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am 5. Dezember 2006
Vier ernste Gesänge, von Hotter und immer wieder Fischer-Dieskau groassartig gestaltet. Nun kommt Thomas Quasthoff, der gepflegter als Hotter und mit grösserer Stimme, die auch dunkler ist, als Fischer-Dieskau diese Gesänge gestalten kann. Nicht in die letzten Verfeinerungen eines dolce kann er Dieskau folgen, aber dafür den kräftigen Zugriff, etwa auf den letzten dieser Gesänge. Ein noch grösseres Ereignis ist seine Interpretation des Schwanengesang. Auch da wieder weniger die lyrischen Lieder, aber die dramatischen gelingen ihm ausserordentlich gut. Atlas, mit grosser Kraft, der Schmerz des Leidens ist spürbar oder, noch eindrucksvoller, Doppelgänger. Quasthoff gestaltet das Lied intensiv,Schöngesang spielt, berechtigt,überhaupt keine Rolle, das existentielle Erschüttertsein, das Erschrecken und auch hier der Schmerz.

Das ist Kunst auf allerhöchsten Niveau. Deswegen schon muss man diese Aufnahme haben. Justus Zeyen, sein bewährter Begleiter, spielt kraftvoll und differenziert. Referenz.
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am 30. Dezember 2012
Hier ist wieder die warme, volle, nuancierte und wunderbare Stimme von Thomas Quasthoff zu hören und die Texte sind wie immer sehr gut verstehen. Danke für diese schöne Aufnahme.
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am 16. April 2001
Mit dieser neusten Einspielung unterstreicht Thomas Quasthoff - im verständnisreichen Zusammenspiel mit Justus Zeyen - eindrucksvoll seine hohe Ausdruckskraft mittels einer Jahrhundertstimme. Quasthoff interpretiert Schubert und Brahms mit stimmlichen Mitteln und wählt nicht umgekehrt populäre Vokalwerke, um mit ihnen seine Stimme vorzuführen. Damit hilft er in imponierender Weise mit, einem Werk künstlerisch gerecht zu werden. Die allgemeine Tendenz, sich als "Stimmbesitzer" zu produzieren, ohne sich in die Tiefe einer Komposition zu versenken, erfährt durch Quasthoff und Zeyen eine wohltuende Gegenströmung und kann nicht hoch genug bewertet werden. Quasthoff verfügt zur Zeit über alle stimmlichen Ausdrucksmöglichkeiten, die es ihm sogar erlauben, neben operngeprägten Kraftmomenten im Piano verhauchte Töne ("Doppelgänger") für seine Interpretation einzusetzen. Er beweist seinen immensen Stimmumfang, indem er die Lieder sowohl im Baß - als auch im Baritonbereich wählt. Die "Heimat" seiner Stimme liegt m.E. deutlich in der tieferen, baßbaritonalen Lage, in der sie am schönsten ihr anrührendes, unverwechselbares Timbre entwickelt. Ein paar sprachliche Ungereimtheiten, Tempofragen, über die sich streiten ließe und eine manchmal fehlende Leichtigkeit in der Klavierbegleitung mindern in keiner Weise den hohen Anspruch dieser Einspielung und sind - wie immer - lediglich ein subjektives "Problem" des Rezensenten. Die Leiderfahrung, die dieser begnadete Sänger im eigenen Leben machte, verwandelt sich in seiner niemals "leidenden" oder sentimentalen Interpretation in Hoffnung und Ermutigung.
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am 17. März 2013
Dieser Artikel war vergriffen und wurde nicht ausgeliefert. Er sollte ein Geschenk für einen Schubert-Freund sein. Es wurde Ersatz gefunden.
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VINE-PRODUKTTESTERam 6. November 2001
Es gibt vier Gründe, diese CD immer wieder in den CD-Player zu legen, und zwar die beeindruckend gestalteten "Vier ernsten Gesänge" von Johannes Brahms. Weder Hotter noch Bär noch Trekel, die alle ebenfalls großartige Interpretationen dieses sperrigen "Lied-Klotzes" eingespielt haben, haben dieses Prophetenhafte, Ernste, Brillante, das Quasthoff den Liedern mitgibt: Hier werden Blitze in den Äther geschleudert.
Bei den gefühlvollen, zerbrechlichen Stücken bleibt mir Thomas Quasthoff jedoch zu distanziert. Das ist alles sehr, sehr schön aber es lässt mich nur lauwarm zurück.
Insgesamt aber eine klare Empfehlung.
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