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Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
14

am 14. Juni 2011
eine der besten Einspielungen der Oper,durchaus ebenbürtig der legendären Keilberth Aufnahme.

Soger der ansonsten kühle Peter Schreier entwickelt ungeahntes Temperament und Dramatik.

Carlos Kleiber wie gewohnt mitreißende Wiedergabe der Partitur,packend im Zugriff einfach wundervoll.
Gundula Janowitz's samtig leuchtende Stimme paßt sehr gut zu Agathe.

Eine Aufnahme ohne Makel,sicher eine Sternstunde der Freischütz Einspielungen.
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am 24. Januar 2015
Wenn eine Aufnahme zu hören wirklich Sinn macht, dann diese Aufnahme mit Kleiber aus Dresden. Die Besetzung ist erstklassig, das Orchester sehr gut und die Aufnahmequalität ist super.
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am 13. März 2016
Es gibt relativ wenige Aufnahmen mit dem Dirigenten Carlos Kleiber. Die Aufnahme der Weber-Oper "Der Freischütz" ist die überzeugenste Einspielung diese Oper, die ich kenne und ist nach wie vor zu empfehlen.
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am 16. November 2013
Der Freischütz in dieser Version ist ein ausgesprochenes Klangerlebnis. Zu empfehlen ist diese CD allen Klassikfreunden, die Opern von Weber lieben.
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am 9. Mai 2010
Es gibt hier nicht viel zu sagen. Schöner, echter und inniger kann man das Stück nicht wiedergeben. Eine Wohltat für die Sinne.
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am 19. Mai 2016
ausser einer betagten keilberth aufnahme, die sängerisch stärker ist und klangschön dirigiert bleibt diese aufnahmen referenz.

das liegt massgeblich an der orchester und chorleistung und dem strfffen dramatischen dirigat.

die leistungen der mathis und der janowitz sind toll. schreier wirk wie immer etwas bubihaft, er hat eine spezielle stimme. seine rollengestaltung ist überzeugend technisch ist er auch gut.
gwyneth jones und theo adam sind nicht so stark, bei beiden habe ich das gefühl, dass sie auf der bühne grösseren eindruck gemacht haben.

