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Kundenrezensionen

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am 29. November 2006
In einer anderen Rezension las ich: 'Sängerinnen und Sänger, die aus jedem Ton, jeder Phrase etwas machen wollen ("Seht her, ich bin's!"), eignen sich nicht für den Liedgesang.' Genau das wusste Fritz Wunderlich. Er wollte nicht sich und seine Kunst in den Mittelpunkt stellen, sondern die Seele des Kunstwerks ausloten und mit Leben erfüllen.
Wer also auf dem Jahrmarkt sängerischer Möglichkeiten nur ein Feuerwerk an Schöngesang, Klangfarben, raffinierter Effekte sucht, der möge andere Interpreten hören, die Auswahl ist ja groß genug.
Wer aber eine natürliche Singeweise (wie Wunderlich es nannte), Liedgesang in seiner reinsten, echtesten und beseeltesten Form sucht, wer das Leben, Lieben und Leiden des jungen Müllersburschen zutiefst erleben möchte, der wird in dieser Aufnahme finden, was er sucht. Da ist nichts zu viel oder zu wenig, jedes sängerische Ausdrucksmittel, welches dieser Ausnahmesänger verwendet, ist ein Spiegel der Seele.
Im Augenblick des Singens verschwendet Wunderlich keinen Gedanken mehr an das Wie, das hat er schon mit viel Intelligenz, Stilgefühl und Fleiß beim Erarbeiten des Liedes getan. Wenn er singt, ist er nicht mehr Wunderlich, sondern mit ganzem Herzen der, den er darstellt. Alles andere kommt von selbst.
Das ist nur möglich, wenn man nicht die geringsten gesangstechnischen Schwierigkeiten mehr hat (Zitat aus einem Wunderlich-Interview). Deshalb wartete er auch so lange mit dem Liedgesang und arbeitete so intensiv daran. Das Ergebnis kann jeder unvoreingenommene Hörer mit dieser Aufnahme selbst auf beeindruckende Weise erleben und dabei auch noch Wunderlichs unvergleichlich schöne Tenorstimme genießen, die sowohl die zartesten Gefühle als auch männliche Kraft und Leidenschaft auszudrücken vermochte.
Daher mein Tipp an alle Freunde des Liedes: Hören Sie diese CD und erleben Sie: DAS NON-PLUS-ULTRA DES LIEDGESANGS !!
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am 10. November 2004
Bei allem was ich von Fritz Wunderlich kenne, habe ich den Eindruck, dass er in einer "anderen Liga" singt als alle anderen Sängerinnen und Sänger. Ich verehre Christoph Predardien, Peter Schreier, Thomas Hampson und viele andere, aber niemand berührt mich auch nur annähernd so wie Fritz Wunderlich. Er hatte, wie niemand sonst, die Fähigkeit natürlich zu singen und genau das macht ihn auch als Liedsänger unvergleichlich. Der oft als zu wenig kongenial geschmähte Hubert Giesen versteht es wunderbar auf diesen singulären Sänger einzugehen, so dass diese "Müllerin" gleichermassen schön wie ausdrucksvoll ist.
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am 11. Oktober 2006
Mein Lieblings-Schubert-Interpret ist Fischer-Dieskau (Winterreise). Und der hat einmal den Klavier-Begleiter von Wunderlich sanft kritisiert (mir hämmert, ja klimpert Giesen auch etwas zu viel, war aber wohl Zeit-Stil - und außerdem verstehe ich nichts von Klavier-Musik/Kritik). Wunderlich aber ist ein besonderes Wunder an Stimme, an Ausdruck, etwas, das unvergleichlich ist - unvergesslich, dazu braucht man keine Musik-Kenntnisse, das spürt man einfach von innen und kann es vorbehaltlos genießen. Klar hat Wunderlich eigentlich eine grandiose Opernstimme, für sie hätte Schubert (hätte er länger gelebt und zeitgleich mit dem leider ebenfalls zu früh verstorbenen Sänger) dann endlich auch eine gut verkäufliche Oper schreiben können. Nun geschieht das alles leider erst im Himmel!

