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am 15. Februar 2004
Das erste Album von Rainbow, bekannterweise die Band von Richie Blackmore, der kurz zuvor bei Deep Purple ausstieg und dieses Album schon geplant hatte. Richie kannte die Musiker der Band ELF, die sich soeben getrennt hatten und bot einigen Musikern an, bei seinem neuen Projekt mitzumachen. Herauszuheben ist hier Ronnie James Dio, der den Sound von Rainbow auf den ersten drei Studioalben prägte. Blackmore und Dio ergänzten sich hervorragend, was dieses Meisterwerk hervorragend verdeutlicht und mit 5 Sternen belohnt wird.
„Man On The Silver Mountain" - ein Rockklassiker, der die Ära Rainbows beginnt. In der Studioversion noch etwas ruhiger als bei späteren Liveaufnahmen, doch schon mit all der Power, die Rainbow in die Rockwelt setzte.
„Self Portrait" - die Verbindung zu Deep Purple Mark III ist nicht zu überhören - und doch ist es schon 100% Rainbow. Ein schön getragener Rocksong (über 20 Jahre später nimmt Blackmore es mit seiner aktuellen Band Blackmore's Night auf, bei dem es seine Lebensgefährtin sing - wunderschön!)
„Black Sheep Of The Family" - Wenn nicht Dio den Text geschrieben hätte, könnte man eine Anspielung auf die vergangenen Jahre mit Deep Purple interpretieren. Ein melodischer und eingänglicher Song, sehr typisch für das erste Album.
„Catch The Rainbow" - die geniale Symbiose zwischen Blackmore und Dio. Eine Ballade, die unter die Haut geht. Zwar noch sehr „studiolastig", doch wunderschön. Live (On Stage) ist es der Hammer, Gitarre und Stimme sind so harmonisch und gefühlvoll .... kuscheln, kuscheln, kuscheln ...
„Snake Charmer" - wieder ein ganz typischer Song für Rainbows Anfänge. Auch hier ist die musikalische Verwandtheit zu Deep Purple Mark III zu hören (denn auch diesen Sound hat Richie geprägt).
„The Temple Of The King" - eine weitere Ballade, völlig verkannt. Ein absolut klasse Song, Dio zeigt, was er mit seiner Stimme (anstellen) kann. Melancholisch schön, sparsam, aber effektvoll instrumentiert.
„If You Don't Like Rock'n'Roll" - reist einen nach „The Temple Of The King" wieder aus den Träumen und bringt Dich zurück zum Rock. Dies wird im nächsten Lied gesteigert:
„Sixteenth Century Greensleeves" - hier zeigen Rainbow, wohin es mit ihrer Musik gehen soll: viel Bass, geniale Solis und die Powerstimme von Dio. Welches Potential in diesem Lied steckt, zeigen Rainbow dann vor allem live (In Germany 76, DCD).
„Still I'm Sad" - ein ---Cover, in der Studioversion noch als Instrumental (leider), denn was Dio mit diesem Lied auf der „Live On Stage" anstellt ist nur noch genial. Das ist Powerrock aus den 70ern vom Feinsten.
Wie sich zeigt, sind hier viele Studiovorlagen, die auf diversen Livemitschnitten noch besser werden, trotzdem ist dieses Album ein MUSS für den Fan des 70ies-Rock. Denn live fehlen auf jeden Fall „Self Portrait" und „The Temple Of The King".
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am 24. Oktober 2004
