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am 8. November 2015
1990 erschien "Crazy World" und wurde produziert von Keith Olsen und den Scorpions und ist damit das 1. Album seit "In Trance" (1975) ohne Mitwirkung von Dieter Dierks. Man hatte sich von dem Erfolgsproduzenten nach "Savage Amusement" (1988) getrennt. Ansonsten waren wieder am Start: Rudolf Schenker (Guitars), Klaus Meine (Lead Vocals), Matthias Jabs (Lead Guitar), Herman Rarebell (Drums) und letztmalig Francis Buchholz (Bass Guitar).

"Crazy World" ist mit über 16!!! Millionen verkauften Exemplaren das erfolgreichste Album der Gruppe aus Hannover. Hauptsächlich hängt das natürlich mit dem Riesenhit `Wind of change` zusammen. Ich muss gestehen, ich finde `Wind of change` gar nicht so schlecht. Es war offenbar für viele Menschen das richtige Lied zur richtigen Zeit.
Insgesamt wurden 5 Singles ausgekoppelt, auch `Send me an angel` wurde eine recht erfolgreiche Single.
Bei 7 der insgesamt 11 Songs taucht Jim Vallance als Co-Autor auf, das gab es bisher ganz selten bei den Scorps. Bei einem Song `Kicks after six` hat sogar erstmalig Francis Buchholz als Autor mitgewirkt.

Für "Crazy World" gilt für mich das Gleiche wie für `Winds of change`, es ist gar nicht so schlecht. Das Album gefällt mir sogar besser als der Vorgänger, kann aber auf der anderen Seite mit Alben wie "Love Drive" und "Blackout" nicht mithalten. "Crazy World" ist mir insgesamt zu brav, hier fehlen härtere Rocksongs. Das kann evtl. an der Mitwirkung von Jim Vallance liegen. Dagegen spricht jedoch, dass er gerade an den erfolgreichen Singles nicht beteiligt war.

Wie auch immer, das Album ist insgesamt ganz gut, aber mehr als 3 Sterne kann ich nicht vergeben. Es ist aber besser, als es von vielen gemacht wird.

Wir schreiben jetzt Oktober 2015. Ich höre das Album heute etwas anders und zwar besser. Mit `Tease me please me`, `Don't believe her`, `Restless nights`, `Kicks after six` und `Crazy world` gibt es richtig gute Rocknummern. Dazu die beiden schönen Balladen `Send me an angel` und `Wind of change`. Das Album hat daher 4 Sterne verdient.
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am 10. Januar 2000
Den Fans dieser Formation muß man bestimmt nicht sagen, daß dieses Album eine starke Leistung ist. Es ist wieder einmal gelungen, neben der altbewährten rockigen Musik die genauso schönen gefühlvollen Saiten klingen zu lassen. Nicht nur "Crazy world" ist absolut hörenswert, auch der Superhit "Wind of change" oder "Kicks after six" werden den Hörer mit ihrer Ausdrucksstärke begeistern. Aber auch die anderen Stücke sind nicht von Pappe, es ist kein "Hänger" dabei. Daß die deutsche Band bereits über so viele Jahre erfolgreich sein konnte, verdankt sie vor allem ihrem Mut zum Experimentieren und ihrem Bekenntnis zum ultimativen Hardrock. Diese CD höre ich mir immer wieder gern an, weil sie unverwechselbare Scorpions-Musik repräsentiert. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 12. Juni 2017
Die World Wide Live war und ist als absolute Rock-Heavy-Metal Ikone zu bezeichnen. Damals in den guten 80igern kam zu der Zeit nichts besseres mehr nach von niemanden. Die Scorps waren erste Referenz. Meine Güte was sind das für Songs gewesen. Blackout, Still loving you, Crossfire, Dynamite, Coming Home, Can*t live without you, can't get enough. Da war was los. Dann kam Rythm of Love und ich fand allein schon den Titel irgendwie ziemlich schwülstig und so auch die Scheibe. Jetzt Grazy World. Auch hier ist für mich der Titel nicht eben besser geraten. Was zum Teufel ist da bloß passiert irgendwann in den 80igern, dass plötzlich alle auf eine Soft-Pop-Röckchen-Schnulzen-Schiene geraten sind. Für mich sind die zwei genannten Scheiben der Tiefpunkt schlecht hin. Die Gitarren klingen zeitweise (sollte wohl ein toller Effekt sein) wir Würgelaute und so fühlte ich die dazugehörigen Hits auch. Das grauenhaft schmalzig gekeuchte "Send me an Angel" -furchtbar, ganz fruchtbar. Von dem grausig ausgelutschten Wind of Change gar nicht zu reden. Der Rest ist Gelärme ohne Sinn und Verstand. Was hatte ich mich Anfang der 90iger auf mein erstes Scorps-Konzert gefreut und was für eine Riesenenttäuschung wurde das dann. Ich dachte (jung und naiv) die spielen ihr gutes Zeug aus der World Wide Live Ära, stattdessen kamen Crazy World und Rythm of Love zum Einsatz. Gruselig wie sie sich abmühten irgendwie rockig zu sein und in Wahrheit zu Possen reissenden Witzfiguren verkommen sind, die nicht mehr produzieren außer viel Krach zwischen viel geseusel.

