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Kundenrezensionen

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am 29. Oktober 2014
Muss man erst sterben, damit einen die anderen hochleben lassen? Diese Wienerische Lebensweisheit, durch Helmut Qualitinger und Falco popularisiert, kam mir in den letzten Tagen in den Sinn, als in ein paar Nachrufen daran erinnert wurde, was Jack Bruce nach dem Cream-Split veröffentlichte. Im Jänner 1969 schob die Plattenfirma die posthume Studioplatte mit dem sinnigen Titel "Goodbye" auf den Markt, ein gutes, wenn auch nicht mehr sensationelles Cream-Album, das auch verdeutlichte, dass die Annahmen betreffend Stagnation nicht so falsch waren. Im Juli kam dann die einzige Blind Faith-LP heraus, gute Platte, aber ein Geniestreich bei Gott nicht, dazu gaben die Kompositionen zu wenig her und waren auch die instrumentalen Darbietungen von Clapton und Baker nichts Herausragendes. Im August dann das erste Soloalbum des Bassisten, Sängers und Hauptsongschreibers, und die war ein phänomenales Stück Musik und ist es heute noch. Es gibt nicht viele Spätsechziger-Alben, die so wenig Patina angesetzt haben.

Schon die Entstehungsgeschichte der Platte war ungewöhnlich: Es waren tatsächlich "Lieder für eine Schneiderin", mit einem realen und traurigen Hintergrund - Jeannie Franklyn war eine junge, offensichtlich hoch talentierte Kleidermacherin, zu deren Kunden Cream und Fairport Convention gehörten, und die mit dem Fairport-Gitarristen Richard Thompson liiert war. Fairport Convention hatten mit ihrem Tourbus im Mai 1969 einen schweren Verkehrsunfall, bei dem nicht nur ihr Drummer Martin Lamble ums Leben kam, sondern auch die mitreisende Jeannie Franklyn. Kurz vor ihrem Tod hatte sie Jack Bruce einen Brief geschrieben, in dem sie ihn darum gebeten hatte, "einige hohe Noten für sie zu singen". Bruce erhielt den Brief zwei Tage nach Franklyns Tod an seinem 26. Geburtstag! Eine Botschaft wie ein Testament - und offensichtlich ein gewaltiger Inspirationsschub für ihn, der bereits seit April einiges aufgenommen hatte, das aber dann eine neue Bedeutung erhielt. Mit dem Texter Pete Brown (Zusammenarbeit seit 1966, also dem ersten Cream-Album) entwarf er alles, was dazu optimal Geltung haben konnte, und realisierte es im Studio mit erstklassigen Rock- und Jazz-Musikern der damaligen britischen Szene, um hier nur den Gitarristen Chris Spedding und die beiden Colosseum-Musiker Jon Hiseman und Dick Heckstall-Smith zu nennen.

Was "Songs for a Tailor" gleich von Anfang an zu einer großen Platte macht, ist ihre Energie - 32 Minuten Powerplay, es rockt und groovt, und wenn es mal langsamer und leiser wird, ist immer noch volle Power da. Bruce's druckvolles und stets virtuoses Bassspiel trägt jedes Stück durch, treibt es direkt an, was auch für sein Pianospiel gilt. Der Sound ist wuchtig, aber nie aggressiv oder erdrückend, und was den Gesang betrifft, wage ich zu behaupten, dass sich Bruce hier im Vergleich zu den besten Cream-Gesangsnummern (und da liegt die Latte hoch!) noch etwas steigern konnte: ungemein modulationsreiche, differenzierte Vocals sind das, Damenchöre und dergleichen braucht es an keiner Stelle. Die Arrangements sind spritzig, einfallsreich und swingend, die Produktion durch den Cream-Producer gewohnt exzellent, und dass Bruce seine Mitspieler zu Bestleistungen anleitet, darf auch noch gesagt werden. Chris Spedding, wahrhaftig ein großer Gitarrist, hat selten inspirierter und mit solch einer klanglichen Vielfalt gespielt wie hier.

