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Kundenrezensionen

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am 14. September 2005
Das neue Album der lebenden Legende Udo Jürgens ist laut Angabe der Plattenfirma sein 50. Studio-Album! Ich war unheimlich gespannt auf das neue Werk, denn auch bei großen Künstlern sind Wellenbewegungen in der Qualität der Lieder völlig normal. Niemand kann ein "Jahrhundert-Album" nach dem anderen produzieren. So war es auch bei Udo Jürgens. Die Alben waren allesamt gut, ein wirklich schlechtes Album (von den Fußball-WM Konzept Alben 1978 & 1990 mit der jeweiligen Nationalmannschaft mal abgesehen) gibt es von Udo Jürgens eigentlich nicht. Aber zwischen den vielen guten Alben ragen dann doch einige immer wieder hervor, die waren einfach perfekt, da stimmte alles. "Jahrhundert-Alben" eben. "Udo'80" von 1979 z.B. oder "Hautnah" (1984) auch "Geradeaus" (1991) und "Café Größenwahn" (1993) waren solche selbst für Udo überdurchnittlich grandiosen Alben. Nun veröffentlichte er 1999 "Ich werde da sein" - ein Album wie ein Felsen, ein absoluter Höhepunkt in der Höhepunkt-reichen Karriere. Ich war mir sicher, daß das Nachfolge-Album das Level nicht halten könne. 2002 kam es dann: "Es lebe das Laster". Ich hatte mich geirrt. Wenn auch völlig anders charakterisiert, ebenso genial wie der Vorgänger. Zwei so besonders gelungene Alben, da wäre es mehr als verzeihlich, wenn "Jetzt oder nie" einfach nur normal gut wäre. Ist es aber nicht. Es schließt in Qualität von Musik, Text und Ausdruckskraft an seine unmittelbaren Vorgänger an! Ein wunderbares Album mit 15 fantastischen neuen Lieder vom Meister. Ganz besonders möchte ich "Bis ans Ende meiner Lieder", "Verdammt in alle Einsamkeit", "Mein Weg zu mir", "Der Mann mit dem Fagott", "Nicht heute nacht" und "Danke" als Anspiel-Tips hervorheben. Ach was "Anspiel-Tips" - Kaufen und komplett hören und sich von der Musik berühren lassen. Besonders empfehlenswert natürlich als "DualDisc", denn auf der DVD-Seite sind wirklich schöne Extras z.B. einige Lieder des neuen Albums, die Jürgens schon bei der "Solo Open Air - Tour" im Sommer spielte. Aufgezeichnet auf dem Gendarmen Markt in Berlin, traumhafte Kulisse!
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VINE-PRODUKTTESTERam 15. Dezember 2005
..präsentiert sich Udo Jürgens in seinem jüngsten Studioalbum.
Wie man es von ihm kennt geht er kritisch mit der aktuellen Gesellschaftsentwicklung um und plädiert für das "Carpe Diem" und das Glück des Augenblicks.
Einige Kritiken hier bemängeln, dass er keine Ohrwürmer bringt. Stimmt! Es gibt kein "Aber bitte mit Sahne" oder "Merci Chérie" auf diesem Album. Es würde hier aber nicht passen! Ohrwürmer waren zwar immer ein integraler Bestandteil eines Udo-Jürgens-Albums, aber genauso gab es bisher wenig so nachdenkliche Töne.
Es gibt hier außergewöhnlich viele leise, intensive und auch direkte, selbstkritische Texte. "Jetzt oder Nie" gibt eine Philosophie wieder, die wir in unserem Alltagstrott oft vergessen und an die wir uns immer wieder erinnern sollten: wir leben nicht morgen und gestern sonder heute. Wir sollten jedoch nie vergessen aus dem Gestern zu lernen und für uns die Erfahrungen weiter in uns tragen, sie nicht abschütteln. Das Gestern lässt sich nicht ändern - nur das heute und morgen. Dies ist eine Botschaft dieses Albums.