Gottlob wurde dass dann Ende der 90iger wieder besser und seit Unbreakeable kann man sie wieder gut anhören. Man ist ja auch älter geworden da stört es etwas melodicher auch nicht mehr so besonders. Crazy World und Rythm of Love sind aber bis heute für mich alles andere als dass was die Scorpions mal waren und heute wieder mehr sind. 2 Sterne weil sie so viel Gutes machten, aber für dieses Gekrampfe hier könnte man auch noch weniger geben.
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am 13. Januar 2014
Diese CD enthält eine sehr schöne Zusammenstellung von tollen Scorpions-Liedern! Fast alle meine Lieblingslieder sind dabei. Sie gefällt mir sehr gut!
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am 19. Dezember 1999
Während das erste Stück " Tease me please me" des 1990 veröffentlichten Albums CRAZY WORLD noch ziemlich nervig wirkt verspricht schon das folgende "Don't believe her" mit seinen durchdringenden Rhythmen der Marke Scorpions für Besserung. "To be with you in heaven" überzeugt durch die Gitarren-Riffs und den eigenwilligen Takt. Prunkstück und wohl eines der bekanntesten Lieder der Scorpions ist aber natürlich die Ballade "Wind of change". Dagegen läßt "Restless nights" doch einige Wünsche offen, die Musik wirkt konfus und nicht allzu melodisch. Das genaue Gegenteil ist "Lust or love", eines der besseren Lieder der CD. Weiterhin fallen besonders die Lieder "Hit between the eyes" und die bittersüße Ballade "Send me an angel" positiv auf. Als absoluten negativen Ausreißer muß allerdings das Titelstück "Crazy world" genannt werden, bei dem insbesondere der Gesang von Klaus Meine ziemlich auf den Zeiger geht. CRAZY WORLD ist eine CD die sich durch Höhen und Tiefen auszeichnet. Es wechseln sich Top-Songs mit unterdurchschnittlichen Scorpions-Werken ab. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 10. Mai 2013
Für mich das bis dahin belangloseste Werk der Scorpions, die Kompositionen wirken uninspiriert und ohne Tiefgang. Es ist das bis heute weltweit meistverkaufte Werk der Hannoveraner, der Erfolg baut aber hauptsächlich auf der bisherigen Laufbahn der Scorpions auf und Ihrer bis dahin immer grösser werdenden Popularität und natürlich der für die Wende stehenden Single "Wind of Change", und ist nicht der Genialität an dieses Album geschuldet. Man hatte mit "Winds of Change" eine wirklich tolle Ballade am Start, die zurecht zur meistverkauften Single des Jahres 1991 mutierte - leider war das aber zu sehr massentauglicher Mainstream, als dass es noch als Rockballade(wie "Still loving you") einer gestandenen Hardrockband durchgehen könnte(ich möchte "Wind of Change" nicht madig reden, weil es ein wirklich grandios schönes Lied ist, aber mit Hardrock hat das meines erachtens nichts zu tun, und ich finde es auch gut wenn es nicht mehr auf den