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Kundenrezensionen

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am 7. Juni 2017
Das Werk habe ich wegen eines Titels "Le vent nous portera" gekauft, aber die ganze CD ist fesselnd. Hörgewohnheiten werden strapaziert, die Musik ist klasse, wenn chillen gerade mal nicht angesagt ist. Wer Einstürzende Neubauten mag, begeistert sich auch an diesen post-modern wirkenden Chansons - selbst wenn die Französisch-Kenntnisse eingerostet sind.
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am 21. Februar 2008
Kennen Sie das? Sie hören einen Song im Radio und denken: Boa, was für ein toller Song, den muss ich haben. Mir ging es so bei "Le vent nous portera" (Der Wind wird uns tragen) von Noir Désir, einer französischen Rockband. Ich hatte vorher noch nie etwas von Noir Désir gehört.

Es ist schon kein ganz einfacher Stoff, den uns Noir Désir hier vorsetzt: eher wenig rockig, eher getragen, melancholisch, dunkel, minimalistisch - teilweise blitzen chansoneske Weisen auf, teilweise kommt Noir Désir avantgardistisch und intellektuell daher, wie in dem letzten Stück "L'Europe", das eher ein Sprechgesang ist und fast 24 Minuten dauert.

Mein Schul-Französisch liegt nun auch schon eine ganze Weile zurück, so dass ich nicht mehr jedes Wort verstehe und mir bei Gelegenheit den französischen Text selbst übersetzen muss, denn das tun die Franzosen freilich nicht für uns Deutsche. Ich denke aber, es lohnt sich, ihn zu übersetzen.

Noch ein Wort zum Sänger der Band, Bertrand Cantat, der vom Aussehen und der Stimme her mit Jim Morrison verglichen wird: er ist im Oktober letzten Jahres nach dem dramatischen Eifersuchtsdrama und dem Tod der französischen Schauspielerin Marie Trintignant nach dreieinhalb Jahren Haft wieder auf freien Fuß gesetzt worden, und steht jetzt erneut als Sänger von Noir Désir unter Vertrag.
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Noir Désir zählen zu den ganz wenigen französischen Rockbands, die sich nicht nur auf dem Heimatmarkt, sondern auch international behaupten konnten. 20 Jahre waren sie erfolgreich im Musikgeschäft tätig, dessen Höhepunkt in den 1990er Jahren lag. Ihr Erfolg wurde durch den Todschlag von Marie Trintignant unterbrochen bzw. beendet. Derzeit gilt noch: Open End. Das hier angepriesene Album mit dem Titel "Des Visages des Figures" war das letzte Album der Gruppe und erschien im Jahr 2001. Die Vorgänger - Alben bestachen noch durch harte Rockelemente, während dieses recht leise und bedächtlich an Psychodelic Rock erinnert. Dennoch verkaufte sich auch dieses Album recht gut, schnell wanderten über 1 Millionen Exemplare über die Ladentheke. Für dieses Album erhielt die Band außerdem den "Victoires de la Musique" unter der Nominierung "Rock-Album des Jahres" sowie für den besten Video-Clip zum Titel "Le vent nous portera." Der Song entstand übrigens in Zusammenarbeit mit dem französisch - spanischen Weltmusiker Manu Chao. "Le vent nous portera" ist auch der Ohrwurm dieser Scheibe.

Noir Désir nahmen nie ein Blatt vor den Mund. So nutzten die Bandmitglieder die Preisverleihung auch dafür, sich über Jean - Marie Messier und Vivendi öffentlich zu beklagen, zu denen ihr Plattenlabel gehört. Nach ihrer Ansicht hätte ihre Band nur eine Alibi Funktion für die französische Kultur, die aber nur noch nach kommerziellen Kriterien ausgerichtet sei. So spielten sie nach ihrer öffentlichen Ansprache auch wieder in kleineren Clubs und nicht nur in den großen Stadien. Ähnlich wie Manu Chao verstand sich die Band als ein Teil der Weltmusik, der Ungerechtigkeiten bekämpft und für eine bessere Welt eintritt.