Udo Jürgens zeigt hier aber auch eigene Verwundungen und gesteht Fehler ein, zeigt seine Resignation vor persönlichen Problemen in "Das Leben gewinnt".
Den "Mann mit dem Fagott" fand ich zu Beginn etwas zusammengestückelt um an das Erfolgsbuch anzuknüpfen. Bei mehrfachem Hinhören jedoch werden die Parallelen zwischen Udo Jürgens und seinem Großvater deutlich - besser was sie (zumindest für den außenstehenden Betrachter) gemeinsam haben: der Mut einem Bauchgefühl folgend sein Leben umzukrempeln. Und genau das wünschen wir uns doch oft alle. Und wie oft haben wir einen Rückzieher ins sichere Leben gemacht - im letzten Augenblick? Es ist mittlerweile eines meiner Lieblingslieder des Albums.
"Mein Weg zu mir" ist eines der bewegensten und absolut selbstkritischsten Stücke die ich von ihm je gehört habe - und ich habe es so auch nicht erwartet. Dann geben wieder "Auch kleine Steine ziehen große Kreise" wieder Mut Dinge im Kleinen zu bewegen.
Danke, sagt Udo Jürgens zum Schluß, diesmal nicht zum Publikum wie in vorhergegangenen da capos sondern zu seinem Schicksal, seinem Leben.
Danke sage ich auch für das wohl persönlichste Album eines wirklichen Ausnahmekünstlers, der die verschiedensten Generationen begeistert.
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am 8. Februar 2006
Also nach dem ersten mal hören war ich zunächst etwas enttäuscht. Mein erster Eindruck: Alles so leise, langsam, bedächtig. Außer dem Mann mit dem Fagot kein besonderes Lied.
Weil ich Konzert-Karten hatte ein zweites, drittes mal gehört.
Jetzt bin ich absolut begeistert. Wenn man die Lieder mal genauer anhört, erkennt man immer mehr die Feinheiten.
Tolle Texte, tolle, wenn auch meißt etwas ruhigere Melodien.
Der Mann mit dem Fagot trohnt über allem - mit Rhythmus-Wechsel und Gänsehaut-Feeling.
Manche Melodie-Stellen aus dem Album erinnern an ältere Lieder.
Insgesamt ein Super Album, bei dem man sich erst nach mehrmaligem Hören ein Urteil fällen sollte.
Einziger Kritikpunkt: Musik/Orchester sind relativ leise im Hintergrund heruntergeregelt. Im Konzert hatten viele Lieder einfach noch mehr Power, aber ich denke das ist Live halt so.
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am 17. September 2005
Mit seinem 50. Studioalbum hat Udo Jürgens wieder einmal bewiesen, dass er auch mit fast 71 Jahren immer noch einen bewundernswerten Spagat schafft: Es gelingt ihm auch bei "Jetzt oder nie" auf einer Gesamtlänge von knapp 60 Minuten, Menschen mit Text und Musik in die unterschiedlichsten Stimmungen zu bringen. Mit Entschlossenheit startet er in die CD, geht schnell über in nachdenkliche Töne, setzt sein markantes Ironie-Grinsen auf, macht Mut, schafft Melancholie und zieht vor seinen Freunden und Fans zum Schluß in Dankbarkeit den Bademantel an.
Der Kraftakt ist gelungen, das Werk von Anfang bis Ende hörenswert, mit wunderbaren Melodien, Harmonien, Klaviersoli und mit einer nach wie vor ausgesprochen ausdrucksstarken Udo-Stimme.
Nur einige der Highlights zum Reinhören:
"Jetzt oder nie", der Titelsong, der schon bei seiner Solo-Tour zum Mitschnippen animiert hat und der auch jetzt in der Studio-Fassung eine richtig peppige Nummer geworden ist.
"Bis ans Ende meiner Lieder", ein sehr nachdenklicher Song, in dem Udo aber auch dem letzten seiner wahren Fans klarmacht, dass er bis zum letzten Ton seinen Weg gehen wird.
