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Kundenrezensionen

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am 21. Februar 2015
„The Six Wives Of Henry VIII“ war Rick Wakemans erstes Werk für A&M Records. Als es 1973 erschien war das Album sehr erfolgreich und wurde dann auch im Laufe des gleichen Jahres als Quadrophonie Album veröffentlicht. Quadrophonie war eine Art DTS 4.0 bzw. DD 4.0. So wie auch heute gab es damals schon verschiedene Systeme die in Konkurrenz zueinander standen. CH-4, QS und SQ waren die Bekanntesten seinerzeit.

Ein Quadrophonie Album war für einen Künstler eine echte Auszeichnung, denn für den Massenmarkt war Quadrophonie 1973, allein vom Aufwand der möglichst identischen vier Lausprecher im Quadrat aufgestellt, nicht geeignet. Dieses Album wurde sogar in zwei verschiedenen Systemen (SQ und CD-4) veröffentlicht. Eine echte Rarität in der Quadrophonie. Die Zeit war aber noch nicht reif für Systeme mit mehr als zwei Kanälen und so verschwand die Quadrophonie Ende der 70er Jahre wieder.

Bei dem heute breiten Markt der Mehrkanaltechnologien war zu hoffen dass dieses Album irgendwann einmal in einer Deluxe Ausgabe mit den entsprechenden Quadrophonie Versionen erscheinen würde. Jetzt ist es so weit.

Die CD:
Sie enthält das vollständige Album und als Extra die beiden Single-Versionen von
„Anne Boleyn“ (Side-A in US, Side-B in UK) und
„Catherine Paar“ (Side-A in UK & Side-B in US)
sowie eine weitere Version von „Catherine of Aragon“ als First-Mix.

Klanglich konnte ich bei den Albumtracks bis auf eine etwas bessere Dynamik keine außergewöhnlichen Unterschiede feststellen. Die Single Versionen sind hier nun endlich digital verfügbar. Beim First-Mix bin ich ein wenig irritiert. Ich konnte beim besten Willen keinen Unterschied zwischen dem First-Mix und der normalen Version entdecken. Es wird schon einen geben. Ich habe ihn jedoch auch beim direkten A/B-Vergleich mit der CD Version von 1990 nicht wirklich gefunden.

Die DVD:
Die DVD-Audio enthält die Quadrophonie Version des vollständigen Albums in DTS 96/24, Dolby Digital sowie MLP Lossless 96/24 Quad und Stereo. Abschließend befindet sich noch das Video „Catherine Howard“ BBC TV 1973 von „The Old Grey Whistle Test“ auf der DVD.
Die Quadrophonie Version ist eine direkte Kopie des 1973er Albums. Beim ersten Titel „Catherine of Aragon“ wurde bei 0:57 ein Piano Einsatz in den Hintergrund gemischt und fehlt daher meiner Meinung nach in der Vierkanal Version. Auch beim fünften Titel „Anne Boleyn“ werden in der Quadrophonie Version die ersten sechs Sekunden wiederholt. Beides ist auch in den Versionen auf der DVD-Audio so. Sowohl Dolby Digital als auch DTS bieten einen tollen Klang, wobei DTS transparenter klingt und die Instrumente sauberer getrennt sind.

Das Cover der Box:
Die Box ist doppelt aufzuklappen und wurde sehr übersichtlich und ansprechend gestaltet. Jede der „Six Wives“ hat eine Seite für sich. Das Booklet ist sehr informativ und erklärt warum die Aufnahmen so frisch und dynamisch wie Sessions klingen. Ein Reprint eines Rick Wakeman Interviews aus dem „Rolling Stone“ vom 1. März 1973 rundet das Booklet ab. Der Reprint ist jedoch ein wenig lieblos abgebildet.

Die Deluxe Box macht einen recht vollständigen Eindruck. Dennoch gibt es zwei Musiktitel die hier erwähnt werden sollten.

Laut Aussage von Rick Wakeman im Booklet plante er 1972 noch einen Titel „Defender Of The Faith“ als musikalische Umsetzung für King Henry VIII. Dieser Titel findet sich live auf dem Album „The Six Wives Of Henry VIII – Live at Hampton Court Palace“ von 2009.

