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am 4. Dezember 2015
Ich habe die Platte nur aufgrund der guten Rückmeldungen gekauft, kurz in die Anspieltipps gehört und...
bin begeistert. Das erste Album war bemerkenswert, aber auch statisch, weswegen ich es manchmal gerne, aber nicht allzu oft gehört habe.
Das zweite Album war etwas weicher, aber nicht mehr so genial.
Dieses Album erinnert mich alten Mann an die Velvet Underground und Jefferson Airplane der späten 60er Jahre und ihre düstere Autorität.
Es ist brüchig, hart, teils gewollt monoton und fordert den Hörer, gibt aber eine Tiefe, die mehr ist als Depression und Trauer, sondern auch Zorn und Spannung.
Meisterhaft.
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am 20. September 2017
Ganz anders als die beiden anderen Alben, viel interessanter und überraschender. Ich glaube aber auf Vinyl hört es sich bestimmt noch besser an.
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am 13. Mai 2008
1994 legten Portishead mit ihrem grandiosen Debüt "Dummy" die Blaupause eines neuartigen Stils vor. Ein bislang nie gehörter Mix aus alten Platten-Samples, schweren Beats und -dank Beth Gibbons' todtraurigem Gesang- durchzogen von einer tiefen Melancholie, wie sie der elektronische Bereich noch nie vorgebracht hat. Die Journalisten kreierten rasch die Schublade "Bristol-Sound" oder bekannter: "Trip Hop", wegen der Mischung aus HipHop-Beats und schwer hypnotischen Sounds.
Das Rezept wurde 1998 mit dem selbstbetitelten Nachfolger weiterbedient - mehr aber nicht. Das sollte nicht mehr passieren, befanden Gibbons, ihr Partner Geoff Barrow und der mittlerweile zum vollwertigen Bandmitglied gemachte Gitarrist Adrian Utley.

Und so dauerte es nach der Interims-liveveröffentlichung "Roseland NYC" halt ein paar Jahre, bis Portishead ein neues Album auf die Welt loslassen wollten. "Wir hatten zu Beginn vereinbart, dass wir uns auf die Suche nach einem neuen Vokabular begeben, an deren Ende ein Album stehen soll, das so keiner von uns erwarten würde. Es sollte ganz nach uns klingen, ohne auch nur im Sounddetail an etwas zu erinnern, was es schon von uns gab", so sagt Utley im VISIONS-Interview. Und dass das geglückt ist, davon kann man eigentlich auch schon aufgrund der Tatsache ausgehen, dass "Third" zehn Jahre nach seinem Vorgänger nun wirklich erschienen ist.

Der Erstkontakt war die wirklich kranke Single "Machine Gun": Ein verzerrtes E-Drum, Beths gewohnt klagender Gesang, nur ganz zum Schluss ein paar einzelne Synthie-Töne - mehr nicht. Ein unzugänglicher Brocken. "Third" in voller Länge macht dann dadurch aufgebaute Erwartungen erneut zunichte, indem es überraschend schön geworden ist. Obwohl es -gerade vom Sound her- immer noch denkbar weit draußen ist.
Die Songs hören mitunter abrupt auf, sind durch und durch angereichert mit schrägen Gitarrensounds an der Grenze zum reinen Geräusch, die Drums klingen kaputt und lo-fi, die Beats stolpern asynchron, die Songstrukturen sind reichlich unkonventionell. Die Elektronik-Schublade kann man gleich mal zumachen, das Album klingt dank der verwendeten Instrumente und Samples so zeitlos und analog wie nichts hippes Elektronisches klingen kann. Zudem geistern als Assoziationen bestenfalls noch experimentlastige Bands aus dem Indiesektor wie Sonic Youth (ja!!!!) oder dEUS durch den Kopf.
Und dann die Beats: "Third" knallt nicht und kommt oft sogar ohne Beat aus. Ihr Markenzeichen wurde rücksichtslos getötet. "Wenn einer befand, etwas klänge 'too triphop', wurde es unmittelbar gelöscht", so Utley. Also macht "Third" alles anders, kommt manchmal gar ungewohnt schnell daher.
Und das ist natürlich immer noch keine Sommermusik - dennoch muss man manche Songs als die zugänglichsten und optimistischsten bisher beschreiben. "Deep Water" etwa, nur zu einer Ukulele gesungen.
Und anders als bei den homogenen Vorgängerwerken hat jeder seinen ganz eigenen Charakter. Weil in jedem etwas Neues passiert, was nicht nur nichts mit dem bisherigen Bandschaffen zu tun hat, sondern auch auf dem Album einzigartig ist.
Der extreme Variantenreichtum macht "Third" zum besten Portishead-Album. Punkt.