kaufempfehlung.
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TOP 500 REZENSENTam 12. November 2006
Von Carl Maria von Webers "Freischütz" gibt es einige sehr gute Einspielungen, ich nenne vor allem die von Joseph Keilberth (EMI, 1958), aber auch die Auslegungen von Eugen Jochum (DGG, 1959) und Robert Heger (EMI, 1969) sind, wenn auch mit Einschränkungen, empfehlenswert. Auch Vater Erich Kleiber hat 1955 beim WDR Köln eine schöne Rundfunkaufnahme erstellt, die neuerdings auf CD überspielt wurde, aber sie wurde in Mono produziert und ist damit klanglich keine ernsthafte Konkurrenz.
Keine Aufnahme kommt an die von Carlos Kleiber (1930-2004) heran, die dieser 1972 in der Dresdner Lukaskirche mit der dortigen Staatskapelle und einem erlesenen Sängerensemble vollbracht hat. Die Deutsche Grammophon Gesellschaft hat sie inzwischen digital nochmals "auf Vordermann" gebracht, und so klingt sie auf allen sängerischen und instrumentalen Ebenen taufrisch und durchhörbar bis ins kleinste Detail. Carlos Kleiber war bekannt für seine akribische Vorarbeit und die nicht weniger akribischen Aufnahmesitzungen, wenn er sich - selten genug - entschlossen hatte, ein Werk der Ewigkeit, sprich der Schallplatte, anzuvertrauen. Das ist hier vom ersten Takt der Ouvertüre bis zum letzten Ton der Oper deutlich zu spüren. Die Ouvertüre, ein Stück, das oft von Kurkapellen mißbraucht wurde und wird und auch in unzähligen Aufnahmen den Markt überschwemmt, klingt in Carlos Kleibers Version fast wie eine Uraufführung. Man meint förmlich zu spüren, wie er den hundert Jahre angesammelten Staub von der Partitur fegt und so dem Hörer ein ganz aufregendes Erlebnis beschert. In keiner anderen Aufnahme ist mir die tonmalerische Qualität von Webers Musik so deutlich geworden.
Zu den gesanglichen Leistungen kann man sich kurz fassen: Gundula Janowitz ist eine ideale Agathe, stimmlich und auch stimmschauspielerisch, und über die mirakulöse Schönheit und Beseeltheit ihres Gesanges ist kein Wort des Lobes zuviel gesagt. Daß diese Partie ihrer Stimmlage besonders entgegenkommt, hatte sie schon auf einem vorausgegangenen Recital unter Ferdinand Leitner, das die beiden großen Agathen-Arien enthält (DGG), eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Edith Mathis als Ännchen: besser kann man das nicht machen, sie steht würdig in einer Reihe mit so berühmten Vorgängerinnen wie Lisa Otto, Erika Köth und Rita Streich. Peter Schreier hat für den Max vielleicht eine zu lyrische, wenig durchschlagskräftige Stimme, das macht er aber mehr als wett durch seine kluge Gestaltung. Auch Theo Adam in der Rolle des Kaspar läßt manchmal den Wunsch nach Eberhard Wächter oder Walter Berry aufkommen, er macht seine Sache aber insgesamt sehr gut. Dem Ottokar des jungen Bernd Weikl möchte ich noch ein besonderes Kompliment machen, und Franz Crass gibt dem Eremiten alle Feierlichkeit und Würde, dessen er bedarf. Der Leipziger Rundfunkchor schließlich ist seinen Aufgaben mühelos gewachsen, und so kann man der musikalischen Seite der Produktion nur Bestnoten erteilen. Sie ist einfach nicht zu übertreffen und "fast zu schön, um wahr zu sein."
Enttäuscht hat mich, und das darf nicht verschwiegen werden, daß der gesprochene Text von Schauspielern übernommen wurde, und das zu allem Überfluß auch noch von solchen, die phonetisch mit den Sängern nicht oder nur schlecht harmonieren, und außerdem mißfällt mir auch die gespreizte, etwas künstliche Aussprache. Das mag zum Teil an dem antiquierten, für heutige Ohren gewöhnungsbedürftigen Text liegen, aber ich glaube doch, daß man das hätte besser machen können. Das ist aber auch der einzige Wermutstropfen - alles andere hätte mehr als 5 Sterne verdient gehabt. Das Textbuch ist sehr ausführlich, bringt das Libretto in mehreren Sprachen und informiert optimal über Werk und Aufnahme. Eine der besten "Originals" in dieser verdienstvollen Serie.
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am 26. März 2008
Erich wie auch Carlos Kleiber hinterließen zwei wichtige Referenzaufnahmen des Freischütz, wobei die von Carlos mit einigen sängerischen Abstrichen die spektakulärste auf dem Klassikmarkt blieb. Sein so frischer, pulsierender und feuriger Ansatz revolutionierte die eingefahrene,
behäbige Sicht auf dieses große Werk der Musikgeschichte. Keine Aufnahme
besitzt derart dramatische Leidenschaft, was sich in der »Wolfsschlucht«-Szene noch zum dämonischen Szenario steigert. Das Orchester spielte unter Kleiber entfesselt, wie man es noch nie zuvor gehört hatte. Der dank Remasterings spürbar verbesserte Klang bringt dies noch präsenter und transparenter rüber. Carlos Kleiber: Eine Biografie
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am 8. Juli 2009
Vom Opernbesuch abgesehen habe ich den Freischütz durch die Aufnahmen von Eugen Jochum und Rafael Kubelik kennen gelernt. Ich mochte einige Stellen sehr, fand die Oper aber insgesamt etwas bieder. So richtig lieben gelernt habe ich den Freischütz dann erst mit der Aufnahme von Carlos Kleiber mit der Dresdner Staatskapelle.

Peter Schreier singt für meinen Geschmack herausragend! Ausdruck und Authentizität gelingen ihm ja nicht immer gleich gut. Hier ist das anders. Man nimmt ihm den mal hoffenden, meist verzweifelten Max voll und ganz ab. Dazu diese herausragend schöne Stimme! Ein Traum! Auch das Duett mit Gundula Janowitz gelingt ausgezeichnet!

