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Kundenrezensionen

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am 30. Januar 2013
Vokale Klangpracht des Hillard-Ensembles und feinsinnige Geradlinigkeit der Violine Christoph Poppens bilden eine überzeugende Einheit, interpretatorisch und musikhistorisch fundiert. Diese Aufnahme gehört zur Spitzenklasse ihres Genres.
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am 21. September 2003
Hatte vor kurzem die Gelegenheit, das Hilliard Ensemble und Christoph Poppen mit Morimur in der Herderkiche in Weimar zu erleben. Es war einfach ergreifend - was 4 Stimmen und 1 Violinist an Gefühl und Tiefe musikalisch ausdrücken können.
Eine wunderbare Aufnahme.
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am 20. Januar 2007
Ich bin kein Freund der Zahlentheorien und vermeintlich versteckter Botschaften in Bach`s Euvre, dafür ist doch die Musik zu gut um sich mit solchem Firlefanz zu beschäftigen.

Was diese CD einzigartig macht, ist nicht die Idee, Bach`s Partita mit Choralsätzen zu verbinden, sondern die durchaus überraschende Tatsache, dass Christoph Poppen hier eine konkurenzlose Interpretation der Partita BWV 1004 eingespielt hat. Vor dem Hintergrund der seit Jahrzehnten jählich mehrfach auf dem Markt erscheinenden Geigengrößen, die sich an diesem Werk versuchen, eine Sensation! Da fragt man sich berechtigt, warum wir von Herrn Poppen nicht auch die übrigen Werke für Violine Solo hören dürfen, sondern diese überflüssigen Choräle.

Doch nun zum eigentlichen Juwel: Der Chaconne. Vom ersten Ton an entwickelt Poppen eine mystische Atmosphäre, die so nie erreicht wurde. Sein Bogenstrich bei den Arpeggien ist, wie die Intonation der mehrstimmigen Stellen lupenrein, die Phrasierung ausgezeichnet. Wie Poppen die Tremolofiguren am Schluss des ersten Teils mit einem wahrlich atemlosen Spannungsbogen zum Höhepunkt trägt, ist genial!

Lieber Käufer, für diese Partita gibt es keine Alternative.
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am 25. Mai 2002
Als mir ein Freund Morimur vorspielte, war ich zunächst entzückt von der unbeschreiblichen, fast übermenschlichen Reinheit der Gesänge. Das Hilliard Ensemble war mir schon früher aufgefallen im Zusammenhang mit Jan Garbarek (Officium); wie Sphärenmusik mutet ihr Gesang dort an. So auch hier, nur dass man auch von den deutschsprachigen Texten getroffen wird. „Morimur" - wir sterben - um das zu wissen, braucht man kein religiöser Mensch zu sein, es zeigt schon die Erfahrung, dass der Tod uns „in seinem Reich gefangen" hält (so die Worte Martin Luthers in Nr. 6 und 12 der CD). Oder man ist schon durch die Philosophen davon überzeugt, dass das Sein zum Tode ein entscheidendes „Existential" (Heidegger) des Menschen ist. Gleichwohl: Die Erhabenheit der Lied-Vertonungen Bachs und die Reinheit und Schönheit der Interpretation des Hilliard Ensemble führen über allgemeine Menschheitserfahrung und logische Refklexion hinaus und geben der Musik etwas Überirdisches.
Nicht genug, dass in den ersten 20 Sätzen der CD abwechselnd ein Kirchenchoral und ein Satz aus der Partita für Violine solo d-moll BWV 1004 (wunderbar gespielt von Christoph Poppen) den Hörer begeistern kann: Der eigentliche Höhepunkt kommt in Nr. 21, und es traf mich wie ein Donner, als ich begriff: Hier werden die soeben vorgestellten Gesänge mit der Ciaccona aus der d-moll-Partita genial verknüpft, als hätte es immer so sein müssen. Nur angedeutet werden die Choralstrophen, sie treten still zur Ciaccona, die Menschen-Stimmen zur Violine, um bescheiden, fast schüchtern wieder in den Hintergrund zu treten, einem anderen gesungenen Gedanken Raum gebend. Mir wurde fast schwindelig, als die Viertelstunde dieses feinen komplexen Gewebes vorüber war.
Die CD klingt lakonisch aus mit der mehrfach zitierten knappen Beobachtung „den Tod niemand zwingen kunnt", ein Fragment aus der Kantate BWV 4 „Christ lag in Todesbanden" zu Worten eines Osterliedes Martin Luthers. „Den Tod niemand zwingen kunnt" - diese Worte klingen wie ein roter Faden durch die ganze Einspielung immer neu an (Nr. 2, 6, 10, 12, 20 und 22). Eine bedrückende Botschaft? Wohl eher eine realitätsgerechte Voraussetzung der anderen Seite dieser Lyrik: Gottvertrauen, Osterglaube: („der ist wieder erstanden / und hat uns bracht das Leben. / Des wir sollen fröhlich sein ...). Dies dürfte von den Künstlern implizit mitgemeint sein, und der Kehrvers „Den Tod niemand zwingen kunnt" drängt auf seine Ergänzung „außer dem lebenschaffenden Gott".