Wenn sich einer der besten und kreativsten Gitarristen mit einem der besten Rock/Metal-Sänger (aus meiner subjektiven Sicht, meine Lieblings-Stimme im Rock/Metal-Bereich) zusammentut kann ja fast nur tolles dabei rauskommen, oder? Bei dieser Fusion zwischen Blackmore und Dio ist es auf jeden Fall so. Der legendäre Gitarrenhexer schnappte sich die Band um Frontmann Ronnie James Dio namens "Elf", die schon des öfteren im Vorprogramm von Deep Purple aufgetreten war, gab dem Gitarristen dieser Band den Laufpass (dramatisch ausgedrückt) und fertig war die neue Band Rainbow. Dieses Debüt wurde allerdings noch als eine Art Solo-Projekt von Blackmore verkauft unter dem Namen "Ritchie Blackmore's Rainbow". Dies änderte sich jedoch bei den nächsten Alben, da sich Dio auch als begnadeter Songwriter bewies.
Stilistisch kann man doch sehr deutliche Unterschiede zwischen Deep Purple und Rainbow erkennen. Die treibenden, doch recht typischen Blackmore-Riffs, wie man sie bei den Deep Purple-Songs (hauptsächlich ab "In Rock") schon gehört hat, finden hier bei diesem Debüt eine Fortsetzung, sowohl als auch eine Weiterentwicklung. Was auch deutlich auffällt ist der doch etwas melidiösere Songaufbau und natürlich die für Rainbow typische mystische Stimmung mit noch typischeren Fantasy-Lyrics. Diese etwas mystische Grundstimmung und die Fantasylyrics sind wohl das größte Markenzeichen dieser Band, die sie von anderen 70er Bands deutlich hervorheben. Ich würde allerdings auch meinen dass "Die-hard" Deep Purple Fans sehrwohl auch was mit dieser Band anfangen können (bzw. konnten, aus Sicht des Erscheinungsdatum dieses Debüts).
Was mich aber auch immer wieder aufmerksam aufhorchen läßt, ist die Stimme von Ronnie James Dio. Wie oben schon erwähnt ist sie meine absolute Lieblingsstimme im Rock/Metal-Bereich. Lassen sich doch einige Stimmen von anderen Sängern zumindest vergleichen mit Genre-Kollegen bzw. -Konkurrenten (ich sage bewusst nur "einige" Stimmen), weiß man bei Dio's Stimme sofort um wen es sich handelt und hat sicher einen der größten Wiedererkennungswerte in der Geschichte von Rock/Metal-Sänger. Vorallem zu dieser Art von Musik und auch Lyrics passt diese göttliche Power-Stimme so dermaßen gut, dass man die CD nur ungern durch eine andere im CD-Player ersetzt.
An dieser Stelle würden jetzt die meisten Rezensionen-Verfasser spätestens einige Songs hervor heben. Aber ich weiß nicht, bei diesem Album finde ich das auch irgendwie nicht angebracht, da dieses Album wirklich von vorne bis hinten wirklich gelungen ist und als Gesamtes einfach ein absolutes Meisterwerk geworden ist. Aus meinem subjektiven Blickwinkel betrachtet, ist dies insgesamt (eben meiner Meinung nach) das beste Rainbow-Album. Aber Geschmäcker unterscheiden sich - Doch eines ist sicher, dieses Album ist eines der besten, nicht nur 70er-Alben, sondern eines der besten und innovativsten Alben überhaupt (und viel Übertreibung war da jetzt nicht dabei).
Ich kann also jedem der auf der Suche nach melidiösem, trotzdem rohen Heavy Rock-Album ist, eine 100%ige Kaufempfehlung geben - denn diese Scheibe rockt definitiv.
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am 15. Januar 2007
Es mag kaum verwundern, dass sich Deep Purple nach dem Ausstieg von Gitarrenvirtuose, Riffmeister und Enfant Terrible Ritchie Blackmore recht schnell auflösten. Denn der Versuch ohne Blackmore unter dem Label Deep Purple weiterzumachen (Come Taste The Band") zeigte die Hoffnungslosigkeit dieses Unterfangens. Blackmore hingegen zeigte direkt auf dem ersten Album seiner neuen Band (zunächst noch Ritchie Blackmore's Rainbow - später nur noch Rainbow), was Deep Purple so schmerzlich vermissten.

