Schubert), einer der Männer aus dieser Gruppe, der noch am Tag des Abwurfs der Atombombe über Japan die Frage "Hätten wir alle gewünscht, daß Deutschland den Krieg gewinnt", hätten wir es schaffen können?", in den Raum stellt.

Der Zweiteiler vermag es, mit einer interessant umgesetzten Inszenierung anhand zahlreicher Rückblenden, einen chronologischen Ablauf über die Entwicklung der Atombombe in Deutschland aufzuzeigen. Beginnend bei der ertsmalig geglückten Atomspaltung durch Otto Hahn und Fritz Straßmann (Rolf Hoppe und Walter Kreye) 1938, bis hin zu den Versuchen am Forschungsreaktor Haigerloch 1945, durch Werner Heisenberg und Carl Friedrich von Weizsäcker (Jürgen Hentsch und Götz Schubert), spannt sich der Bogen in der gezeigten Geschichte in dem hier zu erlebenden Zweiteiler. Aber auch in Bezug zur Entwicklung der Atombombe stehende weltweite und internationale Ereignisse und Personen wie zb. die von Albert Einstein oder Franklin D. Roosevelt, werden fachkundig und passend mit in den Handlungsfluss der hier erzählten Geschichte eingebaut.

Überhaupt wirkt dieser Zweiteiler im Gesamteindruck äußerst präzise recherchiert und aufgearbeitet. Sicher mit von entscheidener Bedeutung hierbei war, dass dem Autor Wolfgang Menge, mit Erich Rudolf Bagge (1912-1996), ein überaus kompetenter Fachberater zur Seite stand. Erich Bagge wirkte als Kernphysiker noch selbst am deutschen "Uranprojekt" und so auch maßgeblich an der Vorantreibung des vom Heereswaffenamt geförderten Unterfangens, hin zur geplanten Atombombe, mit.

Die Produktion dieses Zweiteilers, der mit einer vom Label angegebenen Gesamtlaufzeit von ca. 180 Minuten und im Bildformat 4:3 zur Ansicht kommt, liegt nun auch schon wieder mehr als zwanzig Jahre zurück. Leider macht sich dieser Umstand im zu sehenden Bild dann doch recht deutlich bemerkbar. Was hier wirklich auffällig wird, ist, das oft sehr unruhig wirkende und mit starkem Filmkorn durchsetzte Bild. Stellenweise scheint das Bild schon regelrecht "grieselig". Die hin und wieder zu bemerkenden leichteren Unschärfen machen sich in zu akzeptierender Intensität und Quantität bemerkbar. Recht gut in seinen Werten und Einstellungen präsentieren sich die Einstellungen beim Kontrast. Eher selten zeigen sich hier einige Überzeichnungen oder Kanten- und Bewegungsunschärfen. Die Farben können in ihrer zur Ansicht kommenden Intensität und Wahl der Töne, bis auf einige Ausnahmen, meist als gut beurteilt werden.

Die Aufmachung der bei der hier vorliegenden Veröffentlichung zu erlebenden DVD-Menüs kommt im Stile bereits zuvor veröffentlichter Boxen innerhalb der Reihe "Grosse Geschichten" zur Ansicht. Jede der beiden DVDs beinhaltet hier je einen der in Spielfilmlänge daherkommenden Teile. Diese können unmittelbar aus dem nach Einlegen der DVD in den Player zur Ansicht kommenden, mit einigen Filmszenen animierten und mit Musik hinterlegten Menü heraus, zur Wiedergabe gestartet werden. Zu den einzelnen Folgen kann von beiden DVDs eine "Kapitelauswahl", in einem sich separat öffnenden weiteren Menü, geöffnet und genutzt werden.

Beide DVDs der vorliegenden Veröffentlichung bieten einige Extras.
Neben den üblichen Extras in Form einiger Trailer bietet die erste DVD ein wirklich sehr interessantes ca. 49 Minuten dauerndes Audio-Vorwort. In diesem gibt der Sprecher Jürgen Holdorf, Gedanken und Überlegungen von Wolfgang Menge, dem Autor diesen Zweiteiler, vom Dezember 1990 wieder. Die zweite DVD bietet ein Interview mit Wolfgang Menge, geführt von dessen Sohn Jacob, über ca.17 Minuten Laufzeit an.

Als wiederum sehr gelungen, empfinde ich die Art der Gestaltung und Verpackung bei dieser Veröffentlichung. Im aufklappbaren und aus Hartpapier gefertigten Digipack in Buchform finden sich die beiden einzeln, in Klarsichteinlegern lagernden DVDs der vorliegenden Box. Im Digipack mittig fest integriert, gibt es ein bebildertes und sechzehn Seiten umfassendes Booklet in Hochglanzoptik. Neben Informationen zu Cast und Crew, finden sich auf elf Seiten Erinnerungen und Gedanken vom Autor Wolfgang Menge, aus dem Dezember 1990, in Textform dargestellt. Einige bebilderte Informationen zu weiteren Veröffentlichungen, innerhalb der Reihe "Grosse Geschichten", schließen das Booklet inhaltlich ab.

Tonbewertung:
Ein zumeist gut verständlicher Dolby Digital 2.0 Mono-Ton kommt von den beiden DVDs dieser Veröffentlichung zu Gehör. In seinen Dialogen ist er zumeist sehr gut verständlich und kann im Gesamteindruck ohne größere oder auffälige Mängel beurteilt werden. Ein hin und wieder zu bemerkendes leichtes Hintergrundrauschen oder minimale Klangverschiebungen sind kaum auffälig oder gar störend.

Als sehr stimmig und passend empfinde ich die musikalische Gestaltung in diesem Zweiteiler. Hinter der zu hörenden Musik bei dieser Produktion steht mit Günther Fischer einer der wohl mit populärsten und erfolgreisten Musiker Deutschlands. Von ihm stammen u.a. auch die Musik zu Filmen und Serienerfolgen wie zb. "Hallo Onkel Doc", "Der letzte Zeuge", "Unser Lehrer Dr. Specht" oder auch zu "Solo Sunny" und "Einer trage des anderen Last", um hier nur einige wenige zu benennen. Leider finden sich keine Untertitel auf den beiden DVDs dieser Veröffentlichung.

Gesamturteil:
Der von dieser einundzwanzigsten Box innerhalb der Reihe "Grosse Geschichten" hier durch das "Studio Hamburg" zur Veröffentlcihung kommenden Zweiteiler "Ende der Unschuld" aus dem Jahr 1991, wirft die Frage nach der Verantwortung deutscher Atombomben-Entwickler auf. Dabei gelingt es Regieseur Frank Beyer, mit der geschickt und interessant gehaltenen Inszenierung und Umsetzung, des von Wolfgang Menge so hervorragend recherchierten und geschriebenen Drehbuchs, ein wahres Meisterstück. Die hochkarätige Besetzung und das Spiel der Darsteller, angelegt in einer die Entwicklung chronologisch mit Rückblenden aufzeigender Darstellung ist sehr gelungen. Sie bietet dem Zuschauer ohne ihn zu bevormunden oder die Entscheidung abzunehmen die Möglichkeit, sich mit der Thematik eingehend zu beschäftigen und seine eigenen Schlüsse zu ziehen.

Autor: Torsten
Fernseh-Serien-Auf-DVD.de
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am 13. April 2010
Der Film ist trotz dem sachlichen Thema spanned. Unschuld oder Schuld? Gutes kann zu schlechten Zwecken verwendet werden, und Schlechtes kann auch zu guten Zwecken verwendet werden. Wenn Pandoras box einmal offen ist ....
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