"In allen Dingen lebt ein Lied", ist einfach eine wunderschöne Ballade, nur vorsichtig instrumentiert, mit vielen Streichern und Udo am Klavier. Der Text ist übrigens eine sehr schöne Liebeserklärung...
"Flieg mit mir" möchte ich gerne erwähnen, weil Udo hier wieder auf einen Text seines viel zu früh verstorbenen Dichter-Freundes Friedhelm Lehmann zurückgegriffen hat - dieser Wort-Maler bleibt unvergessen.
"Der Mann mit dem Fagott", ist ein sehr schöner musikalischer Dreh auf seine gleichnamige Biographie, die Melodie schafft Stimmung und Atmosphäre, man hört nicht nur den Solo-Fagottisten der Berliner Philharmoniker, sondern kann sich auch den besungenen Musiker damals in den Straßen von Bremen richtig vorstellen.
"Danke", sagt nicht nur Udo zum Schluß in einem etwas anderen Lied, auch ich kann vor diesem Künstler nur weiter den Hut ziehen. Das Album ist Klasse, Udo ! Sehr zu empfehlen ist übrigens die Dual-Disc, unter anderem mit Eindrücken und drei Liedern aus seiner Solo-Tour aus dem Sommer.
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am 30. September 2005
In Udo Jürgens' Musik und speziell auf seiner neuen CD "Jetzt oder nie" vereinen sich zwei Dinge:
Auf der einen Seite die Lebenserfahrung eines 71-jährigen, der in seinem Leben als Musiker wohl Dinge in einer Intensivität erlebt hat, wie sie nur wenigen Künstlern zuteil wird, und die im Laufe der vielen Jahre gereifte Persönlichkeit, die seine Musik absolut überzeugend macht. Während manche Künstler mit zunehmendem Alter immer unwirklicher und unglaubhafter werden, wird Udos Musik immer persönlicher und ehrlicher. Die Selbstsicherheit, mit der er in seiner Liedern in das Gemüt seiner Hörer eindringt und Gedanken und Gefühle anstößt, mag vielleicht der Grund sein für den andauernden Erfolg des Musikers Udo Jürgens.
Und auf der anderen Seite die jugendliche Verspieltheit und Unbekümmertheit, die Udo Jürgens sich im Lauf der Jahre bewahrt hat. Freche Inhalte, Spiel mit Klischees und Ironie, aber auch ehrliche Engeständnisse in seinen Texten sowie frische Vorspiele, liebenswerte, augenzwinkernde Harmonien, geschickte Tonartwechsel und stürmische Instrumentalsoli in seiner Musik kennzeichnen diese liebevolle, verspielte Art, mit der Udo seine Lieder produziert. Kein bißchen bühnenmüde ist er, ganz im Gegenteil, er scheint sein Musikerleben noch viel emotionaler zu genießen denn je und so versetzt uns die neue CD "Jetzt oder nie" in Vorfreude auf die kommende Tournee.
Nach einem zeitkritischen Album "Ich werde da sein" (mit der leider noch nicht live aufgeführten 16-Minuten-Komposition "Die Krone der Schöpfung", aufgenommen zusammen mit den Berliner Philharmonikern) und einem fetzigen Partyalbum "Es lebe das Laster" (hier hätte man mal wieder einen Chart-Hit erreichen können) präsentiert uns Udo Jürgens mit "Jetzt oder nie" ein ganz persönliches Album mit Liedern, die ihm wohl aus der Seele sprechen.
Das Klanggewand ist modern, ohne Einsatz von Drumcomputer und Keyboardeffekten wird wohl kein Album mehr produziert. Mögen auch manche die heutige Musik zu synthetisch finden und den direkteren Klang der Aufnahmen der Ender der 70er Jahre, Anfang der 80er vermissen, mir gefällt der Sound der neuen CD. Wenn ich daran denke, wie auf dem letzten Album hitverdächtige Songs wie "Weichei", "Es lebe das Laster" oder "Solang mich deine Liebe trägt" durch Drumcomputer, Backgroundchöre mit dünnen Frauenstimmchen und Keyboardeffekten in einen Weichspülsound versetzt wurden - man vergliche mal die Studioversionen mit den Liveversionen -, bin ich mit der Entwicklung des Sounds auf der neuen CD sehr zufrieden. Besonders gut gefallen mir die zahlreichen Instrumentalstellen von Streichern, Gitarren, Saxophonen, Flügelhorn und Fagott.