Ein zentrales Thema dieses Albums ist Europa, schon aufgrund des rund 23 Minuten langen Titels "L'Europe", an dessen Text auch Brigitte Fontaine beteiligt war. Über drei Seiten füllt der beigefügte Text im Booklet. Die Noir Desirs erzählen darin die Geschichte des europäischen Kontinents und seiner so oft geschundenen Bewohner, die zahllose Kriege über sich ergehen lassen mussten und geduldig alles Unrecht ertragen haben. Mit der Aussage" Der Tag im Westen ist die Nacht im Orient" verweisen Sie auch auf die Verantwortung Europas gegenüber dem islamischen Fundamentalismus.

Das soziale Engagement der Band steht allerdings den dramatischen Ereignisses in Vilnius im Jahr 2003 entgegen. Der Sänger der Gruppe, Bertrand Cantat, erschlug in betrunkenem Zustand nach einer Auseinandersetzung seine Lebensgefährtin Marie Trintignant, eine bekannte Schauspielerin und Tochter eines international bekannten Schauspielers. Ihre letzte Ruhe fand sie mittlerweile auf dem Père Lachaise in unmittelbarer Nachbarschaft zu Gilbert Bécaud. Cantat wurde in Vilnius zu acht Jahren Gefängnis verurteilt, obwohl seine Schläge nicht direkt den Tod herbeiführten, sondern laut Aussage der Rechtsmedizin Folge eines Aufpralls gegen einen Heizkörper waren, an deren Verletzungen sie einige Tage später verstarb, ohne das Bewusstsein wieder zu gewinnen. Nach einer Verlegung in ein französisches Gefängnis kam Cantat nach Zahlung einer Entschädigung an die Angehörigen vorzeitig wieder frei. Das ist die unbekannte dunkle Seite einer Band, deren Scheiben sie auch heute noch in jedem französischen Plattenladen finden.

Fazit: Dieses Album ist in Deutschland insgesamt weniger bekannt. Von daher wird es vorwiegend die feste Fangemeinde ansprechen, auch aufgrund seiner Samtpfoten - Arrangements. Erfolgreich waren auch hierzulande "Tostaky" und vor allem "Veuillez rendre l'âme à qui elle appartient" mit dem international bekannten Song "Aux sombres héros de l'amer. Die beiden letzt genannten Alben wären eine Empfehlung für die Noir Désir Einsteiger, die es lieber etwas rockiger mögen. Aber auch dieses Album, welches auch in den Bereich der Experimentalmusik hinein schreitet, ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert.
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am 17. Oktober 2002
Vor gut eineinhalb Jahren stolperte ich im Frankreich - Urlaub über die Single "Le vent nous portera" und war hin und weg von der Energie, die dieser Song ausstrahlte - hier stimmt einfach alles, angefangen von der Musik über die Stimmung hin zum genialen Text, dessen Refrainzeile "Le vent nous portera" ständig zum mitsingen animiert. Doch auf der CD gibt es noch viel mehr zu entdecken, wenn man sich auf die ungeschliffenen Juwelen einlässt. Weitere Anspieltips: "L'enfant roi" und "Lost".
Schön, daß es diese phänomenale Scheibe nun auch in Deutschland gibt.
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am 11. Dezember 2006
Also das vielkritisierte Europastück kann ich textlich nicht beurteilen, da nur Lateiner. Aber sobald es ein bisschen schräg wird gleich den musikalischen Feingeist abzusprechen, hm, das erscheint mir gewagt. Vielleicht ist ja gerade der Geist feiner der hier Schönheit entdecken kann und die gibt es in dem Stück zuhauf. Für ein Stück dieser Art ist es einfach seeeeeeehr gelungen. Wer sich selber mal an langen Stücken versucht hat weiss was ich meine und monoton ist aber wirklich was anderes. Hier passiert eher eine ganze Menge.