Denn schon auf dem Debütalbum zaubert Blackmore mit seinem neuen kongenialen Partner Ronnie James Dio (Gesang) neun wundervolle Song-Perlen aus dem Hut. Die Stücke haben dabei vom Stil her erst einmal recht wenig mit Deep Purple zu tun (sieht man einmal davon ab, dass es sich um Rockmusik handelt). Sie besitzen einen eigenen Charme und eine gewisse Magie.

Das liegt zum Teil auch daran, dass die Mitmusiker (Gary Driscoll - Schlagzeug, Craig Gruber - Bass und Mickey Lee Soule - Keyboards) nicht wie vielleicht zu erwarten in den Hintergrund gedrängt werden. Ganz im Gegenteil, sie dürfen sich frei entfalten (man beachte auf den Bass bei Snake Charmer") und bereichern damit die Musik. Auf der anderen Seite passt die Stimme von Ronnie James Dio sowohl vom Klang als auch von der Intonation und Ausdruckskraft hervorragend zu den Stücken Blackmores.

Wie problemlos die Aufnahmen abliefen beweist zudem die Tatsache, dass das Album in 22 Tagen aufgenommen wurde. Die Lieder an sich haben ein ganz eigene Magie und insgesamt gesehen wenig gemein mit den Stücken, die Blackmore mit Deep Purple zusammen aufgenommen hatte. Auf dem Album befindet sich nicht ein einziger Ausfall, aber die Highlights sind der groovige Opener Man On The Silver Mountain", das Up-Tempo-Stück Black Sheep Of The Family", die wunder- und gefühlvolle Ballade Catch The Rainbow" und das hymnische Sixteenth Century Greensleeves".

Dabei erscheint es fast schon erschreckend, wenn man bedenkt zu welchen Großtaten diese Band noch alles in der Lage war. Denn so gut der Erstling auch ist - das beste Album von Rainbow ist es nicht. Was wiederum auf der anderen Seite eigentlich nur dafür spricht, wie gut diese Band war. Aber eines bleibt am Ende festzuhalten: Ritchie Blackmore's Rainbow gehört sicherlich zu den besten Debüt-Alben aller Zeiten. Und das ist ja schließlich auch schon was.
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am 17. Juni 2016
Ritchie Blackmore solo (Rainbow, das ist RB solo) gefällt mir viel besser wie Deep Purple. Absolut eingängig ohne jemals billig zu wirken. Man on the silver mountain, geilste 70er Jahre Rockmusik, Snakecharmer und Temple of the king, meine zwei persönlichen Lieblingslieder. Muss man nicht viel darüber schreiben. Ronnie James Dio gibt natürlich die feine Extranote. Das Sahnehübchen und die Preiselbeeren auf dem Rehrücken sozusagen. Ich kenne diese Album seit ungefähr 30 Jahren und auch wenn ich es ma nicht hatte war es ein ständiger Begleiter. Es gibt keinen einzigen schwachen Song auf dieser Kompilation. Ich muss auch gestehen, dass ich mehr ein Dio-Fan bin und ich in hier so liebe wie bei Black Sabbath später und seinen ersten 3 Solo-Alben. Da haben sich zwei gefunden. Ritchie und Ronnie. Da laust mich der Affe. Ronnie's Rockshow unter Ritchie's genialer Führung. Still I'm Sad.
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am 2. Juni 2016
Ritchie Blackmore und Deep Purple, das ist eine Geschichte voller Berg- und Talfahrten. Irgendwann wurde es dem Ausnahmegitarristen zu bunt und er stieg (vorübergehend) aus. Mit "Rainbow" scharte er Musiker wie Ronnie James Dio um sich und generierte einen neuen Sound, der sich schon bei dem ersten Album "Ritche Blackmores Rainbow" klasse anhört. Es gibt härtere Gitarrenriffs aber auch stimmige Rockballaden, ein starker Beginn von Rainbow, die mehr als nur eine Deep-Purple-Alternative von Blackmore sind.
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Hier wurde eine Legende geboren. Wusste man ja damals noch nicht, was da noch alles kommen wuerde. Auf dem Debut deutete sich schon an, welches Potenzial in dieser Band steckte.Auch wenn Man on the silver mountain und Greensleeves noch etwas behaebig daherstapften. Toll die Aufnahme von Still I m sad. Highlights fuer mich aber The temple of the king und Catch the rainbow. Wunderschoene Musik, deren Atmosphaere einen gefangen nimmt.
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am 13. Juli 2007
Bin wirklich ein Rainbow-Fan (fast) der ersten Stunde, finde dieses Debut-Album aber im Vergleich zu den beiden folgenden Studio-Alben (Rising, Long live...) und erst recht zu "On stage" eher durchschnittlich. Sicher sind gute Songs darauf, deren Live-Versionen auf "On stage" aber um Längen besser sind (Man on the silver mountain, Still I'm sad, Sixteenth Century...). Und dass, obwohl ich eigentlich kein Fan von Live-Alben bin! Trotzdem gibt es einen Song, der das Album adelt und Grund genug ist, es zu kaufen: Temple of the king - einer meiner All-time-favorites. Hat zwar mit Hardrock nicht das geringste zu tun, ist aber eine folkige, von Dio super gesungene Ballade - wunderschön. Er macht aus den eigentlich 3 Sternen 4.
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am 9. August 2012
Ritchie Blackmore stieg bei Deep Purple aus, weil er die Musik, die die Band seit dem Einstieg dem Coverdale und Hughes machte, zu sanft und zu bluesig fand. Da die Band Elf schon seit einiger Zeit die Vorgruppe von Deep Purple war, fragte Ritchie die Band um Frontmann Ronnie James Dio ob sie Lust hätten mit ihm eine eigene Band zu gründen. Und wer hat keine Lust mit einem der bekanntesten Gitarristen in einer Band zu spielen. Also wurden sie genommen und Ritchie wollte erst ein mal eine Single aufnehmen. Als diese sehr gelungen war, nahm die Band unter dem Namen Ritchie Blackmore's Rainbow das gleichnamige Album auf. Auf den Markt kam es 1975.