Das Album beginnt gleich mit vier seiner besten Lieder.
Das Titellied "Jetzt oder nie" ist zwar vom Tempo her nicht so schnell, kommt aber recht fetzig daher und integiert Elemente der Big-Band in ein Lied, das an in den Strophen sich gar nicht so jazzig ist. Zum Ende hört man ein tolles Tenorsaxohponsolo.
"Bis ans Ende meiner Lieder" hat mich schon bei den Solo-Konzerten mitgerissen. Bleibt zu hoffen, daß Francis Coletta auch bei der kommenden Tournee dabei ist.
Der Text von "Frauen" wird bereit heftig diskutiert, worüber Udo Jürgens insgeheim bestimmt schmunzelt. Ich denke, Udo Jürgens spielt in solchen Liedern absichtlich mit dem Text, um nicht klar werden zu lassen, wie sich die Mischung aus eigener überzeugung und bewußt eingesetzter Ironie zusammensetzt. Das Lied ist das einzige "hit-verdächtige" auf der CD. In dieser Hinsicht kann das Album natürlich nicht mit dem vorhergehenden Album mit Liedern wie "Es lebe das Laster", "Schöne Grüße aus der Hölle" und "Weichei" mithalten.
In meinen Augen das schönste Lied der CD ist "In allen Dingen lebt ein Lied", vielleicht weil es nicht so plakativ ist, sondern eher eines der kleineren Lieder ist und trotzem jede Menge Substanz in sich hat. Es soll ja auch das Lied sein, von dem sich Udo beim ersten Anhören der eigenen CD am berührtesten gefühlt hat.
Mit "Flieg mit mir", "Nicht heute Nacht" und "Das Leben gewinnt" sind drei Lieder auf der CD, die etwas schlagermäßig und flach daherkommen. Hier kommen auch leider wieder die von mir nicht so geliebten Background-Frauenchöre. Aber auch diese Lieder haben schöne Details: Z.B. die Sopran- und Tenorsaxophonsoli in beden Liedern sowie der Udo-Jürgens-typische Harmoniewechsel am Schluß von "Flieg mit mir".
Das "Glück des Augenblicks" ist ein schönes ruhiges Lied. Irgendwie klingt es mir manchmal durch die Glöckchen und die Führung der Streicher aber zuviel nach Weihnachten. Traumhaft hingegen wieder das Violonsolo.
Das zweite schnelle Lied "Verdammt in alle Einsamkeit" steht nach Udos eigener Aussage in der Tradition von "Ich weiß, was ich will". Sowohl vom kräftigen Discosound, als auch vom Ablauf des Lieds ist die ähnlichkeit unüberhörbar. Bereits 1999 gab es mit "Tausend Jahre Glück" schon den Versuch, den Stil dieses Lieds aufleben zu lassen, dieses Lied blieb aber recht unbeachtet. "Verdammt in alle Einsamkeit" hat das Potential, daß es diesesmal anders läuft.
Ein solch selbstkritisches Lied wie "Mein Weg zu mir" hat man wohl noch nicht von einem Musiker gehört. Ist die Musik auch nicht so spektakulär, der Text macht dieses Lied zu etwas Besonderem. Eine Stelle finde ich allerdings total merkwürdig, das ist der Bläsereinsatz bei 2:54, der ein bißchen an seichtere Lieder wie "Zeig mir den Platz an der Sonne" erinnert.