5 Sterne von mir da erstens das Album davor nur Perlen aneinanderreiht mit Höhepunkten dazwischen und man dann noch in den Diskurs über den letzten Song eintreten kann. Ersten also gut für die Seele und zweitens gut für Stretching des Musikverständnisses.
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am 30. Januar 2002
... kann ich da nur sagen!!! Ich habs gleich gewußt. Wenn bei solch einer Band solch ein Titel kritisiert wird, muß was dran sein (im positiven Sinne, natürlich). Wer nur ein Fünkchen Offenheit in seinen Gehirnwindungen fühlt, der hört. Und fühlt!!! Denn darauf kommts an. Kompliment an die Herren Noir Désir und ihre Gäste! Sich so frei und individuell, wie in den letzten vielkritisierten Minuten zu bewegen, ist einfach phantastisch.
Ich habe die Band leider erst vergangenes Jahr bei einer Reise durch Frankreich ans Herz gelegt bekommen. Natürlich von einem Franzosen. Danke dir Eric! Es ist ein Stück Frankreich, was mich mit dieser Musik begleitet, auf eine bauchige, sehr intensive Art und Weise. Eine sehr melodische, gefühlvolle Platte ihne jeglichen Kitsch, wie ich finde. Absolut hörenswert!!! Übrigens: Auch eine Person Frankreichs, die man kennen sollte: Mano Solo. Unbedingt mal reinhören -> La Marmaille Nue '93. Also nochmal, 6 fette Sterne für diese wirklich außergewöhnliche Musik!
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am 18. Februar 2007
Ich finde, dies ist eine CD, die eventuell gewöhnungsbedürftig ist, aber wenn man sie ein paar mal angehört hat, wirkt die Mischung aus Ruhe und interessanten Melodien einfach immer absolut beruhigend, aber auch trotz der teils traurigen und wahrscheinlich gerade wegen den teils etwas monoton, aber nie langatmigen Stellen einfach chillig und glücklich.

Für lange Autofahrten nachts besonders empfehlbar...=)
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am 5. November 2001
5 Jahre war es ruhig um Noir Desir, DIE französische Rock-Band der 90er Jahre. Lastete die selbst gelegte Messlatte von "666.667 Club", dem grandiosen letzten Album, zu hoch? "Des visages, des figures" erlaubt keine eindeutige Antwort. Fest steht, dass Noir Desir im Jahr 2001 neue musikalische Pfade betreten: Das Album, von Ausnahmen wie "Le grand incendie" und "Son style 1" abgesehen, ist wesentlich ruhiger und gleichzeitig weniger straight-rockig ausgefallen. Dies ist einerseits ein positives Signal der Band, denn in den letzten fünf Jahren hat sich musikalisch gerade in Frankreich Einiges getan. Bei vielen Liedern kann man daher von einer gelungenen Weiterentwicklung sprechen; geradezu herausragend gelungen ist "Le vent nous portera" mit Manu Chao an der Gitarre. Auch "Des armes", eine Lyrik-Vertonung, und "L'appartement" sind unbedingte Hörtipps, allesamt 5 Sterne wert. Manchmal allerdings sind Noir Desir auf ihrer musikalischen Suche auch ratlos geblieben, und so klingen einige Songs dann auch etwas düster-belanglos. Nichts für musikalische Feingeister ist das 24-minütige Schluss-Epos "L'Europe", in dem Bertrand Cantat textlich brillant, wenn auch politisch exponiert, die Zukunft des vereinten Europas in düstersten Farben malt: Die Musik unterstreicht seine Thesen ebenso passend wie, man muss es leider so deutlich sagen: schwer erträglich. Dennoch: "Des visages, des figures" liegt bei mir seit Wochen regelmäßig im CD-Player und sei auch anderen wirklich empfohlen!
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am 15. Dezember 2013
nach den wütenden, rockigen, direkten und harten Alben von DER Band des politischen linken Punk in Frankreich, fällt mit diesem Album der Vorhang. Ein großes Finale einer Band die eine ganze Generation, und deren Kinder im Herzen und im Geist geprägt hat. Dieses Album ist mE grandios und poetischer Punk wird hier zu Höherem geführt. Wer kein Französisch kann, kann sich direkt erschießen, denn eine Welt ohne das Verstehen der Texte des Schwarzen Verlangens führt zu nichts. Dieses Album trifft mitten ins Herz.
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am 28. Februar 2004
Ich arbeitete im französischen Jura bei einer Imkerin. Ich stand am frühen Morgen an meinem Tisch im alten Schuppen und fertigte Bienenrahmen an. Die Sonne versteckte sich hinter den Wolken, zeigte sich kurz um erneut zu verschwinden. Durch die morschen Balken drang Wind in die Scheune und erzeugte ein leises Wimmern. Um mich herum kaputte Gegenstände, Bienenkasten, Honig, Wachs und Heu. In einer Ecke stand ein Radio aus den 80er Jahren. Ich war alleine in Frankreich und tief in Gedanken versunken und da kam dieses Lied: Le vent nous portera. Ich verstand den Text nur anzatzweise, die Tonqualität war so schäbig, aber die Botschaft, die Drang tief ins Herz.
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