Und dann die Kompositionen - jeder Song ein Meisterwerk, mit Melodien, die sich hundertmal anhören lassen, was nicht nur für den geheimen Hit "Theme For An Imaginary Western" (von Mountain und Colosseum gern gecovert), einer Ballade extraordinaire gilt, oder das ebenfalls von Colosseum gecoverte "Rope Ladder To The Moon", sondern für Reißer wie "Ticket To Waterfalls" und "The Clearout" und der extrem kurzatmigen (2:20 Spielzeit!) Powerballade "Weird Of Hermiston" genauso. "Boston Ball Game, 1967" und "To Isengard" klingen wie ein Präludium zu dem, was man bald danach einige Jahre lang als Jazzrock und noch später als Fusion Music bezeichnen wird. Und wie bei einem jeden guten und echten Konzeptalbum ist auch die Tracklist optimal konzipiert. Bliebe noch zu sagen, dass Pete Browns Lyrik hier auf einem sehr hohen Niveau ist, wer die Cream-Songtexte zuvor mochte, kommt hier voll auf seine Kosten.

Dieses Album war 1969 die Würdigung einer geliebten Verunglückten, ähnlich einem Testament. Seit 25. Oktober 2014 ist es neben "Harmony Row" aus 1971 eines der beiden Alben des innovativsten Bassgitarristen der Rockgeschichte und eines zwischen 1969 und 1971 außergewöhnlichen Sängers und Songschreibers, das noch sehr lange am Rockhimmel glänzen wird, wie ein Testament im Albumformat. Lieder für die Ewigkeit? Kann niemand genau wissen, aber Tatsache ist, dass dieses Album bislang 45 Jahre bestens überdauert hat, und mit dafür sorgen wird, dass man Jack Bruce noch lange nicht vergessen wird (und auch nicht vergessen sollte).
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am 16. September 2013
Jack Bruce ist durch "Cream" in die Hall of Fame der Rockmusik eingegangen. Und ich will das auch keinesfalls kleinschreiben, obwohl immer noch zu wenig gewürdigt wird, dass eigentlich seine Kompositionen, sein Gesang und sein Bassspiel der Gruppe das Fundament und vielleicht mehr gegeben haben.

Aber möglicherweise verdanken wir seiner Mitgliedschaft bei Cream zwei Beiträge, die ihm eigentlich diesen Platz in der Rockgeschichte sichern müssten. Vielleicht hat er sich durch den Status bei Cream jene Unabhängigkeit gesichert, die es ihm erlaubte "songs for a taylor" und "harmony row" zu machen. In diesen schwer zu kategorisierenden Liedern gelangt die strahlende, kraftvolle Stimme des jungen Jack Bruce zur vollen Entfaltung, hier kommt sein virtuoser Bass nicht in Soli sondern in oft kurzen Stücken zur Geltung.

Während die Creammusiker Clapton und Baker (zusammen mit Winwood) auf der nicht zuletzt durch Cream losgetretenen Supergroup Welle zu reiten versuchten und damit scheiterten, wandte sich, so scheint mir, Bruce wohl mehr der Musik zu, die er damals machen wollte. Und während "Blind Faith", die LP der zuvor genannten Herren, ein paar schöne Stücke enthielt, schuf Bruce eben zwei Inselplatten, die aber ebenfalls immer noch zu wenig Anerkennung finden.

Als Mitstreiter aus Creamtagen steht natürlich der Dichter Pete Brown an seiner Seite und ein - ich sage mal Gegenpol zu Clapton - der, wenn man seine musikalische Biografie verfolgt, "merkwürdige" Gitarrist Chris Spedding, der mit seinem sparsamen, manchmal trockenem Stil den Stücken eine eigene Stimmung verleiht.
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Schon die erste Soloplatte von Bruce ist ein geniales Stück Musik mit ebenso starken Mitspielern. Seine Helfer waren Chris Spedding guit, Jon Hiseman drums,George Harrison guit, Felix Pappalardi guit, Harry Beckett trumpet, Henra Lowther trumpet, Art Theman sax, Dick Heckstall-Smith saxes. Und genau so klingt die Platte: Rock, Jazz, Blues at its best!! Für Musikfans die gerne ,,zuhörenŽŽ, ist das ein Scheibe die sich nie abnutzt. Ein Goldstück!
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am 27. Dezember 2001
Die Musik strahlt die Atmosphäre der experimentierfreudigen Zeit um 1970 aus. Bruce beweist sich als erstklassiger Komponist und Solist. Hervorragende Musiker sind dabei, vor allem von den damaligen Colloseum. Ein Muß für jeden Jazz/Blues-Fan.
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am 28. Juli 2014
Gute Solo CD - aber in sehr mäßiger Tonqualität - und das ist noch übertrieben.
sehr leise und unausgewogen. Schade
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