Das umfangreiche Textheft überrascht durch musiktheoretische Funde von Prof. Helga Thoene, ohne deren Veröffentlichungen der Violinvirtuose Poppen nicht auf den Gedanken dieser Verschränkung von Bachchorälen mit der Ciaccona gekommen wäre. Wie weit man den Analysen zur Zahlensymbolik folgen kann, vermag ich nicht zu beurteilen, aber die These der verborgenen Melodiefragmente in der Ciaccona wird klanglich überzeugend gestaltet. In jedem Falle bereichert die Hintergrundsinformation den Genuss des Hörens.
Nur ein Defizit enthält das Begleitheft: Die gesungenen Worte werden nicht, wie bei Einspielungen von Vokalmusik zu erwarten wäre, abgedruckt.
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am 15. März 2002
Schön gesungen, exzellent phrasiert. Schön gespielt mit schönem Ton und dergleichen viel mehr. Nur in der Kombination nicht so ueberzeugend. Sowohl die Choräle als auch die Chaconne höre ich, dies weiß ich nun, lieber für sich. Die Grundidee ist verlockend, daher habe ich mir diese CD auch gekauft, nur in der Realisierung drängt sich der Gedanke an die unsäglichen Bibel-Code-Werke auf. Irgendetwas paßt doch immer, wenn fallende Tetrachorde und molltonale Choräle aufeinander treffen. Und dies verdirbt mir dann den Spaß an der vorzüglich gesungenen und gespielten Aufnahme. Schade eigentlich. Besonders für die Sopranistin. Und, die Bemerkung sei mir gestattet, für die Choräle und die Chaconne.
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am 10. Oktober 2014
Bei Bach ist alles zu entdecken. Von Zahlenmagie, Kabbalistik bis zu den nächsten Lottozahlen ... Und so ist auch durch nichts belegt (wie eigentlich fast immer, wenn bei Bach etwas gefunden wird), dass in der d-moll-Partita der Tod seiner ersten Frau thematisiert wird. Plausibel ist es alleweil. Und man hört es auch. Zusammen mit dem Buch auf jeden Fall.

Natürlich kann es auch in Richtung Zufall gehen, die gleichen Tönen kommen in einer Tonleiter halt immer wieder vor und sind auch nicht ganz beliebig kombinierbar. Aber Wahrscheinlichkeitsberechnungen kann man sich in diesem Fall sparen.

Denn die die Musik stimmt. Die Musiker und Sänger bieten eine Interpretation, die neben all den anderen im Regal gut bestehen kann. Das zur faszinierenden Idee, mit der Sologeige Choräle zu umspielen ...

Und die in der Musik versteckten Zahlen sind dann wieder eine andere Sache. Da kann sich freuen dran, wer will. Und wer nicht will, kann auch nur zuhören.
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am 26. September 2001
Es ist eine wunderbare Produktion. Poppen spielt atemberaubend schön, die junge Sopranistin fügt sich mit ihrer kristallklaren Stimmfarbe kongenial in den Klang des Hilliard Ensembles ein. Sehr einfühlsam interpretiert!
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am 28. September 2001
Durch Zufall kam ich in den Genuss, das Konzert zum Erscheinen dieser CD in einer mittelalterlichen Abteikirche mitzuerleben. Unbeschreiblich! Anfangs empfand ich die für meine Ohren eigenwilligen Solo-Interpretationen der Barock-Violine des Christoph Poppen als gewöhnungsbedürftig. Im Zusammenspiel der Stimmen mit der Violine fügt sich dann jedoch eines zum anderen, als gehörte es schon immer zusammen. Keiner übertönt den anderen; nichts ist zuviel oder zuwenig. Die Choräle mit oder ohne Violinbegleitung, die Solo-Violine, einfach gelungen. Im wahrsten Sinne, abhebend!
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am 26. Juni 2003
Diese CD ist seit langem das Beste, was ich im Zusammenhang mit den Bach Solosonaten und -partiten fuer Violine gehoert habe. Wenn nicht ueberhaupt das Beste!
Die Verknuepfung mit den unbeschreiblich schoenen Stimmen des Hilliard Ensembles fuehrt zu einem einzigartigen Hoererlebnis. Als professionelle Geigerin habe ich eine lebenslange Verbindung zu diesen Werken, und ich weiss, dass die Diskussion um die Interpretation der Chaconne niemals verstummen wird, aber vor dieser ueberzeugenden und in sich stimmigen Interpretation Poppens verstummt die Diskussion zumindest zeitweise.
Diese Musik laesst die Ewigkeit ein wenig naeher ruecken.
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am 4. Januar 2002
die d-moll-chaccone von bach ist das alte testament jedes geigers und begleitet mich seit 20 jahren.
das zusammenhören dieses stückes mit bach'schen choralzitaten hat mir dennoch eine neue welt eröffnet.
ich habe entschieden: wenn ich nach drei cd's für die einsame insel gefragt werde, lasse ich getrost zwei zuhause und nehme nur "morimur" mit.
beim hören dieser cd küsst einen die ewigkeit.
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