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am 17. November 2013
Albrecht Mayer zeigt viel Feingefühl im Umgang mit diesen Stücken von Bach und Telemann. Die Berliner Barock Solisten liefern eine tolle Sammlung mehr oder minder unbekannter Werke ab. Und das für solch einen Preis!
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am 15. August 2013
Wer heute den Komponistennamen Bach hört, denkt zuerst an Johann Sebastian, dann vielleicht noch an seine Söhne Wilhelm Friedemann, Carl Philipp Emanuel und Johann Christian. Doch die Bachs waren eine außerordentlich weit verzweigte Musikerfamilie, diezwei Jahrhunderte lang unzählige Kantoren, Organisten und Stadtpfeifer in allen Städten Thüringens stellte. Mehr als 50 Mitgliederder Bach-Familie werden alleine im Musiklexikon MGG mit eigenen Abschnitten gewürdigt. Wie sehr die Zeitgenossen die Familie mit dem Musikerberuf identifizierten, zeigt sich daran, dass in Erfurt die Stadtmusikanten noch bis Ende des 18. Jahrhunderts »die Bache«genannt wurden. Und das, obwohl zu diesem Zeitpunkt kein Bach mehr bei der Stadt angestellt war. Ein einstmals angesehenes, heutkaum noch bekanntes Familienmitglied hieß Johann Bernhard Bach (1676 – 1749). Er war ein Vetter zweiten Grades des großen Johann Sebastian und mit diesem durch einen gemeinsamen Urgroßvater
(Johannes Bach, ca. 1580 – 1626) verbunden. Johann Bernhard, in Erfurt geboren, übernahm zunächst ein Organistenamt in seinerHeimatstadt, wurde dann nach Magdeburg abgeworben und trat 1703 die Nachfolge seines Onkels Johann Christoph Bach als Organist in Eisenach an. Zugleich diente er als Cembalist der Hofkapelle. Von 1708 bis 1712 arbeitete er eng mit Georg Philipp Telemann zusammen, der in dieser Zeit zunächst Konzert-, dann Kapellmeister am Hof war. Mit seinem Vetter Johann Sebastian verband Johann Bernhard ein freundschaftliches Verhältnis: Er wurde Pate seinesdritten Sohnes (Johann Gottfried Bernhard), während Johann Sebastian dieselbe Funktion bei Johann Bernhards ältestem Sohn Johann Ernst übernahm. Von den zahlreichen Werken Johann Bernhard Bachs haben sich leider nur ganz wenige erhalten – einige Orgelstücke und vier Orchestersuiten. Dass die Suiten überdauert haben, ist übrigensohann Sebastian Bach zu verdanken: Er ließ Abschriften anfertigen,kopierte manches auch selbst, um die Stücke mit seinem Leipziger Collegium musicum aufzuführen. Ein Nachruf aus dem Jahr 1754 lässt darauf schließen, dass einst noch weitere, ähnlich angelegte Werke existierten: Er berichtet von Johann Bernhard Bachs »vielen schönen, nach dem Telemannischen Geschmacke eingerichtetenOuvertüren«.

»Nach dem Telemannischen Geschmacke« – man erkennt an die-ser Formulierung, dass Georg Philipp Telemann als der
Meister der Orchestersuite galt, einer Gattung von Musikstücken, die nachihren Eröffnungssätzen auch »Ouvertüren« genannt wurden. Etwa130 Suiten sind von ihm erhalten; ursprünglich sollen es mehrere Hundert, womöglich sogar eintausend gewesen sein. Entwickelt hatten sich die in Deutschland sehr populären Orchestersuiten aus den französischen Opern, den »Tragédies lyriques«, die stets ausgedehnte Ballettszenen enthielten. Gerne hätten sich die Fürsten der deutschen Kleinstaaten mit ähnlichen Opern unterhalten lassen. Doch den Prunk von Versailles konnten sie sich nicht leisten, und so begnügten sie sich notgedrungen mit Instrumentalauszügen. Bald schrieben deutsche Komponisten auch eigene Suiten. Sie beginnen stets mit einer Ouvertüre, in der ein schneller Fugenabschnitt zwischen zwei gravitätischen, markant punktierten Rahmenteilen steht.
Darauf folgt eine bunte Mischung unterschiedlicher Sätze: französische Tänze wie Courante und Menuett, Rigaudon und Gavotte,
dazu liedhafte Airs und Charakterstücke wie Telemanns Musette mitihren Dudelsack-Imitationen oder seine temperamentvolle
Harlequinade. Eine Spezialität Telemanns waren exotisch-folkloristischeTänze: Seine Suite TWV 55:g1 enthält eine Napolitaine
, die besonders im Trioteil recht volkstümlich klingt, sowie zwei polnische Sätze, Polonoise und Mourky. Gerade für die polnische Musik hegte Telemann seit seiner Jugend eine besondere Vorliebe. Noch in seiner Autobiographie von 1739 erinnerte er sich: »Im 1704ten Jahre wurde ich nach Sorau [...] berufen« und lernte »so wohl daselbst, als in Krakau, die polnische und hanakische Musik, in ihrer wahren barbarischen Schönheit kennen. [...] Man sollte kaum glauben, was der-gleichen Bockpfeiffer oder Geiger für wunderbare Einfälle haben, wenn sie, so oft die Tantzenden ruhen, fantaisiren. Ein Aufmerckender könnte von ihnen, in 8. Tagen, Gedancken für ein gantzes Leben erschnappen.« Und genau das tat Teleman
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