Scorpions-Konzerten gespielt wird, weil es einfach viel zu triefender Schmalz ist). Überhaupt hat das Album vom Härtegrad nichts mehr mit Erfolgs-Alben wie Love at first Sting(1984) oder dem härtesten Scorpions-Album Blackout(1982) zu tun. Was auf Crazy World abgeht, ist ein vor Radio-Klischees triefendes Mainstream-Album ohne jeglichen Tiefgang und ohne Ecken und Kanten, gerade die härteren Alibi-Songs wie "Lust or Love" oder "Kicks after Six" dümpeln doch sehr flach und uninspiriert vor sich hin und dienen dem Album lediglich nur um für etwas Tempo-Abwechslung zu sorgen, während man sich eigentlich von einer Ballade zur nächsten hievt. Der Anfang des Albums mit der ersten nur bedingt erfolgreichen Single "Tease me please me" und "Dont believe her" fängt noch wie gewohnt relativ gutklassig rockig an, aber das war es dann auch schon, wenn man auf echte Rocksongs abfährt, aber der aufgebauschte pompöse Sound und der neuere gemässigte Gesangsstil von Klaus Meine lässt bei jedem Albumsong die nötige Heavyness vermissen. Die restlichen Songs wie der Titelsong "Crazy World", "To be with you in Heaven" oder "Restless Nights" sind doch eher balladesk angelegt und bei der Abschluss-Ballade "Send me an Angel" geht es dann nochmal in eine ganz schmalzige kitschige Ecke. Das Album ist von Keith Olsen auch viel zu glatt produziert, mir fehlen sehr die vorher dominanten harten fetten Gitarrenriffs, vielleicht war es ein Fehler Dieter Dierks vor die Tür zu setzen - natürlich kann man auch sagen, dass die Scorpions alles richtig gemacht haben bei solch immensen Verkaufszahlen. Dennoch konnte ich mich nie richtig mit Crazy World anfreunden und bin eigentlich der Meinung das man es nach den ersten 4 Songs nach "Wind of Change" ausschalten kann, weil für mich danach nichts mehr interessantes kommt und nur noch belangloser Alibi-Rock dargeboten wird. Das klingt jetzt hart, aber für mich ist Crazy World bis dahin eines der schwächeren Scorpions-Alben.
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am 11. September 2011
Mit ihrem elften Studioalbum "Crazy world" leiten die Scorpions 1990 einige große Veränderungen ein. Zunächst einmal trennt man sich vom langjährigen Erfolgsproduzenten Dieter Dierks, der seit "In Trance" (1975) an den Reglern das Sagen hat und die Band bei ihrem triumphalen Aufstieg zu internationalen Topstars begleitet. Dann heuert man als dessen Nachfolger den Amerikaner Keith Olsen an, der zuvor mit Whitesnake und Foreigner gearbeitet hat und der vermittelt den Hannoveranern den Kontakt zu Bryan Adams' Co-Songwriter Jim Vallance. Der Kanadier hat mit Adams Welthits wie "Summer of 69" und "Heaven" geschrieben und verhilft den bis dahin etwas einfach gestrickten Texten von Sänger Klaus Meine zu internationalem Format und betiligt sich zudem als Mitkomponist an einigen Songs.