Klassische Elemente prägen das Lied mit dem ungewöhnlichen Titel "Daß ich dich liebe, was geht es dich an". Die Streicherstimmen erinnern ein bißchen an "Beziehungsweise"
Eines der schönsten Lieder auf der CD ist das Lied "Der Mann mit dem Fagott", was wohl Titellied werden soll zur Verfilmung von Udos gleichnamigem Buch. Nach einer schönen Einleitung führt ein Tonartwechsel in eine Musik, in der Geschichtenerzähler Udo Jürgens die Nostalgie zum Leben erweckt, die der Geschichte seines Großvaters innewohnt. Schade ist ein bißchen, daß das Fagott (immerhin der Solo-Fagottist der Berliner Philharmoniker) im Refrain etwas von den Streichern zugedeckt wird.
Es folgen auf der CD zwei etwas schnulzige Lieder. "Auch kleine Kreise ziehen große Kreise" klingt etwas synthetisch durch Drumcomputer und die Keyboard-Klangflächen, aber immer wenn Thorsten Maaß mit seinem verträumten Flügelhorn einsetzt, ist dies vergessen. Auch im zweiten Lied "Die Sehnsucht bleibt" stört etwas der Drumcomputer, schön ist das Solo auf der akustischen Gitarre.
Auch das Schlußlied der CD "Danke" ist etwas schnulzig und kann es eigentlich nicht mit den Schlußliedern der letzten Jahre wie etwa "Ich laß euch alles da" oder "Da Capo" aufnehmen.
Insgesamt ist die neue CD sehr ruhig geworden. Vom Klang her ist sie sehr gelungen, deutlich besser als die letzten CDs. Von den Liedern her waren die letzten beiden Alben "Ich werde da sein" und "Es lebe das Laster" vielleicht noch stärker. Trotzdem ist die CD sehr interessant geworden. Sie hat ihren eigenen Charakter und eigenen Reiz und mach vor allem Lust auf die kommende Tournee. Eine Schwierigkeiten beim Bewerten von neuen Udo Jürgens CDs ist, daß Udo im Laufe der vielen Jahre und speziell in den letzten 10 Jahren schon so viele tolle Lieder geschrieben hat und so vergleicht man jeden lustigen Text mit "Weichei", jedes fetzige Lied mit "Schöne Grüße aus der Hölle", jede Ballade mit "Was wichtig ist" usw.
Etwas enttäuscht war ich davon, wie die Möglichekeiten der Dual Disc ausgenutzt wurden. Ich hatte gehofft, daß mehr als nur drei Lieder vom Solo-Konzert zu sehen und hören sein würden. Und die nachgestellten Video-Aufnahmen aus dem Tonstudio hauen mich auch nicht vom Hocker. Das Interview mit Udo ist dagegen gewohnt gut.
Für die neue Tournee wünsche ich mir von diesem Album die Lieder:
* Jetzt oder nie
* Bis ans Ende meiner Lieder
* Frauen
* In allen Dingen lebt ein Lied
* Verdammt in alle Einsamkeit
* Mein Weg zu mir
* Der Mann mit dem Fagott
* Danke
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am 3. September 2006
Mit diesem Doppelalbum setzt Udo seine Reihe der legendären Live- Konzertmitschnitte fort. Es gibt m. E. nichts vergleichbares auf dem deutschsprachigen Markt.

Als Konzertbesucher von nunmehr über 100 Udo live Konzerten fällt mir bei dem Mitschnitt, der aus den diesjährigen Konzerten in Hamburg und Dortmund entstanden sein soll, folgendes sofort auf: Udos Stimme ist sehr stark, m. E. viel zu stark eingemischt. Bestimmte Konzertpassagen sind weichgekocht und nicht so druckvoll wie bei vielen anderen Konzerten live im Saal intoniert. Und Udos stimmliche Betonung bestimmter Textteile ist -sehr stark- gewöhnungsbedürftig. Es fehlt die vokale Ungezwungenheit.

