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am 5. Juli 2011
Streng genommen ist wohl jedes Album, das ein "Very Best of" im Titel führt, ein Fall von Etikettenschwindel - mal liegt der Fall mehr, mal weniger klar. Schließlich sind die Geschmäcker verschieden, wat dem eenen sin Uhl is, is dem annern bekanntlich sin Nachtigall, und überhaupt ist de gustibus wirklich non disputandum.

Zuweilen allerdings lassen sich im gut sortierten Fachhandel Tonträger sichten, die die Frage danach aufwerfen, ob da nicht vielleicht doch jemandem etwas durcheinandergeraten ist und ob nicht versehentlich die Guten im Kröpfchen und die Schlechten im Töpfchen gelandet sind:

Falls Nimoy und Shatner auf "Spaced Out - The Very Best of Nimoy and Shatner" wirklich und wahrhaftig schon ihr Bestes geben, dann möchte ich nicht wissen, wie ich mir das musikalische Worst Case Scenario des dissonanten Duos vorzustellen habe. Das, was William "Capt. Kirk" Shatner und Leonard "Mr. Spock" Nimoy hier abliefern, ist, gelinde gesagt, verwegen genug.

Dass William Shatners schauspielerische Begabung sehr überschaubar ist, dürfte wohl selbst unter eingeschworenen Trekkies als erwiesen gelten. Zeitgenossen, die sich dieser Erkenntnis trotz des reichlich vorhandenen Anschauungsmaterials verschließen, seien hiermit freundlich auf die Shakespeare-Rezitationen auf "Spaced Out" verwiesen: Wie William von der Enterprise dem William aus Stratford-upon-Avon auf den Versfuß tritt, ist schon wirklich vermessen (und gleich zu Beginn der CD zu hören).

Wenn Shatners Wortbeiträge schon gewagt sind, ist es sein Gesang jedoch erst recht: Ich glaube, in Fachkreisen spricht man in solchen Fällen bezeichnender Weise nicht mehr von Singen, sondern von Rufen. Erschwerend hinzu kommt, dass die Aufnahmen sämtlich schon ein paar Jährchen auf dem Buckel haben und in einer Zeit entstanden sind, in der an der Welt verzweifelnden Tontechnikern wohl weit weniger Tricks und Kniffe zur Verfügung zur Verfügung gestanden haben dürften als ihren Kollegen und Kolleginnen von heute. Zwar hat man Shatners und Nimoys Aufnahmen schon mit ordentlich Hall versehen (allein damit lässt sich erstaunlich viel kaschieren), aber trotzdem fehlt's den beiden Space Boys zu hörbar an Begabung, als dass man das Resultat wirklich guten Gewissens als hörenswert bezeichnen könnte.

Dabei sind die Stücke, die Nimoy für die CD beigesteuert hat, wohl noch erträglicher als Shatners Part: Nimoy, so scheint es, ist sich wohl einfach für keinen Spaß zu schade gewesen (seine "Ballad of Bilbo Baggins" ist wahrlich skurril) und hat wahrscheinlich auch einfach nur schnelles Geld gewittert (sowohl die Songs von Nimoy als auch die von Shatner sind in den 60er Jahren offenbar auf Singles erschienen, die damals sicher auch irgendwer gekauft hat, denn sonst hätte man's wohl bei jeweils nur einem Versuch belassen).

Shatner hingegen wirkt auf mich, als nehme er sich bei der ganzen Geschichte auch noch ernst. Ich habe beim Hören unwillkürlich an die Beschreibung des Barden Troubadix in den Asterix-Geschichten denken müssen: Er selbst hält sich für unvergleichlich, alle anderen finden ihn unbeschreiblich. Aber wenn er nicht singt, ist er ein fröhlicher Zeitgenosse, den jeder sehr schätzt.

Besonders schön kann man das, was ich zu beschreiben versuche, in Shatners "It was a very good year" hören, das Fans von Frank Sinatra schon fast als Kampfansage auffassen könnten.

Es ist vor allem das hohle Pathos, das an Shatners Wort- wie Gesangsbeiträgen immer wieder sehr unangenehm auffällt. Dagegen nehmen sich Nimoys Beiträge schon fast wieder erfreulich aus (sehr schön: "Spock Thoughts" - dass das noch niemand gesampelt und mit den anderen üblichen Zutaten zum Charterfolg verrührt hat, ist sicher nur ein Versehen); manchmal klingt das fast so, als könne Nimoy wirklich singen ("I Walk the Line").

R e s ü m e e

"Es ist Musik, Jim - aber nicht, wie wir sie kennen": gerade Herr Shatner sollte besser das tun, was er am besten kann. Und bis er herausgefunden hat, was genau das ist, sich nicht in Schauspiel oder Gesang üben. ;-)

Leonard Nimoys Beiträge auf "Spaced Out" sind, wenn auch durch die Bank recht bizarr, streckenweise sogar recht hörbar, Shatners Sprechgesang allerdings ist wirklich nur etwas für ganz Hartgesottene. Unterm Strich heißt das wohl: Trekkies mit sehr ausgeprägtem Faible für William Shatner (soll's ja geben) werden die CD ohnehin im Regal stehen haben, alle anderen dürfen getrost einen weiten Bogen um sie machen.