Das Konzept geht auf: "Crazy world" ist das weltweit meistverkaufte Album des Jahres 1991 und mit 16 Millionen Exemplaren bis heute das Erfolgreichste der Bandgeschichte. Es hievt die Scorpions endgültig in eine Riege mit den ganz Großen. Zudem ist die LP die Letzte in der klassischen Erfolgsbesetzung der vorherigen elf Jahre - Klaus Meine (Gesang), Rudolf Schenker (Rhythmus Gitarre), Matthias Jabs (Lead Gitarre), Francis Buchholz (Bass) und Herman Rarebell (Schlagzeug).

Nach drei Alben in den Top 10 der US-Charts ist bei den Scorpions mit "Crazy world" zudem ein Soundwechsel verbunden. Die in Los Angeles und Hilversum aufgenommene LP klingt wieder wesentlich rauer und härter als zuletzt. Dieser Umstand wird in der heutigen Bewertung der Platte aber gerne vergessen, denn ein Song daraus mutiert zu DEM Bandhit überhaupt und stellt die anderen Kompositionen in den Schatten: "Wind of Change" - ein Ballade. Doch dazu später mehr.

Zum Auftakt krachen erst einmal die Gitarren. "Tease me, please me" hat ordentlich Dampf und packt im kräftigen Midtempo energiegeladen zu. Der Titel ist heute ein Klassiker und wird als erste Single veröffentlicht. Obwohl er in den Charts herzlich wenig reißen kann, macht er gleich den neuen Weg der Scorpions klar: die Songs bleiben auch weiterhin im Ohr, aber sie treten einem wieder kräftiger in den Allerwertesten. Nachzuhören besonders im einprägsamen Main-Riff des Openers.

Auch "Don't believe her" weicht nicht vom ausgegebenen Motto ab. Obwohl es etwas eingängiger wird, bleibt die knackige Härte nicht auf der Strecke. Daran ändert auch der prägnante Refrain nichts. Die zweite Single lässt sich ebenfalls als satter Rocker verbuchen. Insgesamt fällt bis dahin neben den krachenden Riffs vor allem eines auf: das auf den letzten Alben oftmals dumpf und wenig voluminös klingende Schlagzeug von Herman Rarebell macht diesmal ordentlich Druck.

"To be with you in heaven" nimmt dann etwas das Tempo heraus, ohne zur Ballade zu werden. Das wuchtige Riff von Rudolf Schenker und die hübsche Gesangslinie von Klaus Meine harmonieren perfekt, der Refrain ist unverschämt eingägig. Sehr melodisch und doch kraftvoll. Klingt international und modern.

Und dann, an Position vier, folgt der Song, der den Scorpions bis heute gleichsam Fluch und Segen ist: Die Power-Ballade "Wind of Change". Sänger Klaus Meine schreibt den Titel wenige Wochen vor dem Mauerfall unter dem Eindruck der in der Luft liegenden Veränderungen der politischen Weltordnung. Auf diesen Umstand spielt außerdem auch der Titel des Albums an - verrückt, in welch kurzer Zeit sich die Welt zwischen 1989 und 1990 grundlegend verändert hat.

"Wind of Change" ist trotz der anfänglichen Bedenken von Rudolf Schenker eine überragende Komposition. Das melancholische Pfeifen, die emotionale Tiefe des Gesangs und der brillante Chorus machen den Titel zur weltweit meistverkauften Single des Jahres 1991 und zu einem der größten Rockhits aller Zeiten. Einen solchen Wurf landet man nur einmal in der Karriere. Obwohl die Scorpions zu diesem Zeitpunkt bereits hervorragende Balladen wie "Still loving you" oder "Holiday" veröffentlicht haben - den kommerziellen Erfolg bringt erst "Wind of Change".

Doch wie das mit Klassikern so ist: irgendwann kann man sie nicht mehr hören. Die Nummer mutiert über die Jahre vom mitreißenden Soundtrack zum Mauerfall zu einer totgespielten Dorffest-Granate, die einem zu den Ohren herauskommt. Sie steht in einer Reihe mit Deep Purples "Smoke on the water", Bryan Adams' "Summer of 69" und Status Quo's "Rockin' all over the world" auf Platz 1 der Todesliste der Songs, die für eine Weile aus der Öffentlichkeit in einen versiegelten Giftschrank verbannt werden sollten, da sie inzwischen jede noch so untalentierte Blaskapelle auf volkstümlichen Bierbesäufnissen zum Besten gibt. Sehr traurig, denn dieser Song ist eigentlich ein Meilenstein der Rockgeschichte. Wenn man ihn in zehn oder zwanzig Jahren wieder herausholt, wird er umso heller erblühen. Heute drücken sich die Scorpions meist darum, diesen Titel live zum Besten zu geben. Wie schlimm ein eigentlich hervorragender Song einem doch auf die Nerven gehen kann.

