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TOP 500 REZENSENTam 14. März 2006
Als Svjatoslav Richters erste Einspielung des dritten Beethoven-Konzertes Ende 1962 veröffentlicht wurde, war das fast eine kleine Sensation. Der Ruf des sowjetischen Pianisten war schon in den 50er Jahren in den Westen gedrungen, und so war man natürlich gespannt, ob Richter diesem Ruf gerecht werden könnte. Er konnte es - und die in Wien mit den dortigen Symphonikern unter Kurt Sanderling entstandene, hier wieder vorgelegte Aufnahme ist bis heute ein Klassiker geblieben. Richters Subtilität des Anschlages, sein Einfühlungsvermögen in den Geist der Komposition zusammen mit der vorbildlichen Begleitung durch den Dirigenten ergaben ein Dokument von bleibendem Rang. Man kann natürlich trefflich darüber streiten, ob es richtig ist, das jugendfrische Konzert in die Nähe der späteren Symphonien aus Beethovens Reifejahren zu bringen, wie Richter das hier tut, aber das kann keineswegs die Tatsache verdrängen, dass der russische Meisterpianist hier eine kraftvolle, ganz unverwechselbare Interpretation vorgelegt hat, die noch heute ungeschmälert zu beeindrucken weiß.
Das recht selten gespielte Klavierrondo B-dur, mit gleicher Souveränität dargestellt, ist eine lebhaft funkelnde Angelegenheit und erhöht den Wert der CD.
Auch Mozarts d-moll-Konzert KV 466 ist eine reife Leistung, allerdings halte ich Richters Klavierton für dieses Werk vielleicht eine Spur zu schwer. Die von Beethoven eigens für dieses Konzert geschriebenen Kadenzen im 1. und 3. Satz werden großartig, mit Wucht und herrlichem Anschlag, dargeboten. Diese Aufnahme entstand im April 1959 in Warschau, und es begleitet die Warschauer Philharmonie unter Stanislav Wislocki, nicht ganz so adäquat wie die Wiener, aber insgesamt ohne Tadel.
Eine schöne Ausgabe in der Reihe "Originals", klanglich optimal aufbereitet und vorbildlich präsentiert. Das wertvolle, mehrsprachige Textheft sei der besonderen Aufmerksamkeit des Musikliebhabers empfohlen.
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TOP 500 REZENSENTam 14. März 2006
Im September 1962 hatte Svjatoslav Richter (1915-1997) Gelegenheit, in Wien einige Aufnahmen mit den dortigen Symphonikern zu machen.
So entstand u.a. auch diese Einspielung von Beethovens 3. Klavierkonzert, gekoppelt mit dem selten zu hörenden B-dur-Rondo. Der Gesamteindruck der Aufnahmen ist noch heute zwingend. Richter stand damals in dem Ruf, der beste Pianist der Welt zu sein (Horowitz war immer ein Sonderfall), und er wird diesem Ruf hier voll gerecht.
Sein Einfühlungsvermögen, die Subtilität seines Anschlages, der herrliche Klang, den er seinem Instrument entlockt, können heute noch uneingeschränkt begeistern. Das Largo des Konzertes wird äußerst ruhig genommen und mit beinahe kulinarischem Geschmack ausgeformt. Der Dirigent Kurt Sanderling begleitet äußerst subtil und animiert die Wiener Symphoniker zu Höchstleistungen.
Mozarts d-moll-Konzert KV 466, im April 1959 in Warschau unter Stanislaw Wislocki entstanden, scheint mir eine Spur zu schwer genommen, aber auch hier beweist der berühmte Pianist wieder sein außerordentliches Können. Die Beethoven-Kadenz im Kopfsatz spielt er technisch vollendet und mit überzeugender Musikalität.
Die Klangwirkung aller Aufnahmen dieser CD ist gut, die Präsentation vorbildlich. Eine wertvolle Ausgabe in der DGG-Serie "The Originals", mit dem Original-Cover der alten LP-Ausgabe auf dem Titelblatt.
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am 27. Oktober 2009
Das Positive zuerst. Richter war ein grosser Künstler, ein ganz grosser, weil er die Gabe der Demut hatte und deswegen als Tastenlöwe auch Mozart spielen konnte. Der Beginn seines Klaviereinsatzes im ersten Satz vom KV 466 ist umwerfend schlicht, perfekt getroffen. Klares Spiel, wunderbar und erstaunlich zarter Anschlag.Ihm gelingt das Kunststück, Mozart zu spielen.

Sein Beethoven gefällt mir deutlich weniger. Wenn ich an seine SoloAufnahmen denke, die voller Leidenschaft sind, ist diese Wiedergabe des dritten Konzerts eher brav, eher gebremst. Es ist einfach nicht dramatisch genug. Da gibt es deutlich inspiriertere Aufnahmen von diesem Konzert.

Ganz negativ sehe ich die Orchesterbegleitung,insbesondere im Mozartkonzert. Das ist so unterirdisch langweilig und uninspiriert, so dick aufgetragen, so gradeaus gespielt, dass es ein Graus ist.

Diese Aufnahme ist in Summe deswegen nicht zu empfehlen.
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