Empfehlung: CDs mit Wunderlich sind auf jeden Fall ein Gewinn, zumal zu günstigen Preisen erhältlich.
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am 30. Juli 2016
Eine wunderschöne, nahezu zeitlose Aufnahme zweier großer Künstler. Ein Must-Have für jeden Lieder- und Stimmenfan!
Welch ein Glück, dass Fritz Wunderlich diesen gesamten Liederzyklus aufgenommen hat!
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am 23. Oktober 2012
Die schönste "Müllerin" aller Zeiten! Ich besaß die Aufnahme schon als "schwarze Scheibe". Es war die zweite Platte die ich hatte und da war ich sieben Jahre alt. Fritz Wunderlich und seine Müllerin haben mich immer begleitet mir aber nicht die Ohren für andere versperrt. Seine Müllerin wurde bislang nie eingeholt. Das gibt selbst Thomas Hampson, einer der besten unserer Zeit, zu. Jetzt kann ich die Aufnahme ohne Kratzer und Knistern hören.
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am 27. Juni 2007
"Unnachahmlich gelingt Wunderlich die große Steigerung im ersten Drittel des Zyklus, die in den hinreißenden Spitzentönen der 'Ungeduld' gipfelt, und ebenso überzeugend erlebt der Hörer den langen Abstieg von den ersten leisen Zweifeln bis hin zu haltloser Wut in 'Der Jäger' und lähmender Agonie in 'Die liebe Farbe'. Mit den letzten Tönen von 'Des Baches Wiegenlied' schließlich verstummt der große Liedsänger..."

Diese Worte von Michael Wersin zeigen deutlich die mehrheitliche Einschätzung Wunderlichs als Liedsänger.
Man kann diesen Ausnahmetenor nicht nur an seinen herausragenden Mozartinterpretationen festmachen, denn er erreichte in allen Genres, denen er sich widmete, höchste Qualität, so auch im Liedgesang. Mit seinen Leistungen führt er jedes Schubladendenken ad absurdum.

Wunderlichs Kunst besticht nicht nur durch seine strahlend schöne Stimme, seine Musikalität, hervorragende Gesangstechnik und Stilgefühl, er beeindruckt vor allem durch sein immenses Einfühlungsvermögen und seine Natürlichkeit. Er singt nicht nur den Müllersburschen, er ist es. Sein Gesang kommt vom Herzen und geht zum Herzen. Man spürt die Hoffnung, die Ungeduld, die Liebe, die Enttäuschung und die Resignation - diese Aufnahme ist ein Erlebnis!
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TOP 500 REZENSENTam 1. September 2012
Ich habe die schöne Müllerin in dieser Interpretation kennengelernt und halte sie immer noch in Ehren. Zum einen alleine schon deswegen, weil es kaum eine so schön gesungene Aufnahme gibt, wie diese. Denn Wunderlich verfügt über eine der schönsten und kostbarsten Tenorstimmen überhaupt. Und das hört man hier auch. Und er gesaltet die Lieder auch - aber hier läßt er dann doch den einen oder anderen Wunsch offen. Er ist sozusagen noch auf dem Weg, ein wirkliche Liedinterpret zu werden, was ihm dann vom Schicksal leider verwehrt geblieben ist. Was angesichts des hier schon Erreichten sehr zu bedauern ist.
Aber er bleibt dem Zyklus das Element des Abgründigen schuldig (immerhin begleiten wir hier den Müllerburschen in den Tod durch Suizid). Bei allem Schöngesang fehlt es am letztlich Dramatisch-verzweifelten und am Schluß auch an der Schicksalergebnheit (exemplarisch z.B. zu hören in den beiden Aufnahmen mit Goerne).

Von der Schönheit des Singens also eine wundervolle Aufnahme, wenn es um den Ausdrucksgehalt geht, ist man immer noch bei frühen (!) Fischer-Dieskau gut aufgehoben, oder aber bei Goerne. Wenn man einen Tenor vorzieht (immerhin wurde das Werk ja für Tenor geschrieben), so gibt es eine Referenzaufnahme mit J. Patzak (der natürlich ein gewöhnungsbedürftiges Timbre hat, aber eine ausdrucksintensive Interpretation gestaltet), auch die Neuaufnahme mit J. Kaufmann ist eine interessante Alternative.
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am 4. März 2004
Ein alter Herr hat einmal zu mir gesagt: "Wie könnte ich eine Frau lieben die Schubert nicht versteht?" - Wunderlich hat genau dies umgesetzt. Eindringlich, gefühlvoll und ausdrucksstark.
Wunderschön. Eine der besten, wenn nicht DIE Schubert-Interpretation.
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am 17. Mai 2000
Für alle, die diesen Liederzyklus lieben, ist diese historische Aufnahme ein absolutes Muß. Fritz Wunderlich in Hochform mit einem sensibel begleitenden Hubert Giesen.
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am 22. November 2013
Ist für mich eine der ganz wichtigen Aufnahmen dieses Sängers - und gut geeignet, sie an Kenner und die es werden möchten zu verschenken.
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