Bevor sich Meine und Co. mal wieder dem gerne vorgebrachten und bis dahin haltlosen Vorwurf der Balladen Überproduktion ausgesetzt sehen, wird mit "Restless Night" wieder gerockt. Zwar nicht ausgeflippt, sondern eher filigran groovend, aber doch mit Schmackes. Das Album ist in der Mitte angelangt und rüstet sich zum erneuten Adrenalin Schub.

Und der folgt mit "Lust or love". Was für ein geiler Song. Energetisch, melodisch, einprägsam - eigentlich eine potenzielle Single, doch als solche ist der Titel nie erschienen. Er vereint die typischen Scorpions Merkmale in Perfektion. Eine Metal Band sind die fünf nie wirklich gewesen, aber den melodischen Power Hard Rock beherrschen sie wie niemand sonst.

Das beweist auch "Kicks after Six". Obwohl die Nummer im Vergleich zu den anderen etwas belangloser klingt, macht sie dennoch Spaß. Kann man sich gut reinziehen.

Richtig dreckig wird es dann mit "Hit between the eyes". Die fünfte Single prescht forsch nach vorne und ist das im Gesamteindruck härteste Lied der Platte. Treibend und wuchtig mit einem Klaus Meine in Hochform, der sich die Seele aus dem Leib brüllt.

Etwas gediegener präsentiert sich das größtenteils von Matthias Jabs geschriebene "Money and fame". Das Riff brät, die beiden Gitarristen lassen ihre Muskeln spielen und auch die bereits bekannte Talkbox kommt wieder mal zum Einsatz.

Der Titelsong "Crazy world" schlägt in eine ähnliche Kerbe, allerdings etwas weniger inspiriert und mit leicht erhöhtem Tempo. Nicht ganz so stark, aber immerhin mit einem netten Refrain versehen. Solider Hard Rock, der die Abschluss-Ballade einläutet.

"Send me an Angel" wird zum zweiten Welthit der LP. Schenker und Meine komponieren den Titel zusammen und zeigen einmal mehr eindrucksvoll, dass sie die Hilfe eines externen Co-Songwriters eigentlich nicht benötigen. Eine fesselnde, bebende Nummer voller Pathos und an der Kitschgrenze kratzendem Arrangement, die sich tief ins Herz bohrt. Bis heute ein Klassiker.

Zwar haben die Scorpions schon beeindruckendere Gesamtwerke als "Crazy world" veröffentlicht. Stimmiger, aufgeräumter und vorzeigbarer haben sie aber nie mehr geklungen.

Was bleibt also abschließend zu sagen zum größten Albumerfolg, den jemals eine deutsche Gruppe gelandet hat? Zum einen etabliert er die Scorpions als eine der erfolgreichsten und meistgeachtetsten Rockbands aller Zeiten.

Zum anderen leitet er eine schleichend beginnende kreative Selbstfindungsphase ein. Nach dem sehr harten Nachfolgealbum "Face the heat" (1993), das deutlich geringere Verkaufszahlen verzeichnen kann, suchen die Scorpions in den 1990ern immer mehr nach ihrer eigenen Identität. In einer vom aufkommenden Grunge veränderten Rockszene fühlen sie sich immer stärker fehl am Platze und so folgen dem balladenlastigen "Pure Instinct" (1996) und dem vielkritisierten, mit Drum Loops und allerlei anderen technischen Spielereien versehenen "Eye II Eye" (1999) gar eine Kooperation mit den Berliner Phillharmonikern zur Expo 2000 mit dem Album "Moment of Glory" und eine Unplugged Platte mit dem Titel "Acoustica" (2001). Erst mit "Unbreakable" kehren die Scorpions 2004 wieder zum klassischen Hard Rock zurück und schaffen es erfolgreich, ihrem Image als abgehalfterte Balladen-Onkel entgegenzuwirken.