Die Neuerfindung ist also geglückt. Portishead sind nicht nur wieder da, sie sind besser als je zuvor. Sie sperren sich gegen jede Schublade, sind immer dort, wo niemand anderes ist und berühren und begeistern. Toll, dass es so was gibt.
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am 1. Juni 2008
...bei welchem Album in der heutigen kurzweiligen Musiklandschaft kann man das noch behaupten!
Ich jedenfalls genieße das Album seit einem Monat unentwegt und muß den Leuten, die dieses Werk als verstörend, beklemmend, disharmonisch und aus dem Zusammenhang gerissen abstellen absolut recht geben!
Denn das waren Portishead schon immer...
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am 17. Mai 2008
Hätte man mehr erwarten können? Wohl kaum! Das lange Warten auf das 3. Albunm hat sich 100%ig gelohnt. Obwohl beim ersten Anhören der Stil etwas gewöhnungsbedürftig ist, stellt sich nach mehrmaligem Hören der CD die Vollkommenheit heraus. Akustik trifft Elektronik in einer nie da gewesenen Weise und wird vervollkommnet durch die wohl traurigste Stimme aller Zeiten. Musik hat für mich nur einen Sinn, und zwar mich emotional zu berühren. Also sollte man sich bei dieser, wie auch bei den beiden vorangegangenen Protishead-CDs, mit geschlossenen Augen, zurückgelehnt der Melancholie ergeben.Großartig!
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am 26. Mai 2012
Die 79. Rezension dieses Tonträgers, wenn ich richtig gelesen habe, 'was die Frage erlauben mag, welchen Senf sich da noch dazugeben lässt, den andere nicht schon längst dazugegeben haben (ich schreibe sonst ja eher zu Produkten, die nur wenige Rezensionen haben, oder noch gar keine, das nur nebenbei)?

Nun, kurz und schmerzlos: '"Dummy'" hatte mich beim ersten Hören schon regelrecht umgehauen, bei den beiden Folgealben ging es mir ähnlich; die dritte Studioplatte brauchte bei mir drei Anläufe, aber mittlerweile steht für mich '"Third"' auf einer Stufe mit ihrem außergewöhnlichen Debütalbum. Über weite Strecken wunderschöne Melodien (um nur "'Hunter"', '"The Rip"' und "'Small"' als Beispiele zu nehmen), zum Teil ist die Platte, so verrückt das klingen mag, schlichtweg Folkrock, aber mit Elektronik angereichert, die das Ganze auf eine andere Ebene bringt. Die Sounds bei '"Plastic"' lassen mich an die irrwitzigen Electric Jug-Spielereien eines Tommy Hall bei den 13th Floor Elevators denken, öfters fühle ich mich, was Percussion (analog wie digital bzw. Schlagzeug wie Drumcomputer) anbelangt, an die allerstärksten Momente von The Can und Neu! erinnert (Musterbeispiel: '"We Carry On"'), aber es bleibt alles hundertprozentig Portishead. Dieses Album hat Reife, die Drei haben ihr volles Jahrzehnt nach der vorherigen Studioplatte wirklich genützt. Die Lagerfeuerballade "'Deep Water"' (Spielzeit 1:33!) fällt musikalisch aus dem Rahmen, und erscheint mir wie ein Intro zum hinreißenden '"Machine Gun"', wo Beth Gibbons' graziler Gesang und das perkussive Feuerwerk einen faszinierenden Kontrast bilden. Die letzten Takte von "'Small"', das sich von einem subtilen Folksong zu einer verqueren Rocknummer steigert, lassen ein Riff anklingen, das stark an Link Wray's "'Rumble"' erinnert. Die Schlussnummer "'Threads"' führt dann nochmals vor, wie Portishead Pathos definieren - nämlich so klug dosiert, dass es keinen einzigen Takt lang ins Banale abstürzt. Große Gefühle, große Musik.