Theo Adam überrascht mich positiv! Ich kenne Zauberflöten-Aufnahmen und auch Aufnahmen von z.B. Beethovens Neunter, die ich u.a. seinetwegen weggelegt habe. Als Kaspar hingegen ist er ausgezeichnet: "Schweig, damit dich niemand warnt!" sind Theo Adam so ausdrucksstark, dass man seine Rachegelüste förmlich spürt, ohne dass er dabei überziehen würde und der Gesang litte. Kleiber unterstützt ihn mit einem herausragenden Dirigat an dieser Stelle. Ragt er heraus? Die Konkurrenz ist groß: Kurt Moll, Kurt Böhme und viele andere mehr. Mein Urteil: "Schweig, damit dich niemand warnt" singt niemand besser. "Hier im ird'schen Jammertal" höre ich lieber von Böhme bei Jochum.

Gundula Janowitz singt sehr gut, ragt aber für meinen Geschmack nicht heraus. Hier kann z.B. Hildegard Behrens (Kubelik) sehr gut mithalten.

Edith Mathis finde ich hervorragend: fröhlich, schwungvoll, die richtige Mischung aus Pathos und Ironie beim "Ungeheuer! Mit Augen wie Feuer!", eine wunderschöne Stimme! Ausgezeichnet! Aber kein Wunder: schon eine Luxus-Besetzung für Ännchen.

Carlos Kleiber, Staatskapelle Dresden: die Ouvertüre hat für meinen Geschmack ein wunderschönes Klangbild, ausgezeichnete Instrumentalisten (Hörner!) gutes Zusammenspiel, ein adäquates Tempo. Spitze! Die Introduktion gerät sehr schnell, was verständlicherweise nicht jedermanns Sache ist, aber ich liebe das! Wenn es tatsächlich im Sinne der Intention Webers wäre, wie ein Mitrezensent hier schreibt, um so besser! Ich könnte weitere Stellen loben, will aber auch einen kleinen Kritikpunkt setzen: die Wolfsschluchtszene, insbesondere das "Schütze, der im Dunkeln wacht" geht noch besser (Kubelik!). Hier setzt Kubelik mehr auf Dynamik und Tempo und weniger auf das weitere Ausdifferenzieren der Abstufungen des Mystischen, die Kublik in einer ansonsten durchschnittlichen Aufnahme so gut gelingen.

Einen Stern Abzug wegen der gesprochenen Dialoge? Kann ich nicht nachvollziehen. Die Schauspieler machen ihre Sache gut, die Stimmunterschiede fallen auch nicht zu unglaubwürdig und krass aus (wie dies z.B. bei Böhms Aufnahme der Entführung aus dem Serail der Fall ist) und ich kann den Eindruck der zweigeteilten Oper nicht ganz nachvollziehen. Es ist etwas skurril und ich verstehe die Motivation für das Ersetzen der Sänger für die Sprechparts nicht ganz, aber ich finde es überhaupt nicht bedeutsam.

Fazit: Extrem! Für meinen Geschmack, aber hauptsächlich extrem gut!
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am 13. März 2001
Dem unbefangenen Hörer von heute wird es nicht auffallen, aber dennoch war der Freischütz in Deutschland um 1810 ein hochbrisantes und kritisches Werk, das das Festklammern an alten Traditionen (hier: "Probeschuss") an den Pranger und ihren Sinn und ihre Aktualität in Frage stellte. Genau dieser Aspekt der Oper scheint unter allen namhaften Interpreten nur Carlos Kleiber wirklich bewusst gewesen zu sein. Bei ihm bleibt weder die Figurencharakteristik noch die Musik oberflächlich - während z.B. Jochum, der den Freischütz 1960 dirigiert hatte, mit Wahnsinnstempi zur Jagd blies, dafür aber den Entr'acte und entscheidende charakteristische Merkmale der Figuren auf der Strecke ließ, ist hier alles perfekt. Man merkt der Aufnahme positiv an, dass weniger Zeit mit dem Ausfeilen der Dialoge verbracht wurde, als dies bei Jochum der Fall war: dort wirken die Zwischengespräche arg gestellt und theatralisch. Einzig das Fehlen des großen Kurt Böhme als Kaspar und des besten Ottokars der Freischützdikographie, Eberhard Wächter, lässt einen an Jochums Aufnahme denken. Aber ansonsten ist diese Aufnahme ein Glücksfall für die Musikgeschichte!
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