Insgesamt setzt sich hier der Trend der letzten zwei Live Alben fort. Die Gesangsqualität der Studio- Alben kann leider auch mit diesem Live- Album nicht mehr erreicht, oder wie früher regelmäßig üblich, übertroffen werden. Wieder konnte George Walther (Arrangements) nicht ersetzt werden, auch wenn in der Dramaturgie einige Fortschritte hörbar waren. Somit bleiben die Konzerterlebnisse persönlicher Konzerterbesuche einmalig und können mit dieser Live-DCD leider leider nicht erreicht oder konserviert werden.
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am 14. September 2005
Da ist es also, das 50. Studio-Album von Udo Jürgens. Wer etwas vollkommen neues erwartet hat, der wird nach dem hören der 15. Titel enttäuscht sein, aber sollte man eigentlich von Udo Jürgens nach Jahrzehnten im Musikgeschäft tatsächlich noch was revolutionär neues erwarten - wollen wir das überhaupt?
Udo Jürgens hat über viele viele Jahre seinen ganz persönlichen Musikstil gefunden, jenseits von Hitparaden und Charts, die er nicht mehr braucht um zu wissen, daß er einen einzigartigen, zeitlosen Musikstil gefunden hat. Er braucht Niemanden mehr etwas zu beweisen und man merkt, daß er auch mit 71 Jahren immer noch Spaß am musizieren hat.
"Jetzt oder Nie" - das sind 15 wunderschöne Songs im typischen Udo Jürgens-Stil, liebevoll intoniert, lebensbejahend, mit großartigen Akkorden und voller Melancholie. Man ist immer wieder tief bewegt und von Emotionen überwältigt. Ein rundherum gelungenes Werk, gerade richtig für die bevorstehenden Herbsttage, für das man sich Zeit nehmen, und es als Gesamtwerk auf sich wirken lassen sollte.
Ob man nun unbedingt die Dual Disc haben muß, muß der Hörer entscheiden - 3 live präsentierte Songs aus einem Konzert vom 1. Juli in Berlin und ein 9-minütiges Special mit Hintergrundinformationen zum Album auf der DVD-Seite - man muß sie nicht unbedingt haben, sollte sich aber in Anbetracht des geringen Aufpreises der Dual Disk gegenüber dem konventionellen Album durchaus dazu entscheiden.
Anspielstipps: Alle 15, man muß das Album insgesamt hören.
Fünf Sterne für diesen wohltuenden Musikgenuß - und DANKE UDO, daß es Dich immer noch gibt!
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am 25. September 2005
Nach den "Gassenhauern" der 70er-Jahre hatte es Udo Jürgens nicht mehr nötig, auf die Verkaufszahlen seiner Platten zu schielen. Gerade das ist ein wichtiger Faktor für seine musikalische Einmaligkeit und Großartigkeit. Seit mindestens 20 Jahren kann er seine Persönlichkeit und sein musikalisches Genie hundertprozentig in seine Lieder einbringen. Seitdem sind - von den vielen Compilations und Neubearbeitungen abgesehen - elf Studioalben mit komplett neuen Songs entstanden - allesamt auf höchstem Niveau mit viel Abwechslung, was die Musikstile betrifft. Den bisherigen Höhepunkt machte meines Erachtens "Ich werde da sein" von 1999 aus - damals war Udo schon 65 Jahre alt. Nach dem ebenfalls phantastischen Album "Es lebe das Laster" von 2002 setzt er seiner mehr als 40jährigen musikalischen Karriere mit "Jetzt oder nie" die Krone auf. Auch wenn der Satz abgedroschen klingt: Udo hat eindrucksvoll bewiesen, dass mit 66 Jahren das Leben anfängt. Aus ihm sprudeln - mehr denn je - Kreativität, Witz, Flexibilität, Lebensfreude und Genie. Wer seine Konzerte besucht, weiß, dass er sämtliche Altersgruppen erreicht und in seinen Bann ziehen kann. Gerade die Dual-Disc, die (visuelles) Bonus-Material seiner Solo-Tournee enthält, beweist dies eindrucksvoll: Auch ohne Orchester - nur mit ein bis zwei Musikern - beeindruckt er, am Flügel sitzend, das Open-Air-Publikum zum Teil mit Songs, die dieses noch nie zuvor gehört hat. Die hier live zu verfolgenden Songs sind gleichzeitig auch die sich dem Hörer beim erstmaligen Durchlauf auf Anhieb einprägenden Hits, die mühelos die bisherigen toppen: Der jazzige Titelsong "Jetzt oder nie" als Antwort auf die Depression der Nation, der den Meister charakterisierende Song "Frauen" als Antwort auf "Männer" von Herbert Grönemeyer, das seine Geisteshaltung beschreibende "Bis ans Ende meiner Lieder" und die Vertonung seines letzten Buchs "Der Mann mit dem Fagott". Eindeutiges Fazit: Udo beweist, dass man vor dem Älterwerden keine Angst haben muss - seine Persönlichkeit präsentiert sich auf diesem Album weitaus jünger als diejenige vieler, die seine Kinder sein könnten. Udo ist besser als jemals zuvor - "jetzt oder nie".