Eingespielt wurde Blackmore's erstes Soloalbum mit Gary Discoll am Schlagzeug, Graig Gruber am Bass, Micky Lee Soule am Keyboard, dann Ronnie James Dio als Sänger und natürlich Ritchie als Gitarrist. Die Musiker haben aber nicht die Klasse der Purple-Musiker, daher klingen manche Songs etwas Powerlos. Für das nächste Album Rising holte Ritchie dann Jimmy Bain an den Bass, Tony Carey ans Keyboard und den Meister Cozy Powell ans Schlagzeug. Die machten ihren Job dann besser, aber auch die Musiker von Elf sind natürlich nicht schlecht. Also ein gutes Album.

Der Opener "Man On The Silver Mountain" hat ein tolles Riff und eine tolle Melodie. Einfach toller Rock. "Self Portrait" ist nicht so gut, kann aber durch sehr eingängige Melodie überzeugen. "Black Sheep Of The Family" ist eine gelungene Coverversion. Auch bei diesem Song stimmt die Melodie. Die wunderschöne Ballade "Catch The Rainbow" ist einfach nur genial. Alle Musiker spielen sehr gefühlvoll. "Snake Charmer" ist kein überragender Song, aber mit tolllem Solo, das auch eine Klasse für sich ist. "The Temple Of The King" dagegen ist wieder toll. Die Ballade ist in schönem leicht mittelalterlichem Stil vorgertragen. "If You Dont Like Rock'n'Roll" ist wieder etwas schwächer, zwar im Rock'n'Roll Stil, aber eben nicht so gut wie der Rest der Lieder. "Sixteenth Century Greensleves" ist ebenfalls leicht mittelalterlich, aber dieses Mal in der Rockform. Ein klasse Song! Das Instrumental "Still I'm Sad" gibt noch Mal Gas und überzeugt durch die Melodie, die wirklich toll von Ritchie gespielt ist. Auf dem Livealbum On Stage ist dieser Song mit Gesang noch viel besser.