2010 erscheint schließlich ihr letztes Album "Sting in the tail". Nach 17 Studioalben ist 2012 tatsächlich Schluss für die Scorpions. Sie verabschieden sich mit über sechzig als Propheten, die nach wie vor im eigenen Lande nichts gelten, obwohl sie bis zum Schluss weltweit sämtliche Stadien mit enthusiastischen Fans füllen. Wer weiß, vielleicht wird es irgendwann einmal so weit sein, dass man ihnen auch hierzulande den Respekt entgegen bringt, der ihnen gebührt. Im Ausland sind sie schon lange Giganten - und das völlig zu Recht. Auch und gerade wegen eines Songs wie "Wind of Change".
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am 8. Mai 2011
Wie es so bei Alben immer ist: Es fehlt einem der eine oder andere Titel, welchen man zu gerne hört, und schon muss man zum Album langen, zumal hierbei ja auch noch das gute Preis-Leistungs-Verhältnis eine Rolle spielte. Diese zwei gesuchten Titel würden beinahe die Hälfte kosten, als das gesamte Album. So habe ich mir also das Album gekauft und eine Audio-CD daraus gebrannt. Besonders gravierend hierbei ist der Umstand, dass auch noch gleich ein Cover für vorn und hinten mitgegeben wurde, so dass man beinahe eine gekaufte CD erstellen konnte. Alles in allem ein guter Kauf. Danke hier nochmals.
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am 15. Januar 2012
Crazy World ist das meistverkaufte Album der Scorpions.Weltweit wurde es mehr als 16 Millionen Mal verkauft. Das liegt aber zum großen Teil auch an dem Hit "Wind of Change", der sich als Single ja auch 5 Millionen mal verkaufte. In Deutschland und in vielen anderen Ländern wurde das Album Platz 1.

Das Album beginnt mit dem harten "Tease Me Please Me", das ein super Riff hat und auch heute noch auf Konzerten gespielt wird. "Don't Believe Her" ist einer meiner Lieblingssongs auf der CD. Die Melodie geht nicht aus dem Ohr. "To Be With You In Heaven" ist auch eher rockig, aber kann mich nicht ganz überzeugen. "Wind of Change" wurde ein Megahit und wurde die Hymne zum Mauerfall. Ich muss sagen, dass ich den diese Ballade richtig gut finde. "Restless Nights" ist auch hart, aber ist für mich ein schwächerer Song. "Lust Or Love" dagegen kann mich überzeugen und die Melodie ist wieder gut.

Der einzige Song, den Francis Buchholz mitgeschrieben hat ist "Kicks After Six". Der Song rockt ganz gut. "Hit Between The Eyes" ist wieder ein Melodiensong und wurde damals oft auf Konzerten gespielt. "Money And Fame" ist wieder ein Lied mit der berüchtigten Talk-Box von Matthias - ansonsten kann der Song nur halb überzeugen. Der Tielsong "Crazy World" ist ein schönes Lied mit einem iteressanten Mittelteil ("we all live in this crazy world"). "Send Me An Angel" ist die abschließende Ballade, die mir wirklich prima gefällt. Auch wenn sie etwas kitschig ist.

Das Album ist gut geworden und besser als sein Ruf hier auf Amazon (nur 3,5 Sterne duchschnittlich im Moment). Ich kann es durchaus an Scorpions-Fans empfehlen.

Zur Besetzung von Crazy World.
Rhythmusgitarre-Rudolf Schenker
Schlagzeug-Hermann Rarebell
Leadgitarre-Matthias Jabs
Bass-Francis Buchholz
Gesang-Klaus Meine
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am 30. Mai 2014
Diese Songs auf der CD sind in meinen Augen absolut ein "Knaller", Das heißt: Das ist wirklich Musik vom Feinsten und nicht so eine "bum-bum" Musik der heutigen Zeit. Die Mitglieder der Interpreten beherrschen ihre Stimme. Klasse Songs. Das ist wenigstens Pop, Rock und Soul.
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