Sollte in den letzten fünf Jahren nur ein einziges britisches Pop-/Rock-Album erschienen sein, das etwas Geduld verdient, sich diese dann allerdings voll auszahlt, dann diese Platte.
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am 5. Januar 2012
Ich habe ja nun wirklich alle Platten von Portishead zuhause, auch die von Beth und muss sagen: diese Platte ist für mich persönlich die beste.
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am 30. April 2008
Eine Band wie Portishead hat es schwer: Einst hoben sie mit dem großartigen Debüt "Dummy" quasi das Triphop-Genre aus der Wiege und schufen so einen absoluten Meilenstein. Zum zweiten Album hatte ich dann lange Zeit keinen Zugang, denn ich fand es zu sehr der "Dummy" ähnlich vom Klangbild, nur mit nicht ganz so starken Songs. Mittlerweile habe ich auch "Portishead" als gutes Album schätzen gelernt, welchem ich 8 bis 9 von 10 Punkten geben würde – nur gegenüber "Dummy" (für mich 15 von 10 Punkten) fiel es für mich einfach ab!

Und nun das dritte Album. Hätte die Band noch einmal den Sound der ersten beiden Silberlinge aufgewärmt, hätte ich mich wohl nicht so dafür begeistern können, denn was damals total innovativ war, wäre heute nur noch abgeschmackt. Stattdessen kommt da etwas ganz anderes, und jeder Song für sich weist auch eine komplett unterschiedliche Atmosphäre auf – zusammengehalten von der markanten Stimme von Beth Gibbons.

Mitunter meine ich, Sounds wie bei Nine Inch Nails herauszuhören, dann wird es wieder episch wie Filmmusik, nur damit im nächsten Song eine an die Doors oder Velvet Underground erinnernde Orgel das Kommando übernimmt. Alles in allem also eine sehr spannende Entdeckungsfahrt!

Ich habe das Album nun schon mehrmals gehört, und jedes Mal wirkt "Thrid" ein bisschen tiefer, offenbaren sich mir neue Facetten der Songs. Klar, das ist keine Partymusik, die man mal eben nebenbei hören kann, dieses Album will erarbeitet werden. Aber das war es doch letztlich auch, was der geneigte Fan von Protishead erwarten konnte, oder?

Fazit: Für mich sind Portishead mit "Third" nicht an ihrem eigenen großen Namen gescheitert. Das Ganze hat nichts mit einem kommerziell ausgeklügelten Comeback zu tun, sondern ich habe den Eindruck, dass hier Leute Musik machen, die zurzeit wirklich genau ihr Empfinden ausdrückt. Das dies anscheinend ein anderes ist als noch Mitte der 90er-Jahre, ist verständlich – und gut so!
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am 8. Dezember 2009
Ich war froh wieder etwas von Portishead zu höhren und konnte es kaum erwarten die neue Platte mir anzuhören. Der Stil hatte sich ein wenig verändert wie ich finde, mehr simplere Akkusitk und wenig Elektronik. Es ist interessant sich die Mischung anzuhören und die Titel klingen irgendwie düsterer. Das einzigste was mich störte ist die Stimme von der Gibbons. Sie klingt überhaupt nicht wie auf den alten Scheiben, was ja auch irgendwie ihr Markenzeichen war. Sie klingt eher wie ein Mann. Deshalb auch nur 4 Sterne.
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am 20. März 2008
phantastisch, wie portishead sich entwickelt haben und ihre stilelemente vor zehn jahren
mit neueren, rockigeren elementen gemischt
und dies zu einem super stilmix zusammengeführt haben.
ich bin voller hochachtung.
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