Auf dem Album „The Classical Connection 2“ aus dem Jahre 1993 findet sich der Titel „Farandol“ der als Teil der Sessions von 1972 aufgenommen wurde. Die weitere Besetzung ist für Yes Fans sicherlich interessant: Bill Bruford, Steve Howe und Chris Squire. Dieser Titel ist völlig stimmig mit den anderen Stücken aus dieser Zeit und hätte hier gut auf die Box gepasst.

Zum Abschluss: Laut Aussage von Rick wäre dieses Album 1973 fast nicht erschienen weil die damaligen Verantwortlichen bei A&M in den USA es furchtbar fanden. Freuen wir uns also, dass wir nun auch die Quadrophonie Version digital genießen können.
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am 28. Oktober 2002
Ein Alleingang, der es in sich hat! Rein instrumental und ein echtes Schmuckstueck. Hier zeigt Wakeman noch Charakter, waehrend er spaeter immer oberflaechlicher wird.
Sehr abwechslungsreich zeigt Wakeman sein ganzes Koennen und seine Phantasie und versucht mit jedem Stueck, eine der Frauen von Heinrich VIII zu charakterisieren. Ob ihm die Charakterisierung gelungen ist, mag Geschmackssache sein. Unzweifelhaft ist ihm aber mit der Platte ein ganz grosser musikalischer Wurf gelungen. Nicht nur zeigt er, dass er sich von dem bei YES gezeigten Stil loesen kann. Er zeigt auch, dass er auf ganz andere Weise als bei YES intensive Stimmungen aufbauen kann und den Hoerer zu fesseln weiss. Die Platte ist zwar nicht gerade gut aufgenommen, aber die Stuecke verbreiten ein Flair, dem man sich nicht entziehen kann. Wurde Wakeman in seiner spaeterer Schaffenszeit immer beliebiger und "flacher", war er auf dieser Platte knapp, praegnant und bombastisch gut. Die schlechte Aufnahmequalitaet schadet nicht, sie unterstuetzt die Aussage der Musik noch. Ein absolutes Muss fuer jeden Wakeman-Fan! Der "originalste" Wakeman, den es je gab.
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Rick Wakeman war bereits als Ausnahmekeyboarder (u.a. von Yes) bekannt, bevor er 1973 diesen ersten instrumentalen Alleingang unternahm. Häufig sind ja die solistischen Ableger großer Bands recht zweitklassiges Material, aber Wakeman weiß zumindest auf diesem Erstlingdurchaus zu überzeugen.
Insgesamt sechs Stücke und etwa 37 Minuten umfaßt das Album. Der lose Themenrahmen ist der Versuch, über jede der sechs Frauen von Heinrich VIII. eine freie 'Charakterstudie via Synthesizer' zu verfassen. Abgesehen von ein, zwei musikalischen Zitaten aus der Renaissancemusik hat die Musik nicht wirklich einen Bezug zu dieser Programmatik. Das stört aber auch nicht weiter.
Unterstützt von einigen Gästen (u.a. Chris Squire von Yes und Dave Cousins von den Strawbs, bei denen Wakeman auch kurzzeitig Mitglied war) entfaltet Wakeman eine melodiöse und vielschichtige Demonstration der Möglichkeiten des Synthesizers und überhaupt aller möglichen Tasteninstrumente. Akustisches Piano, Spinett und Kirchenorgel ergänzen die Elektronik, und Wakeman gelingt es dabei, eine interessante Abfolge der verschiedensten Stile und Klangfarben auftreten zu lassen, ohne das Ganze zu überfrachten und zum Klangbrei werden zu lassen. Die Begleitinstrumente (Drums, Bass, ein wenig Gitarre, an ein, zwei Stellen ein bißchen Backgroundchor) sind gekonnt und zurückhaltend gespielt: 90% der Musik sind purer Wakeman, Keyboardrock und -pop mit gelegentlichen Jazzanklängen.