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TOP 500 REZENSENTam 31. Oktober 2011
Udo Jürgens ist ein Monument. Was will man zu ihm noch sagen? Auch mit seinem 50. Studioalbum hält er das gewohnt hohe Niveau: Gute Songs, intelligente Texte. Auch stimmlich gibt es - trotz seines Alters bei der Aufnahme - nichts auszusetzen. Manchmal wird kritisiert, dass das Album keine Ohrwürmer enthält. Das mag sein, obwohl "In allen Dingen lebt ein Lied" für mich ein solcher - wenngleich sehr softer - Song ist. Allerdings kommt er in der hier vorliegenden Studioaufnahme nicht gegen die Live-Version aus Udo Jürgens - Jetzt oder nie: Live, die das Konzert eröffnet, an, was zeigt, dass Udo Jürgens vor allem stets ein sehr guter Live-Musiker war und ist.
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am 6. Oktober 2005
71 Jahre und immer noch ein unerreichter Meister seines Genres. Auch Udo's neues Album besticht durch seine Klarheit, Ehrlichkeit und durch seine enorme Intensität.
Selbst wenn man die etwas lauteren, provokativen Songs des letzten Albums ("Es lebe das Laster") hier vergeblich sucht, Udo gewährt uns in seinem neuen Werk wieder einen tiefen, intimen Einblick in seine Gedankenwelt, vor allem in "Mein Weg zu mir" läßt er den Hörer ganz nahe an sich heran. Warum sich an "Frauen" derart die Geister scheiden, vermag ich nicht nachzuvollziehen. Es ist ein richtiger Udo-Song und wer den Text genau studiert, der erkennt, dass es sich wahrlich um eine einzige große Liebeserklärung an das "schwache Geschlecht" handelt.
Schon jetzt kann man sich auf die Interpretationen der neuen Lieder während der im Jaunuar 2006 beginnenden Tournee freuen. Wie man Udo kennt, wird mancher Song durch ein neues Arrangement zu vollkommen neuer Leuchtkraft verholfen. Das Zeug dazu hat z.B. "In allen Dingen lebt ein Lied", während "Der Mann mit dem Fagott" bereits in der vorliegenden Studioversion ein neuer Udo-Dauerbrenner werden könnte.
Man kann das neue Album "auseinandernehmen", zerreden, darüber diskuttieren - Eines bleibt gewiss: Einen Künstler dieses Formats, auf diesem Niveau und mit diesem unverwechselbaren Profil wird man in der Zeit "nach Udo" leider vergeblich suchen. War man einst froh, Frank Sinatra live erleben und seinen einzigartigen Konzerten beiwohnen zu dürfen, so werden sich in hoffentlich erst ferner Zukunft all diejenigen glücklich schätzen dürfen, die Udo Jürgens auf der Höhe seiner künstlerischen Schaffenskraft auf den Bühnen und in den Konzerthallen dieser Welt erleben konnten.
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