Ein wunderbares Album ohne große Schwächen und mit vielen genialen Songs. Für mich wirklich ein Geniestreich von Rainbow. Der Nachfolger ist zwar noch besser, aber ich muss trotzdem 5 Sterne geben und empfehle es allen Rockfans. Das Cover, das eine Gitarre zeigt, die zum Schloss umgebaut wurde, ist auch sehr gut.
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am 18. August 2015
Für Ritchie Blackmore war das Jahr 1975 nicht einfach. Mit Deep Purple kam er immer schlechter klar. David Coverdale und Glenn Hughes wurden immer mehr funkiger. Der Wunsch nach einer eigenen Band wuchs und wuchs. Mit der US-amerikanischen Formation ELF (im Vorprogramm) bestritt man schon so manches US Livekonzert. Die Mitglieder waren bekannt und der Sänger (Ronnie James Dio) gefiel Rodger Glover und Ian Paice. Sie bekamen über diese beiden einen Plattenvertrag.

Der Herr Blackmore war, wie schon geschrieben, mit dem Istzustand von Deep Purple höchst unzufrieden und wollte den ehemaligen Quatermass-Song Black Sheep Of The Family mit Deep Purple aufnehmen. Das wurde abgelehnt. So schnappte sich Ritchie halt die einstige Vorband und spielte diesen Song klamm heimlich ein. Bei dieser Gelegenheit präsentierte Dio noch Sixteenth Century Greensleeves. Dieses Stück gefiel Herrn Blackmore noch besser als das eigentlich geplante. Das Album wurde fertig eingespielt. Blackmore gab Purple einen Gruß und verabschiedete sich mit einigen wirklich guten Konzerten vom Publikum.

Das Album selbst ist eines der ehrlichsten und schönsten was der Herr Blackmore je hervorgebracht hat. Vom Anfang bis zum Ende ein gelungenes Stück Rockgeschichte. Es ist ein Schauwerk der Sonderklasse. Fünf Songs der neun auf der Scheibe enthaltenen Titel verblieben fast zum Ende des Bestehens der Band - auch in der Folgeband von Dio - über Jahre hinweg im Liveprogramm.

Man On The Silver Mountin, Catch The Rainbow, Sixteenth Century Greensleeves und Still I’m Sad (hier noch ohne Text) waren und sind immer noch Meilensteine. Sie sind unüberwindlich mit den beiden Namen der Hauptprotagonisten verbunden und über Generationen hinweg bekannt. Jegliche Beschreibung der Stücke verbietet sich.

Aber nicht genug damit. Allein die Art und Weise wie sich das Album dem Hörer präsentiert ist außergewöhnlich. Ein jeder hatte von Ritchie ein steinhartes Album erwartet. Was am Ende das Ohr des geneigten Zuhörers erreichte war eine Melange aus Gitarrenrock, vielleicht auch Mainstream, auf jeden Fall kein Hardrock. Es war jede Menge Gefühl, Zurückhaltung und Feingefühl zu hören. Eine Zurückhaltung der Musiker zu Gunsten der Musik – Schlicht ein kleines Meisterwerk. Gerade der Herr Blackmore zeigte hier seine gefühlvolle und auch zerbrechliche Natur. Getragen durch die einmalige Stimme des Herrn Dio. Temple Of The King wäre hier ein guter Anspieltipp.

Wie auch immer, es gibt Alben welche nur zu einer bestimmten Zeit eingespielt werden können. Sie entstehen aus einer Stimmung, aus einer Laune und entwickeln sich. Genau das lässt sich hier feststellen. Wurden auch die anderen Alben – gerade der Dio-Ära – eindeutig gelobt und hervorgehoben, so bleibt dieses hier etwas Besonderes. Wie eine Perle sticht es aus dem großen Berg der Veröffentlichungen der beteiligten Herren heraus.