Natürlich bemerkt man auch hier - wie auch bei anderen elektronisch experimentierfreudigen Projekten aus den frühen 70ern -, daß gelegentlich die Technik der Virtuosität Einhalt gebot: die Aufnahme ist etwas verwaschen, an einigen (wenigen) Stellen sind sogar hörbar ungewollte Tonschwankungen zu vermelden. Aber dies ist eines der Alben, denen man das gerne verzeiht, denn trotz der Betonung der Elektronik verschwindet die Qualität nicht hinter den Effekten, und deswegen ist der Genuß nicht dahin, wenn es mit diesen Effekten mal nur bedingt klappt.
Auch wenn es sich schon zu Yes-Zeiten (und in den 90ern auch solo) erwiesen hat, daß Wakeman ein bißchen mehr von sich selbst hält, als seiner Musik guttut, ist dieses Album ein zeitlos gelungenes Zeugnis von Virtuosität und Spielfreude.
Mein privater Favorit ist das Orgelstück Catherine Howard, das man getrost auch jedem Klassikfreund vorsetzen kann.
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am 12. September 2005
... möchte man in Anlehnung an sein anderes großes Werk "King Arthur" rezitieren. Was Wakeman in dieser Aufnahme an Ideenreichtum präsentiert, schlägt die Solo-Alben aller Kollegen der damaligen Zeit, aber auch vieler Yes-Alben bei weitem. Die Klavierparts von "Catherine Howard", das Intro von "Catherine Parr", der Mix aus Stilen wie Klassik, Jazz und Prog-Rock - so etwas hatte es bis dahin nicht gegeben (der Ehrlichkeit halber: vielleicht von ELP's Erstling "First" von 1971 abgesehen). Und auch Rick Wakeman konnte in den Folgejahren die Qualität der "Six Wives" nicht erneut aufleben lassen, im Gegenteil...
Was die Hörfreude etwas dämpft, nach 30 Jahren aber zum Charme dieses Albums gehört (genau wie bei den "Yessongs" von Yes) ist der Waschküchen-Sound.
Die "Six Wifes" - das ist die perfekte Kombination aus what's-possible-keyboard-Demo und großartigen musikalischen Einfällen. Sie sei jedem Synthi- und Prog-Rock-Fan ans Herz gelegt!
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am 19. Februar 2013
Wer YES liebt wird auch mit dieser Scheibe aus dem Jahre 1973 seine Freude haben. Die Spielzeit mit etwas über einer halben Stunde ist zwar bescheiden, aber dafür wird jedes der 6 Instrumentalstücke Liebhaber des 70er Prog in seinen Bann ziehen - ganz "großes Kino".
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am 21. Februar 2013
Ohne Zweifel ein grossartiges Werk, aber auch sehr stimmungsabhängig. Letztendlich für mich ein bisschen zu kopflastig und zu technisch angelegt. Aber ein Meilenstein in der Musikgeschichte hat sich die "Platte" bestimmt gesichert.
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am 6. Januar 2016
Auf der DVD sind nun die alten Quad-Mixes 4.0 der Tracks drauf. Das gab es zu dieser Zeit häufig und bei vielen wiederaufgelegten Editionen von Pink Floyd, Deep Purple oder The Who sind die dabei. Ganz interessant, aber eben nicht 5.1.
Hier hätte man allerdings den Klang unbedingt überarbeiten sollen, denn das hätte man besser hinbekommen können.
Das beigefügte Video von der BBC mit nur dem einen Titel "Catherine of Aragon" klingt exakt wie die Studio-Aufnahme. Das ist angesichts der verwendeten Moog-Synthesizer mit ihrem spezifischen Klang praktisch unmöglich, so daß ich das Video für ein Playback halte.
Insgesamt wäre ein Remix und ein Remaster dem tollen Werk adäquat geworden.
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aus dem Jahr 1972 (so steht es auf meinem Vinyl-Label). Durch seine
Engagements bei den "Strawbs" und vor allem bei "Yes" hatte er sich
nicht zu Unrecht einen 1A-Ruf erworben und zu der Zeit strotzte er
nur so von Kreativität.
Hier auf der Platte versucht er rein musikalisch, die sechs Frauen
von Heinrich VIII zu charakterisieren und das gelingt ihm vortrefflich.
Unterstützung erhält Rick von der Creme de la Creme der damaligen Prog-Szene.

