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1-2 von 2 Rezensionen werden angezeigt(4 Sterne). Alle 15 Rezensionen anzeigen
am 7. Januar 2014
Ebenso wie Dark Relikt odr andere Filme dieses Genres erscheint auch hier
ein mit spannenden Handlungen versehener Historienfilm, den man gerne sieht.

Absolut kein Fehlkauf
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"Das Volk besitzt mehr Kraft als besoldete Truppen,
denn die wechseln bald zu dem, der sie besser bezahlt."
(Stefan cel Mare, Fürst der Moldau)

Am 10. Januar 1475 bereitet Stefan, der Woiwode des Fürstentums Moldau, einer gewaltigen osmanischen Streitmacht in der Schlacht bei Vaslui eine vernichtende Niederlage. Sultan Mehmed II., der Eroberer von Byzanz, hatte ein Heer von 120.000 Mann aufgeboten, während Stefans Streitmacht lediglich ein Drittel davon zählte. Der Sieg Stefan des Großen, wie er darauf genannt wurde, war nach der Überlieferung des Chronisten Seaddedin eine noch nie da gewesene Niederlage für den osmansichen Sultan und Kalifen.....

.....dieses bedeutende historische Ereignis stellt den Höhepunkt in Mircea Dragans Film "Stefan cel Mare" von 1974 dar, der dem Zuschauer eine Vielzahl von Einblicken in eine wichtige Epoche der Geschichte der Donaufürstentümer und Europs bietet. Angefangen bei Stefans Vorgänger Petru Aron, dem Mörder Bogdan II. seines Vaters, den er hinrichten ließ bis hin zum Woiwoden Radu cel Frumos, den er absetzt, um einen weniger Osmanen freundlichen Herrscher in der Walachei einzusetzen. Seine Verwandtschaft zu Vlad III. Tepesch (Draculea), der ihm einst Asyl gewährte. Im Mittelpunkt der Handlung stehen Stefans Bemühungen um Unterstützung durch die Nachbarstaaten und die Mobilisierung seines Heeres. Während Polen, Venedig, Ungarn und der Vatikan lediglich aufmunternde Worte schicken und finanzielle und militärische Hilfe in Aussicht stellen, gelingt es dem Fürsten sein ganzen Volk zu bewaffnen und auszubilden. Neben den Freibauern und Bojaren auch die Stadtbürger und die hörigen Bauern, Hirten usw. Daneben zeigt er auch militärische Strategie und Taktik Stefans, wie z. B. die der "verbrannten Erde".....

Für die deutsche Fassung wurde der Film in "Kreuzritter 1475" umbenannt. Gleichwohl sich auf dem Schlachtfeld Christen und Moslems gegenüber standen und Stefan die christlichen Nachbarstaaten auch in deren eigenem Interesse mobilisieren wollte, kann der Film weder mit Rittern, schon gar nicht mit Kreuzritter im klassischen, hochmittelalterlichen Sinne aufwarten.
Dafür gibt es reichlich Kanonendonner und Musketenknall. Mit "Türkenschlacht im Nebel" gibt es im Vorspann zwar noch einen zweiten deutschen Filmtitel, der jedoch dem Lebenswerk des moldauischen Fürsten Stefan nicht gerecht wird. In einer Zeit äußerer Bedrohung und innerer Wirren konnte "Stefan der Große" von 1457 - 1504 regieren, so lange wie kein anderer Woiwode der Region. Nach Gjergi Kastrioti "Skanderbeg" und Johann Hynuadi war er der dritte Herrscher, dem der Papst den Ehrennamen Athleta Christi verlieh. Er ließ Festungen, Kirchen und die Moldauklöster erbauen, von denen einige zum heutigen "UNESCO-Weltkulturerbe" gehören.

Egal mit welchem Titel, Mircea Dragans Film ist historisch weitgehend authentisch. Szenen, die der der Propaganda des rumänischen Diktators Nicolae Ceausescu (1918 - 1989) dienten wurden herausgeschnitten. Der Schauspieler Colea Rautu, der rumänische "Turkmann vom Dienst", ist auch diesmal als Suleyman Pascha mit von der Partie.

"Stefan cel Mare" ist ein sehenswerter Film, der mit 4 Amazonsternen zu bewerten ist.
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Bonusfilm "Die Rache der Falken"

Seit der Herrschaft des Fürsten Stephan III. "cel Mare" (Reg. 1457 - 1504) sind mehr als 100 Jahre vergangen. Keiner seiner zahlreichen Nachfolger konnte sich auch annähernd so lange auf dem Thron halten wie er. In wechselden Allianzen und mit ausländischer Unterstützung kämpften die Bojaren stets für den Prätendenten, von dem sie sich die meisten Vorteile versprachen. Fürst Aron "Tiranul" (Reg. 1592 - 1595) gab dem Landhunger der Adligen nach und stellte sich so gegen die Freisassen. Im Jahre 1611 wurde nach heftigen Kämpfen schließlich der von den Freibauern unterstützte Stefan II. Tomsa zum Woiwoden der Moldau proklamiert.....

.....vor diesem historischen Hintergrund und nach einem gleichnamigen Roman (1915) von Mihail Sadoveanu (1880 - 1961) inszenierte Mircea Dragan im Jahre 1964 seinen Film "Neamul Soimarestilor" (=Das Geschlecht der Falken). Im Mittelpunkt steht Stefan II. Tomsas Gefolgsmann Tudor Soimaru (Falke), Sohn des Freibauern Jonatschku, der von dem Bojaren Stroie Orheianu getötet wurde. Nach Jahren als Söldner in Kiew, Polen, Deutschland und Ungarn ist er in seine Heimat zurückgekehrt. Gemeinsam mit dem Bojaren Simion Birnova (dargestellt von Amza Pallea, dem "Helden vom Dienst" im rumänischen Film, z. B. 1970 als Mihai Vitaezul) und dem dem Tatarenkhan Temir Bey (dargestellt vom "Turkmann vom Dienst" Colea Rautu) befreit er die von Kosaken entführte Tochter des - wie er erst später erfährt - Mörders seines Vaters. Nachdem Stefan II. Tomsa den Freibauern ihr Land zurückgegeben hat, kommt es zur entscheidenden Schlacht gegen die mit polnischen Söldner zurückgekehrte ehemalige Fürstin Movila und ihren Sohn Alexandru.....

Der 110minütige Bonusfilm beginnt und endet Schlachtenszenen, bei denen Tausende von Komparsen mitwirken. Sehenswert sind auch die Szenen vor der Kulisse des Manastirea Voronet (UNESCO Weltkulturerbe), das timediver® im August 2005 besuchen konnte. Auf dem IV. Kongress der International Union of Technical Cinematographie Associations (UNIATEC) 1964 in Mailand wurde der Film mit einem "Award of Excellence" ausgezeichnet. Die letzten vier Jahrzehnte sind den Filmrollen jedoch offensichtlich nicht gut bekommen, denn der Ton wird an vielen Stellen von Rauschen, Kratzen, Brummen und Knistern begleitet und das Bild wirkt oftmals über-, bzw. unterbelichtet, unscharf oder zeigt einen Regeneffekt....

.....und ist dennoch ein interessantes Dokument europäischer und rumänischer (Film)geschichte.

4 Amazonsterne alleine für den Bonusfilm.
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