Ich habe die CD vor Jahr und Tag selbst kurze Zeit besessen, bevor ich sie frohen Herzens an jemanden weitergereicht habe, der schon eine Weile lang auf der Suche nach "Spaced Out" gewesen war. Dass ich sie mir vorher nicht kopiert und seither keinen Tag lang vermisst habe, spricht sicherlich Bände.
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am 17. Mai 2003
Spock und Kirk als Sänger! Wenn das nur mal gut geht...
Und es geht eben gar nicht gut: Die beiden können nämlich nicht singen.
Sie tun aber auch nicht so, als könnten sie es und das macht sie und diese CD nicht nur sympathisch, sondern auch wunderbar schräg und dadurch sogar sehr unterhaltsam.
In der richtigen Stimmung und mit dem richtigen Filter drauf kann diese CD den Tag erhellen!
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am 9. April 2001
Captain Kirk und Mr. Spock können also auch singen. Oder zumindest versuchen sie es. Diese Zusammenstellung Shatnerscher und Nimoyscher Sangeskunst aus besten Star Trek Tagen hat unter Fans schon lange Kultstatus. Den Grammy oder andere hochwertige Preise werden die Künstler allerdings nie gewinnen. Während Bill Shatners Songs sich eher durch Sprechen denn tatsächlichen Gesang auszeichnen, hat Leonard Nimoy durchaus eine gewisse Stimme vorzuweisen. Besonders faszinierend fand ich die aus Spocks Sicht vorgetragenen Stücke. Da kann man tatsächlich den Vulkanier wiedererkennen. Wie auch immer: Liebhaber hochwertiger Sangeskunst sollten lieber die Hände von dieser CD lassen, für Fans der guten alten Enterprise-Serie ist sie ein Muss!
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am 24. Dezember 2004
Ein Kuriosum ist diese CD auf jeden Fall. Aber ich muß doch sagen, das Leonard Nimoy seine Sache gut macht. Wenn man nicht wüßte, wer da singt, würde man wohl meinen, einen Countrysänger vor sich zu haben; 'Gentle on my mind', 'I walk the line' und 'Everybody's talkin' können das bezeugen. 'Put a little love in your heart' ist da nicht so rund, und erinnert ein bisschen an 'Scrooged' mit Bill Murray. Dennoch gerade deswegen ein hörenswertes Stück. Bei 'If i had a hammer' muß ich sagen, kommt der amerikanische Nationalstolz denn doch ziemlich dick heraus. Wenn ich nicht wüßte, das diese Stücke schon vor 30 Jahren oder so aufgenommen wurden, ich hätte mich maßlos geärgert. Aber das war eine andere Zeit, und es war mit Sicherheit anders gemeint, als der Amerikanische Nationalstolz heute.
In der Tat singt William Shatner nicht besonders gut, wenn man überhaupt sagen kann, er könne Singen. Aber das Stück der Beatles 'Lucy in the sky, with Diamonds' macht er zu einem Schauspiel; einer Szene, wie sie vergleichbar ist mit Szenen aus der 'Rocky Horror Picture Show'. Der Text des Songs wird zum Monolog, in denen Shatner ähnlich wie Tim Curry seinen Gefühlen Ausdruck verleiht.
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am 21. Mai 2008
Words fail me. Listen to William Shatner decaliming Lucy in the Sky with Diamonds and marvel if you are on a bad acid trip yourself. Shatner is...well...let's say special. Nimoy on the other hand actually sings reasonably well, sometimes using his Spock alter ego. Truly a life changing experience.
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am 16. September 2008
Dies ist zu 99% Wahrscheinlichkeit ein Artikel für Star Trek Fans und für sonst niemanden. Wer sonst würde sich wohl die ohrenbetäubenden "kann man dazu Gesang sagen??) "Gesangs"einlagen von William Shatner anhören wollen. Genau, diejenigen, die in diesem Mann mehr die Ikone als den Schauspieler sehen. Man erinnere sich doch nur an den kultig peinlichen Rocket Man Auftritt( der leider nicht auf der CD ist).
Wäre aber nichts von Leonard Nimoy auf der CD könnte man die CD bei bestem Willem nicht empfehlen. 50% der Musikstücke stammen jedoch von Ihm, und man kann nur sagen, dass er seine Sache ziemlich überzeugend rüberbringt. Klar, dies ist natürlich kein Meisterwerk aber für Fans sicher ein Muss! Anderen Käufern kann man die CD nur aufgrund der Nimoy Songs empfehlen.
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am 29. August 2013
Beim Durchlesen der anderen kritischen Rezensionen musste ich ein wenig schmunzeln. Ja habt ihr denn gedacht, ihr bekommt hier ein Meisterwerk der Sangeskunst a la Pavarotti? Wohl kaum!
Diese CD ist natürlich für Fans gemacht, die ihre Lieblinge von Star Trek vergöttern und sich freuen, diese CD zu hören und in ihrer Sammlung zu haben. Das ist hier der Faktor der zählt und Spaß macht.
Wer anspruchsvollen Gesang liebt, sollte von dieser CD Abstand nehmen, wer jedoch Fan von Star Trek ist, für den ist diese CD ein MUST HAVE.
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am 13. Dezember 1999
William Shatner und Leonard Nimoy in Einzelsongs. Etwas zu entdecken, zuhören und amüsieren. Spielerische Interpretationen alter Titel mit neuen eigenen Mitteln. William Shatner benutzt daür zu teil gewöhnungsbedürftige Schreisprache als dramatischen Höhepunkt manchen Liedes. Dies in Kombination mit Lucy in the sky..von den Beatles ist höchst interessant. Nimoy merkt man seine Ausbildung an. Eine seidenweiche Stimme mit viel Potential. So glaubt man ihm seine Songs. Verschiedene Stile, Country, Blues lassen ihn nicht blass erscheinen. Herzstück ist jedoch "The Ballad of Bilbo Baggins". Es verdient den Titel süß. Nimoy streicht höchts angenehm seine Stimme mit Melodie ein und läßt die textliche Geschichte den Zauber geben, der den Zuhörer mit glänzenden erstaunten Augen vor der Lautsprecherbox immer und immer wieder süüüß flüstern läßt. Überaus zu empfehlende Ansammlung verschiedenster kraftstrotzender, dezent lieblicher, harmonieverbreitender, lustiger und begeisternder Stücke. Es sind Schauspieler die mit ihren Stimmen spielen...und das eben sehr gut.
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am 31. März 2003
dieses album zeigt zwei "schausspieler" von einer seite von der sie noch kein mensch zuvor gesehen hat. Eine Seite die eigentlich niemlas irgendjemand hätte sehen wollen oder müssen.
Bevor man diese platte kauft, sollte man sich folgendes fragen. würde man mick jagger eine gebrauchtwagen abkaufen? würde man ein bild von dieter bohlen erstehen? würde irgend jemand, der noch alle sinne beieinander hat, gebäck vom metzger kaufen oder milch vom postboten?
wenn sie auf all diese fragen mit ja antworten dann los kaufen sie diese aussergewöhnliche cd. sie zeigt wie fürchterlich schief es gehen kann, wenn sich menschen auf ein gebiet weit ab ihrer fachkenntnis wagen, wenn so zusagen ein maurer konditor wird oder man den bock zum gärtner macht.