Dass die Beteiligung der drei anderen Musiker leider geschichtlich so negativ in Erinnerung bleibt ist eher eine der vielen Randnoten. Der Herr Blackmore überfiel förmlich diese bestehende Besetzung der Band ELF. Die Gitarren übernahm der Ausnahmehexer, der Rest blieb für die welche ohnehin da waren. Im Nachgang wurden dann die Herren Craig Gruber, Gary Driscoll und Michey Lee Soule vom Chef persönlich gefeuert und ersetzt. Doch das ist eine andere Geschichte. Eine Geschichte von ständig wechselndem Personal. Der schwarze Mann am Rande der Bühne hatte halt so seine Eigenheiten.
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am 30. Mai 2002
"Ein Debüt nach Mass" wäre eine angebrachte, aber vielleicht schon viel zu nüchterne Kurzbeurteilung dieses ersten Rainbow- Albums. Es ist "nur" das zweitbeste Album dieser Supergroup, aber trotzdem muß man sagen, daß es gegenüber der "Rising" mit weitaus leichter verdaulicher Kost aufwarten kann und deshalb bei mir auch öfter im Player liegt, als das große Meisterwerk von Dio und Blackmore. Denn im Gegensatz zur meisterhaften Düsternis und der brachial- epischen Breite von "Rising", servieren uns die beiden Genies und ihre Mitstreiter hier eine Songkollektion, die weitaus kompakter, melodischer und luftiger 'rüberkommt und die noch weit vom schweren Heavy Metal- Rock der Nachfolger entfernt ist. Schon der Opener "The man on the silver mountain" zeigt die große Klasse der beiden als Songwriter sowie auch als Musiker. Zu einer genialen Melodie reiht sich Dios exaltierte und kraftvolle Vocal- Performance und Blackmores virtouses Gitarrenspiel. Doch hier ist jeder Song ein absoluter Kracher, der mit eingängigen, aber sich niemals abnudelnden Kompositionen aufwarten kann und ziemlich süchtig macht. Und das die beiden nicht nur laut und hart sein können, sondern auch fähig sind, sensible Balladen zu produzieren, zeigen "Catch the Rainbow" und "The temple of the king". Die erstere ist wohl so ziemlich das schönste und gänsehauterregendste, was jemals an Rockballaden gemacht wurde. Die zweite erzählt einfach eine wunderschön- mystische Geschichte, umhüllt von Blackmores feinsinniger Akustikgitarre. Wahnsinn, kann ich nur sagen. Und tränentreibend dazu! Aber mein persönlicher Favorit ist und bleibt "Snakecharmer", einem Rockhammer hoch acht, der groovt wie Sau und in dem Dio seine ganze Beandbreite offenbart und Blackmore seine Wah Wahs fast vergewaltigt. Ganz große Klasse!
Schade ist nur, das Drummer Gary Driscoll in Sachen Timing, Groove und Punktuierung dem Rest der Truppe scheinbar nicht ganz gewachsen ist und irgendwie der letzte Rythmuskick fehlt. Was wäre das nur für ein Album geworden, hätte Cozy Powell den Schemel schon zu der Zeit in Beschlag genommen! Aber sonst ist dieses Album ein nahezu perfektes Rockbrett, denn auch rein produktionstechnisch gibt es kaum eine Platte, die dieser genialen Martin Birch- Produktion das Wasser reichen kann. Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, daß das hier die so ziemlich beste Rockproduktion aller Zeiten ist. Nichts und Niemand geht hier unter, es geht hochdynamisch zur Sache und es klingt voll und warm, aber nicht stumpf und lasch! Genial! Zum Schluß ist noch anzumerken, das auch das Remaster von Suha Gur brilliant ist. Bessser als Vinyl! Ehrlich! Wer diese Platte nicht hat, ist selbst Schuld! Auch ehrlich!
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