Progig, sphärisch mit Rockeinlagen, Chor-und Pianoarrangement
leitet "Catherine of Aragon" (3:45) das Album ein.

Bombast geht über in eine angejazzte Rockpassage durch Keyboard-Melodien
geprägt und gebreakt, auch tolle Orgel-und Synthieeffekte geben
"Anne of Cleves" (7:50) den Pfiff.

Bei "Catherine Howard" (6:36)übernimmt das Piano die Hauptrolle, mal
romantisch, mal stürmisch, leicht bombastisch begleitet und von
Dave Cousins E-Banjo gebreakt bevor es progige Moog-Einlagen gibt
und ein spinettartiges Piano weiterführt in eine verträumte Passage
mit Mellotron und Glockenspiel. Eine traurige Melodie bringt das
Stück zu Ende.

Spinett und Kirchenorgel geben "Jane Seymour" (4:44) den Charakter.
Klassikangehaucht, bombastisch arrangiert und mit Moogeinlagen ein
absoluter Hörgenuss.

Weiter geht es progig rockend abwechselnd mit romantischen Einlagen.
"Anne Boleyn (Incl "The day thou gavest Lord is ended")" (6:31) gerät
leicht bombastisch bevor der Moog über einer treibenden Bridge ausgelotet
wird.

Cool rockend mit Orgelführung wird es bombastisch mit Mellotron-Chor.
Bei "Catherine Parr" (7:00) liefert der Moog wieder eine prägende Melodie
und auch die Effekte sind für die damalige Zeit wegweisend.

Line-up / Musicians
- Rick Wakeman / pianos, organ, harpsi chord, synthesizers, mellotrons
+ Bill Bruford / drums (1-5)
- Ray Cooper / percussion (1-5)
- David Cousins / electric banjo (3)
- Chas Cronk / bass (3)
- Barry de Souza / drums (3)
- Mike Egan / guitar (1-2-5-6)
- Steve Howe / guitar (1)
- Les Hurdle / bass (1-5)
- Dave Lambert / guitar (3)
- Laura Lee / chorus (5)
- Sylvia McNeill / chorus (5)
- Judy Powell / chorus (1)
- Frank Ricotti / percussion (2-3-6)
- Barry St.John / chorus (1)
- Chris Squire / bass (1)
- Liza Strike / chorus (1-5)
- Alan White / drums (2-4-6)
44 Kommentare| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Oktober 2009
Mit Six Wives hat Wakeman schon recht früh sein Meisterstück geschaffen, diese Klasse hat er leider nie wieder erreicht, noch mehr Power hatten nur die Live-Ausschnitte auf Yessongs.
Dieses Album, bei einem wohltemperierten Glas Rotwein und Dämmerlicht gehört, ist ein wahrer Genuss. Jeder der 6 Titel ist eigenständig im Charakter, eben wie es damals auch die 6 Frauen waren. Mir persönlich gefallen die Titel 4 (Jane Seymour) und 5 (Anne Boleyn) am Besten, doch mag das jeder für sich entscheiden.

Wer also klassisch orientierte Instrumental-Musik mag, die nicht nur gut gemacht ist, sondern auch noch eine Geschichte erzählt, der liegt bei dieser Scheibe absolut richtig. Einzig die Aufnahmetechnik, immerhin wurde die Scheibe Anfang der 70er aufgenommen, könnte besser sein, so läßt der Klang doch darauf hoffen, dass irgend wann mal ein ordentliches REmaster dieser CD geben wird.
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am 12. August 2005
Ein wunderbares instrumentales Meisterwerk, auch allein der vielen Tasteninstrumente wegen.
Eine wundervolle C-Hammondorgel, das melancholisch schwebende Mellotron, der Moog etc...
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