william shatner kann nicht singen! und leonard nimoy eigentlich auch nicht! aber das hat sie nicht davon abgehalten ins studio zu gehen und ein album aufzunehmen. das ergebniss ist eine selbst verulkelung der beiden schauspieler, wodurch beide jedoch eine große portion eigenhumor zeigen.
die frage ist wer lacht zuletzt? ist es der star trek hasser der sagt: "hab doch gesacht die könne jar nix"? ist es der kenner, der sagt: "die musik ist vielleicht grausam aber sie vermittlet großes gefühl"? sind sie es, der gerade dieses unglaubliche stück naiver kunst erstanden hat?
Nein, es sind nimoy und shatner, sich halb totlachend, weil sie noch ein album verkauft haben.
also wenn sie einen sinn für humor haben, machen sie es sich in ihrem sessel gbei einm glas hagebutten tee gemütlich und hören sie sich das album an. wenn sie keinen sinn für humor haben, dann ertränken sie die musik in einem vodka martini rausch. und es wird auf jeden fall ein großartiger abend der musikalischen kuriositätten des letzten jahrhunderts - und die "musik" klingt sowie so gleich.
ich persönlich empfehle allen diese album. besonders, wenn sie, so wie ich selbst, regelmäßig von ungebetenen gästen heimgesucht werden. sie wollen sie loswerden? hauen sie diese platte rein. es funktioniert besser als schweissfüsse, drei wochen alte pizza reste oder sogar volksmusik.
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am 18. Mai 2009
Bis ich bei Youtube auf das "Ballad of Bilbo Baggins"-Video gestoßen bin, waren Shatner und Nimoy unantastbare Helden der Fernsehgeschichte für mich, doch irgendwie ist diese Seifenblase geplatzt. Allein schon wegen dieser "Homage" an den kleinen Hobbit sollte man diese CD kaufen - wahrscheinlich das schlechteste Lied aller Zeiten.
Aber irgendwie hört man es sich dann doch wieder gerne an. Es ist zwar nicht meine Generation, aber es passt irgendwie zu den Siebzigern, wie Schokoladensoße zu Vanilleeis.

Nimoy macht (abgesehen von diesem Klassiker) eine gute Figur, das liegt aber sicherlich auch daran, dass ich von seiner Stimme im Allgemeinen sehr angetan bin. Er ist eher ein Geschichtenerzähler als ein Sänger.
Was Shatners Sangeskunst angeht... nunja, da scheiden sich wohl die Geister. Ich bewundere ihn dennoch für seinen Mut, zu seinem nichtvorhandenen Talent zu stehen und diese CD zu veröffentlichen.

Wer also einiges ertragen kann, der sollte tatsächlich mal reinhören ;)
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